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GERÄT, DAS DIE (GLEICHZEITIGE ODER) VERSETZTE AUFZEICHNUNG UND WIEDERGABE EINES BANDES,Z.B. MAGNETISCH, ERLAUBT - Dokument DE69304915T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69304915T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0648368
Titel GERÄT, DAS DIE (GLEICHZEITIGE ODER) VERSETZTE AUFZEICHNUNG UND WIEDERGABE EINES BANDES,Z.B. MAGNETISCH, ERLAUBT
Anmelder Hayat, Marc, Paris, FR;
Ferran, Max de, Bazainville, FR
Erfinder Hayat, Marc, Paris, FR;
Ferran, Max de, Bazainville, FR
Vertreter GRAMM, LINS & PARTNER, 38122 Braunschweig
DE-Aktenzeichen 69304915
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 01.07.1993
EP-Aktenzeichen 939147914
WO-Anmeldetag 01.07.1993
PCT-Aktenzeichen FR9300666
WO-Veröffentlichungsnummer 9401863
WO-Veröffentlichungsdatum 20.01.1994
EP-Offenlegungsdatum 19.04.1995
EP date of grant 18.09.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse G11B 15/56

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ganz allgemein ein Aufnahme- und Abspielgerät eines aufnehmbaren und abspielbaren Bandes, wie beispielsweise eines Bandes eines Video- Bandaufnahmegeräts oder eines Tonbandgeräts.

Die auf dem Markt vorhandenen Geräte dieser Art umfassen nur eine Kopfträgermechanik, auf der sich gleichzeitig die Mittel zur Aufnahme der elektrischen Signale auf einem Magnetband und die Wiedergabemittel durch Abspielen solcher Signale befinden.

Bei der Aufnahme wird das Band mit dem Kopfträger in Berührung gebracht, und die Signale werden auf den Kopf aufgedrückt.

Bei der umgekehrten Handlung, d.h. beim Abspielen, wird das Band wieder mit dem Kopfträger in Berührung gebracht. Die aufgenommenen Meldungen werden von dem oder den Köpfen analysiert, um die vorher aufgenommenen Video- oder Tonsignale abzuspielen.

Die Aufnahme- bzw. Abspielfunktionen schließen sich gegenseitig aus.

Ferner umfaßt dieser Gerätetyp zwei Spulen, die oft in einer Kassette zusammengefaßt sind und jeweils das Band auf einer gewissen Länge von einem seiner Enden aus aufnehmen. Die Rotationsgeschwindigkeiten dieser beiden Spulen sind voneinander abhangig.

So verhält es sich sowohl bei den Tonaufnahmen als auch bei den Bildaufnahmen.

Der Nachteil dieser Geräte besteht darin, daß ausschließlich entweder die Aufnahme auf Band oder das Abspielen vom Band vorgenommen werden können, ohne daß beides gleichzeitig und unabhängig voneinander erfolgen kann. Somit ist es bei Beginn der Aufnahme einer Sendung mittels eines Video-Bandaufnahmegerätes notwendig, das Ende der Sendung abzuwarten, um sie zur Gänze wiedergeben zu können. Mit anderen Worten hat der Benützer nicht die Möglichkeit, während der Aufnahme den Beginn dieser Aufnahme abzuspielen.

Nach dem Dokument EDN ELECTRICAL DESIGN NEWS Band 8 Nr. 9, August 1963, Newton, Massachusetts, Seiten 18 bis 21, ist ein Aufnahme- und Abspielgerät von Informatikdaten bekannt, bestehend aus zwei Sätzen von Aufnahme- und Abspielköpfen und einer Spule für jeden Kopfsatz. Es gibt einen Speicherbehälter zur Aufnahme einer gewissen Bandlänge und deren Lagerung in lockeren und zufallsbedingten Falten, wenn beispielsweise einer der Kopfsätze verwendet wird, um mit konstanter Verzögerung das Aufgenommene abzuspielen oder um mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten aufzunehmen und abzuspielen. Die beiden Spulen werden voneinander unabhängig gesteuert, wie auch die beiden Kopfsätze. Im Rahmen einer zeitversetzten Abspielstruktur kann als Abspielspule jene Spule bezeichnet werden, auf die das Band während eines normalen Abspielens gewickelt wird, und als Aufnahmespule jene Spule, von der das Band zu dem Kopf, der die Aufnahme durchführt, abgewickelt wird.

