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Dokumentenidentifikation DE19519630A1 05.12.1996
Titel Kragplatten- und/oder Fugenelement für bewehrte Baukonstruktionen
Anmelder SFS Handels Holding AG, Au, CH
Erfinder Frei, Alex, Widnau, CH;
Enzler, Rudolf, Lichtensteig, CH
Vertreter Ackmann und Kollegen, 80469 München
DE-Anmeldedatum 29.05.1995
DE-Aktenzeichen 19519630
Offenlegungstag 05.12.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.12.1996
IPC-Hauptklasse E04C 5/00
IPC-Nebenklasse E04B 1/00   
Zusammenfassung Bei einem Kragplattenelement für bewehrte Baukonstruktionen ist ein aus einem wärmedämmenden Material bestehender Baukörper (1) vorgesehen, wobei in diesen Baukörper (1) Querkraftstäbe (4) eingesetzt sind. Zur Aufnahme von Zug- und/oder Druck-Bewehrungselementen sind im Baukörper (1) Durchgangsöffnungen (2) bzw. in diese eingesetzte Rohrkörper (3) vorgesehen. Die Querkraftstäbe (4) weisen einen schräg zur Horizontalen verlaufenden Mittelabschnitt (5) auf, an den sich beidseitig des Baukörpers (1) jeweils ein gerade verlaufender Bereich (6, 7) anschließt. Die Bereiche (6, 7) sind achsparallel zur Mittelachse (8, 9) der Durchgangsöffnungen (2) ausgerichtet und liegen in den durch die Mittelachsen (8, 9) der Durchgangsöffnungen (2) gedachten, horizontal verlaufenden Ebenen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Kragplatten- und/oder Fugenelement für bewehrte Baukonstruktionen, bestehend aus einem zur Aufnahme von Zug- und/oder Druck-Bewehrungselementen ausgebildeten, ein- oder mehrteiligen Baukörper sowie in diesen Baukörper eingesetzten oder einsetzbaren Querkraftstäben, wobei zur Aufnahme der Zug- und/oder Druck-Bewehrungselemente im Baukörper annähernd quer zu einer vertikalen Längsmittelebene desselben verlaufende Durchgangsöffnungen ausgebildet sind und wobei die Querkraftstäbe einen schräg zur Horizontalen verlaufenden Mittelabschnitt aufweisen und jeweils ein Bereich der beidseitig des Baukörpers vorstehenden Abschnitte der Querkraftstäbe achsparallel zur Mittelachse der Durchgangsöffnungen für die Aufnahme der Zug- und/oder Druck-Bewehrungselemente ausgerichtet ist.

Gerade Kragplatten, aber auch andere im Bereich einer Gebäudeumfassung ins Freie vorstehende Baukörper bilden erhebliche Wärmebrücken zwischen der Innen- und der Außentemperatur. Im Bereich solcher Wärmebrücken ist man in den vergangenen Jahren immer mehr dazu übergegangen, Isolationselemente einzusetzen, um die vorstehenden Baukörper von den innen liegenden Baukörpern in gewisser Weise thermisch zu trennen. Damit können zwar die Überlegungen bezüglich des Wärme- bzw. des Schallüberganges gelöst werden, doch bedarf es bei solchen Deckenkonstruktionen der Schaffung einer statischen Einheit zwischen einer Deckenkonstruktion und einer auskragenden Platte. In der Regel werden an den gegenseitigen Anschlußseiten Steckeisen für die obere und die untere Bewehrung in die Deckenplatte einbetoniert, welche sie dann hinreichend vorstehen, um in die auskragende Platte, z. B. eine Balkonplatte, eingreifen zu können.

An sich können dadurch die Zug- und Druckkräfte ohne weiteres übertragen werden. Wenn dann jedoch zur Herstellung einer entsprechenden Wärmeisolation Streifen aus einem wärme- und schallisolierenden Material eingesetzt und diese Baukörper dadurch voneinander getrennt werden, entsteht das statische Problem, daß besondere Maßnahmen zur Übertragung der Querkräfte notwendig werden. Wenn also der kontinuierliche Übergang zwischen den beiden Platten durch das Isoliermaterial unterbrochen wird, müssen die Querkräfte über besondere Bewehrungseinlagen übertragen werden.

