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Dokumentenidentifikation DE19523685A1 09.01.1997
Titel Hilfsmittel
Anmelder Schaller, Günter, 79110 Freiburg, DE
Erfinder Schaller, Günter, 79110 Freiburg, DE
DE-Anmeldedatum 04.07.1995
DE-Aktenzeichen 19523685
Offenlegungstag 09.01.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.01.1997
IPC-Hauptklasse A61B 1/015
IPC-Nebenklasse A61B 17/34   
Zusammenfassung Das Hilfsmittel HM zur Verwendung mit einem Trokar T stellt eine Unterdruckkammer UK zur Vermeidung des spread-out dar. Ein Hohlkörper mit zwei Elastomerdichtungen ED1 und ED2 und einer Unterdruckzuleitung AN wird über einen Schnellanschluß SV an den Trokar T gekoppelt. Im Insufflator können alle Zuleitungen S1 und S2 zusammengeführt sein und die Drücke geräteseitig angepaßt werden (Figur 1).

Beschreibung[de]

Zum Erreichen von Sicht im Bauchraum arbeitet die laparoskopische Technik mit einem Überdruck, dem sogenannten Pneumoperitoneum. Die unter der Operation zum Einführen der Instrumente verwendeten Hülsen, Trokare genannt, weisen deshalb Ventile (Trompeten- oder Klappenkonstruktionen) und Dichtungen auf. Beim Einführen und Entfernen der Instrumente entweicht das unter Druck stehende Gas. Mittels einem Insufflator wird durch Nachfüllen ein gewisser intraabdominaler Druck gehalten.

Dabei ist es nachteilig, daß das entweichende Gas, zumeist CO2, auch in Richtung von Operateur und Assistenzpersonal geblasen wird. Dies wird allgemein spread-out genannt. Der spread-out enthält neben Wasserdampf auch Krankheitserreger, speziell Viren. So kann z. B. über die Schleimhäute der Augen eine Ansteckung des Personals erfolgen.

Aufgabe der Erfindung ist, den spread-out zu verhindern.

Dazu wird auf den Trokar eine Unterdruckkammer in Form eines Hohlkörpers aufgesetzt, der mit zwei Elastomerdichtungen und einem Anschluß für eine Unterdruckzuleitung versehen ist. Vorteilhaft kann der erforderliche Unterdruck auch über den Insufflator gesteuert werden und an den eingestellten intraabdominalen Druck angepaßt sein. Für die Operation sollen vorteilhaft alle Trokare bestückt sein, so daß die Unterdruckzuführung auch aus mehreren Leitungen bestehen kann, die schließlich alle in eine gemeinsame Zuleitung münden.

In Fig. 1 ist die Erfindung beispielhaft dargestellt. Es zeigt

Fig. 1 eine auf einen Trokar aufgesetzte Unterdruckkammer, über eine Schnellankupplung verbunden.

Auf den Trokar T mit dem Verschlußelement KV ist die Unterdruckkammer UK aufgesetzt. Der Schnellschluß SV verbindet beide unter Andruck. Die Elastomerdichtungen ED1 und ED2 weisen beide den gleichen für die Instrumente dichtend anliegenden Durchmesser auf. An der Anschluß AN wird die Unterdruckzuleitung S1 angeschlossen. Die Schlauchleitungen S1 mit Unterdruck und S2 mit der Gaszufuhr können am Insufflator angeschlossen sein, um geräteseitig eine Anpassung beider Werte zu erreichen.


Anspruch[de]
  1. 1. Hilfsmittel zur Anwendung mit einem Trokar T, das in Einführrichtung vor der beweglichen Dichtungsvorrichtung KV (Trompeten-, Klappen-, Kugelventil) eine Unterdruckkammer UK bildet, bestehend aus einem durch zwei Elastomerdichtungen ED1 und ED2 begrenzten Hohlkörper, der einem Anschluß AN für eine Unterdruckleitung S1 aufweist.
  2. 2. Hilfsmittel nach Anspruch 1 mit einem Schnellanschlußmechanismus SV zum Trokar, wobei mehrere Unterdruckkammern UK mit verschieden großen Elastomerdichtungen ED1 und ED2 verwendet werden können.
  3. 3. Hilfsmittel nach Anspruch 1 bis 2 mit einer geräteseitigen Steuerung des Unterdruckes in der Unterdruckkammer UK durch Zusammenführung der Schlauchleitungen S1 und S2 im Insufflator.






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