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Dokumentenidentifikation DE69215911T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0496394
Titel Schutzvorrichtung für Spinndüsen
Anmelder BASF Corp., Parsippany, N.J., US
Erfinder Hodan, John A., Arden, NC 28704, US
Vertreter H. Weickmann und Kollegen, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69215911
Vertragsstaaten CH, DE, FR, GB, IT, LI, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 23.01.1992
EP-Aktenzeichen 921010815
EP-Offenlegungsdatum 29.07.1992
EP date of grant 18.12.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse D01D 4/00

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Diese Erfindung bezieht sich allgemein auf eine Vorrichtung zum Erzeugen synthetischer Fasern oder Fäden unter Verwendung einer Spinndüsenvorrichtung. Spezieller bezieht sich diese Erfindung auf einen Aufbau zum Überdecken der flußabwärtigen Seite einer Spinndüsenplatte mit einem Fluid als Überdeckmedium, wie z.B. ein inertes Gas.

Es ist bekannt, daß das Überdecken der Oberfläche einer Spinndüsenvorrichtung mit gewissen Fluiden einen Schmelzspinvorgang verbessern wird, indem das Ansammeln von faserbildendem Material auf der Spinndüsenvorrichtungsoberfläche um jede Extrusionsöffnung verhindert wird, wodurch die Spinnleistung verbessert und die Zeit zwischen Abwischvorgängen der Spinndüsenvorrichtung verlängert wird. Das US-Patent Nr. 4> 301,101 von Bachmann et al. beschreibt den fortwährenden Einsatz eines flüssigen Appreturmittels, wie etwa ein Silikonöl, an der Spinndüsenvorrichtungsoberfläche. Das US-Patent Nr. 3,229,330 von Ferner et al. beschreibt das Überdecken der Oberfläche der Spinndüsenvorrichtung mit überhitztem Dampf. Die Verwendung von Dampf als eine Substanz, die eine "Depolymerisationswirkung" auf an dem Rand der Düsenöffnung gebildeten Ablagerungen aufweist, ist im US-Patent Nr. 4,124,666 von Wilhelm et al. vorgeschlagen. Andere haben die Verwendung eines Gases, das zu dem Faden inert ist, beschrieben (siehe US-Patent Nr. 3,814,559 von Akers et al., US-Patent Nr. 3,398,429 von Dickson, US-Patent Nr. 3,761,559 von Heckrotte et al. und US-Patent Nr. 2,252,689 von Bradshaw).

Die bisher verwendeten Aufbauten zur Zufuhr dieser verschiedenen Fluide sind kompliziert und weisen typischerweise Kanäle oder Leitungen auf, die durch die Wände mehrerer Komponenten (wie etwa die Dosier-, Verteilungs- und Spinndüsenplatten) des Spinndüsenaufbaus hindurchgehen, bevor das Fluid schließlich an der Oberfläche der Spinndüsenvorrichtung freigegeben wird. (Siehe z.B. die oben zitierten Patente von Ferner et al., Heckrotte et al. und Akers et al.).

Herkömmliche Überdeckvorrichtungen sehen typischerweise einen gerichteten Fluidfluß nur vom Rand einer Gruppe von Spinnöffnungen der Spinndüsenvorrichtung vor. Diese Vorrichtungen können die Zufuhr einer gleichmäßigen Fluiddecke, die sich nicht mit den erzeugten Fäden stören wird, nicht gewährleisten.

Die US-A-4,124,666 offenbart zwei verschiedene Ausführungsformen eines Aufbaus zum Überdecken der stromabwärtigen Basis einer Spinndüsenvorrichtung mit einem Fluid.

Gemäß einer ersten Ausführungsform weist die Spinndüsenvorrichtung drei Reihen von Spinnöffnungen und vier in die Spinndüsenvorrichtung eingelassene Dampfkanäle auf, wobei jede Reihe von Spinnöffnungen zwischen zwei der Dampfkanäle angeordnet ist. Jeder Dampfkanal ist durch einen jeweiligen Stab abgedeckt. Die Stäbe und die Spinndüsenvorrichtung begrenzen longitudinale Schlitze auf beiden Seiten der Spinnöffnungsreihen, die es ermöglichen, Dampf als Überdeckfluid durch die Kanäle und die Schlitze zu den drei Spinnöffnungsreihen als Überdeckfluid zuzuführen.

