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Dokumentenidentifikation DE69216090T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0587695
Titel SCHNEIDEINSATZHALTER FÜR EINSTECHFRÄSER
Anmelder Mircona AB, Gävle, SE
Erfinder WLAJKO, Mihic, S-802 67 Gävle, SE
Vertreter Patentanwälte Hauck, Graalfs, Wehnert, Döring, Siemons, 20354 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69216090
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, MC, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 02.06.1992
EP-Aktenzeichen 929118917
WO-Anmeldetag 02.06.1992
PCT-Aktenzeichen SE9200371
WO-Veröffentlichungsnummer 9221473
WO-Veröffentlichungsdatum 10.12.1992
EP-Offenlegungsdatum 23.03.1994
EP date of grant 18.12.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse B23C 5/22
IPC-Nebenklasse B23D 61/04   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft Haltevorrichtungen für Frässchneider u.ä. gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, d.h. Anordnungen zum Halten eines oder mehrerer Schneideinsätze an einem normalerweise drehbaren Fräskopf, wobei sich der Einsatz oder die Einsätze radial von dem Fräskopf wegerstecken, um diesen zum Fräsen eines Schlitzes in ein Werkstück verwenden zu können.

Hintergrund der Erfindung

Frässchneider mit austauschbaren Einsätzen sind seit langer Zeit bekannt. Ein Problem bei bekannten Einspann- und Befestigungsvorrichtungen bei Fräsköpfen besteht darin, daß sie einen unannehmbar großen Raum insbesondere in Richtung auf das freie Ende des Fräskopfes oder in dessen Bereich benötigen. Die bis jetzt bekannten Konstruktionen bieten keine annehmbare Lösung des Problems der Anordnung insbesondere von radial und unmittelbar an der Endfläche des Fräskopfes liegenden Einsätzen und auch nicht für die Anwendung von kleinen Einsätzen, wie sie heute zunehmend verwendet werden, für diese Zwecke.

Ein Beispiel eines bekannten Frässchneiders mit austauschbaren Einsatzen ist in der GB-B 1.500.556 offenbart. Bei dieser bekannten Anordnung hat jeder Einsatz eine beträchtliche axiale Länge, was die Verwendung einer ziemlich breiten und sperrigen Klemmeinrichtung ermöglicht, die lose in einen äußeren, an der Peripherie des Frässchneiders weggeschnittenen Abschnitt eingesetzt und mit einer tangential ausgerichteten Schraube angeordnet ist, die in eine Seite des Abschnittes eingreift, um in Richtung auf einen Einsatz geschwenkt oder gedreht zu werden, der sich zwischen einer Auflage an der gegenüberliegenden Seite des Abschnittes um einen kopfförmigen Vorsprung der Klemmeinrichtung befindet, die in einen inneren, weggeschnittenen Abschnitt eingesetzt ist und als Hebelpunkt für die gesamte Klemmeinrichtung dient. Die bekannte Anordnung kann bei Fräswerkzeugen mit Einsätzen verwendet werden, die eine ausgeprägte axiale Länge aufweisen, da die Schraubenanordnung eine ziemlich breite oder dicke Klemmeinrichtung und eine Zugänglichkeit vom Umfang her erfordert.

Es ist somit nicht möglich, die bekannte Anordnung für Fräswerkzeuge zu verwenden, die schmale oder dünne, radial hervortretende, mit Kanten versehene Einsätze ähnlich der Art aufweisen, wie sie in Verbindung mit Trennwerkzeugen bei drehenden Bearbeitungsvorgängen an Holzlatten verwendet werden.

