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Dokumentenidentifikation DE69305222T2 06.03.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0567988
Titel Warenbaumwechsler
Anmelder Tsudakoma Kogyo K.K., Kanazawa, Ishikawa, JP
Erfinder Banba, Hideki, Nomi-gun, Ishikawa-ken, JP
Vertreter Prüfer und Kollegen, 81545 München
DE-Aktenzeichen 69305222
Vertragsstaaten BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 27.04.1993
EP-Aktenzeichen 931067888
EP-Offenlegungsdatum 03.11.1993
EP date of grant 09.10.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.03.1997
IPC-Hauptklasse B65H 19/30

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung:

Diese Erfindung bezieht sich auf eine Wechselanlage zum Auswechseln einer vollen Stoffrolle, um die ein Gewebe gewunden ist, gegen eine leere Stoffrolle.

Beschreibung des Standes der Technik:

Es gibt solch eine Webmaschine, die an ihrer unteren Position mit einer Wechselanlage zum Auswechseln einer vollen Stoffrolle, die auf ein Paar von Rollen geladen ist, gegen eine leere Stoffrolle, die an ihrer oberen Position vorgesehen ist, versehen ist (siehe japanische Patenveröffentlichungsoffenbarung (KOKAI) 1-97 241, die US-A-5 063 970 oder die US-A-4 606 381).

Diese Wechselanlagen bestehen aus einem sich hin- und herbewegenden Teil zum Ausüben einer Preßkraft auf beide Endabschnitte der vollen Stoffrolle auf dem Paar von Rollen zum Liefern der vollen Stoffrolle auf einen Empfangstisch vor der Webmaschine und einer Tragvorrichtung zum Tragen der leeren Stoffrolle von einer Nachbarschaft der Position, an der die leere Stoffrolle vorgesehen ist, zu einer Nachbarschaft oberhalb des Paares von Rollen und dann Freigeben der getragenen leeren Stoffrolle auf die Rollen.

Eine Anordnung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 ist aus der US-A-4 606 381 bekannt.

Die in der japanischen Patenveröffentlichungsoffenbarung 1-97 241 beschriebene Tragvorrichtung besteht aus einem Paar von Hebeteilen, von denen jedes eine Öffnung, die einen Endabschnitt der leeren Stoffrolle aufnehmen kann, und einer vertikalen Führung, die die Öffnung während der Hebebewegung des Hebeteiles abdeckt, aufweist. Nach dem Aufnehmen in seiner Öffnung des Endabschnittes der leeren Stoffrolle, die von der Position freigegeben ist, an der die leere Stoffrolle an der höchsten Position so vorgesehen ist, daß die Öffnung des Hebeteiles nicht durch die vertikale Führung abgedeckt ist, senkt sich das Hebeteil zu der niedrigsten Position herab. Während des Herabsenkens wird jeder Endabschnitt der leeren Stoffrolle durch das Hebeteil gehalten, da die Öffnung des Hebeteiles durch die vertikale Führung abgedeckt ist. Wenn die Öffnung des Hebeteiles die niedrigste Position so erreicht, daß die Öffnung nicht durch die vertikale Führung abgedeckt ist, rollt die leere Stoffrolle mit einer niedrigen Geschwindigkeit auf das Paar von Rollen, nach dem der Endabschnitt davon durch die Öffnung geht.

Ebenfalls besteht die in dem US-Patent 5 063 970 beschriebene Tragvorrichtung aus einem Dämpferarm, von dem ein Endabschnitt schwingfähig gelagert ist und der mit einem Aufnahmebord zum Laden der leeren Stoffrolle versehen ist, das aufgrund des Leergewichtes der leeren Stoffrolle schwingt, wenn die leere Stoffrolle auf das Aufnahmebord geladen wird, und einem Nockenteil, das auf einem sich hin- und herbewegenden (schwingenden) Teil zum Regulieren der Schwingungsbewegung des Dämpferarmes befestigt ist.

