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Dokumentenidentifikation DE19536149A1 03.04.1997
Titel Strombrücke für ein gummigefedertes Schienenrad
Anmelder Gutehoffnungshütte Radsatz GmbH, 46145 Oberhausen, DE
Erfinder Thiemann, Andrea, 46145 Oberhausen, DE;
Manz, Werner, 44805 Bochum, DE;
Hesselmann, Wolfgang, 46149 Oberhausen, DE;
Fischer, Volker, 32427 Minden, DE
DE-Anmeldedatum 28.09.1995
DE-Aktenzeichen 19536149
Offenlegungstag 03.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse B60B 17/02
IPC-Nebenklasse B60B 9/16   
Zusammenfassung Gegenstand der Erfindung ist eine Strombrücke für ein gummigefedertes Schienenrad, bei dem die Gummikörper Gummiringe (8) sind, die mit einem Spannring (9) zwischen Radreifen (6) und Radkörper (7) verspannt sind. Mindestens eine Strombrücke ist am Umfang eines Gummiringes (8) angeordnet.
Die Strombrücke wird aus einem Rundlitzenkabel aus Kupfer und zwei Hülsen insbesondere aus verzinntem Kupfer hergestellt. Das Rundlitzenkabel wird annähernd oval gebogen und die beiden den Rundlitzenkabel umgebenden, einander gegenüberliegenden Hülsen werden flach zusammengepreßt. Aus den Hülsen werden auf diese Weise zwei Kontaktschuhe (1), die mittels des Rundlitzenkabels als Stromleiter (2) eine Strombrücke ergeben.
Beim Einbau der Strombrücke in das Schienenrad wird der Stromleiter (2) durch zwei seitlich mit Abstand am Gummiring (8) angeordnete Schlitze (4) eingeschoben. Dabei kommt der eine Kontaktschuh (1) in einer Ausnehmung (5) an der Oberseite des Gummiringes (8) zu liegen und der andere Kontaktschuh (8) an der Unterseite des Gummiringes (8). Der Stromleiter (2) befindet sich dann in zwei gegenüberliegenden Bohrungen (3) auf dem Umfang des Gummiringes (8).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Strombrücke für ein gummigefedertes Schienenrad, bei dem der Gummikörper Gummiringe sind, die mit einem Spannring zwischen Radreifen und Radkörper verspannt und bei dem der Spannring am Umfang des Radkörpers lösbar befestigt ist.

Strombrücken für gummigefederte Schienenräder sind bekannt. Gummikörper mit Strombrücke nach der DE 43 42 906 A1 haben zur Aufnahme der Strombrückenmittelteile, im Einbauzustand gesehen, Durchbrüche in Form radialer Bohrungen, die im entspannten Zustand kreisförmig sind und unter axialer Vorspannung eine ovale Form angenommen haben. Um die Kontaktschuhe durchstecken zu können, sind die lichten Innendurchmesser der Bohrungen jeweils etwas größer gewählt als der Außendurchmesser des biegeelastischen Teiles der Strombrücken.

Gemäß der EP 658 448 A1 hat der Durchbruch im Gummikörper, der in einem Ringspalt zwischen konzentrischen Radteilen unter Vorspannung sitzt, im gesamten biegsamen Bereich der Strombrücke einen ovalen Querschnitt.

Aus dem DE-GM 9 31 223 geht ein gummigefedertes Schienenrad hervor, bei dem mindestens eine gelenkige Strombrücke eine elektrisch leitende Verbindung zwischen Radreifen und Innenteil des Rades bildet, wobei die jeweils endenseitig mit Kontaktelementen versehene Strombrücke formschlüssig am Innenteil des Rades befestigt ist. Das radreifenseitige Kontaktelement ist mit seiner Kontaktplatte mit Hilfe eines Metallklebers an einer Fläche des Radreifens angeklebt. Die obenflächenrauhe Kontaktfläche des radreifenseitigen Kontaktelements hat über die Rauhigkeitsberge unmittelbaren metallischen Kontakt mit der Fläche des Radreifens. Der Metallkleber füllt im wesentlichen die Rauhigkeitstäler.

