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Dokumentenidentifikation DE69215795T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0529782
Titel Tropfwassergeschütztes Austauschsystem für Kraftstoffilter
Anmelder Stanadyne Automotive Corp., Windsor, Conn. 06095, US
Erfinder Janik, Leon P., Suffield, Connecticut 06078, US
Vertreter H. Weickmann und Kollegen, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69215795
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 03.07.1992
EP-Aktenzeichen 923061626
EP-Offenlegungsdatum 03.03.1993
EP date of grant 11.12.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse B01D 35/30

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft allgemein Vorrichtungen zum Filtern und Trennen van Flüssigkeiten. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung Kraftstoffilter zum Entfernen von Fremdpartikeln und Abtrennen von Wasser aus Kraftstoff des Kraftstoffzufuhrsystems eines Verbrennungsmotors.

Das Fehlen hoher Standards der Qualitätskontrolle bei der Versorgung mit Dieselkraftstoff erfordert, daß in dem Kraftstoffzufuhrsystem eines Dieselmotors ein wirkungsvoller Kraftstoffilter enthalten sein muß. Es ist bei Dieselkraftstoff nicht unüblich, daß er signifikante Mengen von Schleifpartikeln und Wasser enthält. Die Schleifpartikel können Bauteile der Kraftstoffeinspritzpumpe potentiell dauernd beschädigen. Die Schleifpartikel können ferner die Leistung der Pumpe nachteilig beeinflussen, indem sie die Fähigkeit der Kraftstoffeinspritzpumpe beeinträchtigen, Kraftstoff bei hohen Drücken genau zu dosieren und auszugeben. Die Gegenwart von Wasser in der Dieselkraftstoffversorgung kann Korrosion von Motorkomponenten verursachen, und kann bei Frost eine Unterbrechung des Kraftstoffeinspritzsystems und/oder das Fressen beweglicher Komponenten zur Folge haben.

Allgemein verwenden Kraftstoffilter eine Einwegfilterpatrone, die zu vorbestimmten Intervallen der Filternutzung ausgetauscht wird. Es gibt eine große Vielzahl von Kraftstoffilterkonfigurationen und -orientierungen. Bei einigen Kraftstoffilterkonfigurationen ist die Einwegpatrone in umgekehrter Anordnung direkt unter der Basis aufgehängt, was nachfolgend als umgekehrter Kraftstoffilter bezeichnet wird. Während ein umgekehrter Kraftstoffilter für bestimmte Anwendungen einer Anzahl funktioneller und dimensioneller Beschränkungen unterliegt, ist ein allgemeiner Nachteil einer Anzahl von Kraftstoffiltern, insbesondere jener umgekehrter Kraftstoffilter, bei denen die Einwegpatrone unter der Basis hängt, daß während des Austauschprozesses signifikante Kraftstoffmengen aus der Basis austreten und in die unmittelbare Umgebung auslaufen können. Der auslaufende Kraftstoff ist im Hinblick auf Sicherheit, möglicher Umweltverschmutzung und Sicherheit des Technikers und der Hygiene unerwünscht. Das Auslaufen des Kraftstoffs kann ferner Kosten bei der Reinigung und bei der Entsorgung zur Folge haben.

Bei der EP-A-0405447 verwendet eine offenbarte umgekehrte Kraftstoffilteranordnung eine Basis und eine Einwegfilterpatrone, die direkt unter der Filterbasis hängt. Die Patrone umfaßt ein zweistufiges Filtersystem, in dem der Kraftstoff axial zu einem primären Filterelement fließt, um Partikelstoffe zu entfernen und Wassertröpfchen zusammenzuführen, und axial zu einer zweiten Filterstufe, die als Wasserbarriere wirkt. Der gefilterte Kraftstoff fließt allgemein axial zu der Basis zurück und tritt durch eine Auslaßpassage in der Basis aus. Die Patrone ist an der Basis durch eine Gewindekragen gehalten, der an eine Walzsaumstruktur am Umfang des Patronengehäuses angreift. Die Basis umfaßt ferner ein Paar konzentrischer axialer Leitungen oder Buchsen, die mit Dichtringen der Einwegpatrone abdichten und im wesentlichen als Einlaß- und Auslaßleitungen zwischen der Basis und der Einwegpatrone wirken. In einer Ausführung wird das zusammengeführte Wasser in der Unterseite der Patrone gesammelt und über einen Ablaßhahn entfernt.

Nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Kraftstoffilteranordnung angegeben, umfassend:

eine Basis mit einem Kraft stoffeinlaß und einem Kraft stoffauslaß; und erste und zweite axiale Leitungen in Fluidverbindung mit dem Kraftstoffeinlaß bzw. dem Kraftstoffauslaß;

eine Filterpatrone, die von der Basis hängend anschließbar ist und zur Fluidverbindung mit der Basis über die ersten und zweiten Leitungen angeordnet ist, wobei die Patrone ein Filtermittel zum Filtern von Kraftstoff aufweist, der einem Fließweg von der ersten Leitung durch das Filtermittel folgt; und

ein Haltemittel zum verriegelbaren Sichern des Patronenmittels an dem Basismittel;

dadurch gekennzeichnet,

daß die Basis ferner ein Stopfenmittel umfaßt, das in die erste Leitung ragt, wobei ein vorbestimmtes Volumen des Stopfenmittels in der Patrone angeordnet ist, wenn die Patrone an die Basis angeschlossen ist;

wobei die Anordnung derart ist, daß bei entriegeltem Haltemittel und axial von der Basis getrennter Patrone Kraftstoff, der unter Schwerkraft aus dem Basismittel durch die Leitungen austritt, in der Patrone aufgefangen wird.

Nach einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Kraftstoffilteranordnung mit einer Basis und einer Filterpatrone angegeben, wobei die Basis einen Raum festlegt und erste und zweite Leitungen in Fluidverbindung mit dem Raum zur Bildung einer allgemeinen axialen Fluidverbindung aufweist, wobei die Filterpatrone mit der Basis zur Anordnung unter der Basis verbindbar ist und zur Fluidverbindung mit der Basis über die ersten und zweiten Leitungen angeordnet ist, wobei die Filterpatrone Filterelemente zum Filtern von Kraftstoff aufweist, der auf einem die Filterelemente querenden Fließweg fließt, wobei die Filteranordnung dadurch gekennzeichnet ist, daß die Basis ein Stopfenmittel aufweist, das in dem Raum angeordnet ist und zumindest teilweise in die ersten und zweiten Leitungen ragt, wobei ein vorbestimmtes Volumen des Stopfenmittels in der Filterpatrone angeordnet ist, wenn die Filterpatrone an der Basis angeschlossen ist, wobei das Stopfenmittel beim Entfernen der Filterpatrone von der Basis ein freies Volumen in der Filterpatrone festlegt, wobei Kraftstoff, der unter Schwerkraft aus der Basis austritt, in die Filterpatrone fällt und einen Teil des freien Volumens belegt, um hierdurch zurückgehalten zu werden.

Nach einem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Kraftstoffileranordnung mit einer Basis und einer Filterpatrone angegeben, wobei die Filterpatrone hängend an die Basis anschließbar ist und zur Fluidverbindung mit der Basis entlang einem einen ersten Fließquerschnitt aufweisenden axialen Fließweg in der Filterpatrone angeordnet ist, wobei die Filterpatrone Filterelemente zum Filtern von Kraftstoff aufweist, der durch die Filterelemente hindurchtritt, wobei die Filteranordnung dadurch gekennzeichnet ist, daß die Basis ein axial verlaufendes Stopfenmittel aufweist, wobei, wenn die Filterpatrone an die Basis angeschlossen ist, ein vorbestimmtes Volumen des Stopfenmittels in der Filterpatrone angeordnet ist und eine allgemein gleichmäßige Querschnittsfläche aufweist, wobei der erste Fließquerschnitt kleiner oder gleich der Querschnittsfläche ist, wobei bei Entfernung der Filterpatrone von der Basis das freie Volumen in der Filterpatrone um einen Betrag zunimmt, der zumindest gleich dem vorbestimmten Volumen des Stopfenmittels ist, wobei gegebenenfalls von der Basis unter Schwerkraft ausfließender Kraftstoff von der Filterpatrone aufgefangen wird.