Wenn das schwingende Teil vorwärts schwingt und die volle Stoffrolle auf den Aufnahmetisch geliefert wird, wird die von ihrer Ladeposition freigegebene leere Stoffrolle während der Zwischenzeit von dem Aufnahmebort des Dämpferarmes aufgenommen, wobei sie in der oberen Position wartet. Obwohl der Dämpferarm, der die leere Stoffrolle aufnimmt, aufgrund des Leergewichtes der leeren Stoffrolle schwingen würde, wird die schwingende Bewegung durch das Nockenteil des schwingenden Teiles im Wege der Vorwärtsbewegung verhindert. Wenn darauffolgend das schwingende Teil in die entgegengesetzte Richtung geschwenkt wird, schwingt der Dämpferarm allmählich entlang der Nockenoberfläche, und wenn die Stoffrolle ebenfalls allmählich sich absenkt und eine Nachbarschaft des Paares von Rollen erreicht, wird die Neigung des Aufnahmebordes steil, so daß die leere Stoffrolle von dem Aufnahmebord auf das Paar von Rollen fällt.

Die vertikale Führung der in der japanischen Patentveröffentlichungsoffenbarung 1-97 241 beschriebenen Tragvorrichtung wird auch als das sich hin- und herbewegende Teil zum Liefern der vollen Stoffrolle benutzt, aber es ist schwierig, die Wechselanlage wegen der Notwendigkeit des Hebelteiles und seines Antriebsteiles kompakt zu machen.

Auch bei der in dem US-Patent 5 063 970 beschriebenen Tragvorrichtung wird der Dämpferarm durch das Leergewicht der leeren Stoffrolle zum Schwingen gebracht, da sie ein Antriebsteil, das speziell zum Antreiben des Dämpferarmes vorgesehen ist, vermeidet. Da jedoch keine Maßnahmen zum Verhindern, daß die leere Stoffrolle von dem Aufnahmebord herunterfällt, getroffen sind, hat sie einen Defekt, das sie durch Vibration oder ähnliches herunterfällt, bevor sie die Position direkt über den Paar von Rollen erreicht. Weiterhin wird ein Raum zum Vorsehen des Dämpferarmes neben dem zum Vorsehen des schwingenden Teile benötigt.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, in Hinblick auf die Defekte der obigen Anlagen des Standes der Technik eine Anlage zum sicheren Fallenlassen einer leeren Stoffrolle auf ein Paar von Rollen vorzusehen, ohne daß ein Raum benötigt wird, in dem ein Antriebsteil zwischen einer Tragvorrichtung und einem schwingenden Teil geteilt wird.

Die Anlage der vorliegenden Erfindung kann die leere Stoffrolle langsam zu dem Paar von Rollen bewegen, wobei die Umfangsoberfläche eines Gewebes auf der vollen Stoffrolle, die auf den Empfangstisch geliefert ist, und die Führungswände der schwingenden Teile als die Führungen gemacht werden.

Wenn sie von ihrer Stelle freigegeben ist, wird die leere Stoffrolle von der Umfangsoberfläche des Gewebes und den Führungswänden gefangen. Durch Schwingen der schwingenden Teile und Rollen der vollen Stoffrolle von oberhalb des Paares von Rollen führen die Umfangsoberfläche des Gewebes auf der vollen Stoffrolle und die Führungswände in Zusammenwirkung miteinander die leere Stoffrolle abwärts und geben sie auf das Paar von Rollen während oder nach Rollen der vollen Stoffrolle frei. Der Abstand zwischen der Ausdehnung der Umfangsoberfläche des Gewebes auf der vollen Stoffrolle und der Führungswände der schwingenden Teile wird bevorzugt so eingestellt, daß er allmählich nach unten abnimmt.

Somit wird die leere Stoffrolle von den Führungswänden der schwingenden Teile und der Umfangsoberfläche des Gewebes auf der vollen Stoffrolle eingefaßt, bis sie auf dem Paar von Rollen positioniert ist, so daß das Herabfallen der leeren Stoffrolle auf das Paar von Rollen sichergestellt ist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wirkt das Paar von schwingenden Teilen sowohl zum Führen der leeren Stoffrolle als auch zum Pressen der vollen Stoffrolle. Als Resultat ist der Aufbau der Wechselanlage einfach und kompakt als ganzes im Vergleich mit den Anlagen nach dem Stand der Technik, in denen zwei Paare von Teilen gemacht sind, die die beiden entsprechenden Tätigkeiten ausführen.

