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Dokumentenidentifikation DE69215890T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0609252
Titel VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG BAHNFORMIGES MATERIAL UND SICHERHEITSPAPIER
Anmelder Portals Ltd., London, GB
Erfinder KNIGHT, Malcom Robert Murray, Basingstoke, Hampshire RG25 2BP, GB
Vertreter Splanemann Reitzner Baronetzky, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69215890
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 29.09.1992
EP-Aktenzeichen 929204006
WO-Anmeldetag 29.09.1992
PCT-Aktenzeichen GB9201779
WO-Veröffentlichungsnummer 9308327
WO-Veröffentlichungsdatum 29.04.1993
EP-Offenlegungsdatum 10.08.1994
EP date of grant 11.12.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse D21F 1/44
IPC-Nebenklasse D21F 1/46   D21H 21/42   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Blattmaterialien und Sicherheitspapieren, in welchen teilweise ein langgestrecktes Sicherheitselement eingebettet ist, das zum Teil innerhalb der Blattdicke liegt und an voneinander beabstandeten Stellen freiliegt.

Banknoten und andere Sicherheitsdokumente, einschließlich Schecks, Urkunden, Personalausweise, Kreditkarten oder Garantiekarten, aus Sicherheitspapier oder aus einem Material, das solche teilweise freiliegenden Sicherheitsstreifen oder -fäden einschließt, sind seit vielen Jahren im Umlauf und werden in vielen Ländern umfangreich benutzt. Der Sicherheitsstreifen oder -faden in solchen Dokumenten liegt in kontrollierter Weise auf einer Seite des Papiers, aus dem das Dokument hergestellt wird, frei. Solche freiliegenden Bereiche werden allgemein als "Fenster" in dem Papier bezeichnet, und die freiliegenden Bereiche des Fadens sind in diesen Fenstern im reflektierten Licht leicht sichtbar.

Die britische Patentschrift GB-A-741 675 beschreibt eine Maschine vom Fourdrinier-Typ zur Papierherstellung, die zur Herstellung eines gefurchten Papiers mit einigen erhöhten und einigen vertieften Teilen verwendet wird. Die britische Patentschrift GB-A-1 447 933 beschreibt eine weiter angepaßte Maschine vom Fourdrinier-Typ zur Papierherstellung, die ein gelochtes Endlosband verwendet, das eingeprägte Teile zur Herstellung eines Wasserzeichens mit Bereichen unterschiedlicher Dicke trägt. Die Europäische Patentschrift EP-A-0 367 520 beschreibt eine andere Papierherstellungsmaschine vom Fourdrinier-Typ, die eine unterschiedliche Kompaktierung verwendet, die durch eine eingeprägte Wasserzeichenmuster tragende Siebwalze bewirkt wird, um in dem darauf hergestellten Papier Wasserzeichen zu erzeugen. Obwohl diese Beschreibungen des Standes der Technik Wege aufzeigen, wie auf Maschinen vom Fourdrinier-Typ Papier mit variabler Dicke hergestellt werden kann, beschreibt keines davon eine Vorrichtung oder ein Verfahren zur Herstellung eines gefensterten Sicherheitspapiers, das ein Sicherheitselement einschließt.

Die Europäische Patenschrift EP-A-0 166 189 beschreibt eine Technik zur Papierherstellung durch gleichzeitige Drainage durch einen rotierenden Zylinder und einen äußeren Draht, sie beschreibt jedoch keine Technik zur Herstellung von gefenstertem Papier.

Die Britischen Patentschriften GB-A-1 552 853 und GB-A-1 604 463 beschreiben ein gefenstertes Sicherheitspapier, wobei in dem Papier eine Sicherheitsvorrichtung eingebettet ist. Die Fenster werden mit einem Laser gebrannt, mechanisch geschnitten oder mit Schleifmitteln erzeugt, wobei das Verfahren mehrstufige Prozesse umfaßt, die teuer und zeitaufwendig sind.

