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Dokumentenidentifikation DE69215331T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0539259
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Erfassung eines analogen elektrokardiographischen Signals
Anmelder Ela Medical S.A., Montrouge, FR
Erfinder Faisandier, Yves, F-75014 Paris, FR
Vertreter Tiedtke, Bühling, Kinne & Partner, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69215331
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 09.10.1992
EP-Aktenzeichen 924027618
EP-Offenlegungsdatum 28.04.1993
EP date of grant 20.11.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse H03M 1/18
IPC-Nebenklasse H03M 1/16   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur digitalen Erfassung eines analogen elektrischen Herz-Signals und die entsprechende Vorrichtung hierfür.

Elektrokardiographische Signale (EKG-Signale) sind analoge Wechselsignale, deren Frequenz üblicherweise zwischen 0,5 und 100 Hz liegt und deren Amplitude, wenn sie an der Oberfläche des Körpers aufgenommen werden, gering ist und ungefähr bei ± 5 mV liegt. Endokavitär können sie mehrere Dutzend mV erreichen. Diese Signale sind oft durch am Übergang zwischen Haut und Meßelektroden entstehende Spannungen parasitär beeinflußt, die mehrere Hundert mV erreichen können.

Die üblichen Vorrichtungen eines Mikroprozessors und eines Speichers zum Empfang der EKG-Signale verwenden im allgemeinen einen Differenzverstärker, dem ein nur die den EKG- Signalen entsprechenden Frequenzen durchlassendes Hochpaßfilter folgt.

Eine Schwierigkeit besteht darin, daß das Filter die EKG- Signale so wenig wie möglich verzerren soll. Jedoch tritt bei einem Analogfilter im allgemeinen eine beachtliche Phasenverschiebung im Bereich seiner Grenzfrequenz auf.

Wenn die Grenzfrequenz nahe 0,5 Hz gewählt wird, unterdrückt das Filter die parasitären Spannungen gut, aber es verzerrt die EKG-Signale. Wenn die Grenzfrequenz noch niedriger gewählt wird, z.B. nahe 0,05 Hz, verzerrt das Filter die EKG- Signale nicht, läßt jedoch sehr niedrige Frequenzen durch, die die Erfassung der EKG-Signale stören können.

Zur Vermeidung dieser Schwierigkeiten kann ein Digitalfilter an einen Analog-Digital-Wandler (A/D) angeschlossen werden. Bei Berücksichtigung des Amplitudenbereichs der Analog- Signale (ungefähr 1 300 mV) und einer maximalen Schrittweite von 10 µV muß der Analog-Digital-Wandler eine sehr große Dynamik entsprechend einem Minimum von 16 Bit haben: daher ist er sehr teuer und schwierig einzusetzen.

Beim Anstieg ihrer Amplitude können die EKG-Signale, indem sie modifiziert werden, in einem gewünschten Spannungsbereich gehalten werden. Dafür wird ein dynamisches Analog-System mit Rückkehr zur 0 ["système dynamique analogique de retour au 0"] benutzt: wenn das EKG-Signal deutlich von 0 abweicht, verkürzt das System automatisch seine Zeitkonstante, um das Signal wieder in den gewünschten Spannungsbereich zu bringen. So bleibt das EKG-Signal auf dem Überwachungsmonitor sichtbar, aber es ist verzerrt. Außerdem erfordern Schaltungen mit variabler Zeitkonstante zahlreiche analoge Bestandteile und sind aufwendig.

Es ist auch aus dem US-Patent US-A-3 516 035 bekannt, den Eingangsspannungsbereich eines Analog-Digital -Wandlers durch Verschieben der analogen Eingangsspannung zu erweitern. Dazu wird ein herkömmlicher Addierer mit Operationsverstärker verwendet.

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur digitalen Erfassung von EKG-Signalen vorzuschlagen, mit dem mittels eines herkömmlichen 10-Bit-Analog- Digital-Wandlers ein EKG-Signal in einem Amplitudenbereich von ± 300 mV unabhängig von dessen Amplitude am Eingang erfaßt werden kann.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine dieses Verfahren verwirklichende Vorrichtung vorzuschlagen, die auf einfach zu realisierenden Schaltungen beruht, die somit weniger aufwendig und kompliziert sind.

Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur digitalen Erfassung eines analogen Herzsignals mit einem Analog- Digital-Wandler und einem Mikroprozessor gemäß Patentanspruch 1. Sie umfaßt:

- einen integrierenden Kondensator, der eine Spannungsverschiebung des Herzsignals bewirken kann,

- eine durch den Mikroprozessor gesteuerte Erzeugungseinrichtung für elektrische Ladungen, die elektrische Ladungen zum integrierenden Kondensator übertragen kann, um die Spannungsverschiebung zu bewirken.

Erfindungsgemäß

- ist der integrierende Kondensator an den Eingang eines Differenzverstärkers angeschlossen, dessen anderer Eingang das analoge Herz-Signal empfängt und dessen Ausgang an den Analog-Digital-Wandler angeschlossen ist;

- umfaßt die Erzeugungseinrichtung elektrischer Ladungen einen kalibrierten Rechteckspannungs -Generator, einen Kondensator und zwei Umschalter, wobei der Kondensator zwischen dem Spannungs-Generator und dem gemeinsamen Knoten der zwei Umschalter angeschlossen ist, von denen einer mit Masse und der andere mit dem integrierenden Kondensator verbunden ist;

- ist der integrierende Kondensator als Rückkopplungszweig eines Differenzverstärkers verschaltet, dessen anderer Eingang auf Masse liegt;

- sind eine Vielzahl von Übertragungskanälen für die Herz- Signale so gemultiplext, daß sie nur einen Analog- Digital-Wandler, einen Mikroprozessor, einen Spannungsgenerator und einen Kondensator nutzen;

- liegt das analoge Herz-Signal zwischen den zwei Eingängen eines Differenzverstärkers, der an einem positiven zweiten Eingang auch die von dem integrierenden Kondensator herrührende Spannungsverschiebung empfängt;

- ist der integrierende Kondensator als Rückkopplungszweig eines Differenzverstärkers verschaltet;

- sind die Elektroden zur Erfassung des analogen elektrischen Herz-Signals einerseits jeweils mit einem Eingang des Eingangs-Differenzverstärkers und andererseits miteinander durch einen Unterbrecherschalter verbunden, der die Eingangssiguale während der Initialisierungsphase der Vorrichtung annullieren kann.

Weiterhin ist ein Verfahren zur digitalen Erfassung eines analogen elektrischen Herz-Signals Gegenstand der Erfindung, das einen Analog-Digital-Wandler und einen Mikroprozessor verwendet, bei dem: zwei Schwellenwerte definiert sind, die jeweils nahe den Maximal- und Minimalwerten der zulässigen Amplitude des Analog-Digital-Wandlers liegen; der digitale Wert des durch den Analog-Digital-Wandler erzeugten EKG- Signals durch den Mikroprozessor gelesen wird; wenn dieser digitale Wert einen der Schwellenwerte erreicht, der Mikroprozessor eine analoge Spannungsverschiebung am Eingang des Analog-Digital-Wandlers derart steuert, daß sich der durch den Wandler erzeugte digitale Wert von dem Schwellenwert entfernt; dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung der analogen Eingangsspannung des Wandlers durch Übertragung elektrischer Ladungen bewirkt wird.

Gemäß einem Merkmal der Erfindung fügt der Mikroprozessor zu dem von dem Analog-Digital-Wandler erzeugten Wert den der positiven Verschiebung hinzu oder zieht den der negativen entsprechenden von diesem ab, so daß das Originalsignal zurückgewonnen wird.

Weitere Merkmale ergeben sich aus nachfolgender Beschreibung eines bestimmten Ausführungsbeispiels der Erfindung, wobei auf die beigefügte Zeichnung Bezug genommen wird. Dabei zeigen:

Fig. 1: ein Prinzipschaltbild der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Erfassung von EKG-Signalen;

Fig. 2: eine schematische Darstellung verschiedener, in der Vorrichtung gemäß Fig. 1 auftretender elektrischer Signale;

Fig. 3: ein Schaltbild einer besonderen Ausführungsform einer mit der Vorrichtung der Fig. 1 verwendbaren Erzeugungseinrichtung für elektrische Ladungen;

Fig. 4: eine schematische Darstellung verschiedener Befehle der Erzeugungseinrichtung für elektrische Ladungen gemäß Figur 3.

