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Dokumentenidentifikation DE19527139A1 03.04.1997
Titel Verfahren zur Herstellung von doppelwandigen Bauteilen, insbesondere für doppelwandige Behälter und mit diesem Verfahren hergestelltes Bauteil
Anmelder Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., 80636 München, DE
Erfinder Funk, Martin, Dr., 52074 Aachen, DE
DE-Anmeldedatum 25.07.1995
DE-Aktenzeichen 19527139
Offenlegungstag 03.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse B21D 47/00
IPC-Nebenklasse F16S 5/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von doppelwandigen Bauteilen, insbesondere für doppelwandige Behälter, bestehend aus einem Innenteil, einem Außenteil und dazwischen befestigten Versteifungselementen. Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß für das Innenteil/Außenteil ein- oder mehrere Flachbleche vorgesehen sind, daß die Versteifungselemente voneinander beabstandet mit dem oder den Flachblechen verschweißt werden, wobei die Verschweißung auf der dem Außenteil/Innenteil zugewandten Seite des Innenteils/Außenteils erfolgt, wobei die Schweißnahttiefe im Flachblech kleiner ist als die Dicke des Flachblechs, daß für das Außenteil/Innenteil ein oder mehrere Flachbleche vorgesehen sind, und daß die Flachbleche des Außenteils/Innenteils mit den Versteifungselementen verschweißt werden, wobei die Verschweißung von der dem Innenteil/Außenteil abgewandten Seite des Außenteils/Innenteils durch dieses hindurch erfolgt. Die Erfindung betrifft weiterhin ein nach diesem Verfahren hergestelltes doppelwandiges Bauteil.

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von doppelwandigen Bauteilen, insbesondere für doppelwandige Behälter, bestehend aus einem Innenteil, einem Außenteil und dazwischen befestigten Versteifungselementen sowie ein mit diesem Verfahren hergestelltes doppelwandiges Bauteil.

Die Erfindung findet überall dort Anwendung wo feste, flüssige oder gasförmige Stoffe gelagert oder transportiert werden müssen, wobei erhöhte Anforderungen im Hinblick auf die Festigkeit des Behälters, die Auslaufsicherheit, die Möglichkeit zur Kühlung, Erwärmung oder Isolierung des zu lagernden oder transportierenden Stoffes bzw. die Möglichkeit zur Überwachung des Behälters gefordert sind.

Stand der Technik

In verschiedenen Bereichen der Technik werden bereits doppelwandige Bauteile und doppelwandige Behälter eingesetzt.

Die US-PS 3.289.423 zeigt einen doppelwandigen Behälter mit Versteifungselementen zwischen Innen- und Außenwand. Die Wände können aus rostfreiem Stahl oder Aluminium bestehen. Auf die Innenwand in dem Raum zwischen Innen- und Außenwand ist zusätzlich thermisch isolierendes Material aufgebracht. Die Versteifungselemente bestehen aus Glasfasermaterial und werden bei der Herstellung der bekannten Behälter zunächst auf einer Wand festgeklebt. Nach Herstellung des Behälters wird der Raum zwischen Innen- und Außenwand evakuiert, so daß die Versteifungselemente aufgrund des Drucks auf die Behälterwände in ihren Positionen gehalten werden. Nachteilig an dieser Anordnung ist, daß der Zwischenraum zwischen Innen- und Außenwand stets evakuiert werden muß, was jedoch nur für bestimmte Anwendungsfälle von Bedeutung ist, beispielsweise aus Gründen der thermischen Isolation. Die fehlende kraftschlüssige Verbindung der Versteifungselemente mit den Behälterwänden ist nachteilig hinsichtlich der Festigkeit, wenn beispielsweise grobes Schüttgut wie Schottersteine oder dergleichen zu transportieren sind. Darüberhinaus umfaßt das Herstellungsverfahren vergleichsweise viele Arbeitsschritte.

