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Dokumentenidentifikation DE69304129T2 06.03.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0569003
Titel Wasserdispergierbare Polyesterzusammensetzung für Bildaufzeichnungsmaterial
Anmelder Toyo Boseki K.K., Osaka, JP
Erfinder Asai, Haruo, c/o Toyo Boseki K. K., Ohtsu-shi, Shiga 520-02, JP;
Kuwabara, Mitsuru, c/o Toyo Boseki K. K., Ohtsu-shi, Shiga 520-02, JP;
Kotera, Nobukazu, c/o Toyo Boseki K. K., Ohtsu-shi, Shiga 520-02, JP
Vertreter Patentanwälte von Kreisler, Selting, Werner et col., 50667 Köln
DE-Aktenzeichen 69304129
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 06.05.1993
EP-Aktenzeichen 931073274
EP-Offenlegungsdatum 10.11.1993
EP date of grant 21.08.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.03.1997
IPC-Hauptklasse C08L 67/00
IPC-Nebenklasse B41M 5/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Polyesterharzzusammensetzung fur ein Bildaufzeichnungsmedium, das zur Bildung von Bildern auf Folie, Papier, Metall, Glas und Tuch verwendbar ist.

Die Bildaufzeichnung bezieht sich in der vorliegenden Beschreibung hauptsächlich auf Farbdauerkopieauf zeichnungen, wie Sublimationstransfer, Schmelztransfer, Tintenstrahldrucken und Elektrophotographie, und im Hinblick auf die Dispergierbarkeit mit Farbstoff oder Pigment, Färbungseigenschaften, Affinität usw. werden für diese Bildauf zeichnungen unabhängig vom Aufzeichnungsverfahren Polyester verwendet. Als färbbares Harz für die farbstoffaufnehmende Schicht von Sublimationstransfer-Bildaufnahmepapier sind herkömmlicherweise zum Beispiel gesättigte Polyester bekannt, wie es im US-Patent Nr. 4,474,859 und in den Japanischen Offenlegungsschriften Nr. 64899/1985, 258790/1986 und 105689/1987 offenbart ist.

Wenn ein in organischen Lösungsmitteln löslicher gesättigter Polyester verwendet wird, um Bilder durch Sublimationstransfer, Schmelztransfer, Tintenstrahldrucken oder Elektrophotographie zu bilden, ist es möglich, Bilder hoher Qualität mit überlegener Farbdichte, Abstufung, Farbwiedergabe und Schärfe zu erhalten, während im Hinblick auf die Konservierungsstabilität von Bildern gegenüber Verunreinigung durch Fingerabdrücke, Fette und Öle, zum Beispiel in verschiedenen Kosmetika, sowie Weichmacherkomponenten in Radierer- und Vinylchloridfolie der durch diese Komponenten beeinträchtigte Polyester zu einer ungenügenden Haltbarkeit der erhaltenen Bilder führt, und insbesondere führt eine langfristige Konservierung zu Problemen mit der Farbänderung, Verwirbelung von Bildern und dergleichen, so daß die Anforderungen in bezug auf die Eigenschaften von Bildern nicht erfüllt werden.

Entsprechend ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Polyesterzusammensetzung bereitzustellen, die eine überlegene Beständigkeit aufweist gegenüber organischen Lösungsmitteln, Fetten und Ölen, Fingerabdrücken und Weichmachern, die Verwirbelungen von Bildern bewirken können, die unter Verwendung von sublimierbaren Farbstoffen, Pigmenttinten, Farbstofftinten, Farbstofftonern oder Pigmenttonern gebildet wurden.

