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Dokumentenidentifikation DE19516626C2 03.04.1997
Titel Mustervorrichtung für eine Rundstrickmaschine
Anmelder Pai Lung Machinery Mill Co., Ltd., Nan-Kang, Taipeh, TW
Erfinder Wang, Ping-Shin, Taipeh/T'ai-pei, TW
Vertreter PAe Reinhard, Skuhra, Weise & Partner, 80801 München
DE-Anmeldedatum 05.05.1995
DE-Aktenzeichen 19516626
Offenlegungstag 07.11.1996
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse D04B 15/68
IPC-Nebenklasse D04B 9/38   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Mustervorrichtung für eine Rundstrickmaschine gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs.

Eine derartige Mustervorrichtung ist bereits aus der DE 37 31 891 C1 bekannt. Bei dieser vorbekannten Vorrichtung ist mindestens ein Schieber vorgesehen, der sowohl mittels einer Druckfläche, als auch mittels einer an einem Hakenende ausgebildeten Rückzugsfläche auf sämtliche Wählklingen eines Wählklingensatzes einwirken und somit die Wählklingen sowohl in ihrer Betriebsstellung als auch in ihrer Ruhestellung bewegen kann.

Aus dem DE-GM 19 55 041 ist weiterhin eine Mustervorrichtung zur Auswahl der Strickwerkzeuge von Rundstrickmaschinen bekannt, wobei in einem Gestell mehrere etwa waagrecht gegen die Maschinenmitte bewegliche Wähler übereinander angeordnet sind, wobei jeder davon mindestens in einer Bewegungsrichtung von Hand betätigt wird und durch Sperrmittel in der Ein- und Ausrücklage gegen ungewollte Verlagerung gesichert ist, wobei alle Sperrmittel innerhalb des Gestells angeordnet und die Wähler durch Längsdruck ein- und durch das Auslösen einer unter der Wirkung einer Speicherkraft stehenden Sperre ausgerückt werden.

Fig. 7 zeigt eine bekannte Mustervorrichtung für eine Rundstrickmaschine, bei der die Auswahlklingen in dem hohen Grundteil über zwei Achsen bewegbar angebracht sind. Zur Änderung der Stellung der Wählklingen ist ein spezielles von Hand zu bedienendes Werkzeug erforderlich. Da zahlreiche Wählklingen in ihrer Stellung je nach Muster geändert werden müssen, ist das Einstellen schwierig und zeitaufwendig.

Mit der Erfindung soll eine Mustervorrichtung der eingangs genannten Gattung verfügbar gemacht werden, mit der ein einfacher und werkzeugfreier Wechsel der Wählklingenstellungen ermöglicht wird.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs genannten Merkmale gelöst.

Demgemäß weist bei der erfindungsgemäßen Mustervorrichtung vorteilhaft die Einstellvorrichtung Zugang zu jeder Wählklinge an einer Grundplatte der Einstellvorrichtung angelegten und um 180° in zwei Stellungen schwenkbaren Winkelhebel auf, der in seiner ausgeschwenkten Stellung ein Rückzug der Wählklingen mittels Federn in Ruhestellung zuläßt und der sich in seiner eingeschwenkten Stellung derart zwischen der Grundplatte der Einstellvorrichtung und der Rückseite der Wählklingen abstützt, daß diese entgegen der Wirkung der Feder in Arbeitsstellung vorgeschoben werden. Hierdurch kann vorteilhaft das Einstellen der Wählklingen ohne Werkzeuge einfach manuell vorgenommen werden.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen beispielhaft näher erläutert; es zeigen

Fig. 1 eine demontierte Ansicht einer Mustervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei die Einstellvorrichtung von der Basis getrennt ist;

Fig. 2 eine Explosionsansicht der Einstellvorrichtung für die Mustervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung;

Fig. 3 eine Explosionsansicht der Basis für die Mustervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung;

Fig. 4 eine Schnittansicht der Basis für die Mustervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei die beiden Winkelhebel desselben Paares in die Ruhestellung verbracht sind;

Fig. 4A eine ähnliche Ansicht wie Fig. 4, jedoch von dem rechten Winkelhebel, der in die Arbeitsstellung verbracht ist, und dem linken Winkelhebel, der in die Ruhestellung verbracht ist;

Fig. 4B eine ähnliche Ansicht wie Fig. 4, wobei jedoch der rechte Winkelhebel in die Ruhestellung und der linke Winkelhebel in die Arbeitsstellung verbracht sind;

Fig. 5 eine Querschnittsansicht der Einstellvorrichtung für die Mustervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei der Drehwinkel des Winkelhebels dargestellt ist;

Fig. 6 eine schematische Ansicht der Mustervorrichtung, die in der Rundstrickmaschine installiert ist, gemäß der vorliegenden Erfindung; und

Fig. 7 eine Explosionsansicht einer Mustervorrichtung gemäß dem Stand der Technik.

