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Dokumentenidentifikation DE19535881A1 03.04.1997
Titel Vorrichtung zum Fördern, Rühren und Belüften von pumpfähigen Massen
Anmelder A.I.T. Abwassersysteme GmbH, 87740 Buxheim, DE
Erfinder Poll, Axel, Dr., 87740 Buxheim, DE;
Fuchs, Bernhard, 88487 Mietingen, DE
Vertreter Munk, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 86150 Augsburg
DE-Anmeldedatum 27.09.1995
DE-Aktenzeichen 19535881
Offenlegungstag 03.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse B01F 3/12
IPC-Nebenklasse B01F 3/04   B01F 5/12   B01F 15/02   F04D 7/04   F04D 29/60   A01C 23/04   B65D 88/74   E03F 5/22   
IPC additional class // F04F 5/54  
Zusammenfassung Bei einer Vorrichtung zum Fördern, Rühren und Belüften von pumpfähigen Massen, wie Schlamm etc., kommt man mit einer Pumpe (2) aus, wenn diese entlang einer um ihre Längsachse schwenkbaren Führung verfahrbar ist und einen quer zur Führung verlaufenden Druckstutzen (5) aufweist, der von einem Ringraum (8) umgeben ist, in den eine absperrbare, bewegliche Luftzuleitung (9) einmündet und der nach außen und pumpenseitig durch ein Mantelgehäuse (11) begrenzt ist, dessen pumpenfernes Ende durch Ortsveränderung der Pumpe (5) wahlweise mit einem fest installierten Austrittsstutzen (18) oder einem demgegenüber versetzten, fest installierten Eingang einer Förderleitung (19) kuppelbar oder in eine frei endende Position bringbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fördern, Rühren und Belüften von pumpfähigen Massen, wie Schlamm etc., insbesondere von Abwässern mit biologischen Rückständen.

In vielen Produktionszweigen der Lebensmittelindustrie etc., wie Brauereien, fallen Abwässer an, die eine hohe Konzentration von biologisch abzubauenden Rückständen aufweisen und dementsprechend behandelt werden müssen. In diesem Zusammenhang ist es in der Regel erforderlich, das in einem Behandlungsbecken aufgenommene Substrat zur Homogenisierung zu rühren, zur Förderung der bakteriellen Abbautätigkeit zu belüften und zum Entleeren des Beckens zu fördern. Bisher finden hierfür unterschiedliche Aggregate Verwendung. Insbesondere die Belüftung erforderte bisher ein eigenes Belüftungsaggregat. Dies ergibt einen hohen baulichen Aufwand und einen hohen Platzbedarf. Die bekannten Anordnungen erweisen sich daher als nicht wirtschaftlich genug.

Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung oben genannter Art zu schaffen, die mit nur einem Aggregat zum Fördern, Belüften und Rühren eines pumpfähigen Substrats auskommt.

Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Kombination gelöst.

Zum Rühren des in einem Becken enthaltenen Substrats werden das Mantelgehäuse und damit der hiervon umgebene Druckstutzen der Pumpe in eine frei endende Position gebracht. Der aus dem Druckstutzen austretende Strahl bewirkt dabei eine Rührbewegung, die sehr schnell zu einer guten Homogenisierung des Beckeninhalts führt. Dabei ist es möglich, die Position und Richtung des Druckstrahls zu ändern bzw. den Verhältnissen des Einzelfalls so anzupassen, daß eine optimale Rührwirkung erreicht wird. Zum Belüften des Beckeninhalts wird das den Druckstutzen umgebende Mantelgehäuse mit einem zugeordneten Austrittsstutzen gekuppelt. Hierbei ergibt sich ein Injektor, der die zur Belüftung benötigte Luft über die in diesem Fall geöffnete Luftzuleitung ansaugt. Der umlaufende Ringraum dieses Injektors stellt dabei sicher, daß die angesaugte Luft auf den ganzen Förderquerschnitt verteilt wird. Hierdurch wird in vorteilhafter Weise eine große, aktive Luftoberfläche geschaffen. Zum Fördern des Substrats wird das Mantelgehäuse einfach mit einer zugeordneten Förderleitung gekuppelt. Die einzelnen Arbeitspositionen des Pumpaggregats werden einfach durch entsprechende Ortsveränderung ein- und desselben Aggregats bewerkstelligt. Mehrere Aggregate sind hierfür in vorteilhafter Weise nicht erforderlich. Mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen wird daher die oben angegebene Aufgabe auf höchst einfache und kostengünstige Weise gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen sind in den Unteransprüchen angegeben.

