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Dokumentenidentifikation DE19535942A1 03.04.1997
Titel Brennkraftmaschine mit einem angeflanschten Generator
Anmelder Motoren-Werke Mannheim AG, 68167 Mannheim, DE
Erfinder Hitziger, Hubert, Dr.-Ing., 67549 Worms, DE
Vertreter Nau, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 51465 Bergisch Gladbach
DE-Anmeldedatum 27.09.1995
DE-Aktenzeichen 19535942
Offenlegungstag 03.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse B60K 5/12
IPC-Nebenklasse F02F 7/00   F16F 15/04   H02K 7/18   B60K 6/02   B60K 8/00   
Zusammenfassung Eine bekannte Brennkraftmaschine mit einem angeflanschten Hilfsaggregat ist so gelagert, daß im Gesamtschwerpunkt der Baueinheit aus Brennkraftmaschine und Hilfsaggregat in Form von Traglagern ausgebildete Lager angeordnet sind, die das wesentliche Gewicht der Baueinheit tragen. Dabei liegt der Gesamtschwerpunkt in jedem Fall im Bereich der Brennkraftmaschine. Zusätzlich sind stirnseitig der Brennkraftmaschine auf der dem Hilfsaggregat abgewandten Seite weitere Lager angeordnet, die als Hydrolager ausgebildet sind, die Schwingungsamplituden der Baueinheit aufnehmen sollen. Eine Lagerung der Baueinheit im Bereich des Hilfsaggregates ist nicht vorgesehen.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Brennkraftmaschine und das Aggregat eine selbsttragende Einheit bilden und daß Lager stirnseitig der Brennkraftmaschine gegenüberliegend dem angekoppelten Aggregat und endseitig dem Aggregat gegenüberliegend der angekoppelten Brennkraftmaschine angeordnet sind. Durch die Ausbildung als selbsttragende Einheit entfällt der sonst bei derartigen Baueinheiten übliche und notwendige Aggregaterahmen oder Träger.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine, insbesondere selbstzündende Brennkraftmaschine, die ein Kurbelgehäuse aufweist, in dem eine Kurbelwelle drehbar gelagert ist, an der zumindest ein einen Kolben tragendes Pleuel angelenkt ist, wobei der Kolben in einem von einem Zylinderkopf abgedeckten Zylinder bewegbar ist und das Kurbelgehäuse kurbelwellenseitig von einer Ölwanne verschlossen ist, wobei die Brennkraftmaschine über Lager auf einem Untergrund aufstellbar ist und wobei von der Kurbelwelle ein Aggregat antreibbar ist.

