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Dokumentenidentifikation DE19536173A1 03.04.1997
Titel Justierbank
Anmelder Heinrich-Hertz-Institut für Nachrichtentechnik Berlin GmbH, 10587 Berlin, DE
Erfinder Peters, Klaus, 14052 Berlin, DE
Vertreter Weisse und Kollegen, 42555 Velbert
DE-Anmeldedatum 28.09.1995
DE-Aktenzeichen 19536173
Offenlegungstag 03.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse G02B 6/24
IPC-Nebenklasse G02B 6/36   G02B 6/42   G02B 6/122   G02B 7/00   G02B 27/62   
Zusammenfassung Zum Justieren einer Einrichtung mit einem faserförmigen Lichtwellenleiter, der relativ zu dieser Einrichtung in drei Dimensionen durch einstellbare und fixierbare Justierglieder justierbar ist, wird eine spezielle Justierbank vorgesehen. Die Justierbank weist ein Gestell mit einem Aufspanntisch (66) zum Aufspannen der den Lichtwellenleiter (20) justierbar halternden Einrichtung auf. An dem Gestell ist eine Klemmvorrichtung (104) geführt, durch welche hindurch der justierbare Lichtwellenleiter (20) in einer Zufuhrrichtung einführbar ist. Weiterhin sind an dem Gestell Längs-Stellmittel (106) angeordnet, die in Längsrichtung des Lichtwellenleiters (20) an der Klemmvorrichtung (104) angreifen, wodurch der Lichtwellenleiter (20) durch die Klemmvorrichtung (104) in Längsrichtung gegen eine Reibungskraft der halternden Einrichtung (10) verschiebbar ist. An dem Gestell sind Quer-Stellmittel (76, 82; 90, 94) angebracht, die unter verschiedenen Winkeln quer zur Längsrichtung des Lichtwellenleiters (20) an Justiergliedern (34, 38) der Einrichtung angreifen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Justierbank zum Justieren einer Einrichtung mit einem faserförmigen Lichtwellenleiter, der relativ zu dieser Einrichtung in drei Dimensionen durch einstellbare und fixierbare Justierglieder justierbar ist.

Es besteht das Problem, faserförmige Lichtwellenleiter zu anzukoppelnden optischen Bauteilen, z. B. integrierter Optik, Lasern, oder auch anderen Lichtwellenleitern genau auszurichten, so daß sich eine optimale Koppeleffizienz ergibt. Hierfür sind Einrichtungen bekannt, welche faserförmige Lichtwellenleiter in justierbarer Weise haltern.

Eine solche Einrichtung ist beispielsweise bekannt durch die DE 36 08 236 A1. Dabei handelt es sich um ein relativ sperriges Gebilde, das manuell über Stellschrauben justiert wird.

Der Erfindung liegt die allgemeine Aufgabe zugrunde, Einrichtungen zur justierbaren Halterung von faserförmigen Lichtwellenleitern wesentlich kleiner und kompakter als die nach dem Stand der Technik verfügbaren Einrichtungen dieser Art auszubilden.

Hierzu gehören geeignete Konstruktionen solcher Einrichtungen. Eine solche Konstruktion ist Gegenstand der gleichzeitig eingereichten Patentanmeldung "Einrichtung und Verfahren zum Koppeln eines faserförmigen Lichtwellenleiters mit einem optischen Bauteil". Zur Lösung der allgemeinen Aufgabe werden aber auch Vorrichtungen benötigt, durch welche die erforderliche feinfühlige Justierung der miniaturisierten, Lichtwellenleiter halternden Einrichtungen vorgenommen werden kann.

