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Dokumentenidentifikation EP0626815 09.01.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0626815
Titel VERFAHREN ZUM AUFWICKELN VON HAARSTRÄHNEN BEI DER HERSTELLUNG VON DAUERWELLEN SOWIE HALTESTREIFEN ZUR VERWENDUNG IN DEM VERFAHREN
Anmelder Bauer, Rudolf, 70173 Stuttgart, DE
Erfinder Bauer, Rudolf, 70173 Stuttgart, DE
Vertreter Dreiss, Fuhlendorf & Steimle, 70188 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 59304618
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument De
EP-Anmeldetag 09.02.1993
EP-Aktenzeichen 939039392
WO-Anmeldetag 09.02.1993
PCT-Aktenzeichen EP9300313
WO-Veröffentlichungsnummer 9316614
WO-Veröffentlichungsdatum 02.09.1993
EP-Offenlegungsdatum 07.12.1994
EP date of grant 27.11.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.01.1997
IPC-Hauptklasse A45D 6/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufwickeln von kurzen Haarsträhnen bei der Herstellung von Dauerwellen, bei dem die Haarsträhne von einem Haltestreifen umfaßt und mit diesem aufgewickelt, und bei dem der Haltestreifen nach dem Aufwickeln, das ohne Lockenwickler erfolgt, den Wickel bildet.

Ein derartiges Verfahren ergibt sich aus der US-A-2 720 207 als nächstkommendem Stand der Technik, bei der eine Haarsträhne, die aus unterschiedlich langen Haaren besteht, so auf einen Haltestreifen gelegt wird, daß alle Strähnen unterschiedlicher Länge auf dem Haltestreifen aufliegen bzw. auf ihm gehalten werden können. Damit ist für die relativ längsten Haare der Strähne keine Verlängerung durch den Haltestreifen gegeben. Das Aufwickeln des Haltestreifens führt zu einem sofortigen Einrollen der längsten Haare mit entsprechend kleinem Wickeldurchmesser. Dies hat den Nachteil, daß innerhalb der Haarlänge sehr unterschiedliche Wickeldurchmesser auftreten.

In der DE-28 26 528 U1 ist ein Verfahren offenbart, bei dem ein rechteckiges Stück aus säure- und laugefestem Kunststofftüll zusammen mit einer Haarsträhne unter Verwendung eines Wickelstabes aufgewickelt wird, und bei dem nach Fertigstellung des Wickels der Wickelstab seitlich herausgezogen wird. Nachteilig daran ist, daß das sich aus dieser Druckschrift ergebende Verfahren nur bei relativ langen Haarsträhnen funktioniert und daß der Wickelvorgang, bei dem die Haarsträhne am Wickeldorn zwischen diesem und dem Stück aus Kunststofftüll eingelegt und dort gehalten werden muß, erhebliche manuelle Geschicklichkeit voraussetzt. Nachteilig ist ferner, daß die Haarsträhne an ihrem kopffernen Ende eine dreieckförmige Spitze bildet, die es mit sich bringt, daß die Haare an der Seite der Haarsträhne einen längeren Weg zur Spitze haben; dadurch ergeben sich beim Aufrollen an beiden Seiten nur lose gewickelte Haare; die Wirkung ist, daß in der Mitte des Wickels eine stärkere und an den Seiten des Wickels eine schwächere Wellung erzeugt wird.

Aus der DE-75 24 922 ergibt sich ein Verfahren, bei dem zur gezielten Naßbehandlung einer Haarsträhne mit einem ganz bestimmten Haarpflegemittel eine Haarsträhne geschützt zwischen die beiden Blattseiten eines getränkten saugfähigen Faltblattes gelegt und auf einen Lockenwickler aufgewickelt wird. Auch dieses Verfahren ist nur bei einem ganz speziellen Zweck anwendbar und erfordert beim Aufwickeln der zwischen das Faltblatt eingelegten Haarsträhne auf einen Lockenwickler erhebliche manuelle Geschicklichkeit. Es ist daher sehr zeitraubend.

Bei einer Verfahrensweise, wie sie sich aus der DE-74 17 205 U1 ergibt, wird die Haarsträhne unter Verwendung eines axial geschlitzten rohrförmigen Wickelstabs aufgewickelt und dabei in eine Haarklemme eingelegt. Diese Haarklemme dient dazu, bei einer Frisur Locken zu halten; sie dient jedoch nicht zur Herstellung von Dauerwellen.

Aus der US-23 18 972 ist ein Lockenwickler bekannt, der durch einen geschlitzten Dorn gebildet wird. Die Verwendung eines derartigen Lockenwicklers bei der Herstellung von Dauerwellen hat den Nachteil, daß die Haare an der Stelle, an der sie an den Kanten des Schlitzes anliegen, einen unschönen Knick erhalten. Dasselbe gilt für Lockenwickler gemäß der US-26 08 977.

Es ist aus der DE 86 19 681.2 U1 bekannt, den Lockenwickler in axialer Richtung zweiteilig und aufklappbar auszubilden, wobei mindestens an einem Teil eine Schutzfolie angebracht ist, um die Haarspitzen abzudecken. Dennoch ist der Zeitaufwand hierbei nach wie vor beachtlich und die genannten Nachteile sind weitgehend nach wie vor vorhanden.

Aus der DE 33 15 373 A1 ist es bekannt, mit Hilfe eines Klöppelstabes Papilotten zu legen. Das mag das Auftragen der Dauerwellflüssigkeit erleichtern. Doch ist die Formgebung beschränkt. Das Aufwickeln der Haarsträhnen auf den Klöppelstab ist zeitaufwendig und mühsam.

Aus der DE 78 30 751 U1 ist ein Lockenwickler bekannt, der aus einem lose eingerollten elastischen grobmaschigen Flächenstücke besteht. Der Lockenwickler hat im Querschnitt die Form einer Spirale, die beim Aufwickeln der Haarsträhne zur Erzielung unterschiedlicher Durchmesser des dadurch gebildeten Wickels verschieden stark zusammengepreßt werden kann. Nachteilig ist die umständliche und langwierige Handhabung.

Aus der DE 81 29 264.3 U1 ist ein zweiteiliger Lockenwickler zur Herstellung besonderer Wellenformen bekannt, dem jedoch auch die genannten Nachteile anhaften.

Es sind auch aus dem DE 75 31 964 U1 Lockenwickler bekannt, die je nach gewünschter Größe aus Flächenstücken vor dem Aufwickeln geformt werden. Sind sie aber einmal auf die gewünschte Größe gefertigt, so haben sie alle oben beschriebenen Nachteile bekannter Lockenwickler.

