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Dokumentenidentifikation DE19536477A1 03.04.1997
Titel Schaltungsanordnung zur Sicherung elektronischer Bauteile
Anmelder Siemens Nixdorf Informationssysteme AG, 33106 Paderborn, DE
Erfinder Depta, Robert, Dipl.-Phys., 86179 Augsburg, DE
Vertreter Fuchs, F., Dr.-Ing., Pat.-Anw., 81541 München
DE-Anmeldedatum 29.09.1995
DE-Aktenzeichen 19536477
Offenlegungstag 03.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse G06F 12/14
IPC-Nebenklasse H02H 5/10   G08B 23/00   G01R 31/02   
Zusammenfassung Elektrische Schutzleiter (M1, M2) gegen mechanisches Eindringen werden nicht nur statisch auf Unterbrechungen und Kurzschluß überwacht, sondern periodisch wiederkehrend auch dynamisch mit einem zweiten Überwachungsschaltkreis, um zusätzlich partielle Kurzschlüsse an jedem Schutzleiter feststellen zu können. Dazu werden die Schutzleiter (M1, M2) jeweils in Reihe geschaltet und die Spannung (UM) an einem Punkt der Reihenschaltung gemessen, die dann jeweils mit der (UREF) der vorhergehenden Messung verglichen wird. Überschreitet die Differenz einen vorgegebenen Grenzwert (UDEL), dann wird die Alarmfunktion wirksam. Taktsteuerung für die Umschaltung kann unter Zwischenschaltung eines Frequenzteilers auch für das kurzzeitige Wirksamschalten von anderen Detektoreinheiten (D-T/UU) zur Überwachung sich nur langsam ändernder Größen, wie Temperatur oder untere Batteriespannung, genutzt werden, um den Stromverbrauch niedrig zu halten.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Sicherung elektronischer Bauteile in Geräten mit geheim zu haltenden Schaltungen und/oder Daten gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

In vielen Geräten, die beispielsweise im Bankwesen oder sonstigen sicherheitsrelevanten Bereichen Verwendung finden, können Daten, z. B. Chiffrierschlüssel, gespeichert oder Algorithmen, z. B. zum Verschlüsseln, durch Schaltungsteile realisiert sein, die geheim zu halten und daher zu schützen sind. Es ist bereits eine Reihe von Lösungen zum Schutz solcher Geräte bekannt, die sich auf die unterschiedlichsten Arten des Eindringens in diese Geräte beziehen, man siehe z. B. EP-0 417 447-A2.

Zu diesen bekannten Lösungen gehört auch die Überwachung durch Umhüllung mit Schutzleitern, beispielsweise in Form von parallel verlaufenden und mäanderförmig geführten elektrisch leitenden Drähten, die auf Unterbrechung oder Kurzschluß überwacht werden. Da die Überwachung unabhängig von einer äußeren Stromzufuhr möglich sein muß, werden die Überwachungseinrichtungen von einer Batterie gespeist. Das erfordert Überwachungseinrichtungen mit geringem Stromverbrauch bei hoher Ansprechempfindlichkeit. Eine derartige Schaltung ist z. B. aus EP 0 529 116 A1 bekannt.

Aufgabe der Erfindung ist eine weitere Verbesserung einer solchen Überwachungsschaltung, in dem neben Kurzschlüssen und Unterbrechungen der Schutzleiter auch partielle Kurzschlüsse an jedem Schutzleiter bei geringem Stromverbrauch und hoher Empfindlichkeit erkannt werden können.

Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

Danach werden die Schutzleiter abwechselnd von zwei unabhängigen Überwachungsschaltkreisen überwacht, von denen der eine in herkömmlicher Weise statisch arbeitet und Kurzschlüsse und Unterbrechungen erfaßt, während der andere dynamisch arbeitet, indem die Reihenschaltung der Schutzleiter mit einem periodisch wiederkehrenden Spannungsimpuls beaufschlagt und der Spannungsabfall an einem Punkt der zusammengefaßten Schutzleitern gemessen und mit dem der vorhergehenden Messung verglichen wird. Bei einer einen vorgegebenen Wert überschreitenden Spannungsdifferenz löst die Überwachungsschaltung dann ebenfalls die notwendigen Schaltfunktionen aus.

Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen.

