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Dokumentenidentifikation DE19618958A1 02.01.1997
Titel Modulare Bürsteneinsteckkassette
Anmelder Milwaukee Electric Tool Corp., Brookfield, Wis., US
Erfinder Simonsen, Glenn H., Brookfield, Wis., US;
Hessenberger, Jeffrey C., Neosho, Wis., US
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, Anwaltssozietät, 80538 München
DE-Anmeldedatum 10.05.1996
DE-Aktenzeichen 19618958
Offenlegungstag 02.01.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.01.1997
IPC-Hauptklasse H01R 39/40
IPC-Nebenklasse H02K 5/14   B24B 23/02   
IPC additional class // H02K 7/14  
Zusammenfassung Eine Bürstenkassette für Motoren des Kommutator-Typs, die ein Gehäuse enthält, das aus einem elektrisch leitenden Material hergestellt ist und einen in Baueinheit ausgebildeten Anschluß besitzt, so daß die Kassette in einen Schaltkreis eingesteckt werden kann, ohne eine Verdrahtung zu erfordern. Die Bürstenkassette enthält ferner eine Bürste, die im Bürstengehäuse unterstützt ist und darin gleiten kann, sowie ein Federelement zum Vorspannen der Bürste in Richtung zu einem Eingriff mit einem Kommutator am Motor, wenn die Kassette installiert ist. Die Bürstenkassette enthält ferner ein flexibles Element, das zwischen dem Bürstengehäuse und der Bürste angeschlossen ist. Das flexible Element begrenzt den Bereich der Gleitbewegung der Bürste, um die Bürste dauerhaft im Gehäuse zu halten.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf das Gebiet der motorgetriebenen Werkzeuge und auf Geräte, die elektrische Motoren des Kommutator-Typs enthalten, die Kohlebürsten verwenden, und insbesondere auf eine Haltevorrichtung für diese Bürsten.

In elektrischen Geräten, motorgetriebenen Werkzeugen und dergleichen werden häufig kleine Motoren verwendet. Ein solcher Motor enthält typischerweise einen Rotor, der von einer Feldwicklung umgeben ist. Der Rotor enthält eine durch Lager unterstützte Rotorwelle sowie einen Kommutator, der an einem Ende der Welle montiert ist. Der elektrische Stromkreis zwischen einer Stromversorgung und dem Kommutator wird über Kohlebürsten geschlossen, die mit der Feldwicklung verdrahtet sind. Wenn sich die Rotorwelle dreht, gleiten die Bürsten über den Kommutator, um eine elektrische Verbindung zu erhalten.

Die Verwendung von Bürstenhaltevorrichtungen zum Halten von Bürsten in ihrer Stellung am Kommutator ist ebenfalls bekannt. Eine solche Baueinheit enthält einen rohrförmigen Halter sowie eine im Halter unterstützte Kohlebürste, die in diesem Halter gleiten kann. Die Bürste steht an einem Ende des Halters aus einer Mündung hervor und berührt den Kommutator. Die Bürstenhaltebaueinheit enthält ferner eine Schraubenfeder, die die Bürste in Richtung des Kommutators vorspannt, um einen guten elektrischen Kontakt zwischen der Bürste und dem Kommutator zu gewährleisten.

Ein Beispiel einer solchen Bürstenhaltebaueinheit ist in dem US-Patent Nr. 4,246,508 offenbart.

Es ist ferner bekannt, Einsteckanschlüsse in die Bürstenhaltebaueinheiten zu integrieren, um die Notwendigkeit einer Neuverdrahtung der Einheiten nach deren Austausch zu vermeiden. Ein Beispiel dieses Anordnungstyps ist im US-Patent Nr. 4,963,779 dargestellt, das Bürstenhalter schafft, die aus einem Blechmaterial gestanzt sind und einen direkten Anschluß für eine direkte Steckverbindung des Bürstenhalters mit anderen Motorelementen besitzt. Ein Beispiel einer weiteren Bürstenhaltevorrichtung, die Einsteckanschlüsse enthält, ist im US-Patent Nr. 4,075,523 offenbart.