Solche Querkraftstäbe werden bei einer bekannten Ausführung (CH-PS 677 249) von einem Steckeisen gebildet, welches mit einem seiner parallelen Endteile nahe der oberen Fläche einer Deckenplatte einbetoniert wird, wobei dann ein Mittelteil, der schräg von oben nach unten verläuft anschließt und wobei der zweite parallele Endteil des Steckeisens in die Kragplatte nahe deren Unterfläche eingebettet werden kann. Bei dieser Ausgestaltung ist zudem vorgesehen, praktisch einstückig ausgebildete Bewehrungselemente, welche sowohl die Zug- und die Druckkräfte als auch die Querkräfte zwischen einer Kragplatte und der mit ihr verbundenen Deckenplatte zu übertragen, einzusetzen. Dabei werden zwei parallel mit gegenseitigem Abstand angeordnete Gurte vorgesehen, wobei das den Querkraftstab bildende Steckeisen mit beiden Gurten mit den jeweiligen Enden starr verschweißt ist. Bei einer solchen Anordnung ist es wohl möglich, im Bereich von Kragplatten- und/oder Fugenelementen eine in sich stabile Anschlußbewehrung vorzusehen, doch ergeben sich dann keine Möglichkeiten, durchgehende Bewehrungselemente einzusetzen. Es kann also nach wie vor nur mit entsprechenden Steckeisen gearbeitet werden. Außerdem ergeben sich Probleme mit einer solchen aus mehreren Teilen starr zusammengeschweißten Bewehrungsanordnung, wenn sie in einen wärme- und schallisolierenden Baukörper eingesetzt werden soll.

Bei einer weiteren bekannten Ausgestaltung einer Bewehrung für den Anschluß von Balkonplatten (EP-A 402 343) sind Platten aus wärmedämmendem Schaumstoff vorgesehen. Dabei ist die Bewehrung aus einem Zugbewehrungsstab, einem Druckbewehrungsstab und einer Schubbewehrung zusammengesetzt ist und alle diese Bewehrungsteile liegen in einer Ebene. Die beiden Enden der Schubbewehrung sind mit dem jeweiligen Zug- oder Druckstab beispielsweise durch Schweißung oder Drahtbindung fest verbunden. Die einzelnen Bewehrungselemente und auch die Schubbewehrung sind in die wärmeisolierende Platte eingegossen oder eingeklebt. Es geht praktisch auch hier nur darum, ein Zwischenelement zwischen den beiden thermisch zu trennenden Plattenteilen einer Deckenkonstruktion vorzusehen, ohne daß die Möglichkeit gegeben ist, durchgehende Zug- oder Druckbewehrungen einsetzen zu können.

Auch bei einer anderen bekannten Ausführung (EP-A 1 50 664) sind alle Armierungsanschlußeisen in einer Isolationsschicht eingebettet, wobei zwischen den Armierungsanschlußeisen jeweils Schubübertragungseisen angeordnet sind, die die Isolationsschicht ungefähr in deren Diagonale durchqueren. Hier sind jeweils beidseitig des Baukörpers vorstehende Bereiche der Querkraftstäbe vorgesehen, die parallel zu den Zug- und den Druck-Bewehrungselementen ausgerichtet sind. Die parallel zueinander verlaufenden Bereiche liegen dabei auch in einer horizontalen Ebene, so daß sie mit ihren hakenartig ausgebildeten freien Enden parallel zur Isolationsschicht verlaufende Stäbe aufnehmen können. Somit wird ein in sich steifes Anschlußelement geschaffen, welches abwechselnd aus in sich geschlossenen Rahmen von Druck- und Zugbewehrungselementen und dazwischen liegenden Schubübertragungselementen gebildet wird. Auch bei einer solchen Anordnung ist keine Möglichkeit gegeben, zwischen einer Decke und der anschließenden Balkonplatte durchgehende Armierungselemente vorzusehen.

Bei allen bekannten Ausführungen, welche Möglichkeiten zum Einlegen bzw. zum Hindurchführen der Zug- und/oder Druck-Bewehrungselemente vorsehen, stehen die Querkraftstäbe in keiner konkreten Position zu den Zug- und Druckbewehrungselementen, wie dies beispielsweise aus der DE-A 43 00 181 und der DE-A 43 02 683 ersichtlich ist.