Es ist möglich, die leere Stoffrolle von ihrer Tragposition zu der Lücke zwischen den Führungswänden der schwingenden Teile und der Umfangsoberfläche des Gewebes auf der vollen Stoffrolle zu führen, in dem in den schwingenden Teilen ein Hochschiebeabschnitt zum Ausüben einer Hochschiebekraft auf die Endabschnitte der leeren Stoffrolle vorgesehen ist, die in einer oberen Position während des Schwingens vorgesehen ist.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Die vorangehenden und weiteren Aufgaben und Merkmale der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen ersichtlich, in denen:

Fig. 1 eine schematische Draufsicht ist, die eine Stoffrollenwechselanlage als eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;

Fig. 2 eine vertikale Schnittansicht ist, die entlang einer Linie II-II in Fig. 1 genommen ist, wobei die Schraffur für eine Rolle und ein Rillenteil zur Vereinfachung weggelassen sind;

Fig. 3 eine vertikale Schnittansicht ist, die die in Fig. 1 gezeigte Stoffrollenwechselanlage in den Zustand zeigt, in dem eine volle Stoffrolle an dem hinteren Ende eines Aufnahmetisches ankommt;

Fig. 4a eine vertikale Schnittansicht ist, die die in Fig. 1 gezeigte Stoffrollenwechselanlage in dem Zustand zeigt, in dem die volle Stoffrolle an der Mitte des Aufnahmetisches ankommt;

Fig. 4b eine vertikale Schnittansicht ähnlich der Fig. 4a ist, die eine Stoffrollenwechselanlage in dem Zustand zeigt, in dem eine leere Stoffrolle von einem Aufnahmeteil aber nicht von Zapfen getragen ist;

Fig. 5 eine vertikale Schnittansicht ist, die eine teilweise modifizierte Stoffrollenwechselanlage als eine andere bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in dem Zustand zeigt, in dem eine volle Stoffrolle auf einem Paar von Rollen positioniert ist;

Fig. 6 eine vertikale Schnittansicht ist, die die in Fig. 5 gezeigte Stoffrollenwechselanlage in dem Zustand zeigt, in dem die volle Stoffrolle an der Mitte des Aufnahmetisches ankommt;

Fig. 7 eine vertikale Schnittansicht ist, die die in Fig. 5 gezeigte Stoffrollenwechselanlage in dem Zustand zeigt, in dem das Schwingungsteil in die Rückwärtsrichtung schwingt;

Fig. 8 eine vertikale Schnittansicht ist, die eine teilweise modifizierte Stoffrollenwechselanlage als eine weitere bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in dem Zustand zeigt, in dem eine volle Stoffrolle auf einem Paar von Rollen positioniert ist;

Fig. 9 eine vertikale Schnittansicht ist, die die in Fig. 8 gezeigte Stoffrollenwechselvorrichtung zeigt, unmittelbar bevor die volle Stoffrolle an der Mitte des Aufnahmetisches ankommt; und

Fig. 10 eine vertikale Schnittansicht ist, die die in Fig. 8 gezeigte Stoffrollenwechselanlage in dem Zustand zeigt, in dem die volle Stoffrolle an der Mitte des Aufnahmetisches ankommt.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Es wird jetzt Bezug genommen auf Fig. 1 und 2, das Bezugszeichen 10 bezeichnet eine Webmaschine, und ein Paar von parallelen Rollen 14 und 16 ist in einem Abstand in der Längsrichtung vorgesehen und drehbar an dem unteren Abschnitt eines Paares von zueinander parallelen Rahmen 12 gelagert, die den vorderen Abschnitt (rechte Seite in Fig. 2) der Webmaschine 10 definieren.

Eine Stoffrolle 20, auf die ein Gewebe 18 gerollt ist, das durch einen Webabschnitt (nicht gezeigt) an dem hinteren Abschnitt (linke Seite in Fig. 2) der Webmaschine 10 gewebt ist, ist auf die beiden Rollen 14 und 16 parallel zu den beiden Rollen 14 und 16 geladen. Mindestens eine der beiden Rollen 14 und 16 ist angetrieben und wird um ihre Achse zum Drehen der auf beide Rollen geladenen Stoffrolle 20 gedreht. Das Gewebe 18, das wiederum um eine Mehrzahl von anderen Rollen 22 bis 32 und die Rolle 14 zirkuliert, die drehbar von den beiden Rahmen 12 getragen sind, wird durch die Drehung der Stoffrolle 20 aufgerollt.

