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Dokumentenidentifikation DE69305461T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0585029
Titel Etikettensatz und Verfahren zur Herstellung desselben
Anmelder Moore Business Forms, Inc., Grand Island, N.Y., US
Erfinder Moore, Richard L., Angola, Indiana 46703, US;
Boggs, Steven W., Florence, South Carolina 29501, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69305461
Vertragsstaaten DE, FR, GB, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 16.08.1993
EP-Aktenzeichen 933064537
EP-Offenlegungsdatum 02.03.1994
EP date of grant 16.10.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse G09F 3/02
IPC-Nebenklasse G09F 3/10   

Beschreibung[de]
ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK UND KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

In zahlreichen Situationen ist es wünschenswert, Verbundetikettensätze mit vielfachen Funktionen herzustellen. Beispielsweise werden bei einer bekannten handelsüblichen Etikettensatzkombination elektronisches Datenverarbeitungspapier mit 70 g/m², das dauerhaften, druckempfindlichen Klebstoff aufweist, und elektronisches Datenverarbeitungspapier mit 70 g/m², das wiederlösbaren, druckempfindlichen Klebstoff aufweist, für vier verschiedene Funktionen verwendet, nämlich als Versandkartonetikett, Behördentypenschildetikett, Energiehinweisetikett für die unter Bewertung gestellte Vorrichtung, und Warnetikett. Dadurch können sämtliche zu einer bestimmten zu vertreibenden Vorrichtung, wie zum Beispiel einem Warmwasserbereiter, gehörende Etiketten gleichzeitig hergestellt werden, so daß die Vorrichtung ordnungsgemäß etikettiert und effizient und effektiv versandt werden kann. Obgleich dieses Konzept sehr praktisch ist, traten Schwierigkeiten hinsichtlich des endgültigen Gebrauchs der zu dem Verbundsatz gehörenden Etiketten auf. Insbesondere war es erforderlich, ein durchsichtiges Polyesterband über das Behördentypenschildetikett (mit der Serien- und Modellnummer) aufzubringen, um die Behördenzulassung für die Haltbarkeit des Etiketts zu erhalten.

Zur Ausschaltung des relativ arbeitsintenbiven und kostspieligen Schrittes des Anbringens eines separaten, durchsichtigen Polyesterbands über das Behördentypenschildetikett, wenn dieses an einem Warmwasserbereiter oder einer ähnlichen Vorrichtung angebracht wird, wurden Versuche unternommen, ein Polyesteretikett mit Trennblatt auf die den Rest der Etiketten enthaltende Bahn zu kleben. Diese Ausführung besaß jedoch eine ungleichmäßige Dicke, und die Dicke am Polyesteretikett war so groß, daß es einige Anschlagsdrucker nicht ohne festzuklemmen durchlaufen würde.

Erfindungsgemäß wird ein Verbundetikettenuatz bereitgestellt, der die oben besprochenen, bei Ausführungen nach dem Stand der Technik auftretenden Probleme ausschaltet. Insbesondere weist die erfindungsgemäße Ausführung eine im wesentlichen gleichmäßige Dicke auf, so daß sie im wesentlichen alle Arten von Anschlagsdruckern zu ihrem Bedrucken mit nicht gleichbleibenden Daten durchlaufen kann, wobei ein Polyesteretikett verwendet wird, so daß das Behördentypenschildetikett direkt auf dem Warmwasserbereiter oder einer anderen Vorrichtung aufgebracht werden kann, ohne daß eine durchsichtige Polyesterbandabdeckung dafür erforderlich ist. Des weiteren ist der erfindungsgemäße Verbund dadurch vorteilhaft, daß das elektronische Datenverarbeitungspapier mit 70 g/m² für das Energiehinweisetikett (und, wo vorgesehen, das Warnetikett) durch ein optisches Zeichenerkennungspapier mit 84 g/m², das wiederlösbaren Klebstoff aufweist, ersetzt wird.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verbundetikettensatz bereitgestellt, der die folgenden Elemente umfaßt: eine Trennblatt-Unterlage mit einer vertikalen Mittellinie, die die Unterlage in eine erste und zweite Seite unterteilt; ein erstes Papieretikett mit druckempfindlichem Klebstoff, das auf der ersten Seite der Unterlage angeordnet ist und auf dem sich auf eine Vorrichtung beziehende erste Angaben aufgedruckt sind; und ein zweites Etikett mit druckempfindlichem Klebstoff, das auf der zweiten Seite der Unterlage angeordnet ist, wobei der druckempfindliche Klebstoff das zweite Etikett direkt an der Unterlage befestigt, und wobei sich auf die Vorrichtung beziehende zweite Angaben auf dem zweiten Etikett aufgedruckt sind; wobei das zweite Etikett aus einem Material hergestellt ist, das hohen Temperaturbedingungen wesentlich besser standhalten kann als Zellulosepapier, so daß die zweiten Angaben darauf nach dem Anbringen an der Vorrichtung über Jahre lesbar bleiben.