Aus der DE 31 19 085 A1, DE 35 29 267 A1, und der DE 33 19 402 A1 sind Hohlbürsten mit eingebautem Fön bekannt, die jedoch keine Möglichkeit bieten, Haarsträhnen zur Herstellung von Dauerwellen aufzuwickeln.

Zum Aufwickeln von Haarsträhnen, wie sie zur Herstellung von Dauerwellen erfolgt, wird normalerweise eine Haarsträhne mit dem Kamm abgetrennt und unter ca. 45° nach vorne gekämmt und gehalten. Dann wird ein sog. "Spitzenpapier" um die Spitze der Haarsträhne gelegt. Dann wird die Haarsträhne auf einen Lockenwickler aufgewickelt. In der aufgewickelten Endstellung am Kopf wird dann die Lage der Haarsträhne auf dem Wickel durch Gummilaschen, die vom einen Ende des Lockenwicklers zum anderen gespannt werden, fixiert. Durch ein eingestecktes Haltestäbchen vermeidet man Druckstellen der Gummilasche im Haar. Dann erfolgt die Tränkung mit Dauerwellflüssigkeit zum Weichmachen der Haare; anschließend erfolgt die Fixierung. Dann wird gespült, eingelegt, geföhnt oder getrocknet und frisiert.

Das Aufwickeln der Haarsträhnen ist eine sehr zeitaufwendige und monotone Arbeit. Die Verwendung der Spitzenpapiere soll zwar das Erfassen der aufzuwickelnden Haarsträhne an ihrer Spitze durch den Lockenwickler erleichtern, ist jedoch deshalb nachteilig, weil die dadurch bedingte Dreiecksform der aufgewickelten Haarsträhne den unerwünschten Effekt mit sich bringt, daß in der Mitte des Wickels eine stärkere und an den Seiten des Lockenwicklers eine schwächere Wellung erzeugt wird. Außerdem bedeutet die Verwendung der genannten Spitzenpapiere einen weiteren kostenmäßigen Aufwand. Es ist also nicht möglich, die Haarsträhnen so aufzuwickeln, daß sie stramm in einem Winkel von 45° zur Wuchsstelle nach vorn gehalten werden und gleichzeitig vom Kopfansatz her bis zur Spitze bandförmig über ihre volle Breite gewickelt werden. Die Spitzenpapiere bringen ferner auch zusätzlichen arbeitsmäßigen Aufwand mit sich, denn sie müssen nach Herstellen der Dauerwelle - weil sie dann vollkommen durchweicht sind - mühsam von den Haarsträhnen und den Wickeln entfernt werden.

Die bei den üblichen Lockenwicklern verwendeten Gummilaschen verursachen beim Dauerwellprozeß Druckstellen am Haar. Man versucht das wieder durch dazwischengeschobene Stäbchen zu vermeiden. Diese verursachen aber ihrerseits eine unerwünschte, manchmal sogar schmerzhafte Spannung im Haar. Die verwendeten Lockenwickler, die pro Frisur in größerer Anzahl verwendet werden müssen, stellen für den Kopf außerdem ein unangenehmes Gewicht dar. Der Kunststoff, aus dem sie hergestellt sind, ist meist sehr hart. Das macht das Herstellen von Dauerwellen auch heute noch zu einem sehr langen und unangenehmen Prozeß.

Von der Qualität der Form der Dauerwelle möchte man daher ein möglichst breitbandiges Aufwickeln ohne Zusammenführen der Spitzen der Haarsträhne zu einer dreieckförmigen Spitze der Haarsträhne, eine zylindrische Form des Wickelkörpers, seine Ausbildung aus weichem und leichtem Material, und schließlich eine schnellere Arbeitsweise erreichen.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen, mit dem auch kurze Haarsträhnen, d.h. solche, deren Länge normalerweise zur Erstellung eines Wickels mit bekannten Verfahren nicht ausreicht, mit Dauerwellen versehen werden können.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das Ende der Haarsträhne am Haltestreifen im Bereich von dessen kopfnahem Ende befestigt wird, so daß der Haltestreifen eine Verlängerung der Haarsträhne bildet, daß dann der Haltestreifen, beginnend mit seinem kopffernen und nicht mit einem Teil der Haarsträhne belegten Ende, aufgewickelt wird, und daß dann im Bereich des kopfnahen Endes die Haarsträhne in das Ende des Haltestreifens mit eingewickelt wird.

Der in Verlängerung der Haarsträhne von dem Haltestreifen gebildete Wickel ersetzt den üblichen Lockenwickler; er ist weich, elastisch und leicht. Das Aufwickeln erfolgt zeitlich um etwa 25 % schneller als bei den herkömmlichen Verfahren. Der Haltestreifen dient als Verlängerung der Haarsträhne. Man kann nunmehr damit also sehr kurze Haare mit einer Dauerwelle versehen, bei denen dies seither überhaupt nicht möglich war. Das erfindungsgemäße Verfahren eröffnet daher vollkommen neue Möglichkeiten modischer Kurzhaarfrisuren. Außerdem entfällt die umständliche Handhabung und die Notwendigkeit einer Verwendung der bekannten Spitzenpapiere.

Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, daß der Haltestreifen einen vorderes Flächenteil und ein hinteres Flächenteil aufweist, daß zwischen den beiden Flächenteilen Mittel zur kammartigen Führung der Haare vorgesehen sind, und daß die Haarsträhne zunächst zwischen die beiden Flächenteile eingelegt wird, und daß der Haltestreifen danach vom Kopf weg unter Erhaltung der Breite der Haarsträhne verschoben wird, bis die Spitzen der Haare der Haarsträhne im Bereich unterhalb der Oberkante des Haltestreifens liegen, und daß dann die Befestigung der Haarsträhne am Haltestreifen erfolgt.

Das Hochschieben des Haltestreifens vom Kopf weg sichert, daß die Haarsträhne ohne dreiecksförmige Verjüngung zur Spitze hin im Haltestreifen liegt. Dies wird durch die Mittel zur kammartigen Führung, die im Haltestreifen vorgesehen werden müssen, unterstützt. Damit werden - zusätzlich zu der durch die Verlängerung nach Anspruch 1 gegebenen neuen Frisiermöglichkeiten - die seitherigen Nachteile des Aufwickelns von Haarsträhnen in Dreiecksform vermieden.