Dementsprechend wird der Dampf zu den Öffnungen einer Reihe über die benachbarten Schlitze von zwei gegenüberliegenden Seiten gemeinsam zugeführt.

Die zweite in der US-A-4,124,666 offenbarte Ausführungsform eines Aufbaus zum Überdecken der stromabwärtigen Oberfläche einer Spinndüsenvorrichtung mit einem Fluid entspricht dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Das Mittel zur Zufuhr von Fluid zu dem Durchgangsloch umfaßt eine Dampfkammer, die zwischen der Spinndüsenvorrichtung und der Platte gebildet ist, wobei die Durchgangslöcher mit der Dampfkammer in Verbindung stehen.

Eine Aufgabe der Erfindung liegt darin, eine Vorrichtung zur Zufuhr eines Überdeckmediums zu der stromabwärtigen Seite der Spinndüsenvorrichtung bereitzustellen, um eine Ansammlung des Materials, das versponnen wird, an dem Rand der Spinnöffnung zu vermeiden.

Ferner liegt eine Aufgabe der Erfindung darin, eine Spinndüsenvorrichtungsüberdeckeinrichtung bereitzustellen, die einfach, kostengünstig und leicht herstellbar ist.

Eine Aufgabe der Erfindung liegt ferner darin, eine Spinndüsenvorrichtungsüberdeckeinrichtung bereitzustellen, die jedem Durchgangsloch Überdeckmedium einzeln zuführen kann, so daß die Verteilung des Überdeckmediums zwischen den Durchgangslöchern beeinflußt werden kann.

Diese Aufgaben und andere Vorteile werden durch den Aufbau mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht, der Aufbau umfassend eine Platte, auch als Überdeckplatte bezeichnet, die benachbart der stromabwärtigen Seite einer Spinndüsenvorrichtung angeordnet ist. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 10 beansprucht. Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum überdecken der stromabwärtigen Seite einer Spinndüsenvorrichtung mit einem Fluid, wie in Anspruch 11 beansprucht. Die Überdeckplatte enthält darin ausgebildete Kanäle, die erhabene Bereiche an der Überdeckplatte definieren. Die erhabenen Bereiche berühren die Spinndüsenvorrichtung zwischen und um die Spinnöffnungen und bilden eine Dichtung, wenn die Platte benachbart der Austrittsoberfläche der Spinndüsenvorrichtung eng anliegend angeordnet ist. Die Überdeckplatte weist Durchgangslöcher auf, die in den Kanälen der Platte ausgebildet sind. Die Durchgangslöcher entsprechen nach Anzahl und Ort der Anzahl und dem Ort der Spinnöffnungen an der Spinndüsenvorrichtung.

Dieser Aufbau ist wirksam, eine Ansammlung des Materials, das versponnen wird, an den Rändern der Spinnöffnungen zu vermeiden. Aufgrund seiner Einfachheit kann die Überdeckplatte leicht und kostengünstig hergestellt werden.

Das Überdeckmedium wird zu den Kanälen zugeführt und fließt durch diese zu den Durchgangslöchern, die die Spinnöffnungen auf der Oberfläche der Spinndüsenvorrichtung vollständig umgeben. Deshalb wird ein Überdeckmediumfluß bereitgestellt, der jede Spinnöffnung vollständig umgibt. Die Spinndüsenvorrichtungsüberdeckeinrichtung liefert eine Überdeckmediumsdecke, ohne sich mit der Extrusion der Fäden, die erzeugt werden, zu stören.

Da die Durchgangslöcher in den Kanälen der Platte angeordnet sind, kann die Verteilung des Überdeckmediums zwischen den Durchgangslöchern beeinflußt werden, z.B. indem die Breite der Kanäle angepaßt wird.

Optional kann ein benachbart der stromabwärtigen Seite der Überdeckplatte angeordneter Halterahmen verwendet werden, um die Überdeckplatte in ihrer Position an der Spinndüsenvorrichtung zu halten, was es vereinfacht, die Überdeckplatte an der Spinndüsenvorrichtung zu befestigen.