Aus anderen Gebieten der Technik sind Anordnungen zum Einspannen von austauschbaren Sägeblättern an Kreissägen bekannt. Die den nächstliegenden Stand der Technik offenbarende US-PS 785.583 betrifft eine Kreissäge mit einer Anzahl von Schnitten an ihrem Umfang, die durch im wesentlichen radiale Seitenkanten begrenzt sind, von denen eine in Umfangsrichtung über einen Teil des radial gegenüberliegenden Mundes des Schnittes hervorsteht, um eine nach innen gerichtete radiale Auflage zu bilden. In den Schnitt ist ein im wesentlichen V-förmiger Verriegelungskörper eingesetzt, dessen inneres Ende beweglich in einem gekrümmten inneren Ende des Schnittes aufgenommen ist, wobei ein Schenkel des Körpers an der Innenseite des über den Umfang hervorstehenden Kantenabschnitts eingepaßt und mit einer Keilanordnung vorgespannt ist, die radial beweglich zwischen den einen Schenkel und die andere Seite des Schnittes eingesetzt ist, wobei der andere Schenkel so angeordnet ist, daß er mit einem Zahneinsatz eingreift, der zwischen einem Sitz an der anderen Seite des Schnittes und dem genannten Schenkel positioniert ist. Durch ein Drücken oder Bewegen der Keilanordnung in der einen oder der anderen Richtung wird der Verriegelungskörper um seinen ganz innen liegenden Abschnitt geschwenkt, um den Zahneinsatz in Richtung auf die gegenüberliegende Kante des Schnittes zu drücken bzw. von dieser zu lösen.

Mit keiner der bekannten Anordnungen wird eine Stabilität und Genauigkeit sichergestellt, die für Fräswerkzeuge der hier beschriebenen Art erforderlich ist.

Ein Gesichtspunkt der Erfindung besteht darin, eine Halteeinrichtung zu schaffen, die es möglich macht, kleine Einsätze auch für eine radiale Positionierung an Fräsköpfen zu verwenden, bei denen die Einsätze nahe einer freien Endfläche des Fräskopfes liegen.

Dies wird mit einer Halteeinrichtung mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 erreicht.

Zusammenfassung der Erfindung

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß Einsätze der Art, wie sie normalerweise drehend vorzugsweise zum Abtrennen und Schneiden von Schlitzen in Werkstücke verwendet werden, aufgrund ihrer schmalen Breite für Fräszwecke sehr geeignet sein würden, und zwar z.B. bei Bearbeitungsvorgängen, die dicht an einer Fläche oder Ecke liegen, die von herkömmlichen Fräsköpfen nicht erreicht wird.

Erfindungsgemäß befindet sich an einer Endfläche eines Fräskopfes oder eines ähnlichen Werkzeugs eine Anzahl von Aussparungen entsprechend der vorgesehenen Anzahl von Einsätzen, wobei die Aussparungen durch Wände oder Kanten parallel zu der Rotationsachse des Fräskopfes begrenzt sind und eine solche Wand eine Form aufweist, die komplementär zu der Auflagefläche des Einsatzes ist und diese Wände einen sich radial öffnenden äußeren Abschnitt, der in einer Richtung durch den Auflageabschnitt begrenzt ist, sowie einen inneren Abschnitt durch einen begrenzten Durchgang bestimmen, der mit dem äußeren Abschnitt in Verbindung steht, wobei der innere Abschnitt an der gleichen Seite wie die Auflagefläche einen schräg angeordneten, nach innen geneigten Wandabschnitt aufweist. In jeder solchen Anordnung von Aussparungen befindet sich ein Klemmkörper mit einem hakenähnlichen Vorsprung, der zum Eingriff mit der Auflageseite des Einsatzes vorgesehen ist, sowie ein kopfähnlicher Vorsprung, der damit über einen schmalen Halsabschnitt verbunden und so angepaßt ist, daß er innerhalb des inneren Abschnitts der Aussparung aufgenommen werden kann, wobei ein Kantenabschnitt eines solchen Kopfabschnittes des Klemmkörpers dem schrägen Wandabschnitt der Aussparung gegenüberliegt.

Jede einen Klemmkörper aufnehmende Aussparung weist an dem Boden des äußeren Aussparungsabschnitts eine mit einem Gewinde versehene Bohrung auf. Die Klemmkörper haben jeweils ein konisches Loch zur Aufnahme eines konisch angeordneten Kopfes einer Schraubeneinrichtung, die in die Boden-Bohrung einzuschrauben ist, wobei das Loch so positioniert ist, daß durch ein Einsetzen der Schraube und einen Eingriff des Kopfes der Schraube mit dem konischen Loch des Klemmkörpers dieser zur Seite bewegt wird und dadurch einen Einsatz einklemmt, der zwischen dem Klemmkörper und dem Auflageabschnitt der äußeren Aussparung liegt. Gleichzeitig ermöglicht der Eingriff zwischen dem Kopfabschnitt des Klemmkörpers und dem inneren Aussparungsabschnitt, daß der Klemmkörper nach innen in Richtung auf den inneren Abschnitt schwenkt, wodurch ferner eine nach innen gerichtete Zugkraft auf den Einsatz ausgeübt wird.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung soll nun im Detail mit Bezug auf die Zeichnungen beschrieben werden. Es zeigt:

Figur 1 eine schematische Endansicht eines Fräskopfes mit Haltern für radial gerichtete Schneideinsätze und

Figur 2 eine Schnittansicht durch den in Figur 1 dargestellten Schneidkopf.

