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Dokumentenidentifikation DE4337000C2 03.04.1997
Titel Fertigkellerteil und Verfahren zur Herstellung von Fertigkellerteilen
Anmelder Joachim Glatthaar GmbH, 78655 Dunningen, DE
Erfinder Glatthaar, Joachim, 78655 Dunningen, DE
Vertreter Ott, E., Dipl.-Ing.; Klocke, P., Dipl.-Ing., 72160 Horb; Neubauer, H., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 85051 Ingolstadt
DE-Anmeldedatum 29.10.1993
DE-Aktenzeichen 4337000
Offenlegungstag 04.05.1995
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.04.1997
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse B28B 23/00
IPC-Nebenklasse E02D 29/16   E04B 1/61   E03C 1/122   E04B 1/04   B28B 23/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Fertigteilen für den Keller eines Hauses sowie ein Fertigteil.

Zum Aufbau von Fertigkellern wird üblicherweise auf der Baustelle zuerst die Bodenplatte betoniert und anschließend die Außenwand durch Aufsetzen von einzelnen vorgefertigten Außenwänden auf die Bodenplatte aufgebaut und mit dieser verbunden. Gegenüber dem herkömmlichen Kelleraufbau ohne die Zuhilfenahme von Fertigteilen ist diese Art des Kelleraufbaus schneller, rationeller und witterungsunabhängiger. Trotzdem muß jedoch in der üblichen Art und Weise zuerst die Bodenplatte an der Baustelle betoniert werden, so daß hier die üblichen Nachteile der Fertigung an der Baustelle, wie Hintransport der Materialien, Witterungsabhängigkeit, mögliche Ungenauigkeiten und langsamere Herstellung, zum Tragen kommen.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und ein Fertigteil anzugeben, mit dem es möglich ist, den Keller eines Hauses vollständig aus Fertigteilen herzustellen.

Diese Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Danach wird die Bodenplatte auf einer waagrechten Ebene maßstabsgerecht aufgerissen, die Abflußleitungen markiert und die Bodenplatte in einzelne transportierfähige Segmente unterteilt. Die Segmente werden dabei in einen Kernbereich und einen den benachbarten Segmenten zugewandten Trennbereich unterteilt, wobei dieser Trennbereich zwischen den benachbarten Segmenten diesen gemeinsam zugeordnet ist. Je nach Größe der Bodenplatte und der dadurch erforderlichen Aufteilung ergeben sich Segmente, die nur an einer Seite einen Trennbereich aufweisen, während andere Segmente zwei oder mehr Trennbereiche enthalten können. Zur äußeren Begrenzung der Bodenplatte und zur Festlegung der Höhe wird am Umfang eine entsprechende Abschalung angeordnet. Durch den Aufriß der gesamten Bodenplatte auf einer glatten Fläche, üblicherweise in einer Halle, kann somit schneller und genauer die Außenabmessung festgelegt werden. Als Unterlage kann dabei eine entsprechend große Stahlplatte oder die Stahlplatte eines Rütteltisches verwendet werden. Zur Ablösung der Segmente von der Stahlplatte kann es zweckmäßig sein, diese noch nach dem Anzeichnen einzuölen.

Als nächstes werden Auflageelemente für Bewehrungsmatten zumindest an den Trennkanten zwischen den Kernbereichen und den Trennbereichen angeordnet. Die Auflageelemente haben einerseits die Aufgabe, als Abstandshalter zu dienen, damit die untere Bewährungsmatte im Inneren des Segments angeordnet ist und damit ihre Verstärkungsfunktion voll übernehmen kann. Zusätzlich dienen die Auflageelemente, die an den Trennkanten zwischen den Kernbereichen und den Trennbereichen angeordnet sind, dazu, zu verhindern, daß Beton beim Eingießen in den Kernbereich auf der Auflagefläche auch in den Trennbereich fließt. Bei den Bewehrungsmatten handelt es sich um übliche Baustahlmatten, wobei jedoch auch entsprechend einzeln verlegte Baustahlstangen je nach Anwendungsfall zum Einsatz gelangen können.