Die Europäische Patentschrift EP-A-0 059 056 bezieht sich ebenfalls auf ein Verfahren zur Herstellung solcher gefensterter Sicherheitspapiere. In der Beschreibung wird ein Verfahren zur Abscheidung von Fasern auf dem Maschenzylinder einer Zylinderform-Papierherstellungsmaschine, die in einer Wanne mit Fasern zur Papierherstellung rotiert. Ein langgestreckter Sicherheitsfaden wird mit dem erhöhte Teile aufweisenden Zylinder in Kontakt gebracht, so daß der Faden über den erhöhten Teilen liegt, während die Fasern anfangen, sich auf dem Zylinder abzuscheiden. Es werden kontinuierlich Fasern auf dem Zylinder abgeschieden, oberhalb des Fadens und auch unterhalb des Fadenniveaus, außer dort, wo dieser in Kontakt mit den erhöhten Teilen steht. Ein Nachteil dieser herkömmlichen Technik ist, daß bei dem üblicherweise bei Banknotenpapier verwendeten Stoffbereich (78 bis 90 g/m²) und Herstellungsgeschwindigkeiten (20 bis 80 m/min), die Breite des Sicherheitsfadens, der in das Papier eingearbeitet werden kann, auf weniger als 3 mm begrenzt ist. Bei einer größeren Breite werden zuwenig Fasern hinter dem Faden abgeschieden, da die Papierbildung durch den Zylinder erfolgt, auf den der Faden gelegt wird und diese Abscheidung nicht wirksam über die gesamte Breite eines breiten Sicherheitsfadens erfolgen kann.

Bei dem nach diesem Verfahren erzeugten Papier liegt der Faden an einer Oberfläche des Papiers dort frei, wo der Faden einen erhöhten Teil kontaktiert hat, und ist auf der anderen Seite des Papiers durchdehend bedeckt.

Die EP-A-0 229 645 beschreibt weiterhin ein Verfahren zur Kombination von zwei nassen Papierlagen mit Bereichen mit wenig oder keinen Fasern in einer oder mehreren der Papierlagen, und zur Aufnahme eines Sicherheitselements in das Papier, so daß das unter der Schicht oder den Schichten eingebettete Sicherheitselement an Fensterteilen im fertigen Blatt freiliegt.Dies erfordert jedoch eine sehr präzise seitliche Ausrichtung zwischen der Vorrichtung zum Einarbeiten des Sicherheitselements und den vorgeformten Bereichen mit wenig oder keinen Fasern; eine solche Deckung ist in der Praxis äußerst schwer zu erzielen.

Die amerikanische Patentantschrift US-A-4 534 398 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Sicherheitspapier, das eine Reihe von unterschiedlichen Sicherheitselementen einschließt, die in eine auf einem sich bewegendem Draht vom Fourdriniertyp erzeugte Bahn aus nassen Papierfasern gepreßt werden. Die einzelnen Sicherheitselemente werden auf ein Trägerpapier aufgebracht, das beim Kontakt mit den nassen Grundfasern einige Fasern und Wasser im Trägerpapier nach oben ziehen, um ein Verbundpapier zu erzeugen. Diese Beschreibung offenbart keine Vorrichtung, um ein durchgehendes Sicherheitselement in Fenstern auf einer Seite des Blattes freizulegen.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, die vorgenannten Nachteile zu überwinden und ein Verfahren zur Herstellung gefensterter Blattmaterialien und Sicherheitspapiere bereitzustellen, die ein langgestreckes Sicherheitselement einschließen, wobei Modifikation einer Papierherstellungsvorrichtung, wie einer Fourdriniermachine, verwendet werden.

