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Dokumentenidentifikation DE19531654C1 03.04.1997
Titel Reserverad für ein Fahrzeug, insbesondere Kraftfahrzeug
Anmelder Dr.Ing.h.c. F. Porsche AG, 70435 Stuttgart, DE
Erfinder Separautzki, Reinhold, 71696 Möglingen, DE
DE-Anmeldedatum 29.08.1995
DE-Aktenzeichen 19531654
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse B62D 43/00
IPC-Nebenklasse B60R 13/08   B65D 85/06   
IPC additional class // B60C 19/00  
Zusammenfassung Damit die aus dem Reifen eines Reserverades austretenden gasförmigen Stoffe nicht in den Fahrgastraum gelangen können, ist vorgesehen, das Reserverad mit einer Umhüllung aus einer gasdichten Metallverbundfolie zu versehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Reserverad für ein Fahrzeug, insbesondere Kraftfahrzeug.

Aus der DE 34 33 052 C2 geht ein Kraftfahrzeug mit einem Fahrgastraum und einem angrenzenden Kofferraum hervor, wobei im Kofferraum ein stehend angeordnetes Reserverad untergebracht ist, das durch eine klappbare Abdeckhaube verkleidet ist. Der Kofferraum ist lediglich durch eine etwa bis in Höhe der Gürtellinie ragende Rücksitzlehne vom Fahrgastraum getrennt.

Dieser Anordnung haftet der Nachteil an, daß vom Reifen des Reserverades geruchsbelästigende bzw. geruchsintensive Stoffe austreten und in den Fahrgastraum gelangen, was insbesondere bei neuen Reifen von den Fahrzeuginsassen als störend empfunden wird. Andererseits können auch Kleidungsstücke, Lebensmittel und andere Gegenstände diese Gerüche aufnehmen.

Die gattungsbildende JP 07-101 482 A behandelt ein Reserverad für ein Kraftfahrzeug, welches zur Verzögerung der Alterung des Gummimaterials mit einer luftdichten Umhüllung aus einer aufgeschrumpften Harzfolie versehen ist. Das Innere des Reifens wird anstelle von Luft mit einem Inertgas befüllt. Bei dieser Anordnung soll verhindert werden, daß Sauerstoff von innen und von außen an den Reifen gelangt. Ein Austreten von geruchsbelästigenden bzw. geruchsintensiven Stoffen aus dem Reifen des Reserverades in den Fahrgastraum wird durch die aufgeschrumpfte Harzfolie jedoch dicht vermieden, da die Harzfolie lediglich luftdicht, jedoch nicht gasdicht ausgebildet st.

Aufgabe der Erfindung ist es, an einem Reserverad solche Vorkehrungen zu treffen, daß die vom Reserverad hervorgerufenen Geruchsbelästigungen im Fahrgastraum vermieden werden.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Weitere die Erfindung in vorteilhafter Weise ausgestaltende Merkmale enthalten die Unteransprüche.

Die mit der Erfindung hauptsächlich erzielten Vorteile sind darin zu sehen, daß durch das Umhüllen des Reserverades mit einer gasdichten Metallverbundfolie keine geruchsbelästigenden Stoffe mehr aus dem Reserverad austreten und sich im Fahrgastraum ausbreiten können bzw. abgelegte Gegenstände im Kofferraum geruchsmäßig belasten. Durch das Evakuieren der Metallverbundfolie legt sich diese eng an die Außenseite des Reserverades an, so daß dieses möglichst wenig Stauraum n Anspruch nimmt. Vorzugsweise wird die Metallverbundfolie durch eine Aluminiumverbundfolie gebildet, welche sich aus einer Polyesteraußenlage, einer mittleren Sperrschicht aus gewalztem Aluminium und einer heißsiegelbaren Innenschicht aus Polyethylen niederer Dichte zusammensetzt. Die zuletzt genannte Innenschicht gewährleistet eine gute Schweißbarkeit der Metallverbundfolie. Durch Anritzen der Folie und Aufreißen kann dieser das Rad zur Nutzung entnommen werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Es zeigt

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines im Heckbereich eines Personenkraftwagens angeordneten Reserverades bei weggeschwenkter Abdeckhaube gemäß dem Stand der Technik,

Fig. 2 ein im Schnitt dargestelltes Reserverad mit der erfindungsgemäßen Umhüllung.

