PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19536218A1 03.04.1997
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Prüfung eines Bauteiles aus sprödem Material, insbesondere eines Brennkammersteines
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Schmitz, Friedhelm, 46537 Dinslaken, DE;
Wojaczyk, Hans-Günter, 45479 Mülheim, DE
DE-Anmeldedatum 28.09.1995
DE-Aktenzeichen 19536218
Offenlegungstag 03.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse G01M 5/00
IPC-Nebenklasse G01N 3/20   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Prüfung eines Bauteiles (19) aus sprödem Material, insbesondere eines Brennkammersteines, wobei das Bauteil (19) im wesentlichen spannungsfrei mit mindestens zwei seiner Form anpaßbaren Bauteilhalterungen (2) gehaltert und in dem Bereich zwischen den Bauteilhalterungen (2) eine definierte Kraft (F) auf das Bauteil (19) ausgeübt wird. Dadurch, daß mindestens eine der Bauteilhalterungen (2) lagefest ist und mindestens eine weitere Bauteilhalterung (6) und mindestens ein Druckelement (10, 11) lagebeweglich, aber druckfest angeordnet ist, kann sich die Vorrichtung an Toleranzen des Bauteils (19) anpassen und auch bei erheblichen Abweichungen von der Idealform definierte Prüfbedingungen schaffen. So können statt gesonderter Proben direkt ganze Bauteile aus einer Serie geprüft werden.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Prüfung eines Bauteiles aus sprödem Material, wobei das Bauteil mechanisch belastet wird. Der besondere Anwendungsbereich der Erfindung liegt bei keramischen Bauteilen, insbesondere Brennkammersteinen für die Brennkammern von Gasturbinen, wie sie z. B. in der DE-AS 11 73 734 beschrieben sind, jedoch sind Anwendungen auf andere Bauteile möglich. Unter einem spröden Material wird im Folgenden ein Material mit sehr geringer Elastizität verstanden, das sich auch kaum plastisch verformen läßt und unter mechanischer Belastung nach relativ geringer Verformung bricht. Dies sind typischerweise die Eigenschaften von keramischen Materialien, insbesondere von feuerfesten Werkstoffen, die z. B. aus Siliziumkarbid oder Sillimanit bestehen. Die vorliegende Erfindung eignet sich aber auch für andere Materialien mit vergleichbaren Eigenschaften, z. B. intermetallische Phasen oder Verbundwerkstoffe.

Es ist bekannt, Materialprüfungen auf Prüfmaschinen durchzuführen, in denen Materialproben eingespannt und zwischen den Einspannungen mit einer Kraft belastet werden können. Typischerweise werden hierzu speziell aus dem zu prüfenden Material hergestellte Proben benutzt, deren Abmessungen sehr genau festgelegt werden, so daß genormte feststehende Halterungen verwendet werden können. Der Aufwand zur Herstellung solcher Proben ist relativ groß. Darüberhinaus ist es nicht möglich, einfach ein Bauteil aus einer Serie zu nehmen und in einer solchen Prüfvorrichtung zu prüfen.

Keramische Teile und Bauteile aus ähnlichem Material, insbesondere feuerfeste Brennkammersteine, lassen sich nicht mit einer beliebig kleinen Toleranz wirtschaftlich herstellen. Dies bedeutet, daß solche Bauteile in gewissen Grenzen unterschiedlich sind und Abweichungen von ihrer Idealform im Bereich von einigen Millimetern haben können. Typische Brennkammerbausteine haben beispielsweise die Form eines flachen Quaders, der unter Umständen auch gewölbt sein kann, wobei neben der gewünschten Wölbung bei der Herstellung auch unerwünschte geringfügige Wölbungen in allen Dimensionen auftreten können. Dies macht die Einspannung und definierte Prüfung solcher Bauteile sehr schwierig, so daß dafür Universalprüfmaschinen und ähnliche Geräte bisher nicht eingesetzt werden können.

