PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19520293A1 05.12.1996
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Perforieren von glatten, geschlossenen Oberflächen von Kunststoff-Schaumfolien mit offenzelligem Kern
Anmelder Hoechst AG, 65929 Frankfurt, DE
Erfinder Joppen, Henk, Eindhoven, NL;
Daniels, Paul, Weert, NL;
Buijsch, Jan op den, Budel-Dorplein, NL
DE-Anmeldedatum 02.06.1995
DE-Aktenzeichen 19520293
Offenlegungstag 05.12.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.12.1996
IPC-Hauptklasse B26F 1/24
Zusammenfassung Offenzellige Kunststoff-Schaumfolien mit glatten, geschlossenen Oberflächen werden nach dem Verlassen einer Thermoformanlage in einer Vorrichtung 90 bzw. Perforierstation mittels in einer Nadelplatte 79 vorhandenen Nadeln 89 perforiert. Die Perforierstation 90 umfaßt ein Grundgestell 77 mit vertikalen Führungsstangen 72, entlang denen eine Montageplatte 75 verschiebbar ist. Ein Formblock 78 aus Perforierblöcken 73 und einer Grundplatte 74 ist auf der Montageplatte 75 angeordnet. Am oberen Ende der Führungsstangen 72 ist eine Andruckplatte 70 lagefest montiert. Die Nadelplatte ist zwischen der Grundplatte und den Perforierblöcken in einer Druckmedium-Kammer 85 angeordnet und weist in der Ruhestellung der Perforierstation einen Abstand zu der Unterseite der Perforierblöcke auf, der gleich der Perforationstiefe der in die geformten Produkte der Kunststoff-Schaumfolie eindringenden Nadeln ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Perforieren von glatten, geschlossenen Oberflächen von Kunststoff-Schaumfolien mit offenzelligem Kern.

Für die Herstellung von Verpackungsmaterial, wie beispielsweise Verpackungsschalen, werden offenzellige Kunststoff-Schaumfolien eingesetzt, die im Gegensatz zu Kunststoff-Schaumfolien mit geschlossenen Zellen in der Lage sind, Flüssigkeiten aufzunehmen.

Kunststoff-Schaumfolien werden im allgemeinen in der Weise hergestellt, daß ein thermoplastischer Kunststoff zusammen mit einem Treibmittel, insbesondere einem Treibgas, aus einer ring- oder breitschlitzförmigen oder Koextrusionsdüse extrudiert wird. Kurz nach dem Verlassen der Extrusionsdüse extrudiert das im Kunststoff fein verteilte Treibmittel, so daß sich im Kunststoffschaumkörper feinste Bläschen bilden. Je nach Verfahrensbedingungen hinsichtlich der Temperatur und der Extrusionsgeschwindigkeit werden mehr oder weniger große Bläschen erhalten. Dementsprechend enthält die so hergestellte Kunststoff-Schaumfolie dichtgepackte, geschlossene, gasgefüllte Zellen, wobei das in den Zellen eingeschlossene Gas im allgemeinen Luft und/oder Reste des Treibmittels sind. Derartige geschlossenzellige Kunststoff-Schaumfolien besitzen ausgezeichnete Isoliereigenschaften, die im wesentlichen auf den dichtgepackten, geschlossenen, gasgefüllten Zellen beruhen.

Völlig anders verhält sich eine Kunststoff-Schaumfolie, in der die Zellen nicht geschlossen, sondern geöffnet, d. h. durchgängig, sind. Eine solche Kunststoff-Schaumfolie kann beispielsweise Flüssigkeiten absorbieren und speichern, ähnlich wie ein Schwamm. Derartige offenzellige Kunststoff-Schaumfolien werden im allgemeinen mittels einer Tandem-Extrusionsanlage hergestellt. Diese Kunststoff-Schaumfolien sind mit einer dünnen, geschlossenzelligen Haut an der Innen- und Außenseite ausgestattet. Diese Haut ist unbedingt erforderlich, um eine gute thermische Ausformung der Kunststoff-Schaumfolie zu einem Schalenprodukt zu garantieren. Damit Flüssigkeit von den produzierten Schalenprodukten aufgenommen werden kann, ist es erforderlich, die Oberflächenhaut an bestimmten Stellen zu perforieren.