Die Erfinder haben eingehende Untersuchungen wasserdispergierbarer Polyesterharze durchgeführt, um das oben genannte Ziel der vorliegenden Erfindung zu erreichen, und fanden, daß eine Polyesterzusammensetzung mit dem folgenden Aufbau hinsichtlich der Konservierungsstabilität von Bildern überlegen ist, was zur Fertigstellung der vorliegenden Erfindung führte.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Polyesterzusammensetzung für ein Bildaufzeichnungsmedium, umfassend (1) einen wasserdispergierbaren Polyester mit einer Glasübergangstemperatur von nicht weniger als 40ºC, einer relativen Dichte des Harzes von nicht weniger als 1,25, einem nach dem Verfahren von Small et al. berechneten Wert des Löslichkeitsparameters (SP) von 9,5-12,0, der neben den Endgruppen des Polyesters wenigstens eine Art hydrophiler polarer Gruppen aufweist und in Methylethylketon, Toluol sowie einem Lösungsmittelgemisch davon unlöslich ist, wobei es sich bei 65 Mol-% oder mehr einer den Polyester aufbauenden Glycolkomponente um Ethylenglycol handelt, in einem Anteil von 5-50 Gew.-%, (2) eine organische Verbindung, die mit Wasser verträglich ist, in einem Anteil von 0-20 Gew.-% sowie (3) Wasser in einem Anteil von 30-95 Gew.-%.

Beispiele für die Carbonsäurekomponente des in der vorliegenden Erfindung zu verwendenden Polyesters (1) sind aromatische Dicarbonsäuren, wie Terephthalsäure, Isophthalsäure, Qrthophthalsäure, 2,6-Naphthalinsäure und 1,1,3-Trimethyl-3-phenylinden- 4',5-dicarbonsäure, und Beispiele für geeignete Dicarbonsäuren außer den aromatischen Dicarbonsäuren sind aromatische Oxycarbonsäuren&sub1; wie p- (Hydroxyethoxy)benzoesäure, gesättigte aliphatische Dicarbonsäuren, wie Bemsteinsäure, Adipinsäure, Äzelainsäure, Sebacinsäure und Dodecandicarbonsäure, ungesättigte aliphatische oder alicyclische Dicarbonsäuren, wie Fumarsäure, Maleinsäure, Tetrahydrophthalsäure und 1,4-Cyclohexandicarbonsäure, und auch Tri- oder Tetracarbonsäuren, wie Trimellithsäure und Pyromellithsäure, können in einem Anteil von nicht mehr als 10 Mol-%, bezogen auf die gesamte Säurekomponente, verwendet werden.

Beispiele für die wenigstens eine Art hydrophiler polarer Gruppen sind Metallsalze von Sulfonsäuren, Metallsalze von Carbonsäuren, Metallsalze von Phosphonsäuren, Salze tertiärer Amine, quartäre Ammoniumsalze und Verbindungen, die einen Pyridinring enthalten. Beispiele für das Metall sind Alkalimetalle, wie Natrium und Kalium, sowie Erdalkalimetalle, wie Calcium. Beispiele für die Metallsalze von Sulfonsäuren sind Sulfopolycarboxylate, wie 5-Natriumsulfoisophthalat, 5-Kaliumsulfoisophthalat, Natriumsulfoterephthalat, 5-Tetrabutylphosphoniumsulfoisophthalat und Natriumsulfosuccinat sowie ihre Derivate, Natriumsulfohydrochinon und sein Additionsprodukt mit Alkylenoxid, Natriumsulfobisphenol A und sein Additionsprodukt mit Alkylenoxid, das Additionsprodukt von 5-Natriumsulfoisophthalat mit Ethylenoxid sowie das Kondensationsprodukt von Natriumsulfosuccinat und Ethylenglycol. Beispiele für das tertiäre Amin und für das quartäre Ammonium sind stickstoffhaltige Alkohole, wie N-Methyldiethanolamin und 2- Methyl-2-(dimethylaminomethyl)-1,3-propandiol und ihre Hydrochloride, Sulfonate, Sulfate und Derivate. Beispiele für die Verbindungen, die einen Pyridinring enthalten, sind Pyridin, Dipicolinsäure, Dihydroxypyridin, Pyridindimethanol, Pyridinpropandiol und Diaminopyridin sowie ihre Derivate.

Beispiele für die Metallsalze von Phosphonsäuren sind Gruppen der Formeln

wobei M ein Wasserstoffatom oder ein Alkalimetall ist und die Gruppen hergestellt werden, indem man die Verbindungen der Formeln

reagieren läßt.