Nach dem Anordnen der Auflageelemente werden die unteren Bewehrungsmatten auf die Auflageelemente ausgelegt. Dabei wird an einem Segment der Bodenplatte begonnen und es werden fortschreitend bis zum letzten Segment die Bewehrungsmatten abgelegt, wobei die Bewehrungsmatten sich in den Trennbereichen überlappen. Durch diese Überlappung ist es erforderlich, daß die Bewehrungsmatten in einer vorgegebenen Reihenfolge aufgelegt werden, damit später die fertigen Segmente in umgekehrter Reihenfolge von einer Seite her ohne gegenseitige Behinderung weggenommen und abtransportiert werden können. Grundsätzlich ist es möglich, von einem Segment in der Mitte oder einem Randsegment beginnend, in alle Richtungen bzw. eine Richtung die Bewehrungsmatten auszulegen und den Abtransport dann in umgekehrter Reihenfolge durchzuführen.

Nach dem Auslegen der unteren Bewehrungsmatten wird eine Trennbewehrung zur Begrenzung des Kernbereichs zumindest gegenüber dem Trennbereich auf den Bewehrungsmatten angeordnet und an diesen befestigt. Die Trennbewehrung dient dazu, zu verhindern, daß beim Eingießen des Betons in den Kernbereich dieser in den Trennbereich gelangen kann. Zusätzlich kann die Trennbewehrung noch so ausgebildet sein, daß sie die Stabilität des jeweiligen Segments und die Verbindung der einzelnen Segmente miteinander verbessert. Die Trennbewehrung dient außerdem noch als Tragbewehrung für die obere Bewehrungsmatte, so daß es zweckmäßig sein kann, auch am Umfang eine entsprechende Trennbewehrung oder eine andere als Abstandhalter dienende Bewehrung vorzusehen.

Die Verlegung der Abflußleitungen kann vor der Anordnung der Trennbewehrung oder danach erfolgen. Dabei wird die Aufteilung der Rohre so gewählt, daß immer in dem Trennbereich auch mindestens zwei Rohre aneinanderstoßen, so daß eine einfache Montage der Segmente auf der Baustelle möglich ist. Die Abflußleitungen werden so an der Trennbewehrung befestigt, daß das erforderliche Gefälle der Abflußleitungen gewährleistet ist.

Anschließend werden die oberen Bewehrungsmatten entsprechend den unteren Bewehrungsmatten und in gleicher Reihenfolge auf die einzelnen Trennbewehrungen der jeweiligen Segmente aufgelegt. Damit wird die einfache Wegnahme der einzelnen Segmente gewährleistet.

Vor dem Eingießen des Betons muß in für den Fachmann geläufiger Art und Weise der Schwerpunkt des jeweiligen Segments ermittelt und entsprechende Tragelemente für den Transport angeordnet werden.

Abschließend wird der Kernbereich der Segmente mit Beton ausgegossen und es werden zumindest am Umfang Anschlußeisen in die Außenwände eingedrückt. Die Anschlußeisen sind für Betonaußenwände erforderlich. Sofern auf die aus den einzelnen Segmenten gefertigte Bodenplatte konventionell gemauert wird, können sich die Anschlußeisen erübrigen. Zusätzlich können am Umfang noch Dichtungsbleche zur Sicherheit angeordnet werden, um ein Eindringen von Wasser zwischen Außenwand und Bodensegment zu verhindern.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind den Unteransprüchen 2 bis 10 zu entnehmen.

Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung werden als Trennbewehrung U-förmige Stahlkörbe verwendet, die mit der offenen Seite dem jeweiligen Kernbereich zugewandt angeordnet sind. Durch die Verwendung von U-förmigen Stahlkörben können diese entsprechend vorgefertigt und dann auf einfache Weise mit den Bewehrungsmatten verbunden werden. Die Stahlkörbe verleihen durch die U-förmige Ausgestaltung mit den Schenkeln dem Segment noch eine zusätzliche Stabilität. Die Stahlkörbe müssen auf der dem Trennbereich zugewandten Seite so dicht sein, daß Beton nicht in die Trennbereiche gelangen kann. Dies kann zweckmäßigerweise dadurch erreicht werden, daß die Stahlkörbe aus Baustahl hergestellt und mit einer Streckmetallauskleidung versehen werden. Diese Auskleidung wird von dem später einzugießenden Beton gegen die dem Trennbereich zugewandten Seite des U-förmigen Stahlkorbes gedrückt, so daß diese festgehalten wird und sicher das Durchdringen des Betons in den Trennbereich verhindert. Die zusätzliche Bewehrung in dem Trennbereich durch den Boden des Stahlkorbs verbessert später die Haftung der einzelnen Segmente miteinander.