Das zweite Etikett besteht in der Regel aus Kunststoff, und zwar vorzugsweise aus Polyester. Ein drittes Etikett mit druckempfindlichem Klebstoff ist auf der zweiten Seite der Unterlage angeordnet und weist darauf aufgedruckte dritte Angaben auf, die Versandangaben umfassen; und ein viertes Etikett ist in der Regel auf der ersten Seite vorgesehen. Bei dem druckempfindlichen Klebstoff des ersten Etiketts, bei dem es sich in der Regel um Zellulosepapier wie zum Beispiel optisches Zeichenerkennungspapier mit 84 g/m² handelt, handelt es sich um wiederlösbaren Klebstoff, während es sich bei dem druckempfindlichen Klebstoff des zweiten Etiketts um dauerhaften Klebstoff handelt. Die zweiten Angaben enthalten in der Regel eine Seriennummer für einen Warmwasserbereiter, eine Modellnummer und ähnliche Angaben. Die gesamte Ausführung weist eine im wesentlichen gleichmäßige Dicke auf und ist besonders für Energiehinweis-, Versand-, Behördenzulassungs- und Warnetiketten, die zu einem Warmwasserbereiter oder dergleichen gehören, geeignet.

Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung des Verbundetikettensatzes unter Verwendung einer Etikettenpapierbahn, die mittels eines druckempfindlichen Klebstoffs an eine erste Fläche einer Trennpapierbahn geklebt ist und so eine Verbundbahn bildet, mit den folgenden Schritten bereitgestellt: (a) Bedrucken des Etikettenpapiers der Verbundbahn; (b) Ausschneiden von Etiketten aus dem Etikettenpapier der Verbundbahn; dann (c) Entfernen des verbleibenden Matrixmaterials von den ausgeschnittenen Etiketten der Verbundbahn; (d) Bedrucken der druckempfindlichen Klebstoff aufweisenden Kunststoffetiketten, und (vorzugsweise nach den Schritten (c) und (d)) (e) Befestigen der druckempfindlichen Klebstoff aufweisenden Kunststoffetiketten auf freigelegten Teilen der ersten Fläche der Trennpapierbahn zur Bildung einer Endbahn, die in einer regelmäßigen Anordnung mehrere Papieretiketten für jedes Kunststoffetikett aufweist. Des weiteren gibt es vorzugsweise den weiteren Schritt (f) nach Schritt (e) des gleichzeitigen Druckens von nicht gleichbleibenden Daten auf die Kunststoffetiketten und das Etikettenpapier der Endbahn. Des weiteren kann es den weiteren Schritt des Bildens der Bahn des Trennpapiers aus zwei getrennten Bahnen geben, wobei eine Bahn letztlich die Kunststoffetiketten enthält und die andere Bahn das Zelluloseetikettenpapier enthält; und Schritt (a) durch Bedrucken von Zelluloseetikettenpapier, das wiederlösbaren druckempfindlichen, es an die Trennpapierbahn klebenden Klebstoff aufweist, durchgeführt wird. Schritt (e) wird in der Regel mit einer Geschwindigkeit von ca. 76 m (250 Fuß) pro Minute (oder ca. tausend Etikettenauf träge pro Minute) durchgeführt.

