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Dokumentenidentifikation DE19525518C1 05.12.1996
Titel Setzvorrichtung und Setzlettern
Anmelder Leonhardt, Wolfgang, 73269 Hochdorf, DE
Erfinder Leonhardt, Wolfgang, 73269 Hochdorf, DE
Vertreter A. Jeck und Kollegen, 71701 Schwieberdingen
DE-Anmeldedatum 13.07.1995
DE-Aktenzeichen 19525518
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.12.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.12.1996
IPC-Hauptklasse B41B 1/00
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Setzvorrichtung bzw. auf Setzlettern für den Druck, wie sie zum Beispiel für Unterrichtszwecke verwendet werden. Eine stabile und kostengünstige Ausbildung der Setzlettern ohne die Gefahr einer gesundheitlichen Beeinträchtigung für die Benutzer wird dadurch erhalten, daß die Setzlettern aus Kunststoff hergestellt sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Setzvorrichtung mit einem Setzrahmen und aus Kunststoff bestehenden Setzlettern.

Eine Setzvorrichtung dieser Art ist in der DE 29 35 233 A1 als bekannt ausgewiesen. Bei dieser bekannten Setzvorrichtung sind Setzlettern in Form von Kunststoffelementen vorgesehen, die vorderseitig Einsteckschlitze für Stempelaufsätze besitzen und die rückseitig über ein erhabenes, gummiertes Schriftbild sowie Einsteckhalterungen zur Befestigung in einer Druckform verfügen. Die Einsteckhalterungen sind dabei als einzelne Vorsprünge ausgebildet, mit denen die Setzlettern in kreuzförmige, senkrecht zur Oberfläche der Druckform ausgebildete Einsteckschlitze steckbar sind. Dadurch müssen alle Setzlettern mit ihren Steckhalterungen auf die Rastung der Einsteckschlitze abgestimmt sein, wodurch die Abstände der Lettern fest vorgegeben sind und nicht immer ein zusammenhängendes Druckbild gewährleistet ist.

In der DE-AS 11 54 126 ist ebenfalls die Herstellung von Setzlettern aus Kunststoff angegeben, wobei zu einer Setzvorrichtung keine Angaben gemacht sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Setzvorrichtung mit stabilen, umweltfreundlichen und gesundheitlich unbedenklichen Setzlettern bereitzustellen, die stabil sind, wobei eine einfache Handhabung beim Setzen und ein ausgewogenes Druckbild ermöglicht werden.

Diese Aufgabe wird mit den in dem Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.

Hiernach ist also vorgesehen, daß der Kunststoff der Setzlettern Polycarbonat ist. Dieser Kunststoff ist besonders stabil und formbeständig auf lange Sicht, leicht entsorgbar und gesundheitlich beispielsweise bei der Handhabung durch Kinder unbedenklich. Die Transparenz des Kunststoffs ermöglicht es, die Buchstaben auch ohne Spiegel von der Rückseite her zu erkennen. Die durchgehenden Nuten des Setzrahmens lassen ein einfaches Einschieben der Setzlettern von beiden Seiten zu, wobei die Setzlettern je nach Buchstabentyp eine für das Druckbild optimale Breite aufweisen und einfach aneinandergereiht werden können. Mit dem abnehmbaren oder abschwenkbaren Halterahmen, mit dem die stirnseitigen Ränder der Nuten begrenzt werden, wird ein Herausrutschen der Setzlettern aus den Nuten verhindert. Mit entsprechend angepaßten seitlichen Stücken kann gegebenenfalls ein Leerraum zwischen den Setzlettern und dem Rahmen aufgefüllt werden. Der Halterahmen kann mittels des mindestens einen Haltebügels einfach und schnell an dem Setzrahmen festgelegt werden.

Für eine eindeutige Ausrichtung der Buchstaben ohne Gefahr von Verdrehungen ist die Maßnahme vorteilhaft, daß die einzelnen Setzlettern jeweils an einer gleichen senkrecht zur Buchstabenebene liegenden Außenseite eine Ausnehmung zur Ausrichtung aufweisen.