Weiterhin ist es bekannt (G. Herziger: Vortrag auf der Hauptversammlung der Schiffbautechnischen Gesellschaft vom 18.-21.11.1992 in Berlin, vgl. Abb. 8), im Schiffsbau oder allgemein im Containerbau, zwischen Innen- und Außenteil Versteifungselemente vorzusehen und von beiden Seiten eine Verschweißung mit jeweils durchgehenden Schweißnähten durchzuführen. Hierdurch wird zwar eine kraft- und formschlüssige Verbindung und somit eine relativ gute Festigkeit erreicht. Nachteilig hierbei ist jedoch, daß an die Oberfläche tretende Schweißnähte stets eine Nachbearbeitung erfordern, um eine glatte Oberfläche zu erhalten, wie sie beispielsweise für Lackierzwecke unumgänglich ist. Bei Verwendung von verschiedenen Werkstoffen im Bereich des Innenbleches und des Versteifungselementes kommt es bei durchgehenden Schweißnähten zur Korrosion, da aufgrund der Schmelzbadbewegung das nichtresistente Material der Versteifungselemente zur Innenseite transportiert wird. Dadurch wird die Lebensdauer des Bauteils eingeschränkt.

Darstellung der Erfindung

Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von doppelwandigen Bauteilen anzugeben, insbesondere für doppelwandige Behälter, die auf einer Seite eine Oberfläche besitzen, die frei von Schweißnähten ist und die eine hohe Steifigkeit aufweisen. Weiterhin liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein doppelwandiges Bauteil, insbesondere für doppelwandige Behälter anzugeben, das eine hohe Steifigkeit aufweist und das auf einer Seite eine Oberfläche hoher Güte aufweist, die praktisch keine Nacharbeitung erfordert.

Die Lösung für das Herstellungsverfahren erfolgt durch die Merkmale des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterentwicklungen des Verfahrens sind in den Unteransprüchen 2 bis 18 angegeben.

Das Herstellungsverfahren ist vergleichsweise einfach und umfaßt nur wenige Verfahrensschritte. Insbesondere die Verwendung von Flachblechen unter Einsatz von Laserstrahlung gemäß Anspruch 13 ergeben ein schnelles und kostengünstiges Herstellungsverfahren.

Das Verschweißen der Versteifungselemente mit Innen- und Außenteil ergibt in den Zwischenräumen kraftschlüssige und formschlüssige Verbindungen, so daß die so hergestellten doppelwandigen Bauteile eine vergleichsweise hohe Steifigkeit besitzen. Dies ergibt eine erhöhte Auslaufsicherheit gegenüber gewaltsamen Beanspruchungen. Da jedoch mit dem erfindungsgemäßen Verfahren auf der dem Zwischenraum abgewandten Seite keine Schweißnähte an der Oberfläche liegen, entfallen außerdem zusätzliche Nachbehandlungsarbeiten wie z. B. ein Glätten. Ein derartiges erstellungsverfahren ergibt auch wesentliche Vorteile bei den damit hergestellten Bauteilen, wie sie unten näher dargelegt sind.

Die Verwendung ebener Flachbleche gemäß dem Unteranspruch 2 ist besonders vorteilhaft für die Herstellung quaderförmiger doppelwandiger Transportbehälter oder für den Einsatz als Wand- oder Bodenelement bei Fahrzeugen zum Transportieren von Personen und Nutzlasten.

Die Verwendung gebogener Flachbleche gemäß den Unteransprüchen 4 bis 8 ist besonders vorteilhaft für die Herstellung zylinderförmiger, doppelwandiger Transportbehälter, beispielsweise für Fässer, in denen Mineralöl oder sonstige chemische Flüssigkeiten gelagert werden können oder für Tankfahrzeuge. Die Form der Versteifungselemente sowie deren Anordnung hat sich an dem jeweiligen Verwendungszweck zu orientieren.

Die Ausgestaltung gemäß den Ansprüchen 3,10 und 11, sowie 28 und 29 hat darüberhinaus den Vorteil, daß eine anwendungsorientierte Herstellung erfolgen kann, die in Bereichen hohen Drucks und/oder hoher Belastung eine geeignete Anordnung der Versteifungselemente erlaubt.

Insgesamt weist das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren eine außerordentliche Flexibilität auf, so daß es in weiten Bereichen der Technik anwendbar ist. Darüberhinaus ergibt sich eine Reduzierung des Masse-/Werkstoffeinsatzes bei gleichem Widerstandsmoment im Verhältnis zum Stand der Technik.

Die Lösung für die weitere Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruchs 19. Vorteilhafte Weiterbildungen des doppelwandigen Bauteils sind mit den Unteransprüchen 20 bis 35 angegeben.

