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Dokumentenidentifikation DE19522528A1 09.01.1997
Titel Lageranlage mit einer Anzahl von geführten, durch eine Antriebsvorrichtung verfahrbaren Lagereinheiten
Anmelder Hegla Fahrzeug- und Maschinenbau GmbH & Co KG, 37688 Beverungen, DE
Erfinder Glaser, Siegfried, 37688 Beverungen, DE
Vertreter Dipl.-Ing. W. Reichel, Dipl.-Ing. H. Lippert, Patentanwälte, 60322 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 23.06.1995
DE-Aktenzeichen 19522528
Offenlegungstag 09.01.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.01.1997
IPC-Hauptklasse B65G 1/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Lageranlage mit einer Anzahl von geführten, durch eine Antriebsvorrichtung verfahrbaren Lagereinheiten nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Lageranlagen werden für die verschiedensten Zwecke eingesetzt, z. B. zur Aufbewahrung von Einzel- und Ersatzteilen oder von Schriftstücken. In der Regel können die einzelnen Lagereinheiten von Hand verschoben werden. Wenn aber das Gewicht der zu lagernden Gegenstände zu hoch ist, ist eine Verschiebung ohne mechanische Hilfe oder ohne eigene Antriebsvorrichtung nicht möglich.

Wenn als Antrieb ein motorischer Antrieb nicht erforderlich ist, kann ein Handantrieb vorgesehen sein, der mit oder ohne Getriebe und über eine Kette sowie ein Kettenantriebsrad eine Verschiebung einzelner oder mehrerer Lagereinheiten ermöglicht.

Bei einem anderen System der eingangs erwähnten Art ist ein Motor als Antriebsvorrichtung vorgesehen, der in den verfahrbaren Lagereinheiten oder in einer feststehenden Lagereinheit der Anlage untergebracht ist. Dieser Motor setzt ein endloses Perlonseil in Bewegung, in das in die verfahrbaren Lagereinheiten der Lageranlage eingebaute Kupplungen eingreifen. Das Seil befindet sich in den für die Führung der verfahrbaren Lagereinheiten vorgesehenen Schienen, die in den Fußboden eingelassen sind. Gesteuert wird durch einen Handhebel an jeder der Lagereinheiten, in dessen Handgriff ein Schalter eingebaut ist, über den die jeweilige Kupplung betätigt und ein Stromkreis für den Motor eingeschaltet wird. Je nach Richtung, in die der Handhebel umgelegt wird, bewegt sich die Lagereinheit nach links oder rechts.

Bei diesem System sind pro Lagereinheit ein Handhebel vorgesehen, in dessen Handgriff ein Schalter zur Betätigung des Motors eingebaut ist. Dies bedingt eine aufwendige Verkabelung. Das umlaufende Seil ist Verschleiß ausgesetzt, ein gleichzeitiges Einkuppeln von mehreren Lagereinheiten läßt sich nicht durchführen. Zur Lagerung von schweren Glasplatten ist dieses bekannte System nur bedingt geeignet.

Um die Lagereinheiten einer Lageranlage für schwere Lasten, z. B. senkrecht gestapelte Glasplatten verfahren zu können, hat man schon Anlagen geschaffen, bei der jede Lagereinheit mit einem eigenen Motor ausgerüstet ist. Die Lagereinheiten können dann einzeln oder in Gruppen verfahren werden, um einen Durchgang zum Be- und Entladen zu öffnen bzw. zu schließen. Eine solche Anlage ist jedoch wegen der für jede Lagereinheit vorgesehenen Motoren verhältnismäßig aufwendig. Die Motoren sind bei jeder Lagereinheit unten an den Fahrwerken angebracht, ragen dabei über die Fahrwerke in Verfahrrichtung hinaus und müssen aus Sicherheitsgründen bei Schaffung eines Durchganges abgedeckt werden. Dazu ist an jedem Fahrwerk eine schwenkbare Platte angebracht, durch die die betreffende Antriebskomponente nach Bildung eines Durchgangs für das Be- und Entladen abgedeckt wird. Durch dieses Abdecken des Motors sind pro Entladevorgang nicht nur zwei zusätzliche Arbeitsschritte erforderlich, sondern es ist auch das Be- und Entladen der angrenzenden Lagereinheit erschwert, da der Motor auch wenn er abgedeckt ist beim Begehen oder Befahren des Durchgangs ein Hindernis darstellt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lageranlage der eingangs erwähnten Art für schwere Lasten zu schaffen, die bei geringem konstruktiven Aufwand eine einfache und zuverlässige Handhabung sowohl beim Öffnen und Schließen der Durchgänge als auch beim Be- und Entladen der Lagereinheiten gewährleistet.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.

