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Dokumentenidentifikation DE19536311A1 03.04.1997
Titel Siegelfähige Verbundfolie für eine Verpackung
Anmelder Pechiney-Scheuch GmbH & Co. KG, 64367 Mühltal, DE
Erfinder Reinke, Dietmar, Dr., 87463 Dietmannsried, DE;
Rapp, Hans-Peter, 64354 Reinheim, DE
Vertreter Koßobutzki, W., Dipl.-Ing.(FH), Pat.-Anw., 56244 Helferskirchen
DE-Anmeldedatum 29.09.1995
DE-Aktenzeichen 19536311
Offenlegungstag 03.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse B32B 27/06
IPC-Nebenklasse B32B 27/32   B32B 27/30   B32B 27/28   B32B 31/30   
IPC additional class // B32B 7/12,B65D 65/40  
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine siegelfähige Verbundfolie für die feuchtigkeits- und aromadichte Verpackung von Lebens- und Genußmitteln, beispielsweise Trockensuppen, Instantgetränken, Gewürzen und dgl., bestehend aus einer Tragschicht, einer Barriereschicht und einer Siegelschicht, die untereinander jeweils durch eine Schicht aus einem Haftvermittler oder einem Klebstoff miteinander verbunden sind.
Um ohne den Einsatz einer Aluminiumfolie eine Wasserdampfdichtigkeit von < 0,5 g/m2 * d und eine Sauerstoffdichtigkeit von < 2,0 cm3/m2 * d zu erreichen und die Verpackung leicht durch einen horizontalen Riß über die Beutelbreite öffnen zu können, besteht die Tragschicht (4) aus einer in Folienlängsrichtung monoaxial gereckten Coextrusionsfolie (1) aus Polyethylen mit hoher Dichte (HPPE) oder Polypropylen (PP), die an einer Seite eine mit einer Barrierebedampfung versehene Barriereschicht (2) und an der anderen Seite die Siegelschicht (6) trägt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine siegelfähige Verbundfolie für die feuchtigkeits- und aromadichte Verpackung von Lebens- und Genußmitteln, beispielsweise Trockensuppen, Instantgetränken, Gewürzen und dgl., bestehend aus einer Tragschicht, einer Barriereschicht und einer Siegelschicht, die untereinander jeweils durch eine Schicht aus einem Haftvermittler oder einem Klebstoff miteinander verbunden sind.

Zur Verpackung bzw. Abpackung von Trockensuppen und anderen Trockenprodukten, beispielsweise Instantgetränken, Gewürzen oder dergleichen sind flexible Verbundfolien bekannt, bei denen die sogenannte Tragschicht aus Papier besteht, die der Verbundfolie die für die Verarbeitung und Abpackung auf schnellaufenden Beutelherstell- und Abpackungsanlagen die notwendige Formfestigkeit gibt. Die sogenannte Barriereschicht besteht aus einer Aluminiumfolie, die das Füllgut über mindestens ein Jahr gegen den Einfluß von atmosphärischem Sauerstoff und Wasserdampf schützen soll. Die sogenannte Siegelschicht, die sich immer auf der Innenseite der Verpackung befindet, dient als Siegelmedium zur Herstellung eines dicht versiegelbaren beispielsweise Siegelrandflachbeutels und bietet zusätzlich noch Schutz gegen Durchstöße von scharfkantigen Füllgütern. Diese drei Funktionsschichten sind jeweils durch eine dünne Schicht aus einem extrudierten Haftvermittler, z. B. Polyethylen, oder ein geeignetes Klebstoffsystem miteinander verbunden. Darüber hinaus kann die sogenannte Siegelschicht auch durch eine direkte Extrusionsbeschichtung mit der Aluminiumschicht verbunden sein.

In der Verpackungsindustrie gibt es seit einiger Zeit Bestrebungen, aus ökologischen Gründen keine Aluminiumfolie mehr für die Barriereschicht zu verwenden, sondern alternative Werkstoffe einzusetzen. So wurde bereits vorgeschlagen, mit Aluminium oder Siliziumoxid bedampfte Polyethylen- oder Polypropylenfolien für derartige Verpackungen zu verwenden. Derartige Folien haben jedoch den Nachteil, daß dieselben unter Normalbedingungen nur eine nicht ausreichende Undurchlässigkeit für Wasserdampf (z. B. 0,5-1 g/ m² * d) bzw. Sauerstoff aufweisen, durch die die Haltbarkeit der eingefüllten Produkte beeinträchtigt und somit nicht über den geforderten Zeitraum sichergestellt wird.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine siegelfähige Verbundfolie für die feuchtigkeits- und aromadichte Verpackung von Lebens- und Genußmitteln zu schaffen, mit der ohne den Einsatz einer Aluminiumfolie eine Wasserdampfdichtigkeit von <0,5 g/m * d und eine Sauerstoffdichtigkeit von <2,0 cm³/m² * d - bei jeweils 23°C und 85% relativer Luftfeuchtigkeit gemessen - erreicht wird. Zusätzlich soll die Möglichkeit geschaffen werden, daß die Verpackung durch einen horizontalen Riß über die Beutelbreite leicht zu öffnen ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einer Verbundfolie der eingangs beschriebenen Gattung vorgeschlagen, daß die Tragschicht aus einer in der Folienlängsrichtung monoaxial gereckten Coextrusionsfolie aus Polyethylen mit hoher Dichte (HPPE) oder aus Polypropylen (PP) besteht, die an einer Seite eine mit einer Barrierebedampfung versehene Barriereschicht und an der anderen Seite die Siegelschicht trägt.