Bei Bürstenhaltebaueinheiten des Standes der Technik besteht die Gefahr, daß nach einer beträchtlichen Bürstenabnutzung die Bürste aus dem Gehäuse fallen kann und die Feder oder andere Teile der Baueinheit den Kommutator berühren und diesen beschädigen können. Anordnungen des Standes der Technik, wie sie z. B. im obenerwähnten Patent Nr. 4,246,508 offenbart sind, die die Bürstenbewegung beschränken, nachdem sich die Bürste bis zu einem vorgegebenen Punkt abgenutzt hat, waren aufgrund ihrer Unzuverlässigkeit, ihrer Herstellungskosten und ihrer Komplexität im allgemeinen unbefriedigend. Ferner wurden die Bürsten bei Bürstenhaltebaueinheiten des Standes der Technik nicht so zusammengefügt, daß vor der Installation ein Herausfallen aus den Baueinheiten verhindert wurde. Daher mußte darauf geachtet werden, daß die Bürste in der Haltebaueinheit bleibt und nicht heraus fällt und verlorengeht oder beschädigt wird.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des obenerwähnten Standes der Technik zu beseitigen und eine verbesserte Bürstenkassette zur Verwendung in Geräten, motorgetriebenen Werkzeugen und anderen Vorrichtungen, die Motoren des Kommutator-Typs verwenden, zu schaffen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Bürstenkassette, die die in den unabhängigen Ansprüchen 1 und 7 angegebenen Merkmale besitzt, sowie durch ein motorgetriebenes Werkzeug, das die im Anspruch 15 angegebenen Merkmale besitzt. Die abhängigen Ansprüche sind auf bevorzugte Ausführungsformen gerichtet.

Die verbesserte Bürstenkassette wird in Form einer selbstumhüllenden modularen Einheit mit einer minimalen Anzahl von leicht zusammenzufügenden und wirtschaftlich zu erzeugenden Bauteilen gefertigt, wobei die Bürstenkassette dazu dient, die Bürste zu jedem Zeitpunkt innerhalb der Einheit zu halten, so daß die Bürste sowohl vor als auch während der Verwendung in ihrer Stellung gehalten wird. Ferner ist die verbesserte Bürstenkassette modular und kann während des Zusammenfügens des Produkts oder während eines Bürstenaustauschs ohne gemeinsame Verdrahtung in seiner Arbeitsstellung einrasten oder eingesteckt werden oder entnommen werden. Daher ist die verbesserte Bürstenkassette für kostengünstige automatisierte Massenproduktion von Vorrichtungen, in denen Motoren verwendet werden, besser geeignet als Bürstenhaltebaueinheiten des Standes der Technik. Aufgrund ihrer geringen Herstellungskosten kann die verbesserte Bürstenkassette nach der Verwendung weggeworfen werden.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich beim Lesen der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen, die auf die beigefügten Zeichnungen Bezug nimmt; es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer motorgetriebenen elektrischen Vorrichtung, die die Bürstenhaltekassetten gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet;

Fig. 2 eine vergrößerte perspektivische Ansicht des hinteren Abschnitts der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung, wobei der hintere Abschnitt des Gehäuses der Vorrichtung entfernt ist;

Fig. 3 eine weitere vergrößerte Teilexplosionsansicht des hinteren Abschnitts der Vorrichtung der Fig. 1;

Fig. 4 eine Explosionsansicht einer Bürstenkassette, die in der in den Fig. 2 und 3 dargestellten Anordnung verwendet wird;

Fig. 5 eine teilweise aufgeschnittene Seitenansicht eines in Fig. 4 gezeigten Bürstenkassettenpaares, das in betriebsmäßigem Eingriff mit dem Kommutator des Motors gezeigt ist, der in der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung verwendet wird;

Fig. 6 eine Ansicht ähnlich der Fig. 5, die jedoch (aus Darstellungsgründen) nur eine einzelne Bürstenkassette mit einer abgenutzten Bürste zeigt.

Bevor im folgenden eine Ausführungsform der Erfindung genauer erläutert wird, ist zu beachten, daß die Erfindung in ihrer Anwendung nicht auf die Einzelheiten der Konstruktion und die Anordnungen der Komponenten beschränkt ist, die in der folgenden Beschreibung oder in den dargestellten Zeichnungen ausgeführt sind. Die vorliegende Erfindung kann in anderen Ausführungsformen und auf verschiedenen Wegen ausgeführt werden. Ferner ist zu beachten, daß die hier verwendete Terminologie dem Zweck der Beschreibung dient und nicht als einschränkend betrachtet werden sollte.

