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Dokumentenidentifikation DE19602631C1 13.02.1997
Titel Elektrische Schutzeinrichtung
Anmelder Lauerer, Friedrich, Dipl.-Phys., 82152 Krailling, DE
Erfinder Lauerer, Friedrich, Dipl.-Phys., 82152 Krailling, DE
DE-Anmeldedatum 25.01.1996
DE-Aktenzeichen 19602631
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.02.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.02.1997
IPC-Hauptklasse H01R 13/713
IPC-Nebenklasse H01H 37/04   H02H 5/00   
IPC additional class // H01H 35/00  
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine elektrische Schutzeinrichtung, bei der ein Sensor (S) eine bestimmte physikalische oder chemische Größe erfaßt und bei Überschreiten eines bestimmten Wertes die Abschaltung des angeschlossenen Verbrauchsgerätes (F) bewirkt.
Im Gehäuse (KG) der Kupplungssteckdose (KS) einer Verlängerungsleitung (L1, L2) sind zusätzlich der Sensor (S) und die Schalteinrichtung untergebracht. Das Kupplungssteckdosengehäuse (KG) ist mit Steckfüßen versehen, die in Lüftungsöffnungen des Verbrauchsgehäuses (FG) mechanisch fest eingesteckt werden können.
Die Erfindung bietet insbesondere elektrotechnischen Laien die Möglichkeit, ohne großen Aufwand und ohne ein Elektrogerät öffnen zu müssen, einen Schutz gegen verschiedene Gefahren, die vom Elektrogerät ausgehen können, zu realisieren. Das Hauptanwendungsgebiet ist das Fernsehgerät, bei dem infolge eines technischen Fehlers oder wegen ungenügender Wärmeabfur zu hohe Temperaturen und damit ein Brand entstehen können. Die Erfindung gewährleistet in einem solchen Fall durch rechtzeitige automatische Abschaltung der Stromzufuhr einen wirksamen Brandschutz.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine elektrische Schutzeinrichtung, bei der ein Sensor eine bestimmte physikalische oder chemische Größe erfaßt und bei Überschreiten eines bestimmten Wertes die Abschaltung des angeschlossenen Verbrauchsgerätes bewirkt.

Ein derartiges Gerät ist aus DE 33 06 384 C2 bereits bekannt. Das dort beschriebene Gerät besteht aus vier bzw. sechs Einzelteilen, die durch zwei bzw. vier Geräteleitungen miteinander verbunden sind. Das bedeutet für den Hersteller einen entsprechend hohen Material- und Fertigungsaufwand, insbesondere auch deshalb, weil für die eigens zu verlegende Sensorleitung wegen des notwendigen Berührungsschutzes ein Transformator erforderlich ist. Für den Benutzer bedeuten die vielen Einzelteile einen entsprechend hohen Aufwand bei der Installation des Gerätes.

Weiter ist ein Vorschlag aus DE 34 39 906 C2 bekannt. Das betreffende Gerät vereinigt zwar Kupplungssteckdose und Thermoschalter in einem Gehäuse, doch der konstruktive Aufbau ist so gestaltet, daß eine Abschaltung nur dann erfolgt, wenn die Übertemperatur von den Kontakten der Steckverbindung ausgeht, d. h. es erfolgt keine Abschaltung, wenn das angeschlossene Verbrauchsgerät eine zu hohe Temperatur angenommen hat.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte elektrische Schutzeinrichtung so weiterzubilden, daß die Herstellung möglichst wenig Kosten verursacht, das Gerät selbst einen geringen Platz einnimmt und die Installation durch jeden elektrotechnischen Laien ohne Öffnen des Verbrauchsgerätes und mit nur geringem Aufwand realisiert werden kann.

Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch die Merkmale gemäß Anspruch 1. Die folgenden Unteransprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.

Äußerlich betrachtet ist die Erfindung nur eine Verlängerungsleitung, die, wie allgemein bekannt, nur aus Netzstecker und Kupplungssteckdose besteht, welche durch eine Geräteleitung miteinander verbunden sind.

