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Dokumentenidentifikation DE69305621T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0605733
Titel VORRICHTUNG ZUR DRAHTSPANNUNGSREGELUNG FÜR EINE DRAHTSCHNEIDE FUNKENEROSIONSMASCHINE
Anmelder Fanuc Ltd., Yamanashi, JP
Erfinder KAJITORI, Toyotada Fanuc Dai-3 Vira-karamatsu, Minamitsuru-gun Yamanashi 401-05, JP
Vertreter Otte und Kollegen, 71229 Leonberg
DE-Aktenzeichen 69305621
Vertragsstaaten CH, DE, LI
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 25.06.1993
EP-Aktenzeichen 939135869
WO-Anmeldetag 25.06.1993
PCT-Aktenzeichen JP9300869
WO-Veröffentlichungsnummer 9400266
WO-Veröffentlichungsdatum 06.01.1994
EP-Offenlegungsdatum 13.07.1994
EP date of grant 23.10.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse B23H 7/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Einstellung der Spannung eines Elektrodendrahtes in einer Drahtschneide-Funkenerosionsmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft insbesondere eine Vorrichtung zur Einstellung der Spannung eines Elektrodendrahts (nachfolgend als Drahtspannungs-Einstellvorrichtung bezeichnet) während einer gewöhnlichen Bearbeitungsoperation. Die Spannungs-Einstellungsvorrichtung ist Bestandteil einer Drahtzuführvorrichtung, die den Elektrodendraht der Funkenerosionsmaschine während der Bearbeitung bereitstellt.

Stand der Technik

Eine Funkenerosionsmaschine mit einer Elektrode in Form eines elektrisch leitenden Drahts, bezeichnet als Elektrodendraht, bringt auf elektrische Weise mit Hilfe einer elektrischen Entladung, die zwischem dem Elektrodendraht und dem Werkstück durch Anlegen einer Entladespannung zwischen beiden erzeugt wird, ein Werkstück in eine gewünschte Form. Der Elektrodendraht wird von einer Drahtspule mittels einer Drahtzuführvorrichtung abgewickelt und bewegt sich über obere und untere Drahtführungen, die in dem Bearbeitungsbereich vorgesehen sind.

Eine Drahtspannungs-Einstellvorrichtung ist zwischen der Drahtspule und der Drahtzuführvorrichtung vorgesehen, um eine Drahtspannung auf den sich bewegenden Elektrodendraht auszuüben.

In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel einer aus dem Stand der Technik bekannten Drahtspannungs-Einstellvorrichtung dargestellt.

Die Drahtspannungs-Einstellvorrichtung gemäß Fig. 3 umfaßt eine Bremsrolle 6, die ein Bremsmoment auf einen Elektrodendraht 2 ausübt. Die Bremsrolle 6 ist mit einer Ausgangswelle 75 einer Pulverkupplung 74 verbunden und ist drehbar um die Ausgangswelle 75 gelagert. Der Elektrodendraht 2 ist um die Bremsrolle 6 herumgewickelt und bewegt sich in eine vorbestimmte Richtung. Eine Eingangswelle 82 der Pulverkupplung 74 ist mit einer Ausgangswelle 80 eines Geschwindigkeitsreduzierers 79 über eine Kupplung 76 verbunden. Eine Eingangswelle (nicht dargestellt) des Geschwindigkeitsreduzierers 79 ist mit einer Ausgangswelle (nicht dargestellt) eines Gleichtstrommotors 78, der zur zuführung des Elektrodendrahts 2 verwendet wird, verbunden.

Die Pulverkupplung 74 ist ein handelsüblich verfügbares Mittel zur Übertragung eines Drehmoments, welches magnetisches Pulver und eine Erregerspule umfaßt. Wenn die Erregerspule erregt wird, erzeugt sie ein magnetisches Feld. In diesem magnetischen Feld verbindet das magnetische Pulver die Eingangswelle 82 mit der Ausgangswelle 75, so daß das Drehmoment von der Eingangswelle 82 auf die Ausgangswelle 75 übertragen wird. Das magnetische Pulver ermöglicht einen Schlupf zwischen der Eingangswelle 82 und der Ausgangswelle 75. Das von der Eingangswelle 82 auf die Ausgangswelle 75 übertragene Drehmoment wird durch den Strom der Erregerspule gesteuert, welche den Schlupf zwischen den beiden Wellen steuert. Während eines gewöhnlichen Bearbeitungsvorgangs der Funkenerosionsmaschine erzeugt das Bremsmoment auf der Bremswalze 6 die Spannung in dem Elektrodendraht 2.