Wenn der Polyester keine hydrophile polare Gruppe aufweist, wird die Dispergierbarkeit des Polyesters in Wasser sehr gering. In der vorliegenden Erfindung enthält der Polyester vorzugsweise eine hydrophile polare Gruppe in einem Anteil von 1-10 Mol-%, bezogen auf die gesamte Säurekomponente.

Nicht weniger als 65 Mol-% der Glycolkomponente des in der vorliegenden Erfindung zu verwendenden Polyesters sind Ethylenglycol. Beispiele für andere Glycolkomponenten als Ethylenglycol, die in einem Anteil von weniger als 35 Mol-% der gesamten Glycolkomponente zu verwenden sind, sind Polyethylenglycole, wie Diethylenglycol, Triethylenglycol, Propylenglycol, 1,3-Propandiol, 1,4-Butandiol, 1,5-Pentandiol, 1,6-Hexandiol, Neopentylglycol, Dipropylenglycol, 2,2,4-Trimethyl-1,3-pentandiol, Cyclohexandimethanol, Tricyclodecandimethylol, das Additionsprodukt von Bisphenol A mit Ethylenoxid oder Propylenoxid, das Additionsprodukt von hydriertem Bisphenol A mit Ethylenoxid oder Propylenoxid, 2,2-Diethyl-1,3-propandiolund2-n-Butyl-2-ethyl-1,3-propandiol, wobei Neopentylglycol, Diethylenglycol, Polyethylenglycol, Tricyclodecandimethylol und dem Additionsprodukt von Bisphenol A mit Ethylenoxid der Vorzug gegeben wird.

Der in der vorliegenden Erfindung zu verwendende Polyester umfaßt im wesentlichen Ethylenglycol in einem Anteil von nicht weniger als 65 Mol-%, vorzugsweise nicht weniger als 70 Mol-%, bezogen auf die gesamte Glycolkomponente. Wenn Ethylenglycol in einem Anteil von weniger als 65 Mol-% enthalten ist, wird der Polyester leicht durch organische Lösungsmittel, Weichmacher und/oder Fette und Öle beeinträchtigt, mit dem Ergebnis, daß die erhaltenen Bilder nur eine geringe Beständigkeit gegenüber Weichmacher, Beständigkeit gegenüber Fingerabdrücken und Beständigkeit gegenüber Fetten und Ölen haben.

Die Glasübergangstemperatur (Tg) des Polyesters beträgt nicht weniger als 40ºC, vorzugsweise 40-70ºC. Wenn Tg niedriger als 40ºC ist, werden die Wärmebeständigkeit und die Blockierungsbeständigkeit der erhaltenen Bilder merklich schlechter, so daß ein Durchschlagen und Farbveränderungen von Bildern schon bei Raumtemperatur auftreten, was die Lagerfähigkeit der erhaltenen Dauerkopie beeinträchtigt.

Der nach dem Verfahren von Small et al. berechnete SP-Wert des Polyesters beträgt 9,5-12,0, vorzugsweise 9,8-12,0. Wenn der SP- Wert kleiner als 9,5 ist, wird die Affinität zu organischen Lösungsmitteln, die eine hohe Affinität zu Weichmachern haben, verstärkt, so daß die Haltbarkeit und Beständigkeit gegenüber organischen Lösungsmitteln der erhaltenen Bilder abnehmen. Wenn der SP-Wert andererseits 12,0 überschreitet, wird die Affinität zu Wasser und Alkohol verstärkt, so daß die Wasserbeständigkeit und die Beständigkeit gegenüber Verschmutzung durch andere Faktoren als Weichmacher, wie Kosmetika, sehr gering werden.

Die relative Dichte des Polyesters ist im wesentlichen nicht geringer als 1,25, vorzugsweise nicht geringer als 1,29. Wenn sie geringer als 1,25 ist, wird die Konservierung der aufgezeichneten Bilder schwierig. Durch Spezifizieren der relativen Dichte des Polyesters kann das Verhältnis von Ethylenglycol zur gesamten Glycolkomponente in dem Polyester leicht gesteuert werden.

