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Dokumentenidentifikation DE69216045T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0539600
Titel ABDICHTUNGSVORRICHTUNGEN FÜR GERADLINIG BEWEGENDEN MACHANISMUS UND VERFAHREN ZU DEREN HERSTELLUNG
Anmelder THK Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder SHIRAI, Takeki, Ichikawa-shi Chiba 272-01, JP
Vertreter Klunker, H., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Schmitt-Nilson, G., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Hirsch, P., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 80797 München
DE-Aktenzeichen 69216045
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 15.05.1992
EP-Aktenzeichen 929097996
WO-Anmeldetag 15.05.1992
PCT-Aktenzeichen JP9200628
WO-Veröffentlichungsnummer 9220933
WO-Veröffentlichungsdatum 26.11.1992
EP-Offenlegungsdatum 05.05.1993
EP date of grant 18.12.1996
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 16.12.1993
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse F16C 29/06

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Dichtungsvorrichtung für einen linear beweglichen Mechanismus und ein Verfahren zum Herstellen der Dichtungsvorrichtung.

Technischer Hintergrund

Figur 4 zeigt einen konventionellen linear beweglichen Mechanismus, bei dem erste Wälzglied-Laufnuten 102 auf beiden Seitenflächen 101 eine Führungsschiene 100 und zweite Wälzglied-Laufnuten 104, die den ersten Laufnuten 101 gegenüberstehen, in einem Gleitstück 103 ausgebildet sind. Das Gleitstück 103 ist auf der Führungsschiene 100 in deren axialer Richtung mit Hilfe von Wälzkörpern 105 verschieblich, die sich zwischen den ersten und den zweiten Laufnuten 102 und 104 befinden.

An den beiden axialen Enden des Gleitstücks 103 ist ein Paar Endplatten 103a befestigt, und an Endplatten 110, die sich auf den Stirnflächen der Endplatten 103a befinden, sind endseitige Dichtungen (erste Dichtungsglieder) 106 befestigt. Die Endplatten 103a und die Endplatten 110 sind an dem Gleitstück 103 mit Hilfe von Schrauben 114 fest angebracht. Die Enddichtungen 106 sind mit Dichtungsvorsprüngen 107 ausgestattet, die in gleitender Berührung mit den ersten Laufnuten 102 stehen. Obere Dichtungen (zweite Dichtungsglieder) 111 erstrecken sich in axialer Richtung und sind mit Hilfe von Schrauben 115 an solchen Abschnitten fest mit dem Gleitstück 103 verbunden, die der Oberseite 108 der Führungsschiene 100 entsprechen, wobei die oberen Dichtungen 111 als Glieder unabhängig von den Enddichtungen 106 ausgebildet sind.

Bei dem konventionellen linear beweglichen Mechanismus mit dem oben beschriebenen Aufbau rollen die Wälzglieder 105 ab, um das Gleitstück 103 auf und entlang der Führungsschiene 100 axial zu bewegen. Dichtungsvorsprünge 107 verhindern, daß äußere Schneidspäne oder Splitter in die ersten und zweiten Laufnuten 102 und 104 eindringen. Ferner verhindern die oberen Dichtungen 111, daß Fremdstoffe in die ersten und zweiten Laufnuten 102 und 104 durch die Oberfläche 108 der Führungsschiene 100 eindringen. Bei der herkömmlichen Technologie allerdings werden die Enddichtungen 106 und die oberen Dichtungen 111 unabhängig voneinander an dem Gleitstück 103 befestigt, was wenig effizient ist und die Produktivität senkt.

In der EP-A 0 120 093 ist eine einstückige Dichtungsvorrichtung offenbart, mit der die Abdichtung beider Endseiten und einer Unterseite des Gleitstücks mit dem Ziel angestrebt wird, den Zusammenbau der Vorrichtung bei verringerten Kosten zu verbessern und so die Probleme konventioneller Methoden auszuräumen. Im Vergleich zu der oben beschriebenen herkömmlichen Methode allerdings wird der Abdichtung des Schmieröls auf der Oberseite der Führungsschiene keine Aufmerksamkeit geschenkt.

