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Dokumentenidentifikation DE69304600T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0570035
Titel Kombination einer Drahtrolle und eines Hilfstücks and dieser Drahtrolle
Anmelder Delisse, Willem Jozef, Erp, NL
Erfinder Delisse, Willem Jozef, Erp, NL
Vertreter Wagner, K., Dipl.-Ing.; Geyer, U., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69304600
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 01.04.1993
EP-Aktenzeichen 932009459
EP-Offenlegungsdatum 18.11.1993
EP date of grant 11.09.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse A01G 9/12
IPC-Nebenklasse B65H 75/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur Aufzucht von Pflanzen, die eine Drahtrolle aufweist, auf welche ein Draht aufgewickelt werden kann, und ein Befestigungselement, welches auf der Drahtrolle vorzusehen ist.

Drahtrollen werden im Gartenbau verwendet, und zwar beispielsweise bei der Kultivierung von Tomatenpflanzen und ähnlichem. Eine Drahtrolle, auf die ± 8-9 m Draht aufgewickelt sind, wird überkopf in einem Glas- bzw. Gewächshaus aufgehängt, wobei danach eine Länge von ± 3 m Draht von der Rolle abgewickelt wird und die abgewickelte Länge des Drahtes am Boden mit ihrem unteren Ende befestigt wird. Dann wird eine wachsende Tomatenpflanze entlang der Länge des Drahtes aufgezogen und gewöhnlicherweise mittels Clips bzw. Klemmmitteln gesichert wie beispielsweise in der holländischen Patentanmeldung Nr. 840326 beschrieben. Im allgemeinen reifen die Tomaten nahe dem unteren Ende der Pflanze zuerst und folglich werden sie zuerst geerntet, während in darauffolgenden Perioden die Tomaten von den höheren Teilen der Pflanze geerntet werden. Um die Teile der Pflanze, von denen die Tomaten zur ernten sind, in Reichweite zu halten, wird der Draht allmählich während der Wachstums- und Ernteperiode von der Rolle abgewickelt.

Das Abwickeln der ersten Länge des Drahtes folgend auf das Aufhängen der Rolle ist ein zeitaufwendiger Vorgang, auch im Hinblick auf die große Anzahl von Rollen, die in einem Glas- bzw. Gewächshaus aufzuhängen sind, in dem Tomatenpflanzen aufgezogen werden. In einigen Fällen ist man daher davon abgekommen, die letzten 3 m Draht auf der Rolle mechanisch aufzuwickeln, sondern diese 3 m lose von Hand aufzuwickeln und sie als ein getrenntes Drahtbündel an der Rolle anzubinden, so daß der Anwender nur den Draht zerschneiden muß, wobei danach der in einem losen Bündel aufgewickelte Drahtteil herabfällt, wobei er leicht am Boden mit seinem unteren Ende befestigt werden kann. Dieses Bilden eines losen Bündels, welches an der Rolle mittels eines Drahtes bzw.Bandes zu befestigen ist, ist jedoch genauso ein arbeitsaufwendiger Vorgang.

Dementsprechend ist es das Ziel der Erfindung, eine Kombination einer Drahtrolle und eines Anbringungselementes bzw. einer Anbringung zu erhalten, die es möglich machen wird, die oben erwähnten Nachteile zu überwinden.

Gemäß der Erfindung kann dies durch Verwendung einer Anordnung zum Training bzw. zur Aufzucht von Pflanzen erreicht werden, die eine Drahtrolle aufweist, auf welche ein Draht aufgewickelt werden kann, und eines Befestigungselementes auf der Rolle, wobei das Befestigungselement Mittel aufweist, um lösbar das Befestigungselement auf der Rolle zu montieren, und eines langgestreckten Trägerteils, wobei der Draht zwei getrennte Anzahlen von Windungen aufweisen kann, wobei eine erste Anzahl von Windungen direkt von der Drahtrolle getragen wird, und wobei eine zweite Anzahl von Windungen auf der Drahtrolle und dem Trägerteil derart getragen wird, daß sich der Trägerteil zwischen der ersten Anzahl von Windungen und der zweiten Anzahl von Windungen erstreckt, und zwar quer zu den Windungen und über eine Ausnehmung der Drahtrolle, die die erste Anzahl von Windungen aufnimmt, während der Trägerteil weiter mit zumindest einem Vorsprung versehen woden ist, der sich vom Trägerteil in eine Richtung weg von der Rolle und quer zu den Teilen der Windungen erstreckt, die von dem Trägerteil getragen werden, um die zweite Anzahl von Windungen auf dem Trägerteil zu halten.