Daß der Polyester in Methylethylketon, Toluol sowie einem Lösungsmittelgemisch davon unlöslich ist, bedeutet, daß der Polyester unter den später zu erwähnenden, bei der Bewertung der Beständigkeit gegenüber organischen Lösungsmitteln verwendeten Bedingungen nicht aufgelöst wird. Es ist wesentlich, daß sich der Polyester selbst oder eine unter Verwendung des Polyesters erhaltene Dauerkopie unter den in dem Experiment unten angegebenen Bedingungen nicht vollständig in den organischen Lösungsmitteln löst. Die Unlöslichkeit in organischen Lösungsmitteln, wie sie oben erwähnt ist, ist die notwendige Eigenschaft, um den Bildern Beständigkeit gegenüber Verunreinigung zu verleihen.

Das Zahlenmittel des Molekulargewichts des Polyesters beträgt vorzugsweise 2000-50 000.

Die in der vorliegenden Erfindung zu verwendende organische Verbindung (2), die mit Wasser verträglich ist, vermag den Polyester aufzulösen, und Beispiele dafür sind einwertige Alkohole, wie Methanol, Ethanol, n-Propanol, Isopropanol, n-Butanol, sec-Butanol und tert-Butanol, Glycole, wie Ethylenglycol und Propylenglycol, Glycolderivate, wie Methylcellosolve, Ethylcellosolve, n-Butylcellosolve, t-Butylcellosolve und 3-Methyl-3-methoxybutanol, Ether, wie Dioxan, Ester, wie Ethylacetat, und Ketone, wie Cyclohexanon, Cyclooctanon, Cyclodecanon und Isophoron. Besonders bevorzugt sind n-Butylcellosolve, t-Butylcellosolve, Ethylcellosolve und Isopropanol. Diese mit Wasser verträglichen organischen Verbindungen können allein oder in Kombination verwendet werden. Der Siedepunkt dieser Verbindungen (2) liegt vorzugsweise im Bereich von 60ºC bis 200ºC. Wenn der Siedepunkt 6000 nicht erreicht, ist es schwierig, die zum Auflösen des Polyesters in der organischen Verbindung notwendige Temperatur zu erreichen. Wenn der Siedepunkt andererseits 200ºC überschreitet, so führt dies insofern zu einer schlechteren Schnelltrocknungsfähigkeit, als die Auftragung einer erhaltenen wäßrigen Dispersion und deren Trocknung eine lange Zeit erfordern.

Der Anteil von (1) dem Polyester, (2) der mit Wasser verträglichen organischen Verbindung und (3) Wasser ist wesentlich, um die Eigenschaften der wasserdispergierbaren Polyesterzusammensetzung der vorliegenden Erfindung auf einem gewünschten Niveau zu halten.

Wenn der wasserdispergierbare Polyester (1) in der Polyesterzusammensetzung in einem Anteil von weniger als 5 Gew.-% oder mehr als 50 Gew.-% enthalten ist, wird die Viskosität der erhaltenen Zusammensetzung in unerwünschter Weise zu niedrig oder zu hoch. Die mit Wasser verträgliche organische Verbindung (2) ist in einem Anteil von nicht mehr als 20 Gew.-%, bezogen auf die Zusammensetzung, in der Polyesterzusammensetzung enthalten und kann als Dispergiermittel verwendet werden, um die Dispersion des Polyesters in Wasser zu unterstützen; oberhalb dieses Anteils wird die Trocknungsfähigkeit nach der Auftragung der Zusammensetzung in unerwünschter Weise schlechter.

In der vorliegenden Erfindung kann der wasserdispergierbare Polyester mit anderen Harzen gemischt oder umgesetzt werden. Beispiele für die Harze, die damit gemischt werden können, sind Polyvinylharze, Polycarbonatharze, Polyacrylharze, Polymethacrylharze, Polyolefinharze, Cellulosederivatharze, Polyetherharze, andere Polyesterharze als Polyester (1), Epoxidharze und Polyurethanharze.

Der in der Erfindung zu verwendende wasserdispergierbare Polyester kann mit einem duroplastischen Harz gemischt werden, um die Haltbarkeit von Bildern mit Hilfe des in der Hitze gehärteten oder vernetzten Harzes zu verbessern. Beispiele für das duroplatische Harz, das gleichzeitig mit Vernetzungsmittel verwendet wird, sind Silikonharz, Melaminharz, Phenol-Formaldehyd-Harz, Epoxidharz und Isocyanatharz. Beispiele für Vernetzungsverfahren sind ionische Vernetzung, Strahlungsvernetzung oder dergleichen.