Eine Stoffrolle 21, d.h. eine volle Stoffrolle, die das Gewebe 18 mit einer vorbestimmten Länge um die Stoffrolle 20 aufgerollt hat, wird gegen eine leere Stoffrolle 36, die eine neue Stoffrolle ohne darum gewickeltes Gewebe ist, durch eine Wechselanlage 34 ausgewechselt, die später beschrieben wird.

Die leere Stoffrolle 36 ist an einer Position oberhalb der vollen Stoffrolle 21 und parallel zu der vollen Stoffrolle vorgesehen. Im einzelnen, die leere Stoffrolle 36 ist auf zwei Paare von Zapfen 40 an beiden Enden davon geladen. Die zwei Paare von Zapfen 40 erstrecken sich parallel zu den Rollen 14 und 16 und sind auf vorsprungsartige Weise durch ein Paar von Armen 38 gelagert, die sich nach vorn von den Vorderenden beider Rahmen 12 erstrecken.

Das Wechseln der Stoffrolle wird durch Übertragen der vollen Stoffrolle 21 von einem Paar von Rollen 14 und 16 zu einem Aufnahmetisch 42, der vor der Webmaschine 10 vorgesehen ist, und durch Laden der leeren Stoffrolle 36 auf die beiden Rollen 14 und 16 ausgeführt. Der Aufnahmetisch 42 ist an einer Position in unmittelbarer Nähe zu der vorderen Rolle 14 angeordnet.

Die Stoffrollenwechselanlage 34 weist ein Paar von schwingenden Teilen 44 auf. Jedes schwingende Teil 44 ist in der Nachbarschaft eines jeden Endes der Stange 45 befestigt, die sich parallel zu den beiden Rollen 14, 16 erstreckt, die drehbar von dem Rahmen 12 gelagert ist, und dadurch kann jedes schwingende Teil 44 gelagert von jedem Rahmen 12 geschwungen werden. Wenn beide schwingenden Teile 44 um die Achse der Stange 45 geschwungen werden, wie später im einzelnen beschrieben wird, wird die volle Stoffrolle 21 zu dem Aufnahmetisch 42 übertragen, und die leere Stoffrolle 36 wird auf ein Paar von Rollen 14 und 16 geführt.

Jedes dargestellte schwingende Teil 44 erstreckt sich so, daß es als ganzes in eine S-Buchstabenform gekrümmt ist, und in Fig. 2 steht ein Ende (oberes Ende) 44a eines jeden schwingenden Teiles teilweise der Endfläche der leeren Stoffrolle 36 gegenüber. Jedes Paar von Zapfen 40 zum Tragen der leeren Stoffrolle 36 ist vor dem oberen Ende 44a des schwingenden Teiles 44 vorgesehen, und der andere Zapfen geht durch einen bogenförmigen Schlitz 41, der in dem oberen Ende 44a des schwingenden Teiles 44 vorgesehen ist. Wenn eine Preßkraft rückwärts auf die leere Stoffrolle 36 ausgeübt wird, kann die leere Stoffrolle 36 zu dem anderen Ende (unteres Ende) 44b des schwingenden Teiles 44 fallengelassen werden.

Das untere Ende 44b des schwingenden Teiles ist an der Rückseite der Stoffrolle 20 vorgesehen und über der Rolle 16 angeordnet, wie in Fig. 2 gezeigt ist.

Beide schwingenden Teile 44 haben entsprechende Führungsrillen 46 zum Führen der leeren Stoffrolle 36, und beide Führungsrillen 46 sind zueinander offen. Jede Führungsrille 46 erstreckt sich entlang eines Abschnittes eines jeden schwingenden Teiles in einer gekrümmten Form anders als das obere Ende 44a und endet an dem unteren Ende 44b des schwingenden Teiles.