Einzelheiten der Erfindung seien nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Im einzelnen zeigen

Fig. 1 ein Übersichtsschaltbild eines zu überwachenden Gerätes mit einer aus mehreren Detektoreinheiten bestehenden Überwachungseinrichtung,

Fig. 2 eine Schaltungsanordnung für die Detektoreinheit zur Überwachung der Schutzleiter gemäß der Erfindung,

Fig. 3 und Fig. 4 Schaltungsanordnungen für die Detektoreinheiten zur Überwachung der oberen Spannungsgrenze bzw. der unteren Spannungsgrenze und der zulässigen Temperaturgrenzen.

Fig. 1 zeigt gestrichelt umrandet ein an eine Versorgungsspannung U über den Schalter EIN einschaltbares Gerät mit den zu sichernden elektronischen Teilen DEV und der aus mehreren Detektoreinheiten bestehenden Überwachungseinrichtung SENS. Die Speisung dieser Überwachungseinrichtung erfolgt bei geschlossenem Schalter EIN durch die Versorgungsspannung U in Verbindung mit einer Diode DU und einem Kondensator C, dem eine Batterie BAT mit einer Diode DBAT parallelgeschaltet ist, so daß bei offenem Schalter EIN die Batterie BAT die Speisung übernimmt.

Die Überwachungseinrichtung SENS besteht aus mehreren Detektoren, nämlich D-X zur Bestrahlungsüberwachung, D-U zur Überwachung der oberen Spannungsgrenze der Speisespannung VC, D- T/U zur Überwachung der zulässigen Temperaturgrenzen und der unteren Spannungsgrenze von VC und D-M zur Überwachung der Schutzleiter. Die Detektoreinheit D-M ist desweiteren mit einem Oszillator OS als Taktgeber gekoppelt, der durch eine weitere Detektoreinheit D-OS überwacht wird.

Der Oszillator OS schaltet abwechselnd die mit den Schutzleitern gemäß der Erfindung gekoppelten beiden Überwachungsschaltkreise wirksam. Außerdem wird durch ihn über einen Frequenzteiler FT die Detektoreinheit D-T/U in größeren Zeitabständen wirksam geschaltet, da Temperaturänderungen und ein Absinken der Batteriespannung nur langsam erfolgen. Die Strahlungsüberwachung und die Überwachung der oberen Spannungsgrenze des Oszillators durch die Detektoren D-X, D-Uo und D-OSZ, ist dagegen dauernd wirksam. Auf diese Weise wird der Stromverbrauch der Überwachungseinrichtung bereits auf das Notwendigste reduziert, wobei weitere Einsparungen durch entsprechende Ausbildung der Überwachungsschaltkreise für die einzelnen Detektoreinheiten möglich sind.

Fig. 2 zeigt die Schaltungsanordnung für die Detektoreinheit D-M zur Überwachung der Schutzleiter M1 und M2, die in Fig. 1 nicht näher gezeigt sind und die in bekannter Weise parallel zueinander verlaufend mäanderförmig im Gerät angeordnet sind.

Die Schaltungsanordnung wird von einem asymmetrischen Oszillatortakt OS mit den Impulsen T1 und den dazwischenliegenden und wesentlich längeren Impulspausen T2 gesteuert. Die Impulsdauer beträgt z. B. 80 µs bei einem Impulsabstand von 100 ms, wobei während der Impulse T1 der dynamisch arbeitende Überwachungsschaltkreis und während der Impulspause T2 der statisch arbeitende Überwachungsschaltkreis wirksam geschaltet wird. Als Schaltelemente V . . . und S . . . sind dabei Feldeffekttransistoren vom P-Kanal- und N-Kanal-Anreicherungstyp verwendet, und die Speisespannung VC weist ein gegenüber dem Gegenpotential GND positives Potential auf.

Die Eingangsschaltung besteht aus zwei zwischen den beiden Potentialen GND und VC angeordneten Stromzweigen, von denen der eine mit dem Schalter V1 und dem Widerstand R1 in Reihe den zugeführten Oszillatortakt OSZ invertiert und die Spannung UINV liefert, während der zweite mit den Schaltern V2 und V3 und der Zenerdiode ZD in Reihe die invertierte Oszillatorspannung UINV erneut invertiert und gleichzeitig stabilisiert, so daß an der Elektrode S des Schalters V3 eine dem Impuls/Pausenverhältnis der Oszillatorspannung OSZ entsprechende stabilisierte Steuerspannung UST erhalten wird.

