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Dokumentenidentifikation DE69305425T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0576076
Titel Vorrichtung zum Orientieren von auf einem Bandforderer angeführtes Geflügel mit dem Kopf in Forderrichtung
Anmelder Machinefabriek Meyn B.V., Oostzaan, NL
Erfinder Meyn, Cornelis, c/o Machinefabriek Meyn B.V., NL-1511 AE Oostzaan, NL
Vertreter Andrejewski und Kollegen, 45127 Essen
DE-Aktenzeichen 69305425
Vertragsstaaten DE, DK, ES, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 17.06.1993
EP-Aktenzeichen 932017429
EP-Offenlegungsdatum 29.12.1993
EP date of grant 16.10.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse A01K 45/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Apparat zum Ausrichten von Vögeln auf einem Transportband mit dem Kopfin Förderrichtung.

Bei der automatischen Verarbeitung von Schlachtvögeln kann es erforderlich werden, daß die zu diesem Zeitpunkt noch lebenden Vögel alle in gleicher Richtung ausgerichtet werden, d.h. zum Beispiel, daß sich alle Tiere mit dem Kopf in Förderrichtung auf dem Band befinden. Auf diese Weise ausgerichtete Vögel können von Verarbeitungsapparaturen leicht erfaßt werden, zum Beispiel von Geräten, die die Vögel an den Beinen greifen und mit dem Kopf nach unten hängend mit Hilfe eines Hängeförderers weiterbefördern. Eine solche Apparatur ist zum Beispiel aus dem Patent EP-A-014507 bekannt.

Geräte, die bereits in der Vergangenheit zum Positionieren der Vögel vorgeschlagen wurden, scheinen in der Praxis nicht optimal zu funktionieren. Es muß immer mit der Möglichkeit gerechnet werden, daß ein einzelner Vogel nicht richtig positioniert ist, und der Einsatz einer solchen nicht optimal arbeitenden Anlage kann oft zu Ausfällen führen.

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Apparatur der oben beschriebenen Bauart mit einer hohen Effizienz darzustellen. Dies bedeutet, daß die besagte Apparatur die zugeführten Vögel zu einem hohen Prozentsatz richtig positioniert.

Der erfindungsgemäße Apparat ist in diesem Sinne durch zwei Positioniervorrichtungen gekennzeichnet, die im wesentlichen nebeneinander angeordnet sind, sich um senkrechte Achsen drehen und zwischen sich einen Durchgang für die auszurichtenden Vögel definieren, wobei die Positioniervorrichtungen die gleiche Drehrichtung derart aufweisen, daß sich die eine (erste) Positioniervorrichtung am Durchgang in Richtung der Bewegungsrichtung des Transportbands dreht, während sich die andere (zweite) Positioniervorrichtung am Durchgang entgegengesetzt der Bewegungsrichtung des Transportbands dreht, und wobei weitere Hilfsvorrichtungen die Aufgabe übernehmen, die Vögel mit dem Kopf oder dem Schwanz zuerst in Bewegungsrichtung des Transportbands an den Positioniermechanismus heranzuführen.

Wenn ein Vogel in den Durchgang zwischen den beiden Positioniervorrichtungen mit dem Kopfin Förderrichtung transportiert wird (und somit bereits korrekt positioniert ist), versucht die erste Positioniervorrichtung den Vogel entsprechend der Bewegungsrichtung des Förderbandes weiterzutransportieren, da sich diese Positioniervorrichtung am Durchgang in Förderrichtung dreht. Zwar dreht sich die zweite Positioniervorrichtung am Durchgang entgegengesetzt der Bewegungsrichtung des Förderbandes, dies hat jedoch keinerlei Einwirkung auf den Vogel, da sich die Oberfläche dieser Positioniervorrichtung in Richtung des Gefieders des Vogels und nicht "gegen den Strich" bewegt. Auf diese Weise verbleibt ein bereits richtig positionierter Vogel in der richtigen Position und wird in dieser richtigen Position durch den Durchgang hindurch weiterbefördert.