Schließlich kann es bei der Festigkeitsprüfung von Bauteilen auch auf spezielle Bereiche ankommen. Brennkammersteine beispielsweise können an einer oder mehreren Seiten mit Nuten zur Aufnahme von Halteklammern versehen sein, wobei gerade diese Seitenbereiche besonders hoch belastet sind. Es kann daher wünschenswert sein, gerade einzelne Bereiche eines Bauteils gesondert zu prüfen, was nach dem Stand der Technik ebenfalls mit vorhandenen Prüfmaschinen kaum möglich ist.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, Verfahren und Vorrichtungen zur Prüfung von Bauteilen aus sprödem Material zu schaffen, die die Einbringung von definierten Kräften ermöglichen, auch wenn die zu prüfenden Bauteile mit erheblichen Toleranzen von ihrer Idealform abweichen.

Zur Lösung dieser Aufgabe dienen ein Verfahren nach dem Anspruch 1 und eine Vorrichtung nach dem Anspruch 12. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den jeweils abhängigen Ansprüchen angegeben.

Die vorliegende Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß schon die Halterung eines Bauteiles aus sprödem Material, welches keine ideal ebenen oder definierten Halteflächen hat, weil es mit Herstellungstoleranzen behaftet ist, erhebliche Schwierigkeiten mit sich bringt. Würde man ein solches Bauteil beispielsweise in feststehende Halterungen einspannen oder auf ebenen Auflagelinien auflegen, so würde sich für die Beaufschlagung mit einer Kraft keine definierte Situation mehr ergeben, da die Auflage bzw. Halterung selbst schon ganz ungleichmäßige Kräfte auf das Bauteil ausüben und Spannungen im Bauteil hervorrufen würde. Ein wesentlicher Gedanke der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, die Bauteilhalterungen und Druckelemente zur Einbringung einer Kraft in das Bauteil so auszubilden, daß diese trotz der Toleranzen des Bauteiles möglichst gut definierte Prüfzustände erlauben. Auf diese Weise wird es erstmals möglich, die Qualitätskontrolle aus laufenden Bauteilproduktionen durch Prüfung einiger Bauteile selbst durchzuführen, anstatt separat bearbeitete Materialproben untersuchen zu müssen.

Je nach dem Ziel der Untersuchungen kann das Bauteil mit einer definierten zunehmenden Kraft belastet und die Kraft beim Bruch des Bauteiles registriert werden. Übliche Maschinen zur Erzeugung der notwendigen Kräfte haben auch Wegaufnehmer, so daß gleichzeitig die Verformung des Bauteils in Abhängigkeit von der Kraft aufgenommen werden kann.

Eine andere Untersuchungsmöglichkeit besteht in dem periodischen Ausüben einer Kraft, um die Widerstandsfähigkeit eines Bauteiles gegenüber Wechselbiegebelastungen festzustellen. Auch hier können Kraft und/oder Weg und Anzahl der periodischen Belastungen bis zum Bruch registriert werden. Grundsätzlich muß natürlich die Prüfung nicht bis zur Zerstörung des Bauteiles durchgeführt werden, wenn es nur darauf ankommt, daß das Bauteil bestimmte Kräfte mindestens aushalten kann.

Zur Sicherstellung, daß das Bauteil im wesentlichen spannungsfrei gehaltert werden kann wird die Lage des Bauteils bei der Prüfung zunächst durch eine lagefeste Bauteilhalterung vorgegeben. Unter einer Bauteilhalterung kann natürlich auch eine Gruppe von miteinander verbundenen Halterungen oder Klammern und dergleichen verstanden werden. Zur Vermeidung von Spannungen im Bauteil können weitere zur Halterung notwendige Elemente nicht lagefest angeordnet sein, da dann ein in sich leicht verwundenes Bauteil beispielsweise an solchen Halterungen nicht geeignet für die Prüfung anliegen würde. Jede weitere Halterung ist daher zwar druckfest, aber lagebeweglich angeordnet, was beispielsweise durch eine auf einer gewölbten Oberfläche liegende Druckwalze oder durch auf einer Wippe angeordnete Halterungen erreicht werden kann, wie anhand der Zeichnung näher erläutert wird.