Nach diesem Dokument geht es hauptsächlich darum, auf Band aufgenommene Informatikdaten mit einem gewissen Zeitraum zwischen der Aufnahme und dem Abspielen zu bearbeiten.

Dieses bekannte Gerät erfordert viel Platz, da das Band von der Aufnahmespule zum Aufnahmekopf, sodann zum Zwischenspeicherbehälter und anschließend zum Abspielkopf durchlaufen muß, um schließlich bei der Abspielspule anzulangen, ganz zu schweigen von den Mechanismen zur Führung des Bandes entlang unterschiedlicher Strecken.

Daraus ergibt sich, daß das bekannte Gerät die Form eines Wandschrankes aufweist.

US-RE 28461 beschreibt ein Kassettenabspielgerät, bei dem auf jeder Seite des Abspielkopfes das Band durch einen Ansaugschacht läuft. Ein besonderes Mittel ist vorgesehen, um eine Bandschleife von der Kassette zum Eingang jedes Schachtes zu bringen. Diese Schächte sollen die Bandspannung regeln. Die beiden Spulen drehen sich bei jeder Verwendung.

Es sind überdies aus US-A-4 388 659 und WO-A-90/00800 Geräte bekannt, die im wesentlichen denselben Gegenstand wie das Dokument EDN haben, die jedoch nicht nur als platzraubend, sondern auch als sehr komplex erscheinen, mit einer zumindest zum Teil geordneten Speicherung des Bandes zwischen dem Aufnahmekopf und dem Abspielkopf.

WO-A-90/00800 möchte der Öffentlichkeit die Möglichkeit vermitteln, ein Band aufzunehmen und unabhängig davon abzuspielen. Nun wird nach diesem Dokument das Band immer im Gerät belassen. Dies widerspricht den Wünschen der Öffentlichkeit, die eine Bibliothek von Aufnahmen anlegen möchte.

Es ist ferner nach JP-A-4 104 678, das den neuesten Stand der Technik darstellt, ein Kassettengerät bekannt, das die Möglichkeit des zeitversetzten Abspielens bietet, bestehend aus einem Aufnahmekopf, einem Abspielkopf und einer Struktur zur Speicherung eines aufgenommenen Teils des Bandes zwischen den Köpfen. Dieses Gerät weist jedoch keine Mittel zum Zurückspulen des aufgenommenen Bandes von der Abspielspule zum Speicherbehälter auf. Der Benützer hat nicht die Möglichkeiten, die die herkömmlichen Tonbandgeräte und Videoaufnahmegeräte bieten. Er kann nicht langsam oder schnell, mit oder ohne Abspielen zurückspulen, indem gleichzeitig die Aufnahme fortgesetzt wird.

Bei allen bekannten Geräten, die das zeitversetzte Abspielen ermöglichen, ist die Anbringung des Bandes entweder nicht präzisiert oder wird durch die Zwischenspeicherung sehr komplex. Die Tatsache, daß WO-A-90/00800 dafür eintritt, das Band nicht auszutauschen, unterstreicht diesen Aspekt.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist es somit, ein Gerät vorzuschlagen, das die Möglichkeit des zeitversetzten Abspielens bietet und auf eine mit der Verwendung der Öffentlichkeit hinsichtlich Preis, Platzbedarf und Bedienungsweise perfekt vereinbarbare Art und Weise angeordnet ist.