Jede Führungsrille 46 weist eine Breite ein wenig größer als der Außendurchmesser der leeren Stoffrolle 36a auf und enthält ein oberes Ende 48 zum Aufnehmen eines jeden Endes 36a der leeren Stoffrolle 36 und ein unteres Ende 50 zum Ermöglichen der Freigabe eines jeden Endes 36a der leeren Stoffrolle. Wenn das schwingende Teil 44 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne in Fig. 2 geschwungen wird, wird das untere Ende 50 der Führungsrolle 46 von der oberen Position der Rolle 16 zu der oberen Position der Rolle 14 bewegt, so daß es diese Rollen überquert.

Wenn die leere Stoffrolle 36 von beiden Zapfen 40 fallengelassen wird, steht die Führungsrille 46 teilweise dem oberen Abschnitt der Endfläche (Webkante) 18a des Gewebes der vollen Stoffrolle 20 auf einem Paar von Rollen 14 und 16 gegenüber. Aus diesem Grund ist der Abstand zwischen der Ausdehnung der Umfangsoberfläche des Gewebes auf der Stoffrolle 20 in der axialen Richtung und einer oberen Wand 54 (später beschrieben), die die Führungsrille 46 definiert, kleiner als der Außendurchmesser der leeren Stoffrolle 36. Wenn daher die leere Stoffrolle 36 von beiden Zapfen 40 fallengelassen wird, wird die leere Stoffrolle 36 an ihren beiden Enden 36a in Kontakt mit den oberen Wänden 54 und an ihrem mittleren Abschnitt 36b zwischen den beiden Enden 36a der leeren Stoffrolle mit der Umfangsoberfläche (Gewebeoberfläche) der vollen Stoffrolle 21 gebracht, wodurch die leere Stoffrolle 36 gestützt wird.

Die Stange 45, die die Schwingungsachse von jedem schwingenden Teil 44 definiert, ist oberhalb der vollen Stoffrolle 21 angeordnet. Die Achse der Stange 45 ist etwas vor der Achse der vollen Stoffrolle 21 positioniert. Beide Enden der Stange 45 sind drehbar durch die beiden Rahmen 12 durch ein Paar von Lagern 52 gelagert.

Die Stange 45 geht durch ein Ende eines Hebels 58, der an der oberen Wand (die erste Führungswand) 54 von einem Paar einer oberen und einer unteren Wand 54 und 56 befestigt ist, die die Führungsrille 46 definiert und an dem Ende des Hebels 58 befestigt ist. Der Hebel 58 überquert ungefähr in der Mitte des schwingenden Teiles 44 in der Erstreckungsrichtung und er streckt sich nach unten.

Bei der dargestellten Ausführungsform weist die obere Wand 54, die die Führungsrille 46 definiert, einen Abschnitt auf, der mit einer Krümmung ungefähr gleich der Krümmung des äußersten Umfanges des Gewebes 18 auf der vollen Stoffrolle 21 gekrümmt ist, und die untere Wand (die zweite Führungswand) 56 weist einen Abschnitt auf, der mit der Krümmung ungefähr gleich der Krümmung der Stoffrolle 20 gekrümmt ist.

Jedes schwingende Teil 44 weist einen Kontaktabschnitt 60 auf, der mit jedem Ende der Stoffrolle 20 in Kontakt kommen kann. Bei der dargestellten Ausführungsform definiert das untere Ende der unteren Wand 56, die die Führungsrille 46 definiert, den Kontaktabschnitt 60. Wenn die Stoffrolle 20 auf das Paar von Rollen 14 und 16 fertig zum Aufwickeln plaziert wird, wird der Kontaktabschnitt 60 in einem Nicht-Kontaktzustand relativ zu jedem Ende der Stoffrolle 20 gehalten, so daß jede Störung der Drehung der Stoffrolle 20 verhindert wird. Weiterhin definiert das obere Ende der unteren Wand 56 einen Hochschiebabschnitt 62 zum Ausüben einer Hochschiebkraft auf das Ende 36a der leeren Stoffrolle 36, wenn das schwingende Teil 44 entgegengesetzt zum Uhrzeigersinne geschwungen wird.

