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Dokumentenidentifikation DE19532351A1 06.03.1997
Titel Fahrzeugluftreifen
Anmelder SP Reifenwerke GmbH, 63450 Hanau, DE
Erfinder Nau, Robert, 63546 Hammersbach, DE
Vertreter Manitz, Finsterwald & Partner, 80538 München
DE-Anmeldedatum 01.09.1995
DE-Aktenzeichen 19532351
Offenlegungstag 06.03.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.03.1997
IPC-Hauptklasse B60C 9/18
Zusammenfassung Fahrzeugluftreifen mit einer Karkasse (1), einem Laufstreifen und einer Verstärkungseinlage (3) mit einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten, Festigkeitsträger bildenden Korden (9, 10) zwischen Karkasse (1) und Laufstreifen, bei welchem die Verstärkungseinlage (3) mindestens eine Einzellage (4) aufweist, die aus zumindest zwei axial nebeneinander angeordneten Teillagen (7, 8) besteht, deren Korde (9, 10) jeweils mit der Reifenumfangsrichtung einen Winkel (13) einschließen und in den axial benachbarten Teillagen (7, 8) bezüglich der Reifenumfangsrichtung gegensinnig geneigt sind, wobei zur Verbesserung der Reifeneigenschaften die Korde der Verstärkungseinlage (3) mit der Reifenumfangsrichtung jeweils einen Winkel (13) zwischen ca. 15° und ca. 30°, insbesondere ca. 25° einschließen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Weiterbildung der früheren Patentanmeldung mit der Nummer DE 195 02 427.3.

Diese frühere Anmeldung betrifft einen Fahrzeugluftreifen mit einer Karkasse, einem Laufstreifen und einer Verstärkungseinlage mit einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten, Festigkeitsträger bildenden Korden zwischen Karkasse und Laufstreifen.

Der früheren Anmeldung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fahrzeugluftreifen dieser Art anzugeben, bei dem der Abrieb des Reifens verringert und die Schnellaufeigenschaften sowie die Haftung verbessert sind.

Diese Aufgabe wird gemäß der früheren Anmeldung dadurch gelöst, daß die Verstärkungseinlage mindestens eine Einzellage aufweist, die aus zumindest zwei axial nebeneinander angeordneten Teillagen besteht, deren Korde jeweils mit der Reifenumfangsrichtung einen Winkel einschließen, und daß die Korde in den axial benachbarten Teillagen bezüglich der Reifenumfangsrichtung gegensinnig geneigt sind.

Die vorliegende Erfindung betrifft Weiterbildungen der früheren Anmeldung.

Eine solche Weiterbildung besteht darin, daß die Korde der Verstärkungseinlage mit der Reifenumfangsrichtung jeweils einen Winkel zwischen ca. 15° und ca. 30°, insbesondere ca. 25° einschließen. Erfindungsgemäße Fahrzeugluftreifen, deren Korde mit der Reifenumfangsrichtung einen Winkel in dem angegebenen Bereich einschließen, haben bei Versuchen besonders gute Reifeneigenschaften, insbesondere hinsichtlich Schnellauf und Abrieb, gezeigt. Derartige Reifen sind insbesondere als Hochleistungsreifen für Personenkraftwagen vorteilhaft verwendbar.

Eine andere Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß eine die Verstärkungseinlage zumindest in Teilbereichen ihrer Breite umschließende Abdeckung vorgesehen ist. Durch eine solche Abdeckung können die Schnellaufeigenschaften des erfindungsgemäßen Reifens weiter verbessert werden. Die Abdeckung kann über die gesamte Gürtelbreite oder nur in bestimmten Bereichen, insbesondere in den beiden Schulterbereichen des Reifens und im Stoßbereich der beiden Teillagen der Verstärkungseinlage vorgesehen sein.

Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, in der Abdeckung Korde aus Textilmaterial, insbesondere aus Nylon oder Aramid zu verwenden. Ebenso hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, eine wendelförmig gewickelte Streifenbandage als Abdecklage zu verwenden. Die einzelnen Windungen der wendelförmig gewickelten Streifenbandage sind bevorzugt zumindest zum Teil einander überlappend gewickelt, wobei die Überlappungsbreite über die Reifenbreite unterschiedlich sein kann. Auf diese Weise kann die Rückhaltekraft der Abdecklage in bestimmten Bereichen besonders groß und in anderen Bereichen kleiner eingestellt werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben. Die einzige Figur zeigt in schematischer Darstellung den Aufbau einer erfindungsgemäßen Verstärkungseinlage.