Eine derartige Brennkraftmaschine ist aus der DE-OS 38 09 568 bekannt. Dabei ist diese Brennkraftmaschine mit einem angeflanschten Hilfsaggregat wie Getriebe, Hydraulikpumpe oder Kompressor so gelagert, daß im Gesamtschwerpunkt der Baueinheit aus Brennkraftmaschine und Hilfsaggregat in Form von Traglagern ausgebildete Lager angeordnet sind, die somit das wesentliche Gewicht der Baueinheit tragen. Dabei liegt der Gesamtschwerpunkt in jedem Fall im Bereich der Brennkraftmaschine. Zusätzlich sind stirnseitig der Brennkraftmaschine auf der dem Hilfsaggregat abgewandten Seite weitere Lager angeordnet, die als Hydrolager ausgebildet sind, die Schwingungsamplituden der Baueinheit aufnehmen sollen. Eine Lagerung der Baueinheit im Bereich des Hilfsaggregates ist nicht vorgesehen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brennkraftmaschine mit einem von der Kurbelwelle angetriebenen Aggregat bereitzustellen, bei der die Lagerung einerseits einen geringen Bauaufwand verursacht, andererseits zuverlässig und den unterschiedlichsten Bedürfnissen hinsichtlich der Kombination Brennkraftmaschine/Aggregat genügt.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Brennkraftmaschine und das Aggregat eine selbsttragende Einheit bilden und daß Lager stirnseitig der Brennkraftmaschine gegenüberliegend dem angekoppelten Aggregat und endseitig dem Aggregat gegenüberliegend der angekoppelten Brennkraftmaschine angeordnet sind. Durch die Ausbildung als selbsttragende Einheit entfällt der sonst bei derartigen Baueinheiten übliche und notwendige Aggregaterahmen oder Träger. Dieser Aggregaterahmen oder Träger muß bei konventionellen Baueinheiten entsprechend verwindungssteif ausgebildet sein, um die gemeinsame Lagerung und gegenseitige Ausrichtung von Brennkraftmaschine und angetriebenem Aggregat zu gewährleisten. In den Fällen, in denen bisher auf einen derartigen Aggregaterahmen oder Träger verzichtet werden kann, ist das Aggregat im Vergleich zu der Brennkraftmaschine so klein und leicht, daß eine alleinige Lagerung nur der Brennkraftmaschine ausreichend ist. In diesem Fall tritt aber auch das durch die vorliegende Erfindung gelöste Problem nicht auf, da dann in das Aggregat keine die Baueinheit belastende Lagerkräfte eingeleitet werden. Durch die Ausbildung als tragende Einheit und stirnseitige und endseitige Anordnung von Lagern an dieser Baueinheit kann diese ohne weiteres bei entsprechender Standfestigkeit des Untergrunds und entsprechender Anordnung von Standfüßen unter den Lagern auf beliebigem Untergrund aufgestellt werden. Dabei ist diese Baueinheit durch den Wegfall des Aggregaterahmens oder Trägers erheblich leichter als konventionelle Ausführungen, so daß beispielsweise bei einem mobilen Einsatz das Transportproblem leichter lösbar ist.

In Weiterbildung der Erfindung ist das Aggregat ein Generator. Gerade bei dieser Ausbildung beziehungsweise Kombination haben in der Regel Brennkraftmaschine und Generator erhebliche Ausmaße und Gewichte, so daß bei deren Kombination bisher immer ein Aggregaterahmen oder Träger notwendig war. Durch die nunmehr erfolgte Ausbildung als selbsttragende Einheit ist zwar zumindest die Brennkraftmaschine kräftiger beziehungsweise steifer zu dimensionieren und auszulegen, wobei hier aber die dadurch erfolgte Gewichtszunahme erheblich geringer ist als die durch die ansonsten notwendigen Aggregaterahmen oder Träger.

In Weiterbildung der Erfindung sind weitere Lager generatorseitig an der Brennkraftmaschine und/oder brennkraftmaschinenseitig an dem Generator angeordnet. Diese Lager werden je nach Bedarf eingesetzt beziehungsweise angebaut, so zum Beispiel wenn das Flächengewicht auf den Untergrund durch die endseitigen Lager zu hoch wird. Auch können diese Lager benutzt und eingesetzt werden, wenn der Generator beispielsweise zu Wartungs- oder Überholungszwecken abgebaut werden muß. Dann kann die Brennkraftmaschine beziehungsweise der Generator jeweils ohne weitere sonstigen (provisorischen) Unterstützungsmaßnahmen sicher abgestellt werden.

In Weiterbildung der Erfindung ist die Ölwanne als tragendes Element ausgebildet. Dadurch kann mit einfachen Mitteln eine Verstärkung der Brennkraftmaschine erreicht werden, so daß diese insgesamt bei nur einem geringen Gewichtsaufwand insgesamt steifer ausgebildet wird. Selbstverständlich ist es im Rahmen der Erfindung auch möglich, alternativ oder zusätzlich das Kurbelgehäuse oder andere tragende Bauteile der Brennkraftmaschine steifer auszubilden.

In Weiterbildung der Erfindung sind Lager an dem Kurbelgehäuse und/oder der Ölwanne befestigbar. Dabei weist in weiterer Ausgestaltung ein Lager zwei Winkelstücke auf, die mit je einem ersten Schenkel aneinanderliegend eine Anlage für ein Dämpfungs- und Tragelement bilden und mit den zweiten Schenkeln an dem Kurbelgehäuse und der Ölwanne befestigbar sind. Allein durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung wird eine Erhöhung des Widerstandsmomentes auf den doppelten Wert gegenüber dem nur an dem Kurbelgehäuse befestigten Lager erreicht.