Fig. 5: ein Schaltbild mit verschiedenen im Multiplexbetrieb betriebenen Signalerfassungspfaden;

Fig. 6: ein Schaltbild mit einer Variante der Ausführungsform der Eingangsstufe der erfindungsgemäßen Vorrichtung, die die Funktion der Eingangsdifferenzstufe und des Integrators bewahrt.

Fig. 1 zeigt Elektroden 1 und 2 zur Erfassung des EKG- Signals, die mit Eingängen eines ersten Differenzverstärkers 3 verbunden sind, dessen Ausgang mit einem Eingang eines zweiten Differenzverstärkers 4 mit Gleichspannungsunterdrükkung verbunden ist. Der Ausgang des Differenzverstärkers 4 ist mit einem Analog-Digitalwandler (A/D) 5 verbunden, der wiederum mit einem Steuerungs-Mikroprozessor 6 verbunden ist, der mit einem Speicher 7 zur Speicherung erfaßterdigitaler Daten verbunden ist und eine Schaltung 8 zur Erzeugung von positiven oder negativen elektrischen Ladungen ansteuert. Ein integrierender Kondensator 9 ist zwischen Masse und den zweiten Eingang des Differenzverstärkers 4 mit Gleichspannungsunterdrückung sowie den Ausgang der Erzeugungsschaltung 8 für elektrische Ladungen geschaltet.

Die von den Elektroden 1 und 2 erfaßten EKG-Signale sind aufgrund des Differenzverstärkers 3 frei von Gleichtakt- Spannungen. Da der integrierende Kondensator 9 im Leerlaufzustand nicht von einem Strom durchflossen wird, ist die Spannung an seinen Anschlüssen fest und sehr stabil, positiv oder negativ. Diese Spannung wird am Eingang des Differenzverstärkers 4 angelegt, und sie wird von dem vom Differenzverstärker 3 stammenden EKG-Signal subtrahiert. Das resultierende Signal wird dem Analog-Digital-Wandler 5 zugeführt. Die Verstärkungen der Verstärker 3 und 4 sind so gewählt, daß die Schrittweite des Analog-Digital-Wandlers 5 am Eingang 10 µV entspricht. Da der Wandler 5 von herkömmlicher Bauart mit 10 Bit ist, liegt die Dynamik am Eingang der Schaltung im Bereich von 10 mV (10 µV x 1024 # 10 mV)

Die Spannung des integrierenden Kondensators 9 kann durch Hinzufügen positiver oder negativer Ladungen mittels der Ladungserzeugungsschaltung 8 auf Befehl des Mikroprozessors 6 hin modifiziert werden.

In Fig. 2 stellt die Gesamtheit der Linien (5) das Signal am Eingang des Analog-Digital-Wandlers 5 dar, mit den Maximal(Max) und Minimal- (Min) Grenzen der durch den Wandler 5 zulässigen Amplitude und den positiven (S+) und negativen (S-) Erfassungsschwellen.

Die Linie (8+) entspricht dem Befehl zur Übertragung von positiven Ladungen durch die Ladungserzeugungsschaltung. Die Linie (8-) entspricht dem Befehl zur Übertragung von negativen Ladungen. Die Linie (9) stellt die Spannung des integrierenden Kondensators 9 mit zwei Spannungsverschiebungen, einer positiven und einer negativen dar. Die Linie (10) entspricht dem Digitalwert des EKG-Signals nach Berechnung durch den Mikroprozessor.

Die Funktionsweise der Vorrichtung der Fig. 1 ist nachfolgend erläutert:

Bei Inbetriebnahme der Vorrichtung wird während der Initialisierungsphase der Digitalwert der durch eine Übertragung von Ladungen erzeugten Spannungsverschiebung in Abwesenheit des EKG-Signals am Eingang gemessen.