Parallel dazu werden die Schalter S1 und S2 mit der Oszillatorspannung OSZ an den Gate-Elektroden leitend gesteuert, so daß mit dem Schalter S1 eine Reihenschaltung der beiden Schutzleiter M1 und M2 hergestellt wird, die während der Impulsdauer T1 über die Diode D4 mit der Spannung UST kurzzeitig beaufschlagt wird. Mit dem gleichzeitig leitenden Schalter S2 wird außerdem die aus dem Widerstand R6 und dem Kondensator C1 bestehende Reihenschaltung und parallel dazu die aus dem Widerstand R7 und dem Kondensator R3 bestehende Reihenschaltung zu der aus dem Schutzleiter M2 und der Schaltstrecke des Schalters S1 bestehenden Reihenschaltung parallel geschaltet, so daß beide Kondensatoren C1 und C3 entsprechend dem Spannungsabfall am Anschlußpunkt A des Schutzleiters M1 aufgeladen werden. Nachfolgend wird dann die sich am Kondensator C1 ergebende Meßspannung UM mit der Referenzspannung UREF am Kondensator C2 verglichen. Ergibt der Spannungsvergleich eine Differenz in der einen oder anderen Richtung, deren Wert größer als der durch die Spannung UDEL, festgelegte zulässige Grenzwert ist, dann wird ein Alarmsignal AL1 ausgelöst. Die den Grenzwert vorgebende Spannung UDEL wird von einem aus den Widerständen R3, R4 und R5 bestehenden und gleichfalls von der stabilisierten Spannung UST beaufschlagten Spannungsteiler abgegriffen.

Der Spannungsvergleich wird beim Ausführungsbeispiel von einem Baustein SHC ausgeführt, der zwei nach dem Sample & Hold- Prinzip arbeitende Komparatoren mit Strobeeingang aufweist, die bei zu großer Spannungsdifferenz über die Dioden DA bzw. DB das Alarmsignal AL1 liefern. In diesen Baustein kann auch zugleich der Oszillator OS integriert sein, wie beispielsweise beim Baustein LTC 1040 der Firma LINEAR TECHNOLOGY.

Die Referenzspannung UREF am Kondensator C2 wird nach dem erstmaligen Einschalten des Überwachungsschaltkreises erst mit einer zeitlichen Verzögerung aufgebaut. Als Steuerelemente dafür dienen die Schalter V4 und V5, die jeweils während der Impulspause T2 von der invertierten Spannung UINV in den leitenden Zustand überführt werden, so daß für die beiden Kondensatoren C2 und C3 ein Ladungsausgleichspfad über einen der beiden Schalter V4 bzw. V5 hergestellt wird. Diese beiden Kondensatoren C2 und C3 haben zweckmäßig eine wesentlich größere Kapazität als der Kondensator C1, so daß trotz der Erzeugung eines Alarmsignals AL1 eine Anpassung möglich ist. Auch bestimmen die Kapazitäten der Kondensatoren C2 und C3 in Verbindung mit der Größe der Grenzspannung UDEL die Zeitdauer, bis nach dem Wirksamschalten des Überwachungsschaltkreises bei alarmfreiem Zustand das Signal AL1 entfällt. Von diesem Zeitpunkt an werden dann durch Unterbrechungen oder Kurzschlüsse verursachte Spannungsänderungen wegen Überschreiten der Grenzspannung UDEL einwandfrei erkannt.

Der beschriebene Überwachungsschaltkreis ist dabei von den Fertigungstoleranzen der Schutzleiter und von Alterungsprozessen oder Temperatureinflüssen weitgebend unabhängig, da dadurch bedingte Spannungsänderungen nur langsam erfolgen und sich damit innerhalb des Grenzwertbereiches vollziehen.

Zeitgleich mit der Durchführung der dynamischen Überprüfung während der Impulse T1 wird außerdem ein Kondensator CB über eine Diode D1 parallel zum Spannungsteiler R3/R4/R5 durch die wirksame stabilisierte Spannung UST aufgeladen, der dann während der jeweils nachfolgenden Impulspause T2 über die Diode D2 den Schutzleiter M1 im statisch arbeitenden Überwachungsschaltkreis mit Spannung beaufschlagt. Der Schutzleiter M2 liegt dann wegen des sehr hochohmigen Widerstandes R12 auf dem Potential GND.