(Die Erfindung betrifft ein) Verfahren zur Herstellung eines Blattes aus Material, in welchem im allgemeinen ein zusammenhängendes langgestrecktes Sicherheitselement inkorporiert ist, das mindestens im wesentlichen an Fenstern in einer Oberfläche des Blattes an einer Vielzahl von beabstandeten Stellen freiliegt, wobei das Verfahren [folgende] Schritte umfaßt: Abscheidung einer wäßrigen Fasermasse, enthaltend ein Gemisch aus Wasser und Fasern auf einer Trägeroberfläche und Einführung des Sicherheitselements unter Zug in die abgeschiedene Fasermasse, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man das Sicherheitselement mit einer drehbaren Einbettungseinrichtung in Kontakt bringt, die eine Vielzahl von beabstandeten erhöhten Teilen mit dazwischenliegenden Vertiefungen enthält, wobei die Vertiefungen durch die Seiten der angrenzenden erhöhten Teile und eine Basis definiert sind, wobei das Sicherheitselement veranlaßt wird, quer zu angrenzenden erhöhten Teilen zu liegen, die über den dazwischenliegenden Vertiefungen liegen, und daß die Einbettungs einrichtung gedreht wird, um die Einführung des Sicherheitselements in die Fasermasse zu bewirken, so daß die Fasern veranlaßt werden, in die Vertiefungen, insbesondere zwischen das Sicherheitselement und die Basis der Vertiefungen zu gehen, um an einer Vielzahl von beabstandeten Stellen Brücken zu bilden, die das Sicherheitselement zwischen benachbarten Fenstern bedecken, und das weiterhin dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Trägeroberfläche in einer im wesentlichen linearen Richtung bewegt und daß die an das langgestreckte Sicherheitselement angelegte Spannung den Kontakt des Sicherheitselements mit den erhöhten Teilen der Einbettungseinrichtung aufrechterhält, um zu verhindern, daß die Fasern nennenswert zwischen die erhöhten Teile und das darüberliegende Sicherheitselement eindringen.

Unter anderem erlaubt die vorliegende Methode die Herstellung von Banknotenpapier mit breiten gefensterten Sicherheitsfäden bei höheren Geschwindigkeiten, als es bei Anwendung der Methoden des Standes der Technik möglich ist.

Die bevorzugte erfindunggemäße Ausführungsform umfaßt ein Verfahren zur Herstellung eines Blattes aus Materieal, in welchem im allgemeinen ein zusammenhängendes Sicherheitselement enthalten ist, das mindestens im wesentlichen an Fenstern in einer Oberfläche des Blattes an einer Vielzahl von beabstandeten Stellen freiliegt, wobei das Verfahren [folgende] Schritte umfaßt: Abscheidung von Fasern auf einem sich kontinuierlich bewegendem gelochten Träger, Bereitstellung eines zusammenhängendem Sicherheitelements, so daß es über einem drehbarem Zylinder liegt, wobei der Zylinder mehrere beabstandete erhöhte Teile mit dazwischenliegenden Vertiefungen aufweist, Drehen des Zylinders in Kontakt mit den abgeschiedenen Fasern, um zwischen dem Zylinder und dem Trägerdraht Druck auszuüben, wodurch das Sicherheitselement in die Fasern gepreßt wird, so daß einige Fasern in die Vertiefungen zwischen dem Sicherheitselement und dem Zylinder eindringen, und das Sicherheitselement von Fasern bedeckt ist, und wobei praktisch verhindert wird, daß Fasern nennenswert zwischen die erhöhten Teile und das darüberliegende Sicherheitselement eindringen.

Eine Papierherstellungsmaschine zur Herstellung von Blättern aus Papier, in welchen im allgemeinen ein langgestrecktes Sicherheitselement inkorporiert ist, das mindestens im wesentlichen an Fenstern in einer Oberfläche des Blattes an einer Vielzahl von beabstandeten Stellen freiliegt, enthält eine Trägeroberfläche, auf der eine wäßrige Fasermasse, die ein Gemisch aus Wasser und Fasern enthält, abgeschieden wird, und eine Einrichtung zum Einführen des Sicherheitselements unter Spannung in die abgeschiedene Fasermasse, und ist gekennzeichnet durch eine drehbare Einbettungseinrichtung, die eine Vielzahl von beabstandeten erhöhten Teilen mit dazwischenliegenden Vertiefungen enthält, wobei die Vertiefungen durch die Seiten der angrenzenden erhöhten Teile und eine Basis definiert sind, eine Einrichtung, mit der das Sicherheitselement dazu veranlaßt wird, quer zu den angrenzenden erhöhten Teilen der Einbettungseinrichtung zu liegen, die über den dazwischenliegenden Vertiefungen liegen, wobei durch die Drehung der Einbettungseinrichtung die Einführung des Sicherheitselements in die Fasermasse bewirkt wird, so daß die Fasern veranlaßt werden, in die Vertiefungen, insbesondere zwischen das Sicherheitselement und die Basis der Vertiefungen zu gehen, um an einer Vielzahl von beabstandeten Stellen Brücken zu bilden, die das Sicherheitselement zwischen angrenzenden Fenstern bedecken;sie ist weiterhin gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Bewegen der Trägeroberfläche in einer im wesentlichen linearen Richtung, und eine Einrichtung zum Anlegen einer Spannung an das langgestreckte Sicherheitselement, so daß sie den Kontakt des Sicherheitselements mit den erhöhten Teilen der Einbettungseinrichtung aufrechterhält, um zu verhindern, daß die Fasern nennenswert zwischen die erhöhten Teile und das darüberliegende Sicherheitselement eindringen.

