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Dokumentenidentifikation DE69212833T2 27.02.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0594724
Titel VERFAHREN ZUM SCHUTZ VON PFLANZENSAMEN UND VORRICHTUNG ZU DESSEN DURCHFÜHRUNG
Anmelder Ciba-Geigy AG, Basel, CH
Erfinder RENSING, Cornelis Willem, F-76350 Oissel, FR;
SAINSARD, Hubert, F-27400 Louviers, FR
Vertreter Zumstein & Klingseisen, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69212833
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, MC, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 11.07.1992
EP-Aktenzeichen 929154672
WO-Anmeldetag 11.07.1992
PCT-Aktenzeichen EP9201571
WO-Veröffentlichungsnummer 9301705
WO-Veröffentlichungsdatum 04.02.1993
EP-Offenlegungsdatum 04.05.1994
EP date of grant 14.08.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.02.1997
IPC-Hauptklasse A01C 1/08
IPC-Nebenklasse A01N 25/16   B01J 2/00   

Beschreibung[de]

Es ist bekannt, daß die Behandlung von Samen im allgemeinen zu einer Erhöhung des Niveaus der relativen Feuchtigkeit der Samen führt. Samen ist jedoch sehr empfindlich gegenüber Feuchtigkeit, die seine Keimung aktiviert. Die Toleranz des Samenkorns gegenüber Wasser hängt von seiner geografischen Herkunft und der Art des Samens ab. Da die Behandlung mit einem Pflanzenschutzprodukt beispielsweise im Oktober durchgeführt wird für die Februar-März-Aussaat, darf nicht mehr als 1 bis 2 % Feuchtigkeit im Durchschnitt eingebracht werden, um einen vorzeitigen Beginn der Keimung zu vermeiden.

Die Trocknung von Samen nach der Behandlung kann durchgeführt werden, dies kann jedoch die Keimfähigkeit verändern.

Die Behandlung durch feinversprühte Suspensionen, um einen "Sprühnebel" zu bilden, führt zu keinen zufriedenstellenden Ergebnissen, da die Tröpfchennebel die Tendenz haben, sich zu einem Körper umzuwandeln und sich auf dem Samen in zu heterogener Weise abzulagern.

Mit der Entwicklung von genetisch verbesserten Samen, wie Hybridweizen, die somit teurer sind, sind Aussaatverfahren mehr und mehr Einzelkornverfahren und nicht mehr das Hand- Aussäverfahren (diese Technik erfordert für üblichen Weizen 150 bis 200 kg/Hektar).

Es ist somit wichtig, daß der gesamte Samen, der beim Aussäen vorhanden ist, die gleiche Menge an Behandlungsprodukt erhält. Die Homogenität der Behandlung wirkt sich auch auf jedes Samenkorn aus, das in gleichmäßiger Weise behandelt werden muß, wobei jedoch bei üblichen Verfahren bestimmte Fläche, wie die Samenfurche, schwieriger zu erreichen sind und der Behandlung entgehen. Der unbehandelte Raum stellt einen begünstigten zutrittsweg für Parasiten dar.

Schließlich ist aus ökonomischen Gründen und zum Schutz der Umwelt eines der Ziele, das bei der Verbesserung dieser Behandlungen angestrebt wird, eine Verringerung der Menge an aktiven Bestandteil, die zur Verbesserung der Wirksamkeit eingesetzt werden.

Somit betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Pflanzenschutz von Pflanzensamen, worin auf den Samen gleichzeitig aufgebracht wird

- einerseits wenigstens eine erste flüssige Zusammensetzung, die wenigstens ein Pflanzenschutzprodukt enthält, und

- andererseits einen Schaum, der aus einer zweiten Zusammensetzung gebildet wird, die wenigstens einen nicht-phytotoxischen Schaumbildner enthält,

wobei die beiden Zusammensetzungen separat mit dem Samen in Kontakt gebracht werden während eines Mischvorganges für einen Zeitraum, der ausreichend ist, um eine homogene und gleichmäßige Beschichtung des Samens zu erreichen, in Kontakt gebracht werden.

Die Länge der Zeit, während der der Samen in Kontakt mit den Behandlungszusammensetzungen gehalten wird, hängt als Funktion der Art des Samens und des Pflanzenschutzproduktes von den Parametern ab, die dem Fachmann auf diesem Gebiet bekannt sind.

Der Pflanzenschutz kann bei Pflanzensamen und insbesondere bei solchen Varietäten durchgeführt werden, die als landwirtschaftliche Nahrungsmittel von Interesse sind, wie Weizen, Mais, Gerste, Raps, Sonnenblumen, Rüben, Reis und Soja sowie Gemüse- und Blumensamen.

Der so behandelte Samen kann gegebenenfalls vorgekeimt sein.

Die Pflanzenspezies werden unter anderem durch ihre entwickelte Oberfläche definiert. Die Oberfläche kann für das gleiche Gewicht als Funktion des Volumens des Pflanzensamens variieren. Es kann zwischen 20 m² und 500 m2 pro 100 kg Samen schwanken.

Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, das Schaumvolumen zu erhöhen trotz des Vorhandenseins von Antischaummitteln, die in allen Spezialchemikalien, die für die Samenbehandlung vorgesehen sind (Slurry-Verfahren) vorhanden sind. Insbesondere ermöglicht es, am Ende des Vorgangs eine Menge an Schaum zurückzubehalten, die konstant ist, wie auch immer die Konzentration des Antischaummittels ist, das in den Behandlungsprodukten enthalten ist, und die gleichen Ergebnisse zu erreichen, als wenn die Antischaummittel desaktiviert worden wären.

Die Verwendung von Schaum für diese Art von Samenbehandlung ist bisher nicht erfolgt. Es erleichtert die Verbesserung des Abdeckaufwandes bei der Behandlung des gleichen Volumens einer Ausgangs flüssigkeit.

Um ein kontinuierlichen Film von 50 Mikrometer auf einer Oberfläche vorzusehen, ist es erforderlich, mit einer Flussigkeit ein Volumen von 1 Liter pro 20 m² oder 25 Liter pro 500 m&sub2; aufzuwenden.

Die gleichzeitige Bildung von Schaum zur Zeit der Pflanzenschutzbehandlung ermöglicht es, das gesamte durch die Ausgangslösungen entwickelte Volumen zu erhöhen, und somit ist es möglich, die Menge an verwendetem Wasser zu verringern. Bei Anwendung in Form einer Suspension werden 800 ml einer Lösung durchschnittlich für die Behandlung von 80 m² Samen verwendet, wobei keine gleichmäßige Abdeckung erfolgt. Mit dem Pflanzenschutzverfahren nach der zuvor beschriebenen Methode erhält man mit den 800 ml eine Menge von 20 bis 40 Litern Schaum, die eine homogene und gleichmäßige Abdeckung des Samens gestatten. In diesem Zusammenhang hat Schaum eine Schäumungswirkung.

Die Verringerung der zu verwendenden Lösungmenge in diesem Verfahren führt zu einer geringeren Feuchtigkeitsverteilung im Verhältnis zum konventionellen Verfahren. Die Messung, die bei Samen vor und nach der Behandlung durch die beiden Zusammensetzungen, von denen eine in Form eines Schaumes vorliegt, durchgeführt worden ist, zeigt, daß der Feuchtigkeitsgehalt durch diese Behandlung so gut wie unverändert ist.

Die Trocknungsstufe ist überflüssig, und es ist möglich, direkt mit der Abfüllstufe weiterzuverfahren.

Die gleichzeitige Verwendung eines Schaumes und eines Pflanzenschutzproduktes erhöht auch die Fähigkeit, zu Flächen des Samens vorzudringen, die schwierig zu erreichen sind. Tatsächlich zeigt der Samen Oberflächenunregelmäßigkeiten, was zu Unterschieden bei der Grenzflächenspannung führt, insbesondere am Pericarp, am oberen Scutellum, am unteren Scutellum, am Hilum und am Pedicel. Die üblichen Behandlungsverfahren erreichen nicht die Samenfurche, und es kann Lücken beim Schutzüberzug des Samens geben.

Die Verwendung von Schaum ermöglicht es, das Volumen der Lösung um das 20- bis 50-fache zu vergrößern und somit den Samen/Lösungskontakt zu begünstigen. Der Schaum ermöglicht es, die Benetzung der Flächen des Samens zu erhöhen, die schwierig zu erreichen sind. Das Verfahren führt somit zu einer Gleichmäßigkeit bei der Behandlung eines jeden Saatkorns und somit des gesamten behandelten Samens.

Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß das Pflanzenschutzprodukt ein insektizides akarizides und/oder fungizides und/oder nährstoffaktives Ingredienz enthält , gegebenenfalls kombiniert mit anderen Additiven, die eine gesteuerte Keimung begünstigen sowie Benetzungs-, Dispergier-, Farbgebungs-, Adhäsions- und Stabilisierungsmitteln.

Es ist somit möglich, komplexe spezielle Chemikalien als Pflanzenschutzprodukte zu verwenden. Beispiele von geeigneten Pflanzenschutzprodukten, die kommerziell in Form von Formulierungen erhältlich sind, sind die folgenden:

(Die Abkürzungen SC und WS stehen für "Suspensionskonzentrat" und "benetzbares Pulver für die Suspensionsbehandlung". Die Abkürzung q bedeutet "Dezitonne", womit 100 kg gemeint sind).

QUINOLATE + AC FL

- SC

- Verwendungsrate: 200 ml/q Getreide

- Zusammensetzung: 100 g/l Oxin-Kupfer

250 g/l Anthrachinon

QUINOLATE PRO FL

- SC

- Verwendungsrate: 250 ml/q Erbsen, Sojabohnen, Sonnen blumen

- Zusammensetzung: 120 g/l Oxin-Kupfer

120 g/l Carbendazim

CORMAISON FI

- SC

- Verwendungsrate: 500 ml/q Mais

- Zusammensetzung: 200 g/l Anthrachinon

300 g/l Captan

CORMAISON TX FL

- SC

- Verwendungsrate: 600 ml/q Mais

- Zusammensetzung: 147 g/l Anthrachinon

150 g/l Carboxin

150 g/l Thiram

CORMAISON X

- WS

- Verwendungsrate: 400 g/q Mais

- Zusammensetzung: 22 % Anthrachinon

22 % Captan

22 % Carboxin

OUINOLATE PRO AC FL&sup6;