Der hier zur Beschreibung der Position von zwei Elementen verwendete Begriff "benachbart" schließt sowohl Anordnungen ein, bei denen andere Platten oder Elemente zwischen den beiden Elementen angeordnet sein können, als auch Anordnungen, bei denen die beiden Elemente unmittelbar aufeinanderfolgen.

Die vorliegende Erfindung wird nun hiernach näher mit Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in denen veranschaulichende Ausführungsformen der Erfindung gezeigt sind. Die Erfindung kann allerdings in vielen verschiedenen Formen ausgeführt werden und die Erfindung sollte nicht so aufgefaßt werden, daß sie auf die hier bekanntgemachten speziellen Ausführungsformen beschränkt ist. Der Anmelder stellt diese Ausführungsformen vielmehr bereit, so daß diese Offenbarung genau und vollständig ist und dem Fachmann den Bereich der Erfindung vollständig vermitteln wird.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Figur 1 ist eine Draufsicht auf die strortiaufwärtige Seite der Überdeckplatte der Erfindung;

Figur 2 ist eine vergrößtere Querschnitts-Teilansicht der Überdeckplatte der Erfindung nach Schnitt A-A in einer Position an einer Spinndüsenplatte; und

Figur 3 ist eine perspektivische Explosionsansicht einer alternativen Ausführungsform der Erfindung.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Es wird nun auf die Zeichnungen Bezug genommen. Figur 1 zeigt die stromaufwärtige Seite der Überdeckplatte 10 der Erfindung. In der Überdeckplatte 10 sind unter Verwendung bekannter Techniken, wie z.B. Atzen, Kanäle 15 ausgebildet. Die Kanäle 15 definieren erhabene Bereiche 16 einschließlich eines Abdichtrandes 17. Wie am besten in Figur 2 zu sehen, begrenzen die Kanäle 15, wenn die Überdeckplatte 10 benachbart der stromabwärtigen Austrittsfläche einer Spinndüsenvorrichtung in Form einer Spinndüsenplatte 5 unmittelbar auf diese folgend angeordnet ist, einen Raum 19 zwischen der Spinndüsenplatte 5 und der Überdeckplatte 10.

Zu der stromaufwärtigen Seite der Überdeckplatte 10 wird über Einlaßöffnungen 13 Überdeckmedium zugeführt. Das Überdeckmedium füllt den Raum 19 zwischen der Spinndüsenplatte 5 und der Überdeckplatte 10. Die erhabenen Bereiche 16 und der erhabene Dichtungsrand 17 berühren dichtend die stromabwärtige Austrittsseite der Spinndüsenplatte 5, so daß der Weg, dem das Überdeckmedium folgt, reguliert ist.

In den Kanälen 15 der Überdeckplatte 10 sind Durchgangslöcher 12 ausgebildet, die nach Anzahl und Ort der Anzahl und dem Ort der Düsenöffnungen 6 an der Spinndüsenplatte 5 entsprechen. Die Durchgangslöcher 12 erlauben den Durchgang der gebildeten Fäden durch die Überdeckplatte 10 und stellen auch einen Ausgang für das Überdeckmedium bereit.

Das Muster der Kanäle 15 in der Überdeckplatte kann beträchtlich variieren. Bevorzugt fördern die Kanäle 15 das Überdeckmedium zu jedem Durchgangsloch 12 derart, daß eine im wesentlichen gleiche ununterbrochene Zufuhr von Überdeckmedium zu jedem Durchgangsloch 12 erreicht wird. Typischerweise wird deshalb das durch die Kanäle 15 gebildete Muster bezüglich den Einlaßöffnungen 13 symmetrisch sein.

Die Überdeckplatte 10 kann aus jedem geeigneten Material wie etwa z.B. schweißbarer Stahl, Edelstahl, Messing oder Aluminium hergestellt sein. Die Überdeckplatte, ihre verschiedenen Öffnungen und Kanäle kann durch jede geeignete Herstellungstechnik geformt sein, einschließlich Abstanzen, Ausstanzen, Prägen, Bohren, Ätzen, Abspanen, und/oder Gußformen oder Kombinationen davon.