Die Erfindung wird nun anhand von Beispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert, worin darstellen:

Fig. 1 einen schematischen Schnitt (nicht maßstabsgetreu) durch eine modifizierte Fourdrinier-Papiermaschine beim normalen Betrieb, wobei ein Sicherheitsfaden in das in der Herstellung befindliche Papier eingeführt wird;

Fig. 2 eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines in der Maschine von Fig. 1 verwenteten Zylinders;

Fig. 3 eine Ansicht einer fertigen Banknote mit einer eingearbeiteten Sicherheitsvorrichtung, die aus dem mit der Maschine von Fig. 1 erzeugten Papier hergestellt wurde;

Fig. 4 einen vergrößerten Teil des Querschnittes durch die Banknote von Fig. 3 entlang der Linie IV-IV von Fig. 3;

In den Figg. 1 und 2 ist eine modifizierte Papierherstellungsmaschine 10 vom Fourdriniertyp dargestellt. Die Maschine 10 weist einen endlosen gelochten Trägerdraht 11 auf, der durch eine geeignete Anordnung von Rollen oder anderen Träger- und Antriebsvorrichtungen (nicht dargestellt) gestützt und in Richtung der Pfeile A angetrieben wird. Ein Aufgabebehälter 12, der wäßrige Fasermasse enthält, befindet sich neben dem Draht 11 und hat eine Mündung oder einen Schlitz 13, der sich oberhalb des Drahtes 11 befindet, um eine kontinuierliche, verhältnismäßig gleichmäßige Versorgung des sich bewegenden Drahtes 11 mit der wäßrigen Fasermasse aufrecht zu erhalten.

Ein Zylinder 14 ist oberhalb des Drahtes 11 angeordnet und wird durch geeignete Vorrichtungen (nicht dargestellt) angetrieben, um sich in die Richtung des Pfeils B zu drehen. Der Zylinder 14 ist mit einem porösen Drahtnetz 15 bedeckt, in das Teile 16 geprägt sind, die in Bezug auf umgebende Niveau des Drahtnetzes 15 erhöht sind. Die Vertiefungen 17 zwischen den erhöhten Teilen 16 können (müssen jedoch nicht) tatsächlich gegenüber dem umgebendem Drahtnetz 15 vertieft sein, in Abhängigkeit von der Oberflächengestaltung des Endproduktes. Die erhöten Teile 16 und die Vertiefungen 17 erstrecken sich typischerweise, jedoch nicht ausschließlich, über 6 bis 30 mm in einer Richtung parallel zu der Achse des Zylinders 14 und über 1 bis 15 mm in der Richtung des Umfangs. Die tatsächlichen Größen der erhöhten Teile 16 und der Vertiefungen 17 werden durch die geforderte Größe der Fenster im erhaltenem Papier bestimmt. Gegebenenfalls kann das Drahtnetz 15 auch eine zusätzliche Prägung 18 aufweisen, z.B. in Form eines menschlichen Portraits, wodurch in dem gewünschten fertigen Papier eine Art Wasserzeichen erzeugt wird.

Dort, wo der Draht 11 unter dem Zylinder 14 durchläuft, folgt der Draht 11 einem gekrümmten Weg, um der Krümmung des Zylinders 14 zu folgen.

