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Dokumentenidentifikation DE19536388A1 03.04.1997
Titel Hammer
Anmelder Hoppe, Bodo, 42859 Remscheid, DE
Erfinder Hoppe, Bodo, 42859 Remscheid, DE
DE-Anmeldedatum 29.09.1995
DE-Aktenzeichen 19536388
Offenlegungstag 03.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse B25D 1/00
IPC-Nebenklasse B25D 1/14   
Zusammenfassung Um das Einschlagen von Nägeln und anderen Elementen zu erleichtern, wird die Schlagfläche (7) des Hammers (1) konkav ausgebildet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Hammer mit mindestens einer Schlagfläche zum Einschlagen von Elementen wie Nägeln oder ähnlichen Befestigungs- oder Verbindungselementen. Unter solche Elemente fallen z. B. auch Metallstifte mit und ohne Kopf, Palisaden aus Holz, Kunststoff oder anderen Materialien und sonstige Elemente, die - allgemein gesprochen - in einen anderen Werkstoff eingeschlagen werden sollen.

Übliche Hämmer, z. B. nach DIN, haben eine Schlagfläche, die mit ballig oder auch konvex bezeichnet werden kann. Offenbar ist die Schlagfläche so ballig ausgebildet, um einer Gratbildung entgegenzuwirken, die bei längerem Gebrauch entstehen kann. Ahnliches ist dem Fachmann bei Meißelköpfen vorbekannt. Die ballige Ausbildung der Schlagfläche führt jedoch dazu, daß z. B. ein bei Nägeln üblicher, mit einem Kopf versehener Drahtstift, insbesondere bei relativ langen Nägeln, nicht in den relativ harten Untergrund eingeschlagen werden kann, sondern sich unter der Schlageinwirkung verbiegt, da die Schlagkraft oft nicht genau zentral in Längsrichtung des Stiftes aufgebracht wird.

Diese Erscheinung wird besonders deutlich in Fällen, bei denen ein Nagel in einen Holzbalken oder dergleichen eingeschlagen werden soll.

Andererseits ist es bekannt, daß beim Einschlagen von Palisaden aus Holz in das Erdreich, z. B. mittels eines Vorschlaghammers, ein Aufspleißen des Kopfendes der Palisade auftritt, insbesondere wenn der Boden sehr hart ist oder die Palisade sehr tief eingeschlagen werden soll. Diese Aufspleißen ist auf die ballige Form der Schlagfläche des Hammers zurückzuführen, denn diese treibt durch ihre Form das Kopfende der Palisade auseinander.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Hammer so zu gestalten, daß ein Einschlagen von Nägeln und anderen Elementen erleichtert wird.

Diese Aufgabe löst die Erfindung dadurch, daß eine Schlagfläche des Hammers konkav ausgebildet wird. Die Schlagfläche wird also nicht mehr ballig, sondern sozusagen "negativ ballig" ausgebildet. Das führt dazu, daß das durch den Hammer beaufschlagte Ende des Nagels oder x-beleibigen Elements zwangsweise zentriert wird.

Beim Nagel führt das dazu, daß der Kopf oder das Ende beim Auftreffen des Hammers nicht mehr seitlich ausweichen kann. Beim. Holzpfahl oder bei der Palisade führt das dazu, daß das Ende nicht mehr zersplittern kann, da die Schlagfläche des Hammers die Holzfaserenden zusammenhält, sozusagen zentriert.

In vorteilhafter Weise hat der Hammer neben der konkaven Schlagfläche noch eine zweite, ebene oder herkömmlich ballige Schlagfläche, min welcher der Nagel oder dergleichen, falls gewünscht oder erforderlich, ganz in den Untergrund eingeschlagen werden kann.

Die zweite Schlagfläche kann neben der konkaven oder dieser gegenüberliegen. Die Schlagflächen können auch von unterschiedlicher Größe sein.

Zur besseren Zentrierung bzw. Handhabung kann im Zentrum der konkaven Schlagfläche ein Magnet eingelassen sein. In Weiterführung der Erfindung können Nägel oder dergleichen vorgesehen werden, deren Kopfende konvex oder ballig gekrümmt ist. Die Krümmung der Schlagfläche des Hammers wird der Krümmung des Nagelkopfes so angepaßt, daß die Krümmung am Nagel gleich oder vorzugsweise etwas größer ist als die Krümmung am Hammer. Damit wird eine optimale Führung des Nagels erzielt.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das nun näher beschrieben wird.

Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Seitenansicht eines Hammers.

Fig. 2 zeigt eine Teildraufsicht auf den Hammer nach Fig. 1.

Der Hammer 1 besteht aus dem Hammerstiel 2 und dem Hammerkopf 3. Der Hammerkopf 3 ist in herkömmlicher Weise durch Aufnahme des Hammerstiels 2 in der Hammeröffnung 4 eingelassen und mit einem Keil 5 verstemmt.

Der Hammer weist eine vordere, kleinere, ballig geformte Schlagfläche 6 sowie eine dieser gegenüberliegende konkave Schlagfläche 7 auf.

Im Zentrum der Schlagfläche 7 ist ein Magnet 8 in den Hammerkopf 3 eingelassen.

Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Sie kann vielmehr in der Regel an allen bekannten Hammerformen Verwendung finden, z. B. beim Schlosserhammer, Fäustel, Nagelhammer, Nagelfäustel, Latthammer, Vorschlagshammer und so weiter. Auch das Material des Hammers bzw. Hammerkopfes kann beleibig sein: Außer Metall, wie Stahl oder Kupfer, können auch Kunststoffe, Hartgummi, Holz und dergleichen Anwendung finden, ohne den Rahmen der Erfindung zu sprengen.


Anspruch[de]
  1. 1. Hammer mit mindestens einer Schlagfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlägfläche (7) konkav ausgebildet ist.
  2. 2. Hammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite, gerade oder ballige Schlagfläche (6) angeordnet ist.
  3. 3. Hammer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Schlagfläche (6) der konkaven Schlagfläche (7) gegenüber liegt.
  4. 4. Hammer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlagflächen (6,7) verschieden groß sind.
  5. 5. Hammer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Zentrum der konkaven Schlagfläche (7) ein Magnet (8) angeordnet ist.
  6. 6. Hammer nach einem der Ansprüche 1 bis 5 zur Verwendung bei Nägeln oder dergleichen mit gekrümmter Schlagfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Krümmung der Schlagfläche (7) des Hammers (1) der Krümmung der Schlagfläche des Nagels oder dergleichen angepaßt ist.
  7. 7. Hammer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,daß die Krümmungen gleich ausgebildet sind.
  8. 8. Hammer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Krümmung der konkaven Schlagfläche (7) etwas kleiner ist als die Krümmung der Schlagfläche des Nagels oder dergleichen.






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