Bevorzugterweise wird die Bodenplatte auf eine Stahlplatte eines Rütteltisches aufgerissen und die Kernbereiche der Segmente unter Zuhilfenahme der Rüttelbewegung durch den Rütteltisch ausgegossen. Damit wird eine optimale Verdichtung des Betons erreicht.

Vor dem Eingießen des Betons in den Kernbereich kann am Umfang der Bodenplatte noch ein Stahlband für die Fundamenterdung vorgesehen werden, wobei das Stahlband in den Trennbereichen überlappend angeordnet wird, damit dort bei der Endmontage eine gute Verbindung der einzelnen Segmente sichergestellt wird.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausbildung des Verfahrens werden zumindest am Umfang auf die einzelnen Segmente Hohlwände aufgesetzt, die im Bereich der Trennbereiche zwischen den Segmenten mittig aneinanderstoßen, und die Hohlwände werden ausbetoniert. Dadurch ragt jede Außenwand gleich weit in den Trennbereich hinein. Bei den Hohlwänden handelt es sich um handelsübliche Fertighohlwände, die für die Übernahme ihrer vollen Tragfunktion noch mit Beton ausgegossen werden müssen. Vor dem Ausgießen werden in den an den Trennbereich der Segmente anschließenden Stoßbereich in den Hohlwänden Aussparungskörper eingesetzt. Diese Aussparungskörper werden so eingesetzt, daß sie jeweils gleich weit in den einzelnen aneinanderstoßenden Hohlwänden angeordnet sind und von der oberen bis zur unteren Kante der Hohlwand reichen. Vorteilhafterweise kann ein leicht konischer Aussparungskörper verwendet werden, damit dieser nach dem Ausbetonieren der Hohlwände, nachdem der Beton leicht abgebunden hat, leichter wieder herausgezogen werden kann. Die dadurch in den Hohlwänden entstehenden Aussparungen dienen der Verbindung der einzelnen Segmente bei der Endmontage des Fertigkellers. Selbstverständlich müssen bei den Endsegmenten vor dem Ausgießen in für den Fachmann geläufiger Weise die Hohlwände an den Ecken durch entsprechende Bewehrung noch sicher miteinander verbunden werden.

Durch das Aufsetzen der Wände auf die entsprechenden Segmente entstehen somit Teile für einen Fertigkeller, die bereits aus einer Bodenplatte und den zugehörigen Außenwänden bestehen. Auf der Baustelle müssen dann nur noch die einzelnen Segmente in der entsprechenden Reihenfolge aneinandergefügt und miteinander verbunden werden. Dies erfolgt derart, daß der Trennbereich und die Hohlwände im Bereich der Aussparung mit Beton ausgegossen werden. Die auf diese Art und Weise hergestellten Segmente der Bodenplatte sind einzeln ausgehärtet. Die Gefahr der nachträglich auftretenden Risse ist damit sehr gering. Wand und Bodenplatte werden mit einem Guß zusammengefügt, so daß die Anbringung von gezielten Schwindfugen, wie es bei größeren Betonflächen üblich ist, sich erübrigt. Die Vorbereitung des Kellers kann rationell im Werk erfolgen, wobei der gesamte Keller maßstabsgetreu bereits im Werk vorbereitet und aufgestellt wird. Die einzelnen Segmente werden dann nur noch auf die Baustelle transportiert, zusammengefügt und miteinander vergossen.

Die Aufgabe wird außerdem durch ein Fertigteil gemäß den Merkmalen des nebengeordneten, das Fertigteil betreffenden Anspruchs 11 gelöst. Danach ist das Fertigteil als Segment der Bodenplatte ausgebildet, das an den Trennflächen zu anderen Segmenten eine untere und eine obere aus dem Segment herausragende Bewehrung und zumindest auf der dem benachbarten Segment zugewandten Seite eine der Dicke der Bodenplatte entsprechende Trennbewehrung aufweist. Ein derart ausgestaltetes Segment kann zusammen mit anderen Segmenten zu einer Bodenplatte zusammengesetzt werden, in dem die Segmente so angeordnet werden, daß die Bewehrungen überlappen und zwischen den Segmenten ein kanalförmiger Trennbereich entsteht, der auf der Baustelle mittels Beton ausgegossen werden kann. Die Trennbewehrungen dienen dazu, die Stabilität des Segments zu verbessern und dem Segment bei der Herstellung die Form zu geben. Zusätzlich wird beim Verbinden der einzelnen Segmente die Haftung verbessert.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen für das Fertigteil sind in den betreffenden Unteransprüchen 12 bis 16 beansprucht.