Die vorliegende Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gestellt, bei einem Kragplatten- und/oder Fugenelement der eingangs genannten Art die Querkraftstäbe so zu gestalten, daß eine optimale Übertragung der Querkräfte ermöglicht wird.

Erfindungsgemäß gelingt dies dadurch, daß zumindest jeweils ein im wesentlichen gerade verlaufender Bereich der beidseitig des Baukörpers vorstehenden Abschnitte der Querkraftstäbe zumindest annähernd in einer durch die Mittelachsen der für die Aufnahme der Zug- und/oder Druck-Bewehrungselemente vorgesehenen Durchgangsöffnungen gedachten, horizontal verlaufenden Ebene liegen. Durch diese erfindungsgemäße Maßnahme wird erreicht, daß die beim Verlegen der Bewehrungselemente eingesetzten Zug- und Druck-Bewehrungselemente und die entsprechenden Bereiche der Querkraftstäbe in einer Ebene liegen, so daß quer darüber zu verlegende Bewehrungsstäbe eine gegenseitige Befestigung der Zug- und Druck-Bewehrungselemente und der Querkraftstäbe in einfacher Weise ermöglichen. Die Verbindung kann hier beispielsweise durch Drähte erfolgen. Durch die erfindungsgemäße Maßnahme liegt der Querkraftstab exakt in der Zug- und Druckachse, so daß eine wesentlich bessere Kraftübertragung, welche ja durch die Unterbrechung der durchgehenden Baukonstruktion durch das Kragplatten- und/oder Fugenelement besonders wichtig ist, gewährleistet ist.

Weiter wird vorgeschlagen, daß die gerade verlaufenden Bereiche der beidseitig des Baukörpers vorstehenden Abschnitte unmittelbar an den schrägen Mittelabschnitt anschließend angeordnet sind. Es wird also nur der unmittelbare und relativ kurze schräge Mittelabschnitt im Decken- bzw. Kragplattenbereich nicht vom Beton umgossen, und es ist auf kurzem Wege eine Übertragung der Querkräfte in die Ebene der Zug-Bewehrungselemente bzw. die Ebene der Druck-Bewehrungselemente verwirklicht worden.

Aufgrund der Möglichkeit des Einsatzes von durchgehenden Zug- und Druck-Bewehrungselementen ist eine optimale Übertragung der Kräfte gewährleistet. Es bedarf aber auch einer optimalen Übertragung der Querkräfte in die entsprechenden Ebenen im Zug- und im Druckbereich. Erfindungsgemäß wird daher weiter vorgeschlagen, daß die Länge der gerade verlaufenden Bereiche der beidseitig über den Baukörper vorstehenden Abschnitte der Querkraftstäbe ein Mehrfaches der Dicke des Baukörpers in Achsrichtung der Durchgangsöffnungen beträgt. Es ist praktisch in axialer Richtung gesehen ein kurzer, schräger Mittelabschnitt vorhanden, und an diesen schließen dann relativ lange, gerade verlaufende Bereiche an, welche in der Ebene der Zug-Bewehrungselemente bzw. der Druck-Bewehrungselemente liegen.

Ferner wird vorgeschlagen, daß die gerade verlaufenden Bereiche der vorstehenden Abschnitte der Querkraftstäbe in einen Bogenbereich übergehen, und daß an diesen Bogenbereich ein gerade verlaufender Endbereich anschließt, welcher mit dem gerade verlaufenden Bereich einen spitzen Winkel einschließt. Dadurch wird an den beiden Enden der Querkraftstäbe eine Art hakenartiger Teil geschaffen, welcher die Übertragung von Kräften noch verbessert. Auch aus Herstellungsgründen ist es sinnvoll, wenn an den Bogenbereich noch ein entsprechend langer, gerade verlaufender Endbereich anschließt. Gerade beim Einsatz eines rostfreien Materials für die Querkraftstäbe können dadurch die für den Biegevorgang notwendigen Kräfte besser aufgebracht werden.