Die Kunststoffe der Schaumfolie können aus der Gruppe der Polyolefine, wie Polyethylen (HDPE, LPE, LLTP), chloriertes Polyethylen, Polypropylen (PP), Polypropylencopolymere (PPC), Ethylenvinylacetatcopolymer(EVA), halogenierte Polyolefine; aus der Gruppe der Styrolpolymere, wie Polystyrol (PS), Polystyrolcopolymere (PSC), Acrylonitrilbutadienstyrolcopolymere (ABS), Styrolmaleinsäureanhydrid, schlagfeste Polystyrole (SPS); aus der Gruppe der Polyester, wie Polyethylenterephthalat (PET), Polyethylenglykolterephthalat (PETP), Polybutylenterephthalat (PPT); aus Ethylenpropylenterpolymerisat, Polyvinylchlorid (PVC), und/oder Polyphenylenoxid ausgewählt werden.

Ferner kann der Kunststoff aus Copolymeren oder Blends thermoplastischer Polymere, aus Polymeren, Copolymeren oder Blends thermoplastischer Polymere und/oder Copolymeren bestehen.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, mit denen eine sichere Perforation der glatten, geschlossenen Oberflächenhaut von geformten Produkten in einer Kunststoff- Schaumfolie vorgenommen werden kann, auch dann, wenn Dimensionsabweichungen in den Produkten infolge von Schrumpf und Veränderungen in der Schlaglänge der Folie auftreten.

Diese Aufgabe wird bei dem Verfahren nach der Erfindung in der Weise gelöst, daß die thermogeformte Kunststoff-Schaumfolie aus einer Thermoformanlage in die Perforationsstation transportiert und in dieser gegen eine feststehende Andruckplatte mittels verschiebbarer Perforierblöcke gedrückt wird und daß eine Nadelplatte frei schwebend mittels eines Druckmediums gegen die Perforierblöcke angehoben wird, um die Nadelspitzen der in der Nadelplatte verankerten Nadeln gegen die geformte Kunststoff-Schaumfolie zu drücken und deren an den Perforierblöcken anliegende Oberfläche zu durchstechen.

In Weiterbildung des Verfahrens kommt es beim Anheben der Perforierblöcke bis zum dichten Abschließen mit den in der Kunststoff-Schaumfolie ausgeformten Produkten dazu, daß die Perforierblöcke sich während des Schwebens in den ausgeformten Produkten selbst zentrieren. Dabei werden die Perforierblöcke mit einstellbarem Hub mittels elektropneumatischer oder elektromechanischer Antriebszylinder gegen die lagefeste Andruckplatte angehoben.

Eine Vorrichtung zum Perforieren von glatten, geschlossenen Oberflächen von Kunststoff-Schaumfolien mit offenzelligem Kern zeichnet sich dadurch aus, daß die Vorrichtung ein Grundgestell mit vertikalen Führungsstangen, eine entlang der Führungsstangen verschiebbare Montageplatte, auf der ein Formblock aus Perforierblöcken, die Nadeln enthalten, und eine Grundplatte angeordnet sind, und eine lagefest auf den Führungsstangen montierte Andruckplatte umfaßt. In Ausgestaltung der Vorrichtung sind auf dem Grundgestell elektropneumatische oder elektromechanische Antriebszylinder angeordnet, deren Kolbenstangen gegen die Unterseite der Montageplatte anliegen, um diese anzuheben oder abzusenken.

Zweckmäßigerweise ist die Andruckplatte in ihrer Höhe auf den Führungsstangen einstellbar. Sie wird jeweils in der eingestellten Höhe mittels Schraubenmuttern lagefixiert.