Die Bezugsziffer 1 bezeichnet einen Fräskopf, der an seiner freien Endkante einen flanschähnlichen Abschnitt 2 aufweist, der ähnlich wie ein Flansch um einen Kopf hervorsteht. An der Endfläche des Fräskopfes befindet sich eine Anzahl von Aussparungen 3 (bei dem dargestellten Beispiel sind es vier Aussparungen), die eine axiale Tiefe aufweisen, die im wesentlichen mit der Breite der Schneideinsätze korrespondiert. Die Aussparungen öffnen sich radial nach außen über Einschnitte 4 an dem Flansch. Eine Seite jeder Aussparung und jedes Einschnitts ist so geformt, daß ein Führungs- und Aufsitzabschnitt 5 für jeweils einen bekannten Einsatz 6 gebildet wird, und weist somit eine im wesentlichen radial angeordnete, V-förmige Nut auf, von der der größte Teil an dem vorstehenden Kantenflansch 2 liegt. An dem Boden jeder Aussparung befindet sich eine mit einem Gewinde versehene Bohrung 8. In einem zu dem Auflageabschnitt benachbarten Wandabschnitt befindet sich ein Sitz 9 für eine Feder 10.

Jede Aussparung ist durch einen äußeren Abschnitt 11 und einen inneren Abschnitt 13 mit einer dazwischenliegenden Verengung 12 gebildet.

Ein mit der Bezugsziffer 14 bezeichneter Klemmkörper ist dazu vorgesehen, mit jeder Aussparung zusammenzuwirken, um den Einsatz 6 festzuklemmen. Dieser Klemmkörper hat eine Öffnung 16 mit einer konischen, diese umgebende Fläche, durch die eine Befestigungsschraube 17 mit einem Kopf 18, der eine konische Auflagefläche 19 aufweist, läuft. Der Klemmkörper hat eine vorstehende Einkerbung 20, die zum Eingriff mit der freien Seite der Achse des Einsatzes vorgesehen ist, sowie außerdem einen Kopfabschnitt 22 und einen Zwischenhalsabschnitt 21, wobei die Form des Kopfabschnittes so angepaßt ist, daß sie in den inneren Abschnitt der Aussparung einpaßt und Bewegungen des Kopfabschnitts darin möglich sind. Demgemäß hat der innere Abschnitt der Aussparung benachbart zu der Verengung 12 einen schräg angeordneten, nach innen schräg abfallenden Wandabschnitt 23. Der Abschnitt 24 des Klemmkörpers, der benachbart dazu angeordnet ist, dient zum Eingriff mit diesem Wandabschnitt.

Die mit dem Gewinde versehene Bohrung 8 ist relativ zu dem Loch 16 für den Schraubenkopf an dem Klemmkörper so positioniert, daß beim Festziehen der Schraube der Klemmkörper 14 durch eine große Kraft in Richtung auf einen Einsatz 6, der sich an dem Auflageabschnitt 5 befindet, sowie in Richtung auf die gleiche Seite der Verengung 12 verschoben wird.

Auf diese Weise wird der Einsatz fest gegen seinen Auflageabschnitt gedrückt und gleichzeitig aufgrund des Zusammenwirkens zwischen dem Kopfteil des Klemmkörpers und dem schräg angeordneten Wandabschnitt 23 benachbart zu der Verengung 12 einer nach innen gerichteten Zugkraft ausgesetzt, die den Klemmkörper und den Einsatz 6 nach innen in Richtung auf das Zentrum des Fräskopfes zieht. Der Klemmkörper 14 berührt den Fräskopf nur an zwei Punkten gleichzeitig, nämlich an dem Einsatz und an dem schräg angeordneten und nach innen schräg abfallenden Wandabschnitt 23, da sein äußerer Abschnitt durch die Befestigungsschraube vorgespannt ist. Dies führt zu einer sicheren und stabilen Befestigung des Einsatzes, der auch gegenüber radial nach außen gerichteten Zugbewegungen gesichert ist.