Die Gesamtabmessungen der Überdeckplatte können beträchtlich variieren. Im allgemeinen wird die Überdeckplatte die gleichen oder im wesentlichen die gleichen Flächenabmessungen wie die Spinndüsenplatte aufweisen. Wenn auch in einigen Fällen Spinndüsenplatten eine Länge von einem Meter oder sogar mehr (einige Fuß) aufweisen können, werden die Flächenabmessungen der Spinndüsenplatte und somit der Überdeckplatte typischer von ungefähr 50 bis ungefähr 305 mm (von ungefähr 2,0 bis ungefähr 12 Zoll) in der Länge und von ungefähr 25 bis ungefähr 203 mm (von ungefähr 1,0 bis ungefähr 8,0 Zoll) in der Breite reichen. Die Dicke der Überdeckplatte kann ebenso beträchtlich variieren, z.B. von ungefähr 0,4 bis ungefähr 2,5 mm (von ungefähr 0,015 bis ungefähr 0,1 Zoll) dick. Die Tiefe der Kanäle wird einleuchtenderweise mit der Dicke der Platte variieren, aber typischerweise von ungefähr 0,3 bis ungefähr 2,3 mm (von ungefähr 0;012 bis 0,09 Zoll) in der Tiefe reichen. Die Breite der Kanäle kann beträchtlich variieren, insbesondere wenn das Überdeckmedium ein Gas ist, sofern der Kanal, falls notwendig, sich ausreichend weitet, um die Durchgangslöcher vollständig einzuschließen. Kanäle mit verschiedenen Breiten können, falls notwendig, in der Überdeckplatte verwendet werden, um das Überdeckmedium zwischen den Durchgangslöchern gleichmäßiger zu verteilen.

Der Durchmesser der Durchgangslöcher sollte leicht größer als die Öffnungsweite der Spinnöffnung an der Spinndüsenplatte sein. Typischerweise reichen die Spinnöffnungen von ungefähr 0,2 bis ungefähr 2,0 mm (von ungefähr 0,008 bis ungefähr 0,08 Zoll) im Durchmesser. Die Durchgangslöcher können somit typischerweise einen Durchmesser im Bereich zwischen 0,4 und 4,1 mm (zwischen 0,016 und 0,16 Zoll) aufweisen, in Abhängigkeit von dem Durchmesser der Düsenöffnung.

Das Überdeckmedium kann jedes Fluid sein, daß den Spinnvorgang verbessert. Das Überdeckmedium kann auch dazu verwendet werden, eine Appretur oder ein chemisches Behandlungsmittel zu den frisch gebildeten Fäden hinzuzufügen. Geeignete gasförmige Überdeckmedien umfassen Stickstoff und überhitzten Dampf. Geeignete flüssige Überdeckmedien können ein Silikonöl oder ein anderes geeignetes Öl sein. Wenn das Überdeckmedium ein Gas ist, sollte die Flußrate, mit der das Gas zu der Überdeckplatte zugeführt wird, derart sein, daß das Gas, wenn es über die Durchgangslöcher aus der Überdeckplatte austritt, dies symmetrisch in einem laminaren, nicht turbulenten Fluß tut, so daß der erzeugte Faden durch den Gasfluß nicht in eine Richtung ausgelenkt wird oder hin- und hergeschwenkt wird. Geeignete Flußraten für das Fluid werden deshalb von der Konfiguration der Kanäle und Durchgangslöcher, der Anzahl, den Denier und der Zusammensetzung der erzeugten Fäden und der Größe und Verteilung der Öffnungen in der Spinndüsenplatte abhängen.

Wenn das Überdeckmedium eine Flüssigkeit ist, sollte die Rate, mit der die Flüssigkeit zu der Überdeckplatte geliefert wird, gleich der Verbrauchsrate sein. Zum Steuern der Flüssigkeitszufuhrrate kann eine Dosierpumpe verwendet werden.

Alternativ kann die Flüssigkeit einfach mittels des hydraulischen Drucks in der Zufuhrleitung zugeführt werden, wozu nur erforderlich ist, daß der das flüssige Überdeckmedium enthaltene Vorratstank auf einer geeigneten Höhe bezüglich der Überdeckplatte angeordnet ist.