Weitere vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen erläutert. Es stellen dar:

Figur 1
eine perspektivische Ansicht eines Haltestreifens;
Figur 2
eine Ansicht eines Wickelgerätes das keine Ausführungsform der Erfindung ist;
Figur 3
einen Schnitt entlang der Linie III-III in Figur 2;
Figur 4 bis Figur 12
verschiedene Phasen des Aufwickelns einer Haarsträhne;
Figur 13
ein zweites Ausführungsbeispiel eines Haltestreifens;
Figuren 14 bis 16
verschiedene Phasen des Aufwickelns einer Haarsträhne unter Verwendung des Haltestreifens nach Figur 13;
Figuren 17 und 18
das Herstellen einer Spiralwelle;
Figur 20
die schematisierte Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Haltestreifens;
Figur 21
eine weitere Ausbildung einer Stopwulst am Haltestreifen;

Als erfindungsgemäßes Hilfsmittel bei dem Verfahren wird ein Haltestreifen 1 nach Figur 1 verwendet. Er besteht z.B. aus einer Gaze oder aus Tüll; das Material ist ein Kunststoff, der unempfindlich gegen die im Friseurbetrieb beim Herstellen von Dauerwellen verwendeten Chemikalien (Dauerwell- und Fixierflüssigkeit) ist. Er ist wegen der netzartigen Struktur des flächigen Stückes aus Tüll oder Gaze flüssigkeitsdurchlässig, die deshalb bevorzugt ist, weil zwischen den einzelnen miteinander verflochtenen Kunststoffäden vergleichsweise große Durchtrittsöffnungen 2 gegeben sind, so daß durch einen Haltestreifen 1 hindurch in aufgewickeltem Zustand eine vollständige Tränkung und Befeuchtung der aufgewickelten Haarsträhne durch Auftragen von Flüssigkeiten erreichbar ist.

Der Haltestreifen 1 ist wie ein gefaltetes Doppelblatt mit einem vorderem Blatt 3 und einem hinteren Blatt 4 ausgebildet. Beide gehen entlang eines Falzes 5 ineinander über. Der Falz 5 ist so bearbeitet, z.B. durch Überbügeln der Gaze, daß er permanent bestehen bleibt. Das hintere Blatt 4 ist entlang seiner oberen Kante 6 mit einer Stopwulst 7 versehen, die als Anschlagmittel beim Einführen des Haltestreifens in den Schlitz 10 des Wickeldornes 12 eines Wickelgerätes 13 dient.

Die Stopwulst 7 des Haltestreifens liegt rechtwinklig zum Falz 5 und damit zur Längsrichtung des Haltestreifens 1. Die Abmessungen des Haltestreifens sind z.B. 4 x 6 cm. Als Bereich für die Länge kommen 5-20 cm, für die Breite 2-8 cm in Frage.

Ein weiteres Hilfsmittel das keine Ausführungsart der Erfindung darstellt, sondern als Beispiel zum besseren Verständnis des Verfahrens angegeben ist, ist das Wickelgerät 13 nach Figur 2. Es weist einen Handgriff 14 auf, in dem (nicht gezeigt) eine Batterie oder Akku sowie ein Elektromotor mit Untersetzungsgetriebe und Rutschkupplung angeordnet ist. Die Abtriebswelle 15 des Motors wird mit ca. 50 Umdrehungen/Sekunde angetrieben. Auf die Abtriebswelle 15 ist der Wickeldorn 12 aufgesteckt. Die Verbindung zwischen Abtriebswelle 15 und Motor erfolgt über eine Rutschkupplung, so daß durch den Wickeldorn 12 beim Aufwickeln einer Haarsträhne kein übermäßiger Zug auf diese ausgeübt werden kann. Der Wickeldorn 12 ist am axial aus dem Handgriff 14 hervorstehenden Ende der Abtriebswelle 15 auswechselbar, z.B. mittels eines Bajonettverschlusses 16, angeordnet.

Der zylindrische Wickeldorn 13 weist, wie aus dem Querschnitt nach Figur 3 zu ersehen, zwei Schlitze 10,11 auf, die zueinander rechtwinklig stehen. Die radial äußeren Enden der Schlitze 10,11 öffnen sich in Nuten 10' ,11'. Der Grund 10'' bzw. 11'' der Nuten 10' ,11' dient bei der Handhabung zur Aufnahme und als Anschlag der bereits oben erwähnten Stopwulst 7 an der oberen Kante 6 des hinteren Blattes 4 des Haltestreifens 1, so daß der Haltestreifen 1 nicht durch den Schlitz 10 oder 11 hindurchrutschen kann. Die Stopwulst 7 wird dabei ganz in der Nut 10' oder 11' aufgenommen, so daß sich beim Aufwickeln der Haare auf dem Wickeldorn keine Druckstellen an den Haaren durch Anliegen oder Aufliegen an bzw.auf der Stopwulst 7 ergeben.

Ferner sind die Schlitze 10,11 an ihrem in axialer Richtung vorderen Ende mit einer maulförmigen Öffnung 17 zum Einführen der Haltestreifen 1 versehen. Mit dem Doppelschalter 18 am Handgriff 14 kann der Wickeldorn 12 wahlweise in die eine oder andere Drehrichtung in Drehung versetzt werden.