Das zusammenhängende flexible Sicherheitselement in Form eines Streifens oder Fadens 20, der in das Papier eingebettett werden soll, hat im allgemeinen einen gleichmäßigen Aufbau und eine gleichmäßige Dicke. Ein solcher Faden 20 ist typischerweise aus Polyester mit einer Dicke von 12 Mikrometer, der unter Vakuum auf einer oder beiden Seiten mit Aluminium metallisiert und auf einer dieser Seiten mit einem Schutz- und/oder Klebematerial beschichtet ist. Selbstverständlich können je nach dem gewünschten Endeffekt auch andere Gestaltungen oder Zusammensetzungen verwendet werden. Der bevorzugte Sicherheitsstreifen oder -faden ist typischerweise, jedoch nicht ausschließlich, 2 bis 10 mm breit, vorzugsweise 2 bis 5 mm, und insbesondere 4 mm breit. Die tatsächliche Größe hängt von der erforderlichen Wirkung ab. Der Sicherheitsfaden kann in bestimmten Fällen breiter als 10 mm sein. Der Faden 20 wird über eine Spule 21 über einen Führungsmechanismus 22 in Richtung des Pfeils C zugeführt. Die Führungseinrichtung 22 ist so angeordnet, daß der Faden 20 mit den erhöhten Teilen 16 des Drahtnetzes 15 oberhalb des Niveaus des herzustellenden Papiers in Kontakt tritt und die Spannung des Fadens aufrecht erhält.

Beim Betrieb wird wäßrige Fasermasse aus einem Vorrat 23 über die Mündung 13 des Aufgabebehälters 12 zugeführt, um eine im allgemeinen gleichmäßig abgeschiedene Schicht der Fasermasse 24 zu erzeugen. Es dringt Wasser aus der Schicht der abgeschiedenen Masse 24 durch die Löcher in dem Draht 11, wodurch die auf dem Draht 11 abgeschiedenen Fasern zurückbleiben, so daß die Ausbildung des Papierblattes beginnt. Während der Draht 11 unter dem rotierendem Zylinder 14 durchläuft, drücken die erhöhten Teile 16 des Zylinders 14 den damit in Kontakt stehenden darüberliegenden Faden 20 in die Faserschicht 24 hinein. Dadurch werden einige der Fasern in der gerade entwässerten Papierschicht 24 verschoben und durch den Druck zwischen dem Zylinder 14 und dem gelochten Draht 11 in die Vertiefungen 17 des Zylinders zwischen dem Sicherheitsfaden 20 und dem Drahtnetz 15 gedrückt. Die Fasern sind jedoch nicht in der Lage, an den erhöhten Teilen 16 zwischen dem Faden 20 und dem Drahtnetz einzudringen.

Die Entwässserung der Papierschicht 24 setzt sich durch die Löcher des Trägerdrahtes 11 fort. Gegebenenfalls findet eine weitere Entwässerung durch das den Zylinder 14 bedeckende Drahtnetz 15 statt, obwohl es erforderlich sein kann, diese Entwässerung durch ein Vakuumextraktionnssystem in dem Bereich zu unterstützen, wo der Zylinder 14 mit der Schicht 24 in Kontakt steht.

Da es erforderlich ist, das Auftreten von Fasern zwischen den erhöhten Teilen 16 und dem Faden 20 zu verhindern, muß der anfängliche Kontakt des Fadens 20 auf den erhöhten Teilen 16 stattfinden, bevor die erhöhten Teile 16 mit der Faserschicht 24 in Kontakt kommt. Dadurch, daß der Faden 20 unter die richtige Spannung gesetzt wird, wird sichergestellt , daß dieser Kontakt aufrechterhalten wird und das ungewollte Eindringen von Fasern entsprechend verhindert wird.

