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Dokumentenidentifikation DE19633658A1 13.03.1997
Titel Ballschläger für ein Lochballspiel
Anmelder Williams Electronics Games, Inc., Chicago, Ill., US
Erfinder Trudeau, John, Chicago, Ill., US;
Hicks, Edward F., Chicago, Ill., US
Vertreter Fuchs, Luderschmidt & Partner, 65189 Wiesbaden
DE-Anmeldedatum 21.08.1996
DE-Aktenzeichen 19633658
Offenlegungstag 13.03.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.03.1997
IPC-Hauptklasse A63B 59/00
Zusammenfassung Ein Mehrrichtungs-Ballschläger (30) für ein Lochballspiel gibt einen nicht vorhersagbaren Weg für den Spielball (20) vor, wenn er durch den Schläger ausgeworfen wird. Ein Paar von Spulenbetätigern (38, 40) ist auf der Unterseite des Spielfeldes (10) angeordnet und in bezug auf die Ballposition ausgerichtet, wenn er in einer Ausnehmung (36) auf dem Spielfeld ruht. Eine Zentrierplatte (50) ist vorgesehen, um die genaue Ausrichtung des Balles mit beiden Stößeln sicherzustellen. Ein Schalter (58) ist in dem Ballschläger angeordnet, um das Vorliegen des Spielballes festzustellen. Ein wahlweises Führungselement (62) ist oberhalb des Spielfeldes vorgesehen, um den Ball zu einer von zwei angehobenen Flächen zu führen, nachdem der Ball aus dem Schläger ausgetreten ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Amüsiereinrichtungen in der Form eines Rollball- oder Lochballspieles und insbesondere auf ein Spielelement für ein solches Spiel.

Lochballspiele umfassen ein Spielgehäuse mit einem geneigten Spielfeld zur Abstützung eines oder mehrerer Spielbälle. Verschiedene Spielelemente sind auf dem Spielfeld für den Eingriff mit dem Spielball angeordnet, welche durch den Spieler unter der Verwendung von schwenkbaren Flippern gesteuert werden, die mit dem Spielball in Kontakt gelangen und diesen antreiben. Lochballspiele beziehen ihren Reiz von dem neuen Aufbau und der Anordnung der Spielelemente und der Unvorhersagbarkeit, die den Ereignissen zugeordnet ist, welche auf dem Spielfeld auftreten und die das Spiel aufregend und anfordernd machen. Der Spieleranreiz wird verstärkt durch Erhöhung der Ungewißheit, die der Bewegung des Spielballes zugeordnet ist. Da ferner die Spielherausforderung abnimmt, wenn die Spieler mehr mit dem Spiel vertraut werden, ist es erforderlich, neue Spielelemente und Anordnungen vorzusehen, um das Spielerinteresse aufrechtzuerhalten und die Bedürfnisse auf dem Markt der Lochballspiele zu befriedigen.

Ein populäres Spielelement ist ein Ballschläger, welcher typischerweise eine Ausnehmung zum Fangen des Spielballes auf oder unterhalb des Spielfeldes für eine Zeitperiode umfaßt, bis eine Auswurfeinrichtung den Ball zurück auf das Spielfeld schlägt. Der Auswurf des Balles aus der Ausnehmung wird gewöhnlicherweise durch einen einzigen, durch eine Spule betätigten Stößelmechanismus bewirkt. Im Stand der Technik bekannte Ballschläger sind in der Lage, den Ball nur in einzigen Richtung auszustoßen. Die Bewegungsstrecke des austretenden Balles ist daher gleichbleibend und vorhersagbar, nachdem der Spieler eine einzige Betätigung des Schlägers beobachtet hat. Bekannte Ballschläger geben daher keine Ungewißheit bezüglich der Ballbewegung vor und sie liefern daher einen begrenzten Erregungs-, Spannungs- und Unterhaltungswert. Es ist daher erwünscht, die Unvorhersagbarkeit und die Vielseitigkeit bekannter Ballschläger zu verbessern.