- SC

- Verwendungsrate: 250 ml/q Erbsen

- Zusammensetzung: 200 g/l Anthrachinon

120 g/l Carbendazin

120 g/l Oxin-Kupfer

QUINOLATE + MG SAFLO

- SC

- Verwendungsrate: 400 ml/q Getreide

- Zusammensetzung: 250 g/l Endosulfan

100 g/l γ-HCH

50 g/l Oxin-Kupfer

AUSTRAL

- SC

- Verwendungsrate: 500 ml/q Getreide

- Zusammensetzung: 100 g/l Anthrachinon

60 g/l Oxin-Kupfer

40 g/l Tefluthrin

GENOIS

- WS

- Verwendungsrate: 200 g/q Getreide

- Zusammensetzung: 25 % Anthrachinon

10 % Oxin-Kupfer

40 % Prochloraz

STYLOR T320

- WS

- Verwendungsrate: 500 ml/q Mais

- Zusammensetzung: 320 g/l Thiram

210 g/l Anthrachinon

15 g/l Flutriafol

(Die obigen Produkte sind erhältlich von LA QUINOLEINE Ltd).

APRON (erhältlich von Ciba-Geigy Ltd)

- WS

- Verwendungsrate: 100 bis 600 g/q Mais, Erbsen, Sonnen blumen

- Zusammensetzung: 35 % Metalaxyl

oder andere Samenbehandlungsprodukte

Zusätzlich zu den obigen Bestandteilen können die speziellen chemischen Zusammensetzungen enthalten:

- ein oder mehrere oberflächenaktive Mittel, die ein Benetzungsmittel und ein Dispergiermittel umfassen

- ein oder mehrere Farbstoffe oder Pigmente - inerte Bestandteile

- ein Haftmittel

- Frostschutzmittel

- Verdickungsmittel, die ein Antisedimentations- und Stabilisierungsmittel enthalten können.

Die Schaumbildner können speziell ausgewählt werden unter:

Nichtionische oberflächenaktive Mittel:

- Alkanolamide oder Alkylamide, z. B. Cocamid-diethanolamid, Laurinsäure-monoisopropanolamid, ethoxyliertes Myristamid

- Fluorcarbone, z. B. ethoxylierter polyfluorierter Alkohol.

Anionische oberflächenaktive Mittel:

- Alkansulfonat, z. B. Natriumlaurylsarcosinat

- Alkylarylsulfonat, z. B. Natriumalkylbenzolsulfonat

- Derivate von (Poly)carbonsäure, z. B. Ammoniumlaurylethercarboxylat

- Olefinsulfonat, z. B. Natrium-α-olefinsulfonat

- Sarcosinat, z. B. Ammoniumcyclohexylpalmitoyltaurinat

- Succinat, z. B. Dinatrium-N-octadecylsulfosuccinamat

- Phosphorderivate, z. B. Phosphorsäureester und deren äquivalente Salze.

Kationische oberflächenaktive Mittel: z. B. Alkylbenzyltrimethyl-ammoniumchlorid.

Amphotere oberflächenaktive Mittel: z. B. Betain.

Die Schaumbildner dürfen keine Toxizität gegenüber dem Samen oder der Pflanze haben.

Der Schaum wird gebildet durch gleichzeitiges Einleiten von Luft oder Gas unter Druck in die Zusammensetzung zur Zeit des Aufbringens auf die Samen.

Das verwendete Gas kann ein Inertgas oder Kohlendioxid sein. Der Druck liegt vorzugsweise zwischen 1 x 10³ und 5 x 10&sup5; Pascal (Pa).

Die Zusammensetzungen, die es ermöglichen, das Verfahren so durchführen, bestehen aus einer Zusammensetzung, die wenigstens ein Pflanzenschutzprodukt enthält und einer weiteren Zusammensetzung, die wenigstens einen nicht-phytotoxischen Schaumbildner enthält.

Die den Schaumbildner enthaltende Zusammensetzung kann auch ein Schaumstabilisierungsmittel enthalten, vorzugsweise das Copra-diethanolamid.

Die den Schaumbildner enthaltende Zusammensetzung kann zusätzlich ein natürliches oder synthetisches Harzadditiv enthalten, das seine Haftkraft erhöht.

Beispiele von natürlichen Harzen sind:

Alginate - Salze und organische Derivate

Cellulose - Hydroxyalkyl-, Carboxymethyl- und Hydroxypropyllether

Gummi - Carragenan, Guar, Arabicum, Ghatti, Karaya, Tragacanth, Johannisbrot, Tamarinde, Xanthan

Agar - Polysaccaride

Pektine

Beispiele für synthetische Harze sind: Polyacrylamid, Polyglycol, Polyethylenoxid, Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat, Polyvinylpyrrolidon, Stärke.

Die den Schaumbildner enthaltende Zusammensetzung kann ein Farbmittel oder ein Pigment enthalten, um eine genaue Anwendung des Verfahrens über die gesamte Oberfläche des Samens verfolgen zu können.