Um nun eine Wicklung herzustellen, trennt man zunächst - wie beim bekannten traditionsgemäßen Vorgehen auch - mit einem Kamm vom shampoonierten Haar eine Haarsträhne 20 ab und hält sie z.B., wie in Figur 4 gezeigt, mit der linken Hand nach vorne in einem Winkel von ca. 45°. Dann legt man, wie in Figur 5 gezeigt, mit der rechten Hand den Haltestreifen 1 um die Haarsträhne 20. Das vordere Blatt 3 liegt vorne, das hintere Blatt 4 hinten an der Haarsträhne 20 an. Dabei können die Spitzen 21 der Haare der Haarsträhne 20 zunächst durchaus über die obere Kante 6 des Haltestreifens 1 hinaus reichen. Man drückt dann mit der rechten Hand das vordere Blatt 3 und das hintere Blatt 4 des Haltestreifens 1 zusammen. Durch leichtes Verschieben der Blätter 3,4 gegeneinander durch eine entsprechende Bewegung von Daumen und Zeigefinger der rechten Hand erreicht man eine parallele Lage der Haare der Haarsträhne 20 über die gesamte Breite des Haltestreifens 1. Es wird also nicht, wie beim Stand der Technik, eine Dreiecksform erzeugt. Die volle Breite der Haarsträhne bleibt vielmehr vom Kopf bis zu den Spitzen der Haare erhalten. Wenn dieser Zustand erreicht ist, dann schiebt man, wie in Figur 6 gezeigt, den Haltestreifen 1 so weit nach oben, bis die Spitzen 11 der Haare der Haarsträhne 20 etwas entfernt unterhalb der oberen Kante 6 enden. Dann hält man dann z.B. mit der linken Hand das vordere Blatt 3 fest gegen das hintere Blatt 4 des Haltestreifens. Dadurch werden die Spitzen der Haare "festgelegt" im Sinne des Patentanspruchs 1. Man nimmt dann, wie in Figur 7 gezeigt, mit der rechten Hand nimmt das Wickelgerät 13 und schiebt den Wickeldorn 12 mit einem seiner Schlitze 10,11 axial über den Haltestreifen 1, und zwar vom Falz 5 her, bis der Falz 5 am inneren Ende des Schlitzes anliegt. Dann schiebt man, wie in Figur 8 gezeigt, das Wickelgerät 13 mit dem Wickeldorn 12 so weit nach oben, bis die Stopwulst 7 am hinteren Blatt 4 des Haltestreifens 1 von einer Nut 10' oder 11' eines der Schlitze 10,11 am Wickeldorn 12 aufgenommen ist und dort am Grund 10'' oder 11'' der Nut anliegt. Damit ist sichergestellt, daß das obere Ende des Haltestreifens 1 bei den nachfolgenden Handhabungsvorgängen nicht aus dem Schlitz herausrutschen kann; ferner ist damit sichergestellt, daß der Wickeldorn 12 genau rechtwinklig zur Längsrichtung des Haltestreifens 1 und der Haarsträhne 20 liegt, so daß das nachfolgende Aufwickeln nicht schief erfolgt. Damit der Haltestreifen 1 nicht durch den Schlitz 10 oder 11 des Wickeldornes 12 nicht durchrutschen kann, muß der Durchmesser der Stopwulst 7 stärker sein die als die Schlitze 10,11 breit sind.

Ausgehend von dieser Situation schaltet man dann das Wickelgerät 13 ein, das dann, wie in Figur 9 gezeigt, zunächst den Haltestreifen 1 in dem Bereich, in dem zwischen dem vorderen Blatt 3 und dem hinteren Blatt 4 noch keine Haare liegen, und dann danach den Bereich, in dem die Spitzen 21 der Haarsträhne 20 liegen, und danach schließlich den unterhalb des Haltestreifens liegenden Bereich der Haarsträhne 20 aufwickelt.

Spätestens, sobald die Spitzen 21 der Haare der Haarsträhne 20 mindestens einmal entlang des Umfangs des Wickeldornes 12 an diesem anliegen, d.h. sobald die Haarsträhne mindestens mit einer Windung aufgewickelt ist, kann man, wie in Figur 10 gezeigt, den Haltestreifen 1 loslassen. Dann sind die Spitzen 21 der Haare der Haarsträhne 20 in dem bereits aufgewickelten Teil des Haltestreifens 1 eingeklemmt und werden dadurch gehalten. Ist die Haarsträhne 20 ganz aufgewickelt, wie aus Figur 11 ersichtlich, zieht man das Wickelgerät 13 seitlich von dem somit hergestellten und durch den aufgerollten Haltestreifen 1 gebildeten Wickel 30 ab und fixiert ihn am Kopf mit einer Plastiknadel 31, wie das in Figur 12 dargestellt ist, oder mit einem Clip,.

Durch Aufwickeln des Haltestreifens 1 ist aus diesem also ein Wickel 30 entstanden, in bzw. auf den die Haarsträhne 20 anfangs eingewickelt und dann aufgewickelt ist.

Der derart hergestellte Wickel 30 hat gegenüber herkömmlichen Wickeln nicht nur den Vorteil, daß er sehr einfach herstellbar ist, sondern auch, daß er elastisch und nachgiebig ist, so daß das Haar nicht gespannt wird; das Haar kann vielmehr seine Eigendynamik entfalten; dieser Wickel ist bei Verwendung durchlässiger Gaze flüssigkeitsdurchlässig, so daß eine vollkommene Befeuchtung der Haarsträhne mit der aufzutragenden Flüssigkeit beim Herstellen von Dauerwellen gewährleistet ist. Der Haltestreifen 1 ist stets wieder verwendbar. Bei auswechselbaren Wickeldornen mit verschiedenen Durchmessern sind ohne Schwierigkeit verschiedene Wickeldurchmesser zu realisieren.

Man muß bei dem Verfahren darauf achten, daß der Bereich des Haltestreifens, der aufgewickelt wird, bevor die ersten Spitzen 21 der Haare einer Haarsträhne 20 erfaßt werden, so groß ist, daß keine Spitzen 21 der Haare in einem Schlitz 10 oder 11 des Wickeldorns 12 zu liegen kommen. Sonst hat das Haar an dieser Stelle einen unschönen Knick.

Gleichzeitig stellt der Haltestreifen 1 für kurze Haare, die so kurz sind, daß sie mit herkömmlichen Lockenwicklern nicht gewickelt werden könnten, eine Verlängerung dar, die die kurzen Haaren aufwickelfähig macht. Sofern der Haltestreifen 1 schon mit 1 bis 1 1/2 Wicklungen um den Wickeldorn 12 gewickelt ist, kann man auch Haarsträhnen erfasen und aufwickeln, deren Länge selbst nur für eine halbe Wicklung ausreichen würde, so daß man sie in üblicher Weise nicht auf einen Lockenwickler aufwickeln könnte.

Der Haltestreifen 1 hat somit mehrere Funktionen:

Er dient erstens zum Erfassen der Haarsträhne 20; zweitens dient er zum Herstellen des Wickels 30; drittens dient er zur Verlängerung der Haarsträhne 20 und damit zu deren verbesserter Aufwickelbarkeit; durch diese letztgenannte Eigenschaft wird überhaupt erst die Möglichkeit eröffnet, kurze Haare aufzuwickeln. Damit kann man kurze Haare so mit einer Dauerwelle versehen, daß sie vom Kopf mit einem Winkel von 40° bis 60° in eine Halb- oder 3/4-Welle übergehen, deren äußere Enden kopfflächenparallel frisiert sind. Damit entstehen durch das Verfahren neue modische Möglichkeiten bei der Gestaltung von Kurzhaarfrisuren.

Eine vorteilhafte Modifikation des Haltestreifens kann so aussehen, daß an der nach innen gewandten Fläche des vorderen Blattes 3 des Haltestreifens 1 im unteren Viertel oder Drittel kleine stift- oder noppenförmige Erhebungen vorgesehen sind, etwa mit einer Länge von 2 mm, die beim Zusammendrücken des Haltestreifens 1 (etwa nach Figur 5) bei eingelegter Haarsträhne 20 durch die Öffnungen 2 im hinteren Blatt 4, wie sie etwa durch die Gaze der Rückseite gebildet werden, hindurchtreten, so daß dadurch zumindest ergänzend zum Erfassen durch die Hand, eine gegenseitige Halterung und Fixierung des vorderen am hinteren Blatt des Haltestreifens 1 erfolgt; gleichzeitig entsteht dadurch eine kammartige Führung der Haare der Haarsträhne 20 beim Hochschieben des Haltestreifens 1 von der Stellung nach Figur 5 in die Stellung nach Figur 6.

