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Dokumentenidentifikation DE19536291A1 03.04.1997
Titel Vorrichtung zum Behandeln, insbesondere Räuchern von Würsten
Anmelder Schröter GmbH & Co. KG Anlagenbau, 33829 Borgholzhausen, DE
Erfinder Schröter, Max, 33829 Borgholzhausen, DE
Vertreter Thielking und Kollegen, 33602 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 29.09.1995
DE-Aktenzeichen 19536291
Offenlegungstag 03.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse B65G 17/12
IPC-Nebenklasse B65G 17/32   B65G 47/52   A23B 4/044   
IPC additional class // B65G 47/82  
Zusammenfassung Eine Vorrichtung zum Behandeln, insbesondere Räuchern von Würsten, welche von Antriebsorganen, insbesondere Antriebsketten an beiden Stirnseiten gehaltene horizontale Träger aufweist, besitzt aufwärts- und abwärts gerichtete Förderstrecken und sich daran anschließende, die Antriebsorgane jeweils in Gegenrichtung umlenkende Umlenkstrecken. Dabei weisen die Träger jeweils eine auf den vertikalen Förderstrecken nach oben und eine nach unten gerichtete Auflagefläche für eine horizontal zwischen den beiden stirnseitig vorgesehenen Antriebsorganen angeordnete Wurst auf. Die Träger sind beidendig fest und zumindest im wesentlichen starr mit den Antriebsorganen verbunden. Entlang der oberen Umlenkstrecke ist eine innen benachbart zur inneren Bewegungsbahn der Innenkanten der Träger verlaufende Auflage vorgesehen. Entlang der unteren Umlenkstrecke ist eine benachbart zur Bewegungskante der Außenkanten der Träger verlaufende Auflage vorgesehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Behandeln, insbesondere Räuchern von Würsten nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei derartigen bekannten Vorrichtungen sind die Träger horizontal sich erstreckende Stangen. Die Würste werden paarweise oder in größerer Anzahl über die Stange gehängt und im hängenden Zustand auf einer umlaufenden oder mäanderförmigen Bahn durch die Behandlungskammer transportiert.

Eine derartige Vorrichtung ist nicht geeignet zum Behandeln von Würsten mit großem Durchmesser und großer Länge, weil große Würste nicht paarweise hängend über relativ eng benachbarte Stangen transportiert werden können, die auch als Tragspieße bezeichnet werden.

Weiterhin ist es bekannt, daß bei Transportanlagen Kabinen ähnlich wie die Kabinen eines Paternosters an die umlaufende Transportkette angehängt werden. In derartigen Kabinen, welche horizontal liegende Auflageböden aufweisen, können auch größere Würste transportiert werden. Dabei ist die Beschickung und Entleerung der Anlage aufwendig, da stets die gesamte Kabine mit der Transportkette verbunden bzw. zum Entleeren wieder davon entfernt werden muß.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der als bekannt vorausgesetzten Art so auszubilden, daß sie einfach und unkompliziert aufgebaut, betriebssicher und leicht zu beschicken sowie zu entleeren ist. Dabei soll es auch möglich sein, die Vorrichtung in mehreren Behandlungsräumen anzuordnen bzw. über mehrere Behandlungsräume zu erstrecken.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den Merkmalen des Kennzeichnungsteils von Anspruch 1.

Die erfindungsgemäße Lösung weist ein mechanisch sehr einfaches Transportprinzip auf. Es genügen aufwärts- und abwärts laufende Antriebsorgane, die jeweils an den unteren und oberen Scheitelpunkten umgelenkt werden, wobei an den beidendig angeordneten Antriebsketten die horizontal sich erstreckenden Träger fest mit den Antriebsorganen verbunden sind. Diese feste Verbindung hat zur Folge, daß die Träger jeweils am oberen und unteren Wendepunkte ihre Auflagefläche um 180° verschwenken, also die Auflagefläche wechseln. Dieser Wechsel hat zur Folge, daß am oberen Wendepunkt die Wurst von der Oberseite eines Trägers auf die bei Abwärtslauf aufwärts weisende Rückseite des vorangehenden Trägers übergeben wird. Auf der unteren Umlenkstrecke wird die Wurst beim Abwurf von der Oberseite eines Trägers auf die Unterseite und spätere Oberseite des vorangehenden Trägers überführt.

Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Nachstehend werden bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung anhand der Zeichnung im einzelnen beschrieben. Es zeigt

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, die jeweils paarweise in insgesamt vier Behandlungskammern vorgesehen ist,

Fig. 2 die oberen Umlenkstrecken zweier benachbarter, mit Würsten belegter Förderstrecken in vergrößerter Darstellung,

Fig. 3a die unteren Umlenkstrecken der Vorrichtung in der ersten Behandlungskammer in größerem Detail, wobei beide Förderstrecken voll belegt sind,

Fig. 3b eine Darstellung analog Fig. 3a in einer Phase, in der erst eine Teilbelegung der beiden Förderstrecken erfolgt ist,

Fig. 4a eine Stirnansicht eines Trägers,

Fig. 4b eine Seitenansicht eines Trägers,

Fig. 5 eine schematische Draufsicht in Richtung des Pfeils V gemäß Fig. 2.

In den Zeichnungen sind gleiche oder einander entsprechende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen, sie unterscheiden sich im Bedarfsfall lediglich durch Hochstriche voneinander.