Offenbarung der Erfindung

Die Erfindung zielt darauf ab, die obigen Probleme zu lösen und eine Dichtungsvorrichtung für einen linear beweglichen Mechanismus zu schaffen, der in der Lage ist, das erste und das zweite Dichtungsglied an dem Gleitstück mit einem Befestigungsvorgang anzubringen; außerdem soll ein Herstellungsverfahren für eine solche Dichtungseinrichtung geschaffen werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, schafft die Erfindung eine Dichtungsvorrichtung für einen linear beweglichen Mechanismus, welcher umfaßt: eine Führungsschiene, an der eine sich in axialer Richtung erstreckende erste Wälzglied-Laufnut ausgebildet ist, ein Gleitstück, an welchem eine zweite Wälzglied-Laufnut ausgebildet ist, die der ersten Wälzglied-Laufnut gegenüberliegt, und eine Anzahl von Wälzgliedern, die sich zwischen der ersten und der zweiten Wälzglied-Laufnut befinden, und dadurch das Gleitstück axial beweglich auf der Führungsschiene lagern, wobei die Dichtungsvorrichtung aufweist: ein Paar Endplatten, die, wenn sie an dem linear beweglichen Mechanismus gelagert sind, sich axial an beiden Enden des Gleitstücks befinden, und eine Verbindungsrichtung, die im Einsatz zwischen dem Gleitstück und der Führungsschiene in deren axialer Richtung verläuft und einstückig mit den paarweisen Endplatten verbunden ist, wobei die Dichtungsvorrichtung außerdem aufweist: erste elastische Dichtungsglieder, die an Abschnitten angeordnet sind, an denen die Endplatten der Führungsschiene gegenüberliegen, und zweite elastische Dichtungsglieder, die sich in axialer Richtung der Verbindungseinrichtung erstrecken, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungseinrichtung ein Einzelplattenglied aufweist, und daß die zweiten elastischen Dichtungsglieder sich an beiden Seiten des Plattenglieds erstrecken und so angeordnet sind, daß sie im Betrieb mit der Oberseite der Führungsschiene unter vorbestimmten Druck in Berührung stehen.

Vorzugsweise hat das Gleitstück -förmigen Querschnitt, und die Endplatten haben im wesentlichen -förmigen Querschnitt, um Ausnahmeabschnitte zu bilden, welche einstückig über die Verbindungsplatte verbunden sind.

Vorzugsweise besitzen die ersten Dichtungsglieder eine ähnliche Form wie die äußere Gestalt der Führungsschiene.

Vorzugsweise enthält die Verbindungseinrichtung eine Platte mit einem Basisabschnitt und abgebogenen Abschnitten, gebildet durch Biegen beider Endabschnitte des Basisabschnitts, wobei die zweiten Dichtungsglieder an Außen-Seitenflächen der abgebogenen Abschnitte befestigt sind.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind die zweiten Dichtungsglieder außerdem mit Lippenabschnitten ausgestattet, die in Richtung auf die Mittelseite der Führungsschiene hin geneigt sind.

Die vorliegende Erfindung schafft außerdem ein Fertigungsverfahren für die oben erläuterte Dichtungsvorrichtung, umfassend die Schritte: Ausbilden eines Plattenkörpers aus einem Paar von Endplatten und einer die Endplatten in axialer Richtung einstückig verbindenden Verbindungsplatte, Vereinen des ersten Dichtungsglieds mit den paarweisen Endplatten, Vereinen der zweiten Dichtungsglieder mit der Verbindungsplatte entlang deren axialer Richtung und Umbiegen der verbundenen Abschnitte der Endplatten und der Verbindungsplatte in deren Breitenrichtung.