Erfindungsgemäß ist das Gerät, das das gleichzeitige oder zeitversetzte Aufnehmen und Abspielen eines Aufnahmebandes, wie beispielsweise eines Bandes eines Video-Bandaufnahmegeräts oder eines Tonbandgeräts ermöglicht, bestehend aus einem Aufnahmekopf, Mitteln für das Ablaufen des Bandes vor dem Aufnahmekopf zu bzw. von einer Aufnahmespule, einem Abspielkopf, Mitteln für das Ablaufen des Bandes vor dem Abspielkopf zu bzw. von einer Abspielspule, wobei die Köpfe jeweils mit Mitteln versehen sind, die es ermöglichen, sie voneinander unabhängig einzusetzen, und andererseits einem Speicherbehälter, der sich funktional zwischen den beiden Köpfen befindet, um einen Teil des Bandes aufzunehmen und zu speichern, wenn der vor dem Abspielkopf befindliche Teil des Bandes von der Bandregion entfernt ist, die sich vor dem Aufnahmekopf befindet, und bestehend aus Mitteln zur Montage für eine Kassette mit zwei Spulen, die jeweils mit einem der Bandenden verbunden sind, wobei der Aufnahmekopf und der Abspielkopf dermaßen angeordnet sind, daß sie jeweils mit einer der Spulen der Kassette zusammenwirken, wobei die eine während des Betriebs die Aufnahmespule bzw. die andere die Abspielspule bildet, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät ferner Mittel umfaßt, um das Band nach dem Einlegen der Kassette in bezug auf den Speicherbehälter in Position zu bringen, wobei der Speicherbehälter das Band in lockeren und zufallsbedingten Falten speichert, und daß das Gerät Mittel umfaßt, um das Band in bezug auf die Aufnahmerichtung von der Abspielspule zu dem Speicherbehälter rückwärts laufen zu lassen.

Die Erfindung kombiniert die "geordnete" Lösung, die von den Kassetten mit zwei Spulen dargestellt wird, mit der "Unordnung", die von der Speicherung in lockeren und zufallsbedingten Falten eines Teils des Bandes, der relativ lang sein kann, dargestellt wird.

Dank der Zusammenfassung der beiden Spulen in einer Kassette, die eine Kassette von derzeit für ein herkömmliches Gerät handelsüblichem Format sein kann, wird die Verwendung deutlich vereinfacht, inklusive des Einlegens und der Entnahme aus dem Gerät. Der Benützer muß nicht einmal mehr das Vorhandensein des Zwischenspeichers berücksichtigen, da die Mittel, um das Band mit dem Speicher in Beziehung zu setzen, die erforderliche Anordnung durchführen.

Die vorliegende Erfindung ermöglicht insbesondere den Benützern der breiten Öffentlichkeit das hier als solches bezeichnete "zeitversetzte Abspielen", das darin besteht, während einer im Gang befindlichen Aufnahme dasselbe Band an einem beliebigen Punkt zwischen seinem Anfang und dem Aufnahmepunkt abzuspielen. Es ist möglich, das Band gegenüber dem Abspielkopf rückzuspulen, ohne den Aufnahmeprozeß zu unterbrechen.

Der Benützer hat ferner die Möglichkeit, ein rasches Abspielen des aufgenommenen Teils durchzuführen, um eventuell Zeit gutzumachen, indem er rasch über Passagen spult, die ihn nicht interessieren, um zum Schluß die Sendung direkt mitzuverfolgen.

Das erfindungsgemäße Gerät kann auch als ein handelsübliches Gerät verwendet werden und besitzt zu diesem Zweck einen raschen Vorlauf und Rücklauf. Es kann nur als Abspiel- oder nur als Aufnahmegerät und für ein Video-Bandaufnahmegerät mit Stopptrick verwendet werden.

Es stellte sich als möglich heraus, ein Band in lockeren Falten, nach dem Zufallsprinzip in einem rechteckigen Gehäuse anzuordnen, wenn das Band daran gehindert wird, sich auf die Seite zu legen. Dazu wird ein Speicher verwendet, der dieselbe Breite wie das Band aufweist, und es werden Mittel eingesetzt, die es daran hindern, sich auf die Seite zu legen. Dies wird vorzugsweise dadurch erzielt, daß das Lager in vertikaler Position angeordnet wird, so daß die Schwerkraft verwendet wird, kann aber durch Gebläse oder Ansaugen oder jedes gleichwertige Mittel erzielt werden. Es stellte sich bei der Benützung heraus, daß auf diese Weise die Aufnahmespule in den Speicher ablaufen kann, ohne daß sie mittels der anderen Spule herausgezogen wird: das Band legt sich nach dem Zufallsprinzip in übereinanderliegende oder nebeneinanderliegende Falten, ohne Knoten zu bilden. Sodann kann bei weiterem Ablaufen der Aufnahmespule die Abspielspule in Betrieb gesetzt werden, die das Band herauszieht, immer noch ohne Knoten zu bilden. Es kann sogar das Abspielband rückgespult werden, so daß die beiden Spulen gleichzeitig in den Speicher ablaufen: bei Wiederabspulen gleiten die Bandteile gegeneinander, und die Falten gehen auf, ohne sich zu verwirren.