Gemäß noch einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verbundetikettensatz bereitgestellt, der folgendes umfaßt: eine Trennblatt-Unterlage mit einer vertikalen Mittellinie, die die Unterlage in eine erste und. zweite Seite unterteilt; ein erstes Zellulosepapieretikett mit druckempfindlichem Klebstoff, das auf der ersten Seite der Unterlage angeordnet ist und auf dem sich auf eine Vorrichtung beziehende erste Angaben aufgedruckt sind; und ein zweites Kunststoffetikett mit druckempfindlichem Klebstoff, der das zweite Etikett auf der zweiten Seite der Unterlage direkt an der Unterlage befestigt, und mit sich auf die Vorrichtung beziehenden zweiten Angaben, die auf dem zweiten Etikett aufgedruckt sind. Das Etikett wird durch folgende Schritte hergestellt: (a) Bedrucken des Zelluloseetikettenpapiers mit ersten Angaben; (b) Ausschneiden von Etiketten aus dem Zelluloseetikettenpapier; dann (c) Entfernen des verbleibenden Matrixmaterials von den ausgeschnittenen Etiketten; (d) Bedrucken der Kunststoffetiketten mit zweiten Angaben, und dann nac Schritten (c) und (d) (e) Befestigen der druckempfindlichen Klebstoff aufweisenden Kunststoffetiketten auffreigelegten Teilen der Trennpapierunterlage.

Es ist eine Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung, einen vereinfachten und verbesserten Verbundetikettensatz bereitzustellen. Diese und weitere Aufgaben der Erfindung werden aus der Betrachtung der ausführlichen Beschreibung der Erfindung und aus den beigefügten Ansprüchen ersichtlich.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Figur 1 ist eine Draufsicht eines beispielhaften Verbundetikettensatzes gemäß der vorliegenden Erfindung;

Figur 2 ist eine Querschnittsansicht des Etikettensatzes nach Figur 1 entlang Linien 2-2 in Figur 1;

Figur 3 ist eine perspektivische, schematische Ansicht eines Warmwasserbereiters, an dem zwei der Etiketten aus dem Satz nach den Figuren 1 und 2 angebracht sind;

Figur 4 ist eine schematische Seitenansicht einer beispielhaften, herkömmlichen Vorrichtung zur Herstellung der grundlegenden Komponenten (bevor das Polyesteretikett befestigt wird) des Satzes nach den Figuren 1 und 2; und

Figur 5 ist ein Flußdiagramm, in dem die Ausführung der verschiedenen Schritte bei der Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt wird.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Ein Verbundetikettensatz gemäß der vorliegenden Erfindung wird in Figur 1 allgemein mit der Bezugszahl 10 dargestellt. Die erste Komponente des Satzes 10 umfaßt ein Trennblatt 11, das aus einem ersten Teil 12 und einem zweiten Teil 13 besteht, die sich an einer Naht 14 überlappen (siehe Figuren 1 und 2). Die überlappenden Teile der Naht 14 werden durch einen dauerhaften Klebstoff 14' oder dergleichen zusammengehalten (siehe Figur 2). Die Naht 14 definiert eine vertikale Mittellinie (die sich genau in der Mitte befinden kann oder ansonsten je nach den relativen Abmessungen der den Trennblatt-Teilen 12, 13 zuzuordnenden Etiketten positioniert sein kann), die eine erste und zweite Seite der oberen Fläche der Trennblattunterlage 11 definiert. Obwohl die unterschiedlichsten Materialien verwendet werden könnten, werden die Trennblattunterlagenteile 12, 13 vorzugsweise aus elektronischem Datenverarbeitungspapier mit 70 g/m² gebildet, das selbstverständlich so beschichtet ist, daß es eine Trennfunktion ausführt. Vorzugsweise sind Führungs löcher 15 (siehe Figur 1) entlang beider Ränder der Unterlage 11 vorgesehen, um Zuführung während der Herstellung des Etikettensatzes 10 und während des Druckens zu erleichtern.