Diese Spannungsverschiebung oder Erhöhung kann einen unterschiedlichen Wert haben, demzufolge ist sie aus Gründen des Ungleichgewichts der Schaltungen positiv oder negativ: der Mikroprozessor verzeichnet also zwei unterschiedliche Werte.

Die Erzeugungseinrichtung 8 für elektrische Ladungen ist äußerst stabil und gibt stets die gleiche Ladungsmenge (positive oder negative Ladungen) an den integrierenden Kondensator 9 ab. Da die Ladungsübertragung absolut reproduzierbar ist, ist die Spannungsverschiebung, die sie an dem Kondensator 9 erzeugt, ebenfalls reproduzierbar.

Der Analog-Digital-Wandler 5 liefert dem Mikroprozessor 6 den durch eine Ladungsübertragung hervorgerufenen Digitalwert der Spannungsverschiebung. Dieser Digitalwert wird im Speicher 7 im Hinblick auf Nachberechnungen gespeichert.

Während der Normalbetriebsphase der Vorrichtung liest der Mikroprozessor 6 die ihm von dem Analog-Digital-Wandler 5 zugeführten Digitalwerte. Wenn der Wert des EKG-Signals einen der Schwellenwerte (S+ oder S-) erreicht, weist der Mikroprozessor 6 die Erzeugungseinrichtung für elektrische Ladungen 8 an, positive (8+) oder negative (8-) Ladungen abzugeben bzw. zu übertragen. Diese Ladungsübertragung äußert sich am Eingang des Analog-Digital-Wandlers 5 durch eine Spannungsverschiebung zum Mittenbereich des zulässigen Spannungsbereichs hin, und der Analog-Digital-Wandler 5 gibt einen weit vom erreichten Schwellenwert entfernten digitalen Wert an den Mikroprozessor 6 ab.

Zur Berücksichtigung der Verschiebung am Eingang des Analog- Digital-Wandlers 5 addiert (oder subtrahiert) der Mikroprozessor den der Verschiebung entsprechenden gespeicherten digitalen Wert zu (oder von) dem durch den Analog-Digital- Wandler 5 gelieferten digitalen Wert.

Der Mikroprozessor speichert einen exakten digitalen Wert des EKG-Signals, der durch den Signalverlauf (10) in Figur 2 dargestellt ist. Das digitale Ergebnis entspricht somit dem Originalsignal, auch wenn dieses bis zum Dreißigfachen nach oben bzw. unten von der Dynamik des Analog-Digital-Umwandlers 5 abweicht. Somit kann ein EKG-Signal in digitaler Form mit einem 10-Bit-Analog-Digital-Wandler unabhängig von Spannungsveränderungen am Eingang im Bereich von ± 300 mV, als verzerrungsfreies Signal aufgezeichnet werden, d.h. gleichwertig/äquivalent dem von einem 19-Bit-Wandler gelieferten Signal.

In Figur 3 umfaßt die Erzeugungseinrichtung für elektrische Ladungen im wesentlichen einen kalibrierten Rechteckspannungs-Generator 11 (0,+5V), einen Kondensator 12 und zwei Umschalter 13, 14. Der Generator 11 ist mit einer Anschlußklemme des Kondensators 12 verbunden, dessen andere Klemme einerseits durch den Umschalter 13 mit Masse und andererseits durch den Umschalter 14 mit dem Kondensator 9 verbunden ist. Der integrierende Kondensator 9 ist als Rückkopplungszweig eines Differenzverstärkers 15 verschaltet, dessen einer Eingang auf Masse liegt, wobei diese Gesamtanordnung einen Integrator bildet. Die anderen Schaltungselemente der Schaltung aus Fig. 1 werden beibehalten.

Figur 4 zeigt die an die verschiedenen Elemente der Schaltung der Fig. 3 angelegten Befehlssignale, wobei jeder Signalverlauf das Bezugszeichen des entsprechenden Elements trägt.