Vorzugsweise ist das Gerät dadurch gekennzeichnet, daß es ferner Rollen umfaßt, die es ermöglichen, das Band von der Abspielspule zu dem Speicherbehälter mit verschiedenen Geschwindigkeiten rückwärts zu verlagern, mit oder ohne Abspielen des Bandes.

Das erfindungsgemäße Gerät ist auch dadurch bemerkenswert, daß:

- der Speicherbehälter einen Eingang aufweist, der zwischen den Trägern des Abspielkopfes und des Aufnahmekopfes angeordnet ist,

- der Speicherbehälter in die Richtung der Breite des Bandes eine Abmessung gleich der Breite des Bandes aufweist,

- Mittel vorgesehen sind, um das Ende der Bandreserve in dem Speicher festzustellen und unabhängig oder gemeinsam Mittel, um das Band aus der Position, in die eine Kassette in das Gerät eingelegt wurde, in Schleifenform in das Innere des Speichers zu ziehen,

- ein Bandspannungsdetektor zwischen den beiden Spulen angeordnet ist,

- wenn das Band in dem Speicher gespeichert ist, der Detektor verwendet wird, um anzuzeigen, daß das Speicherlager leer ist, wenn er mit dem Band in Berührung kommt,

- der Detektor aus einer frei drehbaren Rolle besteht, die sich vertikal auf einem Wagen verschiebt, um das Band in das Innere des Speicherbehälters aus der Position, in die eine Kassette in das Gerät eingelegt wurde, in Betriebsposition zu ziehen,

- die Führungs- und Antriebsmechanismen des Bandes von fünf Rollen für jede der beiden Spulen gebildet werden, drei frei drehbaren Rollen und zwei Antriebsrollen für die Abspielspule sowie drei frei drehbaren Rollen und zwei Antriebsrollen für die Aufnahmespule,

- die frei drehbaren Rollen entweder auf Stegen, die von Drehzapfen betätigt werden, oder auf Wägen montiert sind, die sich in Gleitschienen entlang der Länge der für deren Aktivierung notwendigen Verschiebung bewegen,

- die Antriebsrollen der Abspielspule nicht dieselbe Drehrichtung aufweisen, während die Antriebsrollen der Aufnahmespule dieselbe Drehrichtung aufweisen,

- der Speicher eine relativ enge Eingangs-/ Ausgangsöffnung umfassen kann, die mit Mitteln verbunden ist, um eine Bandschleife in das Innere des Speichers zu führen, so daß zwischen dem Aufnahmekopf und dem Abspielkopf das Band in den Speicher eintritt und daraus austritt, welcher als Sackgasse verwirklicht ist.

Die Erfindung wird durch die nachfolgende Beschreibung besser verständlich, welche sich auf die Zeichnung bezieht, auf der als nicht einschränkendes Beispiel ein Gerät für ein Videoband eines Video-Bandaufnahmegeräts dargestellt ist, wobei:

- Figur 1 eine Seitenschnittansicht eines erfindungsgemäßen Video-Bandaufnahmegeräts darstellt;

- Figur 2 den Antriebsmechanismus des Videobandes des Video-Bandaufnahmegeräts aus Figur 1 darstellt;

- Figur 3 eine Vorderansicht des Speichers, der die Kassetten trägt, darstellt; und

- Figur 4 eine vordere Schnittansicht des Geräts darstellt und den Speicherbehälter des Videobandes zeigt.

Wie in Figur 1 ersichtlich, umfaßt das Video-Bandaufnahmegerät getrennt die Abteilungen 30 und 40, die die mechanischen und elektronischen Steuermittel enthalten sollen, einen Kassettenträger 28 und einen Speicherbehälter 33.

