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Dokumentenidentifikation DE19517565C2 09.01.1997
Titel Auswechselbarer Klingenkopf
Anmelder Feather Safety Razor Co., Ltd., Osaka, JP
Erfinder Ichiyanagi, Masao, Seki, Gifu, JP
Vertreter Dr. Werner Geyer, Klaus Fehners & Partner, 80687 München
DE-Anmeldedatum 12.05.1995
DE-Aktenzeichen 19517565
Offenlegungstag 16.11.1995
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.01.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.01.1997
IPC-Hauptklasse B26B 21/56

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen auswechselbaren Klingenkopf mit einem Klingenträger, einer Abdeckung über diesem und mit mindestens einer am Klingenträger angeordneten, unterhalb der Abdeckung angebrachten Klinge mit einer vorderen Schneide, die zwischen der Abdeckung und dem Klingenträger freiliegt, wobei zur Schaffung eines Zwischenraumes zwischen der Haut eines Benutzers und der Schneide eine Schutzeinrichtung vorgesehen ist, die mit der Schneide an einer Vielzahl von Stellen in Kontakt steht, unterhalb der Schneide eine Delle ausbildet und beidseits der Schneide jeweils in einem Abstand von dieser und der Delle entfernt, befestigt ist.

Die unvorsichtige Führung der Schneide einer Rasierklinge durch einen Benutzer während des Rasierens kann dazu führen, daß es zu unerwünschten Schnitten in die Haut kommt. Daneben kann auch eine schlaffe Haut ein Auftreten solcher Schnitte während des Rasiervorganges bewirken. Um dieses Problem anzugehen, wurden mehrere Arten von Rasierapparaten mit Schutzeinrichtungen vorgestellt. Dabei werden eine Vielzahl feiner Drähte oder Filmstreifen aus Metall als Schutzelemente eingesetzt, welche die Schneide senkrecht zu ihr in vorgegebenen Abständen überdecken. Die Schutzelemente kommen mit der Haut in Kontakt, um einen geringen Abstand zwischen Haut und Schneide aufrechtzuerhalten. Dadurch kann die Haut vor der Schneide unabhängig davon, ob der Benutzer bei der Führung der Klinge z. B. unbeabsichtigt abrutscht, stets geschützt werden. Zwischen den Schutzelementen kommen die Haare jedoch für einen glatten Schnitt mit der Schneide in Kontakt.

In der JP-GM 4-112-377 (Fig. 6) wird ein Sicherheitsrasierapparat mit einem auswechselbaren Klingenkopf der eingangs genannten Art beschrieben, bei dem die Abdeckung verschwenkbar am Klingenträger angeordnet ist und die Schutzeinrichtung aus einer Vielzahl dünner Klavierdrähte besteht, die auf der Unterseite der Abdeckung an dieser befestigt und mit ihr relativ zu den Klingen verschwenkbar sind. Wenn dabei die Abdeckung auf den Klingenkopf aufgesteckt ist, können die Drähte an einer Stelle unterhalb einer oberen Klinge auf der Oberseite der folgenden Klinge unter Ausbildung einer Delle dazwischen zur Anlage kommen, liegen dann auf der Oberseite dieser folgenden Klinge bis zu deren Schneide hin auf und verlaufen von dieser aus weiter bis zu einem Halterungsblock, an dessen Unterseite ihre freien Enden eingehakt sind. Da die dünnen Klavierdrähte im spannungslosen Zustand durchhängen, können sie die genannte Delle oberhalb der unteren Schneide ausbilden, was aber nur möglich ist, wenn auf die Klavierdrähte im montierten Zustand keine Spannung aufgebracht ist, da sonst die Delle sogleich verschwinden würde. Treten nun bei der Benutzung dieses bekannten Gerätes beim Abschneiden von Barthaaren durch den Schneidevorgang an den Klingenspitzen Kräfte auf, so biegen diese die vorstehenden Klingenspitzen etwas nach oben ab, was wegen der spannungslosen Drähte der Schutzeinrichtung und wegen der nur durchhängenden Dellen der Drähte ohne weiteres möglich ist. Dies führt aber nicht nur zum Auftreten eines größeren Spaltes zwischen der Haut und dem Punkt, an dem die Schneide das Barthaar abschneidet, so daß dieses nicht ganz an seiner Wurzel abgeschnitten werden kann, es kommt darüberhinaus auch noch zum Auftreten von Biegungen und Schwingungen der Klingenenden, was eine gute Schneidwirkung behindert. Zudem führt das oftmalige Biegen der Klingen nach einiger Zeit zu bleibenden Verformungen an den Klingen, woraus sich eine Verschlechterung des Schneidvorgangs und damit für den Benutzer ein deutlich verringerter Rasierkomfort ergeben. Die während des Rasierens dabei auftretenden Schwingungen der Klingen werden auf die dünnen Drähte weitergeleitet, die ihnen folgen können, wodurch sich eine Verschiebung des Schnittwinkels der Rasierklinge einstellt, die beim Rasieren dem Benutzer subjektiv ein Unbehagen verursacht. Zudem besteht auch noch die Gefahr, daß häufige Schwingungen der Klingenenden die Klinge zerstören könnten.

Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen auswechselbaren Klingenkopf der gattungsgemäßen Art vorzuschlagen, der das Auftreten von Schwingungen an den Schneiden der Klingen weitestgehend verhindert, damit zu einer geringeren Gefahr einer Klingenbeschädigung führt und trotzdem zu einer für den Benutzer besonders komfortablen und sauberen Rasur führt.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem auswechselbaren Klingenkopf der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Schutzeinrichtung auf der Oberseite der Klinge an dieser anliegt und zwischen ihren Befestigungsstellen so unter Vorspannung steht, daß sie vorne an der Klinge von oben her eine Druckanlage mit der Schneide ausbildet, und daß die Delle auch unter der Wirkung der an der Schutzeinrichtung wirkenden Vorspannung formstabil bleibt.

Der Klingenkopf weist eine Klinge mit einer zwischen Klingenträger und -aufnahme frei liegenden Schneide auf. Eine sich senkrecht bezüglich einer Längsrichtung der Schneide erstreckende Schutzeinrichtung steht in Kontakt mit einer Vielzahl von Punkten der Schneide, um während des Rasierens einen Abstand zwischen der Haut des Benutzers und der Schneide zu schaffen. Die Schutzeinrichtung wird unter Spannung und unter Druckkontakt mit einer oberen Fläche der Schneide gehalten, um eine Kraft gegen die Wirkung des Schnittwiderstandes von Barthaaren auf die Schneide aufrechtzuerhalten. Die Schutzeinrichtung hat eine Delle unterhalb der Klinge, um den Abstand zwischen der Haut des Anwenders und der Schneide zu verringern.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

In der folgenden Beschreibung sind Ausführungsbeispiele in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht für einen auswechselbaren Klingenkopf für ein erstes Ausführungsbeispiel;

Fig. 2 ein Schnitt entlang der Linie II-II von Fig. 1;

Fig. 3 eine perspektivische Explosionsdarstellung des Klingenkopfes;

Fig. 4 eine perspektivische Darstellung eines Unterteils des Klingenkopfes;

Fig. 5 eine Schnittdarstellung eines auswechselbaren Klingenkopfes gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel;

Fig. 6 eine perspektivische Explosionsdarstellung des Klingenkopfes von Fig. 5.

Insbesondere bei Naßrasierern werden heute keine einzelnen Klingen mehr an einem Halter befestigt, sondern Mehrfachklingen in eine Kassette eingebettet, wobei diese Kassette als Gesamtheit ausgewechselt und nach Gebrauch entsorgt wird. Im englischen Sprachraum wird eine derartige Kassette auch als "cartridge" bezeichnet. Die deutsche Übersetzung des Begriffes als "Patrone" oder "Kartusche" wird dem Begriff jedoch nicht gerecht. Prinzipiell handelt es sich bei dieser Kassette um einen an einem Halter befestigten Klingenkopf. Deswegen wird diese Kassette oder Kartusche im folgenden immer mit Klingenkopf bezeichnet, ohne daß eine Beschränkung durch eine enge Auslegung des Begriffs beabsichtigt ist.

Ein auswechselbarer Klingenkopf C1 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel wird im folgenden in Bezug auf die Fig. 1 bis 4 beschrieben.