Im Leerlauf zustand ist der Umschalter 14 offen. Um eine positive Ladung zu übertragen (linker Teil der Fig. 4), setzt der Mikroprozessor 6 den Spannungsgenerator 11 auf 0, dann schließt er den Umschalter 13, so daß der Kondensator 12 entladen wird. Daraufhin öffnet er den Umschalter 13, schließt dann den Umschalter 14 und setzt dann den Generator 11 auf 5V. Schließlich ist der Umschalter 14 wieder offen. Die Ladungen des Kondensators 12 sind somit zu dem integrierenden Kondensator 9 übertragen. Die sich daraus ergebende negative Spannungsverschiebung am Ausgang des integrierenden Kondensators 9 ist proportional zu der vom Generator 11 gelieferten positiven Spannungsverschiebung und proportional zum Verhältnis des Kondensators 12 zum Kondensator 9.

Die Übertragung einer negativen Ladung erfolgt durch Wiederholung der gleichen Schritte, wobei gemäß dem rechten Teil der Fig. 4 von einer Spannung des Generators 11 von +5V ausgegangen wird, die dann auf 0 abgesenkt wird.

Figur 5 entspricht der Erweiterung auf mehrere Signalerfassungspfade der EKG-Signale. In diesem Beispiel sind vier Signalpfade dargestellt, von denen jeder einige individuelle Elemente umfaßt: Elektroden 1 und 2, Differenzverstärker 3, 4 und 15 und einen Kondensator 9. Die anderen Elemente sind gemeinsam: Analog-Digital-Wandler 5, Mikroprozessor 6, Spannungsgenerator 11, Kondensator 12, Umschalter 13. Ein Multiplexer 16, 17 steuert die Umschalter 14 und die Übertragung der EKG-Signale an den Analog-Digital-Wandler 5. Der digitale Verschiebungswert wird unabhängig für jeden Signalpfad bei der Inbetriebnahme gemessen.

Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 sind die Elektroden 1, 2 mittels zweier Widerstände 18, 19 mit einem Unterbrecherschalter 20 verbunden, der in geschlossenem Zustand die Eingangssignale während der Initialisierungsphase annullieren bzw. abtrennen kann, in der die Spannungsverschiebungen gemessen werden, die von dem Integrator erzeugt werden, der vom Differenzverstärker 15 und dem damit als Rückkopplungszweig verschalteten Kondensator 9 gebildet wird.

Jeder Eingangsanschluß 1, 2 ist jeweils an den positiven Eingang eines Differenzverstärkers 21, 22 angeschlossen. Die negativen Eingänge dieser Differenzverstärker 21, 22 sind mittels eines Widerstandes 23 verbunden. Außerdem ist an jedem der zwei Differenzverstärker 21, 22 jeweils ein Widerstand 24, 25 als Rückkopplungsschleife an den negativen Eingang angeschlossen. Die Ausgänge der Differenzverstärker 21, 22 sind jeweils mittels der Widerstände 26, 27 mit den zwei Eingängen, dem positiven und dem negativen eines Differenzverstärkers 4 verbunden. Ein Widerstand 28 ist zwischen den Ausgang des Differenzverstärkers 4 und seinen negativen Eingang verschaltet. Ein Widerstand 29 verbindet den positiven Eingang des Differenzverstärkers 4 mit dem Ausgang des Differenzverstärkers 15, dessen positiver Eingang auf Masse liegt. Zwischen den negativen Eingang des Differenzverstärkers 15 und seinen Ausgang ist der integrierende Kondensator 9 geschaltet. Der negative Eingang des Differenzverstärkers 15 wird, wie im Fall von Fig. 3, durch den Unterbrecher 14 gespeist.

Die den Widerständen 23, 24 und 25 zugeordneten Verstärker 21 und 22 bewirken eine Differenzverstärkung, wobei der Gleichtakt auf dem gleichen Pegel bleibt wie am Eingang. Der Differenzverstärker 4 beseitigt den Gleichtakt.

Die Verstärker 21, 22 und 4 dienen als Eingangsdifferenzstufe.

