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Dokumentenidentifikation DE19522707A1 09.01.1997
Titel Luftstromunterstützte Insektenfalle
Anmelder Halder, Hans, 88348 Saulgau, DE;
Stöckler, Lothar, 88518 Herbertingen, DE
Erfinder Halder, Hans, 88348 Saulgau, DE;
Stöckler, Lothar, 88518 Herbertingen, DE
DE-Anmeldedatum 22.06.1995
DE-Aktenzeichen 19522707
Offenlegungstag 09.01.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.01.1997
IPC-Hauptklasse A01M 1/06
IPC-Nebenklasse A47L 7/00   

Beschreibung[de]

Über einen herkömmlichen Handstaubsauger mit im Ansaugraum integrierten Klebefolie werden die Schadinsekten insbesondere stechende Insekten (Bienen, Wespen usw.) aufgenommen und danach über den Hausmüll oder Kompostträger entsorgt. Eine am unteren Teil des Ansaugraumes befindlichen durchsichtige Platte ermöglicht einen Einblick in den Ansaugraum. Dieses dient zur Sicherheit, um vor dem Öffnen des Ansaugraumes sicher zu gehen ob alle angesaugten Insekten sich auf der Klebefolie befinden. Wenn das nicht der Fall sein sollte, so kann dieses durch eine erneute Betätigung des Saugmechanismus erreicht werden. Die im Ansaugraum befindliche Klebefolie ist in einem regelmäßigen Intervall von 4 Wochen zu wechseln, da die Klebeleistung nach einem Zeitraum von ca. 4-5 Wochen beendet ist. Die Folie muß auch dann gewechselt werden, wenn zu viele Schadinsekten sich auf der Klebefolie befinden, dann erneut eingesaugte Insekten nicht mehr genügend Haftplatz zur Verfügung steht. Die Klebefolie ist in der Lage, je nach ihrer Größe und der Größe der Schadinsekten zwischen 10-50 Insekten aufzunehmen.

Stand der Technik

Die sich auf dem Markt befindlichen Insektenfallen funktionieren entweder nur über Klebefolie mit Lockstoff (z. B. Insektenstrips) oder durch Anlocken über UV-Licht und anschließende Vernichtung durch Hochspannungsdrähte. Oder durch Anlocken mit UV-Licht und anschließendes Haften der Insekten auf einer Klebefolie.

Bei diesen Insektenfallen ist das Insekt der aktive Teil, welches aufgrund verschiedener Mechanismen zur Falle gelockt wird und dann mit wiederum unterschiedlichen Mechanismen getötet wird.

Problem

Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine luftstromunterstützte Insektenfalle zu schaffen, die in der Lage ist, Fluginsekten insbesondere Stechinsekten auf eine sicher und hygienische Weise einzufangen. Bei den im Moment auf dem Markt befindlichen Insektenfallen ist nicht immer eine hygienische Fangmethode gewährleistet, da aufgrund (Siehe Fangmethode UV-Licht und Hochspannungsdrähte) verschiedenster Fangmechanismen Partikel z. B. Chitinpanzer, Flügel usw. auf andere Objekte insbesondere Lebensmittel übergehen können. Ebenso spielt die Fangzeit bis die Insekten in die Falle gehen bei Lock- und UV-Lichtfallen ein nicht zu vernachlässigendes Risiko dar. Bei Fangzeiten von mehreren Stunden können die Insekten an Ihnen haftende Mikroorganismen auf Lebensmittel übertragen oder auch im Verkaufsraum eines lebensmittelverarbeitenden Betriebes jemanden stechen. Bei Stechinsekten z. B. Wespen besteht die Gefahr eines giftigen Stiches mit eventuellen allergischen Symptomen. Bei herkömmlichen Insektenfalle wird eine sofortige Beseitigung der Stechinsekten nicht erreicht. Das Gefahrenpotential und das hygienische Risiko das von diesen Tieren für Personal und Kunden ausgeht ist nicht zu vernachlässigen.