Falls jedoch ein Vogel mit dem Schwanz in Förderrichtung in den Durchgang zwischen den beiden Positioniervorrichtungen transportiert wird, wird die erste Positioniervorrichtung wiederum versuchen, den Vogel in Bewegungsrichtung des Förderbandes weiterzutransportieren. Da sich die zweite Positioniervorrichtung im Bereich des Durchgangs jedoch entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung des Förderbandes dreht und somit auch entgegengesetzt zum Gefieder des Vogels, kommt es im Zusammenspiel mit der durch die erste Positioniervorrichtung ausgeübten Kraft zu einer Drehbewegung des Vogels um seine senkrechte Achse derart, daß der Vogel nach Ausführung dieser Drehbewegung in der Bewegungsrichtung des Förderbandes weitertransportiert wird. Der Vogel befindet sich also beim Verlassen des Durchgangs in der richtigen Position (der Kopf zeigt in die Bewegungsrichtung des Förderbandes).

Die Hilfsvorrichtung sorgt dafür, daß die Vögel in einer der beiden oben beschriebenen Positionen an die Positioniervorrichtungen herangeführt werden.

Eine bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Apparats ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Lichtquelle an der Seite derjenigen Positioniervorrichtung angebracht ist, die sich an der Passage in Transportrichtung dreht. Die Lichtquelle zieht die Aufmerksamkeit der Vögel auf sich, die mit dem Kopf in Bewegungsrichtung des Förderbandes herangeführt werden. Auf diese Weise wird verhindert, daß derart positionierte Vögel ihren Kopf zu sehr in Richtung der zweiten Positioniervorrichtung drehen, wodurch es dann zu einer Drehung bereits korrekt ausgerichteter Vögel kommen könnte.

In der bevorzugten Ausgestaltung ist weiterhin eine Luftdüse vorgesehen, die sich - in Transportrichtung gesehen - hinter der zweiten Positioniervorrichtung befindet. Die Luftdüse verhindert, daß ein Vogel, der den Durchgang zwischen den beiden Positioniervorrichtungen passiert hat, seinen Kopf zu weit in Richtung der zweiten Positioniervorrichtung dreht, wodurch es ebenfalls zu einer unerwünschten Drehung des Vogels kommen könnte.

Weiterhin kann - in Transportrichtung gesehen - hinter der zweiten Positioniervorrichtung eine weitere Hilfspositioniervorrichtung angebracht werden, die sich ebenfalls um eine senkrechte Achse dreht und zusammen mit der ersten Positioniervorrichtung einen Durchgang für die Vögel definiert, wobei die Drehrichtung dieser besagten Hilfspositioniervorrichtung am Durchgang der Bewegungsrichtung des Förderbandes entspricht, und wobei die erste Positioniervorrichtung und die Hilfspositioniervorrichtung im wesentlichen nebeneinander quer zur Förderrichtung angeordnet sind, während die erste und die zweite Positioniervorrichtung in Förderrichtung gesehen versetzt zueinander angeordnet sind.

Durch das Zusammenspiel der erste und der zweiten Positioniervorrichtung wird jeder Vogel so positioniert, daß sein Kopf in Transportrichtung des Förderbandes zeigt. Als Ergebnis des Zusammenspiels zwischen erster Positioniervorrichtung und Hilfspositioniervorrichtung kann der Vogel dann in Richtung eines anschließend angeordneten Weiterverarbeitungsapparats befördert werden, zum Beispiel einem Gerät, das die Vögel an den Beinen greift und mit den Köpfen nach unten aufhängt. Natürlich kann diese spezielle Ausgestaltung mit einer Druckluftquelle und einer Lichtquelle kombiniert werden.

Wenn die Hilfsvorrichtungen mindestens zwei Walzen beinhalten, die sich um vertikale Achsen drehen und eine Passage für die Vögel definieren, ist es weiterhin praktisch, daß die Drehrichtung der besagten Walzen am Durchgang der Bewegungsrichtung des Transportbandes entspricht. Mit Hilfe dieser Walzen können Vögel, die quer zur Transportrichtung auf dem Förderband sitzen, mit dem Kopf oder dem Schwanz in Transportrichtung des Förderbandes gedreht werden.