In diesem Zusammenhang ist vorgesehen, daß der Neigungswinkel des Mittelabschnittes der Querkraftstäbe zu den gerade verlaufenden Bereichen wesentlich größer ist als der zwischen den Endbereichen und den gerade verlaufenden Bereichen der Querkraftstäbe eingeschlossene spitze Winkel. Durch den speziellen Neigungswinkel zwischen dem Mittelabschnitt und den gerade verlaufenden Bereichen ist gewährleistet, daß der abgebogene Bereich zwischen diesen Abschnitten bereits in den Beton eingebettet ist, wobei der schräge Mittelabschnitt trotzdem relativ steil und eben zur konzentrierten Übertragung der Querkräfte verläuft. Der gerade verlaufende Endbereich hingegen schließt einen entsprechenden spitzen Winkel mit dem gerade verlaufenden Bereich ein, um zu gewährleisten, daß ein entsprechend großer Biegeradius und damit eine einfachere Herstellung der Querkraftstäbe möglich ist, und daß das freie Ende nicht über die entsprechende Ebene der Zug-Bewehrungselemente bzw. der Druck-Bewehrungselemente vorsteht.

Dabei ist es sinnvoll, daß das unmittelbar freie Ende der gerade verlaufenden Endbereiche im Bereich der entsprechenden, durch die Mittelachsen der Durchgangsöffnungen gedachten Ebene liegt. Es werden dann praktisch die freien Enden der Querkraftstäbe wiederum in die Ebenen der entsprechend gegenüberliegenden Zug- bzw. Druck-Bewehrungselemente geführt. Eine solche konstruktive Gestaltung ist auch deshalb sinnvoll, weil das an sich aus einem wärmeisolierenden Baukörper gebildete Kragplatten- und/oder Fugenelement relativ leicht ist und das gesamte Kragplatten- und/oder Fugenelement durch die besondere Ausgestaltung der Endbereiche der Querkraftstäbe nur geringfügig zur Seite hin kippen kann.

Ein besonders günstiger Kraftverlauf wird erzielt, wenn in Längserstreckung des Baukörpers gesehen jeweils zwischen zwei Durchgangsöffnungen ein Querkraftstab eingesetzt ist. Dadurch sind praktisch immer abwechselnd Querkraftstäbe und Durchgangsöffnungen zur Aufnahme der Zug- und Druck-Bewehrungselemente vorhanden.

Weitere erfindungsgemäße Merkmale und besondere Vorteile werden in der nachstehenden Beschreibung anhand der Zeichnungen noch näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Kragplattenelementes schematisch dargestellt;

Fig. 2 eine Frontansicht eines aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzten Baukörpers für ein Kragplattenelement;

Fig. 3 einen Teilabschnitt eines solchen Baukörpers in Schrägsicht;

Fig. 4 eine Seitenansicht eines solchen Teilabschnittes;

Fig. 5 einen Vertikalschnitt durch ein Kragplattenelement im Bereich der zur Aufnahme von Zug- und/oder Druck-Bewehrungselementen ausgebildeten Durchgangsöffnungen;

Fig. 6 eine gegenüber Fig. 5 vergrößerte Darstellung des Schnittes durch das Kragplattenelement;

Fig. 7 ein teilweise aufgeschnittenes Rohrstück, welches in die Durchgangsöffnungen im Kragplattenelement eingesetzt ist.

In der nachstehenden Beschreibung wird von einem Kragplattenelement gesprochen, welches bei bewehrten Baukonstruktionen am Übergang zwischen einer Deckenplatte und einer frei auskragenden Platte, z. B. einer Balkonplatte, eingesetzt wird. Die beschriebenen Maßnahmen sind aber in gleicher Weise auch für Fugenelemente einsetzbar, wo es in der Regel darum geht, zwischen Deckenabschnitten Wärme- und Schallisolationselemente einzubringen. Auch bei solchen Anwendungsfällen sind gegebenenfalls Zug- und/oder Druck-Bewehrungselemente sowie Querkraftstäbe einzusetzen.