Eine gute Stabilität bei relativ geringem Materialbedarf ergibt sich dadurch, daß sich senkrecht zur Buchstabenebene erstreckende Versteifungsrippen und/oder Stege vorgesehen sind. Hierdurch wird auch eine gute Formgebung und Formstabilität gewährleistet.

Zur einfachen Handhabung beim Zusammensetzen von Wörtern in der Setzvorrichtung ist es günstig, wenn die Setzlettern an ihrem von der Buchstabenebene abgekehrten Endbereich eine Schwalbenschwanzführung aufweisen, mit der sie in angepaßte trapezförmige Nuten des Setzrahmens einschiebbar sind. Hierdurch ergibt sich eine gute Verschiebbarkeit längs der Nuten bei gleichzeitig gutem Halt der Buchstaben senkrecht zur Ebene der Buchstaben, so daß auch eine gute Ebenheit der Druckfläche erzielt wird.

Für die Verschwenkbarkeit ist es günstig, wenn der Halterahmen an einer parallel zu der Längserstreckung der Nuten gerichteten Gelenkachse an einem Rand des Setzrahmens gelagert ist.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Haltebügels ist derart, daß der Haltebügel an dem Halterahmen mittels einer Bügelachse angelenkt ist und einen Spannabschnitt aufweist, mit dem der Halterahmen an einem Randbereich des Setzrahmens im Bereich von dessen Unterseite festlegbar ist.

Einzelne Setzlettern können für vorhandene Setzrahmen nachgeliefert und bei entsprechender Ausbildung ihres Fußteils auch auf vorhandene Setzrahmen abgestimmt werden.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 verschiedene Ansichten eines Setzletters und einer Aufnahme eines Setzrahmens und

Fig. 2 einen Setzrahmen in Seitenansicht und Draufsicht.

Die Fig. 1 zeigt in der linken Spalte einen transparenten Setzletter 1 in Unteransicht, Seitenansicht und Draufsicht. Auf der rechten Seite ist der entsprechende Setzletter 1 in perspektivischer Darstellung gezeigt. Im Inneren zeigt der Setzletter 1 senkrecht zur Buchstabenfläche verlaufende Aussparungen 8 in vier Quadranten der rechteckigen Querschnittsform. Die Aussparungen 8 sind von Versteifungsrippen 2 und zwischen diesen verlaufenden Stegen 3 umgeben, so daß sich einerseits ein geringer Material bedarf und andererseits eine gute Stabilität ergibt. Die Aussparungen 8 haben den Vorteil, daß sie auf der Rückseite der Buchstaben Öffnungen bilden, durch die die Buchstaben in der normalen Schreibausrichtung ohne Zuhilfenahme eines Spiegels erkennbar sind. Das verbleibende Material auf der Vorderseite der Setzlettern 1 ist relativ dünn. In dem von den Buchstaben abgewandten Endbereich besitzen die Setzlettern seitliche Schwalbenschwanzführungen 5, mit denen sie in einer entsprechenden Aufnahme 6.1 eines Setzrahmens 6 verschieblich aufnehmbar sind. Weiterhin ist an einer Seitenwand senkrecht zur Buchstabenebene eine Ausnehmung in Form einer Längsnut 4 vorgesehen, die bei allen Setzlettern auf der gleichen Seite ausgebildet ist, so daß die Buchstaben ohne Schwierigkeiten stets richtig ausgerichtet zusammengesetzt werden. In der zweiten Spalte ist ein Setzletter ohne Schwalbenschwanzführung, aber bei sonst gleicher Ausbildung wie in der linken Spalte gezeigt.

Die gezeigten Setzlettern bestehen aus Kunststoff, und zwar zum Beispiel vorteilhafterweise aus Polycarbonat, das gesundheitlich ungefährlich ist und daher auch bei Kindern verwendbar ist. Diese Kunststoffe haben hohe mechanische Festigkeit und gute Alterungs- und Wärmebeständigkeit.