Zur Verbesserung der Trennbarkeit können verschiedene Gleitmittel zu der Zusammensetzung der Erfindung gegeben werden. Zu solchen Gleitmitteln gehören zum Beispiel Fluorharz, Silikonharz sowie Tenside, wie Salze organischer Sulfonsäuren, Salze organischer Phosphorsäuren und Salze organischer Carbonsäuren

Außerdem kann die Zusammensetzung der Erfindung Additive wie UV-Absorber und Antioxidantien enthalten, um die Lichtbeständigkeit der aufgezeichneten Bilder zu verbessern.

Das Substrat für das Bildaufzeichnungsmedium unterliegt keiner besonderen Einschränkung, und Beispiele dafür sind Papier, synthetisches Papier, verschiedene Folien, verschiedene Platten, Metall oder Glas.

Die vorliegende Erfindung wird im folgenden anhand von erläuternden Herstellungsbeispielen und Beispielen im einzelnen erklärt, wobei "Teil" "Gewichtsteil" bedeutet und "%" "Gew.-%" bedeutet, wenn nichts anderes angegeben ist.

Das Zahlenmittel des Molekulargewichts des hergestellten Polyesters wurde durch GPC gemessen, die Zusammensetzung des Polyesters wurde durch ¹H-NMR bestimmt, und die Glasübergangstemperatur wurde durch DSC gemessen; die Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt.

Die relative Dichte, der SP-Wert, die Wärmebeständigkeit, die Beständigkeit gegenüber Weichmachern, die Beständigkeit gegenüber Fingerabdrücken und die Beständigkeit gegenüber organischen Lösungsmitteln wurden nach den folgenden Verfahren gemessen oder berechnet, und die Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.

Herstellungsbeispiel von Polyester

Dimethylterephthalat (233 Teile), Dimethylisophthalat (233 Teile), 5-Natriumsulfoisophthalat (30 Teile), Ethylenglycol (256 Teile), Diethylenglycol (146 Teile) und Tetrabutoxytitanat (0,5 Teile) wurden in einen Autoklaven gegeben, der mit einem Thermometer und Rührer ausgestattet war, und das Gemisch wurde zur Umesterung 4 Stunden lang auf 150-220ºC erhitzt; dann wurde die Temperatur des Reaktionssystems in 10 Minuten auf 250ºC gesteigert. Der Druck des Systems wurde in 25 Minuten allmählich auf 0,3 mm Hg oder weniger reduziert, und man ließ das Gemisch 1 Stunde lang unter diesen Bedingungen reagieren, was einen blaßgelben transparenten Polyester A ergab. Das Zahlenmittel des Molekulargewichts des erhaltenen Polyesters A betrug 20 000. In derselben Weise wurden die Polyester B-E erhalten, und die Einzelheiten sind in Tabelle 1 gezeigt.

Die Eigenschaften des Polyesters und der Polyesterzusammensetzung wurden wie folgt bestimmt.

(1) Relative Dichte

Die relative Dichte der erhaltenen Polyester wurde nach dem Schwimm-Sink-Verfahren unter Verwendung einer wäßrigen Lösung von Calciumchlorid (30ºC) bestimmt.

(2) SP-Wert

Die SP-Werte der erhaltenen Polyester wurden nach dem Verfahren von Small et al. (J. Appl. Chem. 1953, 3, 71) berechnet.

(3) Wärmebeständigkeit (prozentuale Farbverblassung an einer dunklen Stelle)

Ein bildaufnehmendes Material, das unter Verwendung der in Beispiel 1 unten zu erhaltenden Polyesterzusammensetzung hergestellt wurde und auf das ein Cyanfarbstoff übertragen wurde, ließ man zum Altern 200 Stunden lang bei 60ºC an einer dunklen Stelle stehen, und die Farbstoffdichte vor und nagh dem Wärmebeständigkeitstest wurden miteinander verglichen, was als prozentuale Farbstoffdichteretention gezeigt ist.