In Weiterbildung der Erfindung sind die aneinanderliegenden Schenkel angenähert in der Ebene der Trennfuge zwischen Kurbelgehäuse und Ölwanne angeordnet. Dadurch können die beiden Winkelstücke zumindest angenähert gleich gefertigt werden, was hinsichtlich des Fertigungsaufwandes und der Bauteilevielfalt von Vorteil ist.

In Weiterbildung der Erfindung ist der Generator direkt an der Brennkraftmaschine oder über eine Zwischenglocke an die Brennkraftmaschine angekoppelt. Dabei wird in Weiterbildung der Erfindung die Zwischenglocke insbesondere dann zum Einsatz kommen, wenn zwischen der Kurbelwelle und der Welle ein koaxiales Getriebe eingeschaltet ist.

In Weiterbildung der Erfindung ist der Generator und/oder die Zwischenglocke mit dem Kurbelgehäuse und der Ölwanne verschraubt. Diese Ausbildung bietet insbesondere dann Vorteile, wenn die Ölwanne als tragendes Element ausgebildet ist, da dann der kraftübertragende Bereich rings um die Kurbelwelle zumindest ähnlich steif ausgebildet ist, so daß sich hinsichtlich der Kraftverteilung überall ähnliche Verhältnisse einstellen.

In Weiterbildung der Erfindung ist die Kurbelwelle mit der Welle des Generators sowohl radial als auch axial starr und in Drehrichtung elastisch oder starr gekoppelt. Hier kann durch die entsprechende Wahl der Koppelung genau auf unterschiedliche Anforderungen bezüglich beispielsweise der Dämpfung von Drehschwingungen sowohl auf Seite der Brennkraftmaschine als auch auf Seite des Generators eingegangen werden.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der Zeichnungsbeschreibung zu entnehmen, in der in den Figuren dargestellte Ausführungsbeispiele der Erfindung näher beschrieben ist.

Es zeigen:

Fig. 1 Eine Brennkraftmaschine, bei der der Generator direkt angeflanscht ist,

Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel, bei der der Generator über eine Zwischenglocke an der Brennkraftmaschine angeflanscht ist und

Fig. 3 einen teilweisen Querschnitt durch das Kurbelgehäuse und die Ölwanne der Brennkraftmaschine mit der erfindungsgemäß ausgebildeten Lagerung.

Die schematisch in Fig. 1 dargestellte Brennkraftmaschine ist insbesondere eine selbstzündende Brennkraftmaschine in V-Bauart mit einer Zylinderleistung bis ca. 300 kW. Diese Brennkraftmaschine 1 weist ein Kurbelgehäuse 2 auf, in dem eine Kurbelwelle 3 drehbar gelagert ist. An diese Kurbelwelle 3 sind Pleuel 4 angelenkt, die jeweils einen Kolben 5 tragen. Die Kolben 5 gleiten in Zylindern 6, wobei die Zylinder von Zylinderköpfen 7 abgedeckt sind. An die Brennkraftmaschine 1 ist ein Aggregat, insbesondere ein Generator 8 angeflanscht. Dieser Generator 8 ist mit der Brennkraftmaschine im Bereich des Kurbelgehäuses 2 und der Ölwanne 12 verschraubt, wobei beide Bauelemente zusammen eine selbsttragende Einheit bilden. Gelagert ist die Einheit über Lager 9a, 9b, 9&min;a, 9&min;b, 10a, 10b, 10&min;a, 10&min;b. Dabei sind die Lager 9a, 9b, 9&min;a, 9&min;b an der Brennkraftmaschine 1 in Höhe der Trennfuge 11 zwischen Kurbelgehäuse 2 und Ölwanne 12 befestigt. Die Lager 9a, 9b, 9&min;a, 9&min;b weisen jeweils zwei Winkel 13a, 13b (Fig. 3) auf, die mit je einem Schenkel zusammenliegend die Auflage für ein Dämpfungs- und Tragelement 14 bilden. Die jeweils voneinander wegweisenden zweiten Schenkel der Winkel 13a, 13b sind mit dem Kurbelgehäuse 2 und der Ölwanne 12 verschraubt.