Die erfindungsgemäße Art der Halterung führt im ungünstigsten Fall bei verwundenen Bauteilen zu einer spannungsarmen Dreipunktlagerung, jedoch kann im Allgemeinen eine spannungsarme Lagerung an vier Punkten und sogar eine linienförmige Halterung erreicht werden, was jeweils für definierte Prüfverhältnisse ausreicht.

Um auch die Einbringung der Druckkräfte zwischen den Bauteilhalterungen möglichst definiert zu gestalten, sind auch die Druckelemente druckfest aber lagebeweglich gehaltert, so daß auch sie sich eventuellen Verwindungen des Bauteiles in ihrer Lage anpassen und den Druck definiert einbringen können. Insbesondere geeignet sind wiederum Druckwalzen, die beim Betrieb der Prüfeinrichtung an balligen Oberflächen anliegen oder als Wippen ausgebildete Druckstege.

Zur Prüfung eines möglichst großen Bereiches eines Bauteiles mit einer gleichmäßigen Kraft wird diese mittels zweier Druckelemente eingebracht, deren Abstand untereinander etwa gleich dem Abstand der Bauteilhalterungen minus der zweifachen Dicke des Bauteiles ist.

Zur Prüfung von kritischen Randbereichen wird eine Kraft linienförmig etwas versetzt zu einer Halterung im kritischen Bereich eingebracht, so daß der kritische Bereich unter eine Scher- oder Biegebelastung gerät. Dies ist insbesondere wichtig für die Prüfung von Randbereichen genuteter Bauteile.

Einzelheiten der Erfindung und Ausführungsbeispiele, auf die diese jedoch nicht beschränkt ist, werden im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigen

Fig. 1 eine Frontansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur gleichmäßigen Prüfung eine Bauteiles,

Fig. 2 einen Schnitt durch Fig. 1 entlang der Linie II-II,

Fig. 3 einen Schnitt durch Fig. 1 entlang der Linie III-III,

Fig. 4 eine schematische Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Prüfung kritischer Randbereiche eines genuteten Bauteiles und

Fig. 5 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 4 mit Schnitt entlang der Linie V-V.