In Übereinstimmung mit dem oben gesagten schaft die vorliegende Erfindung außerdem eine Linearbewegungs-Gleiteinheit mit einer Führungsschiene, an der eine sich in axialer Richtung erstreckende erste Wälzglied-Laufnut ausgebildet ist, ein Gleitstück, an welchem eine zweite Wälzglied-Laufnut ausgebildet ist, die der ersten Wälzglied-Laufnut gegenüberliegt, eine Anzahl von Wälzgliedern, die sich zwischen der ersten und der zweiten Wälzglied-Laufnut befinden, um dadurch das Gleitstück axial beweglich auf der Führungsschiene zu lagern, und die oben erwähnte Dichtungsvorrichtung.

Wie oben erläutert, werden erfindungsgemäß die ersten und die zweiten Dichtungsglieder gemeinsam an dem Gleitstück in einem Montagevorgang angebracht, wodurch die Montageeffizienz verbessert und damit die Produktionseffizienz für den linear beweglichen Mechanismus gesteigert wird.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Figur 1(A) ist eine perspektivische Ansicht einer Dichtungsvorrichtung gemäß der Erfindung vor deren Anbringung an einem Gleitstück;

Figur 2 (B) ist eine Draufsicht auf eine gestanzte Platte gemäß der Erfindung;

Figur 2 (A) ist eine vordere Schnittansicht, welche die erfindungsgemäße Dichtungsvorrichtung zeigt;

Figur 2 (B) zeigt eine zweite Wälzglied-Laufnut gemäß der Erfindung als Schnittansicht entlang der Linie X-X in Figur 3;

Figur 3 ist eine Vorderansicht der teilweise weggebrochenen Dichtungsvorrichtung eines linear beweglichen Mechanismus gemäß der Erfindung;

Figur 4 (A) ist eine Vorderansicht einer teilweise weggebrochenen Dichtungsvorrichtung eines linearen beweglichen Mechanismus gemäß einem herkömmlichen Aufbau;

Figur 4 (B) ist eine perspektivische Ansicht der Figur 4 (A); und

Figur 4 (C) ist eine perspektivische Ansicht einer an einer Endplatte eines herkömmlichen Aufbaus befestigten Enddichtung.

Beste Wege zur Ausführung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben. Figuren 2 (A), 2 (B) und 3 zeigen einen Führungsmechanismus eines Linearbewegungsmechanismus, bei dem die vorliegende Erfindung angewendet wird. In diesen Figuren bezeichnet das Bezugszeichen 1 eine Führungsschiene mit einer vorbestimmten axialen Länge und an der Führungsschiene 1 sind zwei Reihen erster Wälzglied-Laufnuten 3 an beiden Seitenflächen 2 der Führun gsschiene 1 in vertikaler Ausrichtung der Darstellung ausgebildet, wobei jede der ersten Laufnuten 3 einen bogenförmigen Querschnitt besitzt und sich in axialer Richtung der Führungsschiene 1 erstreckt. Im - in Breitenrichtung der Führungsschiene 1 gesehen - mittlere Abschnitt sind mehrere Befestigungslöcher 6 mit vorbestimmten Abständen in axialer Richtung ausgebildet, um nicht gezeigte Einsetzbolzen aufzunehmen, die sich von der Oberseite 4 zur Unterseite 5 erstrecken. Die Oberseite 4 der Führungsschiene 1 ist flach ausgebildet.

Ein Gleitstück 7 mit einem im wesentlichen -förmigen Querschnitt ist auf der Führungsschiene 1 gelagert. Die inneren Seitenflächen 8 des - förmigen Gleitstücks 7 stehen den Seitenflächen der Führungsschiene 1 gegenüber, und in den beiden Innenflächen 8 der Seiten des Gleitstücks 7 sind zwei Reihen zweiter Wälzglied-Laufnuten 9 ausgebildet, die sich in axialer Richtung des Gleitstücks erstrecken. Endplatten 10, die jeweils einen Querschnitt ähnlich dem des Gleitstücks 7 aufweisen, sind an den beiden axialen Endflächen des Gleitstücks 7 befestigt.