Weiterhin ist es möglich, daß zwischen den Walzen und der Positioniervorrichtung eine stationäre Vogelführung angebracht wird, die eine Drehung der Vögel verhindert. Nach Durchlaufen dieser stationären Vogelführung gelangen die Vögel direkt an die beiden oben beschriebenen Positioniervorrichtungen.

Zwischen den Walzen und der Vogelführung können eine oder mehrere Führungswalzen positioniert werden, die die Vögel von den Walzen in die Vogelführung leiten.

Weiterhin ist es von Vorteil, wenn mindestens eine der Positioniervorrichtungen eine unregelmäßige Oberfläche aufweist und z.B. die Form einer Bürste hat. Derartige Bürsten lassen sich sehr leicht und ohne großen Widerstand in Richtung des Gefieders der Vögel bewegen, üben jedoch bei einer Bewegung "gegen den Strich" eine große Kraft auf die Vögel aus. Natürlich können auch die Hilfspositioniervorrichtung, die Walzen und die Führungsrollen aus derartigen Bürsten bestehen.

Entsprechend einer speziellen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Apparats hat die erste Positioniervorrichtung eine unregelmäßige Oberfläche, währen die zweite Positioniervorrichtung eine glatte Oberfläche, wobei die besagte unebene Positioniervorrichtung am Durchgang eine Drehrichtung hat, die der Bewegungsrichtung des Transportbands entspricht, während die glatte Positioniervorrichtung am Durchgang eine Drehrichtung entgegengesetzt der Bewegungsrichtung des Transportbandes hat, wobei die glatte Positioniervorrichtung weiterhin in Kopfhöhe der zugeführten Vögel eine Aussparung aufweist.

Wenn ein Vogel in den Durchgang zwischen den beiden Positioniervorrichtungen einläuft und sein Kopfin Bewegungsrichtung des Transportbandes zeigt (also bereits korrekt positioniert ist), sorgt die unregelmäßige Oberfläche der ersten Positioniervorrichtung für de Weiterbeförderung des Vogels. Die glatte Oberfläche der zweiten Positioniervorrichtung, kann den Vogel kaum greifen, da sich der vordere Teil des Vogels - also der Kopf - in Höhe der Aussparung der glatten Positioniervorrichtung befindet. Auf diese Weise bleibt ein korrekt positionierter Vogel in dieser richtigen Stellung. Wenn jedoch ein Vogel mit dem Schwanz zuerst in den Durchgang zwischen den beiden Positioniervorrichtungen einläuft und somit der Schwanz in de Bewegungsrichtung des Transportbandes zeigt, erfolgt ein Drehen des Vogels, denn die unregelmäßige Oberfläche der ersten Positioniervorrichtung bewirkt eine Weiterbewegung des Vogels in die Bewegungsrichtung des Förderbandes, während die glatte Positioniervorrichtung jetzt am Schwanz des Vogels ansetzt (der nicht in die Aussparung paßt), der im Vergleich zum Kopf größer ist. Dabei entsteht ein ausreichend großes Drehmoment derart, daß diese Seite des Vogels entgegengesetzt der Förderrichtung gedreht wird, d.h. es erfolgt eine Drehung des Vogels um seine Hochachse.

Hierbei ist festzustellen, daß die glatte Oberfläche einer der Positioniervorrichtungen in vorteilhafter Weise dazu beiträgt, einen bereits korrekt positionierten Vogel nicht in Drehung zu versetzen, da die besagte glatte Oberfläche am Vogel nicht genügend Halt findet. Nur wenn ein Vogel in der falschen Position zugeführt wird, ist der in Berührung mit der glatten Positioniervorrichtung kommende Teil des Vogels ausreichend groß, daß eine ausreichend große Kraft zum Drehen des Vogels entsteht.

Es ist von der Konstruktion her vorteilhaft, wenn die Positioniervorrichtung aus Walzen besteht.

In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Apparats hat die glatte Walze die Form einer Eieruhr; des weiteren ist es vorteilhaft, wenn die unebene Walze aus einer Bürste besteht.