Die in den Fig. 1-3 dargestellte Vorrichtung ist auf einer Grundplatte 1 aufgebaut. Die Grundplatte 1 hat in einem Teilbereich eine waagerechte ebene Oberfläche, auf der eine lagefeste Auflagewalze 2 aufliegt. Die Achse 3 dieser lagefesten Auflagewalze 2 ist in einer Halterung 4 geführt. Parallel und mit Abstand zu der festen Auflagewalze 2 liegt eine bewegliche Auflagewalze 6. Diese ruht auf einem gewölbten Oberflächenabschnitt 5 der Grundplatte 1, wobei die Wölbung in Richtung der beweglichen Auflagewalze konvex gestaltet ist. Die Achse 7 der beweglichen Auflagewalze 6 ist in Langlöchern 8 an Halterungen 9 so geführt, daß die bewegliche Auflagewalze 6 auf der gewölbten Oberfläche 5 wippen, jedoch nicht seitlich ausweichen kann. Wird ein in sich verwundenes Bauteil 19 auf die beiden Auflagewalzen 2, 6 aufgelegt, so bestimmt die feste Auflagewalze 2 die Lage des Bauteils und die bewegliche Auflagewalze 6 paßt sich dieser Lage an und sucht sich die optimale Berührungsposition. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist ein leicht gewölbter Brennkammerstein zur Auskleidung von Brennkammern an Gasturbinenanlagen als Prüfling dargestellt. Wie erkennbar ist, kann auf die Auflagenwalzen 2, 6 nicht nur ein ebenes Bauteil, sondern auch ein gewölbtes Bauteil aufgelegt werden, wobei es bei schwacher Wölbung des Bauteils in erster Näherung nicht darauf ankommt, ob die Wölbung nach unten oder nach oben gerichtet ist. Es wird jedoch bevorzugt, die Prüfung in einer Lage auszuführen, bei der die Wölbung nach oben gerichtet ist. Auf der Oberseite des Bauteiles 19 liegen zwei Druckwalzen 10, 11 auf, welche mit einer gewölbten Druckfläche 18 in Druckkontakt stehen und entlang dieser wippen können. Durch Halterungen 16, 17 mit Langlöchern 14, 15 sind die Achsen 12, 13 der Druckwalzen 10, 11 wiederum so geführt, daß sie sich vertikal bewegen können, jedoch nicht seitlich horizontal. Auch die Druckwalzen suchen sich beim Ausüben einer Kraft auf die gewölbte Druckfläche 18 in Richtung auf das Bauteil 19 ihre optimale Position, um eine gleichmäßige Krafteinwirkung auf das Bauteil 19 zu bewirken. Auf diese Weise entstehen selbst bei erheblichen Toleranzen der zu prüfenden Bauteile, die unter Umständen einige Millimeter in den Maßen und Verwindungen im Bauteil sein können, sehr genau definierte Prüfverhältnisse, so daß die Festigkeit von Bauteilen unabhängig von der Genauigkeit der Einhaltung ihrer optimalen Form geprüft werden kann. Unter Umständen kann die Kraft F noch über ein weiteres, hier nicht dargestelltes, lagebewegliches Element, beispielsweise ein Kugelgelenk, eingebracht werden, um noch einer zusätzliche Anpassung an das Bauteil in einer weiteren Dimension zu ermöglichen. Die Krafterzeugung selbst und gegebenenfalls eine Wegmessung kann mit einer üblichen Universalprüfmaschine erfolgen, in die die erfindungsgemäße Vorrichtung eingebaut wird.

Ein für die Prüfung von seitlich genuteten Bauteilen geeignetes anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Fig. 4 und 5 dargestellt. Auf einer Grundplatte 21 ist eine relativ zur Halterung 26 verschiebliche, aber feststellbare Halterung 22 montiert, welche seitlich einen Haltesteg 23 aufweist. Eine Bauteilhalterung kann, wie in diesem Ausführungsbeispiel dargestellt, auch aus zwei oder mehr Teilhalterungen bestehen, die untereinander verbunden sind. Der festen Bauteilhalterung 22 gegenüber liegt eine bewegliche Bauteilhalterung 26. Deren Beweglichkeit wird dadurch erreicht, daß sie auf einer Wippe 24 montiert ist, welche in einer Führungsnut 25 in der Grundplatte 21 beweglich ist. Zur Festlegung der Bewegung weist die Wippe eine waagerechte, auf das Bauteil 39 gerichtete Kippachse 27 auf. Auch die bewegliche Bauteilhalterung 26 hat einen Haltesteg 28. Die Haltestege 23, 28 greifen in seitliche Nuten 40 des Bauteils 39 ein, wobei die feste Bauteilhalterung 22 die Lage des Bauteils 39 bestimmt und die bewegliche Bauteilhalterung 26 auf der Wippe 24 sich dieser Lage anpaßt, so daß eine nahezu spannungsfreie Halterung ermöglicht wird. Durch seitliche Verschiebbarkeit der Halterung 22 in einer Führungsnut und Feststellung in einer gewünschten Position, kann die Halterung an verschiedene Prüflingsmaße angepaßt werden. Wiederum ist ein Brennkammerbaustein im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Prüfling dargestellt. Auf seiner Oberseite legen zwei Druckstege 30, 31 an, welche als Wippen ausgebildet sind. Mittels Achsen, 32, 33 sind die Druckstege 30, 31 in Halterungen 36, 37 gelagert, so daß sie sich der Lage und Form des Bauteils durch entsprechendes Neigen anpassen können. Die mit dem Bauteil in Berührung stehenden Druckflächen 34, 35 der Druckstege 30, 31 sind der Oberflächenform des Bauteils angepaßt, z. B. angeschrägt oder gewölbt. Über eine Druckplatte 38 kann eine Kraft F auf die Druckstege 30, 31 und das Bauteil 39 ausgeübt werden. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Druckstege 30, 31vorzugsweise nur geringfügig seitlich versetzt zu den Nuten 40 des Bauteils 39 angeordnet, so daß sie eine Scher- oder Biegekraft nahe dem genuteten Bereich des Bauteils 39 ausüben. So läßt sich gut eine spätere Belastung des Bauteils simulieren, um zu prüfen, bei welchen Kräften die die Nut begrenzenden Kanten des Bauteils abbrechen.