In der bisher unveröffentlichten DE 195 10 165.0 wird ein gummigefedertes Schienenrad mit zwischen dem aus Stahl geschmiedeten Radreifen und dem Scheibenradkörper angeordneten ein- bzw. mehrteiligen Gummiringen beschrieben, bei dem mindestens ein Gummiring mit einem Spannring zwischen dem Radreifen und dem Scheibenradkörper verspannt ist. Der Spannring ist mit Befestigungsschrauben am Umfang des Scheibenradkörpers lösbar befestigt.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein derartiges Schienenrad mit einer Strombrücke zu versehen, wobei es sich jedoch nicht um ein in der o.g. Patentanmeldung beschriebenes sogenanntes Schienenrad in leichter Ausführung, d. h. mit Radkörper aus nichteisenhaltigem Werkstoff oder einem Verbundwerkstoff, handeln muß.

Diese Aufgabe wird nach der Erfindung in der Weise gelöst, wie es in den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs angegeben ist.

Die erfindungsgemäße Ausführung hat u. a. den Vorteil, daß die Federwirkung des Gummiringes die Kontaktschuhe der Strombrücke an Radreifen und Radkörper drückt. Durch die etwa U-förmige Ausbildung des beidseitigen Stromleiters ist dieser besonders flexibel und gleicht dadurch die Federwirkung des Gummiringes aus.

Die erfindungsgemäße Strombrücke ist nicht wie die elektrisch leitende Verbindung nach dem DE-GM 93 19 845 der Fremdeinwirkung von außen ausgesetzt.

Bei den Strombrücken nach der EP 658 448 A1 und der DE 43 42 906 A1 wird die Federwirkung des Gummikörpers durch den Stromleiter, der kurz und nicht gebogen ausgeführt ist, weniger gut kompensiert als bei der Ausführung der Strombrücke nach vorliegender Erfindung.

Bei dem Schienenrad mit der erfindungsgemäßen Strombrücke soll mindestens eine Strombrücke am Umfang eines der umlaufenden Gummiringe angeordnet werden. Beispielsweise dienen die Strombrücken beim Hochgeschwindigkeitszug ICE als Signalkontakte. Man wird z. B. vier Strombrücken am Umfang anordnen, wobei jeweils zwei Strombrücken in dem einen Gummiring und die beiden anderen Strombrücken im danebenliegenden Gummiring untergebracht werden. Die Strombrücken am letztgenannten Gummiring befinden sich etwa mittig zwischen den Strombrücken des anderen Gummiringes.

Bei Straßenbahnen kann man z. B. eine größere Anzahl Strombrücken am Umfang eines Schienenrades anordnen, da die Strombrücken dort die Aufgabe haben, einen Erdungskontakt zwischen Oberleitung und Schienen herzustellen.

Die Ausführung der Kontaktplatten aus verzinntem Kupfer hat den Vorteil, daß damit die Korrosion der Kontaktschuhe vermieden wird, die die elektrische Verbindung zwischen dem Radreifen und Radkörper verschlechtern würde.

Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels beschrieben, das in den Figuren dargestellt ist. Es zeigen:

Fig. 1 einen Schnitt durch ein Schienenrad,

Fig. 2 eine ausschnittsweise Draufsicht auf einen Gummiring und darunter einen ausschnittsweisen Schnitt durch einen Gummiring und

Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Strombrücke und darunter eine Seitenansicht einer Strombrücke.