Die Vorteile des erfindungsgemäßen Bauteils liegen insbesondere darin, daß es auf einer Seite eine Oberfläche besitzt, die frei von Schweißnähten ist. Aus solchen Bauteilen bestehende Behälter weisen daher auf einer Seite vergleichsweise wenig Schweißnähte auf, nämlich nur an den Fügestellen zwischen diesen Bauteilen. Da die Flachbleche in weitgehend beliebiger Größe zur Verfügung stehen, kann durch Herstellung entsprechend großer erfindungsgemäßer Bauteile die Anzahl von durchgehenden Schweißnähten reduziert werden. Damit entfallen aufwendige Maßnahmen zur Glättung der Oberfläche im Bereich durchgehender Schweißnähte. Eine nachfolgende Oberflächenbehandlung, beispielsweise Lackieren, ist einfacher durchzuführen und ergibt bessere Resultate. Außerdem wird die Dichtheit derartiger Behälter insgesamt erhöht. Insbesondere korrosive oder chemisch aggressive Substanzen haben weniger Angriffsflächen, wodurch auch die Lebensdauer derartiger Behälter erhöht ist.

Die Ausgestaltung nach den Ansprüchen 15 und 16 sowie 32 und 33 ergibt vielfältige Variationsmöglichkeiten und erlaubt eine kostengünstige Anpassung an die zu lagernden oder zu transportierenden Substanzen. Beispielsweise kann für den Transport korrosiver Flüssigkeiten das Innenteil aus relativ teurem aber widerstandsfähigem austenitischen Stahl bestehen, während für das Außenteil ein Material minderer Güte verwendet werden kann.

Mit der Ausgestaltung nach den Ansprüchen 20 und 21 sind anwendungsorientierte, doppelwandige Behälter mit im wesentlichen quaderförmigem Format herstellbar, deren Konstruktion sich nach den zu erwartenden Belastungen richtet.

Die hohlzylinderförmige Ausgestaltung der doppelwandigen Bauteile nach den Ansprüchen 23 bis 26 findet ihren Einsatz beispielsweise bei der Herstellung von Fässern oder bei Tankfahrzeugen.

Die Vorteile der Erfindung nach den Ansprüchen 17, 18 sowie 34 und 35 liegen darin, daß damit eine Kühlung (gerichtet) oder Erwärmung (gerichtet) des zu lagernden oder transportierenden Stoffes möglich ist. Der Zwischenraum kann auch evakuiert werden, wenn eine thermische Isolation oder eine Überwachung in Bezug auf Leckage angestrebt wird.

Die Beabstandung des Außenteils vom Innenteil kann auch so ausgeführt sein, daß der Zwischenraum als Auffangbehälter benutzt werden kann, was besonders bei der Lagerung oder beim Transport von Gefahrstoffen von Vorteil ist. Damit kann z. B. der bei der Außenlagerung von Gefahrgütern vorgeschriebene Auffangbehälter entfallen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1a bis d: Schematische Darstellung des Herstellungsverfahrens in Seitenansicht

Fig. 2: Querschnitt eines Bauteils

Fig. 3: Ansicht eines Bauteils mit variablem Zwischenraum (teilweise geöffnet)

Fig. 4: zwei zusammengefügte Bauteile als Teil eines quaderförmigen Behälters mit Ausnehmungen in den Versteifungselementen und nicht durchgehenden Schweißnähten auf der Außenseite

Fig. 5: Bauteil mit Interdigitalstruktur (Innenansicht)

Fig. 6a: zylinderförmiger Lagerbehälter aus koaxial gebogenen Flachblechen mit Ausnehmungen in den Versteifungselementen

Fig. 6b: Querschnitt im Boden- bzw. Deckelteil des Lagerbehälters von Fig. 6a

Fig. 7: Querschnitt durch einen Tank, bestehend aus Bauteilen gemäß dem Anspruch 8 und 26, beispielsweise für Tankfahrzeuge

Fig. 8: kegelförmige Anordnung des Außenteils zum zylinderförmigen Innenteil.

Ohne Einschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens soll die Erfindung nachfolgend an verschiedenen Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.