Der Verstärker 15 und der Kondensator 9 stellen die Integrationsfunktion sicher und steuern den positiven Eingang des Differenzverstärkers 4 an.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zur digitalen Erfassung eines analogen Herz- Signals, mit einem Analog-Digital-Wandler (A/D) (5) und einem Mikroprozessor, der den digitalen Wert des durch den Analog- Digital-Wandler A/D (5) erfaßten EKG-Signals lesen und eine Verschiebung der analogen Spannung am Eingang des Analog-Digital-Wandlers A/D (5) so steuern kann, daß der durch den Wandler erfaßte digitale Wert von einem Schwellenwert (S+, S-) entfernt wird, gekennzeichnet durch:

- einen integrierenden Kondensator (9), der eine Spannungsverschiebung des Herz-Signals bewirken kann, und

- eine durch den Mikroprozessor gesteuerte Erzeugungseinrichtung für elektrische Ladungen (8), die elektrische Ladungen zum integrierenden Kondensator (9) übertragen kann, um die Spannungsverschiebung zu bewirken.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der integrierende Kondensator (9) an den Eingang eines Differenzverstärkers (4) angeschlossen ist, dessen anderer Eingang das analoge Herz-Signal empfängt und dessen Ausgang an den Analog-Digital-Wandler (5) angeschlossen ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erzeugungseinrichtung (8) elektrischer Ladungen einen kalibrierten Rechteckspannungs-Generator (11), einen Kondensator (12) und zwei Umschalter (13, 14) umfaßt, wobei der Kondensator (12) zwischen dem Spannungs-Generator (11) und dem gemeinsamen Knoten der zwei Umschalter (13, 14) angeschlossen ist, von denen einer (13) mit Masse und der andere (14) mit dem integrierenden Kondensator (9) verbunden ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der integrierende Kondensator (9) als Rückkopplungszweig eines Differenzverstärkers (15) verschaltet ist, dessen anderer Eingang auf Masse liegt.

5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von Übertragungskanälen für die Herz-Signale so gemultiplext sind, daß sie nur einen Analog-Digital-Wandler A/D (5), einen Mikroprozessor (6), einen Spannungs-generator (11) und einen Kondensator (12) nutzen.

6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das analoge Herz-Signal zwischen den zwei Eingängen eines Differenzverstärkers (4) anliegt, der an einem positiven zweiten Eingang auch die von dem integrierenden Kondensator (9) herrührende Spannungsverschiebung empfängt.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der integrierende Kondensator (9) als Rückkopplungszweig eines Differenzverstärkers (15) verschaltet ist.

8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (1, 2) zur Erfassung des analogen elektrischen Herz-Signals einerseits jeweils mit einem Eingang des Eingangs-Differenzverstärkers (21, 22) und andererseits miteinander durch einen Unterbrecherschalter (20) verbunden sind, der die Eingangssignale während der Initialisierungsphase der Vorrichtung annullieren kann.

9. Verfahren zur digitalen Erfassung eines analogen elektrischen Herz-Signals, das einen Analog-Digital-Wandler (A/D) und einen Mikroprozessor verwendet, bei dem:

zwei Schwellenwerte (S+, S-) definiert sind, die jeweils nahe den Maximal- und Minimalwerten der zulässigen Amplitude des Analog-Digital-Wandlers A/D (5) liegen;

der digitale Wert des durch den Analog-Digital-Wandler A/D (5) erzeugten EKG-Signals durch den Mikroprozessor (6) gelesen wird;

wenn dieser digitale Wert einen der Schwellenwerte (S+, S-) erreicht, der Mikroprozessor (6) eine analoge Spannungsverschiebung am Eingang des Analog-Digital-Wandlers (5) derart steuert, daß sich der durch den Wandler erzeugte digitale Wert von dem Schwellenwert entfernt;

dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung der analogen Eingangsspannung des Wandlers durch Übertragung elektrischer Ladungen bewirkt wird.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Mikroprozessor (6) zu dem von dem Analog-Digital-Wandler A/D (5) erzeugten Wert den der positiven Verschiebung entsprechenden digitalen Wert hinzufügt oder den der negativen entsprechenden von diesem abzieht, so daß das Originalsignal zurückgewonnen wird.







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