Bei diesem Beispiel ist der Speicherbehälter 33 vertikal angeordnet, so daß sich durch die Schwerkraft das Band in lockeren Falten ablegt. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese besondere Durchführungsart beschränkt, und, anstatt die Schwerkraft zu verwenden, kann eine andere Kraft, wie beispielsweise ein Gebläse oder eine Ansaugung, verwendet werden.

Wie in Figur 2 dargestellt, umfaßt der Antriebsmechanismus des Video-Bandaufnahmegeräts zwei Antriebsachsen 4, 5 der Abspielspule 6 bzw. der Aufnahmespule 7, zwei Video- Kopfträger, einen Abspielkopfträger 8 und einen Aufnahmekopfträger 9, frei drehbare passive Rollen 10, 11, 12, 13, frei drehbare aktive Rollen 14, 15, 16, 17, 18, 19, die entweder auf einer Stange 26, die durch einen Drehzapfen 27 für die Rollen 18 und 19 betätigt wird, oder auf Wägen 31 montiert werden, die sich in Gleitschienen 32 für die Rollen 14, 15, 16, 17 und Antriebsrollen 20, 21, 22, 23 bewegen.

Wie in Figur 3 besser ersichtlich, weist der Speicherbehälter 33 einen relativ engen oberen Eingang auf, der zwischen dem Abspielkopfträger 8 und dem Aufnahmekopfträger 9 angeordnet ist.

Bei einem Video-Bandaufnahmegerat sind der Aufnahmekopf und der Abspielkopf selbst beweglich, so daß das Band auf ungefähr 180º gegen sie gedrückt wird, und sie werden nun von beweglichen Trägern getragen, die im nachfolgenden "Kopfträger" genannt werden.

Die Kassette 1, die auf an sich bekannte Weise die Abspiel- und Aufnahmespulen, die das Band 2 tragen, umfaßt, wird händisch in den Kassettenträger 28 eingeführt, sie wird durch die Antriebsachsen der Spulen 4, 5 und die passiven frei drehbaren Rollen 10, 11 fixiert. Der Bandschutz der Kassette 1 öffnet sich, und das Band 2 positioniert sich bei 2a zwischen dem Detektor 3, der sich nun in Position 3a (Figur 2) befindet, und den passiven Rollen 12, 13.

Wie in Figur 3 ersichtlich, besteht der Detektor 3 aus einer frei drehbaren Rolle 25, die auf einem Wagen 24 montiert ist, der vertikal, somit transversal zum Banddurchlauf beweglich ist. Nach Einlegen der Kassette bewegt sich der Wagen 24 automatisch, damit die Rolle 25 das Band 2 in die Betriebsposition zieht, die in vollen Linien in Figur 2 sowie in Figur 3 dargestellt ist. Das Band wird nun zwischen den passiven Rollen 12, 13 und dem Detektor 3 gespannt, welcher das Band eine Schleife beschreiben läßt, damit es vorher in die Eingangs- und Ausgangsöffnung des Speicherbehälters 33 eingreift. Der Speicher 33 ist als Sackgasse verwirklicht. Er erweitert sich stark unter den Köpfen 8, 9 (Figur 4), wobei er überall eine der Bandbreite entsprechende Dicke aufweist.

Der Detektor 3 hat auch die Funktion, einen Bandbruch zu verhindern, wenn das Band gespannt wird und die Abspielspule mit einer Geschwindigkeit angetrieben wird, die größer als die Ablaufgeschwindigkeit der Aufnahmespule ist. Das Vorhandensein dieses Detektors ist vorzuziehen, jedoch nicht unerläßlich: ist der Speicher 33 transparent, kann der Benützer sehen, wie sich der Speicher leert und sich das Band zwischen den Rollen spannt.