Zweckmäßigerweise weisen die Segmente an der Trennfläche Rohrenden von Abflußleitungen auf, die aus den Segmenten herausragen und die mit dem Rohrende eines nächsten Segments verbunden werden können. Dazu muß dann lediglich noch ein entsprechender Dichtungsring vor dem Ineinanderfügen eingelegt werden.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weisen die Segmente an den die Umfangsseite der Bodenplatte bildenden Seiten ein Stahlband für die Fundamenterdung auf, die im Trennbereich zwischen den Segmenten überlappt, damit eine gute Verbindung der einzelnen Segmente untereinander möglich ist.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind zumindest an den die Außenkante der Bodenplatte bildenden Seite des Fertigteils Wände angeordnet, die im Bereich der Stoßfläche zu dem nächsten Fertigteil eine nutähnliche Vertiefung aufweisen. Dadurch bilden sie mit dem nächsten Fertigteil einen sich über die gesamte Höhe der Wand erstreckenden Hohlraum, der am unteren Ende in den aus den Trennflächen gebildeten und von den Bewehrungen ausgefüllten Kanal zwischen den einzelnen Segmenten der Bodenplatte übergeht. Dieser Aufbau erlaubt, wie vorstehend bereits beschrieben, die Verbindung der einzelnen Segmente miteinander in einem Guß.

In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Trennbewehrung aus Baustahl bestehen und auf der dem Segment zugeordneten Seite eine betonundurchlässige Auskleidung aufweisen. Zweckmäßigerweise besteht die Auskleidung aus Streckmetall.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Figuren der Zeichnung näher erläutert. Es stellen dar:

Fig. 1 einen Schnitt durch den Aufbau von mehreren Bodenplattensegmenten vor dem Eingießen des Betons;

Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Bodenplatte mit den einzelnen Fertigteilsegmenten;

Fig. 3 eine Draufsicht auf die aneinandergrenzenden Bereiche zweier Hohlwände;

Fig. 4 einen schematischen Längsschnitt zweier aneinanderstoßender Hohlwände mit Aussparungskörper und

Fig. 5 eine Stirnansicht eines Fertigteils mit Bodenplattensegment und Seitenwand.

Fig. 1 zeigt den Aufbau für die Herstellung einzelner Segmente einer Bodenplatte auf der Stahlplatte 1 eines nicht dargestellten Rütteltisches mit drei Segmenten. Selbstverständlich ist die Anzahl der Segmente beliebig. Auf der Stahlplatte 1 ist eine am Umfang verlaufende Abschalung 2 für die Begrenzung der gesamten Fläche, die durch die Bodenplatte eingenommen wird, vorgesehen. Auf der Oberfläche der Stahlplatte 1 befinden sich Abstandhalter 3, auf die Baustahlmatten 4 aufgelegt werden. Die Abstandhalter 3 dienen, wie vorstehend bereits beschrieben, gleichzeitig zur Begrenzung des Kernbereichs 5 eines Segments, um zu verhindern, daß beim Ausgießen Beton aus dem Kernbereich 5 in den Trennbereich 6 gelangt. Wie aus der Figur ersichtlich, ragt ein Teil der Baustahlmatte 4 in den Trennbereich 6 hinein. Der Aufbau erfolgt derart, daß beim ersten Segment 7 an der Abschalung 2 beginnend die Baustahlmatte 4 auf die Abstandshalter 3 aufgelegt wird. Anschließend wird beim nächsten Segment 7&min; und dann 7&min;&min; usw. mit Überlappung im Trennbereich 6 aufgelegt. Auf den Baustahlmatten 4 befinden sich U-förmige Baustahlkörbe 8, die auf der dem Trennbereich 6 zugewandten Seite 9 ein Streckmetall 10 aufweisen, das verhindert, daß beim Eingießen Beton aus dem Kernbereich 5 in den Trennbereich 6 gelangt.

Zusätzlich ist schematisch in der Figur eine Abflußleitung 11 dargestellt, die so angeordnet ist, daß die Verbindung zwischen zwei Rohren 12, 13 im Trennbereich 6 zwischen den einzelnen Segmenten liegt. Die Abflußleitung 11 ist mit den Baustahlkörben 8 verbunden, so daß sich das erforderliche Gefälle einstellen läßt. Die Baustahlkörbe 8 ihrerseits sind unten mit den unteren Baustahlmatten 4 und oben mit Baustahlmatten 14 verbunden, die entsprechend der unteren Baustahlmatte in der gleichen Reihenfolge auf die einzelnen Baustahlkörbe 8 aufgelegt werden. In der Fig. 1 ist zusätzlich noch ein Stahlband 15 für die Fundamenterdung angedeutet. Der in dieser Figur beschriebene Aufbau kann bis zur Oberkante der Abschalung mit Beton ausgefüllt werden. Durch eine Rüttelbewegung der Stahlplatte 1 wird die optimale Verdichtung des Betons erreicht.