Der auswechselbare Klingenkopf C1 enthält einen Klingenträger 10 und eine Abdeckung 30. Erste und zweite Klingen B1 und B2 sind auf dem Klingenträger 10 angeordnet. Eine als Metallfilm ausgeführte Schutzeinrichtung 20 ist auf den Klingen B1 und B2 vorgesehen. Die Abdeckung 30 auf dem Klingenträger 10 ist derart angepaßt, daß sie die Klingen B1, B2 und die Schutzeinrichtung 20 verklemmt.

Wie in Fig. 3 dargestellt ist, ist der Klingenträger 10 rechteckig ausgebildet. Verschiedene blockförmige Vorsprünge, einschließlich Druckblöcken 11, sind an der Vorderseite 10a des Klingenträgers 10 ausgebildet. Eine ebene, mittig zum Klingenträger 10 ausgebildete Fläche 12 erstreckt sich frontwärts. In der Fläche 12 angebrachte Löcher 13 sind zur Aufnahme von Vorsprüngen 33 (Fig. 4) der Abdeckung 30 vorgesehen.

Die rechteckigen Klingen B1, B2 haben eine ähnliche Form wie der Klingenträger 10 und erstrecken sich seitwärts. Eine Schneide B1a der Klinge B1 erstreckt sich weiter nach vorne als eine Schneide B2a der Klinge B2. Löcher B1b bzw. B2b sind in der Mitte jeder Klinge B1, B2 zur Aufnahme der Vorsprünge 33 vorgesehen.

Ein Abstandhalter S weist einen flachen Teil S1 und einen Anlageteil S2 auf. Der Anlageteil S2 erstreckt sich vom rückseitigen Ende des flachen Teils S1 nach unten. Der flache Teil S1 hat mit den Löcher B1b, B2b in Verbindung stehende Positionierungslöcher S3, damit ein Einführen der Vorsprünge 33 möglich ist.

Eine durch Filmstreifen ausgebildete, aus rostfreiem Blech hergestellte Schutzeinrichtung 20 weist eine rechteckige Form auf. Die Schutzeinrichtung 20 hat eine Vielzahl von rechteckigen Löchern 21, die durch sich nach vorne erstreckende Rippen 22 voneinander getrennt sind. Wie in Fig. 4 dargestellt ist, weist die Schutzeinrichtung 20 eine Vielzahl von Löchern 23 in ihrem Vorderteil zur Aufnahme von zum Eingreifen vorgesehenen Vorsprüngen 34 der Abdeckung 30 auf. Eine Vielzahl von Öffnungen 24 sind am rückwärtigen Teil zur Aufnahme der Vorsprünge 33 angebracht.

Die Rippen 22 trennen jede der Klingen B1, B2 während des Rasierens von der Haut des Anwenders. Jede Rippe 22 weist eine über einen Ziehprozeß nach Zusammensetzen des Klingenkopfes C1 ausgebildete Delle 22a auf. Die Delle 22a befindet sich im Zwischenraum zwischen den Klingen B1 und B2. Jede Rippe 22 hat einen sich von der Delle 22a erstreckenden Teil, der niedriger als die obere Klinge B2 liegt.

Die Abdeckung 30 ist in Aufsicht von rechteckiger Gestalt und weist eine Öffnung 31 auf, durch welche die Klingen B1, B2 und die Rippen 22 freigelegt sind. Die Abdeckung 30 hat weiter Barthaarführungen 32 an der Vorderseite der Öffnung 31, um die Barthaare in Richtung auf die rechteckigen Löcher 21 zu führen.

Die Abdeckung 30 ist durch Einführen der Vorsprünge 33 (in Fig. 4 dargestellt) in die Löcher 13 des Klingenträgers 10 befestigt. Die Vorsprünge 34, die in der Innenwand 30a der Abdeckung 30 ausgebildet sind, sind an die Löcher 23 so angepaßt, daß die Schutzeinrichtung 20 an der Abdeckung 30 fixiert ist.

Der Klingenkopf C1 wird nun unter Bezugnahme auf Fig. 2 weiter erläutert:

Fig. 2 zeigt die obere Fläche des Klingenträgers 10 in horizontaler Stellung. Sie ist auf der Fläche 12 so angeordnet, daß die Schneide B1a ausreichend von der Vorderseite der Fläche 12 herausragt. Der flache Teil S1 des Abstandhalters S befindet sich an der Rückseite der Klinge B1, wobei der Anlageteil S2 an der Rückseite des Klingenträgers 10 fixiert ist. Die Klinge B2 ist so angeordnet, daß sich deren Schneide B2a von dem Abstandhalter S aus erstreckt. Ein Bereich der Klinge B2 an der Vorderseite 10a des Klingenträgers 10 ist mit der Schutzeinrichtung 20 bedeckt.