In Fig. 1 ist ein elektrisches Gerät gezeigt, das in der dargestellten Ausführungsform ein tragbarer Winkelschleifer 10 ist. Die Schleifmaschine 10 enthält ein Gehäuse 12mit einem Getriebegehäuse 14 und einem Motorgehäuse 16, das am Getriebegehäuse 14 montiert ist. Das Motorgehäuse 16 enthält einen gegossenen vorderen Kunststoffabschnitt 18, der sich vom Getriebegehäuse 14 erhebt. Wie in den Fig. 2 und 3 gezeigt, enthält der Vorderabschnitt 18 einen Lagerunterstützungstopf 20, der in die hinteren Enden eines Satzes von vier nach hinten verlaufenden Tragarmen 22 (von welchen nur drei gezeigt sind) gegossen ist. Jeder der Tragarme 22 definiert einen Kanal 24, wie später genauer erläutert wird. Der Vorderabschnitt 18 des Gehäuses 12 enthält ferner zwei diametral gegenüberliegende Bürstenkassetten-Montagestrukturen 26 (wovon nur eine gezeigt ist), die in die Tragarme 22 eingegossen sind. Jede Montagestruktur 26 wird von zwei gegenüberliegenden Unterstützungselementen 28 gebildet, die sich von zwei benachbarten Unterstützungsarmen 22 erstrecken. Jedes Paar von Unterstützungselementen 28 definiert einen Montageschlitz oder Kanal 30.

Wie in Fig. 1 gezeigt, enthält das Motorgehäuse 16 ferner einen hinteren Abschnitt 32, der am hinteren Ende des Vorderabschnitts 18 montiert ist. In der dargestellten Anordnung ist der hintere Abschnitt 32 in zwei Gußhälften aufgeteilt, die mittels (nicht gezeigten) Befestigungselementen gemeinsam am Vorderabschnitt 18 befestigt sind, wobei aus dem hinteren Abschnitt 32 ein Stromzuführungskabel herausgeführt ist, um der Schleifmaschine 10 Strom zuzuführen.

Die Schleifmaschine 10 enthält ferner einen Motor 36 (von dem in den Fig. 2 und 3 ein Teil gezeigt ist), der in der speziellen Ausführungsform, die in den Zeichnungen gezeigt ist, ein Motor des Kommutator-Typs ist. Der Motor 36 enthält eine Statorbaueinheit (Fig. 2) mit einer Feldwicklung 40, die am Vorderabschnitt 80 des Motorgehäuses 16 montiert ist. Die Feldwicklung 40 ist mit vier Anschlüssen 42 versehen (von welchen in Fig. 2 nur zwei gezeigt sind). Der Motor 36 besitzt ferner einen Rotor, der eine Rotorwelle 44 (Fig. 5 und 6) besitzt, die durch (nicht gezeigte) Lager unterstützt wird, von welchen eines im Lagerunterstützungstopf 20 montiert ist. Der Rotor enthält ferner (nicht gezeigte) Rotorwicklungen, die mit einem Kommutator 46 (Fig. 5 und 6) verbunden sind, welcher auf der Rotorwelle 44 montiert ist. Die vorangehende Motorkonstruktion ist im Stand der Technik wohlbekannt und wird nicht weiter beschrieben.

Die Schleifmaschine 10 enthält ferner eine Schaltung zum elektrischen Verbinden des Motors 16 mit dem Stromzuführungskabel 34. Diese Schaltung enthält eine modulare Schalterbaueinheit 48, die in den Vorderabschnitt 18 des Motorgehäuses 16 unter Verwendung nicht dargestellter Vorrichtungen einrasten kann. Wie in Fig. 2 gezeigt, ist die Schalterbaueinheit 48 elektrisch mit dem Stromzuführungskabel 34 verbunden und enthält zwei Anschlüsse 50. Die Schalterbaueinheit 48 ist ferner über zwei Busschienen 52, die jeweils in einem der Kanäle eines diametral gegenüberliegenden Paares der Unterstützungsarme 22 gehalten werden, mit der Feldwicklung 40 elektrisch verbunden. Jede der Busschienen 52 ist mit einem ersten Buchsenanschluß 54, der an einem der Feldanschlüsse 42 montiert ist, sowie mit einem zweiten Buchsenanschluß 56 ausgestattet, der an einem der Anschlüsse 50 der Schaltungsbaueinheit 48 montiert ist. Die Schaltung des Motors enthält ferner zwei zusätzliche Busschienen 58 (wovon nur eine gezeigt ist), die jeweils in einer der zwei übrigen Kanäle 24 in den Unterstützungsarmen 22 verlegt sind. Jede Busschiene 58 enthält einen ersten Buchsenanschluß 60, der an einem der zwei übrigen Feldanschlüsse 42 montiert ist, sowie einen zweiten Buchsenanschluß 62, der in der Nähe einer der Bürstenkassetten-Montagestrukturen 26 angeordnet ist.