Ein Antriebsmittel, d.h. ein Luftzylinder in der dargestellten Form, ist so vorgesehen, daß jedem schwingenden Teil 44 die schwingende Bewegung ermöglicht wird. Jeder Luftzylinder 64 erstreckt sich in die Längsrichtung, und ein Ende davon (vorderes Ende) ist schwenkbar an dem unteren Ende des Hebels 58 angelenkt, und das andere Ende (hinteres Ende) ist an der Webmaschine 10 durch einen Schwenkträger 68 schwenkbar angelenkt.

Wenn der Luftzylinder 64 zum Ausdehnen betätigt wird, so daß das schwingende Teil 44 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne zusammen mit dem Hebel 58 von dem in Fig. 2 gezeigten Zustand geschwungen wird, kontaktiert der Kontaktabschnitt 60 eines jeden schwingenden Teiles jedes Ende der Stoffrolle 20 zum Ausüben einer Preßkraft auf die Stoffrolle 20, und er bewirkt, daß die volle Stoffrolle zu dem Aufnahmetisch 42 rollt (Fig. 3 und 4a). Der resultierende Rollort ist durch eine einfach strichpunktierte Linie gezeigt. Auf der anderen Seite schlägt der Hochschiebabschnitt 62 während der schwingenden Bewegung entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne gegen jedes Ende der leeren Stoffrolle 36 durch die Lücke zwischen einem Paar von Zapfen 40. Nebenbei, da der Schlitz 41 von einer kreisförmigen Form mit der Stange 45 an seinem Mittelpunkt ist, behindert der hintere Stift 40 diese schwingende Bewegung nicht. Als Resultat wird die leere Stoffrolle 36 von den zwei Paaren von Stiften 40 gerollt und fallengelassen, und jedes Ende 36a tritt in die Führungsrille 46 eines jeden schwingenden Teiles 44 von ihrem oberen Ende 48 ein. Der resultierende Ort der Achse der leeren Stoffrolle 36 während dieser Zeit ist durch eine einfach strichpunktierte Linie gezeigt.

Wie in Fig. 3 gezeigt ist, wird die schwingende Bewegung des schwingenden Teiles 44 ausgeführt, bis die volle Stoffrolle 21 auf das hintere Ende des Aufnahmetisches 42 geladen ist. Da bei der dargestellten Ausführungsform das hintere Ende des Aufnahmetisches 42 nach vorne abfällt, rollt die volle Stoffrolle 21 darauffolgend auf dem Aufnahmetisch 42 vorwärts, während sie zu dem Mittelabschnitt des Aufnahmetisches 42 gerichtet ist. Wie oben beschrieben wurde, sind der schwingende Bereich des schwingenden Teiles 44, ein Teil des Bewegungsortes der leeren Stoffrolle 36 und des Bewegungsortes der vollen Stoffrolle 21 durch entsprechende einfach strichpunktierte Linien in Fig. 2 gezeigt.

Während die volle Stoffrolle 21 zu dem Mittelabschnitt des Aufnahmetisches 42 bewegt wird, nimmt der Abstand zwischen der Ausdehnung der Umfangsoberfläche der vollen Stoffrolle 21 in der axialen Richtung und der oberen Wand 54 des schwingenden Teiles allmählich zu. Daher fällt jedes Ende 36a der leeren Stoffrolle 36 langsam innerhalb der Führungsrille 46 eines jeden schwingenden Teiles 44 ab, während der mittlere Abschnitt 36b der leeren Stoffrolle 36 die Umgangsoberfläche der vollen Stoffrolle, d.h. die Oberfläche des Gewebes kontaktiert.

Wie in Fig. 4 gezeigt ist, wird, wenn die volle Stoffrolle 21 die Mitte des Aufnahmetisches 42 erreicht, der Abstand zwischen der Ausdehnung der Umfangsoberfläche des Gewebes 18 auf der Stoffrolle und der oberen Wand 54 die die Führungsrille 46 definiert, größer als die äußeren Durchmesser der leeren Stoffrolle 36. Als Resultat wird das Ende 36a der leeren Stoffrolle 36 von dem unteren Ende 50 der Führungsrille 46 freigegeben, und die leere Stoffrolle 36 wird auf die vordere Rolle 14 fallengelassen. Darauffolgend wird die leere Stoffrolle zu der Lücke zwischen den beiden Rollen 14 und 16 bewegt. Danach wird der Luftzylinder 64 betätigt zum Zusammenziehen, und das schwingende Teil 44 wird im Uhrzeigersinne geschwungen (in die andere Richtung) zum Zurückkehren zu seiner höheren Position. Die untere Wand 56 ist so eingestellt, daß sie eine Abmessung derart aufweist, daß ihr unteres Ende nicht in Kontakt mit der leeren Stoffrolle 36 zu der Zeit kommt.