Es soll darauf hingewiesen werden, daß die Erfindung nicht auf die beschriebene und in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsform beschränkt ist, sondern in vielfacher Weise innerhalb des durch die Ansprüche abgegrenzten Schutzumfangs modifiziert werden kann.


Anspruch[de]

1. Haltevorrichtung für Schneideinsätze für Frässchneider und ähnliche Werkzeuge, insbesondere zum Fräsen von Schlitzen, mit einem Frässchneider-Kopf, daran ausgebildeten Auflageabschnitten, Klemmeinrichtungen zum Eingriff mit den Einsätzen, sowie Befestigungseinrichtungen, wie z.B. Schrauben, wobei eine Anzahl von Aussparungen (3) entsprechend einer gegebenen Anzahl von Schneideinsätzen (6) an einer freien Endfläche des Schneidkopfes (1) angeordnet ist und jede Aussparung eine axiale Breite aufweist, die im wesentlichen der Breite jedes Schneideinsatzes (6) entspricht und durch einen inneren Abschnitt (13) gebildet ist, der mit Ausnahme einer schmalen Verbindung (12) in Richtung auf einen äußeren, radial nach außen offenen Abschnitt (11) geschlossen ist, wobei der äußere Abschnitt an seiner einen Seite einen Sitz (5) für einen Schneideinsatz aufweist und zur Aufnahme eines Klemmkörpers (14) angepaßt ist, der einen kopfähnlichen, in dem inneren Abschnitt (13) der Aussparung aufzunehmenden Vorsprung, einen mit der schmalen Verbindung eingreifenden Halsabschnitt und einen Auflageabschnitt an dem Klemmkörper zum Eingriff mit einem Schneideinsatz aufweist,

dadurch gekennzeichnet, daß jede Aussparung (3), die nur in der einen axialen Richtung offen und zur Aufnahme eines Schneideinsatzes (6) zum Schneiden von Schlitzen und ähnlichen angepaßt ist, einen schräg angeordneten Kanten- oder Wandabschnitt benachbart zu der schmalen Verbindung zwischen den Aussparungsabschnitten aufweist, der zum Zusammenwirken mit einem Kantenabschnitt benachbart zu der Kopfseite des Halses des Klemmkörpers (14) vorgesehen ist, daß der Boden der Aussparung, der eine geschlossene Seite bildet, eine mit einem Gewinde versehene Bohrung (8) für eine konische Schraubeneinrichtung (17) aufweist, die durch ein Loch in dem Klemmkörper zu führen und in die Bohrung einzuschrauben ist, wobei die Kante des Klemmkörperlochs sowie die untere Seite des Kopfes (18) der Schraubeneinrichtung (17) konisch sind, und daß die Abmessungen und die Positionierung des mit einem Gewinde versehenen Bodenlochs (8) und des Klemmkörperlochs (16), sowie der schräg angeordneten Aussparungskante oder des Wandabschnitts (23) und des gegenüberliegenden Kantenabschnitts (24) des Klemmkörpers so gestaltet sind, daß beim Festziehen der Schraubeneinrichtung (17) der Kantenabschnitt des Klemmkörpers, der mit dem schräg angeordneten Kantenabschnitt der Aussparung eingreift, bewirkt, daß der Klemmkörper (14) über den Hals (22) greift und der begrenzte Abschnitt (12) den Schneideinsatz (6) in Richtung auf den Sitz (5) der Aussparung drückt.

2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Sitz oder ähnliches für eine Feder, die an einem Wandabschnitt benachbart zu dem äußeren Abschnitt der Aussparung an der gleichen Seite wie der Auflageabschnitt (5) für den Einsatz angeordnet ist, wobei die Feder dazu vorgesehen ist, der Wechselwirkung zwischen dem konischen Kopf der Schraube und der konischen Fläche um das Loch entgegenzuwirken, die zu einer seitlichen Verschiebung des Klemmkörpers (14) führt und somit als eine Rückstelleinrichtung dient.

3. Haltevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abmessungen des Kopfes (22) des Klemmkörpers relativ zu den Abmessungen des inneren Abschnitts (13) der Aussparung eine Verschiebung des Klemmkörpers in eine andere Richtung ermöglichen, jedoch so angepaßt sind, daß die Querausdehnung des Kopfabschnitts größer ist, als die Breite der Begrenzung.







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