So können der Druckstutzen der Pumpe und das diesen mit Abstand umgebende Mantelgehäuse zweckmäßig zu ihrem pumpenfernen Ende hin konisch verjüngt sein. Hierdurch wird eine Beschleunigung des von der Pumpe geförderten Substrats bewerkstelligt, wodurch beim Belüften eine ausgezeichnete Injektorwirkung erreicht wird.

Vorteilhaft kann der Druckstutzen im Bereich seiner konischen Verjüngung über seine Mantelfläche verteilte Radialbohrungen aufweisen. Über diese Radialbohrungen wird Primärluft angesaugt, die zu einer besonders feinen und gleichmäßigen Luftverteilung über den ganzen Querschnitt führt.

In weiterer Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen kann im Austrittsstutzen eine zylindrische Austrittsdüse angeordnet sein, die im gekuppelten Zustand an das vordere Ende des Druckstutzens anschließt. Hierdurch wird eine Bündelung des vorher beschleunigten Substrats bewirkt, wodurch die Injektorwirkung noch verbessert wird.

Vorteilhaft können das Mantelgehäuse sowie der Austrittsstutzen und die Förderleitung mit Flanschen versehen sein, die mit in Schiebeeingriff mit dem jeweils zugeordneten Gegenflansch bringbaren Klauen versehen sind. Hierdurch ist es möglich, einfach durch Heben und Senken der Pumpe die Flanschverbindungen in und außer gegenseitigen Eingriff zu bringen. Die Flansche können dabei einfach als ebene Flansche ausgebildet sein.

In weiterer Fortbildung können der Austrittsstutzen und der Eingang der Förderleitung auf gleicher Höhe angeordnet und in Umfangsrichtung gegeneinander versetzt sein. Hierdurch ist sichergestellt, daß die Pumpe im gekuppelten Zustand in beiden Fällen auf derselben Höhe plaziert ist. Dies ermöglicht eine einfache bodenseitige Abstützung der Pumpe und entlastet somit die Flanschverbindungen und ergibt gleichzeitig eine Vereinfachung der Hubvorrichtung.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen sind in den restlichen Unteransprüchen angegeben und aus der nachstehenden Beispielsbeschreibung entnehmbar.

Nachstehend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigen:

Fig. 1 eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,

Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf die Anordnung gemäß Fig. 1,

Fig. 3 eine vergrößerte Seitenansicht des zum Belüften gebildeten Injektors und

Fig. 4 eine Stirnansicht der Anordnung gemäß Fig. 3.

Die Fig. 1 zeigt ein Becken 1, das, wie bei 1a angedeutet ist, chargenweise mit einem mehr oder weniger dickflüssigen Substrat beaufschlagbar ist/und dessen Inhalt gerührt, belüftet und gefördert werden muß. Hierbei kann es sich um das Sedimentationsbecken einer Kläranlage, ein einem Produktionsprozeß, bei dem biologisch abzubauende Rückstände in höherer Konzentration enthaltende Abwässer anfallen, z. B. der Bierherstellung, nachgeordnetes Vorreinigungsbecken, eine Güllegrube oder dergleichen handeln.

Zur Bewerkstelligung der genannten Behandlungsvorgänge wie Rühren, Belüften und Fördern, ist ein im Becken 1 angeordnetes aus einer Pumpe 2 und einem hieran angeflanschten, gekapselten Antriebsmotor 3 bestehendes Arbeitsaggregat 4 vorgesehen. Die Pumpe 2 ist hier als Flügelradpumpe ausgebildet, die mit stehender Achse angeordnet ist und einen tangential verlaufenden, also mit horizontaler Achse angeordneten Druckstutzen 5 sowie einen nach unten offenen, mit einer hier nicht näher dargestellten Zuführschnecke versehenen Saugstutzen 6 aufweist, von dem Stützfüße 7 nach unten abstehen.