Eine weitere Modifikation des Haftstreifens ist in Figur 13 gezeigt. Der Haltestreifen 50 ist ganz besonders für das Aufwickeln sehr kurzer Haare geeignet. Er wird durch einen flachen, im Vergleich zum Ausführungsbeispiel nach Figur 1. langen und schmalen Streifen 101, vorzugsweise auch aus Gaze, gebildet, an dessen unteren Ende ein Klebestreifen 102 quer angeklebt ist. Dieser steht den rechten unteren Rand so weit über, daß die Länge des überstehenden Teils 102' gleich der Breite des Kunststoffstreifens 101 ist. Die Seite 103, die in der Zeichnungsebene zum Betrachter gewandt ist, ist mit einer Klebeschicht 104 (angedeutet durch die Punktierung) versehen. Die Rückseite ist nichthaftend. An seinem oberen Ende ist der Haltestreifen 50 mit einer Stopwulst 107 versehen. Zur Herstellung eines Wickels 110 werden nunmehr, wie in Figur 14 gezeigt, die Spitzen 111 der Haarsträhnen 112 auf den unteren Bereich des Haltestreifens 50 aufgelegt; dann wird der rechte überstehende Teil 102' des Klebestreifens 102 umgefaltet und auf die Spitzen 111 der Haare gedrückt. Die Spitzen 111 der Haare der Haarsträhne 112 werden also zwischen Kunststoffstreifen 101 und Klebestreifen 102 durch die Klebeschicht 104 festgehalten. Jetzt wird in der oben beschriebenen Weise der Wickeldorn 12 des Wickelgerätes 13 mit einem Schlitz 10 oder 11 auf den Haftstreifen 50 aufgeschoben, oben angelegt und aufgewickelt, wie in Figur 16 gezeigt. So entsteht der Wickel 110.

Für den Streifen 101 kann man auch eine dünne Folie nehmen. Bildet man den Streifen 101 dann etwas länger aus, so ergibt sich, daß der Wickel, der durch Aufwickeln des Streifens entsteht, dennoch ausreichend stabil ist. Bei kurzen Haaren, in manchen Fällen auch bei langen Haaren, schadet es auch nicht, wenn auf die Durchlässigkeit des Streifens 101, wie sie bei einem Haltestreifen aus Gaze nach Figur 1 gegeben ist, verzichtet wird, da es ja die Spitzen der Haare sind, die dann von der Dauerwellflüssigkeit nicht erfaßt werden. Das kann erwünscht sein, da dann die unmittelbar direkt an der Kopfhaut anschließenden Haarbereiche mit einer Dauerwelle versehen werden, die Spitzen, die bereits von früheren Dauerwellen erfaßt wurden, jedoch nicht.

Mit dem beschriebenen Verfahren kann man auch sog. "Spiralwellen" herstellen. Es handelt sich dabei um das Aufwickeln sehr langer Haare auf Wickel. Man beginnt dazu zunächst, die Spitzen einer Haarsträhne, in der Weise aufzuwickeln, wie dies etwa in den Figuren 9 und 10 gezeigt ist. Dann dreht man das Wickelgerät 13 im Verhältnis zur Haarsträhne 120 so, daß - wie in Figur 17 gezeigt - die axiale Richtung des Wickeldorns 12 im wesentlichen mit der der leicht gespannt gehaltenen Haarsträhne 120 fluchtet. Dreht man dann das Wickelgerät 13 weiter, so wird die Haarsträhne 120 in sich zu einem Strang verdrillt. Danach wird dieser Strang, wie in Figur 18 gezeigt, spiralförmig auf den Wickeldorn 12 aufgewickelt.

Figur 20 zeigt eine weitere Ausbildung eines Haltestreifens. Der Haltestreifen 150 ist so lang ausgebildet, daß seine beiden Enden 152, 153, die mit einer Klebeschicht 154 bzw. 155 bestückt sind, von der einen bzw. anderen Seite an die Haarsträhne 151 angelegt werden. Zwischen den Enden 152 und 153 bildet der Haltestreifen 150 eine Schlaufe 156, die - ohne daß nunmehr eine Stopwulst erforderlich wäre - als Anschlag, also um ein Herausrutschen zu verhindern und als Orientierungshilfe, für einen Wickeldorn 157 dienen kann, der mit einem Schlitz 158 versehen ist und in der ersichtlichen Weise in die Schlaufe 156 eingeschoben wird.

Figur 21 zeigt eine Modifikation der Stopwulst, wie sie z.B. an einem Haltestreifen nach Figur 1 vorgesehen ist, und zwar in Draufsicht, so daß die obere Kante 6 des Haltestreifens 1 nur gestrichelt, also in die Stopwulst 160 eingelassen erscheint. Das Wichtige ist hier, daß in diesem Fall die Innenseite des hinteren Teils 4 durch mehrere im Abstand voneinander angeordnete Zinken 161 kammartig ausgebildet ist. Wenn man also zunächst, wie in Figur 5 gezeigt, die Haarsträhne zwischen vorderen Teil 3 und hinteren Teil 4 des Haltestreifens 1 einlegt, dann kommt die Haarsträhne mit den oberen Spitzen der Haare zwischen die Zinken 161 zu liegen. Wenn man dann, wie am Übergang von Figur 4 nach Figur 6 gezeigt, den Haltestreifen 1 nach oben hochschiebt, dann wirken die Zinken 161 der kammartigen Führung so, daß die Haarsträhne über ihre volle Breite erhalten bzw. verteilt wird, so daß die geschilderten Nachteile der Bildung einer dreieckförmigen Spitze (wie beim Stand der Technik) hier noch besser und in besonderer Weise gezielt vermieden werden.