In Fig. 1, rechte Spalte unten, ist ein Ausschnitt des bereits erwähnten Setzrahmens 6 mit einer an die Schwalbenschwanzführung 5 angepaßten trapezförmigen Nut 6.1 gezeigt. Der Setzrahmen 6 ist in Fig. 2 in der oberen Darstellung in Seitenansicht und in der unteren Darstellung in Draufsicht gezeigt. Die trapezförmigen Nuten 6.1 sind vorzugsweise auf beiden Stirnseiten offen, so daß bei falsch eingesetzten Setzlettern 1 diese leicht von der günstigsten Seite her richtig eingesetzt oder herausgenommen werden können. Um den Setzrahmen 6 herum ist ein Halterahmen 7 vorgesehen, der vorliegend schwenkbar an einer parallel zu den Nuten 6.1 verlaufenden, in der Figur an dem linken Rand des Setzrahmens 6 befindlichen Gelenkachse 7.2 gelagert ist. Auf dem gegenüberliegenden Rand des Setzrahmens ist ein um eine Bügelachse 7.11 schwenkbar gelagerter Haltebügel 7.1 vorgesehen, der an seinem in der eingeschwenkten Stellung unteren Bereich mittels eines elastischen Spannabschnitts 7. 12 an der Unterseite des Setzrahmens 6 oder in einer dort vorgesehenen Aussparung festgelegt wird. Der Halterahmen begrenzt die Nuten im heruntergeschwenkten Zustand auf beiden Seiten, so daß die Setzlettern 1 in den Nuten sicher gehalten sind. Zum Auffüllen nicht vollständig besetzter Nuten können entsprechende Paßstücke neben den Setzlettern 1 eingesetzt werden, so daß diese nicht verschoben werden können.

Die Setzlettern 1 können je nach Breite der Buchstaben, wie zum Beispiel W oder I, unterschiedliche Breiten aufweisen, so daß sich von Buchstabe zu Buchstabe keine unterschiedlichen Abstände ergeben und das Druckbild einheitlich ist. Mit den Setzlettern lassen sich Druckbuchstaben in verschiedenen gängigen Schriftarten und Größen von zum Beispiel 12 bis 36 Punkt herstellen.


Anspruch[de]
  1. 1. Setzvorrichtung mit einem Setzrahmen und aus Kunststoff bestehenden Setzlettern,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß der Kunststoff Polycarbonat ist,

    daß der Setzrahmen (6) über seine Breite durchgehende Nuten (6.1) aufweist, in die die Setzlettern (1) einsetzbar sind,

    daß der Setzrahmen (6) einen abnehmbaren oder abschwenkbaren Halterahmen (7) aufweist, mit dem die stirnseitigen Ränder der Nuten (6.1) begrenzt werden,

    daß der Halterahmen (7) mittels mindestens eines Haltebügels (7.1) an dem Setzrahmen (6) festlegbar ist, und

    daß die Setzlettern (1) in Abhängigkeit von den Buchstaben unterschiedlich breit sind.
  2. 2. Setzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Setzlettern (1) jeweils an einer gleichen senkrecht zur Buchstabenebene liegenden Außenseite eine Ausnehmung (4) zur Ausrichtung aufweisen.
  3. 3. Setzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich senkrecht zur Buchstabenebene erstreckende Versteifungsrippen (2) und/oder Stege (3) vorgesehen sind.
  4. 4. Setzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Setzlettern (1) an ihrem von der Buchstabenebene abgekehrten Endbereich eine Schwalbenschwanzführung (5) aufweisen, mit der sie in die angepaßten trapezförmigen Nuten (6.1) des Setzrahmens (6) einschiebbar sind.
  5. 5. Setzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Halterahmen (7) an einer parallel zu der Längserstreckung der Nuten (6.1) gerichteten Gelenkachse (7.2) an einem Rand des Setzrahmens (6) gelagert ist.
  6. 6. Setzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltebügel (7.1) an dem Halterahmen (7) mittels einer Bügelachse (7.11) angelenkt ist und einen Spannabschnitt (7.1 2) aufweist, mit dem der Halterahmen (7) an einem Randbereich des Setzrahmens (6) im Bereich von dessen Unterseite festlegbar ist.






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