Beim hier gezeigten Kragplattenelement ist ein Baukörper 1 vorgesehen, welcher aus einem wärmeisolierenden Schaumstoff oder einem anderen wärmeisolierenden bzw. schalldämmenden Material gefertigt ist. Der Baukörper 1 dient zur Aufnahme von Zug- und/oder Druck-Bewehrungselementen, welche in Durchgangsöffnungen 2 eingeführt werden können. Bei der gezeigten Konstruktion sind im Bereich der Durchgangsöffnungen Rohrkörper 3 eingesetzt, welche beispielsweise aus Kunststoff bestehen. Durch diese Rohrkörper 3 und die von diesen gebildeten Durchgangsöffnungen 2 können die über eine Deckenplatte und den daran anschließenden auskragenden Plattenbereich hindurchgehenden Bewehrungselemente im Zug- und im Druckbereich eingeschoben werden. Es ergeben sich dadurch keine Unterbrechungen in der Bewehrung. Ferner sind im Kragplattenelement Querkraftstäbe 4 eingesetzt, welche einen schräg zur Horizontalen verlaufenden Mittelabschnitt 5 und jeweils beidseitig des Baukörpers 1 gerade verlaufenden Bereich 6, 7 aufweisen. Diese Bereiche 6, 7 verlaufen achsparallel zur Mittelachse 8, 9 der Durchgangsöffnungen 2 bzw. der entsprechenden Rohrkörper 3.

Bei der hier gezeigten besonderen Ausführungsform eines Kragplattenelementes besteht der Baukörper 1 aus mehreren Teilkörpern 10, wobei diese Teilkörper den Fig. 3 und 4 entnommen werden können. Die Querkraftstäbe 4 sind mit ihrem schräg verlaufenden Mittelabschnitt 5 in eine an einer seitlichen Randbegrenzung eines Teilkörpers 10 ausgebildete Nut 11 eingesetzt, wobei der offene Bereich der Nut 11 durch Heranführen des nächsten Teilkörpers 10 entsprechend verschlossen wird. Der eingelegte Querkraftstab wird dadurch unverlierbar gehalten.

Die gegenseitige Verbindung zwischen den Teilkörpern 10 erfolgt durch an deren seitlichen Randbegrenzungen ausgebildete Federn 12 und Nuten 13, wobei diese Nut-Feder-Verbindung auch durch direktes Aufstecken ermöglicht wird, zumal ja die hinterschnittenen Bereiche durch die Wahl des Materials der Teilkörper 10 in einem gewissen Bereich elastisch sind. Damit zusätzlich eine entsprechend stabile Halterung und Ausrichtung der Teilkörper 10 gewährleistet ist, weisen diese an ihrem oberen und/oder unteren Randbereich beidseitig Nuten 14, 15 auf, wobei eine entsprechende U-förmige Halteschiene 16 aufgesteckt bzw. aufgeschoben werden kann.

Zur Aufnahme der Rohrkörper 3 sind in jeweils annähernd der Mitte der Teilkörper 10 Durchgangsöffnungen 2 vorhanden. Die Rohrkörper 3 weisen mehrere mit Abstand voneinander angeordnete, umlaufende Rippen 17 auf, so daß die Rohrkörper 3 nicht vollflächig an der Innenwandung der Durchgangsöffnungen 2 zur Anlage kommen. Dadurch ist ein relativ leichtes Einschieben der Rohrkörper 3 in die Durchgangsöffnungen 2 möglich, wobei durch die Rippen 17 trotzdem eine entsprechende Halterung ohne zusätzliche Verklebung oder dergleichen erfolgen kann. Um immer die gleiche Lage der eingeschobenen Rohrkörper 3 zu ermöglichen, wird eine Anschlagrippe 1 8 vorgesehen, welche einen gegenüber den Rippen 17 größeren Durchmesser aufweist. An den beidseitig den Baukörper 1 überragenden Enden der Rohrkörper 3 sind eine oder mehrere zusätzliche Rippen 1 9 vorgesehen, welche zu einer entsprechend guten Verriegelung in dem eingefüllten Beton dienen. Wenn außerdem gefordert ist, daß die in die Rohrkörper 3 eingesetzten Zug- bzw. Druck-Bewehrungselemente gänzlich mit Beton umschlossen sind, dann bedarf es einer Möglichkeit zum Entweichen überschüssiger Luftblasen im Bereich der Rohrkörper 3. Zu diesem Zweck können beispielsweise eines oder mehrere Löcher 20 vorgesehen werden, über welche die Luftblasen in den Ringraum zwischen jeweils zwei Rippen 17 entweichen können.