Das in Fig. 1 durch einen Personenkraftwagen 1 gebildete Fahrzeug weist im dargestellten Bereich einen heckseitigen Kofferraum 2 auf, der lediglich mittels einer querverlaufenden Rücksitzlehne 3 vom angrenzenden Fahrgastraum 4 getrennt ist. Die Rücksitzlehne 3 erstreckt sich in Höhenrichtung gesehen etwa bis zu einer Gürtellinie 5 des Fahrzeuges. In einen seitlich außenliegenden hinteren Bereich des Kofferraumes 2 ist ein stehend angeordnetes Reserverad 6 untergebracht, das über lösbare Befestigungsmittel am angrenzenden Aufbau in Lage gehalten und durch eine wegschwenkbare Abdeckhaube 7 verkleidet ist. Bei dieser aus dem Stand der Technik bekannten Anordnung treten insbesondere aus dem Reifen 12 des Reserverades 6 geruchsintensive bzw. geruchsbelästigende Stoffe aus, die relativ ungehindert in den Fahrgastraum 4 gelangen können.

Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, das Reserverad 6 vollständig mit einer Umhüllung 8 aus einer gasdichten Metallverbundfolie 9 zu versehen. Um eine platzsparende Unterbringung des Reserverades 6 sicherzustellen, ist die das Reserverad 6 umgebende Metallverbundfolie 9 evakuiert, d. h. die zwischen Reserverad 6 und Metallverbundfolie 9 vorhandene Luft wird abgesaugt, so daß sich die Metallverbundfolie 9 eng an die Oberfläche des Reserverades 6 anlegt. Die Metallverbundfolie 9 wird vorzugsweise durch eine Aluminiumverbundfolie gebildet. Die relativ dünne, flexible und mechanisch hochbelastbare Aluminiumverbundfolie setzt sich aus einer Polyesteraußenlage, einer mittleren Sperrschicht aus porenfrei gewalztem Aluminium und einer heißsiegelbaren Innenschicht aus Polyethylen niederer Dichte (LDPE) zusammen. Im Ausführungsbeispiel besteht die Umhüllung 8 aus einem Oberteil 10 und Unterteil 11, wobei Oberteil 10 und Unterteil 11 randseitig im evakuierten Zustand miteinander verschweißt sind.

Das Reserverad 6 kann liegend oder stehend im oder außerhalb des Fahrzeuges untergebracht sein.

Durch die Umhüllung 8 wird ein Austreten der Stoffe bzw. Gase aus dem Reserverad 6 (Reifen) zuverlässig verhindert, so daß die Insassen des Fahrgastraumes 4 vor unerwünschter Geruchsbelästigung verschont bleiben (Emissionsschutz).

Zudem wird durch die Umhüllung 8 des Reserverades 6 die Alterung des Reifens 12 günstig beeinflußt und die Umhüllung 8 stellt eine korrosionsverhindernde Maßnahme dar. Auch ein außerhalb des Kofferraumes 2 am Unterboden befestigtes Reserverad 6 wird mit dieser Metallverbundfolie 9 vor Korrision- bzw. Verölung des Reifens 12 geschützt.


Anspruch[de]
  1. 1. Reserverad für ein Fahrzeug, insbesondere Kraftfahrzeug, wobei das Reserverad mit einer folienartigen Umhüllung versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß als Umhüllung (8) eine gasdichte Metallverbundfolie (9) vorgesehen ist, die sich durch Evakuieren eng an die Oberfläche des Reserverades (6) anlegt.
  2. 2. Reserverad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallverbundfolie (9) durch eine Aluminiumverbundfolie gebildet wird.
  3. 3. Reserverad nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Aluminiumverbundfolie aus einer Polyesteraußenlage, einer mittleren Sperrschicht aus gewalztem Aluminium und einer heißsiegelbaren Innenschicht aus Polyethylen niederer Dichte zusammensetzt.
  4. 4. Reserverad nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung (8) aus einem Oberteil (10) und einem Unterteil (11) besteht, wobei beide Teile (10, 11) nach dem Evakuieren umfangseitig miteinander verschweißt sind.






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