Das Vermischen der Einzelbestandteile, die die Zusammensetzung des Schaumbildners bilden, kann vorher erfolgen, und es kann eine Lagerung bis zur Anwendung erfolgen. Die Anwendung wird gleichzeitig mit dem Pflanzenschutzprodukt über die Vermittlung unterschiedlicher Vorrichtungen erfolgen:

- eine Vorrichtung, die zur Zusammensetzung führt, die wenigstens ein Pflanzenschutzprodukt enthält und

- eine zweite Vorrichtung, die eine Schaumbildung hervorruft, in die die Zusammensetzung, die wenigstens einen Schaumbildner und das Gas enthält, unter Druck eingeführt wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Pflanzenschutzprodukt in einer Konzentration von 50 g bis 3 kg (oder 50 ml bis 3 Liter einer flüssigen Zusammensetzung) pro 100 kg Samen vorhanden.

Vorzugsweise ist der nicht-phytotoxische Schaumbildner ein oberflächenaktives Mittel, das in einer Konzentration von 0,05 g bis 100 g pro 100 kg Samen vorhanden ist. Besonders bevorzugt ist eine Konzentration von 0,1 bis 20 g pro 100 kg Samen.

Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine Pflanzenschutzvorrichtung, die die Durchführung des Verfahrens ermöglicht und die aus einer Schaumbildungseinrichtung besteht, die eine erste Schaumbildungskammer umfaßt, die mit Öffnungen ausgestattet ist, die den Eintritt eines Gases und der flüssigen Zusammensetzung ermöglichen, und die stromabwärts von diesen Öffnungen wenigstens ein Sieb hat, wobei die erste Kammer in eine zweite Kammer für die Kompression und die Strukturierung des Schaumes übergeht, die in einer Austrittsdüse für den Schaum endet. Das Schaumbildungsgerät ist mit einem Behälter verbunden, der mit einem System zur Vermischung des Samens ausgerüstet ist, wobei der Behälter zusätzlich mit einem Eintrittssystem für die erste, das Pflanzenschutzprodukt enthaltende Zusammensetzung ausgerüstet ist, über die Vermittlung einer Düse oder irgend einer anderen Einrichtung, die das Fließen und/oder das Versprühen dieser zweiten Zusammensetzung gestattet. Der so gebildete Schaum wird gleichzeitig mit der speziellen Pflanzenschutzchemikalie aufgebracht, für die er als Vektor dient.

Dieses Schaumbildungsgerät kann mit üblichen Saatgutbehandlungsgeräten kombiniert werden.

Im allgemeinen wird der Samen während seines Durchlaufs in einem Behälter behandelt, der aus einem Mischer vom Typ des Rotationszylinders oder ähnlichem besteht, was eine gleichmäßige Vermischung ermöglicht. Das System arbeitet kontinuierlich, d.h. der Samen wird direkt am Mischerausgang abgesackt, die Trocknungsstufe ist überflüssig, und es ist möglich, direkt zur Absackstufe zu gelangen.

Das Verfahren kann auch in Form einer diskontinuierlichen Behandlung durchgeführt werden.

In einer Ausführungsform sind der Gaseinlaß und der der flüssigen Zusammensetzung radial angeordnet in entgegengesetzten Richtungen. Die Einführung erfolgt über getrennte Gas/Flüssigkeitsdüsen mit zwei Eingängen, die ein Atomisierungssystem darstellen. Das Gerät enthält eine kreisförmige Weitwinkel-Sprühdüse, die sich unmittelbar an das Eingangsverbindungsstück anschließt.

Die flüssige Zusammensetzung wird vorzugsweise mit einem Druck eingelassen, der zwischen 1 x 10³ und 5 x 10&sup5; Pa bei einer Fließgeschwindigkeit zwischen 1 und 500 l/h liegt. Das Gas hat einen Druck von zwischen 1 x 10³ und 5 x 10&sup5; Pa.

In einer anderen Ausführungsform ist der Gaseinlaß und der der flüssigen Zusammensetzung senkrecht untereinander. Die Flüssigkeit tritt mit einem Druck ein, der zwischen 1 x 10³ und 5 x 10&sup5; Pa variieren kann, und es ist eine Ablenkvorrichtung um das Flüssigkeitseinlaßsystem angeordnet. Das Gas-Flüssigkeitsgemisch passiert eine Einspritzdüse, die eine konische Kammer enthält, und verläßt sie mit einer Fließgeschwindigkeit zwischen 1 und 500 Litern/Stunde.

Gas- und Flüssigkeitseinlässe sind ein Stück stromaufwärts eines Siebes angebracht, das dem Zweck dient, daß man einen Schaum mit sehr feinen Blasen erhält.

Die Vorrichtung enthält eine Schaumbildungskammer, die wiederum ein Sieb aufweist, dessen Maschenöffnungen 250 bis 2500 µm betragen. Die Maschenöffnungen können quadratisch, rund oder elliptisch sein, und die Größe bezieht sich auf den Durchmesser oder die Diagonale in Abhängigkeit von der Geometrie.

In einer Ausführungsform ist dieses Sieb im allgemeinen flach.

In einer anderen Ausführungsform ist dieses Sieb kegelstumpfförmig und ist schalenförmig mit den Öffnungen in Richtung der Ausgangsdüse.

Die Schaumbildungskammer kann stromaufwärts vom Sieb der Maschengröße 250 bis 2500 µm ein erstes Sieb enthalten, das Öffnungen von 3 bis 10 mm vielgestaltiger Form haben kann. In einer besonderen Ausführungsform liegt dieses Sieb in Form einer kleinen Schalenöffnung vor in Richtung der Einführungseinrichtungen.

