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Dokumentenidentifikation DE19536503A1 03.04.1997
Titel Rasenmäher mit Fahrwerk
Anmelder Zündapp Gartentechnik GmbH & Co. Entwicklungs KG, 82234 Weßling, DE
Erfinder Specht, Martin, Dipl.-Ing. (FH), 82340 Feldafing, DE
Vertreter Nöth und Kollegen, 80336 München
DE-Anmeldedatum 29.09.1995
DE-Aktenzeichen 19536503
Offenlegungstag 03.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse A01D 34/82
IPC-Nebenklasse A01D 34/67   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Rasenmäher mit Fahrwerk, der eine Einrichtung aufweist, durch die das Niederdrücken von zu mähendem Gras durch Fahrwerksräder minimiert wird. Die Einrichtung kann eine Grasleiteinrichtung sein, die zu mähendes Gras aus der Radspur leitet und zumindest ein Grasleitblech 9 umfaßt, das in Fahrtrichtung vor einem Fahrwerksrad 2, 3, 4, 5 angeordnet ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Rasenmäher mit Fahrwerk sowie ein Rad eines Fahrwerks einer Mähmaschine.

Bei Rasenmähern oder Mähmaschinen mit eigenem Fahrwerk besteht generell das Problem, daß das zu schneidende Gras durch die Räder und insbesondere die Vorderräder des Fahrwerkes niedergebogen oder umgeknickt wird. Dieses flachliegende Gras kann anschließend von der Mäheinrichtung entweder gar nicht oder nur unvollkommen geschnitten werden.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Rasenmäher mit Fahrwerk derart weiterzubilden, daß der Anteil des durch die Fahrwerksräder umgelegten Grases reduziert wird. Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, ein Rad einer Mähmaschine mit Fahrwerk derart zu gestalten, daß von dem Rad möglichst wenig Gras vor dem Schnitt niedergebogen wird.

Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß durch einen Rasenmäher mit Fahrwerk mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. durch ein Rad eines Fahrwerks einer Mähmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die erfindungsgemäße Einrichtung beinhaltet gezielte gestalterische Maßnahmen am Rasenmäher, so daß nun das Mähergebnis gegenüber herkömmlichen Rasenmähern verbessert ist, wobei unterschiedliche Möglichkeiten genutzt werden können, um möglichst wenig Gras in den Bereich der Radlauffläche gelangen zu lassen oder um niedergebogenes Gras vor dem Schnitt wieder aufzurichten. Um das Niederdrücken des Grases zu minimieren, kann eine Grasleiteinrichtung vorgesehen sein, die das zu mähende Gras aus der Radspur direkt vor den Rädern herausbiegt oder herauslenkt. Dies kann durch unterschiedliche Leit- oder Führungselemente vorgenommen werden, wobei die Grasleiteinrichtung zweckmäßigerweise ein Grasleitblech aufweist, das im Bereich eines Rades angebracht ist. Die hier beschriebenen Maßnahmen können generell an einem, mehreren oder allen Rädern eines Rasenmähers oder einer Mähmaschine vorgesehen sein, wobei die Anzahl der Räder entsprechend dem Grundaufbau des Rasenmähers bzw. der Mähmaschine beliebig sein kann.

Das Grasleitblech bildet eine in Fahrtrichtung des Mähers schräge Fläche direkt vor einem Rad, die bis knapp über den Boden reicht und das Gras aus der Radspur heraus und vorzugsweise zum Mähwerk hinlenkt. Das Grasleitblech ist zweckmäßigerweise entweder am Chassis des Rasenmähers oder an der Radachse angebracht. Bei höhenverstellbaren Rädern hat dies den Vorteil, daß das das Grasleitblech stets den gleichen Bodenabstand einhält. Andernfalls kann eine eigene Höhenverstellung für das Grasleitblech vorgesehen sein.

Eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Einrichtung umfaßt die Gestaltung der Räder des Rasenmähers. Anstatt Räder mit breiten Laufflächen zum Minimieren des Flächendruckes auf den Boden bzw. das Gras zu verwenden, sieht die Erfindung vor, daß Räder mit deutlich reduzierter Breite der Radlaufflächen verwendet werden, die dennoch eine ausreichende Fahrfähigkeit auf dem Boden gewährleisten. Zweckmäßigerweise enthält der Radkörper einen zentralen Abschnitt, der sich direkt von der Radlauffläche oder von einem radial einwärts versetzten Ansatz in axialer Richtung zum Chassis hin radial verjüngt, wobei der Abschnitt kegelmantelförmig oder mit ähnlicher Kurvenkontur versehen sein kann. Durch die sich radial verjüngende Mantelfläche werden die aufrecht stehenden Grashalme in Richtung zum Mähwerk bzw. der Mähspur gelenkt und können somit besser geschnitten werden.

Zweckmäßigerweise können die hinteren Räder eine vergrößerte Radlaufflächenbreite aufweisen und durch entsprechende Gewichtsverteilung bei der konstruktivem Auslegung die Hauptlast des Rasenmähers tragen. Sie sind innerhalb der Mähspur angeordnet, so daß sie bei Vorwärtsfahrt auf dem gemähten Streifen abrollen. Die vorderen Räder können bei reduzierter Achslast folglich mit deutlich reduzierter Laufflächenbreite ausgestattet sein, so daß sie möglichst wenig von dem zu mähenden Gras beim Überrollen niederbiegen oder umknicken.