Der Satz 10 umfaßt weiterhin ein erstes Papieretikett 16 (vorzugsweise aus Zellulosepapier), das auf der ersten Seite (d.h. auf Teil 13) der Trennpapierunterlage 11 mittig an Naht 14 angeordnet ist. Vorzugsweise handelt es sich erfindungsgemäß bei dem Papier 16 um optisches Zeichenerkennungspapier mit 84 g/m². Ihm ist druckempfindlicher Klebstoff 17 zugeordnet (siehe Figuren 2 und 3), mit dem das Etikett 16 lösbar an dem Trennzwischenlagenteil 13 befestigt ist. Bei dem druckempfindlichen Klebstoff 17 handelt es sich vorzugsweise um einen wiederlösbaren Klebstoff, wie er zum Beispiel von der Firma Moore Business Forms, Inc., mit Sitz in Lake Forest, Illinois, USA, unter dem Handelsnamen "CLEANTAC" vertrieben wird, oder um den wiederlösbaren Klebstoff, der in den handelsüblichen "NOTE STIX"-Produkten von Moore verwendet wird.

Auf dem Etikett 16 sind erste Angaben aufgedruckt. Die ersten Angaben enthalten die Angaben 18, 19, wie beispielhaft in Figur 1 dargestellt. Die Angaben 18 zeigen, daß das Etikett 16 zu einer Vorrichtung - in diesem Falle einem Warmwasserbereiter - gehört, während die Angaben 19 weitere Informationen über die durch die Angaben 18 angegebene Vorrichtung darstellen, und zwar in diesem Falle Energiehinweisinformationen wie zum Beispiel Kosten pro Jahr und Modelle mit den höchsten bzw. geringsten Energiekosten. Des weiteren sind Angaben 20 vorgesehen, die nicht gleichbleibende Angabe umfassen, die für einen bestimmten Warmwasserbereiter, an dem das Etikett 18 angebracht werden soll, aufgedruckt sind.

Der Satz 10 umfaßt des weiteren ein zweites Etikett 22 mit druckempfindlichem Klebstoff 23 (siehe Figur 2), das auf dem zweiten Seitenteil 12 der Trennpapierunterlage 11 angeordnet ist. Mit dem druckempfindlichen Klebstoff 23, bei dem es sich vorzugsweise um einen dauerhaften Klebstoff handelt, wird das zweite Etikett 22 direkt an die Trennpapierunterlage 12 befestigt (siehe Figur 2), so daß der Satz 10 eine im wesentlichen gleichmäßige Dicke aufweist (außer an der Naht 14, die den anschließenden Druckerbetrieb nicht beeinträchtigt). Das Etikett 22 besteht aus einem Material, das Hochtemperaturbedingungen (wie zum Beispiel denjenigen, denen ein Etikett ausgesetzt wäre, wenn es an einem Warmwasserbereiter angebracht ist) wesentlich besser standhalten kann als Zellulosepapier, so daß darauf aufgedruckte Angaben über Jahre lesbar bleiben, wenn es an einer Vorrichtung (wie zum Beispiel einem Warmwasserbereiter) angebracht ist. Bei dem Material des Etiketts 22 handelt es sich vorzugsweise um einen Kunststoff wie zum Beispiel Polyester.