Die Kammer zum Komprimieren und Strukturieren des Schaums ermzglicht es, einen Schaum mit einer dickeren Konsistenz zu erhalten.

In einer Ausführungsform ist die Kompressionskammer als zylindrisches Element definiert, das stromabwärts angeordnet ist und in der Verlängerung des Hauptgehäuses der Vorrichtung; dieses Element wird durch Flansche zwischen dem Gehäuse und dem Einspritzsystem fest angeordnet.

Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform des Schaumbildungsgeräts nach der Erfindung.

Die Flüssigkeit wird unter Druck durch ein Rohr 2 in der Richtung eingelassen, die senkrecht zur Eintrittsöffnung 6 von Luft oder Gas unter Druck liegt, wobei eine Abdichtung 4 die Luftdichtheit sichert. Eine Ablenkvorrichtung 8 ist zwischen dem Gaseinlaß und dem der Flüssigkeit angeordnet.

Das Gemisch passiert eine konische Düse 10 und erreicht die Schaumbildungskammer 13 über ein erstes Sieb 12 mit den Multiform-Öffnungen von 3 bis 10 mm und anschließend über ein zweites Sieb 14 der siebgröße 250 bis 2500 µm. Das Rohr 16 hat eine Gesamtlänge von 220 mm und einen Durchmesser von 55 mm.

Das Gemisch tritt dann in die Kammer 18 für Komprimierung und Strukturierung des Schaums ein, die sich in einer Schaumauslaßdüse 20 fortsetzt.

Fig. 2 stellt eine andere Ausführungsform des Schaumbildungsgeräts nach der Erfindung dar.

Die Einlässe für Flüssigkeit 22 und Gas oder Luft 24 sind entlang der gleichen Achse angeordnet und enden im Körper der Doppeleinlaßdüse 26. Nach Durchgang durch eine ringförmige Weitwinkel-Sprühdüse 28 erreicht das Gemisch die Schaumbildungskammer 29 über ein konisches Sieb 32 der Maschengröße 250 bis 2500 µm und der Länge 80 mm. Das konische Rohr 30 mit dem Durchmesser 34 mm und der Länge 250 mm ist durch Flansche 34 fest an die Kammer für Kompression und Strukturierung des Schaums 36 angeordnet. Der Schaum tritt kontinuierlich durch die Ausgangsdüse 38 aus.

Die Winkel, die zwischen den Achsen der Einlässe 2 und 4 (Fig. 1) und 24 und 22 (Fig. 2) gebildet werden, betragen 90º bzw. 180º. Das Gerät kann auch so aufgebaut sein, daß der Winkel zwischen den Einlaßachsen weniger als 90º ist, z. B. 50º, oder zwischen 90º und 180º liegt, z. B. bei 120º.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird die Zusammensetzung, die ein Pflanzenschutzprodukt und Wasser enthält, in das Gerät eingeführt, und der mit dem oberflächenaktiven Mittel erhaltene Schaum wird gleichzeitig aufgetragen.

Das Pflanzenschutzprodukt ist vorzugsweise CORMAISON TFL .

Der Schaumbildner ist vorzugsweise ethoxylierter Polyfluoralkohol.

Die Behandlungssuspension, die die Pflanzenschutzzusammensetzung enthält, wird unter Druck in eine Düse eingeführt oder mit Hilfe einer Vorrichtung zur Dispergierung in Tröpfchen.

Der Schaumbildner wird unter Druck in einen Düseneinlaß des Applikators eingebracht, der durch Fig. 2 repräsentiert wird.

Komprimierte Luft wird durch den anderen Einlaß unter einem Druck von 1 x 10³ und 5 x 10&sup5; Pa eingeführt. Das Gerät wird mit einem Schneckenmischer verbunden, in dem zum Beispiel Maissamen der Varietät Jaquar umläuft.

Das durch das Verfahren produzierte Schaumvolumen wird durch den Faktor 50 vervielfacht im Verhältnis zu dem der äquivalenten Flüssigkeit. Die Behandlung wird durch kontinuierliches Sprühen über den vorbeilaufenden Samen durchgeführt.

Eine homogene Behandlung der Oberfläche des Pericarps wird beobachtet, und das Scutellum und das Pedicel des Samens sind bedeckt, im Gegensatz zu den Ergebnissen, die man bei einer konventionellen Behandlung erhält, wo die Oberfläche des Samens sehr ungleichmäßig bedeckt ist. Es gibt scheinbar keine Erhöhung des Feuchtigkeitsgehaltes.

Dies bestätigt sehr gut die Verbesserung bei der Abdeckungs- und Durchdringungskraft der Gas/Flüssigkeits- Grenzflächenbehandlung, die es ermöglicht, eine begrenzte Menge an Flüssigkeit zu verwenden. Es wird ein kontinuierlicher Film um den Samen herum gebildet ohne merkliche Wassermitwirkung, mit Hilfe der gleichzeitigen Zugabe einer Zusammensetzung, die ein oberflächenaktives Mittel enthält, und der Aufbringung der Samenbehandlungssuspension, die in üblicher Weise verwendet wird. Die Retention der Pflanzenschutzprodukte bei dem behandelten Samen wird erhöht. Es wurde gefunden, daß die relative pestizide Kraft des aktiven Bestandteils erhöht wird.