Kurz gesagt, ist die Erfindung in einer bevorzugten Form eine Kraftstoffilteranordnung umgekehrter Bauart, in der eine Einwegfilterpatrone unter dem Gehäuse hängt. Der umgekehrte Kraftstoffilter enthält Verbesserungen, so daß beim Austausch der Patrone überschüssiger Kraftstoff in der Basis wirkungsvoll von der Patrone aufgefangen wird und ein Austreten oder Auslaufen von Kraftstoff wirkungsvoll verhindert wird.

In einer Ausführung hat die Basis einen Einlaß und einen Auslaß und erste und zweite axiale Leitungen, die eine Fluidverbindung zwischen der Basis und der Einwegfilterpatrone ergeben. Ein Stopfen ist in der Basis vorgesehen und ragt in die erste Leitung. Die Einwegfilterpatrone hängt von der Basis und ist zu den ersten und zweiten Axialleitungen abdichtbar, welche teilweise in der Patrone aufgenommen sind. Die Patrone kann einen oder mehrere Filterelemente zum Filtern von Kraftstoff enthalten. Der Kraftstoffweg durch die Patrone führt durch die erste Leitung, die Filterelemente und die zweite Leitung. Ein Halteelement dient zum Verriegeln der Patrone an der Basis. Der Stopfen belegt ein vorbestimmtes Volumen der Patrone, wenn die Patrone an der Basis angebracht wird. Wenn die Patrone zum Austausch axial von der Basis abgenommen wird, ist das Kraftstoffvolumen, das von der Basis unter Schwerkraft austritt, geringer als das vorbestimmte Volumen. Der von der Basis ausgegebene Kraftstoff läuft im wesentlichen durch die axialen Leitungen und wird in der Einwegpatrone aufgefangen, weil beim Austausch oder Abmontieren die Patrone wegen des Entfernens eines Teils des Stopfens freies Volumen gewinnt. Ein Fluidhaltering kann an dem oberen Ende der Patrone an verschiedenen Stellen vorgesehen sein, damit die Patrone den ausgegebenen Kraftstoffleichter halten kann.

Der Stopfen kann ein einstückiges Element sein, das eine Basis mit einer Mehrzahl im wesentlichen radial geschlitzter Passagen aufweist sowie eine axiale Welle aufweist, die im wesentlichen über die Länge der ersten Leitung verläuft. Der obere Abschnitt des Stopfens kann in einem Hohlraum aufgenommen sein, der durch eine obere Gewindekappe der Basis festgelegt ist. Alternativ kann die Volumenstopfenstruktur durch relativ dicke Wandstrukturen der axialen Leitungen vorgesehen sein, welche eine Fluidverbindung zwischen der Basis und der Patrone ergeben.

Die bevorzugten Ausführungen der Erfindung zeigen somit eine neue und verbesserte Trockenwechsel-Kraftstoffilteranordnung, bei der beim Austausch von der Basis gegebenenfalls austretender überschüssiger Kraftstoff von der Einwegfilterpatrone aufgefangen wird.

In den bevorzugten Ausführungen der vorliegenden Erfindung wird eine neue und verbesserte umgekehrte Kraftstoffilteranordnung angegeben, die eine effiziente und nicht teure Konfiguration hat, die das Auslaufen von Kraftstoff beim Austausch der Einwegfilterpatrone im wesentlichen verhindert.

Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung wird nun als Beispiel anhand der beigefügten zeichnungen beschrieben, wobei:

Figur 1 ist eine Schnittansicht eines Trockenwechsel- Kraftstoffiltersystems nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung;

Figur 2 ist eine Unteransicht eines Volumenstopfens für das Filtersystem von Figur 1; und

Figur 3 ist eine teilweise schematische Fragmentschnittansicht des Kraftstoffiltersystems von Figur 1 in demontierter Konfiguration, die weiter das Arbeitsprinzip von diesem darstellt.