Auf dem Etikett 22 sind gleichbleibende Angaben 24 aufgedruckt, wie zum Beispiel die Vorrichtung, für die es als Behördentypenschildetikett dienen soll (in diesem Fall ein Warmwasserbereiter), die Modelinummer und Seriennummer. Nicht gleichbleibende Daten 25 sind auch darauf als zweite Angaben vorgesehen, wobei es sich bei den nicht gleichbleibenden Daten 25 beispielsweise um die Modellnummer und/oder Seriennummer handelt. Weiterhin können die zweiten Angaben einen zusätzlichen gleichbleibenden oder nicht gleichbleibenden Aufdruck 26 mit anderen Informationen darauf, wie zum Beispiel ein Zertifikatsymbol oder dergleichen, umfassen. Ein Zertifikatsymbol 26 zeigt an, daß eine geeignete Regierungsstelle oder eine Vereinigung die Vorrichtung zugelassen hat.

Damit bei dem gleichen Satz 10 zahlreiche Funktionen bereitgestellt werden können, ist es auch höchst wünschenswert, daß der Satz 10 ein drittes Etikett 28 enthält, das in Wirkzuordnung zu dem Trennpapierteil 12 angeordnet und mittels eines dauerhaften, druckempfindlichen Klebstoffs 27 direkt damit verbunden ist (siehe Figur 1). Das dritte Etikett 28, das vorzugsweise aus elektronischem Datenverarbeitungspapier mit 70 g/m² besteht, wird in erster Linie als Versandetikett benutzt, wobei zum Beispiel ein Etikett 29 bestimmte Funktionen bereitstellt und andere Etiketten 30 Versandfunktionen bereitstellen. Perforationen oder andere Schwächungslinien 31 unterteilen das dritte Etikett 28 in einzelne zusätzliche Etiketten 29, 30, auf denen gleichbleibende Angaben 32 aufgedruckt sind; des weiteren können nicht gleichbleibende Daten 32' darauf aufgedruckt sein (zum Beispiel Versandorte usw.).

Vorzugsweise ist der Teil 12 auch durch eine Schwächungslinie wie zum Beispiel eine Perforationslinie 33, die parallel zur Naht 14 verläuft und ihr benachbart ist, von dem Teil 13 getrennt. Dadurch können die verschiedenen Teile 12, 13 des Etikettensatzes 10 abgetrennt werden, falls gewünscht.

Der Satz 10 umfaßt des weiteren vorzugsweise ein viertes Etikett 35 mit wiederlösbarem (oder dauerhaftem) druckempfindlichen Klebstoff 34 (siehe Figur 1), mit dem es an dem Trennpapierteil 13 befestigt ist, wobei dieses Etikett 35 als Warnetikett dient, auf dem beispielsweise Warnangaben 36 aufgedruckt sind. Falls gewünscht, kann das Etikett 35 in verschiedene Teile trennbar sein, wie zum Beispiel durch Perforationslinie 17 bereitgestellt.

Der Satz 10 enthält des weiteren einen in Querrichtung verlaufenden "oberen" und "unteren" Rand 38 bzw. 39 (siehe Figur 1). Diese Ränder 38, 39 sind vorzugsweise durch Perforationslinien gebildet, und der Satz 10 kann ein Teil einer endlosen, regelmäßigen Anordnung von Sätzen sein, wie durch die gestrichelte Konstruktion eines zweiten Satzes 10 oben in Figur 1 angedeutet.

In Figur 3 ist dargestellt, wie verschiedene Komponenten des Etikettensatzes 10 verwendet werden. Wie in Figur 3 zu sehen, ist das erste Etikett 16 bei einem Haushaltswarmwasserbereiter 40 (gas- oder strombetrieben) (durch den wiederlösbaren Klebstoff 17) ablösbar daran angebracht, wobei das Polyesteretikett 22 dauerhaft daran befestigt ist und über viele Jahre lesbar ist. Das Etikett 22 kann über Jahre den mit der Verwendung auf dem Warmwasserbereiter 40 verbundenen hohen Temperaturen standhalten, während die Angaben 24 - 26 darauf lesbar bleiben, ohne daß das Aufbringen eines durchsichtigen Bandes oder dergleichen darüber zu seinem Schutz erforderlich ist.