Bei der erfindungsgemäßen Lageranlage ist nur eine verfahrbare Lagereinheit mit der Antriebsvorrichtung versehen oder mit ihr verbunden und es sind jeweils die benachbarten Lagereinheiten durch eine lösbare Kupplungsvorrichtung verbunden.

Aufgrund dieser Ausbildung der erfindungsgemäßen Lageranlage können die Lagereinheiten mit Hilfe nur eines Motors zusammengeschoben werden und bei Lösung einer Kupplung zur Bildung eines Durchgangs zu zwei Blöcken auseinandergezogen werden. Um einen Durchgang zwischen den Lagereinheiten zu schaffen, werden die Lagereinheiten zunächst zu einem einzigen Block zusammengeschoben, es wird dann die Kupplungsvorrichtung an der Stelle des zu öffnenden Durchgangs gelöst und es wird der mit der Antriebsvorrichtung verbundene Teil des Blockes zur Öffnung des Durchgangs verfahren, während der abgekoppelte Teil des Blockes in seiner Stellung verbleibt.

Befinden sich die verfahrbaren Lagereinheiten zu beiden Seiten der mit der Antriebsvorrichtung versehenen Lagereinheit, so kann beim Zusammenschieben der Lagereinheiten zu einem Block auf der einen Seite der mit Antriebsvorrichtung versehenen Lagereinheit auf ihrer anderen Seite gleichzeitig ein Durchgang geöffnet werden, wenn dort die Kupplungsvorrichtung an entsprechender Stelle gelöst ist.

Gemäß der vorteilhaften Weiterbildung nach Anspruch 2 lassen sich hohe schwere Lasten sehr kompakt ohne Zwischenräume einlagern. Wesentliches Element sind dabei die Fahrwerke mit verschiedenen Spurbreiten, wobei das Fahrwerk mit der kleineren Spurbreite zwischen die Räder des Fahrwerkes mit größerer Spurbreite verfahrbar ist. Eine solche Anordnung ermöglicht es, den Abstand zwischen den Aufbauten von Lagereinheiten erheblich zu verringern und gleichzeitig die Standsicherheit zu erhöhen.

Die geforderten Normwerte des Verhältnisses von Aufbauhöhe zu Achsenabstand lassen sich bei optimaler Ausnutzung des Lagerraums einhalten.

Vorteilhafte Weiterbildungen sind durch die Unteransprüche gegeben.

Die verfahrbaren Lagereinheiten können in unterschiedlichster Form ausgebildet sein, nicht nur als A- oder L-Gestelle, sondern auch was ihre Auflageflächen betrifft, die insbesondere bei der Glaslagerung verschiedensten Ansprüchen gerecht werden müssen.

Eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lageranlage wird nachstehend anhand der Zeichnungen beispielshalber beschrieben. Dabei zeigen:

Fig. 1 eine Lageranlage mit verfahrbaren Lagereinheiten, in denen aufrecht stehende Glasplatten gelagert sind, mit einem Durchgang in der Mitte der Anlage,

Fig. 2 die Lageranlage mit den verfahrbaren Lagereinheiten für aufrecht stehende Glasplatten, die der Ausführungsform nach Fig. 1 entspricht, wobei jedoch die Fahrwerke weggelassen sind, mit einem geöffneten Lagergang auf der rechten Seite der Anlage,

Fig. 3 eine verfahrbare Lagereinheit in A-Form mit keilförmig angeordneten Anlegeflächen,

Fig. 4 eine andere Ausführungsform einer verfahrbaren Lagereinheit in L-Form, wie sie bei der Lageranlage nach den Fig. 1 und 2 verwendet wird,

Fig. 5 eine weitere Ausführungsform der Lageranlage, bei der sich die angetriebene verfahrbare Lagereinheit in der Mitte befindet,

Fig. 6 den unteren Teil von L-förmigen Lagereinheiten mit Kupplungen zu deren Verbindung,