Der Erfindung liegt daher die spezielle Aufgabe zugrunde, eine Justierbank zur feinfühligen Einstellung von Einrichtungen vorzusehen, in denen faserförmige Lichtwellenleiter dreidimensional justierbar gehaltert sind.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch

  • (a) ein Gestell mit einem Aufspanntisch zum Aufspannen der den Lichtwellenleiter justierbar halternden Einrichtung,
  • (b) eine an dem Gestell geführte Klemmvorrichtung durch welche hindurch der justierbare Lichtwellenleiter in einer Zufuhrrichtung einführbar ist,
  • (c) an dem Gestell angeordnete Längs-Stellmittel, die in Längsrichtung des Lichtwellenleiters an der Klemmvorrichtung angreifen, wodurch der Lichtwellenleiter durch die Klemmvorrichtung in Längsrichtung gegen eine Reibungskraft der halternden Einrichtung verschiebbar ist, und
  • (d) an dem Gestell angebrachte Quer-Stellmittel, die unter verschiedenen Winkeln quer zur Längsrichtung des Lichtwellenleiters an Justiergliedern der Einrichtung angreifen.


Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen näher erläutert.

Fig. 1 zeigt ein Beispiel einer Einrichtung zur justierbaren Halterung eines faserförmigen Lichtwellenleiters, durch welche der Lichtwellenleiter optimal mit einem anderen optischen Bauteil gekoppelt werden kann.

Fig. 2 zeigt eine Draufsicht einer Justierbank, mittels derer die Justierglieder einer Einrichtung nach Art von Fig. 1 feinfühlig eingestellt werden können.

Fig. 3 zeigt einen Schnitt längs der Linie III-III von Fig. 2.

Fig. 4 zeigt in vergrößertem Maßstab eine Ansicht einer Klemmbacke einer Klemmvorrichtung für einen Lichtwellenleiter und eine diese führende Kapillare, von rechts in Fig. 2 gesehen.

Fig. 5 zeigt einen Schnitt längs der Linie V-V von Fig. 4.

Fig. 6 ist eine Ansicht der Klemmbacke von oben in Fig. 4 gesehen.

Fig. 7 ist eine Ansicht von oben auf die zweite Klemmbacke der Klemmvorrichtung.

Fig. 8 zeigt einen -Schnitt längs der Linie VIII-VIII von Fig. 7.

Fig. 9 ist eine Ansicht von unten in Fig. 8.

Fig. 1 zeigt ein Beispiel einer Einrichtung zur justierbaren Halterung von faserförmigen Lichtwellenleitern, die mit einer Justierbank der vorliegenden Art feinfühlig justiert werden kann.

In Fig. 1 ist mit 10 ein Grundkörper bezeichnet. Der Grundkörper 10 bildet eine langestreckt-rechteckige Grundplatte 12. An die Grundplatte 12 ist längs einer Längsseite eine sich senkrecht zu der Grundplatte 12 erstreckende Seitenwange 14 angeformt.

An einer Stirnseite der Grundplatte 12 sitzt eine Halterung 16 für eine federnde Kapillare 18. Die Kapillare 18 ist an einem in Fig. 1 hinteren Ende in der Halterung 16 fest eingespannt. Die Kapillare 18 nimmt einen faserförmigen Lichtwellenleiter 20 auf. Der Lichtwellenleiter 20 ist daher an dem in Fig. 1 vorderen, freien Ende mit der Kapillare 18 mit zwei Freiheitsgraden, in einer X-Richtung und in einer dazu senkrechten Y-Richtung federnd auslenkbar. Es ist zunächst der in Fig. 1 rechte Teil der Einrichtung beschrieben.

Die Halterung 16 besteht aus einem geschlitzten Block 22 mit einem parallel zu der Grundplatte 12 verlaufenden, von einer Seite her durch einen Teil des Blockes 22 verlaufenden Schlitz 24. In den beiden den Schlitz 24 bildenden Flächen sind gegenüberliegende, parallel zur Längsseite der Grundplatte verlaufende Nuten 26 und 28 gebildet. In diesen Nuten 26 und 28 ist die Kapillare 18 geführt. Durch eine Fixierschraube 30, welche sich durch den Schlitz 24 erstreckt und den Schlitz 24 zusammenzieht, kann die Kapillare 18 in einer Justierstellung festgeklemmt werden. Bei gelöster Fixierschraube ist die Kapillare 18 reibschlüssig gehalten, so daß sie für die Justage in den Nuten 26 und 28 gegen Reibungskräfte axial verschoben werden kann.