Jede der zweiten Laufnuten 9 ist kreisförmig in den Innenseiten des Gleitstücks 7 und der Endplatte 10 ausgebildet, und eine Anzahl von Kugeln 11 (beispielsweise Stahlkugeln) sind als Wälzglieder zwischen den zweiten Laufnuten 9 und den ersten Laufnuten 3 angeordnet. Gemäß dem oben beschriebenen Aufbau ist das Gleitstück 7 auf der Führungsschiene 1 entlang deren axialer Richtung bewegbar.

Eine in Figur 1(A) dargestellte Dichtungsvorrichtung ist an dem Gleitstück 7 befestigt. Die Dichtungsvorrichtung (M) wird im folgenden beschrieben. Bezugszeichen 50 bezeichnet einen Plattenkörper aus einem beispielsweise metallischen Werkstoff, der sich aus einem Paar Endplatten 51 zusammensetzt, die senkrecht an den Enden der Endplatte 10 befestigt werden, wobei jede der Endplatten 51 einen -förmigen Querschnitt aufweisen, wobei eine horizontale Verbindungsplatte 15 die - förmigen Ausnehmungen 52 der beiden Endplatten 51 mit ihren beiden axialen Enden verbindet. Enddichtungen sind als erste Dichtungsglieder 16 aus gummiähnlichem elastischen Material (Nitrilgummi, Styrolgummi, Butylgummi oder dergleichen) mit den Oberflächen der paarweisen Endplatten 51 verbunden, beispielsweise durch Sintern. Die Enddichtungen 16 haben die Aufgabe, einen Raum zwischen dem Gleitstück 7 und der Oberseite 4 der Führungsschiene 1 abzudichten, und die innere Umfangsfläche jeder der Enddichtungen 18 hat eine ähnliche Kontur wie die äußere Umfangsfläche der Führungsschiene 1. Die Enddichtungen 16 sind auf den gesamten Oberflächen der Endplatten 51 ausgebildet, sie können allerdings auch nur lokal auf den Oberflächen der Ausnehmungen 52 angebracht sein. Schraubeneinführlöcher 54 und Einführlöcher 60 für Schmiernippel 21 sind an den Endplatten 51 an einander abgewandten Abschnitten ausgebildet.

Die Verbindungsplatte 15 hat die in Figur 2a dargestellte Querschnittsform und setzt sich zusammen aus einem Basisabschnitt 22 mit einer Breite, die größer ist als ein Öffnungsdurchmesser des Befestigungslochs 6, und abgebogenen Abschnitten 23, ausgebildet durch Nach - unten - Biegen beider Randabschnitte des Basisabschnitts 22. Ein Paar Innendichtungen 24 sind als zweite Dichtungsglieder z. B. durch Sintern an den Außenflächen der abgebogenen Abschnitte 23 angebracht. Die inneren Dichtungen 24 sind aus einem gummiähnlichem elastischen Material gebildet (Nitrilgummi, Styrolgummi, Butylgummi oder dergleichen), und sie sind an den unteren Endabschnitten gemäß Darstellung mit Lippenabschnitten 25 ausgestattet, die einander gegenüberliegen, d. h., in Richtung auf das Befestigungsloch 6 geneigt sind. Die Lippenabschnitte 25 berühren die Oberseite 4 der Führungsschiene 1 in deren axialer Richtung mit einem vorbestimmten Kontaktdruck in Bezug auf den Raum zwischen dem Befestigungsloch 6 und den ersten Laufnuten 3, um dadurch eine Dichtungsfläche zu bilden.

Hergestellt wird die Dichtungsvorrichtung M in einer Weise, wie sie im folgenden in Vebindung mit Figur 1(B) erläutert wird.