Steuernde Schalter im statisch arbeitenden Überwachungsschaltkreis sind desweiteren die Schalter V7, V6 und V8. Der Schaltkreis ist dabei so gestaltet, daß im alarmfreien Zustand der Schalter V6 als P-Kanal-Typ sich im gesperrten und der Schalter V8 als N-Kanal-Typ sich im leitenden Zustand befindet. Letzteres setzt voraus, daß die Elektrode S von V8 immer auf niedrigerem Potential gegenüber der Elektrode G liegt. Während der Impulse T1 stellt dies der Schalter V7 als N-Kanal-Typ sicher, der dann von der stabilisierten Spannung UST leitend gesteuert wird und über den niederohmigen Widerstand R11 das Potential GND an der Elektrode S von V8 wirksam werden läßt, während die stabilisierte positive Spannung UST über die Diode D4 an der Elektrode G anliegt. Während der Impulspausen T2 ist dagegen die Reihenschaltung von Schutzleiter M2 und der Diode D7 anstelle der Schalterstrecke von V7 wirksam, während die Elektrode G von V8 über die Diode D2 mit der Spannung am Kondensator CB beaufschlagt wird.

Der Schalter V6 ist dagegen gesperrt, so lange das Potential an dessen Elektrode G nicht ausreichend negativ gegenüber der Elektrode S ist, um den Übergang in den leitenden Zustand zu bewirken. Während der Impulse T1 stellen das die Dioden D4 und D6 sicher, und in den Impulspausen T2 bewirkt das die vom Kondensator CB gespeiste Reihenschaltung D2, M1 und R10 im Entladestromkreis des Kondensators CB bei entsprechender Bemessung der Widerstände gemäß R9»R10.

Das Auslösen eines Alarms AL2 am Verbindungspunkt B der Widerstände R13 und R14 hat zur Voraussetzung, daß der Potentialhub entsprechend groß ist. Der Wert der Widerstände R12 und R13 liegt daher im Bereich von einigen MOhm im Vergleich zu den Widerständen R11, R14 und R15 im KOhm-Bereich.

Wird der Schutzleiter M1 unterbrochen und damit die Reihenschaltung aus Diode D2, Schutzleiter M1 und Widerstand R10 unterbrochen, dann wird das Potential an der Elektrode G von V6 über den Widerstand R9 erheblich abgesenkt und damit V6 in den leitenden Zustand gesteuert, so daß das Potential der Elektrode D stark angehoben und dadurch über den Widerstand R14 das Alarmsignal AL2 ausgelöst wird.

Bei Unterbrechung des Schutzleiters M2 steigt das Potential an der Elektrode S von V8 über den Widerstand R12 so stark an, daß V8 gesperrt und über den Widerstand R13 das Alarmsignal AL2 ausgelöst wird.

Beim Kurzschluß zwischen beiden Schutzleitern M1 und M2 liegen entweder die Elektroden S und G von V8 auf annähernd gleichem Potential, so daß V8 gesperrt wird, oder aber über den Widerstand R10 wird das Potential an der Elektrode G von V6 gegenüber der Elektrode S so weit abgesenkt, daß dieser Schalter vom gesperrten in den leitenden Zustand übergeht. In beiden Fällen wird ebenfalls das Alarmsignal AL2 ausgelöst.

Im rechten oberen Teil von Fig. 2 ist auch der Detektor D-OS zur Überwachung der Oszillatorfunktion dargestellt, der von der invertierten Spannung UINV gesteuert wird. Während der Impulspausen T2 wird der Kondensator C5 über den sehr hochohmigen Widerstand R16 nur sehr langsam aufgeladen, so daß die an der Elektrode G von V9 wirksame Kondensatorspannung den Schalter V9 nicht leitend steuert. Der nachfolgende Schalter V10 vom P-Kanal-Typ ist daher ebenfalls gesperrt. Ist der Oszillator OSZ wirksam, dann erfolgt jeweils während der Impulse T1 eine zwischenzeitliche Entladung des Kondensators C5 über die Diode D13. Unterbleibt dagegen die periodische Entladung, dann führt die zunehmende Kondensatorspannung zum Leitendwerden des Schalters V9 und damit auch des Schalters V10, so daß durch den Spannungshub am Widerstand R13 das Alarmsignal AL3 wirksam wird. Alle drei Alarmsignale können in an sich bekannter Weise zu einem Signal AL zusammengefaßt werden.