Fig. 7 den unteren Teil der Lagereinheiten nach Fig. 5 mit entriegelter Kupplung,

Fig. 8 eine Seitenansicht von ineinander greifenden Fahrwerken, die auf nebeneinander liegenden Schienen verschiedener Spurbreite laufen,

Fig. 9 eine Ansicht der Fahrwerke nach Fig. 7 von oben, wobei ihre Ausbildung für die verschiedenen Spurbreiten sowie das Ineinandergreifen der Fahrwerke erkennbar ist und

Fig. 10 eine Seitenansicht von zu Blöcken zusammengefahrenen Lagereinheiten mit aufgesetzter Last und

Fig. 11 eine perspektivische Ansicht eines Aufbaus ineinandergreifender Fahrwerke nach Fig. 8 und 9.

Die in Fig. 1 dargestellte Lageranlage weist mehrere verfahrbare Lagereinheiten 1 und an ihren Enden feststehende Lagereinheiten 2 auf. In die Lagereinheiten 1 und 2 sind Glasplatten 3 eingestellt. Zu diesem Zweck weisen die Lagereinheiten 1 und 2 waagrechte Auflageflächen 4 und eine gegenüber der vertikalen leicht geneigte Anlagefläche 5 auf. Am unteren Ende jeder verfahrbaren Lagereinheit 1 befindet sich ein Fahrwerk 6 bzw. 8. Die Fahrwerke 6 sind in zwei parallele Schienen 7 größerer Spurbreite eingesetzt und die Fahrwerke 8 sind in zwei parallele Schienen einer kleinerer Spurbreite eingesetzt. Die Fahrwerke 8 sind entsprechend auch schmäler ausgebildet, so daß sie in die Fahrwerke 6 größerer Spurbreite eingreifen können. Im einzelnen wird das Prinzip der Verschachtelung der Fahrwerke noch anhand der Fig. 7 und 8 erläutert werden. Eine Verlängerung der Fahrwerke in Verfahrrichtung ermöglicht einen größeren Achsabstand der Fahrwerke, so daß die verfahrbaren Lagereinheiten 1 auch bei schräg gestellten hoch aufragenden Anlegeflächen 5 kippfrei bleiben und andererseits aufgrund der Verschachtelung der Fahrwerke eine äußerst raumsparende Lagerung von plattenförmigen Gegenständen möglich ist.

Die sich am rechten und linken Ende der Lageranlage befindenden feststehenden Lagereinheiten 2 weisen ebenso eine Auflagefläche 4 und eine gegenüber der vertikalen schräggestellte Anlegefläche 5 auf, gegen die einzulagernde Glasplatten 3 angelehnt sind. Die Neigungsrichtung der Anlagefläche 5 der rechten feststehenden Lagereinheit 2 ist entgegengesetzt zu der Neigungsrichtung der Anlagefläche 5 der verfahrbaren Lagereinheiten 1. Bei der dargestellten Ausführungsform ist an der feststehenden Lagereinheit 2 ein Motor 18 vorgesehen, mit dessen Hilfe die danebenliegende verfahrbare Lagereinheit 1 auf den Schienen von der feststehenden Lagereinheit 2 weggeschoben oder an diese herangeholt werden kann.

Die verfahrbaren Lagereinheiten 1 sind durch Kupplungen 10 miteinander verbindbar, die in Fig. 2 erkennbar sind, da dort die Fahrwerke weggelassen sind. In Fig. 2 sind die gleichen Teile der Lageranlage, die auch schon in Fig. 1 dargestellt sind, mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Wie bereits oben erwähnt, sind die Fahrwerke der Lagerregale 1 nicht dargestellt, damit die Kupplungen 10 bzw. deren Aufhängungen erkennbar sind.

Bevor auf die Ausbildung der Kupplungen im einzelnen eingegangen wird, sei darauf hingewiesen, daß die Lagereinheiten 1 zum Lagern von Glasplatten in verschiedener Weise ausgebildet sein können, so wie es beispielsweise in den Fig. 3 und 4 dargestellt ist. Bei einem Aufbau der Lagereinheiten 1 nach Fig. 3 mit A-förmig ausgebildeten Anlegeflächen werden Glasplatten von entgegengesetzten Seiten an die Lagereinheit 1 angelehnt. Bei dieser Ausführungsform der Lagereinheit hat die Auflagefläche in Verfahrrichtung eine derartige Abmessung, daß eine Verlängerung des Fahrwerks zur Erhöhung des Achsabstandes nicht erforderlich ist. Bei diesem Aufbau ist eine Kippsicherheit auch wegen der A-förmig aneinanderlehnenden Glasplatten von vornherein gegeben.