Im Bereich des freien indes der Kapillare 18 ist in der Seitenwange 14 eine erste Führungsbohrung 32 vorgesehen. Die Achse der Führungsbohrung 32 verläuft in X-Richtung senkrecht zu der Achse der Kapillare 18 und horizontal in Fig. 1. In der Führungsbohrung 32 ist ein Stift 34 längsverschiebbar geführt. In der durch die erste Führungsbohrung 32 bestimmten, zu der Kapillare 18 senkrechten Ebene ist in der Grundplatte 12 eine zweite Führungsbohrung 36 vorgesehen. Die Achse der zweiten Führungsbohrung 36 verläuft in Y-Richtung senkrecht zu den Achsen der Kapillare 18 und der ersten Führungsbohrung 32. In ,der zweiten Führungsbohrung 36 ist ein Stift 38 längsverschiebbar geführt. Die Stifte 34 und 38 sind jeweils gegen Reibungskräfte verschiebbar.

In der Mitte auf der Grundplatte 12 ist ein optisches Bauteil 42 befestigt. Die Lage des Bauteils 42 relativ zu dem Grundkörper 10 kann durch Toleranzen der Schraubverbindung etwas variiert werden. Das Bauteil 42 wird so an den Grundkörper angeschraubt, daß in der entspannten Ruhestellung der Kapillare 18, d. h. wenn keiner der Stifte 34 oder 38 an der Kapillare angreift, der faserförmige Lichtwellenleiter etwas sowohl in X-Richtung nach links in Fig. 1 als auch in Y-Richtung nach unten in Fig. 1 von der optimalen Koppelposition relativ zu dem Bauteil 42 abweicht. Durch die Stifte 34 und 38, die nach rechts bzw. nach oben in Fig. 1 vorbewegt werden, wird die Kapillare 18 durchgebogen, d. h. federnd-elastisch verformt. Das erste, in Fig. 1 vordere Ende der Kapillare 18 wird nach rechts und nach oben in Fig. 1 bewegt, bis der faserförmige Lichtwellenleiter 20 seine optimale Koppelposition erreicht hat. In dieser optimalen Koppelposition liegen beide Stifte 34 und 38 unter Vorspannung an dem vorderen, ersten Ende der Kapillare 18 an. Dadurch ist eine Justage der Kapillare 18 und damit des faserförmigen Lichtwellenleiters in X-Richtung und in Y-Richtung möglich. Durch Längsverschiebung der Kapillare 18 kann das in Fig. 1 vordere Ende des faserförmigen Lichtwellenleiters auch in der zu den X- und Y-Richtungen senkrechten Z-Richtung justiert werden. Zu diesem Zweck ist an dem eingespannten zweiten Ende der Kapillare 18 ein Gewinde 56 vorgesehen, an dem ein Stellwerkzeug angreifen kann.

Der in Fig. 1 vordere Teil der Einrichtung ist praktisch eine spiegelbildliche Verdopplung der vorstehend beschriebenen Anordnung. Daher werden für die Teile in der vorderen Hälfte von Fig. 1 die gleichen Bezugszeichen benutzt wie für die Teile in der hinteren Hälfte, wobei die Teile in der vorderen Hälfte mit dem Zusatz "A" gekennzeichnet sind. Auf diese Weise werden gleichzeitig zwei Lichtwellenleiter 20 und 20A mit dem optischen Bauteil 42 optimal justiert gekoppelt.

In Fig. 2 ist eine Justierbank dargestellt, auf welcher ein Teil 60 der in Fig. 1 dargestellten oder einer ähnlichen Art aufgespannt ist.

Die Justierbank weist zwei Endplatten 62 und 64 auf. Zwischen den Endplatten 62 und 64 erstreckt sich ein Aufspanntisch 66. Weiterhin sind die Endplatten 62 und 64 durch eine Querstrebe 68 miteinander verbunden.

Der Aufspanntisch 66 hat im wesentlichen L-förmigen Querschnitt, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist. Der Aufspanntisch 66 bildet eine plane Aufspannfläche 70. Auf der Aufspannfläche 70 ist der Teil 60 gehaltert. Der Aufspanntisch 70 bildet zwei zueinander senkrechte Außenflächen 72 und 74, von denen die Außenfläche 74 parallel zu der Aufspannfläche 70 ist. Die Außenfläche 72 ist demgemäß senkrecht zur Ebene der Aufspannfläche 70.