Um den Rotor in die Schaltung des Motors zu integrieren, enthält die Schleifmaschine 10 ferner zwei modulare Bürstenkassetten 64 und 66 (Fig. 5). In der dargestellten Anordnung sind die Bürstenkassetten 64 und 66 identisch, wobei nur die Bürstenkassette 64 genau erläutert wird.

Wie in Fig. 4 gezeigt, enthält die Bürstenkassette 64 ein Bürstengehäuse 68, das vorzugsweise aus einem rohrförmigen Abschnitt eines elektrisch leitenden Materials wie z. B. Kupfer gestanzt ist. Das Bürstengehäuse 68 enthält einen im allgemeinen rohrförmigen zentralen Abschnitt 70, der gegenüberliegende offene Endabschnitte 72 und 74 besitzt und einen rechteckigen Kanal 76 mit einer Achse 78 und einer Mündung 80 definiert (Fig. 5 und 6). Das Bürstengehäuse 68 enthält ferner einander gegenüberliegende Seitenabschnitte 82. Teile der Seitenabschnitte 82 sind gestaucht oder auf andere Weise verformt, um Federsitze 84 zu schaffen, wie später genauer erklärt wird. Das Bürstengehäuse 68 ist ferner mit einem elektrischen Schnapp- oder Einsteckverbindungselement versehen, das in der speziellen Ausführungsform, die in den Zeichnungen dargestellt ist, eine Zunge oder ein Anschluß 86 ist. Der Anschluß 86 wird vorzugsweise ausgebildet, indem einer der Seitenabschnitte 82 gestaucht und verformt wird.

Die Bürstenkassette 64 enthält ferner eine elektrisch leitende Kohlebürste 88, die einen im allgemeinen rechteckigen Querschnitt besitzt, um satt in den Kanal 76 des rohrförmigen Abschnitts 70 zu passen und darin zu gleiten. Die Bürste 88 enthält einen konkaven Endabschnitt 90, der aus der Mündung 80 des Bürstengehäuses 68 hervorsteht, um den Kommutator 46 zu berühren, wie später genauer erklärt wird.

Um die Bürste 88 gegen den Kommutator 46 vorzuspannen, wenn die Bürstenkassette 64 in einer Arbeitsstellung an der Schleifmaschine 10 angeordnet ist, enthält die Bürstenkassette 64 ferner eine Vorrichtung zum Vorspannen der Bürstenbewegung in Richtung zur Mündung 80 des Bürstengehäuses 68 (und in Richtung zum Kommutator 46). In der speziellen Ausführungsform, die in den Zeichnungen dargestellt ist, enthält die Vorrichtung zum Vorspannen der Bürstenbewegung ein Federelement 92. In der dargestellten Anordnung ist das Federelement 92 eine Konstantkraft-Bandfeder aus rostfreiem Stahl, die sich über das äußere Ende der Bürste 88 erstreckt und die zwei Spulen 94 besitzt, die jeweils auf einem der Federsitze 84 aufliegen. Wie in den Fig. 5 und 6 gezeigt, verhindert diese Anordnung das Zurückziehen der Bürste 88 durch den äußeren Endabschnitt 74 des Bürstengehäuses 68 und verhindert ebenfalls das Entfernen des Federelements 92, wenn die Bürste 88 sich an ihrer Stelle im Bürstengehäuse 68 befindet.