Bei dem Aufbau der Lagereinheiten 1 nach Fig. 4 ist entweder eine Verlängerung des Fahrwerkes in Verfahrrichtung unabdingbar, damit der Schwerpunkt dieser Lagereinheit vor allem im beladenen Zustand nicht außerhalb der Achsen des Fahrwerkes liegt, oder es müssen Gegenrollen zu den Laufrollen der Fahrwerke unter die Schienen greifen, um ein Kippen der Lagereinheit in jedem Fall zu verhindern.

Die verfahrbaren Lagereinheiten 1 für die Glaslagerung können in weiteren Varianten in unterschiedlichster Form ausgebildet sein, sowohl was die Anlegeflächen betrifft als auch die Breite und Länge der Auflageflächen für das Glas. Die verfahrbaren Lagereinheiten nach Fig. 4 können in einer Regalanlage so angeordnet sein, daß die sich auf der linken Seite einer Anlage - in einer Ansicht nach Fig. 1 und 2 - befindenden Lagereinheiten 1 von rechts beladbar sind, während die sich auf der rechten Seite befindenden Lagereinheiten von links beladbar sind. Weitere Variationen sind möglich.

Eine andere Ausführungsform der Lageranlage, bei der sich eine verfahrbare angetriebene Lagereinheit 1 in der Mitte zwischen anderen verfahrbaren Lagereinheiten 1 auf ihrer rechten Seite und ihrer linken Seite befindet, ist in Fig. 5 dargestellt. Die verfahrbare angetriebene Lagereinheit ist dabei mit A-förmig ausgebildeten Anlageflächen 5 versehen, während die rechts bzw. links danebenliegenden verfahrbaren Lagereinheiten 1 eine L-förmige Ausbildung haben, wobei sich an ihre waagrechte Auflagefläche 4 eine gegenüber der Vertikalen geneigte Anlegefläche 5 anschließt. Die Neigung der Anlegefläche 5 ist bei den linken Lagereinheiten 1 entgegengerichtet zu der der rechten Lagereinheiten 1. Auf der rechten und der linken Seite sind feststehende Lagereinheiten 2 vorgesehen. Bei der Lageranlage nach Fig. 5 befinden sich die Lagereinheiten 1 in einer Stellung, daß auf der linken Seite zwischen der feststehenden Lagereinheit 2 und der danebenliegenden verschiebbaren Lagereinheit 1 ein Durchgang gebildet ist.

Andere Ausbildungsformen sind möglich bei denen die angetriebene verfahrbare Lagereinheit 1 auch nicht mittig zwischen den anderen verfahrbaren Lagereinheiten 1 angeordnet ist.

Eine Ausführungsform der Kupplungen 10 ist in den Fig. 6 und 7 dargestellt. Die Kupplungen 10 weisen einen einrastbaren Riegel 11 auf, der in eine Einraststange 12 eingreift, wie es in Fig. 6 dargestellt ist. Die Riegel 11 haben an ihren freien Enden eine Auflauffläche 13, durch die sie beim Auflaufen auf die Einraststange 12 beim Zusammenschieben der verfahrbaren Lagereinheiten zu einem Schubblock angehoben werden bis schließlich ihre Nut 14 in die Einraststange 12 einrastet, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist.

In Fig. 7 ist eine Kupplung 10 nach Fig. 6 im entriegelten Zustand dargestellt. Unterhalb des Riegels - entweder in seiner Mitte oder an seinem freien freien Ende - befindet sich an der Lagereinheit oder auch innerhalb der Bodenfläche eine beispielsweise pneumatisch angetriebene Entriegelungsvorrichtung 14, durch die der Riegel 11 angehoben und damit die Kupplung 10 gelöst werden kann.

Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Lageranlage wird in der Weise betrieben, daß die sich in Fig. 1 auf der rechten Seite befindenden Lagereinheiten 1 zunächst in Richtung der auf der linken Seite der Lageranlage sich befindenden Lagereinheiten 1 verschoben werden, bis sie an diese ankuppeln. Der Zustand, bei dem alle Lagereinheiten nach links verschoben sind, ist in Fig. 2 dargestellt. Zum Öffnen eines beliebigen Durchgangs zwischen zwei Lagereinheiten 1 wird die Kupplung 10 zwischen diesen Lagereinheiten z. B. pneumatisch gelöst und es wird dann der abgekuppelte Block der Lagereinheiten 1 mit Hilfe des Antriebs 18 nach rechts gezogen. Der links verbleibende Block der Lagereinheiten 1 bleibt an der linken feststehenden Lagereinheit 2 angekuppelt. Durch den neu gebildeten Durchgang kann die frei zugängliche Lagereinheit 1 nun entladen und beladen werden.

Befindet sich die Antriebsvorrichtung an einer verfahrbaren Lagereinheit inmitten der Lageranlage wie in Fig. 5 dargestellt, so kann beim Schließen eines Durchgangs gleichzeitig ein Durchgang auf der anderen Seite der angetriebenen Lagereinheit geöffnet werden. Dies reduziert die Zugriffszeit auf das zu lagernde Gut um die Hälfte. Ist jedoch ein Durchgang auf der Seite der angetriebenen Lagereinheit 1 zu öffnen, auf der schon ein Durchgang vorliegt, so ist der vorhandene Durchgang zunächst zu schließen und anschließend durch eine Bewegung in umgekehrter Richtung ein neuer Durchgang zu öffnen.

Bei Lagerregalen 1, wie sie in den Fig. 1, 2 und 4 dargestellt sind, bei denen die Anlegefläche 5 gegenüber der Vertikalen etwas geneigt ist, läßt sich ein Kippen des Lagerregals dadurch vermeiden, daß die Fahrwerke 6 bzw. 7 in Verfahrrichtung eine Abmessung aufweisen, so daß die Räder 15 bzw. 16 des Fahrwerks 6 bzw. 8 außerhalb des Schwerpunktes der Lagereinheit 1 liegen. Derartige Fahrwerke sind in den Fig. 8 und 9 dargestellt. Die Verlängerung des Achsstandes der Fahrwerke 6 und 8 ist auch in Fig. 1 erkennbar. Damit die verfahrbaren Lagereinheiten 1 trotz Verlängerung der Fahrwerke dennoch bis auf einen möglichst geringen Abstand der Anlegeflächen 5 voneinander zusammengeschoben werden können, sind die Fahrwerke 6 in geringerer Breite ausgeführt als die Fahrwerke 8 und laufen auch auf Schienen einer geringerer Spurbreite. Dies ist anhand der Fig. 9 gut erkennbar. Die Lagereinheiten 1 sind dabei abwechselnd mit einem Fahrwerk geringerer Spurbreite und einem Fahrwerk breiterer Spurbreite ausgerüstet. Die Fahrwerke können dann, wie es in Fig. 9 dargestellt ist, ineinandergeschachtelt zusammengeschoben werden, wobei im zusammengeschobenen Zustand zwei Fahrwerke gleicher Spurbreite aneinander grenzen. Auf diese Weise läßt sich die Anzahl der Lagereinheiten pro Längeneinheit in Verfahrrichtung verdoppeln.

Die Fahrwerke mit verlängertem Achsstand und zwei verschiedenen Breiten für zwei Schienen unterschiedlicher Spurbreite lassen sich auch vorteilhaft für Lagereinheiten mit senkrechtem Aufbau 17 einsetzen, wie dies in Fig. 10 dargestellt ist. Auch in diesem Fall ist die Gefahr des Kippens der Lagereinheiten wesentlich vermindert. Die Lagereinheiten können Aufbauten innerhalb der zulässigen Grenzwerte des Verhältnisses der Höhe der Lagereinheiten zum Abstand der Achsen voneinander aufweisen. Sie können auch aufgrund der Ausbildung der Fahrwerke derart zusammengeschoben werden, daß die Aufbauten unmittelbar aneinander grenzen, wie dies in Fig. 10 erkennbar ist.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 sind unter den Rollen der Fahrwerke Gegenrollen angebracht, die in die Schienen von unten eingreifen, um ein Kippen der L-förmig gestalteten Lagereinheiten 1 zu verhindern.