Auf der Außenfläche 72 sitzt ein erster Piezosteller 76. Der erste Piezosteller 76 bildet eine Konsole 78, die bei Anlegen einer Spannung an einen Anschluß 80 durch Längenänderung eines Piezoelements horizontal in Fig. 3 beweglich ist. Solche Piezosteller sind handelsüblich erhältliche Bauteile. Auf der Konsole sitzt ein mechanisches Einstellelement 82. Das mechanische Einstellelement 82 ist eine Mikrometerschraube mit einer durch einen Drehknopf 84 feinfühlig horizontal in Fig. 3 bewegbaren Stellspindel 86. Die Mikrometerschraube erstreckt sich durch die Konsole 78 des ersten Piezostellers 76 und ist in einer Wange 88 des Aufspanntisches 66 geführt.

In entsprechender Weise ist ein zweiter Piezosteller 90 mit einer Konsole 92 auf der in Fig. 3 horizontalen Außenfläche 74 angeordnet. Der Piezosteller 90 führt bei Anlegen einer Spannung einen in Fig. 3 vertikalen Hub aus. Die Konsole 92 trägt ein mechanisches Einstellelement 94 ebenfalls in Form einer Mikrometerschraube. Die Stellspindel 96 der Mikrometerschraube ist vertikal durch die Konsole 92 und eine die Aufspannfläche 70 bildende Wange 98 des Aufspanntisches 66 geführt.

Die Achsen der Stellspindeln 86 und 96 schneiden sich in einem Punkt 100.

Auf diese Weise sind zwei Stellspindeln 86 und 96 vorgesehen, die Stellbewegungen in einer Ebene und in zwei zueinander senkrechten Richtungen vornehmen können. Die Stellspindeln greifen in noch zu beschreibender Weise an den Stiften 34 und 38 oder 34A und 38A des auf die Aufspannfläche 70 aufgespannten Teils 60 (Fig. 1) an und gestatten durch Verschieben der Stifte eine feinfühlige Justierung des Lichtwellenleiters 20 oder 20A in X- und Y-Richtung. Zu dieser Justierung werden zunächst die mechanischen Einstellelemente 82 und 94 grob eingestellt. Dann erfolgt eine Feineinstellung durch Anlegen von variablen Spannungen an die Piezosteller 76 und 90. Dabei werden die grob eingestellten mechanischen Einstellelemente 82 und 94 als Ganze durch die Piezosteller 76 bzw. 90 bewegt.

Die Lichtwellenleiter 20 und 20A werden auch in Längsrichtung justiert. Zu diesem Zweck ist wenigstens eine weitere Stellvorrichtung 102 vorgesehen, die eine Verstellung in einer zu der X-Richtung und der Y-Richtung senkrechten Z-Richtung (horizontal in Fig. 2) vornimmt. Eine solche Stellvorrichtung 102 ist in Fig. 2 links dargestellt. Die Stellvorrichtung 102 enthält eine Klemmvorrichtung 104, die an dem mit einem Gewinde 56 versehenen Ende der Kapillare 18 angreift und durch welche der Lichtwellenleiter 20 hindurchgeführt ist. Die Klemmvorrichtung 104 ist auf einen Piezosteller 106 aufgeschraubt, der in einer Bohrung 108 der Endplatte 62 sitzt. Der Piezosteller weist eine Längsbohrung 110 auf, durch welche der Lichtwellenleiter 20 hindurchgeführt ist. Die Klemmvorrichtung 104 ist auf einen Kragen 112 des Piezostellers 106 aufgeschraubt. Der Piezosteller 106 besteht aus einem rohrförmigen Außenteil und einem an dem Außenteil am äußeren, der Klemmvorrichtung abgewandten Ende abgestützten piezoelektrischen Innenteil. Die Klemmvorrichtung 104 ist mit dem Innenteil des Piezostellers 106 an dessen innerem Ende über den Kragen 112 verschraubt.