Während das halbfertige Papier auf dem Draht 11 den Zylinder 14 verläßt, liegt der Sicherheitsfaden 20 nur an einer Seite in Bereichen oder Fenstern 26 frei, die zuvor mit den erhöhten Teilen 16 in Kontakt waren, ist jedoch in dazwischenliegenden Bereichen 27 bedeckt. Die andere Seite des Fadens 20 ist vollständig mit Fasern bedeckt. Die Entwässerung und Verfestigung des Papierblattes setzt sich fort, und der Papierherstellungsprozess wird durch herkömmliche Preß- und Trockenvorrichtungen vervollständigt. Danach wird das erhaltene Papier zur nachfolgenden Endbearbeitung und zum Drucken zu Papierbahnen aufgewickelt. Das fertige Papier kann zu einer Banknote verarbeitet werden, wie sie in Fig. 3 dargestellt ist, mit Bereichen 26 auf einer Seite, an denen der Sicherheitsfaden 20 zwischen den Bereichen 27 freiliegt, an denen er bedeckt ist. Auf der anderen Seite der Banknote (nicht dargestellt) ist der Faden 20 vollständig von den Fasern eingeschlossen.

Bei Verwendung der in dieser Beschreibung offenbarten Technik ist es möglich, ein Banknotenpapier mit einem breiteren Sicherheitsfaden (3 mm oder mehr) herzustellen, als dies mit der Technik nach der EP-A-0059056 möglich ist. Zunächst ist der zwischen dem rotierendem Zylinder 14 und dem gelochten Draht 11 erzeugte Druck ausreichend, um Fasern zwischen einen breiten Sicherheitsfaden 20 und die Vertiefungen 17 zu drücken, so daß eine vollständige Bedeckung der Bereiche 27 zwischen den Fenstern 26 mit Fasern sichergestellt ist. Weiterhin ist, da das Papier im wesentlichen durch Entwässerung durch den gelochten Draht 11 vor und während der Einbettung des Sicherheitsfadens gebildet wird, der Faden auf der gegenüberliegenden Seite des Blattes (28) vollständig mit Fasern bedeckt.

Die folgenden weiteren Modifikationen können an der Maschine vorgenommen werden.

Nach einer alternativen Ausführungsform enthalten die erhöhten Teile 16 auf dem Zylinder 14 eine wasserundurchlässige Substanz, wie flexiblen Gummi, der mit dem Drahtnetz 15 verbunden ist. Alternativ sind die erhöhten Teile 16 teilweise durchlässig und teilweise undurchlässig.

Nach einer anderen alternativen Ausführungsform kann der Aufgabebehälter 12 sehr nahe an den Walzenspalt zwischen dem rotierendem Zylinder 14 und dem gelochten Draht 11 angebracht werden, um die wäßrige Masse 23 direkt in den Spalt einzuführen. Weiterhin können der Trägerdraht 11, der rotierende Zylinder 14 oder beide parallel zur Achse des Zylinders 14 seitlich geschüttelt werden, um die Papierbildung ähnlich wie bei einer herkömmlichen Fourdriniermaschine zu unterstützen. Falls geschüttelt wird, werden vorzugsweise der Draht 11 und der Zylinder 14 zusammen in Phase geschüttelt. Typischerweise wird der Führungsmechanismus 22 für den Sicherheitsstreifen 20 einer kontrollierten seitlichen Oszillation relativ zum Draht 11 und dem rotierenden Zylinder 14 unterworfen, um die Position des Sicherheitsstreifens in dem fertigen Papier zu oszillieren. Dabei handelt es sich um eine herkömmliche Prozedur, die durchgeführt wird, um eine Verspannung des Papierbahnen oder des Blattstapels durch den Einschluß des Sicherheitfadens 20 zu minimieren, die typischerweise die Gesamtdicke des Papiers im Bereich des Fadens erhöht.

Vorzugsweise erstreckt sich der Zylinder 14 über die gesamte Breite der Papiermaschine und des Drahtes 11. Derselbe Zylinder kann mehrere Gruppen von erhöhten Teilen 16 entsprechend der Anzahl der über die Breite der Papierbahn erforderlichen Anzahl von Sicherheitsfäden 20, enthalten.

Alternativ kann der Zylinder 14 in axialer Richtung wesentlich schmäler sein und kann im wesentlichen die gleiche Breite wie die erhöhten Teile 16 aufweisen. Nach dieser Ausführungsform können über die Breite der Maschine mehrere Zylinder 14 verwendet werdem, wobei jeder eine Reihe von erhöhten Teilen 16 aufweist.