In Weitergestaltung der Vorrichtung liegt die zu Produkten thermogeformte Kunststoff-Schaumfolie gegen die Unterseite der Andruckplatte so an, daß sich die Perforierblöcke unmittelbar vor der Perforation in den ausgeformten Produkten zentrieren.

Die weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergibt sich aus den Merkmalen der Patentansprüche 8 bis 11.

Mit der Erfindung wird der Vorteil erzielt, daß beim Anheben der Perforierblöcke gegen die ausgeformten Produkte in der Kunststoff-Schaumfolie, die gegen die Unterseite der Andruckplatte anliegt, sich die Perforierblöcke in den ausgeformten Produkten selbst zentrieren, so daß auftretende kleine Abweichungen von einigen Millimetern, bedingt durch Schrumpf der Kunststoff-Schaumfolie und Veränderungen in der Schlaglänge in der Folienbahn, kompensiert werden können.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Vorrichtung zum Perforieren von glatten, geschlossenen Oberflächen von Kunststoff-Schaumfolien mit offenzelligem Kern, und

Fig. 2 einen Ausschnitt aus einem Formblock, bestehend aus einem Teil einer Grundplatte und einem Perforierblock der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung.

Die aus offenzelligen Kunststoff-Schaumfolien hergestellten Schalen oder Behälter werden beispielsweise mittels Vakuum, das auf beide Seiten der Kunststoffschaumfolie einwirkt, und Wärme in einer Formstation geformt. Nach dem Formvorgang muß die Innenseite der Schale oder des Behälters perforiert werden, was u. a. mit Hilfe von Nadeln durchgeführt wird. Durch die Perforation wird erreicht, daß die von dem in der Schale zu verpackenden Nahrungsmitteln abgegebene Flüssigkeit, beispielsweise der Saft von Fleischstücken, im Kern des offenzelligen Schaumes absorbiert werden kann. Die Perforation der Schalen oder Behälter kann nach dem Tiefziehprozeß außerhalb der Thermoformanlage in einer Perforierstation durchgeführt werden, in der sogenannte selbstzentrierende Perforierblöcke zum Einsatz gelangen.

In der deutschen Patentanmeldung P 44 46 442.8 werden ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Perforieren von glatten, geschlossenen Oberflächen von Kunststoff- Schaumfolien, die eine offenzellige Kernstruktur besitzen, vorgeschlagen, bei denen eine der beiden geschlossenen Oberflächenhäute einer Kunststoff- Schaumfolie mit Hilfe von in einem Perforierblock feststehenden Nadeln oder von beweglich in einem Formblock untergebrachten Nadeln perforiert wird.

Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine Vorrichtung zum Perforieren der einen glatten, geschlossenen Oberfläche einer Kunststoff-Schaumfolie, weiterhin auch als Perforierstation bezeichnet. Die Perforierstation 90 besteht aus einem Grundgestell 77, auf dem vertikale Führungsstangen 72 befestigt sind, entlang denen eine Montageplatte 75 verschiebbar ist. Am oberen Ende der Führungsstangen 72 ist eine Andruckplatte 70 montiert, die in ihrer Höhe auf den Führungsstangen 72 einstellbar ist. Die Andruckplatte 70 wird in ihrer Position mittels Schraubmuttern 92, die an der Ober- und Unterseite der Andruckplatte 70 jeweils bündig anliegen, lagefixiert. Auf der Montageplatte 75 ist ein Formblock 78 angeordnet, der aus einer Grundplatte 74 und Perforierblöcken 73 besteht.