Die Druckblöcke 11 des Klingenträgers 10 und die Innenwand 30a der Abdeckung 30 klemmen den vorderen Teil der Schutzeinrichtung 20 fest. Die Vorsprünge 34 greifen in die Löcher 23 ein. Die Schutzeinrichtung 20 ist auf diese Weise innerhalb des Klingenkopfes C1 gesichert. Jede der auf diese Weise unter Spannung gehaltenen Rippen 22 wird mit der Klinge B2 zwischen der Rückseite dieser Klinge B2 und der Schneide B2a in Kontakt gehalten. Jede Rippe 22 erstreckt sich nahe der Schneide B1a zur Delle 22a nach vorn und bringt in diesem Zustand eine nach unten gerichtete Vorspannung auf jede Schneide B1a und B2a auf.

Die Wirkungsweise des Klingenkopfes nach dem ersten Ausführungsbeispiel wird nachfolgend beschrieben:

Der Klingenkopf C1 ist an einem nicht dargestellten Halter befestigt und die Klingen B1, B2 und die Schutzeinrichtung 20 werden gleitend durch die Öffnung 31 der Abdeckung 30 über die Haut des Anwenders geführt. Die durch die rechteckigen Löcher 21 der Schutzeinrichtung 20 mit Hilfe der Barthaarführungen 32 geführten Barthaare werden von der Klinge B1 abgeschnitten.

Jedes Barthaar mit derselben Härte wie Messingdraht desselben Durchmessers verursacht einen hohen Schnittwiderstand. Dementsprechend ist eine große Schneidkraft erforderlich. Dadurch wird die Klinge B1 einer hohen Biegekraft durch den Schnittwiderstand des Barthaares ausgesetzt.

Der sich auf die Schneide B1a sich auswirkende Schnittwiderstand wird auf die Rippe 22 übertragen und neigt dazu, die Schutzeinrichtung 20 zu verschieben. Jedoch wirkt die auf die Schutzeinrichtung 20 ausgeübte Spannung dem Schnittwiderstand entgegen. Demgemäß bleiben die Rippen 22 stationär.

Die an ihrer Position, an der sie ursprünglich eingesetzt wurden, ungeachtet des Schnittwiderstands verharrenden Rippen 22 üben einen Druck auf die Klinge B1 aus und halten diese unabhängig vom Schnittwiderstand gegen eine Verschiebung in Stellung. Demgemäß wird eine Verformung der Klinge B1 wesentlich verhindert.

Der Schnittwiderstand wird bei einem unvollständigen Schnitt des Haars durch die Klinge B1 erhöht. Das stehenbleibende Barthaar kommt dann mit der Klinge B2 in Kontakt. Die Delle 22a ermöglicht einen sofortigen Kontakt mit der zweiten Klinge B2 und ein Abschneiden an der Wurzel, unabhängig von der dazwischen liegenden Schutzeinrichtung 20.

Genauso wie bei der Klinge B1 wirkt sich der Schnittwiderstand auch an der Schneide B2a während des Schneidens mit der Klinge B2 aus. Daraus ergibt sich ein Einwirken von Biegekräften auf die Klinge B2. Diese Kräfte werden dann auf die Rippe 22 übertragen. Die unter Spannung stehende Schutzeinrichtung 20 wirkt jedoch den Biegekräften entgegen, mit der Folge, daß jede Rippe 22 in der ursprünglichen, beim Zusammenbau vorgesehenen Position verbleibt. Die Schneide B2a, auf die jede Rippe 22Druck ausübt, wird fest gegen die durch den Schnittwiderstand verursachten Kräfte gehalten und widersteht damit einer Verbiegung.