Fig. 1 zeigt eine Behandlungsvorrichtung mit insgesamt vier Behandlungskammern 6, 7, 8 und 9. Die äußere Seitenwand der Behandlungskammer 6 ist mit 6b bezeichnet, die äußere Seitenwand der Behandlungskammer 9 mit 9a. Zwischen den verschiedenen Behandlungskammern befinden sich Trennwände 6a, 7a und 8a, die nicht dargestellte schleusenartige Durchbrüche aufweisen, welche eine Übergabe der transportierten Würste von der vorangehenden Behandlungskammer in die nächste Behandlungskammer aufweisen.

Die Würste 1 werden über eine Zuführeinrichtung 10 der ersten Vorrichtung in die Behandlungskammer 6 übergeben. Dies kann über eine Rutsche erfolgen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer über obere und untere Kettenräder umlaufenden Antriebskette 3, an der mit gleichgehaltenen Abständen horizontale Träger 2 starr befestigt sind. Die Befestigung erfolgt über stirnseitige Flansche 2c an den Antriebsketten (s. Fig. 4a und 4b).

Die Träger 2 besitzen zwei Auflageseiten, nämlich 2a und 2b.

Die Träger werden bei der als Ausführungsbeispiel dargestellten Vorrichtung umlaufend paternosterartig geführt. Im Bereich der oberen Umlenkstrecke erstreckt sich mit einem gleichgehaltenen Radius um die Achse 5 der Antriebswelle für die Kettenräder 17 und 18 herum eine Auflage 4. Die Auflage 4 verläuft in geringem Abstand von der Bewegungsbahn der Innenkanten der Träger 2. Diese feststehende Auflage 4 erlaubt eine Übergabe der Wurst 1 von einem Träger auf den vorangehenden Träger beim Wendevorgang.

An der unteren Wendestrecke ist ebenfalls eine kreiszylindrisch gekrümmte Auflage 13 vorgesehen, die sich benachbart zur Bewegungsbahn der Außenkanten der Träger 2 erstreckt. Diese Auflage 13 ermöglicht die Übergabe der Würste 1 an der unteren Umlenkstrecke. Auf der Innenseite ist ein weiteres Blech 14 vorgesehen, das sich im wesentlichen radial zur Achse 12 der unteren Kettenräder, die nicht dargestellt sind, erstreckt.

Die Übergabe von einem Transportpaternoster zum nächsten, nicht durch Wände von dem benachbarten Paternoster getrennten Paternoster erfolgt mit Hilfe eines Übergabeorgans, das aus einem schwenkbar um die horizontale Achse 12 gelagerten Hebel 15 mit einem daran befestigten Ausstoßerbereich 16 besteht. In gleicher Weise wie das Übergabeorgan ist auch das Ausstoßorgan angeordnet bzw. ausgebildet, das zum Ausstoßen aus der Behandlungskammer dient. Als Betätigungseinrichtung für das Übergabeorgan oder das Ausstoßorgan ist jeweils eine nicht dargestellte pneumatisch betätigte Kolben-Zylinder-Einheit vorgesehen. Die Schwenkbewegung der Kolben-Zylinder-Einheit wird zweckmäßig über Lichtschranken oder anderweitig in Abhängigkeit von der Lage der Träger 2 gesteuert.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Behandeln, insbesondere Räuchern von Würsten (1), welche von Antriebsorganen, insbesondere Antriebsketten (3) an beiden Stirnseiten gehaltene, horizontale Träger (2) aufweist, wobei die Antriebsorgane über aufwärts und abwärts gerichtete Förderstrecken und über sich daran anschließende, die Antriebsorgane jeweils in Gegenrichtung umlenkende, Umlenkstrecken geführt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Träger (2) jeweils eine auf den vertikalen Förderstrecken nach oben und eine nach unten gerichtete Auflagefläche (2a und 2b) für eine horizontal zwischen den beiden stirnseitig vorgesehenen Antriebsorganen angeordnete Wurst (1) aufweisen und daß die Träger (2) beidendig fest und zumindest im wesentlichen starr mit den Antriebsorganen verbunden sind, wobei entlang der oberen Umlenkstrecke eine innen benachbart zur inneren Bewegungsbahn der Innenkante der Träger verlaufende Auflage (4) und entlang der unteren Umlenkstrecke eine benachbart zur Bewegungsbahn der Außenkanten der Träger (2) verlaufende Auflage (13) vorgesehen sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Auflage (4) und die äußere Auflage (13) ortsfest angeordnete, kreisförmig verlaufende Auflagebleche sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere untere Auflage (13) von dem Bodenblech einer stirnseitig geschlossenen Wanne gebildet sind.
  4. 4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung paternosterartig umlaufende Träger (2) aufweist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens zwei paternosterartig umlaufende Träger (2) pro Behandlungskammer (6; 7; 8; 9) nebeneinander angeordnet sind, wobei ein Übergabeorgan (15; 16) zum Übergeben der Wurst (1) zwischen benachbarten Förderstrecken benachbarter Paternoster vorgesehen sind.
  6. 6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ausstoßorgan zum Ausstoßen der Wurst (1) von einer Förderkette in eine nachfolgende Behandlungskammer oder aus der Gesamtvorrichtung vorgesehen ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl das Übergabeorgan als auch das Ausstoßorgan einen schwenkbar um eine horizontale Achse (12) gelagerten Hebel (15) mit daran befestigtem Ausstoßerbereich (16) aufweisen, wobei eine Betätigungseinrichtung für die Schwenkbewegung des Hebels vorgesehen ist.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinrichtung eine Kolben-Zylinder- Einheit ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben-Zylinder-Einheit pneumatisch betätigt ist.






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