Fig. 1 zeigt in den Positionen a bis d die zeitliche Abfolge in schematischer Darstellung für das Herstellungsverfahren. Auf das Innenteil 1 (Fig. 1a) werden Versteifungselemente 2 (Fig. 1 b) positioniert und mit dem Innenteil verschweißt, wobei die Verschweißung von der Seite des Zwischenraums erfolgt und die Schweißnahttiefe das Innenteil nicht vollständig durchdringt. Die Schweißnaht kann eine Punktschweißnaht oder eine kontinuierliche Schweißnaht sein. Die Verschweißung kann auch mit einzelnen Schweißpunkten mit vorgebbarem Abstand erfolgen. Die Form der Schweißnaht richtet sich nach dem Anwendungsfall und wird vom Fachmann in geeigneter Weise ausgewählt. Die Versteifungselemente können dabei ein beliebiges Profil besitzen; vorteilhafte Ausführungsformen sind L-förmige, U- förmige und Z-förmige Versteifungselemente. Auch hutförmige Profile können zur Anwendung kommen. Die Verschweißung erfolgt vorteilhafterweise in einer Überlappverbindung, wie in Fig. 1 dargestellt. Es sind jedoch auch andere Arten der Verbindung möglich, solange sichergestellt ist, daß die Schweißnaht das Innenteil nicht vollständig durchdringt. Form und Anordnung der Versteifungselemente richtet sich nach dem jeweiligen Anwendungsfall. In einem dritten Schritt (Fig. 1c) wird das Außenteil auf die Versteifungselemnete aufgelegt und von außen mit diesen verschweißt, wobei sich in diesem Fall durchgehende Schweißnähte 5 ergeben (Fig. 1d). Zur Durchführung der Verschweißung von außen können verschiedene Stegerkennungssysteme herangezogen werden, um die Position der Versteifungselemente zu ermitteln und diese korrekt mit dem Außenteil zu verschweißen. In Fig. 3 ist ein Bauteil dargestellt, in dem die Versteifungselemente 2 eine von unten nach oben abnehmende Höhe besitzen, so daß sich im unteren Bereich des Bauteils ein größerer Zwischenraum ergibt, der nach oben hin ausläuft. Zum besseren Verständnis ist das Innenteil zum einen im rechten Bereich der Figur mit einer Ausnehmung dargestellt, wodurch sich ein Blick in den Zwischenraum des Bauteils und auf die dem Zwischenraum zugewandte Oberfläche des Außenteils 3 ergibt. Zum anderen ist die Position des Versteifungselements auch im linken Bereich der Figur dargestellt; die Schweißnähte gehen jedoch nicht bis zu der dem Zwischenraum abgewandten Oberfläche des Innenteils durch. Die dargestellte Ausführungsform kann als Ladebordwand eines Transportfahrzeugs, beispielsweise eines LKW, verwendet werden.

Durch die Ausführungsform der Stege kann eine belastungsgerechte Auslegung des Bauteils erfolgen. Als Seitenwand eines Flüssigkeitsbehälters kann so zum Beispiel im Bereich hohen hydrostatischen Drucks eine steifere Auslegung (höheres Widerstandsmoment) erfolgen.

Anstelle der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform kann der Zwischenraum auch in jeder sonstigen denkbaren Form verlaufen, die sich durch eine entsprechende Auswahl und Positionierung der Versteifungselemente vom Fachmann realisieren läßt.

Je nach Anwendungsfall kann es erforderlich sein, daß im Bereich der Außenhaut nicht durchgehende Schweißnähte sind. In diesem Fall ist die zu Fig. 1 erläuterte Fertigungsfolge in einfacher Weise umzukehren. Fig. 4 zeigt beispielsweise zwei Bauteile eines quaderförmigen Behälters, bei dem die Versteifungselemente 2 zuerst auf die Außenteile 3 aufgeschweißt werden und zwar mit einer nicht durchgehenden Verschweißung. Anschließend werden die Innenteile 1 mit den Versteifungselementen 2 mit durchgehenden Verschweißungen 5 form- und kraftschlüssig verbunden. Die in Fig. 4 dargestellten Versteifungselemente weisen kreisförmige Ausnehmungen 10 auf. Dies führt zum einen zur Gewichtsreduktion der einzelnen Bauteile und somit der daraus hergestellten Behältnisse. Darüber hinaus wird es damit möglich, den Zwischenraum zu evakuieren oder ein fluides Medium, beispielsweise zur Kühlung oder Erwärmung durch die Zwischenräume zu leiten. Falls der Zwischenraum des fertigen Behälters allseitig für das Fluid durchlässig sein soll, müssen auch die Verbindungsteile 6, die zur Herstellung eines Behälters erforderlich sind und die erfindungsgemäßen Bauteile verbinden, mit Ausnehmungen versehen sein.

