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Dokumentenidentifikation DE19522093A1 09.01.1997
Titel Walzenmahlwerk
Anmelder Neuhaus Neotec Maschinen- und Anlagenbau GmbH, 27777 Ganderkesee, DE
Erfinder Ziemann, Michael, 27801 Dötlingen, DE
Vertreter Jabbusch und Kollegen, 26135 Oldenburg
DE-Anmeldedatum 19.06.1995
DE-Aktenzeichen 19522093
Offenlegungstag 09.01.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.01.1997
IPC-Hauptklasse B02C 4/02
Zusammenfassung Bei einem Walzenmahlwerk mit wenigstens einem durch ein Antriebsaggregat angetriebenen Mahlwalzenpaar, bei dem die Mahlwalzen mit unterschiedlichen Drehzahlen umlaufen, ist vorgesehen, daß für den Antrieb der langsameren Mahlwalze ein Untersetzungsgetriebe vorgesehen ist, während die Antriebswelle (3) des Antriebsaggregates (9) mit der Achse (4) der schnelleren Mahlwalze (1) drehzahlgleich antriebsmäßig verbunden ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Walzenmahlwerk mit wenigstens einem durch ein Antriebsaggregat angetriebenen Mahlwalzenpaar, bei dem die Mahlwalzen mit unterschiedlichen Drehzahlen umlaufen.

Derartige Walzenmahlwerke können zum Mahlen in verschiedensten Bereichen eingesetzt werden, beispielsweise für das Mahlen von Kaffee oder für das Mahlen von Getreide für Nahrungszwecke oder Futterzwecke, oder beispielsweise auch zum Mahlen von grobkörnigeren Chemiegütern zu feineren Chemiegütern.

Ein Walzenmahlwerk der eingangs genannten Gattung ist aus der DE-AS 22 06 119 bekannt.

Die Besonderheit bei dem dortigen Walzenmahlwerk soll darin bestehen, daß die Antriebswelle des Antriebsaggregates, nämlich die Eingangswelle des Untersetzungsgetriebes, mit einer größeren Drehzahl läuft als die schnellere Mahlwalze des Walzenpaares, und zwar vorzugsweise um das Fünffache schneller. Damit soll erreicht werden, daß die Zugbelastung des Riementriebes des Untersetzungsgetriebes minimiert wird.

Es sind auch andere Walzenmahlwerke auf dem Markt, bei dem der von einem Antriebsaggregat kommende Antrieb durch ein Getriebe auf die beiden Walzen des Mahlwalzenpaares mit unterschiedlicher Drehzahl verteilt wird.

Dabei ist aber die Zugbelastung des Riementriebes nur ein Problem. Aus Gründen der Kosten und der Baugröße ist bei dem Antrieb derartiger Mahlwalzenpaaren auch der Wirkungsgrad der Übertragung des Antriebes auf die Mahlwalzen bedeutsam.

Ausgehend von dieser Überlegung liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Walzenmahlwerk der eingangs genannten Gattung so weiter zu bilden, daß die Übertragung des Antriebes vom Antriebsaggregat auf die Mahlwalzen mit einem optimalen Wirkungsgrad erfolgt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß für den Antrieb der langsameren Mahlwalzen ein Untersetzungsgetriebe vorgesehen ist, während die Antriebswelle des Antriebsaggregates mit der Achse der schnelleren Mahlwalze drehzahlgleich antriebsmäßig verbunden ist.

Bei dem erfindungsgemäßen Walzenmahlwerk wird also die schnellere der beiden Mahlwalzen genau mit der Drehzahl bzw. unter Beibehaltung der Drehzahl der Antriebswelle des Antriebsaggregates angetrieben. Der Antrieb der langsameren Walze erfolgt über das entsprechende Untersetzungsgetriebe und führt zu einer Drehzahlverringerung beim Antrieb der langsameren Walze.

Auf diese Weise wird die Antriebsenergie des Antriebsaggregates mit einem möglichst hohen Wirkungsgrad genutzt. Durch das Untersetzungsgetriebe wird auf diese Weise am wenigsten Antriebsenergie verbraucht.