Fig. 2 zeigt die prinzipielle Darstellung einer Bodenplatte eines Hauses mit drei Segmenten 7, 7&min; und 7&min;&min;, deren gesamter Umfang durch die Abschalung 2 begrenzt wird. In der Darstellung gemäß Fig. 2 sind die einzelnen Segmente bereits mit Beton ausgegossen, so daß nur die Kernbereiche 5 der einzelnen Segmente, sowie die zwischen den Segmenten 7, 7&min; bzw. 7&min; und 7&min;&min; angeordneten Trennbereiche 6 ersichtlich sind. In den Trennbereichen 6 überlappen sich, wie im Zusammenhang mit der Fig. 1 beschrieben, die Baustahlmatten 4. Zusätzlich angedeutet ist noch eine Abflußleitung 11 mit den Rohrstücken 12, 13 im Trennbereich 6 zwischen den Segmenten 7&min; und 7&min;&min;.

Fig. 3 zeigt die Draufsicht auf den Stoßbereich zweier Hohlwände 16 und 17 mit in dem Hohlraum 18 angeordnetem Aussparungskörper 19. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, in der die Seitenansicht eines Längsschnitts durch die beiden Hohlwände 16 und 17 dargestellt ist, ist der Aussparungskörper 19 leicht konisch ausgebildet und reicht vom unteren bis zum oberen Ende der Wände. Nach dem Ausgießen des Hohlraums 18 und leichtem Abbinden des Betons wird der Aussparungskörper 19 herausgezogen, so daß ein Kanal entsteht, der durch eine nutähnliche Aussparung 22 in den jeweiligen Wänden 16 und 17 gebildet wird und sich über die gesamte Höhe der Wände erstreckt.