Nach einer weiteren Variante sind zwei oder mehrere Zylinder 14 über die Breite der Maschine angeordnet, wobei jeder einige Reihen von erhöhten Teilen 16 aufweist.

Die nach dieser Taechnik zur Papierherstellung verwendeten Fasern können natürliche (z.B. Baumwolle, Leinen, Holz) oder synthetische (z.B. Polyester, Viscose, Nylon, Polyvinylalkohol) oder ein Gemisch aus natürlichen und synthetischen Fasern darstellen.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Herstellung eines Blattes aus Material, in welchem im allgemeinen ein zusammenhängendes langgestrecktes Sicherheitselement (20) inkorporiert ist, das mindestens im wesentlichen an Fenstern (26) in einer Oberfläche des Blattes an einer Vielzahl von beabstandeten Stellen freiliegt, wobei das Verfahren [folgende] Schritte umfaßt: Abscheidung einer wäßrigen Fasermasse (23), enthaltend ein Gemisch aus Wasser und Fasern auf einer Trägeroberfläche (11) und Einführung des Sicherheitselements (20) unter Zug in die abgeschiedene Fasermasse (23), dadurch gekennzeichnet, daß man das Sicherheitselement (20) mit einer drehbaren Einbettungseinrichtung (14) in Kontakt bringt, die eine Vielzahl von beabstandeten erhöhten Teilen (16) mit dazwischenliegenden Vertiefungen (17) enthält, wobei die Vertiefungen (17) durch die Seiten der angrenzenden erhöhten Teile (16) und eine Basis definiert sind, wobei das Sicherheitselement (20) veranlaßt wird, quer zu angrenzenden erhöhten Teilen (16) zu liegen, die über den dazwischenliegenden Vertiefungen (17) liegen, und daß die Einbettungseinrichtung (14) gedreht wird, um die Einführung des Sicherheitselements (20) in die Fasermasse (23) zu bewirken, so daß die Fasern veranlaßt werden, in die Vertiefungen (17), insbesondere zwischen das Sicherheitselement (20) und die Basis der Vertiefungen (17) zu gehen, um an einer Vielzahl von beabstandeten Stellen Brücken zu bilden, die das Sicherheitselement (20) zwischen benachbarten Fenstern (26) bedecken, weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß man die Trägeroberfläche (11) in einer im wesentlichen linearen Richtung bewegt und daß die an das langgestreckte Sicherheitselement (20) angelegte Spannung den Kontakt des Sicherheitselements (20) mit den erhöhten Teilen (16) der Einbettungseinrichtung (14) aufrechterhält, um zu verhindern, daß die Fasern nennenswert zwischen die erhöhten Teile (16) und das darüberliegende Sicherheitselement (20) eindringen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, enthaltend den weiteren Schritt, bei dem das langgestreckte Sicherheitselement (20) mit den erhöhten Teilen (16) in Kontakt gebracht wird, bevor es mit der Fasermasse (23) in Kontakt kommt.

3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die Einbettungseinrichtung (14) einen sich drehenden Drahtmaschenzylinder (15) enthält, der die beabstandeten erhöhten Teile (16) gegenüber den angrenzenden Bereichen der Oberfläche des Zylinders (15) erhöht hält.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die Fasermasse (23) kontinuierlich auf der Trägeroberfläche (11) abgeschieden wird, die auf einem zusammenhängenden Weg unterhalb der Einbettungseinrichtung (14) bewegt wird, um ein Blatt zu bilden, das kontinuierlich von der Trägeroberfläche (11) entfernt wird, und worin das Sicherheitselement (20) kontinuierlich mit der Einbettungseinrichtung (14) in Kontakt gebracht wird.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die Trägeroberfläche (11) ein zusammenhängendes Drahtnetz enthält, das die Drainage von Wasser aus der darauf angeordneten Fasermasse (23) ermöglicht.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die Trägeroberfläche (11) abgesenkt ist, wenn sie unter der Einbettungseinrichtung (14) verläuft.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die erhöhten Teile (16) wasserdurchlässig oder wasserundurchlässig sind oder eine Kombination von beiden darstellen.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin das Wasser durch Vakuumextraktion aus der Fasermasse (23) entfernt wird.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die Einbettungseinrichtung weiterhin eine Anzahl von Gruppen von erhöhten Teilen (16) und eine gleiche Anzahl von diesen zugeführten Sicherheitselementen (20) enthält.