Die in den Fig. 1 und 6 gezeigte Mustervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt eine Basis 1, die nahe eines Nadelfußes 5 in einer Rundstrickmaschine angebracht ist, und eine Einstellvorrichtung 2, die an der Basis 1 durch Schraubenbolzen bzw. Rändelmuttern 10 und 10&min; abnehmbar befestigt ist.

Wie in Fig. 3 gezeigt, umfaßt die Basis 1 einen hohlen Ständerrahmen 11, eine Mehrzahl von Einstelleinheiten 3, 3&min;, die innerhalb des hohlen Ständerrahmens 11 entsprechend den Nadeln im Stapel angeordnet und voneinander durch Zwischen- oder Dämpferplättchen 4, 4&min; getrennt sind, zwei Druckplatten 12 und 12&min;, die beidseits an dem hohlen Ständerrahmen 11 an der Vorderseite befestigt sind. Jede Einstelleinheit 3 und 3&min; umfaßt zwei parallele hohle Wählklingen 30 und 31 und eine dazwischen angeordnete Trennplatte 32. Die Wählklingen 30 und 31 umfassen horizontale Schubteile 300 und 310, jeweils eine Feder 33, die mit einem Ende mit dem Schubteil 300 bzw. 310 verbunden ist, und deren anderes Ende an eine innengelegene vordere Rippe 120 an der Druckplatte 12 bzw. 12&min; anstößt. Die vorstehenden Vorderenden 301 und 311 der beiden Wählklingen 30 und 31 jeder Einstelleinheit 3 und 3&min; stoßen im zusammengebauten Zustand jeweils außen an den Druckplatten 12 und 12&min; an (siehe Fig. 4, 4A). Wenn die Schubteile 302 und 312 der Wählklingen 30 und 31 vor- oder hochgestoßen werden, werden die vorstehenden Vorderenden 301 und 311 der Wählklingen 30 und 31 vorwärtsbewegt (siehe Fig. 4A und 4B). Durch selektives Verbringen der Wählklingen 30 und 31 jeder Einstelleinheit 3 und 3&min; in eine der in den Fig. 5A bis 5C gezeigte Stellungen können bestimmte Muster gestrickt werden.

Wie in Fig. 2 gezeigt, umfaßt die Grundplatte 2 eine Mehrzahl horizontaler Nuten 22 entsprechend den Einstelleinheiten 3, 3&min;, und ein Paar Winkelhebel 20 und 21, die beidseits in den horizontalen Nuten 22 angebracht sind. Jeder Winkelhebel 20 und 21 hat eine Nase 200, 210, die um eine Schwenkwelle- oder -achse 23, 24 zwischen der Arbeitsstellung (strichlierte Linie in Fig. 5) und der Ruhestellung (durchgezogene Linie in Fig. 5) dreh- oder verschwenkbar ist. Die Winkelhebel 20 und 21 können deshalb durch Finger in die gewünschte Stellung ohne die Verwendung eines handbetätigten Werkzeugs in geeigneter Weise gedreht werden. Wenn die Winkelhebel 20 und 21 eingestellt sind, wird die Grundplatte 2 an der Basis 1 befestigt oder festgelegt. Die Nase 200 bzw. 210, die in die Arbeitsstellung verbracht ist, drückt die jeweilige Wählklinge 30 oder 31 im installierten Zustand nach außen, und veranlaßt das vorstehende Vorderende 301 bzw. 311 dazu, den Nadelfuß zu erreichen.


Anspruch[de]
  1. Mustervorrichtung für eine Rundstrickmaschine mit in einem Gehäuse in zwei parallelen Stapeln angeordneten, radial zum Nadelzylinder der Rundstrickmaschine in zwei Stellungen bringbaren Wählklingen und mit einer an der vom Nadelzylinder abgewandten Seite des Gehäuses anbringbaren Vorrichtung zum Einstellen der Wählklingen,

    dadurch gekennzeichnet, daß

    die Einstellvorrichtung zugeordnet zu jeder Wählklinge (30, 31) einen an einer Grundplatte (2) der Einstellvorrichtung angelenkten um 180° in zwei Stellungen schwenkbaren Winkelhebel (20, 21) aufweist,

    der in seiner ausgeschwenkten Stellung einen Rückzug der Wählklingen mittels Federn (33) in Ruhestellung zuläßt

    und sich in seiner eingeschwenkten Stellung derart zwischen der Grundplatte (2) der Einstellvorrichtung und der Rückseite (302, 312) der Wählklingen (30, 31) abstützt, daß diese entgegen der Wirkung der Feder (33) in Arbeitsstellung vorgeschoben werden.






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