Eine zweckmäßige Ergänzung der an Hand von Fig. 2 beschriebenen Anordnung bildet die Schaltung von Fig. 3 zur Überwachung der oberen Spannungsgrenze der Speisespannung VC zum Schutz der vorhandenen Detektoren bei nur sehr geringem Stromverbrauch im nichtaktivierten Zustand. Dieser Überwachungsschaltkreis besteht aus einem Feldeffekttransistor vom P-Kanal-Typ, an dessen Elektrode G eine Referenzspannung VREF anliegt, während die Elektrode S über eine Zenerdiode ZD1 und eine Siliziumdiode D11 mit der Speisespannung VC verbunden ist. Beide Elektroden G und S sind außerdem in der dargestellten Weise über eine Schottky-Diode D12 zur Stabilisierung miteinander verbunden, die den Transistor V auch bei kleinen Schwankungen der Referenzspannung gesperrt hält.

Übersteigt die Speisespannung VC die Summe aus Referenzspannung VREF, Schwellenspannung des Transistors V, Vorwärtsspannung an der Diode D11 und Zenerspannung, dann wird der Transistor V leitend und liefert an der Elektrode D das Alarmsignal AL.

Fig. 4 zeigt dagegen den nur periodisch aktivierten Detektor D-T/UU zur Überwachung der vorgegebenen Temperaturgrenzen und der unteren Spannungsgrenze der Speisespannung VC. Die Aktivierung dieses Überwachhungsschaltkreises erfolgt beispielsweise durch den Oszillatortakt OSZ von Fig. 2, der über einen Frequenzteiler FT auf einen aus zwei Komparatoren mit Strobeeingang STR bestehenden Baustein SHC1 einwirkt, wie er bereits in Verbindung mit dem dynamisch arbeitenden Überwachungsschaltkreis für die Schutzleiter M . . . von Fig. 2 erwähnt wurde. Die Aktivierung erfolgt beispielsweise im Sekundenabstand, wobei jedesmal ein positiver Spannungsimpuls VPP zur Speisung des Überwachungsschaltkreises vom Baustein SHC1 erzeugt wird. Dieser Spannungsimpuls arbeitet auf eine Zenerdiode ZD2, der mehrere Spannungsteiler parallel geschaltet sind. Der aus dem Widerstand R21 und R22 bestehende Spannungsteiler liefert dann an seinem Mittenabgriff eine Meßspannung, die vom Komparator A zu der Zenerspannung addiert und damit die untere zulässige Spannungsgrenze festlegt. Wird diese Spannungsgrenze von der Speisespannung VC unterschritten, löst der Komparator A über die nachgeschaltete Diode der Schottky-Doppeldiode SDD3 das Alarmsignal AL aus.

Für die Temperaturgrenzenüberwachung sind zwei weitere Spannungsteiler vorgesehen, nämlich einer mit einem Heißleiter HL und einem Widerstand R25 und einer mit einem Kaltleiter KL und einem Widerstand R26. Die Mittenabgriffe dieser beiden Spannungsteiler sind über jeweils eine Diode eines Schottky- Diodenpaares SDD2 an einen gemeinsamen Meßspannungsausgang geführt. Bei tiefen Temperaturen wird die am Heißleiter HL abfallende Spannung größer als die am Kaltleiter KL, und umgekehrt wird bei hohen Temperaturen der Spannungsabfall am Kaltleiter KL größer als der am Heißleiter HL. Durch den exponentiellen Anstieg der Widerstandswerte von HL und KL abhängig von der Temperatur, sind die gewünschten Temperaturgrenzen durch die Widerstände R25 bzw. R26 sehr genau einstellbar. Die am Mittenausgang des Schottky-Diodenpaares SDD2 sich ergebende resultierende Spannung wird dann vom Komparator B des Bausteines SHC1 mit einer Referenzspannung verglichen, die am Mittenabgriff eines weiteren, aus den Widerständen R23 und R24 bestehenden Spannungsteilers über eine der Dioden eines Schottky-Diodenpaares SDD1 geliefert wird. Die Verwendung baugleicher Diodenstrecken erhöht dabei die Meßgenauigkeit dem Schaltung. Auch werden den Eingängen des Komparators B zweckmäßig gleiche Lastwiderstände RL und Filterkondensatoren CL parallelgeschaltet. Überschreitet die Spannung vom Diodenpaar SDD2 die vom Diodenpaar SDD1, dann wird gleichfalls über die zugehörige Diode des Diodenpaares SDD3 das Alarmsignal AL ausgelöst.