Durch die unterschiedlichen Walzendrehzahlen erfolgt eine höhere Leistungsaufnahme der schnelleren Walze. Das Neue im Antriebskonzept liegt darin, daß nicht mehr die gesamte Motorleistung über das Zugmittelgetriebe übertragen wird, sondern lediglich die Walzendifferenzleistung, die sich aus dem Leistungsanteil ergibt, der per Reibschluß von der schnellen zur langsamen Walze über das Mahlgut fließt. Die Motorleistung selbst wird direkt in die schnelle Walze übertragen, wie schon beschrieben.

Ein Ausführungsbeispiel, aus dem sich weitere erfinderische Merkmale ergeben, ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen schematisch:

Fig. 1 Eine Draufsicht auf ein Mahlwalzenpaar eines erfindungsgemäßen Walzenmahlwerkes,

Fig. 2 das Übertragungsprinzip eines Untersetzungsgetriebes gemäß der Erfindung,

Fig. 3 eine Draufsicht entsprechend Fig. 1 in etwas detaillierterer und vollständigerer Ansicht und

Fig. 4 einen Schnitt durch das Untersetzungsgetriebe der Vorrichtung gemäß der Fig. 3.

Die Fig. 1 zeigt schematisch und prinzipiell ein erfindungsgemäßes Walzenmahlwerk in der Draufsicht. Dieses Walzenmahlwerk verfügt über zwei Mahlwalzen, von denen eine Mahlwalze 1 mit einer höheren Drehzahl umläuft und angetrieben wird, als die andere Mahlwalze 2. Dazu wird der Antrieb von einer Antriebswelle 3 drehzahlgleich auf die Achse 4 der schnelleren Walze übertragen. Die schnellere Walze wird also mit derselben Drehzahl angetrieben, die die Antriebswelle 3 eines nicht näher dargestellten Antriebsaggregates selber aufweist.

Mittels eines Untersetzungsgetriebes 5, das einen Zahnriementrieb 6 umfaßt, wird von derselben Antriebswelle 3 die langsamere Walze 2 mit einer entsprechend niedrigeren Drehzahl angetrieben.

Das Untersetzungsgetriebe 5 ist prinzipiell in der Fig. 2 angedeutet. Die langsamere Walze 2 wird über die schnellere Walze mittels des Riementriebes 6 angetrieben, der über Umlenkrollen 7 und 8 umgelenkt wird. Die langsamere Walze 2 wird mit einer niedrigeren Drehzahl angetrieben als die schnellere Walze, wobei das Drehzahlverhältnis den vom Riementrieb 6 umschlungenen Umfängen umgekehrt proportional entspricht. Natürlich sind in der Fig. 2, mit den Bezugszahlen 1 und 2 beziffert, nicht die Umfänge der Mahlwalzen selbst dargestellt, sondern die entsprechenden Antriebsscheiben des Untersetzungsgetriebes. Die Mahlwalzen 1 und 2 selbst können gleichen Umfanges sein.

In den Fig. 3 und 4 sind noch einmal detailliertere, komplettere Darstellungen entsprechend den Fig. 1 und 2 vorhanden. Gleiche Bauelemente sind mit den gleichen Bezugszahlen bezeichnet wie in den Fig. 1 und 2.

In der Fig. 3 ist zusätzlich das Antriebsaggregat 9 angedeutet.


Anspruch[de]
  1. Walzenmahlwerk mit wenigstens einem durch ein Antriebsaggregat angetriebenen Mahlwalzenpaar, bei dem die Mahlwalzen mit unterschiedlichen Drehzahlen umlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß für den Antrieb der langsameren Mahlwalze ein Untersetzungsgetriebe vorgesehen ist, während die Antriebswelle (3) des Antriebsaggregates (9) mit der Achse (4) der schnelleren Mahlwalze (1) drehzahlgleich antriebsmäßig verbunden ist.






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