Bei der vorliegenden Erfindung geht es im wesentlichen um die besondere Ausgestaltung und Anordnung der Querkraftstäbe 4 im Baukörper 1 bzw. in bezug auf die Mittelachsen 8 der Durchgangsöffnungen 2 bzw. der Rohrkörper 3. Die dazu vorgesehenen konstruktiven Maßnahmen werden nachstehend näher erläutert:

Der jeweils beidseitig des Baukörpers 1 vorstehende Abschnitt eines jeden Querkraftstabes 4 weist einen Bereich 6 auf, welcher achsparallel zur Mittelachse 8 der Durchgangsöffnungen 2 für die Aufnahme der Zug- und/oder Druck-Bewehrungselemente ausgerichtet ist. Ferner liegen die gerade verlaufenden Bereiche 6, 7 beidseitig des Baukörpers 1 zumindest annähernd in durch die Mittelachsen 8, 9 gedachten, horizontal verlaufenden Ebenen 21, 22. In diesen Ebenen 21 und 22 liegen dann ja auch die Zug- und die Druck-Bewehrungselemente, welche durch die Rohrkörper 3 eingeführt werden. Es ergibt sich dadurch eine exakt in der Zug- und Druckachse verlaufende Kraftübertragung.

Die gerade verlaufenden Bereiche 6, 7 der beidseitig des Baukörpers 1 vorstehenden Abschnitte schließen sich unmittelbar an den schrägen Mittelabschnitt 5 an, wobei lediglich ein kurzer Bogen 23, 24 dazwischengeschaltet ist.

Damit die gerade verlaufenden Bereiche 6, 7 auf einem entsprechend langen Abschnitt in den Ebenen 21 und 22 liegen, beträgt die Länge L der gerade verlaufenden Bereiche 6, 7 ein Mehrfaches der Dicke D des Baukörpers 1 in Achsrichtung der Durchgangsöffnungen 2 gesehen. Die gerade verlaufenden Bereiche 6, 7 der Querkraftstäbe 4 gehen in einen Bogenbereich 25, 26 über, wobei an diesen Bogenbereich 25, 26 wiederum ein gerade verlaufender Endbereich 27, 28 anschließt. Der gerade verlaufende Endbereich 27, 28 schließt mit dem gerade verlaufenden Bereich 6, 7 einen spitzen Winkel α ein. In der Regel ist ein entsprechender vertikaler Abstand A der beiden gerade verlaufenden Bereiche 6, 7 vorgegeben, wobei es sinnvoll ist, den Radius der Bogen 23 und 24 sowie 25 und 26 gleich groß zu wählen. Es ist dies aus Herstellungsgründen von besonderem Vorteil, wobei insbesondere auch auf die Materialeigenschaften des Querkraftstabes Rücksicht genommen werden muß. Gerade dann, wenn der Querkraftstab aus einem nichtrostenden Metall, insbesondere aus einem nichtrostenden Stahl gefertigt wird, ergeben sich bestimmte Grenzen des Biegeverhaltens, wobei aber gerade im Bereich der Bogen 23 und 24 auf einen möglichst kleinen Radius geachtet werden muß. Wenn die Bogen 23 und 24 und die Bogenbereiche 25 und 26 einen gleich großen Radius aufweisen sollen, dann wird vorteilhaft eben dieser Winkel α zwischen den geraden Endbereichen 27, 28 und den gerade verlaufenden Bereichen 6, 7 eingeschlossen.

Deshalb ist auch der Neigungswinkel ß des Mittelabschnittes 5 wesentlich größer als der zwischen den Endbereichen 27, 28 und den gerade verlaufenden Bereichen 6, 7 eingeschlossene spitze Winkel α. Es wird dadurch auch noch zusätzlich die konstruktive Maßnahme erreicht bzw. zur Optimierung vorgesehen, daß das unmittelbar freie Ende 30, 31 der gerade verlaufenden Endbereiche 27, 28 im Bereich der entsprechenden, durch die Mittelachsen 8, 9 der Durchgangsöffnungen 2 gedachten Ebene 21, 22 liegt.

In der Fig. 2 sind die Querkraftstäbe zweimal voll und zweimal an ihrem Austrittspunkt aus dem Baukörper 1 abgeschnitten dargestellt. Es ist hier eindeutig ersichtlich, daß in Längserstreckung des Baukörpers 1 gesehen zwischen jeweils zwei in vertikaler Richtung übereinanderliegenden Durchgangsöffnungen 2 bzw. entsprechenden Rohrkörpern 3 jeweils ein Querkraftstab 4 eingesetzt ist. Da die entsprechenden gerade verlaufenden Bereiche 6 und 7 ebenfalls in den Ebenen 21 und 22 zu liegen kommen, können die durch die Durchgangsöffnungen 2 bzw. die Rohrkörper 3 eingeführten Druck-Bewehrungselemente bzw. Zug-Bewehrungselemente mit entsprechend quer dazu verlegten Bewehrungsstäben gegenseitig verbunden werden, beispielsweise durch Umwickeln mit einem Draht.