Die Erfindung ist auch auf eine Anordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 7 gerichtet. Wenn eine solche Anordnung verwendet wird, kann die Maschine, durch die der Draht auf die Drahtrolle aufgewickelt wird, für einen Moment angehalten werden, nachdem die erste Anzahl von aufzuwickelnden Windungen auf die Rolle aufgewickelt worden ist, wonach die Anordnung auf der Drahtrolle befestigt werden kann. Dann kann die Maschine wieder zum Wickeln betrieben werden, wodurch die zweite Anzahl von Windungen, die die restlichen ±3 m Draht bilden, auf den Trägerteil des Befestigungselementes aufgewickelt werden.

Nachdem die so erhaltene Anordnung in einem Gewächshaus oder ähnlichem aufgehängt worden ist, kann zumindest der Vorsprung leicht derart entfernt werden, daß die zweite Anzahl von Windungen, die auf dem Trägerteil des Befestigungselementes aufgewickelt worden ist, vom Trägerteil abgenommen werden kann und frei zu Boden fallen wird. Bei der Verwendung der Anordnung gemäß der Erfindung ist es somit möglich, eine schnelle Wicklung des Drahtes auf der Rolle genau so zu bewirken, wie ein schnelles Lösen der gewünschten Drahtlänge von der Rolle.

Die Erfindung wird genauer im folgenden beschrieben werden, und zwar mit Bezug auf die Begleitzeichnungen, die einige mögliche Ausführungsbeispiele der Konstruktion gemäß dieser Erfindung zeigen.

Fig. 1 ist eine Schnittansicht eines ersten Ausführungs beispiels eines Befestigungselementes gemäß der Erfindung;

Fig. 2 ist eine Seitenansicht des in Fig. 1 gezeigten Befestigungselementes, und zwar in Richtung des Pfeils II in Fig. 1 gesehen;

Fig. 3 ist eine Seitenansicht des in Fig. 1 gezeigten Befestigungselementes, und zwar in Richtung des Pfeiles III in Fig. 1 gesehen;

Fig. 4-6 sind jeweils schematische Ansichten eines Teils einer Rolle mit einem im Schnitt gezeigten Befe stigungselement, welches darauf vorgesehen ist, wodurch das Befestigungselement in verschiedenen Positionen mit Bezug auf das Rad abgebildet wird;

Fig. 7 ist eine Schnittansicht eines zweiten möglichen Ausführungsbeispiels eines Befestigungselementes gemäß der Erfindung;

Fig. 8 ist eine Seitenansicht der Fig. 7, und zwar in Richtung des Pfeils VIII Fig. 7 gesehen;

Fig. 9 ist eine Seitenansicht der Fig. 7, und zwar in Richtung des Pfeils IX in Fig. 7 gesehen;

Fig. 10-12 sind Ansichten, die den Fig. 4-6 entsprechen, und zwar von einem Drahtclip mit dem in den Fig. 7-9 gezeigten Befestigungselement.

Das in Fig. 1 gezeigte Befestigungselement 1 weist einen Trägerteil 2 von zumindest im wesentlichen U-förmigem Querschnitt auf, in welchem Versteifungsplatten 3 vorgesehen sind. Ein Vorsprung in Form eines langgestreckten Fingers 4 ist an einem Ende des Trägerteils 2 vorgesehen. Nahe diesem Ende des Trägerteils 2 sind geringfügig sphärische bzw. kugelförmige Vorsprünge 5 auf den Stirnseiten der zumindest im wesentlichen parallelen Schenkel des U- förmigen Trägerteils vorgesehen. Ahnliche Vorsprünge 6 sind auf Flügeln 7 vorgesehen, die in einer Linie mit den parallelen Schenkeln des U-förmigen Trägerteils sind.