Die Bürstenkassette 64 enthält ferner ein elektrisch leitendes flexibles Element, wie z. B. ein Drahtstück 96, um das Bürstengehäuse 68 und die Bürste 88 elektrisch miteinander zu verbinden. Das Drahtstück 96 ist an einem Ende direkt mit der Bürste 88 verbunden und mit seinem anderen Ende am Bürstengehäuse 68 vernietet oder auf andere Weise geeignet befestigt. In der dargestellten Anordnung ist das Drahtstück 96 mit einer optionalen Öse 98 versehen, die zum Befestigen des Drahtstücks 96 verwendet wird.

Das Drahtstück 96 dient als Vorrichtung zur Begrenzung des Bereichs der Gleitbewegung der Bürste 88, um deren Entfernen aus dem rohrförmigen Abschnitt 70 des Bürstengehäuses 68 sowohl vor als auch nach der Installation der Bürstenkassette 64 zu verhindern. Wie in Fig. 5 gezeigt, begrenzt das Drahtstück 96 (und das Federelement 92) genauer die Gleitbewegung der Bürste 88 in einer ersten Richtung parallel zur Achse 78 in Richtung zum äußeren Endabschnitt 74, so daß die Bürste 88 nicht über das äußere Ende 74 aus dem Bürstengehäuse 68 herausgezogen werden kann. Da, wie in Fig. 6 gezeigt, die Bürste 88 in einer zweiten Richtung (entgegengesetzt zur ersten Richtung) parallel zur Achse 78 durch die Mündung 80 nach außen gleitet, spannt sich das Drahtstück 96, um auch den Bewegungsbereich der Bürste 88 in dieser Richtung zu begrenzen, so daß die Bürste 88 nicht durch die Mündung 80 herausgezogen werden kann.

Um die Bürstenkassette 64 zu installieren, werden die Seitenabschnitte 82 des Bürstengehäuses 68 auf den rechteckigen Kanal 30 einer der Montagestrukturen 26 ausgerichtet, so daß der Anschluß 86 des Bürstengehäuses 68 ebenfalls auf den Anschluß 62 an der zugehörigen Busschiene 58 ausgerichtet ist (siehe Fig. 3). Die Bürstenkassette 64 wird anschließend in die Montagestruktur 26 bis zu einer Installationsstellung (Fig. 2) eingeführt, so daß die Seitenabschnitte 82 im Kanal 30 aufgenommen sind. Wenn dies durchgeführt ist, wird der Anschluß 66 automatisch in den zugehörigen Anschluß 62 eingerastet oder eingesteckt, um die Bürstenkassette 64 und die Feldwicklung 40 elektrisch miteinander zu verbinden. Wenn wie in Fig. 5 gezeigt die Bürstenkassette 64 installiert ist, liegt die Achse 78 (und die Bürste 88) im wesentlichen senkrecht zur Achse der Rotorwelle 44, wobei das Federelement 92 automatisch den Endabschnitt 90 der Bürste 88 in Kontakt mit dem Kommutator 46 hält, um eine elektrische Verbindung zwischen diesen zu gewährleisten.

Ist die Bürstenkassette 64 einmal in einer ausgewählten Montagestruktur 26 installiert, wird sie durch diese Struktur und durch die Seitenabschnitte 82 des Bürstengehäuses 68, die die Bewegung der Bürstenkassette 64 in einer Richtung quer zur Achse 78 begrenzen, in ihrer Stellung gehalten. Die Bürstenkassette 64 wird ferner durch den Eingriff der Anschlüsse 86 und 62, die ein Herausziehen der Bürstenkassette 64 in einer Richtung parallel zur Achse 78 verhindern, in ihrer Stellung gehalten.

Die Bürstenkassette 66 wird auf die gleiche Weise installiert und in ihrer Stellung gehalten wie die Bürstenkassette 64. Der einzige Unterschied besteht darin, daß die Bürstenkassette 66 dann, wenn sie installiert ist, gegenüber der Bürstenkassette 64 um 180° verdreht ist (siehe Fig. 5).

Nach der Installation der Bürstenkassetten 64 und 66 werden die Zwillingshälften des hinteren Abschnitts 32 des Motorgehäuses 16 wieder am Vorderabschnitt 18 des Motorgehäuses 16 montiert. Bei Bedarf können die Hälften des hinteren Abschnitts 32 so beschaffen sein, daß sie, wenn sie in ihrer Stellung befestigt sind, die Bürstenkassetten 64 und 66 berühren, um die Bürstenkassetten 64 und 66 in ihrer Stellung noch besser festzuhalten.