Zunächst wird aus einem Blechstück mit Hilfe einer nicht dargestellten Presse der Plattenkörper 50 geformt, der ein Paar Endplatten 51 und die einstückig mit den Endplatten 51 verbundene Verbindungsplatte 15 aufweist, so daß die Endplatten 51 sich an den beiden axialen Enden der Vebindungsplatte 15 befinden. Der so gebildete Plattenkörper 50 wird in den Hohlraum einer nicht dargestellten Form eingebracht, und dann wird in den Hohlraum gummibildendes Material eingeführt. Die Enddichtungen 16 werden an Abschnitten in der Nähe der Ausnehmungen 52 der Endplatten 51 angesintert oder angebacken, und die Innendichtungen 24 werden ebenfalls angesintert oder angebacken, und zwar an den gebogenen Abschnitten 23 der Verbindungsplatte 15 entlang deren axialer Richtung. Anschließend wird der Plattenkörper 50 aus der Form entnommen, und er wird entlang den Knicklinien 55 und 56 gebogen, um dadurch die Dichtungsvorrichtung zu vervollständigen.

Außerdem ist an dem Gleitstück 7 ein Kanal 20 für die Zufuhr eines Schmiermittels ausgebildet, um eine Verbindung mit einem Raum zwischen der inneren Unterseite 19 des Gleitstücks 7 und der Oberseite 4 der Führungsschiene 1 zu schaffen. Der Kanal 20 steht außerdem in Verbindung mit den Schmiernippeln 21 an den Stirnflächen der Enddichtungen 16.

Eine Platte 12 zum Halten der Kugeln 11 ist für die Innenfläche 8 des Gleitstücks 7 vorgesehen. Die Platte 12 ist an der Unterseite des Gleitstücks 7 mit Hilfe von Bolzenschrauben 13 befestigt.

Das Gleitstück mit dem oben beschriebenen Aufbau wird folgendermaßen mit der Dichtungsvorrichtung M ausgerüstet.

Die Endplatten 10 werden in enge Berührung mit den zugehörigen Flächen der Endplatten 51 gebracht und dann auf der Verbindungsplatte plaziert, anschließend wird der Plattenkörper 50 mit dem Gleitstück 7 von der Unterseite her zusammengefügt, und in die Einführlöcher 54 werden Schrauben 57 eingesetzt und angezogen, um dadurch die Montage zu beenden. Bei diesem Montagevorgang ist die Ausbildung von Innengewinden an den beiden Stirnflächen des Gleitstücks 7 konventionell. Erfindungsgemäß werden die Enddichtungen 16 und die inneren Dichtungen 24 in einem Arbeitsgang an dem Gleitstück festgelegt, wodurch die Arbeitseffizienz und Produktivität bei der Herstellung des Linearbewegungsmechanismus gesteigert werden.

Die Dichtungsvorrichtung M wirkt folgendermaßen:

Das Gleitstück 7 kann linear hin- und hergehend frei auf der Führungsschiene entlang deren axialer Richtung gleiten, bedingt durch die Wälzbewegung der Kugeln 11 zwischen den ersten und den zweiten Laufnuten. Dabei kontaktieren die Enddichtungen 16 gleitend die Oberseite 4 der Führungsschiene 1 und deren beiden Seitenflächen 2 unter Bildung einer ersten Dichtungsfläche, und die inneren Dichtungen 24 kontaktieren leitend die Oberseite 4 der Führungsschiene 1 zur Bildung einer zweiten Dichtungsfläche zwischen ihnen und den Enddichtungen 16. Folglich läßt sich der Eintritt von Schneidspänen oder Fremdstoffen wie Splittern in den Raum zwischen der Oberseite 4 der Führungsschiene 1 und der inneren Unterseite 19 des Gleitstücks 7 sowie den Raum zwischen den Seitenflächen 2 der Führungsschiene 1 und den inneren Seitenflächen 8 des Gleitstücks 7, d. h. der Eintritt in die ersten und zweiten Laufnuten 3 und 9 verhindern. Auch wenn solche Späne und Fremdstoffe in den Raum zwischen der Oberseite 4 und der Führungsschiene 1 und der inneren Unterseite 19 des Gleitstücks eindringen sollten, kann verhindert werden, daß solche Späne oder Fremdstoffe in die ersten und zweiten Laufnuten 3 und 9 gelangen, ermöglicht durch das Vorhandensein der zweiten Dichtungsfläche, die zwischen den inneren Dichtungen 24 und der Oberseite 4 der Führungsschiene 1 gebildet wird. Es läßt sich also der bevorzugte Wälzkörper-Abrollzustand erreichen, so daß das Gleitstück 7 eine stabile Linearbewegung ausführen kann. Da außerdem die Innendichtungen 24 in gleitender Berührung mit der Oberseite 4 der Führungsschiene 1 in axialer Richtung stehen, läßt sich der Gleitwiderstand in Bezug auf die Oberseite 4 der Führungsschiene 1 klein machen, so daß kaum Verschleiß entstehen kann.

Während des oben beschriebenen Betriebs wird das Schmiermittel, beispielsweise Fett, welches von dem Schmiernippel 21 geliefert wird, durch den Zuführkanal 20 (Figur 2 A) in einen Abschnitt 90 zwischen dem Gleitstück 7 und der Führungsschiene 1 gefördert. Da bei diesem Vorgang die inneren Dichtungen 24 die Oberseite 4 der Führungsschiene 1 berühren, läßt sich die Verlagerung des Schmiermittels zu dem mittleren Abschnitt der Oberseite 4 begrenzen. Folglich kann das in den Abschnitt 90 hineingeführte Schmiermittel effektiv in Richtung auf die ersten und zweiten Kugellaufnuten 3 und 9 gefördert werden, und zwar von der Außenseite der Oberseite 4 der Führungsschiene 1 her, so daß die Gleitfläche gut geschmiert wird. Außerdem sind die Lippenabschnitte 25 der inneren Dichtungen 24 zum Mittelbereich der Oberseite 4 hin geneigt, so daß das verbrauchte und verschlechterte Schmiermittel die Lippenabschnitte 25 anhebt und zur Mitte der Oberseite 4 hin abgeführt wird. Wenn allerdings von der Mitte der Oberseite 4 der Führungsschiene 1 her Druck auf die Lippenabschnitte 25 ausgeübt wird, nimmt der Oberflächenkontaktdruck weiter zu, wodurch der Abdichtungseffekt gesteigert wird.

Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel werden als Wälzglieder Kugeln verwendet, es sind jedoch auch andere Wälzglieder verwendbar.

Gebiet der industriellen Anwendung

Wie oben erläutert, läßt sich die erfindungsgemäße Dichtungsvorrichtung einsetzen für linear bewegliche Mechanismen für Werkzeugmaschinen, Meßgeräte, medizinische Ausrüstungen und dergleichen.

Da insbesondere erste und zweite Dichtungsglieder gemeinsam in einem Arbeitsgang an dem Gleitstück fixiert werden, indem lediglich der Plattenkörper an dem Gleitstück befestigt ist, ist die vorliegende Erfindung besonders geeignet für den Zusammenbau von linear beweglichen Führungsmechanismen.