Die Lösung dieser Aufgabe gelingt gemäß den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Ballschlägers sind den abhängigen Ansprüchen entnehmbar.

Die vorliegende Erfindung gibt einen Ballschläger vor, bei dem die Austrittsrichtung des Balles aus der Ausnehmung durch den Spieler nicht vorhersagbar ist, wodurch das Maß an Ungewißheit und Anregung, die dem Spiel zugeordnet ist, erhöht wird. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist ein Ballschläger mit einem Paar von spulenbetätigten Stößelmechanismen versehen, die unterhalb des Spielfeldes angeordnet sind und so positioniert sind, um den Ball aus der Ausnehmung auszuwerfen. Beide Stößel sind auf die Ausnehmung ausgerichtet, so daß einer der Stößel in der Lage ist, auf das Zentrum des Balles einzuwirken, wenn der Ball in der Ausnehmung ruht. Ein Zentrierring ist auf dem Spielfeld vorgesehen, um sicherzustellen, daß der Ball an einem genauen Ort im Hinblick auf die beiden Stößel zur Ruhe gelangt. Ein Schalter ist ebenfalls vorgesehen, um festzustellen, wenn ein Ball in dem Schläger vorliegt. Der Ball kann somit aus der Ausnehmung in einer von zwei Richtungen ausgeworfen werden in Abhängigkeit von den Steuersignalen, die dem Stößelmechanismus vorgegeben werden. Ein Führungselement ist wahlweise oberhalb des Spielfeldes vorgesehen, um den Ball zu führen, wenn er in eine der zwei Richtungen aus der Ausnehmung austritt.

Anhand der Figuren der beiliegenden Zeichnungen sei im folgenden ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung, das bei einem Lochballspiel angeordnet ist.

Fig. 2 eine Seitenansicht eines bevorzugten Ausführungsbeispieles der Erfindung, welche das Spielfeld in einem Querschnitt zeigt.

Fig. 3 eine Draufsicht auf ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Fig. 4 eine isometrische Ansicht des Bügels und des Zentrierringes gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung.

Gemäß Fig. 1 ist das Lochball-Spielfeld 10 innerhalb des Spielgehäuses 12 in einer geneigten Position in Bezug auf die Horizontale angeordnet. Der Spielball 20 rollt somit unter Schwerkraft die Neigung des Spielfeldes 10 gegen die Flipperelemente 18 hinunter, welche durch den Spieler benutzt werden, um die Bewegung des Balles zu steuern. Ein Ballschläger 30, der die vorliegende Erfindung verkörpert, ist an dem Spielfeld 10 angeordnet. Angehobene Flächen 32 und 34 sind auf der gegenüberliegenden Seite des Ballschlägers 30 angeordnet. Eine kreisförmige abgeschrägte Ausnehmung 36 ist in dem Spielfeld angeordnet, um den Spielball zu veranlassen, in den Ballschläger 30 zu rollen.

Gemäß Fig. 2 ist das Spielfeld 10 im Querschnitt in einer Ebene gezeigt, die die Ballausnehmung 36 schneidet. Ein Paar von Ballstößeln 38 und 40 sind vorgesehen, die mit der Unterseite des Spielfeldes 10 über ein Bügelelement 42 befestigt sind. Die Stößelelemente 38 und 40 umfassen Spulen 44, welche eine Wicklung und einen darin angeordneten Betätiger umfassen, und sie besitzen ein Ende 46, das mit dem Spielball 20 in Eingriff gelangt. Diese Stößelmechanismen sind im Stand der Technik wohlbekannt und ihr Betrieb und ihr Aufbau ist dem Fachmann leicht verständlich.