Die Endplatte 62 weist einen Schlitz 114 auf, der sich vom Rand der Endplatte 62 zu der Bohrung 108 erstreckt. Der Schlitz 114 kann durch eine Schraube 116 zusammengezogen werden. Dadurch wird der Außenteil des Piezostellers 106 festgeklemmt. Nach Lösen der Schraube 116 ist der Piezosteller 106 in der Bohrung 108 längsverschiebbar geführt.

Der Aufspanntisch 66 weist angrenzend an die Endplatten 62 und 64 Ausnehmungen 118 bzw. 118A auf. In diese Ausnehmungen ragen die Enden von Piezostellern wie 106 hinein, die in den Bohrungen 108 bzw. 108A sitzen.

Die Justierbank ist mit einer Dreipunktauflage abgestützt. An einer Seite jeder Endplatte 62 und 64 ist ein Fuß 122 bzw. 124 angebracht. Wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, sitzt auf der Querstrebe 68 auf der den Füßen 122 und 124 gegenüberliegenden Seite eine zentrale Rolle 126, welche den dritten Punkt der Dreipunktauflage liefert.

Die Klemmvorrichtung 104 besteht aus zwei Klemmbacken 128 und 130. Die Klemmbacke 128 ist in den Fig. 4 bis 6 dargestellt. Die Klemmbacke 130 ist in den Fig. 7 bis 9 dargestellt.

Die Klemmbacke 128 ist an einen Ring 132 angeformt. Der Ring 132 bildet auf der Außenseite einen Sechskant 134. Auf der Innenseite ist der Ring 132 mit einem Gewinde 136 versehen. Die eigentliche Klemmbacke 128 schließt sich an eine Hälfte des Ringes 132, unten in Fig. 4 und 5 an. Wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, bildet die Klemmbacke 128 eine plane Kontaktfläche 138. In der Kontaktfläche 138 ist längs der Mittelebene, der Schnittebene VI-VI von Fig. 4, eine Vertiefung 140 vorgesehen. Die Vertiefung weist angrenzend an den Ring 132 einen halbkonischen Abschnitt 142, daran anschließend einen halbzylindrischen Abschnitt 144 größeren Durchmessers und schließlich einen halbzylindrischen Abschnitt 146 auf. Die Unterseite 148 der Klemmbacke 128 ist konisch mit einer Abflachung 150 und einer Planfläche 152 an der Spitze.

Die Klemmbacke 130 wird auf die Klemmbacke 128 aufgesetzt und durch Schrauben 154 festgezogen. Die Klemmbacke 130 ist in Draufsicht (Fig. 7) im wesentlichen trapezförmig mit einer angeschrägten Vorderkante 156. Auf der Unterseite weist die Klemmbacke 130 längs der Mittelebene ebenfalls eine Vertiefung 158 auf. Die Vertiefung 158 besteht aus einem halbzylindrischen Abschnitt 160 größeren Durchmessers, der sich über den Abschnitt 144 der Klemmbacke 128 legt, und einem halbzylindrischen Abschnitt 162 kleineren Durchmessers, der sich über den Abschnitt 146 der unteren Klemmbacke 128 legt. Der Abschnitt 144 der unteren Klemmbacke ist mit einem Innengewinde versehen, während die Innenfläche des Abschnitts 160 glatt zylindrisch ist.

Der Lichtwellenleiter 20, der in der Kapillare 18 (Fig. 1) geführt ist, wird durch die Längsbohrung 110 des Piezostellers 106 und zwischen den Klemmbacken 128 und 130 hindurchgefädelt, so daß das Gewinde 56 der Kapillare 18 in der Vertiefung 144 der Klemmbacke 128 liegt. Die Kapillare 18 mit dem faserförmigen Lichtleiter 20 wird weiter durch den Schlitz 24 der Klemmvorrichtung 16 der Einrichtung 60 hindurchgeschoben, so daß er vor dem optischen Eingang des optischen Bauteils 42 liegt. Dann wird die Klemmbacke 130 festgezogen, so daß die Kapillare 18 mit ihrem Ende fest in der Klemmvorrichtung 104 g halten wird, während sie in der Klemmvorrichtung 16 unter Überwindung von Reibung beweglich ist.