Der erfindungsgemäße Etikettensatz 10 wird vorzugsweise in erster Linie auf einer Webtron 1600 oder ähnlichen Maschine hergestellt, wie in Figur 4 allgemein durch die Bezugszahl 42 dargestellt. Eine Rolle 43 aus Zelluloseetikettenpapier, das durch einen druckempfindlichen Klebstoff an einer ersten (oberen) Fläche einer Trennpapierbahn befestigt ist, ist in Zusammenhang mit der Maschine 42 vorgesehen. Vorzugsweise stellen das Etikettenpapier und das Bahntrennpapier eine Verbundbahnrolle 43 mit den Teilen 12, 13 bereit, wobei das elektronische Datenverarbeitungszellulosepapier mit 70 g/m² über dem Teil 12 durch dauerhaften Klebstoff befestigt ist und das optische Datenverarbeitungspapier mit 84 g/m² durch wiederlösbaren Klebstoff an dem Teil 13 befestigt ist. Die Verbundbahn wird einer oder mehreren Druckstationen 44 zugeführt, wo gleichbleibende Angaben (z.B. 18, 19, 24, 32, 36) auf das Etikettenpapier gedruckt werden. Dann wird die Verbundbahn einer Ausschneidestation 45 zugeführt, wo das Etikettenpapier zu Etiketten (z.B. Etiketten 16, 28 und 35) geschnitten wird, und läuft dann auf herkömmlichen Stationen 46, 47, 48 zur Entfernung des Matrixmaterials, wo das Matrixmaterial entfernt und zu einer Abfallrolle 47 neu aufgewickelt wird. Die Verbundbahn, bei der das Matrixmaterial entfernt ist, läuft dann zu einer Schneidstation 49 und danach zu einer Sammelvorrichtung 50, wo sie vorzugsweise harmonikaartig gefaltet wird, wie bei 51 gezeigt, wobei die Endlossätze 10 um ihre Linien 38, 39 gefaltet werden, um die in Figur 4 gezeigte harmonikaartige Faltkonstruktion 51 zu bilden.

Es sei darauf hingewiesen, daß es sich bei einem Teil des von der in Figur 4 behandelten Verbundbahn entfernten Matrixamaterials um das Etikettenpapier über dem Teil des Trennpapierteils 12 handelt, der anschließend durch das Etikett 22 bedeckt wird, so daß der Trennpapierteil 12 dort freiliegt, wo das Etikett 22 schließlich in der harmonikaartigen Konstruktion 51 aufgebracht wird.

Daßes schwierig ist, die Trennblattteile 12, 13 zusammenzukleben, sind sie durch Kleben eines Teils des ursprünglichen Etikettenpapiers am Teil 12 an die Rückseite des Teils 13 an Naht 14 zusammengeklebt. In Figur 2 wird bei 52 ein verbleibender Streifen der Etikettenpapierfläche gezeigt, während in Figur 2 bei 52' ein verbleibender Streifen des Klebstoffs, der ihn an dem Teil 12 hält, gezeigt wird. Der Papierstreifen 52 ist durch den Klebstoff 14' an der Rückseite des Trennblattteils 13 begfestigt.

In Figur 5 werden die von der Vorrichtung 42 nach Figur 4 ausgeführten Schritte und zusätzliche Schritte, die zur Herstellung des endgültigen Etikettensatzes 10 verwendet werden, schematisch dargestellt. Nach dem harmonikaartigen Falten bei 50, 51 werden die Formulare zu einer Maschine 53 geführt, die die Etiketten 22 auf der Bahn befestigt. Bei der Maschine 53 handelt es sich vorzugsweise um eine Formularetikettiersystemmaschine "Transform 180º", die von der Firma Quadrel Labelling Systems mit Sitz in Eastlake, Ohio, USA, erhältlich ist und mit der ca. eintausend Etiketten pro Minute aufgebracht bzw. Formulare mit einer Geschwindigkeit von 250 Fuß pro Minute verarbeitet werden können.