Lösung

Dies Probleme werden durch die in Patentanspruch 1 aufgeführten Merkmale gelöst

  • - Sofortiges ansaugen und damit vernichten der Insekten
  • - Hygienisches Risiko vermeiden (keine Insektenpartikel sind vorhanden)
  • - Problemlose Entsorgung der Insekten
  • - Verminderung des Gefahrenpotential durch die Insekten
  • - Schutz der Kunden und Mitarbeiter eines Betriebes

Erreichter Vorteil

Mit dieser Erfindung wird erreicht, daß Menschen und Lebensmittel im gleichen Umfang schnell und zuverlässig geschützt werden. Hygienische Risiken und Gefahren durch die Insekten im bezug auf Lebensmittel und Mensch werden minimiert. Das von den Insekten ausgehende Risiko (gestochen zu werden) wird ebenfalls minimiert.

Weitere Ausgestaltung der Erfindung

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Patentanspruch 2 gegeben. Durch diese Klebefolie ist eine sichere und ungiftige Fangmethode gewährleistet. Ebenso wird die unter Patentanspruch 3 (Sichtfenster); gewährleistet, daß sich noch eventuelle befindliche Insekten im Ansaugraum erkannt werden und durch erneutes Ansaugen auf der Folie haften bleiben. So wird die Gefahr minimiert, daß sich beim Öffnen des Ansaugraumes noch flugfähige oder kriechende Insekten entfernen können.

Zusatz

Auf die gleiche Weise wie an einem Handstaubsaugers beschrieben, funktioniert diese Methode ebenso durch einen anderen haus- oder gewerblichen Sauger wobei die Änderungen sich nur auf das Ansaugrohr beziehen.

Beschreibung des Ausführungsbeispiels

Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen in der Fig. 1 die folgenden Positionen den Aufbau am Beispiel eines Handstaubsaugers auf Position 7 ist der Staubsaugerkörper mit dem Sauggebläse. Position 6 stellt das Ansaugrohr und Position 5 die Schließklappe dar. Position 4 ist eine eingelassene durchsichtige Folie oder Platte aus Glas oder anderem durchsichtigem Material. Position 3 ist die Klebefolie auf einem dem Ansaugraum angepaßtem Trägermaterial (Näher in Fig. 2 beschrieben).

Fig. 2: Position 1 ist die gelochte Klebefolie und Position 2 ist das perforierte Trägermaterial. Durch Inbetriebnahme des Saugstroms werden Schadinsekten in den Ansaugraum eingesogen und an die Klebefolie gesaugt. An Position 3 (Fig. 1) bestehend aus Position 1 und Position 2 (Fig. 2) bleibt nun das Insekt hängen, siehe Patentanspruch Punkt 1.

Die Erfolgskontrolle der Haftung des Insektes an der Klebefolie ist durch den Patentanspruch 3 durchsichtiges Sichtfenster und durch Patentanspruch 4 Ansaugrohr komplett aus durchsichtigem Material gewährleistet. Das beschreibende Ausführungsbeispiel läßt sich an alle luftstromsaugenden Hilfsmittel integrieren wie Staubsauger, Vakuumsauger und Ejektordüsen.


Anspruch[de]
  1. 1. Luftstromunterstützte Insektenfalle, zur Vernichtung von Schadinsekten aller Art, insbesondere von Stechinsekten (Wespen, Bienen usw.). Hierbei werden durch einen Handstaubsauger oder Staubsauger mit Aufsatz (Rohr oder ähnliches) herkömmlicher Art, die Insekten angesaugt und auf einer im Ansaugraum oder Ansaugrohr befindlicher Klebefolie aufgenommen.
  2. 2. Diese Klebefolie kann dann durch das Öffnen des Ansaugraumes problemlos entsorgt werden, ohne dabei Gefahr zu laufen von einem Insekt gestochen zu werden.
  3. 3. Ein Sichtfenster zum Ansaugraum dient zur Überprüfung, ob alle angesaugten Insekten, vor dem Öffnen des Ansaugraumes, auf der Klebefolie haften.
  4. 4. Ansaugrohr ist aus komplett durchsichtigem Material.






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