Bezugszeichenliste

1
Haltestreifen
2
Durchtrittsöffnungen
3
vorderes Blatt von 1
4
hinteres Blatt von 1
5
Falz von 1
6
obere Kante von 4
7
Stopwulst an 6
10
Schlitz
10'
Nut
10''
Grund der Nut 10',
11
Schlitz
11'
Nut
11''
Grund der Nut 11'
12
Wickeldorn
13
Wickelgerät
14
Handgriff
15
Abtriebswelle
16
Bajonettverschluß
17
Öffnung
18
Doppelschalter
20
Haarsträhne
21
Spitzen der Haare von 20
30
Wickel
50
Haltestreifen
101
Streifen
102
Klebestreifen
102'
überstehender Teil
103
vordere Seite von 102'
104
Klebeschicht
107
Stopwulst
110
Wickel
111
Spitzen der Haarsträhne
112
Haarsträhne
114
Handgriff
115
Stilkamm
116
Fußteil
120
Haarsträhne
130
Wickeldorn
131
Schlitz
150
Haltestreifen
151
Haarsträhne
152,153
Enden von 150
154,155
Klebestreifen
156
Schlaufe
157
Wickeldorn
158
Schlitz
160
Stopwulst
161
Zinker


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Aufwickeln von kurzen Haarsträhnen bei der Herstellung von Dauerwellen, bei dem die Haarsträhne von einem Haltestreifen umfaßt wird und mit diesem aufgewickelt wird, und bei dem der Haltestreifen nach dem Aufwickeln, das ohne Lockenwickler erfolgt, den Wickel bildet, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende der Haarsträhne (20, 112, 120) am Haltestreifen (1, 50) im Bereich von dessen kopfnahem Ende befestigt wird, so daß der Haltestreifen eine Verlängerung der Haarsträhne bildet, daß dann der Haltestreifen, beginnend mit seinem kopffernen und nicht mit einem Teil der Haarsträhne belegten Ende, aufgewickelt wird, und daß dann im Bereich des kopfnahen Endes die Haarsträhne in das Ende des Haltestreifens mit eingewickelt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltestreifen ein vorderes Flächenteil (3) und ein hinteres Flächenteil (4) aufweist, daß zwischen den beiden Flächenteilen (3,4) Mittel (161) zur kammartigen Führung der Haare vorgesehen sind, daß die Haarsträhne (20) zunächst zwischen die beiden Flächenteile eingelegt wird, daµ der Haltestreifen danach vom Kopf weg unter Erhaltung der Breite der Haarsträhne verschoben wird, bis die Spitzen (21) der Haare der Haarsträhne (20) im Bereich unterhalb der Oberkante (6) des Haltestreifens (7) liegen, und daß dann die Befestigung der Haarsträhne am Haltestreifen erfolgt.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufwickeln mit einem Wickeldorn (12,130) erfolgt, der einen Schlitz (10,11,131) aufweist und der von der Seite her über den Haltestreifen (1,50) geschoben und rechtwinklig zur Längsrichtung des Haltestreifens (1) ausgerichtet wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausrichtung des Wickeldorns (12,130) rechtwinklig zur Längsrichtung des Haltestreifens (1) dadurch erfolgt, daß der Wickeldorn vor Beginn des Aufwickelvorganges zur Anlage an eine Begrenzung (7,107,156) an der kopffernen Kante (6) des Haltestreifens (1,50) gebracht wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitzen (21,111) der Haare der Haarsträhne (20,112) so weit unterhalb der Oberkante (6) des Haltestreifens (1,50) festgelegt werden, daß sie beim Aufwickelvorgang nicht in dem Schlitz (10,11,131) des Wickeldorns (12,130) liegen.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitzen (21,111) der Haare der Haarsträhne (20,112) etwa im kopfnahen unteren Drittel des Haltestreifens (1,50) festgelegt werden.
  7. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Festlegung der Spitzen (21) der Haare der Haarsträhne (20) dadurch erfolgt, daß sie zwischen das vordere Blatt (3) und das hintere Blatt (4) des durch beide gebildeten Haltestreifens (1) eingelegt und dort so lange manuell festgehalten werden, bis sie durch das Aufwickeln des Haltestreifens (1,50) eingeklemmt sind.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Festlegung der Spitzen (111) der Haare der Haarsträhne (112) dadurch erfolgt, daß sie im unteren Bereich des Haltestreifens (50) auf einem wieder lösbaren Klebestreifen (102) aufgelegt und von diesem fest gehalten werden.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung einer Spiralwelle nach dem Aufwickeln des Haltestreifens bis zu einer Stelle, wo die Spitzen der Haare der Haarsträhne von dem entstehenden Wickel (30,110) sicher erfaßt und auf dem Wickeldorn (12) eingeklemmt sind, der Wickeldorn in seiner Orientierung so gestellt wird, daß er in etwa mit der Haarsträhne (20) fluchtet, daß dann durch weitere Drehung des Wickeldorns die Haarsträhne verdrillt und anschließend die Orientierung des Wickeldorns (12) wieder rechtwinklig zur Haarsträhne (20) vorgenommen wird, die dann in verdrillter Form spiralförmig auf den Wickeldorn (12) aufgewickelt wird.
  10. Haltestreifen zum Aufwickeln von Haarsträhnen bei der Herstellung von Dauerwellen, bestehend aus einem flächigen Element, mit dem die Haare erfaßt und aufgewickelt werden können, wobei der Haltestreifen selbst den Wickel bildet, gekennzeichnet durch ein vorderes Blatt (3) und ein hinteres Blatt (4), die entlang eines Falzes (5) miteinander verbunden sind und eine Breite von 2 bis 8 cm und eine Länge von 5 bis 20 cm haben und eine Verlängerung der erfaßten Haare bilden, wobei an einer Kante (6) des Haltestreifens eine Stopwulst (7, 107) zur Anlage und rechtwinkligen Ausrichtung eines mit einem Schlitz versehenen Wickeldorns (12, 130) vorgesehen ist.
  11. Haltestreifen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß im einen Endbereich vom vorderen Blatt (3) und/oder hinterem Blatt (4) Haltemittel (3, 4; 102, 103; 152, 153) vorgesehen sind, mit denen der Haltestreifen nahe dem kopffernen Ende der erfaßten Haare (20, 112, 120) befestigbar ist, so daß er eine Verlängerung der erfaßten Haare bildet.
  12. Haltestreifen nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltemittel durch einen Klebestreifen (102) gebildet werden, der quer an einem Ende des Haltestreifens angebracht ist und dessen Klebeschicht (104) zur Anlage an dem Streifen gebracht werden kann.
  13. Haltestreifen nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltemittel dadurch gebildet werden, daß der Haltestreifen (150) an seinen beiden Enden (152, 153) mit einer Klebeschicht (144, 155) versehen ist, die beide an entgegengesetzten Seiten der Haarsträhne (51) festgelegt werden, und daß zwischen den beiden Enden (152, 153) der Haltestreifen (150) eine Schlaufe (156) gebildet wird.
  14. Haltestreifen nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß er durch einen Streifen (1, 50) gebildet wird, dessen Struktur einer Vielzahl von Flüssigkeits-Durchtrittsöffnungen (2) aufweist.
  15. Haltestreifen nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß er durch ein netzartig ausgebildetes flächiges Element, z.B. aus Tüll oder Gaze, gebildet wird.
  16. Haltestreifen nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem Kunststoffmaterial hergestellt ist, das gegenüber Dauerwell- und Fixierflüssigkeit beständig ist.
  17. Haltestreifen nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Seite der Stopwulst (160) kammartig (161) ausgebildet ist.