Es können jegliche geeigneten Mittel verwendet werden, um die Überdeckplatte in präziser Registerhaltung bezüglich der Spinndüsenplatte auszurichten und die Überdeckplatte und die Spinndüsenplatte aneinander eng anliegend zu halten. Zum Beispiel können somit Schrauben verwendet werden, um die Überdeckplatte an der Spinndüsenvorrichtung zu befestigen. Als ein anderes Beispiel können die Überdeckplatte, die Spinndüsenplatte und andere Komponenten des Spinnvorrichtungsaufbaus eine Reihe von gleichmäßig im Abstand angeordneten Öffnungen enthalten, die Durchgangswege bereitstellen, die Ausrichtbolzen oder Stangen mit End-Schraubengewinden aufnehmen, welche End-Schraubengewinde Feststellmuttern zum Zusammenhalten des Aufbaus aufnehmen.

Wie bei der in Figur 3 veranschaulichten alternativen Ausführungsform gezeigt, kann optional ein Halterahmen 20 benachbart der stromabwärtigen Seite der Überdeckplatte 10 verwendet werden. Der Halterahmen 20 enthält eine Öffnung 25, die ausreicht, eine Wechselwirkung mit den erzeugten Fäden zu vermeiden. Der Halterahmen 20 kann das Befestigen der Überdeckplatte 10 an der Spinndüsenplatte 5 vereinfachen. Der Halterahmen 20 kann auch die Verbindung einer Versorgungsleitung (nicht gezeigt) für das Überdeckmedium, das der Überdeckplatte zugeführt wird, vereinfachen. Hierzu kann der Halterahmen eine Einlaßöffnung 21, Auslaßöffnungen 23 und Gasverteilungskanäle 22 enthalten, die die Einlaßöffnung 21 mit den Auslaßöffnungen 23 verbinden. Die Auslaßöffnungen 23 sind nach den Einlaßöffnungen 13 in der Überdeckplatte 10 ausgerichtet und stehen mit diesen in Verbindung.

Bei einer (nicht gezeigten) anderen Ausführungsform, umfaßt der Halterahmen Gelenkmittel, um den Rahmen benachbart dem Spinndüsenvorrichtungsaufbau in einer gelenkigen Art und Weise anzubringen, so daß der Rahmen und die Überdeckplatte von der Spinndüsenvorrichtung weggeschwenkt werden können, um - falls zum Reinigen, zur Reparatur oder zur Entfernung nötig - eine leichte Entfernung der Überdeckplatte zu ermöglichen. Ein im allgemeinen gegenüber dem Gelenk angeordnetes Festlegemittel an dem Halterahmen, wie etwa z.B. eine Schraube oder eine Hydraulik, sichert den schwenkbaren Halterahmen und somit die Überdeckplatte an der Spinndüsenplatte und hält eine feste Anlage zwischen diesen bei.

Wichtige Aspekte der beschriebenen Erfindung sind die folgenden:

Eine Vorrichtung zum Überdecken der Oberfläche einer Spinndüsenplatte mit einem Überdeckmedium umfaßt eine Überdeckplatte benachbart der stromabwärtigen Seite der Spinndüsenplatte und Zufuhrmittel zur Zufuhr des Überdeckmediums zu der Überdeckplatte. Die Überdeckplatte enthält Kanäle mit darin derart ausgebildeten Durchgangslöchern, daß das Überdeckmedium die Öffnungen der Spinndüsenplatte umgeben wird, aber nicht eine Auslenkung oder ein Hin- und Herschwenken des erzeugten Fadens hervorrufen wird.


Anspruch[de]

1. Aufbau zum Überdecken der stromabwärtigen Seite einer Spinndüsenvorrichtung (5) mit einem Fluid, umfassend: eine Spinndüsenvorrichtung (5) mit einer oder mehreren Spinnöffnungen (6);

eine Platte (10) benachbart der stromabwärtigen Seite der Spinndüsenvorrichtung (5); wobei die Platte (10) Durchgangslöcher (12) aufweist, wobei die Durchgangslöcher (12) nach Anzahl und Ort der Anzahl und dem Ort der Spinnöffnungen (6) entsprechen; und

ein Mittel (13, 15, 21) zur Zufuhr von Fluid zu den Durchgangslöchern (12); dadurch gekennzeichnet,

daß das Mittel (13, 15) zur Zufuhr von Fluid zu den Durchgangslöchern (12) Kanäle (15) in der Platte (10) umfaßt, wobei sich die Kanäle (15) parallel zu der stromabwärtigen Seite der Spinndüsenvorrichtung (5) erstrecken und durch erhabene Bereiche (16) an der Platte (10) begrenzt sind, die die Spinndüsenvorrichtung (5) dichtend berühren, wenn die Platte (10) benachbart der stromabwärtigen Seite der Spinndüsenvorrichtung (5) angeordnet ist, wobei die Durchgangslöcher (12) in den Kanälen (15) angeordnet sind.