Fig. 5 zeigt noch die Stirnansicht eines Fertigkellersegments 20 mit einem Bodenplattensegment 24 und einer Seitenwand 21. An den beiden Seitenkanten ist die durch den Aussparungskörper 19 gebildete Aussparung 22 strichpunktiert dargestellt. Aus dem Bodenplattensegment 24 ragen die untere Baustahlmatte 4 und die obere Baustahlmatte 14 an den dem nächsten Segment zugewandten Seiten heraus. Am Umfang ist das Stahlband 15 ersichtlich. Die Seitenwand 21 überragt seitlich das Bodenplattensegment 24 der Bodenplatte, so daß beim Zusammenbau der Fertigkellersegmente 20 die Seitenwände in der Mitte über dem Trennbereich aneinanderstoßen. Dadurch kann in einem Guß die Verbindung der einzelnen Fertigkellersegmente im Boden- und Wandbereich erfolgen.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Herstellung von Fertigteilen für den Keller eines Hauses, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
    1. a) Maßstabsgerechtes Aufreißen der Bodenplatte des Kellers eines Hauses und der Abflußleitungen (11) und Aufteilen der Bodenplatte in einzelne Segmente (7, 7&min;, 7&min;&min;), wobei die einzelnen Segmente einen Kernbereich (5) und einen den benachbarten Segmenten zugewandten und mit diesen gemeinsamen Trennbereich (6) aufweisen, und Aufreißen der einzelnen Bereiche;
    2. b) Abschalen der Bodenplatte am Umfang;
    3. c) Anordnen von Auflageelementen (3) für Bewehrungsmatten (4) zumindest an den Trennkanten zwischen den Kernbereichen (5) und den Trennbereichen (6);
    4. d) Auslegen der unteren Bewehrungsmatten (4) auf die Auflagelemente (3), beginnend an einem Segment (7) der Bodenplatte und fortschreitend bis zum letzten Segment (7&min;&min;), wobei die Bewehrungsmatten sich in den Trennbereichen (6) überlappen;
    5. e) Anordnen einer Trennbewehrung (8) zur Begrenzung des Kernbereichs (5) zumindest gegenüber dem Trennbereich (6);
    6. f) Verlegung der Abflußleitungen (11), wobei bei die einzelnen Segmente (7, 7&min;, 7&min;&min;) überschreitenden Leitungen (11) die Anordnung und Aufteilung der Rohre (12, 13) so gewählt wird, daß immer in dem Trennbereich (6) auch mindestens zwei Rohre aneinanderstoßen, und Befestigen der Abflußleitungen (11) mit Gefälle an der Trennbewehrung (8, 10);
    7. g) Auslegen von oberen Bewehrungsmatten (14) auf die einzelnen Segmente (7, 7&min;, 7&min;&min;), beginnend mit dem gleichen Segment entsprechend dem Auslegen der unteren Bewehrungsmatten (4);
    8. h) Ausgießen der Kernbereiche (5) der Segmente mit Beton und gegebenenfalls Vorbereiten für den Anschluß für Außenwände.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Trennbewehrung U-förmige Stahlkörbe (8) verwendet werden, die mit der offenen Seite dem jeweiligen Kernbereich (5) zugewandt angeordnet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Trennbewehrung Stahlkörbe (8) aus Baustahl mit einer Streckmetallauskleidung (10) verwendet werden.
  4. 4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenplatte auf der Stahlplatte (1) eines Rütteltisches aufgerissen wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgießen der Kernbereiche (5) der Segmente (7, 7&min;, 7&min;&min;) bei einer Rüttelbewegung durch den Rütteltisch erfolgt.
  6. 6. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang der Bodenplatte ein Band (15) für eine Fundamenterdung mit Überlappung der Anschlußfahnen in den Trennbereichen (6) angeordnet wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf die einzelnen Segmente (7, 7&min;, 7&min;&min;) Hohlwände (16, 17) aufgesetzt werden, die im Bereich der Trennbereiche (5) zwischen den Segmenten (7, 7&min;, 7&min;&min;) mittig aneinanderstoßen, und daß die Hohlwände (16, 17) ausbetoniert werden.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß in den an den Trennbereich (6) der Segmente anschließenden Stoßbereich in den Hohlwänden (16, 17) ein Aussparungskörper (19) eingesetzt wird.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein konischer Aussparungskörper (19) verwendet wird.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Ausbetonieren der Hohlwände (16, 17) nachdem der Beton leicht abgebunden hat, der Aussparungskörper (19) aus den Hohlwänden herausgezogen wird.
  11. 11. Fertigteil für den Keller eines Hauses, dadurch gekennzeichnet, daß das Fertigteil als Segment (7, 7&min;, 7&min;&min;) der Bodenplatte ausgebildet ist, das an den Trennflächen zu den anderen Segmenten eine untere (4) und eine obere (14) aus dem Segment herausragende Bewehrung und zumindest auf der dem benachbarten Segment zugewandten Seite eine der Dicke der Bodenplatte entsprechende Trennbewehrung (8, 10) aufweist.
  12. 12. Fertigteil nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennbewehrung (8, 10) aus Baustahl besteht und auf der dem Segment zugewandten Seite eine betonundurchlässige Auskleidung (10) aufweist.
  13. 13. Fertigteil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Auskleidung (10) aus Streckmetall besteht.
  14. 14. Fertigteil nach einem der vorangegangenen Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß an der Trennfläche aus dem Segment die Enden von Rohren (12, 13) von Abflußleitungen (11) ragen, die mit dem entsprechenden Rohrende eines nächsten Segments verbunden werden können.
  15. 15. Fertigteil nach einem der vorangegangenen Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß an den die Umfangsseite der Bodenplatte bildenden Seiten des Segments ein Stahlband (15) für die Fundamenterdung angeordnet ist, das im Trennbereich (6) zwischen den Segmenten (7, 7&min;, 7&min;&min;) zum Überlappen mit dem Stahlband des benachbarten Segments ausgebildet ist.
  16. 16. Fertigteil nach einem der vorangegangenen Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß an den die Außenkante (23) der Bodenplatte bildenden Seiten des Fertigteils Wände (16, 17, 21) angeordnet sind, die im Bereich der Stoßfläche zu dem nächsten Fertigteil eine nutähnliche Aussparung (22) aufweisen, um mit dem nächsten Fertigteil einen sich über die gesamte Höhe der Wand erstreckenden Hohlraum zu bilden, der am unteren Ende in den aus den Trennflächen gebildeten und von den Bewehrungen (4, 14) ausgefüllten kanalförmigen Trennbereich (6) zwischen den einzelnen Segmenten (7, 7&min;, 7&min;&min;) der Bodenplatte übergeht.






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