Bezüglich der Zeichnungen, in denen gleiche Zahlen in sämtlichen verschiedenen Figuren gleiche Teile darstellen, ist eine Kraftstoffilteranordnung nach der vorliegenden Erfindung allgemein mit der Zahl 10 bezeichnet. Die Kraftstoffilteranordnung 10 umfaßt eine Basis 12 und eine Einwegfilterpatrone 14. Die Kraftstoffilteranordnung ist besonders geeignet zum Einbau in ein Kraftstoffzufuhrsystem eines Verbrennungsmotors (nicht gezeigt), wie etwa eines Dieselmotors, zum Entfernen von Partikelstoffen aus dem Kraftstoff und Trennen von Wasser aus dem Kraftstoff. Die Basis 12 ist an dem Motorkopf oder einer anderen festen Position des Fahrzeugs fest angebracht. Die Basis ist allgemein über der Einwegfilterpatrone 14 angeordnet, welche an der Basis mittels eines Haltekragens 16 befestigt ist.

Die Basis 12 bildet eine umgekehrte topfartige Aufnahme, welche einen unteren Aufnahmeraum für die oberen Abschnitte der Einwegpatrone festlegt. Eine zentrale gestufte Axialbohrung 22 in der Basis nimmt eng eine langgestreckte buchsenartige Leitung 24 auf sowie eine äußere konzentrische buchsenartige Leitung 26 kürzerer Länge. Die Leitungen 24 und 26 ergeben eine allgemein koaxiale Fluidverbindung zwischen der Basis und der Einwegpatrone. Eine Einlaßpassage (nicht dargestellt) ist an einer oberseitigen Stelle der Basis ausgebildet, um eine Fluidverbindung durch die von der ersten Leitung 24 gebildete Passage zu bilden. Eine Auslaßpassage (nicht dargestellt) ist auch an einem oberen gegenüberliegenden Seitenabschnitt der Basis gebildet, um eine externe Fluidverbindung von der axialen Fluidleitung zu bilden, welche zwischen den ersten und zweiten Leitungen 24 und 25 festgelegt ist. Ein einstückig vorstehender Träger 40 zum Verankern der Filterbasis an dem Motorkopf steht quer von der Basis vor. Der Träger weist ein Paar von Öffnungen (nicht dargestellt) auf, durch die Befestigungselemente eingesetzt werden.

Ein oberer Abschnitt der Basis ist am Umfang mit einer Gewindefläche 46 versehen. Eine Endkappe 50 enthält eine innere Gewindefläche 52, die zu der Fläche 46 komplementär ist und durch Aufschrauben an dieser befestigbar ist. Die Endkappe ist durch Gewindeeingriff an dem Basiskörper mittels eines Dichtrings 54 abgedichtet, um eine fluiddichte Verbindung bezüglich eines oberen Raums 56 der Basis zu bilden.

Ein Stopfen 60 ist in den Raum eingesetzt und derart positioniert, daß er teilweise nach unten in die erste Leitung 24 vorsteht. Der Stopfen ist mittels der Endkappe 50 und die den Raum begrenzenden Wände in Position gehalten. Der Stopfen hat eine axial vorstehende Säule 62 mit einem geschlossenen oder festen distalen Ende. Der distale Endabschnitt der Säule ist derart dimensioniert, daß er ein vorbestimmtes Volumen belegt, was im Detail unten beschrieben wird. Eine Umfangsschulter 64 steht radial an der Oberseite der Säule vor und belegt einen wesentlichen Teil des Raums 56. Die Schulter 64 ist durch einen kreisförmigen Umfangsrand 66 festgelegt, welcher an die den Raum festlegenden Wände angreift, um den Stopfen derart zu zentrieren, daß die voretehende Säule 62 des Stopfens allgemein koaxial zu der ersten Leitung 24 verläuft. Der Durchmesser der Säule 62 ist geringer als der Durchmesser der ersten axialen Leitung 24, um eine Fluidverbindung zwischen der Basis und der Patrone zu gestatten. Die Stopfensäule 62 kann über die Gesamtlänge der Leitung verlaufen und ein wenig über deren unteres Ende vorstehen. Der Stopfen kann aus Kunststoff oder einem anderen geeigneten Material gebildet sein und kann einen massiven oder hohlen Kern aufweisen. An dem oberen unterseitigen Abschnitt der Schulter verlaufen radiale Nuten oder Aussparungen 68 von einer Ringaussparung 69, welche die Säule umgibt, um die Kraftstoffverbindung von der Einlaßpassage zu der ersten Leitung 24 zu ermöglichen. Die ringförmige Aussparung 69 ist optional.