Wenn sich die Bürste 88 in ihrer Bürstenkassette 64 abnutzt, wird sie kürzer und wird in Richtung zum Kommutator 46 vorgeschoben, um den elektrischen Kontakt aufrecht zu erhalten. Wenn die Bürste 88 eine vorgegebene Größe erreicht, verhindert das Drahtstück 96 eine weitere Bürstenbewegung in Richtung zum Kommutator 46, was zu einer Unterbrechung des Motorlaufs führt. Um die Bürste 88 zu ersetzen, wird der hintere Abschnitt 32 des Motorgehäuses 16 abgenommen und die alte Bürstenkassette 64 entfernt und durch eine neue ersetzt, wie oben beschrieben worden ist. Die alte Bürstenkassette 64 kann dann weggeworfen werden. Die Bürstenkassette 66 wird in der gleichen Weise ersetzt.

Obwohl in der dargestellten Anordnung die Bürstenkassetten 64 und 66 in Verbindung mit einem Motor verwendet werden, der in einem Winkelschleifer 10 verwendet wird, ist für Fachleute klar, daß eine Bürstenkassettenanordnung, die die vorliegende Erfindung darstellt, in einem beliebigen Gerät, Werkzeug oder einer Vorrichtung verwendet werden kann, die einen Elektromotor des Kommutator- Typs enthalten.

Die Bürstenkassetten 64 und 66 sind günstigerweise modulare Einheiten, die schnell in ihre Position eingesteckt und aus dieser entnommen werden können, wenn sie ersetzt werden müssen. Solche Kassetten besitzen eine einfache vierteilige Konstruktion (Bürstengehäuse 68, Bürste 88, Federelement 92 und Drahtstück 96) und verwenden kostengünstige Bauteile, die so angeordnet sind, daß die Bürstenkassette vor oder nach der Verwendung nicht auseinanderfällt oder zerlegt wird.

Verschiedene Merkmale der Erfindung sind in den folgenden Ansprüchen ausgeführt.


Anspruch[de]
  1. 1. Motorgetriebenes Werkzeug (10), mit einem Motorgehäuse (16) und einem Motor (36), der im Motorgehäuse (16) gelagert ist und einen Kommutator (46) besitzt, gekennzeichnet durch eine Bürstenkassette (64, 66), die elektrisch mit dem Kommutator (46) verbunden ist und ein Bürstengehäuse (68), das aus einem elektrisch leitenden Material hergestellt ist und einen rohrförmigen Abschnitt (70) besitzt, eine elektrisch leitende Bürste (88), die im rohrförmigen Abschnitt (70) enthalten ist und darin gleitet, wobei ein Abschnitt der Bürste (88) aus dem rohrförmigen Abschnitt (70) hervorsteht und mit dem Kommutator (46) in Eingriff ist, sowie ein elektrisch leitendes flexibles Element (96) umfaßt, das zwischen dem Bürstengehäuse (68) und der Bürste (80) angeschlossen ist und ein Entfernen der Bürste (88) aus dem rohrförmigen Abschnitt (70) verhindert.
  2. 2. Werkzeug (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß

    die Bürstenkassette (68) ein Federelement (92) besitzt, das im Bürstengehäuse (68) enthalten ist, wobei das Federelement (92) die Bürste (88) berührt und für einen Eingriff in Richtung zum Kommutator (46) vorspannt, und

    das Bürstengehäuse (68) und das flexible Element (96) zusammenwirken, um das Federelement (92) dauerhaft innerhalb des Bürstengehäuses (68) zurückzuhalten.
  3. 3. Werkzeug (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß

    der rohrförmige Abschnitt (70) einen Kanal (76) mit einer Achse (78) definiert, wobei die Bürste (88) im Kanal (76) aufgenommen ist und durch das Federelement (92) in einer Richtung parallel zur Achse (78) vom Bürstengehäuse (68) ausgehend nach außen vorgespannt wird,

    das Motorgehäuse (16) gegenüberliegende Montageschlitze (30) besitzt und

    das Bürstengehäuse (68) zwei Seitenabschnitte (82) besitzt, die in den Montageschlitzen (30) aufgenommen sind, um eine Bewegung des Bürstengehäuses (68) relativ zum Motorgehäuse (16) in einer Richtung quer zur Achse (78) zu begrenzen.
  4. 4. Werkzeug (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß

    das Bürstengehäuse (68) ein elektrisches Einsteckverbindungselement (86) enthält,

    der Motor (36) eine Feldwicklung (40) mit einem Anschluß (42) besitzt,

    das motorgetriebene Werkzeug (10) eine Busschiene (58) besitzt, die einen ersten Anschluß (60) der am Anschluß (42) der Feldwicklung (40) montiert ist, sowie einen zweiten Anschluß (62) aufweist, der am elektrischen Einsteckverbindungselement (86) des Bürstengehäuses (68) montiert ist, um das Bürstengehäuse (68) mit der Feldwicklung (40) elektrisch zu verbinden, und

    der Eingriff des elektrischen Einsteckverbindungselements (86) und des zweiten Anschlusses (82) die Bewegung des Bürstengehäuses (68) relativ vom Motorgehäuse (16) in einer Richtung parallel zur Achse (78) beschränkt.
  5. 5. Werkzeug (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürstenkassette (64, 66) ein elektrisches Einsteckverbindungselement (86) besitzt.
  6. 6. Werkzeug (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrische Einsteckverbindungselement (86) der Bürstenkassette (64, 66) einen Anschluß besitzt, der aus dem Bürstengehäuse (68) ausgestanzt ist.
  7. 7. Bürstenkassette (64, 66) zur Verwendung in einem Elektromotor (36), gekennzeichnet durch

    ein Gehäuse (68), das aus einem elektrisch leitenden Material hergestellt ist und einen rohrförmigen Abschnitt (70) besitzt, der eine Mündung (80) definiert,

    eine Bürste (88), die in dem rohrförmigen Abschnitt (70) aufgenommen ist und darin gleitet, wobei ein Abschnitt der Bürste (88) aus der Mündung (80) des rohrförmigen Abschnitts (70) hervorsteht und mit einem Kommutator (46) in Eingriff gebracht werden kann, und

    ein elektrisch leitendes, flexibles Element (96), das zwischen dem Gehäuse (68) und der Bürste (88) angeschlossen ist, um den Bereich der Gleitbewegung der Bürste (88) zu begrenzen, um ein Entfernen der Bürste (88) aus dem rohrförmigen Abschnitt (70) zu verhindern.
  8. 8. Bürstenkassette (64, 66) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürstenkassette (64, 66) ein Federelement (92) enthält, das im Gehäuse (68) enthalten ist, wobei die Bürstenkassette (64, 66) an der Bürste (88) anliegt und die Bürste (88) in Richtung zur Mündung (80) nach außen vorspannt, so daß dann, wenn die Bürstenkassette (64, 66) neben einem Kommutator (46) angeordnet ist, die Bürste (88) in Richtung zum Kommutator (46) vorgespannt ist.
  9. 9. Bürstenkassette (64, 66) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (68), die Bürste (88) und das flexible Element (96) zusammenwirken, um das Federelement (92) dauerhaft innerhalb des Gehäuses (68) zu halten.
  10. 10. Bürstenkassette (64, 66) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible Element (96) eine Vorrichtung schafft, die mit dem Gehäuse (68) zusammenwirkt, um ein Entfernen des Federelements (92) aus dem Gehäuse (68) zu verhindern.
  11. 11. Bürstenkassette (64, 66) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß

    der rohrförmige Abschnitt (70) einen Kanal (76) mit einer Achse (78) definiert,

    die Bürste (88) im Kanal (76) aufgenommen ist und in einer Richtung parallel zur Achse (78) in Richtung zur Mündung (80) des Gehäuses (68) nach außen vorgespannt ist, und

    das Gehäuse (68) eine Vorrichtung enthält, die das Gehäuse in einer Montagestruktur (26) unterstützt und zwei Seitenabschnitte (82) enthält, die mit der Montagestruktur (26) in Eingriff gebracht werden können, um eine Bewegung des Gehäuses (68) relativ zur Montagestruktur (26) in einer Richtung quer zur Achse (78) zu begrenzen, wenn die Bürstenkassette (64, 66) in der Montagestruktur (26) montiert ist.
  12. 12. Bürstenkassette (64, 66) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (68) ein elektrisches Einsteckelement (86) enthält, um das flexible Element (96) mit einer äußeren Stromquelle elektrisch zu verbinden.
  13. 13. Bürstenkassette (64, 66) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das elektrische Einsteckverbindungselement (86) einen Anschluß besitzt, der in Baueinheit mit dem Gehäuse (68) ausgebildet ist und durch Verformung eines Abschnitts des Gehäuses (68) ausgebildet wird.
  14. 14. Bürstenkassette (64, 66) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß

    die Bürstenkassette (64, 66) ein Federelement (92) besitzt, das im Gehäuse (68) aufgenommen ist und mit der Bürste (88) in Eingriff ist, wobei das Federelement (92) die Bürste (88) in Richtung zur Mündung (80) nach außen vorspannt, so daß dann, wenn die Bürstenkassette (64, 66) neben einem Kommutator (46) angeordnet ist, die Bürste (88) in Richtung zum Kommutator (46) vorgespannt ist, und

    das Gehäuse (68), die Bürste (88) und das flexible Element (96) zusammenwirken, um das Federelement (92) dauerhaft innerhalb des Gehäuses (68) zu halten.
  15. 15. Motorgetriebenes Werkzeug (10), mit

    einem Motorgehäuse (16),

    einem Motor (36), der eine Feldwicklung (40) mit einem Anschluß (42) sowie einen Rotor mit einem Kommutator (46) besitzt, und

    einer Busschiene (58), die im Motorgehäuse (16) gelagert ist und einen ersten Anschluß (60), der in den Anschluß (42) der Feldwicklung (40) eingesteckt ist, sowie einen zweiten Anschluß (62) besitzt,

    dadurch gekennzeichnet, daß

    eine Bürstenkassette (64, 66) zur Vervollständigung der elektrischen Verbindung zwischen der Feldwicklung (40) und dem Kommutator (46) versehen ist mit

    einem Bürstengehäuse (68), das aus einem elektrisch leitenden Material hergestellt ist und einen rohrförmigen Abschnitt (70) mit einer Achse (78) sowie einen Anschluß (86) besitzt, wobei der Anschluß (86) als integrierter Bestandteil des Bürstengehäuses (68) ausgebildet ist und in den zweiten Anschluß (62) der Busschiene (58) eingesteckt ist,

    einer elektrisch leitenden Bürste (88), die im rohrförmigen Abschnitt (70) unterstützt wird und darin in Richtung der Achse (78) gleiten kann, wobei ein Abschnitt der Bürste (88) aus dem rohrförmigen Abschnitt (70) herausragt und mit dem Kommutator (46) in Eingriff ist,

    einem Federelement (92), das im Gehäuse (68) unterstützt ist und die Bürste (88) in einer ersten Richtung parallel zur Achse (78) in Richtung zu einem Eingriff mit dem Kommutator (46) vorspannt, und

    einem elektrisch leitenden, flexiblen Element (96), das zwischen dem Bürstengehäuse (68) und der Bürste (88) angeschlossen ist, um ein Entfernen der Bürste (88) aus dem rohrförmigen Abschnitt (70) in der ersten Richtung zu verhindern.
  16. 16. Werkzeug (10) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß

    das Bürstengehäuse (68), die Bürste (88) und das flexible Element (96) zusammenwirken, um das Federelement (92) dauerhaft im Gehäuse (68) zu halten, und

    das Federelement (92) und das flexible Element (96) ein Entfernen der Bürste (88) aus dem rohrförmigen Abschnitt (70) in einer der ersten Richtung entgegengesetzten zweiten Richtung verhindern, so daß die Bürste (88) dauerhaft im Bürstengehäuse (68) gehalten wird.
  17. 17. Werkzeug (10) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß

    das Motorgehäuse (16) einander gegenüberliegende Montageschlitze (30) besitzt,

    das Bürstengehäuse (68) zwei Seitenabschnitte (82) besitzt, die in den Montageschlitzen (30) aufgenommen sind, um die Bewegung des Bürstengehäuses (68) relativ zum Motorgehäuse (16) in einer Richtung quer zur Achse (78) zu begrenzen, und

    der Eingriff des Anschlusses (86) des Bürstengehäuses (68) und des zweiten Anschlusses (62) der Busschiene (58) die Bewegung des Bürstengehäuses (68) relativ zum Motorgehäuse (16) in einer Richtung parallel zur Achse (78) begrenzt.






IPC
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B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
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