Die Installation ist denkbar einfach und kann von jedem Laien vorgenommen werden: Er schließt das Verbrauchsgerät (z. B. das Fernsehgerät) in üblicher Weise dazwischen, d. h. Stecker in die Netzsteckdose und Gerätestecker (z. B. des Fernsehgerätes) in die Kupplungssteckdose. Der einzige Unterschied zur üblichen Installation liegt darin, daß die Kupplungssteckdose anschließend mit ihrem Steckfuß in eine Lüftungsöffnung des Verbrauchsgerätes eingesteckt wird.

In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung wiedergegeben, welche die Verwendung speziell als Schutz gegen Brände durch Fernsehgeräte betreffen. Prinzipiell kann die Erfindung auch für andere Anwendungen, d. h. mit Hilfe andersartiger Sensoren verwendet werden.

In Fig. 1 ist ein Elektrogerät (hier das Fernsehgerät F) mit seinem Gerätestecker GT an der Kupplungssteckdose KS angeschlossen. Die Steckerstifte KT der ortsveränderlichen Verbindungsleitung L1 und L2 sind über die Netz-Steckdose NS mit dem Netztransformator NT des öffentlichen Versorgungsnetzes verbunden. Im Gehäuse KG der Kupplungssteckdose KS ist innerhalb eines Leitungspfades ein Temperaturwächter S dazwischengeschaltet.

Wenn die vom Fernsehgerät F abgeführte Wärme eine zu hohe Temperatur zur Folge hat, dann schaltet der im Wärmestrom liegende Temperaturwächter S den Betriebsstrom aus. Die Folge ist, daß sich das Elektrogerät nicht mehr weiter aufheizen kann und ein möglicher Brand verhindert wird.

In an sich bekannter Weise liegt parallel zum Temperaturwächter S ein Heizwiderstand HW mit relativ hohem Widerstand. Dieser hat die Aufgabe, den Temperaturwächter S weiterhin aufzuheizen, damit dieser nicht wieder einschalten kann. Eine Wiedereinschaltung ist nur dann möglich, wenn sich das Elektrogerät F genügend abgekühlt hat und es zusätzlich von Hand eine bestimmte Zeit ausgeschaltet wurde.

In Fig. 2 ist die räumliche Anordnung der erfindungsgemäßen Schutzeinrichtung wiedergegeben. An der Außenseite des Gehäuses KG der Kupplungssteckdose KS befinden sich Steckfüße SF, die in Lüftungsöffnungen des Fernsehgerätgehäuses FG fest eingesteckt sind. Die an der Kupplungssteckdose KS angeschlossene Leitung L1/L2 ist an der Netz-Steckdose NS angeschlossen. Die Anschlußleitung AL des Fernsehgeärtes F ist mit seinem Stecker GT an der Kupplungssteckdose KS angeschlossen.

Erhöht sich die Temperatur an den Lüftungsöffnungen des Fernsehgerätes F über den vorgesehenen Grenzwert, dann schaltet der im Wärmeluftstrom befindliche Temperaturwächter ab und ein möglicher Brand wird auf diese Weise verhindert.


Anspruch[de]
  1. 1. Elektrische Schutzeinrichtung, bestehend aus Netzstecker (KT), Kupplungssteckdose (KS), Verbindungsleitung (L1, L2) zum Anschluß eines elektrischen Verbrauchsgerätes (F), auf einen Schalter einwirkenden Sensor (S) zum Erfassen einer bestimmten physikalischen oder chemischen Größe, dadurch gekennzeichnet, daß Sensor (S) und Schalter innerhalb des Kupplungssteckdosengehäuses (KG) untergebracht sind und das Kupplungssteckdosengehäuse (KG) mit mindestens einem Steckfuß (SF) versehen ist, der in einer Lüftungsöffnung des Verbrauchsgerätgehäuses (FG) mechanisch fest eingesteckt werden kann.
  2. 2. Elektrische Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Sensor (S) und Schalter ein Temperaturwächter dient.
  3. 3. Elektrische Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (S) auf Rauch anspricht.






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