Es versteht sich von selbst, daß bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen die Halterungen und Druckelemente zur Anpassung an verschieden große zu prüfende Bauteile verschiebbar angeordnet sein können und daß die genauen Abstände zwischen den Halterungen und den Druckelementen entsprechend den Dimensionen des Bauteils, insbesondere entsprechend der Dicke des Bauteils gewählt werden müssen.

Die vorliegende Erfindung ermöglicht es erstmals, mit Toleranzen behaftete spröde Bauteile in ihrem Endzustand reproduzierbar und definiert zu prüfen und dadurch eine Aussage über die Qualität zu erhalten. Auf diese Weise ist es beispielsweise möglich, einzelne Chargen von Brennkammersteinen stichprobenartig zu prüfen, um die Qualität dieser hochbelasteten und wichtigen Bauteile sicherzustellen.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Prüfung eines Bauteiles (19; 39) aus sprödem Material, wobei das Bauteil (19; 39) mechanisch belastet wird, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß das Bauteil (19; 39) spannungsfrei mit mindestens zwei seiner Form anpaßbaren Bauteilhalterungen (2, 6; 22, 26) gehaltert wird und
    2. - daß in dem Bereich zwischen den Bauteilhalterungen (2, 6; 22, 26) eine definierte Kraft (F) auf das Bauteil (19; 39) ausgeübt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauteil (19; 39) aus keramischem Material besteht.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauteil (19; 39) aus einer intermetallischen Phase besteht.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauteil (19; 39) ein Brennkammerstein, insbesondere für eine Brennkammer einer Gasturbine, ist.
  5. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraft (F) periodisch auf das Bauteil (19; 39) ausgeübt wird und die Anzahl der Perioden bis zur Zerstörung des Bauteils (19; 39) gemessen wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraft (F) kontinuierlich erhöht und die Kraft bei Bruch des Bauteiles (19; 39) registriert wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraft (F) mittels mindestens zweier beabstandeter Druckelemente (10, 11; 30, 31) auf das Bauteil ausgeübt wird.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Druckelemente, vorzugsweise Druckwalzen (10, 11) verwendet werden, deren Abstand untereinander so gewählt ist, daß ein möglichst großer Bereich des Bauteiles (19) mit einer gleichmäßigen Spannung belastet wird.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Druckelemente, vorzugsweise Druckstege (30, 31) verwendet werden, deren Abstand zu den Bauteilhalterungen (22, 26) so gewählt ist, daß das Bauteil (39) gezielt an kritischen Stellen, insbesondere in einem genuteten (40) Randbereich, belastet wird.
  10. 10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen des Bauteiles (19; 39) ein Teil der Bauteilhalterungen (6; 26) lagebeweglich, aber druckfest gehaltert wird und die Kraft (F) über lagebewegliche, aber druckfeste Druckelemente (10, 11; 30, 31) eingebracht wird.
  11. 11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß während der Prüfung das Bauteil (19; 39) verformt und der Biegeweg gemessen wird.
  12. 12. Vorrichtung zum Prüfen eines Bauteiles (19; 39) mit mindestens zwei Bauteilhalterungen (2, 6; 22, 26) und mindestens einem Druckelement (10, 11; 30, 31) zum Ausüben einer Kraft (F) auf das Bauteil (19; 39), dadurch gekennzeichnet