Im Rahmen der Erfindung sind verschiedene Ausführungsvarianten des Kragplattenelementes bzw. eines entsprechenden Fugenelementes möglich, wobei es jedoch stets auf die besondere Ausgestaltung und Lage der beidseitig des Baukörpers 1 vorgesehenen geraden Bereiche 6 und 7 der Querkraftstäbe 4 ankommt.


Anspruch[de]
  1. 1. Kragplatten- und/oder Fugenelement für bewehrte Baukonstruktionen, bestehend aus einem zur Aufnahme von Zug- und/oder Druck-Bewehrungselementen ausgebildeten, ein- oder mehrteiligen Baukörper sowie in diesen Baukörper eingesetzten oder einsetzbaren Querkraftstäben, wobei zur Aufnahme der Zug- und/oder Druck-Bewehrungselemente im Baukörper annähernd quer zu einer vertikalen Längsmittelebene desselben verlaufende Durchgangsöffnungen ausgebildet sind und wobei die Querkraftstäbe einen schräg zur Horizontalen verlaufenden Mittelabschnitt aufweisen und jeweils ein Bereich der beidseitig des Baukörpers vorstehenden Abschnitte der Querkraftstäbe achsparallel zur Mittelachse der Durchgangsöffnungen für die Aufnahme der Zug- und/oder Druck-Bewehrungselemente ausgerichtet ist, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest jeweils ein im wesentlichen gerade verlaufender Bereich (6, 7) der beidseitig des Baukörpers (1) vorstehenden Abschnitte der Querkraftstäbe (4) zumindest annähernd in einer durch die Mittelachsen (8, 9) der für die Aufnahme der Zug- und/oder Druck-Bewehrungselemente vorgesehenen Durchgangsöffnungen (2) gedachten, horizontal verlaufenden Ebene (21, 22) liegen.
  2. 2. Kragplatten- und/oder Fugenelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gerade verlaufenden Bereiche (6, 7) der beidseitig des Baukörpers (1) vorstehenden Abschnitte unmittelbar an den schrägen Mittelabschnitt (5) anschließend angeordnet sind.
  3. 3. Kragplatten- und/oder Fugenelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge (L) der gerade verlaufenden Bereiche (6, 7) der beidseitig über den Baukörper (1) vorstehenden Abschnitte der Querkraftstäbe (4) ein Mehrfaches der Dicke (D) des Baukörpers (1) in Achsrichtung der Durchgangsöffnungen (2) beträgt.
  4. 4. Kragplatten- und/oder Fugenelement nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gerade verlaufenden Bereiche (6, 7) der vorstehenden Abschnitte der Querkraftstäbe (4) in einen Bogenbereich (25, 26) übergehen, und daß an diesen Bogenbereich (25, 26) ein gerade verlaufender Endbereich (27, 28) anschließt, welcher mit dem gerade verlaufenden Bereich (6, 7) einen spitzen Winkel (α) einschließt.
  5. 5. Kragplatten- und/oder Fugenelement nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel (β) des Mittelabschnittes (5) der Querkraftstäbe (4) zu den gerade verlaufenden Bereichen (6, 7) wesentlich größer ist als der zwischen den Endbereichen (27, 28) und den gerade verlaufenden Bereichen (6, 7) der Querkraftstäbe (4) eingeschlossene spitze Winkel (α).
  6. 6. Kragplatten- und/oder Fugenelement nach den Ansprüchen 1, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß das unmittelbar freie Ende (30, 31) der gerade verlaufenden Endbereiche (27, 28) im Bereich der entsprechenden, durch die Mittelachsen (8, 9) der Durchgangsöffnungen (2) gedachten Ebene (21, 22) liegt.
  7. 7. Kragplatten- und/oder Fugenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in Längserstreckung des Baukörpers (1) gesehen jeweils zwischen zwei Durchgangsöffnungen (2) ein Querkraftstab (4) eingesetzt ist.






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