Es sind verschiedenen Anpassungen möglich in Abhängigkeit von der geforderten Ausgangsleistung. Aus vorläufigen Industrieversuchen wurde gefunden, daß die Dimension des Applikators der geforderten Ausgangsleistung pro Stunde angepaßt werden muß.

Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Vorteile des Pflanzenschutzverfahrens in Übereinstimmung mit der Erfindung, das bei Weizen- und Mais-, Sonnenblumen- und Erbsensamen angewandt wurde.

Beispiel 1

Weizenarten Varietät: Fidel

Behandelte Menge: 25 kg - Anwendung durch Sprühen

Mischer: 150 Liter Zementmischer

Suspensionsherstellung für 100 kg Samen

Konventionelles Verfahren (1)

- Quinolate + AC FL 250 ml

- Wasser 500 ml

Erfindungsgemäßes Verfahren (2)

Pflanzenschutzzusammensetzung durch Sprühen

- Quinolate + AC FL 250 ml

- Wasser 250 ml

Schaumbildnerzusammensetzung:

- Natriumsalz von α-C&sub1;&sub4;-C&sub1;&sub8;-Olefinsulfat 0,1 bis 10 g

- Copra-diethanolamid 0,1 bis 5 g

- Wasser 250 ml

- komprimierte Luft

- Applikator 1

Erhaltenes Gesamtvolumen

- nach Verfahren 1 750 ml

- nach Verfahren 2 5000 bis 10000 ml

Mikroskopische Beobachtungen:

konventionelles Verfahren (1)

- Oberfläche heterogen behandelt

- diskontinuierlicher Film

- vernachlässigbare Trefferstelle in der Furche des Samens

Erfindungsgemäßes Verfahren (2)

- Oberfläche gleichmäßig behandelt

- kontinuierlicher Film

- Samenfurche zu 90 % bedeckt

Feuchtigkeitsgehalt der Körnchen

vor der Behandlung: 15,5 %

nach der Behandlung: (1) 16,1 %; (2) 16 %

Beispiel 2

Weizenarten Varietät: Fidel

Konventionelles Verfahren (1) durch Fließen (Flowing)

- Quinolate + AC FL 250 ml

- Wasser 500 ml

Erfindungsgemäßes Verfahren (2)

Pflanzenschutzzusammensetzung (durch Fließen)

- Quinolate + AC FL 250 ml

- Wasser 250 ml

Schaumbildnerzusammensetzung:

- Na-Salz von α-C&sub1;&sub4;-C&sub1;&sub8;-Olefinsulfat 0,1 bis 20 g

- Wasser 250 ml

- Cochineal-Rot 25 g

- komprimierte Luft

- Applikator Nr. 1

Erhaltenes Gesamtvolumen

- Verfahren 1 750 ml

- Verfahren 2 4000 bis 8000 ml

Mikroskopische Beobachtungen bei den erhaltenen Körnchen: konventionelles Verfahren (1)

- Oberfläche heterogen behandelt

- Trefferstellen

- sehr wenig Trefferstellen in der Furche

Erfindungsgemäßes Verfahren (2)

- Oberfläche gleichmäßig behandelt

- kontinuierlicher Film

- Furche zu 90 % bedeckt

Feuchtigkeitsgehalt der Körnchen:

vor der Behandlung: 15,2 %

nach der Behandlung: (1) 15,7 %; (2) 15,9 %

Die angegebenen Produktmengen sind ausgedrückt in Gramm oder Milliliter pro 100 kg Samen.

Beispiel 3

Maisarten Varietät: Jaquar (gezähnt halbflach)

Behandelte Menge: 1000 kg - Anwendung durch Fließen

Mischer: Schneckentyp, Länge 180 cm

Dispersionsherstellung pro 100 kg Samen

Konventionelles Verfahren (1)

- Cormaison T FL 500 ml

- Wasser 500 ml

Erfindungsgemäßes Verfahren (2) Pflanzenschutzzusammensetzung

- Cormaison T FL 500 ml

- Wasser 250 ml

Schaumbildnerzusammensetzung:

- ethoxylierter Polyfluoralkohol 0,1 bis 10 g

- cobra-diethanolamid 0,1 bis 5 g

- Wasser 250 ml

- Applikator Nr. 2

- komprimierte Luft.