Die Einwegfilterpatrone 14 umfaßt einen dosenartigen Behälter 70, der durch ein Paar unterer und oberer dosenartiger Metallabschnitte 72 und 74 gebildet ist, die entlang einem Umfangswalzsaum 80 miteinander verbunden sind. Der verjüngte obere Abschnitt 72 ist ein Gußelement mit einer zentralen Axialöffnung. Ein an der Öffnung angebrachter Dichtring 76 dichtet diametral gegen die äußere Leitung 26 ab. Die Deckfläche des Behälterabschnitts ist zur Bildung einer ringförmigen Aussparung 77 konturiert.

Ein sekundäres Filterelement 78, das eine fortlaufend flügelförmig gefaltete Konfiguration hat, ist in dem oberen Abschnitt aufgenommen. Das untere Ende des sekundären Elements 78 greift an eine Mittelplatte 81 an, welche eine Zentralöffnung aufweist. Ein an der Plattenöffnung angebrachter zweiter Dichtring 84 dichtet diametral gegen die erste Leitung 24 ab. Das primäre Filterelement 86, das ebenfalls eine fortlaufend flügelartige Konfiguration hat, greift an die Unterseite der Mittelplatte an. Die Mittelplatte weist eine Umfangsmehrfachbiegung auf, die ein Paar von Angriffsstrukturen für die Filter 78 und 86 bildet. Der untere Abschnitt des primären Elements wird durch eine untere Platte 88 gehalten, welche einen nach oben gedrehten Umfangsflansch aufweist. Das primäre Element ist in dem unteren Abschnitt 74 aufgenommen. Am Boden des unteren Abschnitts ist ein Sumpf 90 gebildet, um Wasser zu sammeln, das aus dem Kraftstoff zusammengeführt ist. Zum Ablassen des Wassers ist ein Ablaßhahn 92 in dem unteren Abschnitt der Patrone angeordnet.

Die Patrone enthält eine ringförmige Aussparung 94. Die ringförmige Aussparung 94 ist innerhalb nahe dem Walzsaum 80 angeordnet. Die Aussparung bildet einen oder mehrere Schlitze zur Aufnahme komplementärer Schlüsselelemente 98, welche von dem Ende der Basis vorstehen. Der Gewindehaltekragen 16 enthält eine randartige Schulter 100 zum haltenden Angreifen des Walzsaums 80. Der Kragen ist an die Basis geschraubt, um die Einwegpatrone an der Basis zu befestigen. Eine Staubdichtung 102 kann zwischen dem Oberende des Haltekragens und einer ringförmigen Dichtschulter der Basis angeordnet sein.

Wenn gemäß Figur 3 die Einwegfilterpatrone an der Basis verriegelt wird, belegt der Stopfen ein Volumen V1 innerhalb der Einwegpatrone 14. Zusätzlich belegen die Leitungen 24 und 26 jeweilige kleinere Volumina V2 und V3. Wenn die Patrone axial von der Basis abmontiert wird, gewinnt die Patrone im wesentlichen ein freies Volumen VF = V1 + V2 + V3, und zwar wegen des Fehlens des Volumens V1 des Stopfenabschnitts und der Volumina V2 und V3 der Leitungsabschnitte. Wenn die Patrone axial abmontiert ist, fließt der in der Basis verbleibende Kraftstoff durch die Leitungen 24 und/oder 26 in den Patronenbehälter und wird im wesentlichen von diesem aufgefangen. Der Stopfen 60 ist bevorzugt derart dimensioniert, daß während des Austauschs der Patrone das schematisch mit Vd bezeichnete Volumen des unter Schwerkraft aus der Basis austretenden Kraftstoffs geringer ist als das Volumen V1 und natürlich geringer als das gemeinsame freie Volumen VF. Die Ringe 77 und 94 können auch dazu beitragen, den auslaufenden Kraftstoff zu halten. Demzufolge läßt sich der Austausch oder das Abmontieren der Einwegpatrone von der Basis im wesentlichen im Trockenwechsel erreichen, wobei der gesamte aus der Basis austretende Kraftstoff wirkungsvoll von der entfernten Einwegpatrone aufgefangen wird.