Ebenfalls ist es anstelle der beiden Zapfen 40 möglich, wie in Fig. 4b gezeigt ist, ein kreisförmiges Tragteil 43 herzustellen, das den Endabschnitt der leeren Stoffrolle laden kann, die von einem Tragteil 47, das von dem Arm 38 vorsteht, getragen werden soll, und weiter kann eine Kerbe 43a zum Ermöglichen, daß der obere Abschnitt der unteren Wand 56 sich bewegt, während die schwingenden Teile 44 geschwungen werden, vorgesehen sein. Dieses macht das Bilden des Schlitzes 41 in dem schwingenden Teil 44 überflüssig.

Es wird jetzt Bezug genommen auf Fig. 5 bis 7, die die zweite Ausführungsform zeigen, das untere Ende des Schlitzes 41 des schwingenden Teiles 44 zum Ermöglichen der Relativbewegung des hinteren Zapfens 40 zum Tragen der leeren Stoffrolle 36 ist als ein offenes Ende vorgesehen, das durch Ausschneiden eines Abschnittes der unteren Wand 56, die die Führungsrille 46 definiert, hergestellt wird. Folglich ist der schwingende Bereich (es wird auf die einfach strichpunktierte Linie Bezug genommen, die in Fig. 5 gezeigt ist) des schwingenden Teiles 44 größer als der der in Fig. 1 bis 4b gezeigten Ausführungsform.

Bei dieser Ausführungsform wird der Luftzylinder 64 betätigt, bis die volle Stoffrolle 26 den Mittelabschnitt des Aufnahmetisches 42 von dem in Fig. 5 gezeigten Zustand erreicht, die einen Zustand ähnlich der Fig. 2 zeigt, so daß der Zustand des Kontaktes zwischen dem Kontaktabschnitt 60 des schwingenden Teiles und dem Ende der Stoffrolle 20 (Fig. 6) aufrechterhalten bleibt. Daher verändert sich während dieser Zeit der Abstand zwischen der Ausdehnung der Umfangsoberfläche der vollen Stoffrolle 21 in der axialen Richtung und der oberen Wand 54 des schwingenden Teiles 44, obwohl nicht zu solch einem solchen Ausmaß, daß die leere Stoffrolle 36 nach unten fallen gelassen wird (Fig. 6). Danach erreicht, wie in Fig. 7 gezeigt ist, wenn der Luftzylinder 64 zum Zusammenziehen zum Ermöglichen, daß das schwingende Teil 44 in die entgegengesetzte Richtung schwingen kann, betätigt wird, das untere Ende 50 der Führungsrille 46 die obere Position zwischen den beiden Rollen 14 und 16. Zu der Zeit wird der oben beschriebene Abstand größer, und die leere Stoffrolle 36 wird langsam zwischen beide Rollen 14 und 16 fallengelassen.

Nun ist es bei einer in Fig. 8 bis 10 gezeigten Ausführungsform ersichtlich aus dem Vergleich zwischen Fig. 2 und 8, daß das schwingende Teil 44 vorläufig im Uhrzeigersinne mit einem kleinen Winkel von dem in Fig. 2 gezeigten Zustand geschwungen ist. Daher sind das vordere Ende des Luftzylinders 64 und des Hebels 58 miteinander in enger Nähe zu dem unteren Ende 50 der Führungsrille 46 und weiter vor der unteren Wand 56 im Vergleich mit der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform verbunden. Der Kontaktabschnitt 60 ist weiter vorn angebracht, und der Schlitz 41 ist länger im Vergleich mit der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform gebildet.