Die Funktion dieser speziellen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Apparats kann weiterhin durch eine Ausgestaltung optimiert werden, bei der die glatte Walze in Bewegungsrichtung des Frderbandes relativ zu unebenen Walze leicht versetzt angeordnet ist, während vor den Walzen eine Vogelführung angeordnet ist, die in Relation zur Transportrichtung in einem Winkel angeordnet ist und im wesentlichen einen Durchgang in Richtung der glatten Walze definiert. Durch diese im wesentlichen in Richtung der glatten Walze ausgerichtete Vogelführung wird ein herangeführter Vogel in einem gewissen Winkel zur Längsachse des Förderbandes transportiert, so daß der Schwanz des falsch positionierten Vogels besonders leicht von der glatten Walze erfaßt werden kann. Gleichzeitig wird die unebene Walze aufgrund der leichten seitlichen Versetzung der glatten relativ zu unebenen Walze den Kopf des Vogels leicht erfassen, der hierdurch in die Bewegungsrichtung des Förderbandes gedreht wird.

In diesem Zusammenhang ist eine weitere Ausgestaltung vorteilhaft, bei der die Vogelführung aus einer ersten Führungsschiene, in deren Verlängerung sich die Drehachse der glatten Walze befindet, sowie einer zweiten Führungsschiene besteht, deren Verlängerung im wesentlichen fast den Außenumfang der unebenen Walze berührt. Diese Ausgestaltung bietet besonders dann Vorteile, wenn ein Vogel in einer bereits korrekten Positionierung herangeführt wird. Der nach vorn weisende Kopf des Vogels wird aufgrund der Aussparung in der glatten Walze direkt hinter der Drehachse dieser Walze positioniert, so daß keine unerwünschte Drehung des Vogels stattfinden kann. Die unebene Walze greift dann den Körper des Vogels und schiebt ihn nach vorn.

Die oben erwähnte Vogelführung hat sozusagen eine doppelte Wirkung. Erstens werden die herangeführten Vögel, die sich im allgemeinen über die gesamte Breite des Förderbandes verteilen, korrekt in Richtung des Durchgangs zwischen den Positioniervorrichtungen geleitet. Zum zweiten hat die Geschwindigkeitskomponente, die durch die winkelige Anstellung der Vogelführung in Richtung der glatten Walze hervorgerufen wird, die oben beschriebene Wirkung.

Um die über die Breite des Transportbandes verteilten Vögel optimal in Richtung des Durchgangs zu leiten, ist eine Ausgestaltung vorteilhaft, bei der die Führungsschienen eine sich verengende Vogelführung definieren.

Schließlich wird noch eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Apparats erwähnt, bei der mindestens eine der Positioniervorrichtungen an einem federgespannten drehbaren Arm befestigt ist und sich in Richtung des Durchgangs verschieben läßt. Dies bewirkt eine automatische Anpassung des Apparates an Vögel unterschiedlicher Größe.

Nachstehend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert, in der zwei Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Apparates dargestellt werden.

Fig. 1 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine erste Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Apparats;

Fig. 2 zeigt in drei Schritten den Durchlauf eines bereits richtig positionierten Vogels durch den letzten Abschnitt des in Fig. 1 dargestellten Apparats;

Fig. 3 zeigt den Durchlauf eines mit dem Schwanz in Transportrichtung positionierten Vogels;

Fig. 4 zeigt eine schematische Draufsicht einer zweiten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Apparats;

Fig. 5 zeigt eine Darstellung entlang der Ebene V-V der Fig. 4; und

Fig. 6 zeigt in vier Schritten die Funktion des in Fig. 4 dargestellten Apparats.

In der Draufsicht der Fig. 1 ist eine Fördervorrichtung (1), z.B. ein Bandförderer, zu sehen, dessen Bewegungsrichtung durch einen Pfeil angezeigt wird. In Bewegungsrichtung der Fördervorrichtung (1) sind nacheinander zwei Walzen (2) und (3), eine Führungswalze (4), zwei Führungsschienen (5) und (6), Positioniervorrichtungen (7) und (8) sowie eine Hilfspositioniervorrichtung (9) zu sehen. Die Funktion dieser einzelnen Komponenten des Apparates wird nachstehend beschrieben.