Erhaltenes Volumen

- Verfahren 1 1000 ml

- Verfahren 2 8000 bis 10000 ml

Mikroskopische Beobachtungen: konventionelles Verfahren (1)

- Oberfläche heterogen behandelt

- diskontinuierlicher Film

- wenige Trefferstellen am Cornet und am Hilum,

Erfindungsgemäßes Verfahren (2)

- kontinuierlicher Film

- Cornet gleichmäßig behandelt

- Hilum gleichmäßig behandelt

Feuchtigkeitsgehalt der Körnchen

vor der Behandlung: 13 %

nach der Behandlung: (1) 13,8 %; (2) 13,9 %

Beispiel 4

- Maisarten Varietät: Jaquar (gezähnt halbflach)

Behandelte Menge: 2000 kg - Aufbringung durch kontinuierliches Sprühen auf die vorbeilaufenden Körner

Mischer: Schneckentyp, Länge 180 cm

Suspensionsherstellung pro 100 kg Samen

Konventionelles Verfahren (1):

- Cormaison T FL 500 ml

- Wasser 500 ml

- erhaltenes Volumen 1000 ml

Erfindungsgemäßes Verfahren (2): Pflanzenschutzzusammensetzung

- Cormaison T FL 500 ml

- Wasser 250 ml

Schaumbildnerzusammensetzung:

- ethoxylierter Polyfluoralkohol 0,2 bis 20 g

- Cochineal-Rot 25 g

- Polyethylenglycol M6000 50 g

- Wasser 250 ml

- Applikator Nr. 2

- komprimierte Luft

Erhaltenes Volumen

- Verfahren 1 1000 ml

- Verfahren 2 12000 bis 15000 ml

Mikroskopische Beobachtungen: konventionelles Verfahren (1):

- Oberfläche heterogen behandelt

- viele Trefferstellen nur auf dem Pericarp

- wenige Trefferstellen auf dem Scutellum

Erfindungsgemäßes Verfahren (2):

- Oberfläche des Pericarps homogen behandelt

- Scutellum und Pedicel bedeckt.

Feuchtigkeitsgehalt:

vor der Behandlung: 13 %

nach der Behandlung: (1) 13,7 %; (2) 13,9 %

Die angegebenen Mengen des Produktes sind Gramm oder Milliliter pro 100 kg des Samens.

CORMAISON T FL

Zusammensetzung basierend auf 266 g/l Thiram

175 gl Antrachinon

Beispiel 5

Um die Homogenität der Behandlung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zu verifizieren, kann eine Charge Weizen der Varietät Fidel nach zwei Applikationsverfahren, wie sie im Beispiel 2 beschrieben worden sind, behandelt werden.

Um die Quantität des aktiven Materials (Oxin-Kupfer) auf jedem Korn zu analysieren, kann die Probennahme nach der La Croix-Methode durchgeführt werden bis man ± 100 Körner erhalten hat.

Analytisches Verfahren:

Atomabsorption des Kupfers unter Verwendung eines Spektrometers "Spectra AA 10"

Extraktion: Ultraschall - angesäuertes Wasser (HCl)

Anzahl der analysierten Körner:

konventionelles Verfahren (1): 98

erfindungsgemäßes Verfahren (2): 101

Tabelle 1: Ergebnis als Prozentanteil der theoretischen Behandlung

Verifizierung des Nichtvorhandenseins von Phytotoxizität bei den verwendeten Schaumbildnern.

Es wurden Keimversuche mit den Samen durchgeführt, die behandelt worden sind, wie es in den Beispielen 2 und 4 beschrieben wurde. Die Vitalität des Samens wurde mit einem Index festgelegt, der von 1 bis 5 geht (5 ist der höchste Index).

- Verfahren: gefaltetes Filterpapier

- Temperatur: 20 ºC ± 0,5º

- Ablesung: 8 Tage nach dem Säen

- Feuchtigkeitsgehalt: 95 %

- Wiederholungen: 4 x 100 Körner

Tabelle 2: Ergebnis bei Weizensaatgut, Varietät Fidel, behandelt nach Beispiel 2
Tabelle 3: Ergebnis bei Jaquar-Maissaatgut, behandelt nach Beispiel 4

* Prozentanteil der Körner, nach dem Keimen eine coleoptile Länge (LC) in den angegebenen Bereichen haben.

Beispiel 7

Verifizierung des Feuchtigkeitsgehalts, ausgedrückt in Gewichtsprozent und analysiert nach dem Chopin-Verfahren

Verwendete Methoden:

A - Diskontinuierliches Einweichen in Wasser, das ein Pflanzenschutzprodukt enthielt

B - Diskontinuierliches Einweichen in einem Schaum, gebildet aus einem Gemisch von Wasser, Schaumbildner und dem Pflanzenschutzprodukt. Expansionsgrad: das 20-fache.

C - Durch kontinuierliches oder diskontinuerliches Sprühen nach den konventionellen Verfahren mit Wasser, das ein Pflanzenschutzprodukt enthielt.

D - Durch Sprühen der Zusammensetzung 1 plus Zusammensetzung 2 nach dem Verfahren, wie es in der Erfindung beschrieben wurde. Expansionsgrad: das 20-fache

Die folgende Tabelle 4 erläutert die Ergebnisse, die als Prozentanteil der Wasseraufnahme ausgedrückt sind.

Tabelle 4 - Ergebnisse der Wasseraufnahme (Prozentanteil)

* 1 oder 2 l pro 100 kg Körner für Versuche C und D

10 oder 20 ml pro 1 kg Körner

Tabelle 5 - Gewichtszunahme Versuchsprobe: 10 kg Körner Einweichzeit: 10 Sek Sprühzeit pro 100 ml: 10 Sek; pro 200 ml: 20 Sek Ergebnisse in Kilogramm


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Pflanzenschutz von Pflanzensamen, worin gleichzeitig auf die Samen aufgebracht wird

- einerseits zumindest eine erste flüssige Zusammensetzung, die wenigstens ein Pflanzenschutzprodukt enthält und

- andererseits einen Schaum, gebildet aus einer zweiten Zusammensetzung, die wenigstens einen nicht-phytotoxischen Schaumbildner enthält,

wobei die beiden Zusammensetzungen während des Vermischens separat in Kontakt mit dem Samen gebracht werden für einen Zeitraum, der ausreichend ist, einen homogenen und gleichmäßigen Überzug auf dem Samen zu sichern.