Die von der Thermoformanlage zu der Perforierstation 90 transportierte Kunststoff-Schaumfolie mit den thermogeformten Produkten 71, wie z. B. Schalen oder Behältern, liegt horizontal an der Unterseite der Andruckplatte 70 an, und die Montageplatte 75 mit den Perforierblöcken 73 kann dann in Richtung Andruckplatte bzw. Kunststoff-Schaumfolie so weit angehoben werden, daß die in den Perforierblöcken angeordneten Nadeln in die Innenseiten der Produkte einstechen können. Die Höhe, in der die Andruckplatte 70 auf den Führungsstangen 72 lagefixiert wird, richtet sich nach der jeweiligen Tiefe der Produkte. Mit unterschiedlichen Tiefen der Produkte ändert sich auch jeweils die Höhenposition der Andruckplatte 70 auf den Führungsstangen 72. Dadurch ist es möglich, jeweils einen unveränderten Hub für die Montageplatte 72 beizubehalten, wenn sich von Charge zu Charge die Tiefe der Produkte ändert.

Auf dem Grundgestell 77 sind elektropneumatische oder elektromechanische Antriebszylinder 76 angeordnet, deren Kolbenstangen 91 gegen die Unterseite der Montageplatte 75 anliegen und diese entsprechend dem vorgegebenen Hub anheben bzw. nach Beendigung des Perforiervorganges absenken.

Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, besteht der Formblock 78 im wesentlichen aus der Grundplatte 74, Perforierblöcken 73 und einer Nadelplatte 79, die in einer Druckmedium-Kammer 85 zwischen der Grundplatte und den Perforierblöcken untergebracht ist. Die Grundplatte 74 weist übereinander angeordnete, zylindrische Löcher 86, 87 mit unterschiedlichen Durchmessern auf, die über eine Schulter 87miteinander verbunden sind. In den Löchern sind Führungs-/Abstandshalter 82 eingesetzt, die mittels Befestigungsschrauben 83 mit den Perforierblöcken 73 verbunden sind. Die Befestigungsschrauben 83 durchsetzen zentral diese Führungs-/Abstandshalter 82. Der Umriß der Führungs-/Abstandshalter 82 ist an den Umriß der zylindrischen Löcher 86, 87 angeglichen. Die Führungs-/Abstandshalter 82 sind durch die Nadelplatte 79 hindurchgeführt und liegen mit ihren Endflächen bündig an der Unterseite der Perforierblöcke 73 an. In Fig. 2 ist nur ein einziger Perforierblock 73 gezeigt, jedoch sind auf der Grundplatte 74 eine Anzahl von Perforierblöcken in einer Matrixanordnung angebracht, wie dies auch der schematischen Ansicht der Perforierstation 90 in Fig. 1 zu entnehmen ist. Die Nadelplatte 79 füllt die Druckmedium-Kammer 85, die während des Perforationsvorgangs mit einem Druckmedium, wie Preßluft, beaufschlagt wird, nicht vollständig aus, vielmehr besteht ein Spalt bzw. ein Spiel zwischen der Oberseite der Nadelplatte und der Unterseite der Perforierblöcke. Die Größe dieses Spalts bestimmt auch, wie weit die Nadelspitzen aus der Oberfläche der Perforierblöcke 73 heraustreten, wie später noch näher erläutert werden wird. Die Nadeln 89 sind mit ihren unteren Enden fest in der Nadelplatte 79 verankert und bilden innerhalb des einzelnen Perforierblocks 73 eine Nadelmatrix 80, die aus einer rechteckigen oder quadratischen Anordnung von Reihen von Nadeln besteht. In dem einzelnen Perforierblock 73 sind Sacklöcher vorhanden, beispielsweise vier Stück, die Eckpunkte eines Rechtecks oder eines Quadrats bilden und in die Druckfedern 81 eingesetzt sind. Das eine Ende jeder Druckfeder 81 stützt sich gegen eine Einsenkung in der Oberseite der Nadelplatte 79 und das andere Ende jeder Druckfeder gegen die Abschlußfläche des entsprechenden Sackloches ab. In der Ruhestellung werden die Perforierblöcke 73 durch die Druckfedern 81 in Abstand zu der Nadelplatte 79 gehalten. Die Maßführung der Führungs- /Abstandshalter 82, die wie eine Büchse ausgestaltet sind, sorgt dafür, daß die Spitzen der Nadeln 89 mit der Oberfläche der Perforierblöcke 73 abschließen und des weiteren auch dafür, daß ein vorgegebener Abstand zwischen der Nadelplatte 79 und den Perforierblöcken 73 eingehalten wird. Dieser Abstand entspricht der Perforiertiefe, mit der die Nadeln in die Produkte einstechen, und beträgt beispielsweise 2,5 bis 3 mm. Es sind auch größere Perforiertiefen möglich, unter der Voraussetzung, daß ein Durchstechen der Wände des Produkts vermieden wird.