    1. - daß mindestens eine der Bauteilhalterungen (2; 22) lagefest ist und mindestens eine weitere Bauteilhalterung (6; 26) lagebeweglich, aber druckfest angeordnet ist und
    2. - daß das mindestens eine Druckelement (10, 11; 30, 31) lagebeweglich, aber druckfest angeordnet ist.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Bauteilhalterungen (2, 6; 22, 26) an einer Grundplatte (1; 21) einer Prüfmaschine gehaltert sind.
  14. 14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Grundplatte (1) angebrachten Bauteilhalterungen zwei parallele Auflagewalzen (2, 6) sind, von denen eine (2) lagefest und eine lagebeweglich (6) angeordnet ist.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (1) unter der lagefesten Auflagewalze (2) eine ebene Oberfläche und unter der lagebeweglichen Auflagewalze (6) eine in Längsrichtung der Auflagewalze (6) konvex gewölbte Oberfläche besitzt.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen (3, 7) der Auflagewalzen (2, 6) in Halterungen (4, 9) geführt sind, wobei die Bewegungsfreiheit der lagebeweglichen Auflagewalze (6) durch senkrechte Langlöcher (8) begrenzt wird.
  17. 17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Auflagewalzen (2, 6) etwas geringer als die Breite des Bauteils (19) ist.
  18. 18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckelemente lagebewegliche parallele Druckwalzen (10, 11) sind.
  19. 19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen (12, 13) der Druckwalzen (10, 11) in Halterungen mit senkrechten Langlöchern (14, 15) geführt sind und die Druckwalzen (10, 11) von einer in Längsrichtung der Druckwalzen (10, 11) konvex gewölbten Druckfläche mit Druck beaufschlagbar sind.
  20. 20. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Druckwalzen (10, 11) etwa dem Abstand der Auflagewalzen minus dem Zweifachen der Dicke des Bauteiles (19) entspricht.
  21. 21. Vorrichtung nach Anspruch 12 zum Prüfen eines an mindestens einer Seite mit einer Nut (40) versehenen Bauteiles (39), dadurch gekennzeichnet
    1. - daß mindestens eine der Bauteilhalterungen (22, 26) eine in die Nut eingreifende Bauteilhalterung ist und
    2. - daß das mindestens eine Druckelement (30, 31) seitlich parallel versetzt zu der in die Nut (40) eingreifenden Bauteilhalterung (22, 26) so angeordnet ist, daß es eine Scher- oder Biegekraft auf den Umgebungsbereich der Nut (40) ausüben kann.
  22. 22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß zwei sich gegenüberliegende Bauteilhalterungen oder Bauteilhalterungspaare (22, 26) zum Eingriffin Bauteilnuten (40) vorhanden sind, von denen eine bzw. eines (22) lagefest und die bzw. das andere auf einer Wippe (24) angeordnet ist, wobei die Wippe (24) sich parallel zur zu halternden Seite des Bauteils (39) erstreckt und um eine waagerechte Achse kippbar ist.
  23. 23. Vorrichtung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß das mindestens eine Druckelement ein Drucksteg (30, 31) ist, der lagebeweglich als Wippe ausgebildet ist.
  24. 24. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß als Druckelemente zwei lagebeweglich als Wippe ausgebildete Druckstege (30, 31) vorhanden sind.
  25. 25. Vorrichtung nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfläche (34, 35), mit der jeder Drucksteg (30, 31) das Bauteil (39) berührt, der Form des Bauteils (39) angepaßt ist, insbesondere für gewölbte Bauteile angeschrägt oder gewölbt ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com