Beide Walzen (2, 3) drehen sich um senkrechte Achsen und definieren zwischen sich einen Durchgang. Die Drehrichtung der Walzen (2, 3) wird so gewählt, daß sie sich im Bereich des Durchgangs in Transportrichtung der Fördervorrichtung (1) drehen. Mit Hilfe dieser Walzen (2, 3) können Vögel, die quer zur Transportrichtung des Förderbandes (1) auf dem Band sitzen, mit dem Kopf oder dem Schwanz in die Transportrichtung ausgerichtet werden.

Diese Walzen (2, 3) können rotierende Bürsten beinhalten. Es ist ebenfalls möglich, mehrere Walzenpaare einzusetzen.

Die Führungswalze (4) dreht sich in der durch den Pfeil angezeigten Richtung ebenfalls um eine senkrechte Achse. Über diese Führungswalze (4) werden Vögel, die den Durchgang zwischen den Walzen (2, 3) passiert haben, einer Führungsvorrichtung überstellt, die aus den beiden Führungsschienen (5, 6) besteht. Die Führungsschienen (5, 6) können eine Führungsvorrichtung definieren, die in der Bewegungsrichtung der Fördervorrichtung (1) schmaler wird. Während des Passierens der Führungsschienen (5, 6) bleiben die Vögel unverändert mit Schwanz oder Kopfin Bewegungsrichtung positioniert.

Hinter den Führungsschienen (5, 6) befindet sich ein Paar Positioniervorrichtungen (7, 8), die in der gezeigten Ausgestaltung ebenfalls um horizontale Achsen rotierende Bürsten beinhalten. Zwischen sich definieren die Positioniervorrichtungen (7, 8) ebenfalls einen Durchgang für die Vögel. Die Drehrichtung der Positioniervorrichtungen (7, 8) wird durch die eingezeichneten Pfeile angezeigt. Die Drehrichtung der Positioniervorrichtung (8) im Bereich des Durchgangs entspricht der Bewegungsrichtung des Förderbandes, während die Drehrichtung der Positioniervorrichtung (8) im Bereich des Durchgangs entgegengesetzt der Bewegungsrichtung des Transportbandes verläuft.

Mit Hilfe der Positioniervorrichtungen (7, 8) werden alle Vögel mit dem Kopf in Bewegungsrichtung des Förderbandes ausgerichtet. In diesem Zusammenhang kommen ebenfalls eine Lichtquelle (10) und eine Luftdüse (11) zum Einsatz. Ihre Funktion wird weiter unten anhand der Fig. 2 und 3 näher erläutert. Hinter der Positioniervorrichtung (8) befindet sich schließlich eine Hilfspositioniervorrichtung (9), die in Verbindung mit der Positioniervorrichtung (7) ebenfalls einen Durchgang für die Vögel definiert.

In Fig. 2 ist die Situation dargestellt, in der ein Vogel (12) gerade aus den Führungsschienen (5, 6) herausbefördert wird. Die Lichtquelle (10) wird eingeschaltet und erregt die Aufmerksamkeit des Tiers. Der Vogel gerät jetzt mit seinem Kopf in den Einzugsbereich der Positioniervorrichtung.

Die Lichtquelle (10) soll verhindern, daß der Vogel nach Verlassen der Führungsschienen (5, 6) seinen Kopfin Richtung der Positioniervorrichtung (8) wendet und durch diese um 180º gedreht wird. Weiterbefördert durch die unebene Oberfläche der Positioniervorrichtung (7) erreicht der Vogel die Position, die in Fig. 2b gezeigt wird. Die Außenfläche der Positioniervorrichtung (8) bewegt sich zwar entgegengesetzt der Bewegungsrichtung des Vogels, aber mit dem Strich der Federn, so daß auf den Vogel beim Passieren des Durchgangs zwischen den Positioniervorrichtungen (7) und (8) kaum eine Kraft ausgeübt werden kann und dieser den Durchgang zwischen den Positioniervorrichtungen (7) und (8) passieren kann. Unterstützt wird dies durch die treibende Kraft der Positioniervorrichtung (7) sowie durch die Bewegung des Förderbandes (1).