Bei der Aufnahme nach der herkömmlichen Verwendung ist die Abspielspule 6 aktiv hinsichtlich des Aufrollens, und die Aufnahmespule 7 ist aktiv hinsichtlich des Abspulens, das Band 2 wird mit der Antriebsrolle 21 und dem Aufnahmekopfträger 9 durch Einsatz der frei drehbaren Rollen 15, 17 in Berührung gebracht, indem deren jeweilige wägen verschoben werden, der Abspielkopfträger 8, die Antriebsrollen 20, 22, 23 und die frei drehbaren Rollen 14, 16, 18, 19 befinden sich hingegen in Ruheposition.

Beim Abspielen, d.h., wenn eine vorher aufgenommene Kassette sichtbar gemacht werden soll, ist die Abspielspule 6 aktiv hinsichtlich des Abspulens, und die Aufnahmespule 7 ist aktiv hinsichtlich des Aufrollens, das Band 2 wird mit dem Abspielkopfträger 8 und der Antriebsrolle 20 durch die frei drehbaren Rollen 14, 16 in Berührung gebracht. Der Aufnahmekopfträger 9, die frei drehbaren Rollen 15, 17, 18, 19 und die Antriebsrollen 21, 22, 23 befinden sich in Ruhestellung.

Bei diesem Abspielen allein kann der Benützer ein rasches Vorspulen durchführen, und das Band wird weiterhin mit der Antriebsrolle 20 und dem Abspielkopfträger 8 in Berührung bleiben. Er kann auch ein rasches Abspielen rückwärts durchführen, bei dem das Band 2 mit dem Abspielkopfträger 8 und der Antriebsrolle 22 in Berührung steht; in diesen beiden Fällen haben die Abspielspule 6 und die Aufnahmespule 7 variable Aufroll- und Abspulgeschwindigkeiten.

Bei dieser herkömmlichen verwendungsart des Video- Bandaufnahmegeräts ist es auch möglich, ein rasches Vorspulen und ein rasches Rückspulen ohne Abspielen oder Aufnahme durchzuführen, wobei sich der Abspielkopfträger 8 und der Aufnahmekopfträger 9 in Ruheposition befinden.

Bei allen diesen herkömmlichen Verwendungen des Video- Bandaufnahmegeräts sind die Antriebsgeschwindigkeiten der Abspiel- und Aufnahmespule voneinander abhängig, der Speicher 33 bleibt weiterhin leer, und der Detektor 3 steht in ständiger Berührung mit dem Band 2.

Erfindungsgemäß kann das Video-Bandaufnahmegerät ferner mit zeitversetztem Abspielen gesteuert werden. In diesem Fall, in dem die Aufnahme durch den Kopfträger 9 dank der Antriebsrolle 21 und der passiven Rollen 15 und 17 aktiv ist, wird die Abspielspule 6 in Ruhe versetzt, und die Antriebsrolle 23 wird durch die frei drehbare Rolle 19 aktiv gesetzt.

Die Rolle 23 zieht nun das Band zum Speicherbehälter 33. Somit wird im Laufe der Aufnahme, bei der das Band 2 wie gewöhnlich mit den Antriebsrollen 21, 23 und dem Aufnahmekopf 9 durch die aktiven frei drehbaren Rollen 15, 17, 19 in Berührung gebracht wird, das Band nicht zu der Abspielspule gezogen und fällt in den Speicherbehälter 33.

Während dieser Bandspeicherung steht der Detektor 3 nicht mehr mit dem Band in Berührung.

Die Inbetriebsetzung des zeitversetzten Abspielens erfolgt durch Aktivierung der Abspielspule 6, durch Wiederaufnahme des in dem Speicher 33 gespeicherten Bandes 2 und durch Herstellung einer Berührung mit der Antriebsrolle 20 und dem Abspielkopfträger 8 durch die frei drehbaren Rollen 14 und 16.

Der Benützer kann einen Teil dieses zeitversetzten Abspielens in beschleunigter Form durchführen, um Zeit gutzumachen und das Ende der Sendung direkt zu verfolgen, ohne jedoch die Aufnahme zu unterbrechen. In diesem Fall steht das Band 2 weiterhin mit dem Abspielkopf 8 und der Antriebsrolle 20 in Berührung, die nun mit rascher Geschwindigkeit durch die Antriebsachse 4 der Abspielspule 6 aktiviert wird, die eine nach einem bekannten Verfahren variable Aufrollart besitzt.