Der Druckstutzen 5 ist von einem Ringraum 8 umgeben, der an eine Luftzuleitung 9 angeschlossen ist. Diese ist als in sich beweglicher, drucksteifer Schlauch ausgebildet, der aus dem Becken 1 herausgeführt ist und mit einem Absperrorgan 10 versehen ist. Zur Bildung des Ringraums 8 ragt der Druckstutzen 5 der Pumpe 2 in ein ihn mit Abstand umgebendes, über eine rückwärtige Manschette an ihm befestigtes Mantelgehäuse 11 hinein, dessen vordere Stirnseite koplanar mit der vorderen Stirnseite des Druckstutzens 11 ist. Der Motor 3 ist auf der dem Saugstutzen 6 gegenüberliegenden Seite, also hier nach oben abstehend, an die Pumpe 2 angeflanscht.

Das gesamte, aus Pumpe und Motor bestehende Aggregat 4 ist im Becken 1 nicht fixiert, sondern heb- und senkbar sowie um eine stehende Achse schwenkbar angeordnet. Hierzu ist das Aggregat 4 auf einer stehend angeordneten, also zur Pumpenachse parallelen und quer zur Achse des Druckstutzens 5 verlaufenden Säule 12 aufgenommen, die um ihre Längsachse schwenkbar gelagert ist, wie durch Lager 13 a,b angedeutet ist. Zur manuellen Durchführung der Schwenkbewegung ist die Säule 12 mit Griffen 14 versehen. Zur Begrenzung der Schwenkbewegung und zur Erleichterung des Auffindens gewünschter Schwenkwinkel können geeignete Anschläge und/oder Markierungen vorgesehen sein.

Die Säule 12 ist mit einer achsparallelen Längsführung versehen, entlang welcher das Aggregat 4 verfahrbar ist. Hiebei kann es sich um Führungsleisten oder dergleichen handeln, mit denen zugeordnete, am Aggregat 4 befestigte Führungselemente in Verschiebeeingriff sind. Zum Heben und Senken des Aggregats 4 ist eine Hubeinrichtung vorgesehen. Hierzu ist die Säule 12, wie am besten aus Fig. 2 erkennbar ist, an ihrem oberen Ende mit einem über das Aggregat 4 auskragenden Galgen 15 versehen, über den ein Hubseil 16 einer an der Säule aufgenommenen Winde 17 geführt ist. Dieses greift an einem aggregatseitig vorgesehenen Hubgeschirr an. Die Winde 17 ist hier als manuell betätigbare Winde ausgebildet.

Im Becken 1 sind ein beim Belüften des Beckeninhalts mit der Pumpe 2 kuppelbarer, mit horizontaler Achse angeordneter Austrittsstutzen 18 und ein zum Abpumpen des Beckeninhalts mit der Pumpe 2 kuppelbarer, ebenfalls mit horizontaler Achse angeordneter Eingang einer aus dem Becken 1 herausführenden Förderleitung 19 fest installiert. Der Austrittsstutzen 18 und der Eingang der Förderleitung 19 sind, wie am besten aus Fig. 2 erkennbar ist, mit gegenseitigem Winkelversatz, hier mit einem Winkelversatz von 90°, auf einem Teilkreis um die Schwenkachse des Aggregats 4, also um die Längsachse der Säule 12, angeordnet, so daß der druckseitige Ausgang der Pumpe 2 durch Schwenken des Aggregats 4 beiderseits in und außer Kupplungseingriff gebracht werden kann.

Der Austrittsstutzen 18 und der Eingang der Förderleitung 19 sind auf fest angeordneten Stutzen 20 befestigt, deren Höhe so bemessen ist, daß sich die koplanaren Achsen des Austrittsstutzens 18 und des Eingangs der Förderleitung 19 auf derselben Höhe befinden, wie die koplanare Achse des Druckstutzens 5 der Pumpe 2, wenn das Aggregat 4 mit den Füßen 7 auf dem Beckenboden abgesetzt ist. Der Durchmesser des zylinderförmigen Austrittsstutzens 18 und der Förderleitung 19 entsprechen dem pumpenfernen, vorderen Durchmesser des Mantelgehäuses 11. In Fig. 2 ist die Kupplungsstellung des Aggregats 4 mit dem Austrittsstutzen 18 mit durchgezogenen Linien und mit dem Eingang der Förderleitung 19 mit unterbrochenen Linien angedeutet.