Natürlich kann der Stopfen 60 eine große Vielzahl von Konfigurationen einnehmen, die im wesentlichen ein negatives Volumen einbringen, wenn die Patrone an der Basis angebracht ist. In einer alternativen Ausführung (die nicht in genauer Dimensionsbeziehung zu den anderen Komponenten der Filteranordnung dargestellt ist) kann die Leitung 24 eine beträchtlich vergrößerte Wanddicke aufweisen oder enthält eine Einlage, die ein signifikantes Volumen in der Patrone belegt, wenn die Patrone an der Basis angebracht ist. Der Volumenstopfen kann somit im wesentlichen die modifizierte axiale Leitung umfassen. Zusätzlich kann die Leitung 26 so modifiziert sein, daß sie eine signifikant größere Wanddicke aufweist. In der Regel ist der Fließquerschnitt durch die Leitung 24 bevorzugt kleiner oder gleich der gleichmäßigen Querschnittsfläche der Leitungswände und/oder Stopfenabschnitte, welche in der Patrone aufgenommen sind, wenn die Patrone an der Basis angebracht ist. Für Ausführungen, bei denen die Wanddicken der Leitungen 24 und 26 im Hinblick auf das zentrale axiale Volumen des Stopfens zur Bildung des axialen Volumenstopfens wesentlich vergrößert sind, ist Vf = V2 + V3, und das Volumen der Innenpassage, die durch die Leitung 24 gebildet und in der Patrone angeordnet ist, ist weniger oder gleich V2 + V3. Das negative freie Volumen Vf ist demzufolge bevorzugt größer als das Volumen des Kraftstoffs Vd in der Basis, der unter normaler Schwerkraft ablaufen oder austreten könnte.

Der Stopfen ist bevorzugt aus Kunststoff oder anderen geeigneten Materialien gebildet und derart dimensioniert, daß er einen wirkungsvollen Durchtritt des Kraftstoffs in die Patrone gestattet. Der Stopfen ist auch bevorzugt so dimensioniert, daß er sich in der Basis selbst zentriert oder selbst positioniert. In der dargestellten Ausführung kann der Stopfen im wesentlichen durch den oberen Raum eingesetzt und mittels der entfernbaren Endkappe gesichert werden, die zum Anbringen eines optionalen Heizelements dient.

Während eine bevorzugte Ausführung der vorstehenden Erfindung zu Illustrationszwecken beschrieben wurde, sollte die vorstehende Beschreibung nicht als Einschränkung der Erfindung betrachtet werden. Demzufolge könnte der Fachmann verschiedene Modifikationen, Anpassungen und Alternativen ausführen, ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen, der in den Ansprüchen festgelegt ist.


Anspruch[de]

1. Kraftstoffilteranordnung (10) umfassend:

eine Basis (12) mit einem Kraftstoffeinlaß und einem Kraftstoffauslaß;

und erste und zweite axiale Leitungen (24, 26) in Fluidverbindung mit dem Kraftstoffeinlaß bzw. dem Kraftstoffauslaß;

eine Filterpatrone (14), die von der Basis (12) hängend anschließbar ist und zur Fluidverbindung mit der Basis (12) über die ersten und zweiten Leitungen (24, 26) angeordnet ist, wobei die Patrone (14) ein Filtermittel (78, 86) zum Filtern von Kraftstoff aufweist, der einem Fließweg von der ersten Leitung (24) durch das Filtermittel (78, 86) folgt; und

ein Haltemittel (16) zum verriegelbaren Sichern des Patronenmittels (14) an dem Basismittel (12); dadurch gekennzeichnet,

daß die Basis ferner ein Stopfenmittel (60) umfaßt, das in die erste Leitung (24) ragt, wobei ein vorbestimmtes Volumen des Stopfenmittels (60) in der Patrone (14) angeordnet ist, wenn die Patrone (14) an die Basis (12) angeschlossen ist;

wobei die Anordnung derart ist, daß bei entriegeltem Haltemittel (16) und axial von der Basis (12) getrennter Patrone (14) Kraftstoff, der unter Schwerkraft aus dem Basismittel (12) durch die Leitungen (24, 26) austritt, in der Patrone (14) aufgefangen wird.