Die Rolle ist aus einem stangen- bzw. riegelförmigen Material gebildet und weist einen geraden Mittelteil 8 auf, der über einen Winkel von mehr als 90º an beiden Enden gebogen ist, (wobei nur ein Ende in den Fig. 4-6 gezeigt ist) der in einen Schenkel 10 übergeht, der sich zumindest im wesentlichen parallel zum Mittelteil 8 erstreckt. Das Ende des Schenkels 10, welches vom Schenkel 9 entfernt ist, schließt sich an einen Schenkel 11 an, der sich im wesentlichen parallel zum Schenkel 10 erstreckt. Die Schenkel 10 und 11 bilden einen Haken, durch welchen die Rolle aufgehängt werden kann, und zwar in der in Fig. 4 gezeigten Weise, und zwar von einem sich horizontal erstreckenden Draht oder Kabel 12, welches in einem Gewächshaus vorgesehen ist.

Die Schenkel 9 und 10 definieren einen Raum 13, und zwar sowohl am oberen Teil der in den Fig. 4-6 gezeigten Rolle als auch am unteren Teil der Rolle (nicht in den Figuren gezeigt), in welchem das Aufwickeln des auf die Rolle aufzuwickelnden Drahtes stattfindet.

Anfänglich wird der Draht mechanisch auf die Rolle in herkömmlicher Weise aufgewickelt werden. Vor dem Aufwickeln des letzten Teils des Drahtes, beispielsweise einer Länge von ±3 m, welcher sofort nach dem Aufhängen der Rolle in einem Glashaus, wie oben beschrieben, abgenommen werden muß, wird die Maschine angehalten, durch die der Draht auf die Rolle aufgewickelt wird, und das Befestigungselement 1 wird auf der Rolle in der in Fig. 4 gezeigten Weise befestigt. Wie aus der Fig. 4 klar wird, wird die Biegung zwischen dem Mittelteil 8 und dem Schenkel 9 zwischen den Teilen der parallelen Schenkel des Trägerteils 2 zu liegen kommen, die rechts der Platte 3 gelegen sind, die am weitesten rechts liegt. Der Schenkel kommt zwischen den Flügeln 7 und den benachbarten Teilen der Schenkel des Trägerteils 2 zu liegen. Die Vorsprünge 5 und 6 kommen dadurch hinter den jeweiligen stangen- bzw. riegelförmigen Teilen der Rolle in Eingriff, um eine lösbare Befestigung des Befestigungselementes 1 auf der Rolle zu erhalten. Nachdem das Befestigungselement in dieser Weise vorgesehen bzw. angeordnet worden ist, kann die Vorrichtung zum Aufwickeln des Drahtes auf die Rolle wieder betätigt werden, und es wird klar sein, daß der restliche Teil des Drahtes dann auf den Trägerteil 2 des Befestigungsselementes aufgewickelt wird, welcher sich über den Raum 13 in der in Fig. 4 gezeigten Position erstreckt.

Nachdem eine solche Rolle versehen mit einem Befestigungselement an einem Kabel 12 oder ähnlichem in der in Fig. 4 gezeigten Weise aufgehängt worden ist, kann das Befestigungselement im Uhrzeigersinn in der in den Fig. 5 und 6 gezeigten Weise gedreht werden, was dem Teil des Drahtes löst, der auf dem Trägerteil des Befestigungselementes 1 aufgewickelt ist, um diesen Teil des Drahtes von der Rolle gleitend abzunehmen, und um zu gestatten, daß er zu Boden fällt. Eine weitere Möglichkeit ist es, den vorspringenden Teil 4, der den Draht davon abhält, vorzeitig herabzugleiten, mit dem restlichen Teil des Befe stigungselementes derart zu verbinden, daß der vorstehende Teil 4 leicht vom anderen Teil des Befestigungselementes 1 abgebrochen werden kann, so daß, nachdem der Vorsprung 4 abgebrochen worden ist, der Draht vom Befestigungselement 1 abgenommen werden kann. Darauffolgend kann das Befestigungselement 1 entfernt werden.

Die Fig. 7-9 zeigen ein zweites mögliches Ausführungsbeispiel eines Befestigungselementes. Nachdem diese Anordnung im allgemeinen mit der in den Fig. 1-3 gezeigten Anordnung übereinstimmt, wird das Befestigungselement nicht in seiner Gesamtheit noch einmal beschrieben werden, jedoch sind entsprechenden Teilen in den Fig. 7-9 die gleichen Bezugszeichen wie in den Fig. 1-3 gegeben worden.