Als nächstes wird die Luf tdüse (11) eingeschaltet. Sie liefert einen Luftstrom (Fig. 2c), so daß der Vogel seinen Kopf von der Positioniervorrichtung (8) wegdreht und in den Durchgang zwischen der Hilfspositioniervorrichtung und der Positioniervorrichtung (7) einfährt. Hierdurch erfolgt der weitere Transport in Bewegungsrichtung des Förderbandes (1).

Es ist nicht erforderlich, daß die Lichtquelle (10) und die Luftdüse (11) im Dauerbetrieb arbeiten; es reicht aus, wenn diese Komponenten zum entsprechend richtigen Zeitpunkt eingeschaltet werden.

In Fig. 3 wird gezeigt, wie ein Vogel mit dem Schwanz zuerst aus dem Bereich der Führungsschienen (5, 6) hinaustransportiert wird. In diesem Falle sollte die Lichtquelle vorzugsweise eingeschaltet werden. Der Vogel (12) wird jetzt von der Positioniervorrichtung (7) im Schwanzbereich erfaßt und mit seinem Schwanz in Richtung der Positioniervorrichtung (8) gedreht. Bei der in Fig. 3b gezeigten Situation erfaßt nun auch die Positioniervorrichtung (8) den Vogel, wobei sie sich im Durchgangsbereich entgegenge setzt der Bewegungsrichtung des Förderbandes dreht. Hierdurch wird der Vogel (12) in eine Drehbewegung um seine senkrechte Körperachse versetzt, die durch die Drehung der Positioniervorrichtung (7) unterstützt wird. Der Kopf des Vogels (12) bewegt sich an der Positioniervorrichtung (7) vorbei, und wie in Fig. 3c gezeigt, wird der Vogel mit seinem Kopf in Richtung Bewegungsrichtung des Bandes gedreht, so daß eine Situation wie in Fig. 2c gezeigt entsteht und der Vogel in entsprechender Weise weiter befördert werden kann.

Aus diesen Beschreibungen wird klar, daß die Vögel mit Hilfe dieses Apparates unabhängig von ihrer Anfangsposition auf dem Band in gleicher Weise alle mit dem Kopf in Bewegungsrichtung des Förderbandes ausgerichtet werden können.

Die Walzen (2) und (3), die Führungswalze (4), die Positioniervorrichtungen (7) und (8) und die Hilfspositioniervorrichtung (9) können beweglich gelagert angeordnet werden, so daß auch unterschiedliche Größen der Tiere berücksichtigt werden.

Fig. 4 zeigt eine Draufsicht eines Teils eines Bandförderers (13), auf dem - wie in Fig. 4 gezeigt wird - Vögel von der linken zur rechten Seite transportiert werden. Unmittelbar über diesem Bandförderer (13) sind zwei Positioniervorrichtungen (14, 15) angeordnet, die Walzenform haben und im wesentlich nebeneinander quer zur Bewegungsrichtung des Bandes stehen. Zwischen sich definieren die Positioniervorrichtungen (14) und (15) einen Durchgang für die Vögel.

Die erste Positioniervorrichtung (14) ist fest eingebaut und hat die Form einer Bürste mit einer unebenen Oberfläche. Die zweite Positioniervorrichtung (15) hat eine glatte Oberfläche und ist an einem Arm (17) befestigt, der an einen Drehpunkt (16) drehbar gelagert ist. Der Arm ist über eine Feder (18) gespannt.

Vor den Positioniervorrichtungen (14) und (15) befindet sich eine starre Vogelführung mit aufeinander zulaufenden Schienen. Der abschließende Teil dieser Führung beinhaltet eine erste Führungsschiene(19), in deren Verlängerung sich im wesentlichen die Drehachse (21) der glatten Positioniervorrichtung (15) befindet, sowie eine zweite Führungsschiene (20), deren Verlängerung im wesentlichen mit dem Außenumfang der rauhen Positionierungswalze (14) am Durchgang abschließt.