Anspruch[de]

1. Dichtungsvorrichtung (M) für einen linear bewegbaren Mechanismus, welcher aufweist: eine Führungsschiene (1), an der eine erste Wälzglied- Laufnut (3) sich in axialer Richtung erstreckend ausgebildet ist, ein Gleitstück (7), an dem eine zweite Wälzglied-Laufnut (9) ausgebildet ist, welche der ersten Wälzglied-Laufnut (3) gegenüberliegt, und eine Anzahl von Wälzgliedern (11), die sich zwischen der ersten und der zweiten Wälzglied-Laufnut (3, 9) befinden und dadurch das Gleitstück axial beweglich auf der Führungsschiene (1) zu lagern, wobei die Dichtungsvorrichtung aufweist: ein Paar Endplatten (51), die, wenn sie an dem linear beweglichen Mechanismus gelagert sind, axial an beiden Enden des Gleitstücks (12) angeordnet sind, und eine Verbindungseinrichtung (15), die im Betrieb zwischen dem Gleitstück (7) und der Führungsschiene in deren axialer Richtung angeordnet und einstückig mit den paarweisen Endplatten (51) verbunden ist, wobei die Dichtungsvorrichtung (M) außerdem erste elastische Dichtungsglieder (16) aufweist, die sich an Abschnitten befinden, an denen die Endplatten (51) der Führungsschiene (1) gegenüberliegen, und zweite elastische Dichtungsglieder (24), die sich entlang der axialen Richtung der Verbindungseinrichtung (15) erstrecken,

dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungseinrichtung ein Einzelplattenglied (15) aufweist, und die zweiten elastischen Dichtungsglieder (24) sich an beiden Seiten des Plattenglieds erstrecken und so angeordnet sind, daß sie im Betrieb mit der Oberseite (4) der Führungsschiene (1) mit einem vorbestimmten Druck in Berührung stehen.

2. Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Gleitstück (7) einen im wesenflichen -förmigen Querschnitt aufweist und die Endplatten (51) jeweils im wesentlichen einen -förmigen Querschnitt besitzen, um Ausnahmebereiche (52) zu bilden, die über die Verbindungsplatte (15) einstückig miteinander verbunden sind.

3. Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die ersten Dichtungsglieder (16) jeweils eine ähnliche Form haben wie die Außenumfangsgestalt der Führungsschiene.

4. Dichtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die Verbindungseinrichtung (15) eine Platte mit einem Basisabschnitt (22) und abgebogenen Abschnitten (23) aufweist, welche gebildet sind, durch Biegen beider Kantenabschnitte des Basisabschnitts (22), und die zweiten Dichtungsglieder (24) an den äußeren Seitenflächen der gebogenen Abschnitte (23) befestigt sind.

5. Dichtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, bei der die zweiten Dichtungsglieder (24) mit Lippenabschnitten (25) ausgestattet sind, die sich in Richtung einer mittleren Seite der Führungsschiene (1) neigen.

6. Verfahren zum Herstellen der Dichtungsvorrichtung (M) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, umfassend die Schritte des Ausbildens eines Plattenkörpers (50) bestehend aus einem Paar Endplatten (51) und einer Verbindungsplatte (15), welche die Endplatten (51) in einer axialen Richtung verbindet, Vereinen des ersten Dichtungsglieds (16) mit den paarweisen Endplatten (51), Vereinen der zweiten Dichtungsglieder (23) mit der Verbindungsplatte (15) entlang deren axialer Richtung, und Biegen von verbundenen Abschnitten der Endplatten (51) und der Verbindungsplatte (15) in deren Breitenrichtung.

7. Linear-Gleiteinheit mit einer Führungsschiene (1) an der eine erste Wälzglied-Laufnut (3) sich in axialer Richtung erstreckend ausgebildet ist, ein Gleitstück (7), an dem eine zweite Wälzglied-Laufnut (9) ausgebildet ist, die der ersten Wälzglied-Laufnut (3) gegenüberliegt, eine Anzahl von Wälzgliedern (11), die sich zwischen der ersten und der zweiten Wälzglied-Laufnut (3) befinden, um dadurch das Gleitstück axial beweglich auf der Führungsschiene (1) zu lagern, und eine Dichtungsvorrichtung (M) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5.

8. Dichtungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der das einzelne Verbindungsplattenglied (15) und die Endplatten (51) aus einem einzigen Blech hergestellt sind.







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