10. Verfahren nach Anspruch 1, worin die Fasern der Fasermasse (23) aus natürlichen Fasern, synthetischen Fasern oder einer Kombination von beiden bestehen.

11. Papierherstellungsmaschine (10) zur Herstellung von Blättern aus Papier, in welchen im allgemeinen ein langgestrecktes Sicherheitselement (20) inkorporiert ist, das mindestens im wesentlichen an Fenstern (26) in einer Oberfläche des Blattes an einer Vielzahl von beabstandeten Stellen freiliegt, enthaltend eine Trägeroberfläche (11), auf der eine wäßrige Fasermasse (23), die ein Gemisch aus Wasser und Fasern enthält, abgeschieden wird, und eine Einrichtung (14) zum Einführen des Sicherheitselements unter Spannung in die abgeschiedene Fasermasse (23), gekennzeichnet durch eine drehbare Einbettungseinrichtung (14), die eine Vielzahl von beabstandeten erhöhten Teilen (16) mit dazwischenliegenden Vertiefungen (17) enthält, wobei die Vertiefungen (17) durch die Seiten der angrenzenden erhöhten Teile (16) und eine Basis definiert sind, eine Einrichtung (22), mit der das Sicherheitselement dazu veranlaßt wird, quer zu den angrenzenden erhöhten Teilen (16) der Einbettungseinrichtung (14) zu liegen, die über den dazwischenliegenden Vertiefungen (17) liegen, wobei durch die Drehung der Einbettungseinrichtung (14) die Einführung des Sicherheitselements (20) in die Fasermasse (23) bewirkt wird, so daß die Fasern veranlaßt werden, in die Vertiefungen (17), insbesondere zwischen das Sicherheitselement (20) und die Basis der Vertiefungen (17) zu gehen, um an einer Vielzahl von beabstandeten Stellen Brücken zu bilden, die das Sicherheitselement (20) zwischen angrenzenden Fenstern (26) bedecken, weiterhin gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Bewegen der Trägeroberfläche (11) in einer im wesentlichen linearen Richtung, und eine Einrichtung (21, 22) zum Anlegen einer Spannung an das langgestreckte Sicherheitselement (20), so daß sie den Kontakt des Sicherheitselements (20) mit den erhöhten Teilen (16) der Einbettungseinrichtung (14) aufrechterhält, um zu verhindern, daß die Fasern nennenswert zwischen die erhöhten Teile (16) und das darüberliegende Sicherheitselement (20) eindringen.

12. Papierherstellungsmaschine (10) nach Anspruch 11, worin die Einbettungseinrichtung (14) einen sich drehenden Drahtmaschenzylinder (15) enthält, der die beabstandeten erhöhten Teile (16) gegenüber angrenzenden Bereichen der Oberfläche des Zylinders (15) erhöht hält.

13. Papierherstellungsmaschine (10) nach Anspruch 11 oder 12, worin die Trägeroberfläche (11) ein zusammenhängendes Drahtnetz enthält, das die Drainage von Wassers aus der darauf angeordneten Fasermasse (23) ermöglicht.

14. Papierherstellungsmaschine (10) nach einem der Ansprüche 11 bis 12, worin die Trägeroberfläche (11) abgesenkt ist, wenn sie unter der Einbettungseinrichtung (14) verläuft.

15. Papierherstellungsmaschine (10) nach einem der Ansprüche 11 bis 14, worin die erhöhten Teile (16) wasserdurchlässig oder wasserundurchlässig sind oder eine Kombination von beiden darstellen.

16. Papierherstellungsmaschine (10) nach einem der Ansprüche 12 bis 15, worin die Einbettungseinrichtung (14) weiterhin eine Anzahl von Gruppen von erhöhten Teilen (16) und eine gleiche Anzahl von diesen zugeführten Sicherheitselementen (20) enthält.







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