Die dargestellte Verstärkungseinlage 3 besteht aus zwei Einzellagen 4 und 5, nämlich einer auf der Karkasse 1 angeordneten geteilten Einzellage 4 und einer darüber angeordneten, die Einzellage 4 überdeckenden Einzellage 5. Die Verstärkungseinlage 3 ist durch eine wendelförmig gewickelte Streifenbandage 6 mit Korden aus einem Textilmaterial, insbesondere Nylon oder Aramid, abgedeckt. Die Streifenbandage 6 kann, anders als dargestellt, nicht nur im Schulterbereich des Reifens, sondern auch in anderen Reifenbereichen und auch über die gesamte Reifenbreite vorgesehen sein.

Die geteilte Einzellage 4 besteht aus zwei Teillagen 7 und 8, die symmetrisch zur Umfangsmittelebene 1 des Reifens auf der Karkasse 1 angeordnet sind. Die Korde 9 und 10 der beiden Teillagen 7 und 8 sind zur Reifenumfangsrichtung 11 gegensinnig geneigt und schließen mit dieser jeweils einen Winkel von ca. 25° ein. Der Winkel kann aber grundsätzlich in einem Bereich zwischen ca. 15° und ca. 30° zur Reifenumfangsrichtung liegen.

Die Korde 11 der ungeteilten Einzellage 5 verlaufen quer zur Reifenumfangsrichtung und schließen mit dieser einen Winkel von ca. 90° ein. Es sind hier jeweils nur einige Korde 9, 10 und 11 dargestellt. Tatsächlich sind die Korde 9, 10 und 11 viel dichter angeordnet. Auch kann grundsätzlich auf die ungeteilte Einzellage 5 verzichtet werden. Die geteilte Einzellage 4 wird dann insbesondere im Stoßbereich der beiden Teillagen 7 und 8 durch eine wendelförmig gewickelte Streifenbandage oder auch durch ein einzelnes breites Abdeckband abgedeckt.

Die hier dargestellten und beschriebenen Weiterbildungen der Hauptanmeldung können grundsätzlich mit allen in der Hauptanmeldung beschriebenen Ausgestaltungen kombiniert werden. So kann beispielsweise auch hier die Einzellage 4 asymmetrisch geteilt sein.

Bezugszeichenliste

1 Karkasse

2 frei

3 Verstärkungseinlage

4 geteilte Einzellage

5 ungeteilte Einzellage

6 Streifenbandage

7 Teillage

8 Teillage

9 Kord

10 Kord

11 Kord

12 Stoß

13 Winkel

I Umfangsmittelebene

II Reifenumfangsrichtung


Anspruch[de]
  1. 1. Fahrzeugluftreifen mit einer Karkasse (1), einem Laufstreifen und einer Verstärkungseinlage (3) mit einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten, Festigkeitsträger bildenden Korden (9, 10) zwischen Karkasse (1) und Laufstreifen, bei welchem die Verstärkungseinlage (3) mindestens eine Einzellage (4) aufweist, die aus zumindest zwei axial nebeneinander angeordneten Teillagen (7, 8) besteht, deren Korde (9, 10) jeweils mit der Reifenumfangsrichtung einen Winkel (13) einschließen und in den axial benachbarten Teillagen (7, 8) bezüglich der Reifenumfangsrichtung gegensinnig geneigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Korde (9, 10) der Verstärkungseinlage (3) mit der Reifenumfangsrichtung jeweils einen Winkel (13) zwischen ca. 15° und ca. 30°, insbesondere ca. 25°, einschließen.
  2. 2. Fahrzeugluftreifen mit einer Karkasse (1), einem Laufstreifen und einer Verstärkungseinlage (3) mit einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten, Festigkeitsträger bildenden Korden (9, 10) zwischen Karkasse (1) und Laufstreifen, bei welchem die Verstärkungseinlage (3) mindestens eine Einzellage (4) aufweist, die aus zumindest zwei axial nebeneinander angeordneten Teillagen (7, 8) besteht, deren Korde (9, 10) jeweils mit der Reifenumfangsrichtung einen Winkel (13) einschließen und in den axial benachbarten Teillagen (7, 8) bezüglich der Reifenumfangsrichtung gegensinnig geneigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß eine die Verstärkungseinlage (3) zumindest in Teilbereichen ihrer Breite umschließende Abdeckung (6) mit zumindest im wesentlichen in Reifenumfangsrichtung verlaufenden Korden vorgesehen ist.
  3. 3. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (6) Korde aus Textilmaterial, insbesondere aus Nylon oder Aramid enthält.
  4. 4. Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdecklage (6) als wendelförmig gewickelte Streifenbandage ausgebildet ist.






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