Fig. 5 zeigt ein doppelwandiges Bauteil, bei dem das Außenteil noch nicht aufgeschweißt ist. Auf das Innenteil 1 sind L-förmige Versteifungselemente 2 aufgeschweißt, wobei die Verschweißungen das Innenteil nicht durchdringen. Die Versteifungselemente verfügen über keine Ausnehmungen und sind versetzt nach Art einer Interdigitalstruktur angeordnet. Wenn das Außenteil aufgeschweißt worden ist, kann über einen Einlaß 7 ein Fluid zugeführt werden, das den Zwischenraum aufgrund der Interdigitalstruktur schlangenförmig durchfließt und über einen Auslaß 8 abgeführt wird. Damit ist eine effiziente Kühlung oder Erwärmung der zu lagernden oder transportierenden Substanzen möglich.

Bei der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform handelt es sich um ein doppelwandiges Faß, beispielsweise zur Lagerung und zum Transport von Mineralöl. Das zylinderförmige Seitenteil 9 ist aus koaxial gebogenen Flachblechen 1 (Innenteil) und 5 (Außenteil) hergestellt. Die Versteifungselemente 2 sind auf dem Innenteil 1 mit nicht durchgehenden Verschweißungen aufgebracht. Das Außenteil 3 ist mit den Versteifungselementen 2 mit durchgehenden Verschweißungen 5 ebenfalls kraft- und formschlüssig verbunden. Das Außenteil 3 des Seitenteils 9 ist teilweise aufgeschnitten, so daß erkennbar wird daß bei dieser Ausführungsform die Versteifungselemente 2 mit einem vorbestimmten Abstand parallel angeordnet sind und kreisförmige Ausnehmungen 10 aufweisen. Das Bodenteil 11 besteht aus ebenen Flachblechen für das Innenteil 1 und das Außenteil 3. Fig. 6b zeigt einen Querschnitt durch das Bodenteil 11. Die Versteifungselemente 2 haben ein L-förmiges Profil und sind mit Ausnehmungen 10 versehen. Im dargestellten Beispiel (Fig. 6b) ist das Bodenteil 11 mit dem Seitenteil 9 derart verschweißt, daß die Zwischenräume von Seitenteil und Bodenteil durchgehend sind und ein geschlossenes System bilden. In gleicher Weise wird der Deckel des Behälters ausgeführt, der zusätzlich mit Mitteln zum Befüllen und Entleeren des Fasses ausgestattet wird. Falls die Zwischenräume von Seiten-, Boden- und Deckelteil kein geschlossenes System bilden sollen, sondern im Seitenteil ein gerichteter Kühlmittelfluß angestrebt wird, werden die Versteifungselemente 2 mit einem bestimmten Winkel zur Zylinderachse angeordnet, so daß sich ein schraubenlinienförmiger Verlauf der Versteifungselemente und damit des Zwischenraumes ergibt; in diesem Fall dürfen die Versteifungselemente keine Ausnehmungen aufweisen.