Das gummigefederte Schienenrad nach Fig. 1 besteht im wesentlichen aus dem Radreifen (6) mit Spurkranz und dem eigentlichen Radkörper (7). In dem Radreifen (6) sind Aussparungen (10) und in dem Radkörper (7) sind Ringnuten (11) zum Einlegen der zwei Gummiringe (8) zwischen Radkörper (7) und Radreifen (6) angeordnet. Beide Gummiringe (8) werden durch den Spannring (12) zwischen Radreifen (6) und Radkörper (7) vorgespannt und mit Hilfe von über den Umfang verteilten Schrauben (13) lösbar befestigt.

Im rechten Gummiring (8) ist eine eingebaute Strombrücke, bestehend aus den beiden Kontaktschuhen (1) und dem Stromleiter (2) erkennbar. Die Strombrücke im linken Gummiring (8) ist gestrichelt dargestellt, da sie nicht auf gleicher Winkelebene mit der Strombrücke im rechten Gummiring (8) liegt.

Auf dem oberen Teil von Fig. 2 erkennt man die beiden Bohrungen (3), die durch den Gummiring (8) gestanzt oder gebohrt sind und ferner die Schlitze (4), die seitlich von außen bis zu den Bohrungen (3) eingebracht sind. Die Schlitze (4) und die Bohrungen (3) dienen zum Einführen der Strombrücke mit dem Stromleiter (2) und den Kontaktschuhen (1) von außen in den Gummiring (8).

Auf dem unteren Teil von Fig. 2 sind auch die Ausnehmungen (5) an der Ober- und Unterseite des Gummiringes (8) zu sehen, die gewährleisten, daß die Kontaktschuhe (1) aus den Oberflächen des Gummiringes (8) nur geringfügig herausragen. Dadurch wird vermieden, daß der Radreifen (6) unrund wird.

Das obere Bild von Fig. 3 zeigt eine Strombrücke mit den beiden Kontaktschuhen (1) und dem Stromleiter (2) in der Draufsicht. Die Kontaktschuhe (1) waren zunächst Hülsen und der Stromleiter (2) ein Rundlitzenkabel. Die Hülsen wurden über die Rundlitze gezogen, so daß sie sich gegenüberlagen. Die beiden Enden der Rundlitzenkabel befanden sich innerhalb der einen Hülse. Nach dem Zusammenpressen der beiden Hülsen ergab sich die erfindungsgemäße Strombrücke.

Das untere Bild von Fig. 3 zeigt die Strombrücke mit Kontaktschuh (1) und Stromleiter (2) in der Draufsicht.


Anspruch[de]
  1. Strombrücke für ein gummigefedertes Schienenrad, bei dem die Gummikörper Gummiringe (8) sind, die mit einem Spannring (9) zwischen Radreifen (6) und Radkörper (7) verspannt und bei dem der Spannring (9) am Umfang des Radkörpers (7) lösbar befestigt ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß mindestens eine Strombrücke am Umfang eines Gummiringes (8) angeordnet ist,

    daß die Strombrücke aus einem Rundlitzenkabel aus Kupfer oder verzinntem Kupfer und zwei Hülsen aus Kupfer oder verzinntem Kupfer hergestellt ist,

    wobei das Rundlitzenkabel annähernd oval gebogen ist und die beiden Rundlitzenkabel umgebenden, einander gegenüberliegenden Hülsen flach zusammengepreßt sind, so daß sich eine Strombrücke mit zwei Kontaktschuhen (1) und einem diese verbindenden Stromleiter (2) bildet,

    daß zum Einbau der Strombrücke in das Schienenrad der Stromleiter (2) durch zwei seitlich mit Abstand am umlaufenden Gummiring (8) angeordnete Schlitze (4) eingeschoben ist, wobei der eine Kontaktschuh (1) in Längsrichtung in einer Ausnehmung (5) der Oberseite des Gummiringes (8) und der andere Kontaktschuh (1) in einer Ausnehmung (5) der Unterseite des Gummiringes (8) liegt und der Stromleiter (2) sich in zwei gegenüberliegenden Bohrungen (3) auf dem Umfang des Gummiringes (8) befindet.






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