PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19535605A1 27.03.1997
Titel Schaltanlage für Hoch-, Mittel- und Nierderspannung
Anmelder ABB Patent GmbH, 68309 Mannheim, DE
Erfinder Seidelmann, Wolfgang, 40882 Ratingen, DE
DE-Anmeldedatum 25.09.1995
DE-Aktenzeichen 19535605
Offenlegungstag 27.03.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.03.1997
IPC-Hauptklasse H02B 13/065
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Schaltanlage für Hoch-, Mittel- und Niederspannung, mit einem Schaltgerät (10) und weiteren stromführenden Komponenten, wobei innerhalb der Schaltanlage in räumlicher Nähe zu wenigstens einem stromführenden Bauteil (10; 20) je ein Infrarotsensor (15, 26) angeordnet ist, der bei Auftreten einer zu hohen Temperatur ein Signal abgibt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schaltanlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Bei einem auftretenden Fehler in einer Schaltanlage der eingangs genannten Art werden sich häufig stromführende Komponenten, insbesondere Leitungen, erwärmen und eine verstärkte Infrarotstrahlung abgeben. Insbesondere bei einem Vakuumschalter innerhalb einer solchen Schaltanlage werden bestimmte Bereiche, die mit den Kontaktstengeln, die das feste und das bewegbare Kontaktstück tragen, verbunden sind, bei Auftreten eines Überstromes gleich welcher Art deutlich erwärmt werden.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zu schaffen, mit der derartige Überströme und die daraus folgenden Erwärmungen detektiert werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1.

Erfindungsgemäß also befindet sich innerhalb der Schaltanlage in räumlicher Nähe zu einem stromführenden Bauteil ein Infrarotsensor, der bei Auftreten einer erhöhten Temperatur ein Signal abgibt. Diese erhöhte Temperatur kann z. B. die maximal zulässige sein oder eine in bestimmtem Abstand darüberliegende Temperatur sein.

Infrarotsensoren, die diese erhöhten Temperaturen detektieren sollen, können an allen wichtigen Stellen angeordnet sein, so daß frühzeitig eine Störung detektiert werden kann. Am günstigsten ist es, an der Stelle, an der die höchste Temperatur auftritt, einen Infrarotsensor anzuordnen.

Das von dem Infrarotsensor abgegebene Signal kann in einer entsprechenden Einrichtung verarbeitet werden; es kann dabei lediglich ein akustisches Signal erzeugt oder darüberhinaus sogar die ganze Anlage abgeschaltet werden.

Der Infrarotsensor kann dabei innerhalb der Schaltanlage bewegbar oder schwenkbar angeordnet sein. Dadurch ist es möglich, den Infrarotsensor beispielsweise mittels einer Fernsteuerung so einzustellen, daß er jede beliebige Stelle in seinem Umkreis erfassen kann.

Als Infrarotsensor kann jeder handelsübliche Infrarotsensor verwendet werden, beispielsweise Infrarotbewegungsmelder und dgl.

Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist, sollen die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung näher erläutert und beschrieben werden.

Es zeigen:

Fig. 1 und 2 zwei unterschiedliche Anordnungen von Infrarotsensoren innerhalb einer Schaltanlage.

Ein elektrischer Leistungsschalter, der hier mit einer Vakuumschaltkammer 10 bestückt ist, ist innerhalb einer Schaltanlage angeordnet. Über Stromzuführungs- und -abführungsleitungen 11, 12 und 13 fließt durch die Vakuumschaltkammer 10 ein Strom. Der Leistungsschalter ist fahrbar auf einem Fahrwagen 14 aufgebracht und kann demgemäß aus der Schaltanlage in Pfeilrichtung A herausgezogen werden. Auf diesem Fahrwagen 14 befindet sich ein handelsüblicher Infrarotsensor 15, der evtl. auftretende höhere Temperaturen am Leistungsschalter, die Infrarotstrahlungen 16 erzeugen, detektieren kann. Die von dem Infrarotsensor 15 erzeugten Signale können über eine Leitung 17 zu einer Datenverarbeitungs-Anzeige- und Signalisiereinrichtung 18 übermittelt werden. Wenn eine bestimmte Temperatur überschritten ist, dann wird von der Einrichtung 18 ein akustisches oder optisches Signal abgegeben; die Einrichtung 18kann gleichzeitig auch den Leistungsschalter 10 ausschalten, um den überhöhten Stromfluß abzuschalten.

Bei der Ausführung nach Fig. 2 ist eine Stromzuführung 20 und eine Stromabführung 21 vorgesehen, an der senkrecht dazu Trägerelemente 22 und 23 angebracht sind, zwischen denen eine Vakuumschaltkammer 24 festgehalten ist. Innerhalb der Anlage befinden sich Antriebseinheiten und dgl., die durch einen viereckigen Kasten 32 angedeutet sind. Wenn innerhalb der Schaltanlage ein Überstrom auftritt, dann führt dies zur Erhöhung beispielsweise der Temperaturen der Stromzuführungsleitung 20, die dadurch Infrarotstrahlen 25 abstrahlt, die von einem Infrarotsensor 26 detektiert werden können. Über die Leitung 27 werden durch den Infrarotsensor 26 erzeugte Signale einer Datenverarbeitung 28 zugeführt, die selbst wiederum einen Lautsprecher 29 und/oder eine Druckeinrichtung 30 ansteuert und die über eine Leitung 31 die Signale einer Zentrale Z zuführt, die die Signale anzeigt protokolliert und ggf. den Leistungsschalter über eine Leitung 32 abschalten kann.

Bei der Ausführung gemäß den Fig. 1 und 2 ist in jeder Schaltanlage lediglich ein Infrarotsensor vorgesehen; es besteht natürlich die Möglichkeit, daß an mehreren Stellen Infrarotsensoren angeordnet sein können. Man wird allerdings nur dort einen Infrarotsensor anordnen, wo eine Stromflußerhöhung eine sofortige Erhöhung der Temperatur bewirkt. Nur diejenigen Stellen innerhalb der Schaltanlage werden in zweckmäßiger Weise überwacht, bei dem die Temperatur am schnellsten ansteigt.

Als Infrarotsensoren werden in zweckmäßiger Weise solche verwendet, die handelsüblich käuflich sind, beispielsweise Infrarotbewegungsmelder und dgl.

Die Infrarotsensoren können natürlich auch beweglich angeordnet sein, so daß sie durch eine Fernsteuerung auf mehrere Meßstellen gerichtet werden können. Dadurch kann ein Wärmebild im Bereich jedes Infrarotsensors erhalten werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Schaltanlage für Hoch-, Mittel- und Niederspannung, mit einem Schaltgerät und weiteren stromführenden Komponenten, dadurch gekennzeichnet daß innerhalb der Schaltanlage in räumlicher Nähe zu wenigstens einem stromführenden Bauteil (10; 20) je ein Infrarotsensor (15, 26) angeordnet ist, der bei Auftreten einer zu hohen Temperatur ein Signal abgibt.
  2. 2. Schaltanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vom Infrarotsensor (15, 26) abgegebenen Signale einer Datenverarbeitung (18; 28; Z) zuführbar sind, so daß die Abschaltung der Anlage, ein Alarmsignal und/oder eine Protokollierung erfolgen können.
  3. 3. Schaltanlage nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Infrarotsensor (15, 26) ein handelsüblicher Bewegungsmelder auf Infrarotbasis vorgesehen ist.
  4. 4. Schaltanlage nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Infrarotsensor (15, 26) bewegbar angeordnet ist, so daß er auf mehrere Meßstellen ggf. durch Fernsteuerung richtbar ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com