Zur Bewerkstelligung der erwähnten Kupplungsverbindungen sind der Austrittsstutzen 18 und der Eingang der Förderleitung 19 mit pumpenseitig angeordneten Flanschen 21 versehen. Ebenso ist das Mantelgehäuse 11 an seinem vorderen Ende mit einem entsprechenden Flansch 22 versehen. Die Flansche 21, 22 können, wie am besten aus den Fig. 3 und 4 erkennbar ist, eine quadratische Außenkonfiguration und ebene Anlagenflächen aufweisen. Der radiale Abstand der Flansche 21, 22 von der Schwenkachse des Aggregats 4 ist so, daß die Flansche 21, 22 mit den einander zugewandten Stirnseiten in gegenseitige Anlage bringbar sind.

Die in gegenseitige Anlage gebrachten Flansche 21, 22 werden, wie die Fig. 3 und 4 weiter anschaulich zeigen, durch Klauen 23 zusammengehalten. Hierzu sind die Flansche 21 des Austrittsstutzens 18 und des Eingangs der Förderleitung 19 im Bereich ihres unteren Rands mit pumpenseitig auskragenden und der Flansch 22 des Mantelgehäuses 11 an seinem oberen Rand mit nach radial außen auskragenden Klauen 23 versehen. Die lichte Weite der Auskragung entspricht der Flanschdicke derart, daß eine gewisse Pressung erreicht wird. Am freien Schenkel sind die Klauen 23 mit einer Anlaufschräge 23a versehen. Diese Anordnung und Ausbildung der Klauen 23 stellt sicher, daß die Flanschverbindung dadurch hergestellt bzw. gelöst werden kann, daß der am Mantelgehäuse 11 und dementsprechend am Aggregat 4 befestigte Flansch 22 gegenüber dem in der Höhe fixierten Flansch 21 des Austrittsstutzens 18 bzw. des Eingangs der Förderleitung 19 in der Höhe verschoben, das heißt abgesenkt bzw. angehoben wird, wie in Fig. 1 rechts durch einen Pfeil angedeutet ist. Die Klauen 23 kommen dabei in Schiebeeingriff mit dem jeweils anderen Flansch. Die Flansche 21, 22 können einfach mit einander zugewandten, metallischen Dichtflächen aneinander anliegen. Diese bestehen zur Erzielung einer guten Korrosionssicherheit aus Edelstahl. Zweckmäßig können nicht nur die Flansche, sondern auch die übrigen Teile aus Edelstahl bestehen.

In Fig. 1 ist das Mantelgehäuse 11 mit dem Austrittsstutzen 18 gekuppelt. Zum Entkuppeln muß lediglich das Aggregat 4 angehoben werden, bis sich der mantelgehäuseseitige Flansch 22 soweit oberhalb des austrittsstutzenseitigen Flansches 18 befindet, daß eine gegenseitige Kollision ausgeschlossen ist. Derartige Positionen sind in Fig. 1 links mit unterbrochenen Linien angedeutet. Wenn nun eine Kupplung mit dem Eingang der Förderleitung 19 erfolgen soll, wird das entsprechend angehobene Aggregat 4 um den Winkelabstand zwischen Austrittsstutzen 18 und Eingang der Förderleitung 19 geschwenkt und anschließend abgesenkt, wie in Fig. 1 rechts durch einen Pfeil angedeutet ist. Die Klauen 23 gehen dabei automatisch außer und in Eingriff. Die genaue Schwenkposition kann, wie oben schon ausgeführt wurde, durch Anschläge oder Markierungen gekennzeichnet sein.