(4) Beständigkeit gegenüber Weichmachern

Eine 80 µm dicke Vinylchloridfolie (1 cm²) wurde auf ein bildaufnehmendes Material geklebt, auf das ein Cyanfarbstoff übertragen worden war, und die Vinylchloridfolie wurde mit einer Last von 5 g belastet. Man ließ die Folie zum Altern 24 Stunden lang bei 40ºC stehen, und die Entfärbung des Cyanfarbstoffs sowie die Spuren der Folie wurden beobachtet. Sie wurden nach den folgenden Kriterien bewertet.

: zeigte keine Spuren der Folie auf der Oberfläche des bildaufnehmenden Materials und auch keine Entfärbung

Δ: zeigte keine Farbveränderung, zeigte aber Spuren der Folie

X: zeigte Farbveränderung und Spuren der Folie

(5) Beständigkeit gegenüber Fingerabdrücken

Der Daumen wurde fest gegen die Oberfläche eines bildaufnehmenden Materials gedrückt, auf das ein Cyanfarbstoff übertragen worden war, so daß der Fingerabdruck auf der Oberfläche der Bilder zurückblieb. Man ließ das Material zum Altern 48 Stunden lang bei 40ºC stehen, und die Agglomeration des Cyanfarbstoffs, die Entfärbung und die Spuren des Fingerabdrucks wurden untersucht und wie folgt bewertet.

: zeigte keine Spuren des Fingerabdrucks auf der Oberfläche des bildaufnehmenden Materials und auch keine Farbveränderung

Δ: zeigte keine Farbveränderung, zeigte aber Spuren des Fingerabdrucks

X: zeigte Agglomeration des Farbstoffs auf der Oberfläche der Bilder

(6) Beständigkeit gegenüber organischen Lösungsmitteln

Der erhaltene Polyester wurde zu einem Lösungsmittel gegeben, und zwar Methylethylketon, Toluol oder ein Gemisch von Methylethylketon:Toluol = 50:50 (Gewichtsverhältnis), so daß die Konzentration an Feststoffen 15% betrug, und man ließ das Gemisch 48 Stunden lang bei Raumtemperatur stehen. Die Löslichkeit des Polyesters wurde visuell beobachtet und wie folgt bewertet.

: System, das den Polyester vollständig ohne Auflösung zurückbehielt

X: der Rest

Beispiel 1

Polyester A (30 Teile) und n-Butylcellosolve (15 Teile) wurden in einen Behälter gegeben, und das Gemisch wurde etwa 3 Stunden lang bei 100ºC gerührt, was eine homogene, viskose und geschmolzene Lösung ergab. Wasser (55 Teile) wurde hinzugefügt, während man die Lösung kräftig rührte, und etwa 1 Stunde später wurde eine homogene, blaßgelb-weiße wasserdispergierbare Polyesterzusammensetzung A-1 erhalten.

Der wasserdispergierbare Polyester A-1 für die bildaufnehmende Schicht wurde mit einer gemischten Lösung von Isopropanol:Wasser = 60:40 (Gewichtsverhältnis) verdünnt und mit einem Schieber auf ein 150 µm dickes synthetisches Polyethylenterephthalatpapier aufgetragen, so daß die Dicke der getrockneten Schicht 7-10 µm betrug. Die Dispersion enthielt ein silikonmodifiziertes Öl in einem Anteil von 8 Gew.-%, bezogen auf die Harzkomponente. Das Trocknen wurde 20 Minuten lang bei 100ºC durchgeführt. Die Haftung der Folie war sehr gut, und die Folie wurde beim Eintauchen in Wasser nicht weiß, was auf eine überlegene Wasserbeständigkeit hinweist.

Beispiel 2

Polyester B (30 Teile) und Wasser (70 Teile) wurden in einen Behälter gegeben, und das Gemisch wurde etwa 3 Stunden lang bei 80ºC gerührt, was eine homogene, weiße, wasserdispergierbare Polyesterzusammensetzung B ergab. In derselben Weise wie in Beispiel 1 wurde eine farbstoffaufnehmende Schicht gebildet und als Probe für Beispiel 2 verwendet.