Die Rippen 22 stehen zwischen ihrer Rückseite und der Schneide B2 mit der Oberfläche der Klinge B2 in Kontakt, so daß die Klinge B2 sicherer als die Klinge B1 gehalten wird. Das erhöht den Widerstand der Klinge B2 gegen Verbiegung. Der Druck, der auf jede Klinge B1a und B2a einwirkt, widersteht den auf dem Schnittwiderstand der Barthaare beruhenden Kräften und verhindert auch eine Schwingung der Schneiden B1a und B2a. Dementsprechend wird auch eine Verformung der Klingen B1 und B2 infolge der Schwingungen vermieden.

Weiter ermöglicht es die zwischen den Klingen B1 und B2 vorgesehene Delle 22a der Klinge B2, sofort mit der Wurzel der Barthaare in Kontakt zu treten, unabhängig von der mit dem Film ausgebildeten Schutzeinrichtung 20, wodurch ein vollständiger Schnitt erfolgen kann.

Ein auswechselbarer Klingenkopf C2 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel wird nun im folgenden anhand der Fig. 5 und 6 beschrieben. Gleichwirkende oder im wesentlichen gleichwirkende Elemente, die in dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel verwendet wurden, sind in diesen Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen. Dementsprechend werden nur die unterschiedlichen Teile detailliert beschrieben.

Der Klingenkopf C2 in diesem Ausführungsbeispiel verwendet eine Schutzeinrichtung 40 aus Draht anstelle einer Schutzeinrichtung mit Metallfilm. Die Schutzeinrichtung 40 windet sich um die Klingen B1, B2 und um einen Klingenträger 10. Dadurch umgibt die Schutzeinrichtung 10 jede Klinge B1, B2 und einen Abstandhalter S.

In dem Klingenträger 10 sind zum Führen der Schutzeinrichtung in jeder vorgegebenen Windungsposition Rillen 15 ausgebildet. Ein erstes Ende der aus rostfreiem Draht gefertigten Schutzeinrichtung 40 ist an einem an dem Klingenträger 10 ausgebildeten ersten, nicht gezeigten Haken befestigt. Die durch die Rillen 15 geführte Schutzeinrichtung 40 ist dann um den Klingenträger 10 und die äußeren Flächen der Klingen B1 und B2 spiralig gewunden. Jede Windung der Schutzeinrichtung 40 verläuft senkrecht zu den Schneiden der Klingen B1 und B2 und mit gleichem Abstand zwischen benachbarten Windungen an der Oberfläche des Klingenkopfes C2. Das zweite Ende der Schutzeinrichtung 40 ist an einem zweiten, nicht gezeigten Befestigungsteil nach einer bestimmten Anzahl von Windungen befestigt. Eine Delle 41 ist an dieser Schutzeinrichtung 40 zwischen den Klingen B1 und B2 vorgesehen.

Eine Abdeckung 50 weist eine U-Form mit einer Öffnung zwischen ihren Enden auf. Je ein Eingreifstück 51 ist in dem oberen Teil des U-förmigen Teils an jedem Ende der Abdeckung 50 ausgebildet. Ein unter jedem Eingreifstück 51 ausgeformter Vorsprung 52 steht mit einer Sperre 16 des Klingenträgers 10 im Eingriff. Auf der oberen Seite der Abdeckung 50 ist zwischen den zwei Eingreifstücken 51 eine Klingenabdeckung 53 vorgesehen.

In diesem Klingenkopf C2 werden der Klingenträger 10, ein Abstandhalter S und jede der Klingen B1 und B2 durch die Schutzeinrichtung 40 als Ganzes zusammengehalten. Die Abdeckung 50 ist an dem Klingenträger 10 durch Einfügen von der Rückseite her und durch anschließendes Verklemmen der Sperre 16 mit dem Vorsprung 52 befestigt.

Der Schnittwiderstand der mit den Schneiden B1a, B2a in Kontakt stehenden Barthaaren wirkt als Kraft zum Verschieben der Schutzeinrichtung 40. Diese befindet sich jedoch in einem vorgespannten Zustand. Zudem erzeugt die an der Schutzeinrichtung 40 zwischen den beiden Klingen B1 und B2 ausgebildete Delle 41 einen dem Schnittwiderstand entgegenwirkenden Druck. Aufgrund dessen verbiegen sich die Klingen B1, B2 und insbesondere die Klinge B2 nicht und können somit die Barthaare unabhängig vom Schnittwiderstand schnell schneiden. Dadurch ist eine angenehme Rasur für den Benutzer gegeben. Weiter können die Schneiden B1a und B2a aufgrund der Delle 41 leicht mit den Barthaaren in Kontakt treten, was eine saubere Rasur trotz der Schutzeinrichtung 40 gestattet.