In der in den Fig. 1 und 2 mit durchgezogenen Linien dargestellten Betriebsstellung, in welcher das Mantelgehäuse 11 mit dem Austrittsstutzen 18 gekuppelt ist, wird der Behälterinhalt belüftet. Hierbei ist das Absperrorgan 10 der Luftzuleitung 9 geöffnet. Der Druckstutzen 5, der Mantel 11 und der Austrittsstutzen 18 bilden dabei eine Strahlpumpe, bei der die im Ringraum 8 anstehende Luft durch den den Druckstutzen 5 durchsetzenden, von der Pumpe 2 erzeugten Massestrahl durch Injektorwirkung angesaugt wird. Da sich der Ringraum 8 über den ganzen Umfang des Druckstutzens 5 erstreckt, ergibt sich eine gute Luftverteilung über den gesamten Querschnitt. Zur Beschleunigung des den Druckstutzen 5 durchsetzenden Massestrahls ist der Druckstutzen 5 zu seinem pumpenfernen Ende hin konisch verjüngt. Dasselbe gilt für das Mantelgehäuse 11. Der Austrittsstutzen 18 ist mit einem koaxial hierin angeordneten, zylindrischen Düsenstutzen 24 versehen, dessen Durchmesser dem kleinsten Durchmesser des den vorderen Bereich des Druckstutzens 5 bildenden Konusses entspricht. Die rückwärtige Stirnseite des Düsenstutzens 24 ist koplanar mit der rückwärtigen Stirnseite des Austrittsstutzens 18. Der Düsenstutzen 24 schließt dementsprechend in der Kupplungsstellung direkt an den Konus des Druckstutzens 5 an. Zur Halterung des Düsenstutzens 24 können, wie am besten aus Fig. 4 erkennbar ist, radiale Abstandshalter 25 vorgesehen sein.

Die Länge des Düsenstutzens 24 entspricht etwa einem Viertel bis einem Drittel der Länge des Austrittsstutzens 18. Durch den Düsenstutzen 24 wird der Ringraum 8 in den Austrittsstutzen 18 hinein verlängert. Infolge der zylindrischen Konfiguration des Austrittsstutzen 18 und des Düsenstutzens 24 erfolgt dabei eine Bündelung des den Ringraum 8 durchströmenden, im Konusbereich beschleunigten Luftstroms. Dasselbe gilt für den den Druckstutzen 5 durchsetzenden, im Konusbereich ebenfalls beschleunigten Massenstrom. Für diesen ergibt sich am Ende des Düsenstutzens 24 eine Querschnittserweiterung. Dieser Querschnittssprung führt zu einer guten Verwirbelung des aus dem Ringraum 8 austretenden Luftstroms mit dem aus dem Düsenstutzen 24 austretenden Massestrom.

Im dargestellten Beispiel erfolgt eine erste Beaufschlagung des Massestroms mit Luft bereits im Konusbereich des Druckstutzens 5. Dieser ist hierzu, wie am besten aus Fig. 3 erkennbar ist, mit über seine ganze Mantelfläche verteilten Radialbohrungen 26 versehen, über die, wie durch Richtungspfeile angedeutet ist, Luft aus dem Ringraum 8 angesaugt werden kann. Diese Primärluft, die praktisch über dem ganzen Umfang angesaugt wird und sich dementsprechend gut verteilt, ergibt neben der erwünschten Belüftung auch eine Verbesserung der Fließeigenschaften. Zudem wird infolge der Expansion dieser Luft beim Austritt aus dem Düsenstutzen 24 die in Fig. 3 ebenfalls durch Richtungspfeile angedeutete Verwirbelung des aus dem Düsenstutzen 24 austretenden Massestroms mit der aus dem Ringraum 8 austretenden Sekundärluft intensiviert. Insgesamt ergeben sich somit eine gleichmäßige Luftverteilung in Form vergleichsweise kleiner Luftbläschen und damit eine vergleichsweise große aktive Luftoberfläche.

Zur Bewerkstelligung von Förderbetrieb wird das Aggregat 4, wie oben schon erwähnt, durch entsprechende Hub-, Schwenk- und Absenkbewegung so positioniert, daß das Mantelgehäuse 11, wie in Fig. 2 mit unterbrochenen Linien angedeutet ist, an die Förderleitung 19 anschließt. Zum Fördern kann das Absperrorgan 10 der Luftzuleitung 9 geschlossen sein. In manchen Fällen kann es sich jedoch als zweckmäßig erweisen, das Absperrorgan 10 geöffnet zu halten, so daß auch beim Fördern in gewisser Weise Luft angesaugt wird, durch die der Strömungswiderstand verringert und die Fließfähigkeit verbessert werden können. In jedem Fall ergibt sich hierbei ein Unterdruck im Bereich des Ringraums 8, so daß dieser sich nicht zusetzen kann. Sofern diese Gefahr im Einzelfall bestehen sollte, wäre es aber ohne weiteres möglich, den Ringraum 8 zur Förderleitung 19 hin abzudecken. Hierzu müßte lediglich der Förderleitungsseite Flansch 21 entsprechend breit sein. Der Durchmesser der Förderleitung 19 könnte in diesem Fall dem kleinsten Durchmesser des konischen Bereichs des Druckstutzens 5 entsprechen.