2. Pflanzenschutzverfahren nach Anspruch 1, worin das Pflanzenschutzprodukt ein akarizides und/oder insektizides und/oder fungizides und/oder nährendes aktives Ingredienz umfaßt, gegebenenfalls kombiniert mit anderen Additiven, die eine kontrollierte Keimung unterstützen,sowie Netzmitteln, Dispergiermitteln, Färbemitteln, Klebmitteln und Stabilisierungsmitteln&sub4;

3. Verfahren nach Anspruch 2, worin das Pflanzenschutzprodukt in einer Konzentration von 50 g bis 3 kg (oder 50 ml bis 3 Liter bei einer flüssigen Zusammensetzung) pro 100 kg Samen vorhanden ist.

4. Pflanzenschutzverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, worin der Schaumbildner ein nichtionisches, anionisches, kationisches oder amphoteres oberflächenaktives Mittel oder ein Gemisch von verschiedenen dieser Mittel ist.

5. Pflanzenschutzverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, worin der Schaum durch Einspritzen von Luft oder Gas unter Druck in die zweite Zusammensetzung gebildet wird.

6. Pflanzenschutzverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, worin die zweite Zusammensetzung zusätzlich einen Schaumstabilisator enthält, wie Copra-diethanolamid.

7. Pflanzenschutzverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, worin die zweite Zusammensetzung zusätzlich ein Additiv enthält, das das Adhäsionsvermögen verstärkt.

8. Pflanzenschutzverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, worin der nicht-phytotoxische Schaumbildner ein oberflächenaktives Mittel ist, das in einer Konzentration von 0,05 g bis 100 g pro 100 kg Samen vorhanden ist.

9. Pflanzenschutzverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, worin der Samen kontinuierlich behandelt wird.

10. Pflanzenschutzverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, worin der Samen diskontinuierlich behandelt wird.

11. Pflanzenschutzverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, worin der Schaumbildner ein nichtionisches oberflächenaktives Mittel ist, insbesondere ethoxylierter polyfluorierter Alkohol.

12. Pflanzenschutzverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, worin der Schaumbildner ein anionisches oberflächenaktives Mittel ist, insbesondere Natrium-α-olefinsulfonat.

13. Pflanzenschutzverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, worin der Schaumbildner ein kationisches oberflächenaktives Mittel ist, insbesondere Alkylbenzyltrimethyl-ammoniumchlorid.

14. Pflanzenschutzverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, worin der Schaumbildner ein amphoteres oberflächenaktives Mittel ist, insbesondere Betain.

15. Pflanzenschutzvorrichtung, die die Ausführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 14 ermöglicht und die aus einem Schaumbildungsgerät (Fig. 1 und 2) besteht, das umfaßt eine erste Schaumbildungskammer (13; 29), die mit Öffnungen ausgestattet ist, die den Eintritt eines Gases (6; 24) und der Zusammensetzung, die den Schaumbildner (2; 22) enthält, ermöglichen, und das stromabwärts von diesen Öffnungen wenigstens ein Sieb (14; 32) hat, wobei diese erste Kammer in eine zweite Kammer (18; 36) für die Kompression und Strukturierung des Schaums übergeht, die in einer Austrittsdüse (20; 38) für den Schaum endet, wobei das Schaumbildungsgerät mit einem Behälter verbunden ist, der mit einem System zur Vermischung des Samens ausgerüstet ist, wobei der Behälter zusätzlich mit einem Eintrittssystem für die erste das Pflanzenschutzprodukt enthaltende Zusammensetzung ausgerüstet ist, über die Vermittlung einer Düse oder irgend einer anderen Einrichtung, die das Fließen und/oder das Versprühen dieser Zusammensetzung gestattet.

16. Pflanzenschutzvorrichtung, die eine Schaumbildungskammer nach Anspruch 15 enthält, worin der Gaseinlaß (24) und der der Zusammensetzung, die dem Schaumbildner enthält, (22), radial in entgegengerichteten Richtungen angeordnet sind.

17. Pflanzenschutzvorrichtung, die eine Schaumbildungskammer nach Anspruch 15 enthält, worin der Gaseinlaß (6) und der der Zusammensetzung, die den Schaumbildner enthält, (2), senkrecht zueinander angeordnet sind.

18. Pflanzenschutzvorrichtung, die eine Schaumbildungskammer nach einem der Ansprüche 15 bis 17 enthält, wobei diese ein Sieb (14; 32) enthält, dessen Maschenöffnungen 250 bis 2500 µm groß sind.

19. Pflanzenschutzvorrichtung, die eine Schaumbildungskammer nach Anspruch 18 enthält, wobei diese stromaufwärts von dem Sieb der Maschengröße 250 bis 2500 µm (14) ein erstes Sieb (12) enthält, das vielgestaltige Öffnungen von 3 bis 10 mm hat.







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