In der Grundplatte 74 ist ein Kanal 84 für ein Druckmedium vorhanden, der mit einer nicht gezeigten Druckquelle, die z. B. Preßluft liefert, verbunden ist. Der Kanal 84 ist über vertikale Bohrungen mit der Druckmedium-Kammer 85 in Verbindung. In der Grundplatte befinden sich des weiteren nicht direkt gezeigte Kanäle für das Druckmedium, die mit einer Tiefe von 0,5 mm eingefräst sind. Die Länge und Breite dieser Kanäle richtet sich nach den Abmessungen der Produkte. Der Kanal 84 steht mit den übrigen Kanälen für das Druckmedium in Verbindung.

Der Perforationsvorgang läuft wie folgt ab:

Sobald die Kunststoff-Schaumfolie mit den thermogeformten Produkten 71 gegen die Unterseite der Andruckplatte 70 anliegt, wird die Montageplatte 75durch die Antriebszylinder 76 angehoben, so daß die Perforierblöcke 73, die zusammen mit der Grundplatte 74 auf der Montageplatte 75 befestigt sind, sich den Innenseiten der Produkte nähern. Wenn die Perforierblöcke 73 letztendlich die Produkte 71 gegen die Andruckplatte 70 gepreßt haben, erfolgt ein Preßluftstoß über den Kanal 84 und die in der Grundplatte 74 vorhandenen, nicht dargestellten Kanäle auf die Unterseite der Nadelplatte 79. Dadurch wird die Nadelplatte 79 gegen die Federkraft der Druckfedern 81 bis zum Anschlag an der Unterseite der Perforierblöcke 73 angehoben. Bei ausreichend hohem Preßluftdruck bewegt sich die Nadelplatte 79 frei schwebend gegen die Perforierblöcke 73. Die in der Nadelplatte 79 verankerten Nadeln 89 treten dann aus der Oberfläche der Perforierblöcke 73 heraus und dringen in die Innenwände der Produkte 71 ein, wobei die Perforationstiefe, wie schon vorstehend erwähnt wurde, gleich dem Abstand zwischen der Oberseite der Nadelplatte 79 und der Unterseite der Perforierblöcke 73 entspricht. Durch das Freischweben der Nadelplatte kommt es zu einem Selbstzentrieren der Nadeln. Dies gilt auch für das Einpassen der Perforierblöcke 73 in die Produkte 71, wodurch es zu einem Selbstzentrieren der Perforierblöcke in den ausgeformten Produkten kommt. Dabei können kleine Abweichungen von bis zu ± 2 mm, infolge von Schrumpf der Kunststoff-Schaumfolie und Veränderungen in der Schlaglänge der Folienbahn, kompensiert werden. Die Schlaglänge ist die für einen Tiefziehtakt benötigte Länge der Kunststoff-Schaumfolie.