In dem in den Fig. 7-9 gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine Ausnehmung 14 in dem Zwischenglied vorgesehen, welches die Schenkel auf dem Trägerteil 2 verbindet, und zwar nahe der Mitte des Trägerteils 2 anstelle des vorstehenden Fingers 4, während ein gekrümmter federnder bzw. elastischer Vorsprung 15, der sich nach oben in Längsrichtung des Befestigungselementes erstreckt, an einer Kante der Ausnehmung anschließt.

Wie insbesondere aus den Fig. 10-12 klar wird, wird der Vorsprung 15 verhindern, daß Windungen des Drahtes, der auf die Drahtrolle aufgewickelt ist, die über das Befestigungselement in der oben beschriebenen Weise laufen, unbeabsichtigt vom Befestigungselement und somit von der Rolle herunterrutschen. Zum Abnehmen der über das Befe stigungselement laufenden Windungen von der Rolle kann die Anbringung wieder in der in den Fig. 11 und 12 gezeigten Weise geschwenkt werden und/oder der Vorsprung 15 kann, wenn er elastisch ist, nach unten gedrückt werden, wie in den Figuren zu sehen, um somit zu ermöglichen, daß die über das Befestigungselement laufenden Windungen heruntergleiten.


Anspruch[de]

1. Anordnung für das Training bzw. die Aufzucht von Pflanzen, wobei die Anordnung folgendes aufweist: eine Drahtrolle (8-11), auf die ein Draht aufgewikkelt werden kann sowie ein Hilfselement (1) an der Rolle, wobei das Hilfselement Mittel (5-7) zum abnehmbaren Anbringen des Hilfselements an der Rolle (8-11) und ein langgestrecktes Trägerteil aufweist, wobei der Draht zwei bestimmte Anzahlen von Windungen aufweist, und zwar eine erste Anzahl von Windungen, die direkt durch die Drahtspule oder -rolle getragen wird und eine zweite Anzahl von Windungen, die auf der Drahtrolle (8-11) und dem Trägerteil (2) getragen wird, und zwar in einer solchen Art und Weise, daß das Trägerteil sich zwischen der ersten Anzahl von Windungen und der zweiten Anzahl von Windungen erstreckt, und zwar quer zu den Windungen und über eine Ausnehmung (13) der Drahtrolle, die die erste Anzahl von Windungen aufnimmt, während das Trägerteil (2) ferner mit mindestens einem Vorsprung (4, 15) versehen ist, der sich von dem Trägerteil (2) in eine Richtung entfernt von der Rolle (8-11) und quer zu den Teilen der Windungen, die durch den Trägerteil (2) getragen werden, erstreckt und zwar zum Halten der zweiten Anzahl von Windungen auf dem Trägerteil.

2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfselement (1) schwenkbar mit der Rolle gekoppelt ist, und zwar nahe einer Seite der Rolle (8-11), und zwar in einer Querrichtung zur Längsrichtung des Drahtes.

3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende des Trägerteils (2) nahe einer Seite (8) der Drahtrolle angeordnet ist, und zwar nahe dem Außenumfang der Drahtrolle (8-11).

4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (4) mit dem Hilfselement (1) in einer solchen Art und Weise verbunden ist, daß er leicht abgebrochen werden kann.

5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (15) gegen eine Federkraft in eine Position bewegt werden kann, in der Windungen, die auf den Trägerteil (2) gewickelt sind, von dem Hilfselement (1) abgenommen werden können.

6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerteil (2) einen zumindest im wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweist, und daß mindestens in der Nähe eines Endes des Trägerteils (2) Vorsprünge (5,6) an den Stirnflächen von zumindest im wesentlichen parallelen Schenkeln des Trägerteils vorgesehen sind.

7. Ein Hilfselement (1), das offensichtlich zur Verwendung mit einer Anordnung gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche dienen soll, wobei das Hilfselement ein langgestrecktes Trägerteil (2) mit einem zumindest im wesentlichen U-förmigen Querschnitt und einem Vorsprung (4, 15) aufweist, der sich von dem Trägerteil in eine Richtung weg, von den freien Kanten der Schenkel des U-förmigen Trägerteils (2) erstreckt, während an einem Ende des U-förmigen Trägerteils (2) die Schenkel des U-förmigen Trägerteils mit Flügeln (7) verlängert wurden, und wobei an den gegenüber einander liegenden Seiten der Flügel (7) sowie den gegenüber einander liegenden Seiten der Enden der Schenkel des U-förmigen Trägerteils (2) entfernt von den Flügeln (7) Vorsprünge (5, 6) vorgesehen sind.







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