Die Erfindung betrifft auch ein Rad eines Fahrwerks einer Mähmaschine, das einen Radkörper mit kegelartigem, zu einem Chassis der Mähmaschine oder allgemein zu einer Mähspur gerichteten Abschnitt aufweist, der in der oben beschriebenen Art und Weise als Grasleiteinrichtung dient.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 in Draufsicht in schematischer Darstellung einen Rasenmäher gemäß der Erfindung;

Fig. 2 in Vorderansicht den erfindungsgemäßen Rasenmäher;

Fig. 3 eine Ansicht des Rasenmähers entsprechend Fig. 1 mit einer Grasleiteinrichtung; und

Fig. 4 in Seitenansicht den Bereich eines Vorderrades mit der Grasleiteinrichtung.

Ein Handrasenmäher mit Motorantrieb weist ein Chassis 1 mit einem Fahrwerk mit zwei Vorderrädern 2, 3 und zwei Hinterrädern 4, 5 auf. Jedes Rad enthält einen Radkörper, der an seinem Außenumfang eine Radlauffläche 6 mit gegenüber vergleichbaren Rasenmähern deutlich reduzierter Breite und einen sich von der Radlauffläche 6 kegelartig zum Chassis 1 hin radial verjüngenden Abschnitt 7 aufweist, der zur Drehachse 8 jedes Rades in etwa rotationssymmetrisch ist. Der Abschnitt 7 mit sich verjüngendem Durchmesser kann statt der dargestellten Kegelform mit im Achslängsschnitt linearer Mantellinie auch eine Rotationskörperform mit z. B. konkaver oder konvexer Kurvenform der Mantellinie aufweisen.

Durch die Mantelfläche des Abschnitts 7 wird bei einer Fahrbewegung des Rasenmähers das Gras im Bereich des kegelartigen Abschnitts 7 des Rades einwärts in Richtung der Mähspur der Mäheinrichtung gebogen (siehe Fig. 2).

Dieses Einwärtsbiegen unterstützt eine Biegung des Grases durch einen durch das Mähwerk erzeugten Luftsog.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel ist am Rasenmäher für jedes der Vorderräder 2, 3 ein Grasleitblech 9 angebracht (siehe Fig. 3), das das Gras aus der Radspur der Vorderräder 2, 3 herausbiegt. Das Grasleitblech 9 ist mit einer Halterung 10 fest an dem Chassis 1 befestigt und enthält eine spitzwinklig zulaufende Leitspitze 11 vor dem Rad 2, 3 mit geringem Abstand vom Boden. Zusätzlich kann jeweils ein Grasleitblech 9 hinter den Hinterrädern angebracht sein (nicht dargestellt), um beim Rückwärtsfahren des Rasenmähers in ungemähtem Gras ebenso eine Grasleitfunktion bereitzustellen. Wenn die Hinterräder 4, 5 in der Mähspur eines Mähwerkes 12 (schematisch als ein strichliert gezeichnetes Schneidmesser dargestellt) laufen, ist vor den Hinterrädern kein Leitblech erforderlich.

Wenn der Rasenmäher eine Höhenverstelleinrichtung aufweist, mit der die Räder bezüglich dem Chassis 1 zum Einstellen der Schnitthöhe höheneinstellbar sind, so können die Grasleitbleche 9 ebenso höheneinstellbar angebracht sein, indem sie z. B. mit der Höhenverstelleinrichtung gekoppelt sind.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel (nicht dargestellt) ist das Grasleitblech an der Achse des Rades befestigt, so daß es mit der Achse bzw. dem Rad höhenverstellt werden kann, wenn eine Höhenverstelleinrichtung vorgesehen ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Rasenmäher mit Fahrwerk, gekennzeichnet durch eine Einrichtung, durch die das Niederdrücken von zu mähendem Gras durch Fahrwerksräder minimiert wird.
  2. 2. Rasenmäher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Grasleiteinrichtung vorgesehen ist, die zu mähendes Gras aus der Radspur leitet.
  3. 3. Rasenmäher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Grasleiteinrichtung zumindest ein Grasleitblech (9) umfaßt, das in Fahrtrichtung vor einem Fahrwerksrad (2, 3, 4, 5) angeordnet ist.
  4. 4. Rasenmäher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Grasleitblech (9) das Gras aus der Radspur zum Mähwerk (12) lenkt.
  5. 5. Rasenmäher nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Grasleitblech (9) an der Radachse angebracht ist.
  6. 6. Rasenmäher nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Grasleitblech (9) am Chassis (1) des Rasenmähers angebracht ist.
  7. 7. Rasenmäher nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Grasleitblech (9) höhenverstellbar ist.
  8. 8. Rasenmäher nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß er Räder (2, 3, 4, 5) mit reduzierter Breite der Radlauffläche (6) aufweist.
  9. 9. Rasenmäher nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Räder mit reduzierter Breite der Radlauffläche (6) die vorderen Fahrwerksräder (2, 3) des Rasenmähers sind.
  10. 10. Rasenmäher nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrwerksrad (2, 3, 4, 5) einen kegeligen Radkörper aufweist, der symmetrisch zur Radachse ist und von der Radlauffläche (6) axial zum Chassis (1) des Rasenmähers hervorragt.
  11. 11. Rasenmäher nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Radlaufflächen (6) der Hinterräder (4, 5) breiter sind wie diejenigen der Vorderräder (2, 3), und daß die Hauptlast des Rasenmähers auf den Hinterrädern (4, 5) ruht, die innerhalb der vom Mähwerk (12) erzeugten Mähspur angeordnet sind.
  12. 12. Rad eines Fahrwerks einer Mähmaschine, insbesondere eines Handrasenmähers, dadurch gekennzeichnet, daß das Rad (2, 3, 4, 5) einen Radkörper mit kegelartigem Abschnitt aufweist, dessen Durchmesser in Radachsrichtung von der Radlauffläche (6) zur Mähspur hin abnimmt.
  13. 13. Rad nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Radlauffläche (6) reduziert ist.






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