  18. Haltestreifen nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Blatt (3) Vorsprünge aufweist, die sich beim Zusammendrücken des vorderen und des hinteren Blattes (3) durch Durchtrittsöffnungen (2) im hinteren Blatt (4) hindurch erstrecken.
Anspruch[en]
  1. A method of curling short strands of hair in permanent waving, wherein the strand of hair is embraced by a holding strip and curled with same and wherein after the curling operation which is effected without a curler the holding strip forms the roller, characterised in that the end of the strand of hair (20, 112, 120) is fixed to the holding strip (1, 50) in the region of its end near the head so that the holding strip forms an extension of the strand of hair, that then the holding strip is curled, beginning with its end which is remote from the head and which is not occupied by a part of the strand of hair, and that then the strand of hair is wound into the end of the holding strip in the region of the end near the head.
  2. A method according to claim 1 characterised in that the holding strip has a front surface portion (3) and a rear surface portion (4), that means (161) for comb-like guidance of the hairs are provided between the two surface portions (3, 4), that the strand of hair (20) is firstly introduced between the two surface portions, that the holding strip is thereafter moved away from the head, while maintaining the width of the strand of hair, until the tips (21) of the hairs of the strand (20) are in the region below the upper edge (6) of the holding strip (7) and that the strand of hair is then fixed to the holding strip.
  3. A method according to claim 1 characterised in that the curling operation is effected with a curling bar (12, 130) which has a slot (10, 11, 131) and which is pushed from the side over the holding strip (1, 50) and oriented at a right angle to the longitudinal direction of the holding strip (1).
  4. A method according to claim 3 characterised in that orientation of the curling bar (12, 130) at a right angle to the longitudinal direction of the holding, strip (1) is effected by the curling bar, before the commencement of the curling operation, being brought to bear against a delimitation means (7, 107, 156) at the edge (6), which is remote from the head, of the holding strip (1, 50).
  5. A method according to claim 3 or claim 4 characterised in that the tips (21, 111) of the hairs of the strand (20, 112) are fixed so far below the upper edge (6) of the holding strip (1, 50) that in the curling operation they are not in the slot (10, 11, 131) of the curling bar (12, 130).
  6. A method according to claim 5 characterised in that the tips (21, 111) of the hairs of the strand (20, 112) are fixed approximately in the lower third, near the head, of the holding strip (1, 50).
  7. A method according to claim 1 or one of the following claims characterised in that the tips (21) of the hairs of the strand (20) are fixed by virtue of being introduced between the front leaf portion (3) and the rear leaf portion (4) of the holding strip (1) formed by those two and being manually retained there until they are clamped in position by the curling action of the holding strip (1, 50).
  8. A method according to one of claims 1 to 6 characterised in that the tips (111) of the hairs of the strand (112) are fixed by virtue of being laid in the lower region of the holding strip (50) on an adhesive strip (102) which is releasable again, and being held fast thereby.
  9. A method according to one of claims 1 to 8 characterised in that to produce a spiral wave after curling of the holding strip as far as a location where the tips of the hairs of the strand are securely engaged by the resulting roller (30, 110) and are clamped in position on the curling bar (12), the curling bar is so oriented that it approximately aligns with the strand (20) of hair, that then by further rotation of the curling bar the strand of hair is twisted and then the curling bar (12) is again oriented at a right angle to the strand of hair (20) which is then wound in twisted form in a spiral shape on to the curling bar (12).
  10. A holding strip for curling stands of hair in permanent waving comprising a flat element with which the hairs can be gripped and curled, wherein the holding strip itself forms the roller, characterised by a front leaf portion (3) and a rear leaf portion (4) which are connected together along a fold (5) and are of a width of 2 to 8 cm and a length of 5 to 20 cm and form an extension of the gripped hairs, wherein a stop bead (7, 107) is provided at one edge (6) of the holding strip for contact with and right-angled orientation of a curling bar (12, 130) provided with a slot.
  11. A holding strip according to claim 10 characterised in that provided in an end region of the front leaf portion (3) and/or rear leaf portion (4) are holding means (3, 4; 102, 103; 152, 153) with which the holding strip can be fixed near the end, remote from the head, of the gripped hairs (20, 112, 120) so that it forms an extension of the gripped hairs.
  12. A holding strip according to claim 11 characterised in that the holding means are formed by an adhesive strip (102) which is disposed transversely at one end of the holding strip and whose adhesive layer (104) can be brought to bear against the strip.
  13. A holding strip according to claim 11 characterised in that the holding means are formed by the holding strip (150) being provided at its two ends (152, 153) with an adhesive layer (144, 155) which are both fixed to opposite sides of the strand (51) of hair and that a loop (156) is formed between the two ends (152, 153) of the holding strip (150).
  14. A holding strip according to one of claims 10 to 13 characterised in that it is formed by a strip (1, 50) whose structure has a plurality of openings (2) for liquid to pass therethrough.
  15. A holding strip according to claim 14 characterised in that it is formed by a flat element of mesh-like nature, for example net or gauze.
  16. A holding strip according to one of claims 10 to 15 characterised in that it is produced from a plastics material which is resistant to permanent waving and fixing liquid.
  17. A holding strip according to one of claims 10 to 16 characterised in that one side of the stop bead (160) is of a comb-like configuration (161).
  18. A holding strip according to one of claims 10 to 17 characterised in that the front leaf portion (3) has projections which extend through openings (2) in the rear leaf portion (4) when the front and the rear leaf portions are pressed together.
Anspruch[fr]
  1. Procédé d'enroulement de mèches de cheveux courtes pour la réalisation de permanentes, au cours duquel la mèche de cheveux est entourée par une bande de retenue avec laquelle elle est enroulée, et au cours duquel la bande de retenue, après l'enroulement qui a lieu sans bigoudis, constitue le rouleau,

    caractérisé

    en ce que l'extrémité de la mèche de cheveux (20, 112, 120) est fixée à la bande de retenue (1, 50) dans la partie de son extrémité près de la tête, de sorte que la bande de retenue forme un prolongement de la mèche de cheveux,