Die Stößelelemente 38 und 40 sind so angeordnet, daß ihre Betätigungslinie, die durch die Hin- und Herbewegung der Spulen definiert wird und durch die Linien 54 und 56 repräsentiert wird, einen spitzen Winkel zur vertikalen Achse der kreisförmigen Spielfeldausnehmung 36 bilden. Eine Ball-Zentrierplatte 50 ist auf der Unterseite der Ausnehmung 36 angeordnet, um den Ball 20 in Bezug auf die Stößelelemente 38 und 40 zu zentrieren. Die kreisförmige abgeschrägte Ausnehmung 36 und die Zentrierplatte 50 umfassen eine Rückhalteeinrichtung zum Zurückhalten des Balles in einer festen Position in Bezug auf das Spielfeld. Die Abschrägung gibt einen Freiraum für den Winkelauswurf des Balles vor.

Wie in Fig. 3 und 4 gezeigt, ist die Zentrierplatte 50 mit einem Loch 52 versehen, das einen Durchmesser besitzt, der geringer als der Durchmesser des Balles 20 (in Fig. 3 nicht gezeigt) ist. Somit gelangt der Spielball 20 zur Ruhe innerhalb des Loches 52 auf der Zentrierplatte 50 und an einem genauen Ort in Bezug auf die Ballstößel 38 und 40. Die Betätigungslinie eines jeden Ballstößels schneidet das Zentrum des Balles, wenn der Ball in der Zentrierplatte 50 ruht. Diese Ausrichtung der Betätigungslinien der Stößel auf das Ballzentrum stellt einen fehlerfreien Auswurf des Balles sicher und verhindert einen außermittigen Schlag des Balles durch die Stößel. Ein Schalter 58 stellt über einen Betätigungsarm 60, der unterhalb des Zentrierloches 52 hervorragt, fest, wenn sich der Ball 20 in dem Schläger befindet. Die Betätigung der Ballstößel wird durch einen Mikroprozessor gemäß einer programmierten Spiellogik gesteuert, welche routinemäßig den Status des Schalters 58 abfragt und dieses entweder dem Stößel 38 oder dem Stößel 40 signalisiert. Wenn der Schalter 58 durch einen Ball betätigt wird, der in dem Loch 52 angeordnet ist, so stellen Routinen in der Spiellogik fest, welcher Stößel gemäß dem Status von anderen Spielelementen oder unter Verwendung einer zufälligen Funktion zu betätigen ist. Angehobene Flächen 32 und 34 können oberhalb des Spielfeldes 10 vorgesehen sein, um zwei bestimmte Bewegungsstrecken für den austretenden Ball zu definieren. Somit kann der Weg des Balles und die Spielelemente, auf die er auftritt, unterschiedlich sein in Abhängigkeit von der Richtung, mit der der Ball von dem Schläger ausgeworfen wird. Wahlweise kann ein gegabeltes Führungselement 62 oberhalb des Spielfeldes angeordnet sein, um den Spielball zu den angehobenen Flächen 32 und 34 zu führen und die Glasplatte (nicht dargestellt) gegen eine Beschädigung durch den Spielball zu schützen, wobei die Glasplatte oberhalb des Spielfeldes angeordnet ist.

Fig. 4 veranschaulicht die Zentrierplatte 50 und den Bügel 42 in näheren Einzelheiten. Vorzugsweise ist die Zentrierplatte 50 einstückig mit dem Bügel 42 gebildet, um die Montage der Zentrierplatte 50, des Bügels 42, der Stößel 38 und 40 und des Schalters 58 als eine einzige Einheit unterhalb des Spielfeldes zu gestatten. Der einstückige Aufbau des Bügels 42 und der Zentrierplatte 50 stellt eine korrekte Ausrichtung der Stößel auf das Zentrierloch 52 sicher.

Es versteht sich, daß, obgleich zwei Stößel oben veranschaulicht und beschrieben worden sind, drei, vier oder mehr Stößel unterhalb des Spielfeldes angeordnet werden können, um eine entsprechende Anzahl von Bewegungsstrecken für den Spielball vorzugeben, wenn er aus der Ausnehmung 32 austritt. Die Anzahl der Bewegungsstrecken des Balles ist nur beschränkt durch den eingeschränkten Raum unterhalb des Spielfeldes und die Größe der Stößel und der Spulenelemente.