Bezugszeichenliste

1 Innenteil (Flachblech)

2 Versteifungselement

3 Außenteil (Flachblech)

4 nicht durchgehende Verschweißung

5 durchgehende Verschweißung

6 Verbindungsteil

7 Fluideinlaß

8 Fluidauslaß

9 Seitenteil des zylinderförmigen Lagerbehälters

10 Ausnehmungen in den Versteifungselementen

11 Bodenteil des zylinderförmigen Lagerbehälters


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Herstellung von doppelwandigen Bauteilen, insbesondere für doppelwandige Behälter, bestehend aus einem Innenteil, einem Außenteil und dazwischen befestigten Versteifungselementen, dadurch gekennzeichnet, daß für das Innenteil/Außenteil ein- oder mehrere Flachbleche vorgesehen sind, daß die Versteifungselemente voneinander beabstandet mit dem oder den Flachblechen verschweißt werden, wobei die Verschweißung auf der dem Außenteil/Innenteil zugewandten Seite des Innenteils/Außenteils erfolgt, wobei die Schweißnahttiefe im Flachblech kleiner ist als die Dicke des Flachblechs, daß für das Außenteil/Innenteil ein oder mehrere Flachbleche vorgesehen sind, und daß die Flachbleche des Außenteils/lnnenteils mit den Versteifungselementen verschweißt werden, wobei die Verschweißung von der dem Innenteil/Außenteil abgewandten Seite des Außenteils/Innenteils durch dieses hindurch erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für das Innenteil und das Außenteil ebene Flachbleche verwendet werden
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-2, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungselemente in Längsrichtung eine variable Höhe, insbesondere mit einer konstanten Steigung, aufweisen, so daß der Abstand von Innen- und Außenteil einen Gradienten aufweist.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für das Innenteil und das Außenteil gebogene Flachbleche verwendet werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachbleche derart gebogen werden, daß für das Innenteil und das Außenteil Hohlzylinder unterschiedlichen Durchmessers gebildet werden, wobei das Innenteil den kleineren Durchmesser aufweist.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungselemente parallel und/oder orthogonal und/oder geneigt zur Biegeachse bzw. zur Zylinderachse angeordnet werden.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenteil und das Außenteil koaxial zueinander verschweißt werden.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinderachsen von Innen- und Außenteil einen vorgebbaren Abstand voneinander haben.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 2-8, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungselemente äquidistant angeordnet werden.
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Versteifungselemente nach einem vorgebbarem Widerstandsmoment des Bauteils festgelegt wird.
  11. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Versteifungselemente orthogonal zueinander angeordnet werden.
  12. 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil der Versteifungselemente L-förmig, U-förmig oder Z-förmig ist.
  13. 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Schweißen mit Laserstrahlung erfolgt.
  14. 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachbleche und die Versteifungselemente aus Eisen- oder Nichteisenmetallen bestehen.
  15. 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenteil, das Außenteil und die Versteifungselemente jeweils aus dem gleichen oder aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehen.
  16. 16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenteil und/oder das Außenteil Bereiche aus unterschiedlichen Werkstoffen aufweist.
  17. 17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungselemente Ausnehmungen, z. B. Löcher, aufweisen.
  18. 18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungselemente nach Art einer Interdigitalstruktur angeordnet werden.
  19. 19. Doppelwandiges Bauteil, insbesondere für doppelwandige Behälter, mit einem Innenteil, einem Außenteil und dazwischen befestigten Versteifungselementen, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenteil oder das Außenteil an seiner dem Zwischenraum abgewandten Seite keine durchgehende Schweißnaht aufweist.
  20. 20. Bauteil nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenteil und das Außenteil aus ebenen Flachblechen bestehen.
  21. 21. Bauteil nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungselemente in Längsrichtung eine variable Höhe, insbesondere mit einer konstanten Steigung, aufweisen, so daß der Abstand zwischen Innen- und Außenteil einen Gradienten aufweist.
  22. 22. Bauteil nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenteil und das Außenteil aus gebogenen Flachblechen besteht.
  23. 23. Bauteil nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenteil und das Außenteil jeweils als Hohlzylinder ausgebildet sind.
  24. 24. Bauteil nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungselemente parallel und/oder orthogonal und/oder geneigt zur Biegeachse bzw. zur Zylinderachse angeordnet sind.
  25. 25. Bauteil nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenteil und das Außenteil koaxial zueinander sind.
  26. 26. Bauteil nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinderachsen von Innen- und Außenteil einen vorgebbaren Abstand voneinander haben.
  27. 27. Bauteil nach einem der Ansprüche 19-26, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungselemente äquidistant voneinander beabstandet angeordnet sind.
  28. 28. Bauteil nach einem der Ansprüche 19 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungselemente und/oder das Innenteil und/oder das Außenteil nach einem vorgebbarem Widerstandsmoment und/oder Durchbiegung (E-Modul) des Bauteils voneinander beabstandet angeordnet sind.
  29. 29. Bauteil nach einem der Ansprüche 19 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Versteifungselemente orthogonal zueinander angeordnet sind.
  30. 30. Bauteil nach einem der Ansprüche 19-29, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil der Versteifungselemente L-förmig, U-förmig oder Z-förmig ist.
  31. 31. Bauteil nach einem der Ansprüche 19 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachbleche und die Versteifungselemente aus Eisen- oder Nichteisenmetallen bestehen.
  32. 32. Bauteil nach einem der Ansprüche 19 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenteil, das Außenteil und die Versteifungselemente jeweils aus dem gleichen oder aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehen.
  33. 33. Bauteil nach einem der Ansprüche 19 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenteil und/oder das Außenteil Bereiche aus unterschiedlichen Werkstoffen aufweist.
  34. 34. Bauteil nach einem der Ansprüche 19 bis 33, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungselemente Ausnehmungen, z. B. Löcher, aufweisen.
  35. 35. Bauteil nach einem der Ansprüche 19 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungselemente nach Art einer Interdigitalstruktur angeordnet werden.






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