Zur Durchführung eines Rührvorgangs wird ein gerichteter Massestrahl erzeugt. Hierzu wird das Aggregat 4 in eine angehobene Position gebracht, in der das vordere Ende des Mantelgehäuses 11 und des Druckstutzens 5 frei enden. Der aus dem Druckstutzen 5 austretende Massestrahl ergibt dabei die erwünschte Rührwirkung. Das Absperrorgan 10 der Luftzuleitung 9 kann dabei geschlossen sein. Aufgrund des im Ringraum 8 sich ausbildenden Unterdrucks wird dieser frei gehalten. Durch Anheben und Schwenken des Aggregats 4 kann praktisch jede gewünschte Rührposition erreicht werden. In Fig. 1 sind mehrere derartige, höhen- und winkelmäßig gegeneinander versetzte Positionen angedeutet. Selbstverständlich ist es auch denkbar, die Rührposition während des Rührvorgangs durch Betätigung der Winde 17 und/oder Griffe 14 zu verändern. Ebenso wäre es denkbar, die Säule 12 und/oder das Aggregat neigbar zu machen, um einen entsprechend schrägen Verlauf des erzeugten Druckstrahls zu erreichen.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Fördern, Rühren und Belüften von pumpfähigen Massen, wie Schlamm etc., insbesondere von Abwässern mit biologischen Rückständen, mit einer Pumpe (2) die entlang einer um ihre Längsachse schwenkbaren Führung verfahrbar ist und einen quer zur Führung angeordneten Druckstutzen (5) aufweist, der von einem Ringraum (8) umgeben ist, in den eine absperrbare, bewegliche Luftzuleitung (9) einmündet und der nach außen und pumpenseitig durch ein Mantelgehäuse (11) begrenzt ist, dessen pumpenfernes Ende durch Ortsveränderung der Pumpe (5) wahlweise mit einem fest installierten Austrittsstutzen (18) oder einem demgegenüber versetzten, fest installierten Eingang einer Förderleitung (19) kuppelbar oder in eine frei endende Position bringbar ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckstutzen (5) und das diesen mit Abstand umgebende Mantelgehäuse (11) zu ihrem pumpenfernen Ende hin konisch verjüngt sind.
  3. 3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckstutzen (5) über seine Mantelfläche verteilte Radialbohrungen (26) aufweist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Austrittsstutzen (18) eine zylindrische Austrittsdüse (24) angeordnet ist, die im gekuppelten Zustand an das vordere Ende des Druckstutzens (5) anschließt.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Mantelgehäuse (11) sowie der Austrittsstutzen (18) und die Förderleitung (19) mit ebenen Flanschen (21, 22) versehen sind, die mit in Schiebeeingriff mit dem jeweils zugeordneten Gegenflansch bringbaren, hakenförmigen Klauen (23) versehen sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die Flansche (21, 22) aus Edelstahl bestehen.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Austrittsstutzen (18) und der Eingang der Förderleitung (19) auf gleicher Höhe angeordnet und in Umfangsrichtung gegeneinander versetzt sind.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung stehend angeordnet ist und daß dieser eine Einrichtung (16, 17) zum Heben und Senken der Pumpe (2) zugeordnet ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung an einer stehend angeordneten, um ihre Längsachse schwenkbar gelagerten Säule (12) aufgenommen ist, die mit einem Galgen (15) versehen ist, über den ein mittels einer Winde (17) betätigbares Hubseil (16) geführt ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftzuleitung (9) als in sich beweglicher, drucksteifer Schlauch ausgebildet ist.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe (2) einen nach unten offenen, vorzugsweise mit einer Zuführschnecke versehenen Saugstutzen (6) aufweist, von dem Stützfüße (7) abstehen.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie in ein mit einem Zulauf (1a) versehenes Becken (1), vorzugsweise Abwasserbecken, eingebaut ist, aus dem die Förderleitung (19) herausführt.






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