Auf den der Station 53 zugeführten Etiketten werden bei Station 55 gleichbleibende Daten 24 und 26 aufgedruckt, und die Etiketten werden bei 56 auf einer Rolle aufgewickelt. Die Polyesteretiketten werden der Einrichtung 53 in Rollenformat zugeführt, wobei ein Verbundprodukt 57 erzeugt wird, bei dem ein Polyesteretikett 22 auf jede Trennbiattunterlage 11 jedes Satzes 10 der Endlosformularsätze geblasen wurde.

In der Regel wird das bei 57 hergestellte Produkt einem Endkunden wie zum Beispiel dem Hersteller der Vorrichtungen (z.B. Warmwasserbereiter 40), mit denen der Satz 10 verwendet wird, geliefert. Dieser Hersteller führt dann den letzten Schritt des Bedruckens der Sätze mit nicht gleichbleibenden Daten 20, 25 und 32' usw. aus, und zwar beispielsweise unter Verwendung eines Anschlagsdruckers, der die Endlosformulare der Sätze 10 unter Verwendung der Führungsöffnungen 15 dort hindurchführt. Es entsteht das letzte Endprodukt 10.

Nachdem das letzte Endprodukt 10 vorliegt, werden dessen einzelne Etiketten abgezogen und auf der Vorrichtung 40 oder deren Verpackung zum Versand an den Endkunden aufgebracht. Das Etikett 16 wird beispielsweise ablösbar an dem Warmwasserbereiter 40 angebracht, während das Etikett 22 dauerhaft an dem Warmwasserbereiter 40 angebracht wird, und in der Regel werden die verschiedenen Teile des Etiketts 28 an verschiedenen Versanddokumenten oder -verpackungen vorgesehen, und das Warnetikett 35 wird entweder auf der Verpackung oder dem Warmwasserbereiter 40 selbst vorgesehen. Das Etikett 16 wird von dem Endkunden leicht und sauber von dem Warmwasserbereiter entfernt, während das Polyesteretikett 22 über Jahre dauerhaft daran befestigt und lesbar bleibt.

Somit wird ersichtlich, daß erfindungsgemäß ein vorteilhafter Verbundetikettensatz und ein Verfahren zu dessen Herstellung vorgesehen werden. Obgleich die Erfindung hier in einer Ausführung dargestellt und beschrieben wurde, die derzeit als die praktischste und bevorzugteste Ausführungsform davon angesehen wird, ist für gewöhnliche Fachleute ersichtlich, daß im Rahmen des Schutzbereichs der Erfindung viele Modifikationen daran ausgeführt werden können, wobei dieser Schutzbereich der weitesten Auslegung der beigefügten Ansprüche entsprechen soll, so daß alle äquivalenten Anordnungen und Verfahren umfaßt werden.


Anspruch[de]

1. Verbundetikettensatz (10), der folgendes umfaßt:

eine Trennblatt-Unterlage (11) mit einer vertikalen Mittellinie (14), die die Unterlage in eine erste und zweite Seite (13, 12) unterteilt;

ein erstes Papieretikett (16) mit druckempfindlichem Klebstoff (17), das auf der ersten Seite der Unterlage angeordnet ist und auf dem sich auf eine Vorrichtung (40) beziehende erste Angaben (18, 19, 20) aufgedruckt sind; und

ein zweites Etikett (22) mit druckempfindlichem Klebstoff (23), das auf der zweiten Seite (12) der Unterlage angeordnet ist, wobei der druckempfindliche Klebstoff (27) das zweite Etikett direkt an der Unterlage befestigt, und wobei sich auf die Vorrichtung beziehende zweite Angaben (24, 25, 26) auf dem zweiten Etikett aufgedruckt sind; wobei das zweite Etikett aus einem Material hergestellt ist, das hohen Temperaturbedingungen wesentlich besser standhalten kann als Zellulosepapier, so daß die zweiten Angaben darauf nach dem Anbringen an der Vorrichtung über Jahre lesbar bleiben.

2. Verbundetikettensatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Etikett aus einem Kunststoffmaterial, vorzugsweise Polyester, besteht.

3. Verbundetikettensatz nach Anspruch 1 oder 2, weiterhin gekennzeichnet durch ein drittes Etikett (28) mit druckempfindlichem Klebstoff (27), das von dem auf der zweiten Seite (12) der Unterlage angeordneten zweiten Etikett (22) beabstandet ist; und durch auf dem dritten Etikett aufgedruckte dritte Angaben, die Versandangaben umfassen.

4. Verbundetikettensatz nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem druckempfindlichen Klebstoff (17) des ersten Etiketts (16) um einen wiederlösbaren Klebstoff und bei dem dem zweiten Etikett (22) zugeordneten Klebstoff um einen dauerhaften Klebstoff handelt.

5. Verbundetikettensatz nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Angaben eine Seriennummer (25) für einen Warmwasserbereiter oder eine andere Vorrichtung umfassen.

6. Verbundetikettensatz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem ersten Papieretikett (16) um Zellulosepapier handelt.

7. Verbundetikettensatz nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Trennblatt-Unterlagenpapier (11) um ein elektronisches Datenverarbeitungspapier mit 70 g/m² und bei dem ersten Papieretikett (16) um ein optisches Zeichenerkennungspapier mit 84 g/m² handelt.

8. Verbundetikettensatz nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß er eine im wesentlichen gleichmäßige Dicke hat.

9. Verbundetikettensatz nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittellinie (14) eine durch überlappende Teile von Trenublatt-Unterlagenpapier gebildete Naht umfaßt, wobei vorzugsweise Mittel eine Schwächungslinie (33) definieren, die der Naht benachbart ist und parallel dazu verläuft.

10. Verfahren zur Herstellung eines Verbundetikettensatzes nach einem der Ansprüche 1 bis 9 unter Verwendung einer Etikettenpapierbahn, die mittels eines druckempfindlichen Klebstoffs an eine erste Fläche einer Trennpapierbahn geklebt ist und so eine Verbundbahn bildet, mit den folgenden Schritten:

(a) Bedrucken des Etikettenpapiers der Verbundbahn;

(b) Ausschneiden von Etiketten aus dem Etikettenpapier der Verbundbahn; dann

(c) Entfernen des verbleibenden Matrixmaterials von den ausgeschnittenen Etiketten der Verbundbahn;

gekennzeichnet durch

(d) Bedrucken der druckempfindlichen Klebstoff aufweisenden Kunststoffetiketten, und

(e) Befestigen der druckempfindlichen Klebstoff aufweisenden Kunststoffetiketten auffreigelegten Teilen der ersten Fläche der Trennpapierbahn zur Bildung einer Endbahn, die in einer regelmäßigen Anordnung mehrere Papieretiketten für jedes Kunststoffetikett aufweist.

11. Verfahren nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch den weiteren Schritt des Bildens der Bahn (11) des Trennpapiers aus zwei getrennten Bahnen (12, 13), wobei eine Bahn letztlich die Kunststoffetiketten (22) enthält und die andere Bahn nur Zelluloseetikettenpapier enthält.

12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß Schritt (a) durch Bedrucken von Zelluloseetikettenpapier, das wiederlösbaren druckempfindlichen, es an die Trennpapierbahn klebenden Klebstoff aufweist, und Schritt (d) durch Bedrucken von Polyesteretiketten, denen dauerhafter druckempfindlicher Klebstoff zugeordnet ist, durchgeführt wird.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, gekennzeichnet durch den weiteren Schritt (f) nach Schritt (e) des gleichzeitigen Druckens von nicht gleichbleibenden Daten auf die Kunststoffetiketten und das Etikettenpapier der Endbahn.

14. Verbundetikettensatz, der durch das Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13 hergestellt ist.







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