Die Kapillare 18 kann dann in Z-Richtung zunächst grob durch axiale Verschiebung des Piezostellers 106 eingestellt werden. Dabei wird die Kapillare 18 bis dicht vor den optischen Eingang des Bauteils 42 bewegt werden. Dann erfolgt eine Feineinstellung mittels des Piezostellers 106. Dieser hat nur einen geringen Hub von 25 µm. Die Vorbewegung erfolgt daher schrittweise, indem in zyklischer Folge wiederholt der Piezosteller 106 mittels der Schraube 116 festgezogen wird, dann eine Spannung an den Piezosteller 106 angelegt wird, schließlich bei anliegender Spannung die Schraube 116 gelöst und dann die Spannung vom Piezosteller 106 wieder weggenommen wird. Wenn bei festgeklemmtem Piezosteller 106 Spannung an den Piezosteller angelegt wird, dann dehnt sich der Innenteil mit der Klemmvorrichtung 104. Die Klemmvorrichtung 104 bewegt sich relativ zu dem festgeklemmten Außenteil des Piezostellers 106 nach rechts in Fig. 2. Dadurch wird die Kapillare 18 in der Klemmvorrichtung 16 gegen deren Reibungskraft nach rechts in Fig. 2 oder nach vorn in Fig. 1 vorgeschoben. Wird nun die Schraube 116 gelöst, der Piezosteller 106 also freigegeben, dann wird die Kapillare 18 in der Klemmvorrichtung 16 des aufgespannten Teils 60 reibschlüssig gehalten. Nach Wegfall der angelegten Spannung zieht sich der Innenteil des Piezostellers 106 zusammen und der Außenteil des Piezostellers 106 wird in deren Bohrung 108 nach rechts in Fig. 2 nachgezogen. Dieser Ablauf wird so lange wiederholt, bis der faserförmige Lichtwellenleiter 20 in Z-Richtung optimal zu dem optischen Bauteil 42 justiert ist. Dann kann die Kapillare 18 in der Klemmvorrichtung 16 durch Festziehen der Schraube gesichert werden. Die Klemmvorrichtung 104 kann dann geöffnet werden.

Zur Justierung zweier faserförmiger Lichtleiter 20 und 20A in Kapillaren 18 bzw. 18A, wie sie bei dem Teil 60 auf gegenüberliegenden Seite des Bauteils 42 vorgesehen sind, kann der Piezosensor 106 mit der Klemmvorrichtung 104 in eine mit der Bohrung 108 fluchtende Bohrung der Endplatte 64 eingesetzt werden. Der Teil 60 wird in einer in Fig. 2 nach links versetzten Position auf dem Aufspanntisch 66 aufgespannt werden. Die beiden Positionen des Teils 60 sind genau definiert und z. B. durch Löcher 170 und 172 in dem Aufspanntisch 66 definiert. In der linken Position wirken die Stellspindeln 86 und 96 auf die Stifte 34 und 38 der in Fig. 1 hinteren Einrichtung zum Justieren des Lichtwellenleiters 20. In der in Fig. 2 rechten Position, wirken die Stellspindeln 86 und 96 auf die Stifte 34A und 38A der in Fig. 1 vorderen Einrichtung zum Justieren des Lichtwellenleiters 20A. Der faserförmige Lichtwellenleiter 20A mit der Kapillare 18A wird von rechts in Fig. 2 durch den Piezosteller 106 und die Klemmvorrichtung 104 hindurchgefädelt, festgeklemmt, grob justiert und dann in der oben beschriebenen Weise schrittweise fein justiert.