Anspruch[de]
  1. 1. Schaltungsanordnung zur Sicherung elektronischer Bauteile in Geräten mit geheim zu haltenden Schaltungen und/oder Daten, bestehend aus wenigstens einem batteriegespeisten Detektor zur Überwachung von gegen mechanisches Eindringen vorgesehenen parallelen Schutzleitern auf Unterbrechung und Kurzschluß, dadurch gekennzeichnet,

    daß die beiden Schutzleiter (M1, M2) mit zwei unabhängigen Überwachungsschaltkreisen gekoppelt sind, die abwechselnd wirksam geschaltet werden,

    daß ein erster, statisch arbeitender Überwachungsschaltkreis (CB, V6, V7, V8) in herkömmlicher Weise Unterbrechungen und Kurzschlüsse und ein zweiter, dynamisch arbeitender (S1, S2, V4, V5, SHC) neben Unterbrechungen auch partielle Kurzschlüsse an jedem Schutzleiter (M1, M2) überwacht, indem bei einer mit Spannung (UST) beaufschlagten Reihenschaltung beider Schutzleiter (M1, M2) die Spannung (UM) an einem Punkt (A) der in Reihe geschalteten Schutzleiter gemessen und mit der (UREF) der vorhergehenden Messung verglichen wird, und daß bei einer einen vorgegebenen Wert (UDEL) überschreitenden Spannungsdifferenz Alarm (AL1) und/oder die zur Sicherung notwendige Schaltfunktion ausgelöst wird.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltung zwischen den beiden Überwachungsschaltkreisen durch eine Taktimpulssteuerung (OSZ) erfolgt, wobei die Umschaltung auf den dynamisch arbeitenden Überwachungsschaltkreis jeweils nur kurzzeitig für eine die Durchführung der Messung erforderliche Dauer (T1) periodisch wiederkehrend vorgenommen wird, während in der übrigen Zeit (T2) jeweils der statisch arbeitende Überwachungsschaltkreis wirksam geschaltet ist.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfspannung (UST) für die Reihenschaltung der Schutzleiter (M1, M2) im dynamisch arbeitenden Überwachungsschaltkreis von den die Aktivierung bewirkenden Taktimpulsen (T1) abgeleitet wird.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfspannung (UST) stabilisiert wird (z. B. durch Zenerdiode ZD).
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zum die Reihenschaltung der beiden Schutzleiter (M1, M2) herstellenden Schalter (S1) und dem einen mit dem Gegenpotential (GND) zur Prüfspannung (UST) verbundenen Schutzleiter (M2) ein erster Kondensatorladekreis (R6, C1) durch einen weiteren Schalter (S2) wirksam geschaltet wird.
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,

    daß parallel zum ersten Kondensatorladekreis (R6, C1) ein zweiter Kondensatorladekreis (R7, C3) vorgesehen ist,

    daß der Kondensator (C3) des zweiten Kondensatorladekreises (R7, C3) über einen, einen bidirektionalen Ladungsaustausch ermöglichenden Steuerschaltkreis (V4, V5) mit einem weiteren Kondensator (C2) koppelbar ist, so daß dessen Ladespannung jeweils in den Pausen (T2) zwischen den steuernden Taktimpulsen (T1) an die des Kondensators (C3) im zweiten Kondensatorladekreis anpaßbar ist und während der jeweils nachfolgenden Aktivierung des Überwachungsschaltkreises die der jeweils vorhergehenden Messung entsprechende Bezugsspannung (UREF) liefert.
  7. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Prüfspannung (UST) weiterhin einen Spannungsteiler (R3, R4, R5) speist, der von einem Abgriff eine Grenzspannung (UDEL) liefert,

    daß jeweils nach ausreichender Verzögerung die Differenz zwischen der jeweiligen Meßspannung (UM) am Kondensator (C1) im ersten Kondensatorladekreis und der Bezugsspannung (UREF) am weiteren Kondensator (C2) gebildet und mit der Grenzspannung (UDEL) verglichen wird.
  8. 8. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Wirksamsein der Taktimpulssteuerung (OSZ) für die wiederkehrende Umschaltung zwischen den beiden Überwachungsschaltkreisen ständig überwacht und bei deren Unwirksamwerden ebenfalls ein Alarmsignal (AL3) ausgelöst wird.
  9. 9. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Taktimpulssteuerung (OSZ) auch für das überlappungsfreie Wirksamschalten weiterer Detektoreinheiten (D-T/UU) zur Überwachung sich von langsam ändernden Größen in größeren Zeitabständen verwendet wird, deren Ansteuerung über einen Frequenzteiler (FT) erfolgt.






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