Eine derartige Verbundfolie weist die geforderte Wasserdampf- und Sauerstoffdichtigkeit auf und ist aufgrund ihrer monoaxialen Reckung in Laufrichtung der Folie leicht durch einen horizontalen Riß über die Beutelbreite zu öffnen.

Weitere Merkmale einer Folie gemäß der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 4 offenbart.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in einer Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Dabei zeigt

Fig. 1 einen Schnitt durch eine Verbundfolie gemäß der Erfindung und

Fig. 2 eine zur Bildung einer Verpackung gefaltete Verbundfolie.

In der Fig. 1 der Zeichnung ist eine siegelfähige Verbundfolie 1 für die feuchtigkeits- und aromadichte Verpackung von Lebens- und Genußmitteln, beispielsweise Trockensuppen, gezeigt, die aus einer monoaxial gereckten Coextrusionsfolie besteht, die im dargestellten Ausführungsbeispiel fünf Schichten 2-6 aufweist. Die Verbundfolie 1 besteht dabei zunächst aus der tragenden Schicht 4, die eine Dicke, vorzugsweise im Bereich von 10-30 µm, aufweist. Auf beiden Seiten dieser Tragschicht befindet sich eine verhältnismäßig dünne Haftschicht 3, 5, die eine Dicke von mindestens 2 µm besitzen. Diese Haftschichten 3, 5 bestehen aus einem an sich bekannten Haftvermittler bzw. Klebstoff. An die Haftschicht 5 schließt sich dann die sogenannte Siegelschicht 6 an, die beispielsweise aus Polyethylen mit niedriger Dichte besteht. Da Schichten aus Polyethylen mit hoher Dichte und niedriger Dichte auch ohne eine Haftschicht bei der Coextrusion mit ausreichenden Schichthaftungswerten herstellbar sind, kann bei dieser Werkstoffkombination die Haftschicht 5 entfallen. Die Dicke der Siegelschicht 6 beträgt mindestens 3 µm vorteilhaft 4-6 µm, und befindet sich an der Innenseite der Verpackung 7, die in der Fig. 2 in einem bereits fast vollständig gefalteten Zustand dargestellt ist.

An die auf der anderen Seite der Tragschicht 4 befindliche Haftschicht 3 schließt sich eine Barriereschicht 2 aus einem Polyvinyl- oder Ethylenvinylalkohol an, die eine Dicke von 2-5 µm besitzt und die an ihrer äußeren Fläche mit einer Barrierebedampfung versehen ist. Diese Barrierebedampfung kann sowohl aus Aluminium als auch aus Oxiden des Siliziums oder des Aluminiums bestehen.

Die Verpackung 7, die aus einer Rollenware hergestellt wird, verläuft mit ihrer schmalen Seite, die der Breite eines Beutels entspricht, in Laufrichtung der coextrudierten Folienbahn, so daß diese eine erhöhte Reißfestigkeit bzw. eine reduzierte Weiterreißfestigkeit aufweist, die sich aus der Orientierung der Kunststoffmoleküle in Längsrichtung der Folienbahn gemäß dem Doppelpfeil 8 ergibt. Mittels eines Einschnittes oder einer Einkerbung kann daher die geschlossene und gefüllte Verpackung 7 in an sich bekannter Weise auf einer vorgegebenen Reißlinie geöffnet werden.

Die beschriebene Coextrusionsfolie 1 kann entweder im beschriebenen Aufbau auf der Außenseite z. B. zusätzlich bedruckt oder in Verbindung mit beliebigen, außenseitigen Deckmaterialien eingesetzt werden. Mit einer außen liegenden Papierschicht ergibt sich beispielsweise ein Verbund, der in seiner Optik für den Verbraucher nicht von bisherigen Verbundfolien des Aufbaus Papier/Aluminium/ PE zu unterscheiden ist. Besteht das Deckmaterial aus einer konterbedruckten, orientierten Polypropylenfolie, ergibt sich ein Verbund auf rein polyolefinischer Basis, der ohne besondere Aufbereitung direkt einem Materialrecyclingverfahren zugeführt werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Siegelfähige Verbundfolie für die feuchtigkeits- und aromadichte Verpackung von Lebens- und Genußmitteln, beispielsweise Trockensuppen, Instantgetränken, Gewürzen und dgl., bestehend aus einer Tragschicht, einer Barriereschicht und einer Siegelschicht, die untereinander jeweils durch eine Schicht aus einem Haftvermittler oder einem Klebstoff miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragschicht (4) aus einer in Folienlängsrichtung monoaxial gereckten Coextrusionsfolie (1) aus Polyethylen mit hoher Dichte (HPPE) oder Polypropylen (PP) besteht, die an einer Seite eine mit einer Barrierebedampfung versehene Barriereschicht (2) und an der anderen Seite die Siegelschicht (6) trägt.
  2. 2. Verbundfolie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Barriereschicht (2) aus Polyvinylalkohol oder Ethylenvinylalkohol besteht.
  3. 3. Verbundfolie nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Barrierebedampfung aus Aluminium oder Oxiden des Aluminiums oder des Siliziums besteht.
  4. 4. Verbundfolie nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Siegelschicht (6) ausschließlich durch die Coextrusion mit der Tragschicht (4) verbunden ist.






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