    en ce que la bande de retenue, commençant au niveau de son extrémité éloignée de la tête et non pas au niveau d'une extrémité recouverte d'une partie de mèche de cheveux, est alors enroulée,

    et en ce que, dans la partie de l'extrémité près de la tête, la mèche de cheveux est alors enroulée en étant prise dans l'extrémité de la bande de retenue.
  2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la bande de retenue comprend une face avant (3) et une face arrière (4),

    en ce que des moyens (161) servant à guider les cheveux comme avec un peigne sont prévus entre les deux faces (3, 4),

    en ce que la mèche de cheveux (20) est d'abord placée entre les deux faces,

    en ce que la bande de retenue est ensuite déplacée en l'éloignant de la tête tout en conservant la largeur de la mèche de cheveux jusqu'à ce que les pointes (21) des cheveux de la mèche de cheveux (20) se trouvent dans la partie placée au-dessous du bord supérieur (6) de la bande de retenue (7),

    et en ce que la mèche de cheveux est fixée ensuite à la bande de retenue.
  3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'enroulement a lieu avec une broche d'enroulement (12) qui comprend une lente (10, 11), et qui est déplacée sur le côté, par-dessus la bande de retenue (1, 50), et qui est orientée perpendicu-lairement au sens longitudinal de la bande de retenue (1).
  4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'orientation de la broche d'enroulement (12) perpendiculaire au sens longitudinal de la bande de retenue (1) est réalisée en ce que la broche d'enroulement, avant de commencer le processus d'enroulement, vient en appui au niveau d'une limite (7, 107, 156) d'un bord (6), éloigné de la tête, de la bande de retenue (1, 50).
  5. Procédé selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que les pointes (21, 111) des cheveux de la mèche de cheveux (20, 112) sont fixées au-dessous du bord supérieur (6) de la bande de retenue (1, 50), dans la mesure où elles ne se trouvent pas dans la lente (10, 11) de la broche d'enroulement (12) pendant le processus d'enroulement.
  6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que les pointes (21, 111) des cheveux de la mèche de cheveux (20, 112) sont fixées à peu près dans le tiers inférieur, près de la tête, de la bande de retenue (1, 50).
  7. Procédé selon la revendication 1 ou l'une quelconque des revendications suivantes, caractérisé en ce que la fixation des pointes (21) des cheveux de la mèche de cheveux (20) est réalisée en ce que les pointes sont placées entre la feuille avant (3) et la feuille arrière (4) de la bande de retenue (1) constituée par ces deux feuilles, et qui continuent à être retenues manuellement jusqu'à ce que les pointes soient pincées par l'enroulement de la bande de retenue (1, 50).
  8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la fixation des pointes (111) des cheveux de la mèche de cheveux (112) est réalisée en ce que les pointes sont placées sur une bande adhésive (102) repositionnable, de la partie inférieure de la bande de retenue (50), et sont fixées par cette bande adhésive.
  9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que, pour réaliser une permanente en "spirale" après l'enroulement de la bande de retenue jusqu'à un endroit où les pointes des cheveux de la mèche de cheveux sont bien prises par le rouleau (30, 110) en train de se former et où elles sont pincées sur la broche d'enroulement (12), la broche d'enroulement, dans son orientation, est placée de façon telle qu'elle est à peu près alignée avec la mèche de cheveux (20), que, ensuite, en continuant à tourner la broche d'enroulement, la mèche de cheveux est torsadée, puis l'orientation de la broche d'enroulement (12) redevient perpendiculaire à la mèche de cheveux (20) qui, dans sa forme torsadée, est alors enroulée en formant une spirale sur la broche d'enroulement (12).
  10. Bande de retenue pour enrouler des mèches de cheveux, lors de la réalisation de permanentes, se composant d'un élément plat avec lequel les cheveux peuvent être pris et enroulés, où la bande de retenue constitue elle-même le rouleau,

    caractérisée par une feuille avant (3) et une feuille arrière (4) qui sont reliées l'une à l'autre le long d'un onglet (5) et qui ont une largeur comprise entre 2 cm et 8 cm et une longueur comprise entre 5 cm et 20 cm et qui constituent un prolongement des cheveux pris, où un bourrelet d'arrêt (7, 107), venant en appui sur une broche d'enroulement (12, 130) dotée d'une lente et orienté perpendiculairement à cette broche, est prévu sur un bord (6) de la bande de retenue.
  11. Bande de retenue selon la revendication 10, caractérisée en ce que des moyens de fixation (3, 4 ; 102, 103 ; 152, 153) sont prévus dans une partie terminale de la feuille avant (3) et/ou de la feuille arrière (4), avec lesquels la bande de retenue peut être fixée près de l'extrémité, éloignée de la tête, des cheveux pris (20, 112, 120), de sorte que la bande de retenue constitue un prolongement des cheveux pris.
  12. Bande de retenue selon la revendication 11, caractérisée en ce que les moyens de fixation sont constitués par une bande adhésive (102) qui est appliquée transversalement sur une extrémité de la bande de retenue, et dont la couche adhésive (104) vient en appui sur la bande.
  13. Bande de retenue selon la revendication 11, caractérisée en ce que les moyens de fixation sont constitués par le fait que la bande de retenue (150) comprend une couche adhésive (154, 155) au niveau de ses deux extrémités (152, 153) qui sont toutes les deux fixées sur des côtés opposés de la mèche de cheveux (51), et en ce qu'une boucle (156) est formée entre les deux extrémités (152, 153) la bande de retenue (150).
  14. Bande de retenue selon l'une des revendications 10 à 13, caractérisée en ce qu'elle est formée par une bande (1, 50) dont la structure comprend un grand nombre d'ouvertures (2) de passage de liquide.
  15. Bande de retenue selon la revendication 14, caractérisée en ce qu'elle est constituée d'un élément plat configuré de façon réticulée, par exemple en tulle ou en gaze.
  16. Bande de retenue selon l'une des revendications 10 à 15, caractérisée en ce qu'elle est fabriquée dans un matériau en plastique qui résiste au liquide de permanente et au liquide fixateur.
  17. Bande de retenue selon l'une des revendications 10 à 16, caractérisée en ce qu'un côté du bourrelet d'arrêt (160) est configuré comme un peigne (161).
  18. Bande de retenue selon l'une des revendications 10 à 17, caractérisée en ce que la feuille avant (3) présente des saillies qui traversent des ouvertures (2) de passage de la feuille arrière (4) lorsqu'on presse l'une contre l'autre la feuille avant (3) et la feuille arrière (4).






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