Gemäß dieser Ausführungsform wird der Luftzylinder 64 so betätigt, daß er sich so ausdehnt, daß das schwingende Teil 44 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne geschwungen wird, bis die volle Stoffrolle 21 den Punkt unmittelbar bevor der Mittelabschnitt des Aufnahmetisches 42 (Fig. 9) erreicht. Während dieser Zeit wird das Ende 36a der leeren Stoffrolle 36 direkt über das untere Ende 50 der Führungsrolle 46 bewegt, und der Mittelabschnitt 36b der leeren Stoffrolle kontaktiert die Oberfläche des Gewebes. Darauffolgend wird der Luftzylinder 64 zum Zusammenziehen so betätigt, daß das schwingende Teil 44 im Uhrzeigersinne geschwungen wird. Wenn das untere Ende 50 der Führungsrolle 46 zu der oberen Position der vorderen Rolle 14 bewegt wird, wird das Ende 36a der leeren Stoffrolle 36 von dem unteren Ende 50 freigegeben. Danach wird die leere Stoffrolle 36 auf die Rolle 14 fallengelassen und zwischen beide Rollen 14 und 16 herunter gerollt.

Auf diese Weise wird die leere Stoffrolle 36 zu beiden Rollen geliefert und die Wechseltätigkeit der Stoffrolle ist beendet.

Danach wird eine Schneidevorrichtung in die axiale Richtung bewegt und das Gewebe 18 wird abgeschnitten.

Ein Bezugszeichen 70 (Fig. 2) zeigt einen Plattenabschnitt an, der auf jedem schwingenden Teil 44 so vorgesehen ist, daß er die volle Stoffrolle 21 daran hindert, daß sie sich in die axiale Richtung während der schwingenden Bewegung des schwingenden Teiles 44 bewegt.


Anspruch[de]

1. Stoffrollenwechselanlage (34) zum Auswechseln einer vollen Stoffrolle (21), die auf einem Paar von gegenseitig parallelen Rollen einer Webmaschine (10) so geladen ist, daß sie parallel dazu ist, wobei ein Gewebe darum gewunden ist, gegen eine leere Stoffrolle (36), die in einer oberen Position oberhalb der vollen Stoffrolle vorgesehen ist, mit:

einem Paar von schwingenden Teilen (44), die von der Webmaschine getragen sind und um eine Achse parallel zu den Achsen des Paares von Rollen schwingen können; und

einem Antriebsmittel (64) zum Bewirken, daß das Paar von Schwingteilen eine schwingende Bewegung erzeugt;

dadurch gekennzeichnet, daß jedes schwingende Teil aufweist:

einen Kontaktabschnitt (16), der eine Preßkraft auf den Endabschnitt der vollen Stoffrolle zum Rollen der vollen Stoffrolle vor die Webmaschine ausübt, während beide schwingenden Teile in eine Richtung schwingen;

und eine Führungswand (54), die hinter dem Kontaktabschnitt vorgesehen ist zum Fangen der leeren Stoffrolle in Zusammenwirkung mit der Umfangsoberfläche des Gewebes auf der vollen Stoffrolle (21) und zum Führen während der schwingenden Bewegung der beiden schwingenden Teile der leeren Stoffrolle in die obere Position direkt oberhalb des Paares von Rollen in Zusammenwirkung mit der Umfangsoberfläche des Gewebes auf der vollen Stoffrolle.

2. Stoffrollenwechselanlage nach Anspruch 1, bei der der schwingende Teil (44) weiter eine zweite Führungswand (46), die vor der Führungswand in einem Abstand größer als der äußere Durchmesser der leeren Stoffrolle (36) vorgesehen ist, aufweist, wobei die zweite Führungswand die leere Stoffrolle auf dem Paar von Rollen (14, 16) nicht berührt, wenn beide schwingenden Teile in die andere Richtung geschwungen sind.

3. Stoffrollenwechselanlage nach Anspruch 2, bei der jedes schwingende Teil (44) einen Hochschiebabschnitt (62) zum Ausüben einer Hochschiebkraft auf den Endabschnitt (36a) der leeren Stoffrolle aufweist, die in der oberen Position während der schwingenden Bewegung der schwingenden Teile vorgesehen ist.







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