Nachdem die Nadeln 89 die Produkte perforiert haben, werden die Montageplatte 75 und die darauf angebrachten Perforierblöcke 73 abgesenkt und die Preßluftzufuhr abgeschaltet. Die Nadelplatte 79 wird dann durch die Druckfedern 81 gegen die Grundplatte 74 gedrückt, so daß die Nadeln 89 aus den Innenseiten der Produkte herausgezogen werden. Sobald die Montageplatte 75 bzw. die Perforierstation 90 ihre Ausgangsstellung eingenommen hat, wird die Kunststoff- Schaumfolie mit den perforierten Produkten 71 weitertransportiert, und es kann ein neuer Perforiervorgang eingeleitet werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Perforieren von glatten, geschlossenen Oberflächen von Kunststoff-Schaumfolien mit offenzelligem Kern in einer Perforationsstation, dadurch gekennzeichnet, daß die thermogeformte Kunststoff-Schaumfolie aus einer Thermoformanlage in die Perforationsstation transportiert und in dieser gegen eine feststehende Andruckplatte mittels verschiebbarer Perforierblöcke gedrückt wird und daß eine Nadelplatte frei schwebend mittels eines Druckmediums gegen die Perforierblöcke angehoben wird, um die Nadelspitzen der in der Nadelplatte verankerten Nadeln gegen die geformte Kunststoff-Schaumfolie zu drücken und deren an den Perforierblöcken anliegende Oberfläche zu durchstechen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Anheben der Perforierblöcke bis zum dichten Abschließen mit den in der Kunststoff- Schaumfolie ausgeformten Produkten die Perforierblöcke sich während des Schwebens in den ausgeformten Produkten selbst zentrieren.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Perforierblöcke mit einstellbarem Hub mittels elektromagnetischer oder elektromechanischer Antriebszylinder gegen die lagefeste Andruckplatte angehoben werden.
  4. 4. Vorrichtung zum Perforieren von glatten, geschlossenen Oberflächen von Kunststoff-Schaumfolien mit offenzelligem Kern, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (90) ein Grundgestell (77) mit vertikalen Führungsstangen (72), eine entlang der Führungsstangen verschiebbare Montageplatte (75), auf der ein Formblock (78) aus Perforierblöcken (73), die Nadeln (89) enthalten, und eine Grundplatte (74) angeordnet sind und eine lagefest auf den Führungsstangen montierte Andruckplatte (70) umfaßt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Grundgestell (77) elektropneumatische oder elektromechanische Antriebszylinder (76) angeordnet sind, deren Kolbenstangen (91) gegen die Unterseite der Montageplatte (75) anliegen, um diese anzuheben oder abzusenken.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Andruckplatte (70) in ihrer Höhe auf den Führungsstangen (72) einstellbar ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zu Produkten (71) thermogeformte Kunststoff-Schaumfolie gegen die Unterseite der Andruckplatte (70) so anliegt, daß sich die Perforierblöcke (73) unmittelbar vor der Perforation in den ausgeformten Produkten (70) zentrieren.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte übereinander angeordnete, zylindrische (74) Löcher (86, 87) mit unterschiedlichen Durchmessern aufweist, die über eine Schulter (87) miteinander verbunden sind, daß in den Löchern Führungs-/Abstandshalter (82) angeordnet sind, die über Befestigungsschrauben (83) mit den Perforierblöcken (73) verbunden sind, wobei der Umriß der Führungs-/Abstandshalter (82) dem Umriß der zylindrischen Löcher (86, 87) gleicht und die Führungs-/Abstandshalter (82) durch eine Nadelplatte (79) hindurchgeführt sind und an der Unterseite der Perforierblöcke (73) bündig anliegen.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadelplatte (79), in der die Nadeln (89) verankert sind, zwischen der Grundplatte (74) und den Perforierblöcken (73) in einer Druckmedium- Kammer (85) mit einem Spiel gleich der Perforationstiefe der in die geformten Produkte der Kunststoff-Schaumfolie eindringenden Nadeln (89) angeordnet ist.
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in den Perforierblöcken (73) eine Anzahl von Druckfedern (81) in Sacklöchern untergebracht sind, wobei sich das eine Ende jeder Druckfeder (81) gegen eine Einsenkung in der Oberseite der Nadelplatte (79) und das andere Ende jeder Druckfeder gegen die Abschlußfläche des entsprechenden Sacklochs abstützt.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in der Grundplatte (74) ein Kanal (84) für ein Druckmedium vorhanden ist, der mit einer Druckquelle und über vertikale Bohrungen mit der Druckmedium-Kammer (85) in Verbindung steht.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com