Steht der Detektor 3 wieder mit dem Band 2 in Berührung, was anzeigt, daß der Speicher 33 leer ist, stoppt er das rasche Abspielen, damit das Band 2 nicht reißt, sondern ein Abspielen mit normaler Geschwindigkeit ermöglicht.

Bei dieser zeitversetzten Abspielweise kann der Benützer immer noch ein Abspielen rückwärts oder ein rasches Abspielen rückwärts durchführen; das Band 2 wird nun mit der Antriebsrolle 22, die mit rascher oder normaler Geschwindigkeit aktiviert werden kann, und dem Abspielkopfträger 8 durch die frei drehbaren Rollen 16, 18 in Berührung gebracht.

Schließlich kann der Benützer immer noch beim zeitversetzten Abspielen ein Vorspulen oder Rückspulen bei rascher oder normaler Geschwindigkeit ohne Abspielen durchführen; das Band steht nun nicht mehr mit dem Abspielkopfträger 8 in Berührung, wird jedoch durch die Antriebsrolle 22 beim Rückspulen dank der frei drehbaren Rolle 18 angetrieben und durch die Spule 6 beim Vorspulen mittels der Antriebsachse 4 aufgerollt.

Bei dem auf diese Weise beschriebenen Beispiel ist ein Detektor 3 vorgesehen, der die Funktion hat, die Bandspannung zu erfassen, um einen Bruch zu verhindern. Es ist jedoch möglich, keinen solchen Detektor anzubringen und auf der Rolle 20 und der Achse 4 eine Dynamometervorrichtung zu montieren, die in Abhängigkeit vom Zugwiderstand des Bandes geeicht ist.

Es können jedoch insbesondere Drehzahlmesser auf den Antriebsrollen angebracht werden, um die Länge des im Speicher befindlichen Bandes zu kennen, wodurch nicht nur verhindert werden kann, daß das Band gespannt wird, sondern auch die Größe der Zeitversetzung zwischen der Aufnahme und dem Abspielen in Erfahrung gebracht werden kann.

In der Praxis ist es vorzuziehen, den Speicherbehälter 33 nicht zu füllen, wenn das Gerät dauerhaft nur im Aufnahmebetrieb arbeitet. Es reicht in diesem Fall ein Speicherbehälter kleinerer Abmessung aus, ungefähr 1 Aufnahmestunde entsprechend. Somit kann ein Verwendungsbeispiel sein:

- nur Aufnahme vom Beginn einer Sendung an: das von der Aufnahmespule abgespulte Band wird von der Abspielspule ohne Befüllung des Speichers übernommen;

- vor Ende der Sendung möchte der Benützer den Beginn der Sendung sehen, ohne die Aufnahme zu unterbrechen: er hält die Abspielspule an, spult sie sodann zurück, um das aufgenommene Band in den Speicher 33 zu schicken, dreht die Drehrichtung der Abspielspule wieder um, um das Abspielen bei normaler Geschwindigkeit oder nicht zu beginnen, mit Rückspulmöglichkeit. Das Band läuft vom Aufnahmekopf in den Speicher;

- der Benützer wird durch einen Telephonanruf gestört: er stellt eine Abspielpause ein, die Abspielspule bleibt stehen. Das Band läuft weiterhin vom Aufnahmekopf in den Speicher;

- der Benützer möchte Zeit gutmachen: er spielt das Band beschleunigt ab, bis der Speicher 33 leer ist, sodann verfolgt er die Sendung direkt;

- der Benützer möchte hingegen endgültig das Abspielen einstellen, die Aufnahme aber fortsetzen: er betätigt einen Steuerknopf "Abspielen Stop", der automatisch den Abspielkopf deaktiviert und eine beschleunigte Drehung der Abspielspule in Aufrollrichtung bewirkt, bis kein Band mehr im Speicher 33 vorhanden ist, wonach die Aufnahme "normal" weitergeht.