Es ist somit ein neues und nützliches Spielelement für ein Lochballspiel beschrieben worden. Fachleute werden erkennen, daß verschiedene Abweichungen und Modifikationen von dem beschriebenen Ausführungsbeispiel möglich sind, ohne daß der Rahmen der Erfindung verlassen wird, wie er in den folgenden Ansprüchen vorgegeben ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Mehrrichtungs-Ballschläger für ein Lochballspiel mit einem geneigten Spielfeld zur Abstützung wenigstens eines Spielballes darauf, wobei der Ballschläger umfaßt:
    1. a) eine Einrichtung zum Auswurf (38, 40) des Spielballes (20) in wenigstens zwei Richtungen auf das Spielfeld (10);
    2. b) eine Einrichtung (42) zum Sichern der Auswurfeinrichtung an dem Spielfeld in der Nähe einer Öffnung (36) in dem Spielfeld;
    3. c) eine Einrichtung (50) zum Zurückhalten eines Spielballes in der Öffnung in einer festen Position in Bezug auf die Auswurfeinrichtung;
  2. wobei eine selektive Betätigung der Auswurfeinrichtung den Spielball in einer ausgewählten Richtung zurück auf das Spielfeld treibt.
  3. 2. Mehrrichtungs-Ballschläger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückhalteeinrichtung eine Zentrierplatte (50) umfaßt, die einen Teil der Sicherungseinrichtung bildet.
  4. 3. Mehrrichtungs-Ballschläger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswurfeinrichtung mehrere Ballstößel (38, 40) umfaßt, von denen jeder in einer unterschiedlichen Richtung angeordnet ist.
  5. 4. Mehrrichtungs-Ballschläger nach Anspruch 1, ferner gekennzeichnet durch einen Schalter (58), der angeordnet ist, um das Vorliegen eines Balles (20) in der Rückhalteeinrichtung festzustellen.
  6. 5. Mehrrichtungs-Ballschläger nach Anspruch 1, ferner gekennzeichnet durch eine Einrichtung (62) zum Führen des Balles, wenn er durch die Auswurfeinrichtung auf das Spielfeld ausgeworfen wird.
  7. 6. Mehrrichtungs-Ballschläger für ein Lochballspiel, gekennzeichnet durch:
    1. a) ein Spielfeld (10) mit einer kreisförmigen Ausnehmung (36) zum Zurückhalten eines Spielballes (20), wobei die Ausnehmung eine zentrale Achse (48) besitzt,
    2. b) wenigstens zwei Ballstößel (38, 40), die unterhalb des Spielfeldes angeordnet sind und dem Auswurf eines Spielballes von der Ausnehmung unter einem Winkel zu der zentralen Achse dienen,
  8. wobei ein Spielball aus der Ausnehmung in einer ausgewählten Richtung durch selektive Betätigung einer der Ballstößel ausgeworfen werden kann.
  9. 7. Ballschläger nach Anspruch 6, ferner gekennzeichnet durch eine Zentrierplatte (50), die in der Ausnehmung zum Zentrieren des Spielballes angeordnet ist, so daß die Betätigungslinie eines jeden Ballstößels auf das Zentrum des Spielballes ausgerichtet ist.
  10. 8. Ballschläger nach Anspruch 7, ferner gekennzeichnet durch einen Schalter (58) auf dem Spielfeld zur Feststellung, ob ein Spielball in der Ausnehmung angeordnet ist.
  11. 9. Ballschläger nach Anspruch 8, ferner gekennzeichnet durch eine Führungseinrichtung (62) oberhalb des Spielfeldes zum Führen des Spielballes, nachdem der Spielball aus der Ausnehmung ausgeworfen ist.






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