In Fig. 11 ist perspektivisch im Prinzip dargestellt, wie die Fahrwerke 6 größerer Spurbreite und die Fahrwerke 8 kleinerer Spurbreite ineinandergreifen. Die Auflageflächen 4 haben bei diesem Ausführungsbeispiel für alle Fahrwerke die gleiche Breite. Auf der rechten Seite der Anordnung der Fahrwerke 6, 8 ist ein Motor 18 vorgesehen, der die am weitesten rechts liegende verfahrbare Lagereinheit antreibt.


Anspruch[de]
  1. 1. Lageranlage mit einer Anzahl von geführten, durch eine Antriebsvorrichtung verfahrbaren Lagereinheiten, bei der durch Verfahren von Lagereinheiten ein Durchgang zwischen jeweils zwei Lagereinheiten zum Be- und Entladen einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung (18) nur in einer der verfahrbaren Lagereinheiten (1) vorgesehen oder mit einer verfahrbaren Lagereinheit (1) zu deren Antrieb gekoppelt ist, und daß jeweils zwischen benachbarten Lagereinheiten (1) eine lösbare Kupplungsvorrichtung (10) vorhanden ist.
  2. 2. Lageranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagereinheiten (1) Fahrwerke (6 bzw. 8) aufweisen, deren Achsen in Verfahrrichtung außerhalb der zur Lagerung vorgesehenen Grundfläche liegen und daß die Fahrwerke (6 bzw. 8) nebeneinanderliegender Lagereinheiten zwei verschiedene Spurbreiten aufweisen, wobei das Fahrwerk (8) kleinerer Spurbreite zwischen die Räder des Fahrwerkes (6) größerer Spurbreite verfahrbar ist.
  3. 3. Lageranlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Antriebsvorrichtung (18) in der einen verfahrbaren Lagereinheit (1) befindet.
  4. 4. Lageranlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich das mit der Antriebsvorrichtung (18) versehene oder verbundene Lagerregal (1) an einem Ende der Lageranlage (1, 2) befindet.
  5. 5. Lageranlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Antriebsvorrichtung (18) in einer feststehenden Lagereinheit (2) befindet und daß sie eine der verfahrbaren Lagereinheiten (1) antreibt.
  6. 6. Lageranlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die feststehende Lagereinheit (2) mit der Antriebsvorrichtung (18) an einem Ende der Lageranlage (1, 2) befindet.
  7. 7. Lageranlage nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die mit der Antriebsvorrichtung (18) versehene oder verbundene Lagereinheit (1) neben einer feststehenden Lagereinheit (9) befindet und daß sie sich beim Antrieb gegenüber der feststehenden Lagereinheit (9) abstützt.
  8. 8. Lageranlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die mit der Antriebsvorrichtung (18) versehene oder verbundene Lagereinheit (1) zwischen zu beiden Seiten ankuppelbaren verfahrbaren Lagereinheiten (1) befindet.
  9. 9. Lageranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die lösbaren Kupplungsvorrichtungen (10) derart ausgebildet sind, daß sie beim Auseinanderschieben einer verfahrbaren Lagereinheit (1) an eine andere Lagereinheit (1 oder 9) einrastbar sind.
  10. 10. Lageranlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß jede Kupplungsvorrichtung (10) eine Entriegelungsvorrichtung (14) aufweist, die wahlweise zur Entriegelung ansteuerbar ist.
  11. 11. Lageranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung (18) eine Verschiebung der Lagereinheit oder Lagereinheiten (1) um eine Strecke ausführt, die der Breite des Durchgangs zum Be- und Entladen entspricht.
  12. 12. Lageranlage nach Anspruch 11 in Abhängigkeit von Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß jede Kupplung (10) zwischen den Lagereinheiten (1) eine Hebevorrichtung (14) zur wahlweisen Entriegelung der einrastbaren Riegel (11) aufweist.
  13. 13. Lageranlage nach Anspruch 2 oder einem der Ansprüche 3 bis 12 in Abhängigkeit von Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagereinheiten (1) eine gegenüber der Senkrechten geneigte Anlegewand (5) aufweisen, die auf einem Fahrwerk (6 bzw. 8) befestigt ist, dessen Radachsen sich außerhalb der Außenabmessungen der Anlegewand befinden.






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