Anspruch[de]

1. Gerät, welches das gleichzeitige oder zeitversetzte Aufnehmen und Abspielen eines Aufnahmebandes, wie beispielsweise eines Bandes eines Video-Bandaufnahmegeräts oder eines Tonbandgeräts ermöglicht, bestehend aus einem Aufnahmekopf (9), Mitteln für das Ablaufen des Bandes (2) vor dem Aufnahmekopf (9) zu bzw. von einer Aufnahmespule (6), einem Abspielkopf (8), Mitteln für das Ablaufen des Bandes vor dem Abspielkopf zu bzw. von einer Abspielspule (7), wobei die Köpfe jeweils mit Mitteln versehen sind, die es ermöglichen, sie voneinander unabhängig einzusetzen, und andererseits einem Speicherbehälter (33), der sich funktional zwischen den beiden Köpfen (8, 9) befindet, um einen Teil des Bandes aufzunehmen und zu speichern, wenn der vor dem Abspielkopf (8) befindliche Teil des Bandes von der Bandregion entfernt ist, die sich vor dem Aufnahmekopf (9) befindet, und bestehend aus Mitteln zur Montage (28) einer Kassette (1) mit zwei Spulen (6, 7), die jeweils mit einem der Bandenden verbunden sind, wobei der Aufnahmekopf und der Abspielkopf derart angeordnet sind, daß sie jeweils mit einer der Spulen der Kassette zusammenwirken, wobei die eine während des Betriebs die Aufnahmespule bzw. die andere die Abspielspule darstellt, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät ferner Mittel (3, 24, 25) umfaßt, um nach Einlegen der Kassette das Band in bezug auf den Speicherbehälter (33) in Position zu bringen, wobei der Speicherbehälter das Band in lockeren und zufallsbedingten Falten speichert, und daß das Gerät Mittel (8, 22, 4) umfaßt, um das Band in bezug auf die Aufnahmerichtung von der Abspielspule (7) zu dem Speicherbehälter (33) rückwärts laufen zu lassen.

2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es ferner Rollen (18, 22) umfaßt, die es ermöglichen, das Band von der Abspielspule (7) zu dem Speicherbehälter (33) mit verschiedenen Geschwindigkeiten rückwärts laufen zu lassen, mit oder ohne Abspielen des Bandes.

3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Speicherbehälter (33) in vertikaler Lage befindet und einen oberen Eingang aufweist, der zwischen dem Abspielkopf (8) und dem Aufnahmekopf (9) angeordnet ist.

4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicherbehälter (33) in Richtung der Breite des Bandes (2) eine Abmessung gleich der Bandbreite aufweist.

5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch Mittel (3; 24, 25) zur Erfassung des Endes der in dem Speicher (33) enthaltenen Bandlänge.

6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel, um das Band in Position zu bringen, Mittel (24, 25) umfassen, um einen Teil des Bandes (2) in Form einer Schleife in das Innere des Speichers zu ziehen, so daß dieser Bandteil durch den Eingang des Speicherbehälters in diesen eintritt und daraus austritt.

7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel, um einen Teil des Bandes zu ziehen, eine frei drehbaren Rolle (25) umfassen, die vertikal auf einem Wagen (24) verschiebbar ist, um das Band (2) in Betriebsposition in das Innere des Speichers von der Ausgangsposition beim Einlegen der Kassette aus zu ziehen.

8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß ab einer Situation, in der eine Reserve dieses Bandes (2) in dem Speicher (33) gespeichert wird, die frei drehbare Rolle (25) dazu verwendet wird, um anzuzeigen, daß diese Reserve erschöpft ist, wenn sie von dem Band aus dem Speicher nach außen gedrückt wird.

9. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Drehzahlmesser auf den Führungs- und Antriebsmechanismen umfaßt, um die Größe der Zeitversetzung zwischen der Aufnahme und dem Abspielen zu kennen.

10. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher mit Mitteln verbunden ist, um eine Gebläse- oder Ansaugwirkung auf die zufällig von dem Band gebildeten Falten auszuüben.

11. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicherbehälter (33) für das Band eine relativ enge Eingangs-/ Ausgangsöffnung aufweist, die sich zwischen den beiden Köpfen (8, 9) befindet und mit Mitteln (3, 24, 25) verbunden ist, um eine Bandschleife vorher in das Innere des Speicherbehälters (33) eingreifen zu lassen.







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