Wie eindeutig aus Fig. 5 ersichtlich wird, ist die glatte Positionierwalze (15) mit einer umlaufenden Aussparung (22) ausgestattet, die sich in Höhe des Kopfes der herantransportierten Vögel befindet.

Die Positionierwalzen (14) und (15) drehen sich in Richtung der in Fig. 4 eingezeichneten Pfeile.

Ein wie in Fig. 4 gezeigt herbeitransportierter Vogel (der also mit dem Schwanz in Bewegungsrichtung des Bandes auf dem Förderband sitzt) fährt in dieser Position in die Vogelführung ein und wird entlang der Führungsschienen (19) und (20) in Richtung der Positionierwalzen (14) und (15) befördert. Da der Schwanz des Vogels (23) an die Führungsschiene (20) gedrückt wird, versucht das Tier, sein Hinterteil ein wenig in Richtung der Führungsschiene (19) zu drehen. Das Ergebnis dieser Bewegung ist, daß der Schwanz besonders wirksam von der glatten Positionierwalze (15) erfaßt wird, während gleichzeitig ebenfalls die rauhe Positionierwalze (14) den Vogel (23) und besonders dessen Kopf erfaßt. So wird - wie in Fig. 4 gezeigt - der Vogel (23) entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn gedreht, so daß er sich mit dem Kopf in Bewegungsrichtung des Förderbandes befindet.

Dieser Effekt ist ebenfalls in Fig. 6 dargestellt. In Fig. 6a wird der Moment gezeigt, in dem der Vogel (23) den Durchgang zwischen den Positionierwalzen (14) und (15) erreicht hat, nachdem er den Kanal zwischen den Führungsschienen (19) und (20) verlassen hat. Der Schwanz des Vogels (23) wird von der glatten Positionierwalze (15) erfaßt, während der Körper oder der Kopf in den Einzugsbereich der rauhen Positionierwalze (14) geraten. Der Vogel nimmt daraufhin sukzessive die in den Figuren 6b, 6c und 6d gezeigten Positionen ein. Während der besagten Drehung des Vogels kann sich die glatte Positionierwalze (15) der Körpergröße des Vogels anpassen, da sie an dem beweglich gelagerten Arm (17) befestigt ist, der durch die Kraft der Feder (18) gespannt ist (siehe Fig. 4).

Wenn ein Vogel den Kanal zwischen den Führungsschienen (19) und (20) mit dem Kopf in Bewegungsrichtung des Bandes durchlaufen hat, wird sich der Kopf im allgemeinen in der Höhe der umlaufenden Aussparung (22) hinter der Drehachse (21) der glatten Positionierwalze (15) befinden, so daß diese glatte Positionierwalze den Vogel kaum erfassen kann. Die rauhe Positionierwalze (14) erfaßt den Körper des Vogels jedoch derart, daß der Vogel lediglich weiter in Bewegungsrichtung des Transportbandes befördert wird, ohne daß eine Drehung stattfindet. Es ist anzumerken, daß anstelle der in den Figuren dargestellten Walzen ebenfalls Förderbänder eingesetzt werden können, die zwischen sich einen Durchgang für die Vögel definieren.


Anspruch[de]

1. Apparat zum Ausrichten von Vögeln auf einem Transportband mit dem Kopf in Förderrichtung, gekennzeichnet, durch zwei Positioniervorrichtungen (7, 8; 14, 15) die im wesentlichen nebeneinander angeordnet sind, sich um senkrechte Achsen drehen und zwischen sich einen Durchgang für die auszurichtenden Vögel definieren, wobei die Positioniervorrichtungen die gleiche Drehrichtung derart aufweisen, daß sich die eine Positioniervorrichtung (7; 14) am Durchgang in Richtung der Bewegungsrichtung des Transportbandes (1; 13) dreht, während sich die andere Positioniervorrichtung (8; 15) am Durchgang entgegengesetzt der Bewegungsrichtung des Transportbandes dreht, und wobei weitere Hilfsvorrichtungen (2, 3, 4, 5, 6; 19, 20) die Aufgabe übernehmen, die Vögel mit dem Kopf oder dem Schwanz zuerst in Bewegungsrichtung des Transportbandes an den Positioniermechanismus heranzuführen.

2. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lichtquelle (10) an der Seite derjenigen Positioniervorrichtung (7) angebracht wird, die sich an der Passage in Transportrichtung dreht.

3. Apparat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß - in Transportrichtung gesehen - hinter der anderen Positioniervorrichtung (8) eine Luftdüse (11) positioniert ist.

4. Apparat nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß - in Transportrichtung gesehen - hinter der anderen Positioniervorrichtung (8) eine weitere Hilfspositioniervorrichtung (9) angebracht ist, die sich ebenfalls um eine senkrechte Achse dreht und zusammen mit der Positioniervorrichtung (7) einen Durchgang für die Vögel definiert, wobei die Drehrichtung der besagten Hilfspositioniervorrichtung am Durchgang der Bewegungsrichtung des Förderbandes entspricht, und wobei die Positioniervorrichtung (7) und die Hilfspositioniervorrichtung (9) im wesentlichen nebeneinander quer zur Förderrichtung angeordnet sind, während die Positioniervorrichtung (7) und die Positioniervorrichtung (8) in Förderrichtung gesehen versetzt zueinander angeordnet sind.

5. Apparat nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsvorrichtung mindestens zwei Walzen (2, 3) beinhaltet, die sich um eine senkrechte Achse drehen und einen Durchgang für die Vögel definieren, wobei die Drehrichtung der besagten Walzen am Durchgang der Bewegungsrichtung des Transportbandes entspricht.

6. Apparat nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Walzen (2, 3) und der Positioniervorrichtung (7, 8) eine stationäre Vogelführung angeordnet ist, die eine Drehung des Vogels ausschließt.

7. Apparat nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Vogelführung aus zwei Führungsschienen (5, 6) besteht, die einen Durchgang für die Vögel definieren.

8. Apparat nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Walzen (2, 3) und den Führungsschienen (51 6) eine oder mehrere Führungswalzen (4) angeordnet sind.

9. Apparat nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Positioniervorrichtungen (7; 14) eine unregelmäßige Oberfläche aufweist.

10. Apparat nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die entsprechende Positioniervorrichtung (7; 14) die Form einer Bürste hat.

11. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Positioniervorrichtung (14) eine unregelmäßige Oberfläche, die andere Positioniervorrichtung (15) dagegen eine glatte Oberfläche hat, wobei die besagte unebene Positioniervorrichtung (14) am Durchgang eine Drehrichtung hat, die der Bewegungsrichtung des Transportbandes (13) entspricht, während die glatte Positioniervorrichtung (15) am Durchgang eine Drehrichtung entgegengesetzt der Bewegungsrichtung des Transportbandes hat, wobei die glatte Positioniervorrichtung (15) weiterhin in Kopfhöhe der zugeführten Vögel eine Aussparung (22) aufweist.

12. Apparat nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Positioniervorrichtung (14, 15) aus Walzen besteht.

13. Apparat nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die glatte Walze (15) die Form einer Eieruhr aufweist.

14. Apparat nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die unebene Walze (15) aus einer Bürste besteht.

15. Apparat nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die glatte Walze (15) in Relation zu der unebenen Walze (14) und gesehen in Förderrichtung leicht versetzt angeordnet ist, während vor den Walzen eine Vogelführung (19, 20) angeordnet ist, die in Relation zur Transportrichtung in einem Winkel angeordnet ist und im wesentlichen einen Durchgang in Richtung der glatten Walze (15) definiert.

16. Apparat nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Vogelführung aus einer ersten Führungsschiene (19), in deren Verlängerung sich die Drehachse der glatten Walze (15) befindet, sowie einer zweiten Führungsschiene (20) besteht, deren Verlängerung im wesentlichen fast den Außenumfang der unebenen Walze (14) berührt.

17. Apparat nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschienen (19, 20) eine sich verengende Passage für die Vögel bilden.

18. Apparat nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die Positioniervorrichtung (15) an einem federgespannten drehbaren Arm befestigt ist und sich in Richtung des Durchgangs verschieben kann.







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