Beispiele 3-5

Unter Verwendung der Polyester C-E wurden farbstoffaufnehmende Schichten nach einem ähnlichen Verfahren wie in Beispiel 1 gebildet und als Proben für die Beispiele 3-5 verwendet.

Vergleichsbeispiel 1

Unter Verwendung von Polyester F wurde eine farbstoffaufnehmende Schicht nach einem ähnlichen Verfahren wie in Beispiel 1 gebildet und als Probe für Vergleichsbeispiel 1 verwendet.

Vergleichsbeispiele 2-4

Unter Verwendung der Polyester G-I wurden farbstoffaufnehmende Schichten nach einem ähnlichen Verfahren wie in Beispiel 1 gebildet und als Proben für die Vergleichsbeispiele 2-4 verwendet.

Tabelle 1

In Tabelle 1 steht jede Abkürzung für das folgende:

TPA: Terephthalsäure IPA: Isophthalsäure

CHDA: Cyclohexandicarbonsäure

*1: 5-Natriumsulfoisophthalat

TCD: Tricyclodecandimethylol

EG: Ethylenglycol NPG: Neopentylglycol

DEG: Diethylenglycol PG: Propylenglycol

Tabelle 2

In Tabelle 2 steht M für Methylethylketon, T steht für Toluol, und M/T steht fur ein Lösungsmittelgemisch aus Methylethylketon/ Toluol.

Wenn sie für eine Bildaufzeichnungsschicht eines Bildaufzeichnungsmediums verwendet wird, ist die Polyesterzusammensetzung der vorliegenden Erfindung, die 65 Mol-% oder mehr einer Glycolkomponente in einem wasserdispergierbaren Polyester umfaßt, der eine hydrophile polare Gruppe und eine bestimmte Glasübergangstemperatur, relative Dichte, SP-Wert und Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln aufweist, der Haltbarkeit der aufgezeichneten Bilder förderlich, die eine ausgezeichnete Wärmebeständigkeit, Beständigkeit gegenüber Weichmachern, Beständigkeit gegenüber Fingerabdrücken und Beständigkeit gegenüber Lösungsmitteln besitzen.


Anspruch[de]

1. Polyesterzusammensetzung für ein Bildaufzeichnungsmedium, umfassend (1) einen wasserdispergierbaren Polyester mit einer Glasübergangstemperatur von nicht weniger als 40ºC einer relativen Dichte von nicht weniger als 1,25, einem nach dem Verfahren von Small et al. berechneten Wert des Löslichkeitsparameters (SP) von 9,5-12,0, der neben den Endgruppen des Polyesters wenigstens eine Art hydrophiler polarer Gruppen aufweist und in Methylethylketon, Toluol sowie einem Lösungsmittelgemisch davon unlöslich ist, wobei es sich bei 65 Mol-% oder mehr einer den Polyester aufbauenden Glycolkomponente um Ethylenglycol handelt, in einem Anteil von 5-50 Gew.-%, (2) eine organische Verbindung, die mit Wasser verträglich ist und den Polyester aufzulösen vermag, in einem Anteil von 0-20 Gew.-% sowie (3) Wasser in einem Anteil von 30-95 Gew.-%.

2. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei die hydrophile polare Gruppe in einem Anteil von 1-10 Mol-%, bezogen auf die Gesamtsäurekomponente, in dem Polyester (1) enthalten ist.

3. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei es sich bei nicht weniger als 70 Mol-% der den Polyester (1) aufbauenden Glycolkomponente um Ethylenglycol handelt.

4. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei die Glasübergangstemperatur des Polyesters (1) 40-70ºC beträgt.

5. Zusammensetzung gemäß Anspruch 1, wobei die relative Dichte des Polyesters (1) nicht weniger als 1,29 beträgt.

6. Bildaufzeichnungsmedium&sub1; das eine die Zusammensetzung gemäß Anspruch 1 umfassende Schicht auf einem Substrat umfaßt.

7. Verwendung des Bildaufzeichnungsmediums gemäß Anspruch 6 zur Bildung eines Bildes durch Sublimationsfarbstoffübertragung.







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