2. Kraftstoffilteranordnung nach Anspruch 1, in der das Stopfenmittel (60) eine Positionierungsschulter (64) und eine von der Positionierungsschulter (64) abstehende Säule (62) umfaßt.

3. Kraftstoffilteranordnung nach Anspruch 2, welche ferner ein Positionierungsmittel (66) umfaßt, um die Säule (62) in allgemein koaxialer Beziehung zu der ersten Leitung (24) zu positionieren.

4. Kraftstoffilteranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, in der das Stopfenmittel (60) eine Aussparung (69) festlegt, welche eine Passage zwischen dem Kraftstoffeinlaß und der ersten Leitung (24) bildet.

5. Kraftstoffilteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die ferner eine an das Basismittel (12) angeschraubte Endkappe (50) aufweist, wobei die Endkappe (50) teilweise einen Raum (56) festlegt und das Stopfenmittel (60) den Raum (56) teilweise belegt.

6. Kraftstoffilteranordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, in der die Unterseite der Positionierungsschulter (64) eine Mehrzahl allgemein radialer Nuten (68) festlegt.

7. Kraftstoffilteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, in der die Patrone (14) ein Gehäuse (70) aufweist, dessen Endabschnitt zum Festlegen eines ausgesparten Halterings konfiguriert ist, der so positionierbar ist, daß er die ersten und zweiten Leitungen (24, 26) umgibt, wenn die Patrone (14) an die Basis (12) angeschlossen ist.

8. Kraftstoffilteranordnung nach Anspruch 7, die ferner einen zweiten Haltering aufweist, der so positionierbar ist, daß er die ersten und zweiten Leitungen (24, 26) umgibt, wenn die Patrone (14) an die Basis (12) angeschlossen ist.

9. Kraftstoffilteranordnung (10) mit einer Basis (12) und einer Filterpatrone (14), wobei die Basis einen Raum festlegt und erste und zweite Leitungen (24, 26) in Fluidverbindung mit dem Raum (56) zur Bildung einer allgemeinen axialen Fluidverbindung aufweist, wobei die Filterpatrone (14) mit der Basis (12) zur Anordnung unter der Basis (12) verbindbar ist und zur Fluidverbindung mit der Basis (12) über die ersten und zweiten Leitungen (24, 26) angeordnet ist, wobei die Filterpatrone (14) Filterelemente (78, 86) zum Filtern von Kraftstoff aufweist, der auf einem die Filterelemente (78, 86) querenden Fließweg fließt, wobei die Filteranordnung (10) dadurch gekennzeichnet ist, daß die Basis ein Stopfenmittel (60) aufweist, das in dem Raum (56) angeordnet ist und zumindest teilweise in die ersten und zweiten Leitungen (24, 26) ragt, wobei ein vorbestimmtes Volumen des Stopfenmittels (60) in der Filterpatrone (14) angeordnet ist, wenn die Filterpatrone (14) an der Basis (12) angeschlossen ist, wobei das Stopfenmittel (60) beim Entfernen der Filterpatrone (14) von der Basis (12) ein freies Volumen in der Filterpatrone (14) festlegt, wobei Kraftstoff, der unter Schwerkraft aus der Basis (12) austritt, in die Filterpatrone (14) fällt und einen Teil des freien Volumens belegt, um hierdurch zurückgehalten zu werden.

10. Kraftstoffilteranordnung nach Anspruch 9, in der das Stopfenmittel (60) eine Positionierungsschulter (64) und eine Mittelsäule (62) aufweist, welche allgemein orthogonal von der Positionierungsschulter (64) absteht.

11. Kraftstoffilteranordnung nach Anspruch 10, in der die Positionierungsschulter (64) ferner einen kreisförmigen Positionierungsrand (66) umfaßt, um die Säule (62) in allgemein koaxialer Beziehung zu dem Leitungsmittel (24, 26) zu positionieren.

12. Kraftstoffilteranordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, in der die Patrone (14) ein Gehäuse (70) aufweist, dessen Endabschnitt zur Bildung eines ausgesparten Halterings konfiguriert ist, der so positionierbar ist, daß er die Leitungen (24, 26) umgibt, wenn die Patrone (14) an die Basis (12) angeschlossen ist.

13. Kraftstoffilteranordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, in der die Unterseite der Positionierungsschulter (64) eine Mehrzahl allgemein radialer Nuten (68) festlegt.

14. Kraftstoffilteranordnung (10) mit einer Basis (12) und einer Filterpatrone (14), wobei die Filterpatrone (14) hängend an die Basis (12) anschließbar ist und zur Fluidverbindung mit der Basis (12) entlang einem einen ersten Fließquerschnitt aufweisenden axialen Fließweg in der Filterpatrone (14) angeordnet ist, wobei die Filterpatrone (14) Filterelemente (78, 86) zum Filtern von Kraftstoff aufweist, der durch die Filterelemente (78, 86) hindurchtritt, wobei die Filteranordnung (10) dadurch gekennzeichnet ist, daß die Basis ein axial verlaufendes Stopfenmittel (60) aufweist, wobei, wenn die Filterpatrone (14) an die Basis (12) angeschlossen ist, ein vorbestimmtes Volumen des Stopfenmittels (60) in der Filterpatrone (14) angeordnet ist und eine allgemein gleichmäßige Querschnittsfläche aufweist, wobei der erste Fließquerschnitt kleiner oder gleich der Querschnittsfläche ist, wobei bei Entfernung der Filterpatrone (14) von der Basis (12) das freie Volumen in der Filterpatrone (14) um einen Betrag zunimmt, der zumindest gleich dem vorbestimmten Volumen (Vi) des Stopfenmittels ist, wobei gegebenenfalls von der Basis (12) unter Schwerkraft ausfließender Kraftstoff von der Filterpatrone (14) aufgefangen wird.

15. Kraftstoffilteranordnung nach Anspruch 14, in der der Stopfen (60) eine Positionierungsschulter (64) und eine von der Positionierungsschulter (64) abstehende Säule (62) umfaßt.

16. Kraftstoffilteranordnung nach Anspruch 14 oder 15, in der das Basismittel (12) eine Kraftstoffeinlaßpassage und eine erste axiale Leitung (24) festlegt und das Stopfenmittel (60) eine Aussparung (22) festlegt, welche zwischen dem Kraftstoffeinlaß und der ersten Leitung (24) eine Passage bildet.

17. Kraftstoffilteranordnung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, die ferner ein an die Basis (12) anschraubbares Endkappenmittel (50) umfaßt, wobei das Endkappenmittel (50) teilweise einen Raum (56) festlegt und wobei das Stopfenmittel (60) den Raum (56) teilweise belegt.

18. Kraftstoffilteranordnung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, in der die Unterseite der Positionierungsschulter (64) eine ringförmige Aussparung (69) festlegt, welche die Säule (62) umgibt, sowie eine Mehrzahl allgemein radialer Nuten (68), welche von dem Ring (69) wegführen.

19. Kraftstoffilteranordnung nach einem der Ansprüche 14 und 18, in der die Patrone (14) ein Gehäuse (70) mit einem oberen Deckplattenabschnitt aufweist, der einen Haltering festlegt, der so positionierbar ist, daß er das Stopfenmittel (60) umgibt, wenn die Patrone (14) an das Basismittel (12) angeschlossen ist.

20. Kraftstoffilteranordnung nach Anspruch 18 oder 19, in der drei im gleichen Winkelabstand angeordnete Nuten (68) vorgesehen sind.

21. Kraftstoffilteranordnung nach einem der Ansprüche 15 bis 20, in der das Stopfenmittel (60) um eine Mittelachse symmetrisch ist.

22. Kraftstoffilteranordnung nach einem der Ansprüche 14 bis 21, in dem der Fließweg durch eine axiale Leitung festgelegt ist und das Stopfenmittel (60) die Leitung umfaßt.







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