2. Aufbau nach Anspruch 1, bei dem die Kanäle (15) verschiedene Breiten aufweisen.

3. Aufbau nach einem der vorangehenden Ansprüche ferner umfassend einen Halterahmen (20) benachbart der stromabwärtigen Seite der Platte (10)

4. Aufbau nach Anspruch 3, ferner umfassend Gelenkmittel zum schwenkbaren Anbringen des Rahmens (20) bezüglich der Spinndüsenvorrichtung (5).

5. Aufbau nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem das Mittel zur Zufuhr von Fluid zu den Kanälen (15) ferner wenigstens eine Einlaßöffnung (13) umfaßt, die innerhalb der Platte (10) ausgebildet ist und mit den Kanälen (15) in Verbindung steht.

6. Aufbau nach Anspruch 3 und Anspruch 5, bei dem das Mittel zur Zufuhr von Fluid ferner umfaßt:

wenigstens eine in dem Rahmen (20) ausgebildete Einlaßöffnung (21), wenigstens eine in der stromaufwärtigen Seite des Rahmens (20) ausgebildete Auslaßöffnung (23);

einen in dem Rahmen (20) ausgebildeten Fluidverteildurchgang (22), der mit der Einlaßöffnung (21) und der Auslaßöffnung (23) in Verbindung steht; und

die Einlaßöffnung (13) in der Platte (10), die mit der Auslaßöffnung (23) in dem Rahmen (20) in Verbindung steht.

7. Aufbau nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem die Kanäle (15) den Linien eines Gitters folgen.

8. Aufbau nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem die Spinndüsenvorrichtung (5) eine Platte mit ebener stromaufwärtiger und ebener stromabwärtiger Fläche ist, wobei die stromabwärtigen Ränder der Öffnungen (6) in der Ebene der stromabwärtigen Fläche angeordnet sind.

9. Aufbau nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem die Durchgangslöcher (12) in ersten Kanälen (15) angeordnet sind, die sich zwischen zweiten Kanälen (15), die keine Durchgangslöcher (12) aufweisen, erstrecken und diese verbinden.

10. Aufbau nach Anspruch 9, bei dem jedes Durchgangsloch (12) in einem Abschnitt eines ersten Kanals angeordnet ist, der an beiden Enden durch einen jeweiligen zweiten Kanal begrenzt ist, wobei der Abschnitt des ersten Kanals kein weiteres Durchgangsloch (12) aufweist.

11. Verfahren zum überdecken der stromabwärtigen Seite einer Spinndüsenvorrichtung (5) mit einem Fluid, wobei die Spinndüsenvorrichtung (5) eine oder mehrere Spinnöffnungen (6) zum Spinnen von Fasern in einer ersten Richtung aufweist, wobei das Verfahren umfaßt:

Installieren einer Platte (10) benachbart der stromabwärtigen Seite der Spinndüsenvorrichtung (5), wobei die Platte (10) aufweist:

Kanäle (15), die in der Platte (10) ausgebildet sind und sich parallel zu der stromabwärtigen Seite der Spinndüsenvorrichtung erstrecken und durch erhabene Bereiche (16) an der Platte (10) begrenzt sind, die die Spinndüsenvorrichtung (5) dichtend berühren, wenn die Platte (10) benachbart der stromabwärtigen Seite der Spinndüsenvorrichtung (5) angeordnet ist; und Durchgangslöcher (12), die in den Kanälen (15) angeordnet sind, wobei die Durchgangslöcher (12) nach Anzahl und Ort der Anzahl und dem Ort von Spinnöffnungen (6) entsprechen; und

Zufuhr von Fluid zu den Kanälen (15).







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