Je nach Ausbildung und Größe der Brennkraftmaschine 1 und des angeflanschten Generators 8 ruht das Gewicht dieser Baueinheit nur auf den Lagern 9a, 9&min;a und 10b, 10&min;b. Die Lager 9b, 9&min;b und 10a, 10&min;a können in diesem Falle wegbleiben oder nur zu Montagezwecken von der Brennkraftmaschine 1 und dem Generator 8 benutzt werden um diese alleine auf dem Untergrund abstellen zu können.

Im wesentlichen Unterschied zu der Ausbildung gemäß Fig. 1 ist in der Ausführungsform nach Fig. 2 der Generator unter Zwischenfügung einer Zwischenglocke 15 an der Brennkraftmaschine 1 angeflanscht. Auch bei dieser Ausführungsform ist es wesentlich, daß die gesamte Baueinheit eine selbsttragende Einheit bildet. Dabei ist in der Zwischenglocke 15 die Kurbelwelle 3 beziehungsweise ein daran befestigter Abtriebsflansch mit der Genertorwelle 16 verbunden. Dabei kann je nach Erfordernissen hier auch ein koaxiales Getriebe zwischengeschaltet sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Brennkraftmaschine, insbesondere selbstzündende Brennkraftmaschine, die ein Kurbelgehäuse aufweist, in dem eine Kurbelwelle drehbar gelagert ist, an der zumindest ein einen Kolben tragendes Pleuel angelenkt ist, wobei der Kolben in einem von einem Zylinderkopf abgedeckten Zylinder bewegbar ist, und das Kurbelgehäuse kurbelwellenseitig von einer Ölwanne verschlossen ist, wobei die Brennkraftmaschine über Lager auf einem Untergrund aufstellbar ist und wobei von der Kurbelwelle ein Aggregat antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennkraftmaschine (1) und das Aggregat eine selbsttragende Einheit bilden, und daß Lager (9a, 9&min;a, 10b, 10&min;b) stirnseitig der Brennkraftmaschine (1) und endseitig dem Aggregat angeordnet sind.
  2. 2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aggregat ein Generator (8) ist.
  3. 3. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Lager (9b, 9&min;b, 10a, 10&min;a) generatorseitig an der Brennkraftmaschine (1) und/oder brennkraftmaschinenseitig an dem Generator (8) angeordnet sind.
  4. 4. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager (9b, 9&min;b, 10a, 10&min;a) generatorseitig der Brennkraftmaschine (1) und/oder brennkraftmaschinenseitig an dem Generator (8) als Traglager ausgebildet sind.
  5. 5. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ölwanne (12) als tragendes Element ausgebildet ist.
  6. 6. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Lager (9a, 9&min;a, 9b, 9&min;b) an dem Kurbelgehäuse (2) und/oder der Ölwanne (12) befestigbar sind.
  7. 7. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß je ein Lager (9a, 9&min;a, 9b, 9&min;b) zwei Winkel (13a, 13b) aufweist, die mit je einem ersten Schenkel aneinanderliegend eine Anlage für ein Dämpfungs- und Tragelement bilden und der jeweils zweite Schenkel an dem Kurbelgehäuse (2) beziehungsweise der Ölwanne (12) befestigbar ist.
  8. 8. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die aneinanderliegenden Schenkel angenähert in der Ebene der Trennfuge (11) zwischen Kurbelgehäuse (2) und Ölwanne (12) angeordnet sind.
  9. 9. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Generator (8) direkt an der Brennkraftmaschine (1) oder über eine Zwischenglocke (15) an die Brennkraftmaschine (1) angekoppelt ist.
  10. 10. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Kurbelwelle (3) und Welle (16) ein koaxiales Getriebe eingeschaltet ist.
  11. 11. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Generator (8) und/oder die Zwischenglocke (15) mit dem Kurbelgehäuse (2) und der Ölwanne (12) verschraubt ist.
  12. 12. Brennkraftmaschine nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurbelwelle (3) mit der Welle (16) des Generators (8) sowohl radial als auch axial starr und in Drehrichtung elastisch oder starr gekoppelt ist.






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