Außerdem werden die Klingen B1 und B2 nicht verbogen und schwingen während des Rasierens nicht, weil die Kräfte, die zur Verformung auf die Klingen B1, B2 einwirken, ausgeglichen werden. Eine Beschädigung der Klingen B1, B2 wird so verhindert.

Die Schutzeinrichtung 40 gemäß diesem Ausführungsbeispiel umfaßt einen einzelnen Draht, wodurch ihre Fertigung vereinfacht ist.

Die beschriebene Schutzeinrichtung 20, 40 kann auch bei einem Klingenkopf C1, C2 mit einer einzelnen Klinge verwendet werden.

Weiter sind die Schutzeinrichtungen 20, 40 bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen aus rostfreiem Stahl gefertigt. Jedoch können auch andere schwer korrodierende Materialien, wie Titan und Aluminium, verwendet werden. Auch ein synthetisches Harz, das einfach einem Ziehprozeß unter Hitze unterzogen werden kann, ist dafür einsetzbar.


Anspruch[de]
  1. 1. Auswechselbarer Klingenkopf mit einem Klingenträger (10), einer Abdeckung (30; 50) über diesem und mit mindestens einer am Klingenträger (10) angeordneten, unterhalb der Abdeckung (30; 50) angebrachten Klinge (B2) mit einer vorderen Schneide (B2a), die zwischen der Abdeckung (30; 50) und dem Klingenträger (10) freiliegt, wobei zur Schaffung eines Zwischenraumes zwischen der Haut eines Benutzers und der Schneide (B2a) eine Schutzeinrichtung (20; 40) vorgesehen ist, die mit der Schneide (B2a) an einer Vielzahl von Stellen in Kontakt steht, unterhalb der Schneide (B2a) eine Delle (22a; 41) ausbildet und beidseits der Schneide (B2a), jeweils in einem Abstand von dieser und der Delle (22a; 41) entfernt, befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzeinrichtung (20; 40) auf der Oberseite der Klinge (B2) an dieser anliegt und zwischen ihren Befestigungsstellen so unter Vorspannung steht, daß sie vorne an der Klinge (B2) von oben her eine Druckanlage mit der Schneide (B2a) ausbildet, und daß die Delle (22a; 41) auch unter der Wirkung der an der Schutzeinrichtung (20; 40) wirkenden Vorspannung formstabil bleibt.
  2. 2. Auswechselbarer Klingenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzeinrichtung (20; 40) aus einer dünnen Folie großer Korrosionsbeständigkeit besteht und sich mit einer Vielzahl von sich senkrecht zur Längsrichtung der Klinge (B2) erstreckenden Rippen (22) über die Schneide (B2a) hinweg erstreckt.
  3. 3. Auswechselbarer Klingenkopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzeinrichtung (20) aus rostfreiem Blech besteht.
  4. 4. Auswechselbarer Klingenkopf nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzeinrichtung (20) an einer Befestigungsstelle mit einem Abschnitt zwischen Abdeckung (30) und Klinge (B2) und an der anderen Befestigungsstelle mit einem Abschnitt zwischen Abdeckung (30) und Klingenträger (10) verklemmt ist.
  5. 5. Auswechselbarer Klingenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzeinrichtung (40) aus sehr korrosionsbeständigem Draht besteht.
  6. 6. Auswechselbarer Klingenkopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht um den Klingenträger (10) und die Klinge (B2), die aneinander liegen, herumgewunden ist und beide fest zusammenhält.
  7. 7. Auswechselbarer Klingenkopf nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Klingenträger (10) zur Führung des um ihn herumgewundenen Drahtes an seiner Vorderseite eine Vielzahl von Rillen (15) aufweist, deren jede senkrecht zur Schneide (B2a) verläuft.
  8. 8. Auswechselbarer Klingenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine weitere, unterhalb der Klinge (B2) angeordnete parallel zu ihr verlaufende und von ihr durch einen zwischengeschalteten Abstandhalter (S) getrennte zweite Klinge (B1), wobei die Delle (22a; 41) zwischen beiden Klingen (B1, B2) liegt.






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