Für die Z-Verstellung der Kapillare 18A kann auch ein gesonderter Piezosteller mit Klemmvorrichtung vorgesehen sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Justierbank zum Justieren einer Einrichtung mit einem faserförmigen Lichtwellenleiter, der relativ zu dieser Einrichtung in drei Dimensionen durch einstellbare und fixierbare Justierglieder justierbar ist, enthaltend
    1. (a) ein Gestell mit einem Aufspanntisch (66) zum Aufspannen der den Lichtwellenleiter (20) justierbar halternden Einrichtung,
    2. (b) eine an dem Gestell geführte Klemmvorrichtung (104), durch welche hindurch der justierbare Lichtwellenleiter (20) in einer Zufuhrrichtung einführbar ist,
    3. (c) an dem Gestell angeordnete Längs-Stellmittel (106), die in Längsrichtung des Lichtwellenleiters (20) an der Klemmvorrichtung (104) angreifen, wodurch der Lichtwellenleiter (20) durch die Klemmvorrichtung (104) in Längsrichtung gegen eine Reibungskraft der halternden Einrichtung (10) verschiebbar ist, und
    4. (d) an dem Gestell angebrachte Quer-Stellmittel (76, 82; 90, 94) ,die unter verschiedenen Winkeln quer zur Längsrichtung des Lichtwellenleiters (20) an Justiergliedern (34, 38) der Einrichtung angreifen.
  2. 2. Justierbank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. (a) die Längs-Stellmittel einen Piezozsteller (106) aufweisen, der an dem Gestell in Längsrichtung des Lichtwellenleiters (20) geführt und mittels einer lösbaren Feststellvorrichtung (114, 116) an dem Gestell festklemmbar ist, und
    2. (b) der Piezosteller (106) mit der an dem Lichtwellenleiter (20) angreifenden Klemmvorrichtung (104) verbunden ist.
  3. 3. Justierbank nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmvorrichtung (104) zum Angreifen an einem mit einem Gewindeende (56) versehenen Justierglied (18) zwei Klemmbacken (128, 130) aufweist, von denen eine erste Klemmbacke (128) auf einer Seite an einem Ring (132) angeformt ist und eine Axialnut (140) mit einem Gewindeabschnitt (144) aufweist, und von denen die zweite Klemmbacke (130) gegen die erste Klemmbacke (128) durch Klemmschrauben (154) festziehbar ist und eine in Richtung des Lichtwellenleiters (20) verlaufende Nut (158) aufweist, die sich mit der Axialnut (140) der ersten Klemmbacke (128) zu einem Durchgangskanal ergänzt und die gegenüber dem Gewindeabschnitt (144) der ersten Klemmbacke (128) eine nicht mit Gewinde versehene Vertiefung (160) bildet.
  4. 4. Justierbank nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Piezosteller (106) einen rohrförmigen Außenteil und einen an dem Außenteil am äußeren, der Klemmvorrichtung abgewandten Ende abgestützten piezoelektrischen Innenteil besteht und die Klemmvorrichtung (104) mit dem Innenteil des Piezostellers (106) an dessen innerem Ende verschraubt ist.
  5. 5. Justierbank nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der rohrförmige Außenteil des Piezostellers (106) in dem Gestell längsbeweglich geführt und durch die Feststellvorrichtung (114, 116) wahlweise an dem Gestell festklemmbar ist.
  6. 6. Justierbank nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Quer-Stellmittel Piezosteller (76, 90) aufweisen, die sich an dem Gestell abstützen und ihrerseits mechanisch verstellbare Einstellelemente (82, 94) tragen.
  7. 7. Justierbank nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. (a) das Gestell zu beiden Seiten des Aufspanntisches (66) zwei im wesentlichen fluchtende Bohrungen zur Aufnahme eines Piezostellers (106) mit einer Klemmvorrichtung (104) für je einen von entgegengesetzten Seiten herangeführten Lichtwellenleiter (20, 20A) aufweist, wobei jeder dieser Lichtwellenleiter (20, 20A) zu einer den Lichtwellenleiter justierbar halternden Einrichtung (10, 10A) geführt ist und die beiden Einrichtungen mit einem dazwischen angeordneten optischen Bauteil (42) eine Baugruppe (60) bilden,
    2. (b) der Aufspanntisch (66) zwei Aufspannstellungen aufweist, in denen die Baugruppe (60) in definierter Position aufspannbar ist, wobei in der ersten Aufspannstellung die Quer- Stellmittel an Justiergliedern der ersten halternden Einrichtung angreifen und in der zweiten Aufspannstellung die Quer- Stellmittel an Justiergliedern der zweiten halternden Einrichtung angreifen.






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