Sobald die Funkenerosionsmaschine mit dem Bearbeitungsvorgang beginnt oder wenn der Elektrodendraht 2 gebrochen ist, muß ein Elektrodendraht 2 installiert werden, d.h. ein neuer Teil des Elektrodendrahts 2 muß von der Drahtrolle (nicht dargestellt) gezogen werden und mittels der Drahtzuführvorrichtung, die in der unteren Drahtführung oder innerhalb eines Fußes vorgesehen ist, zugeführt werden. Dieser Prozeß wird als "Drahtverbindung" bezeichnet.

Die Drahtspannungs-Einstellvorrichtung wird auch während der Drahtverbindung benutzt. Der Gleichstrommotor 78 wird in Betrieb genommen, nachdem der neue Teil des Elektrodendrahts 2 von der Drahtrolle abgezogen und um die Bremswalze 6 herumgewickelt wurde.

Die Drehung des Gleichstrommotors 78 wird auf die Eingangswelle 82 der Pulverkupplung 74 durch die Kupplung 76 übertragen. Sobald Strom an die Pulverkupplung 74 angelegt wird, wird die Eingangswelle 84 mit der Ausgangswelle 75 verbunden. Aus diesem Grunde wird die Drehung des Gleichstrommotors durch die Ausgangswelle 75 auf die Bremswalze übertragen. Durch die Drehung der Bremswalze 6 wird der Elektrodendraht 2 hin zu der Drahtzuführvorrichtung geführt. Die obenbeschriebene Drahtverbindung wird als "automatische Drahtverbindung" bezeichnet, da sie automatisch als eine der Funktionen der Funkenerosionsmaschine ausgeführt wird.

Sobald die Drahtverbindung durchgeführt ist, wird der Strom des Gleichstrommotors 78 abgeschaltet. Da der Elektrodendraht 2 um die Bremswalze 6 herumgewickelt ist, dreht sich die Bremswalze 6 weiter als Folge der Reibung zwischen der Oberfläche der Bremswalze 6 und dem sich bewegenden Elektrodendraht 2. In Verbindung mit Fig. 3 wird verständlich, daß die Pulverkupplung 74 das Bremsmoment auf die Bremswalze 6 mit Schlupf zwischen der Eingangswelle 82 und der Ausgangswelle 75 ausübt, wenn der Gleichstrommotor 78 abgeschaltet wird, da die Eingangswelle 82 der Pulverkupplung 74 an einer Drehung durch den Geschwindigkeitsreduzierer 79 gehindert wird. Die an die Pulverkupplung 74 angelegte Spannung ist gesteuert, um ein prazises Bremsmoment zu erzeugen. Das Bremsmoment übt eine Spannung auf den Elektrodendraht 2 aus.

Aus der obigen Beschreibung wird deutlich, daß bei der in Fig. 3 dargestellten Drahtspannungseinstellvorrichtung die Pulverkupplung 74 und der Gleichstrommotor 78 aufeinander ausgerichtet miteinander verbunden sind, um sowohl die Drahtzuführungsfunktion als auch die Drahtspannungseinstellfunktion zu ermöglichen.

Die Drahteinstellvorrichtung des Stands der Technik, dargestellt in Fig. 3, weist jedoch den Nachteil auf, daß eine automatische Drahtverbindung nicht zufriedenstellend durchgeführt werden kann. Wenn der Elektrodendraht 2 durch den Gleichstrommotor 78 zur automatischen Drahtverbindung zugeführt wird, muß die Eingangswelle 82 der Pulverkupplung 74 mit der Ausgangswelle 75 verbunden werden, um die Drehung des Gleichstrommotors 78 auf die Bremswalze 6 zu übertragen. Das Bremsmoment wirkt als Hindernis auf eine Kraft, die von der Drahtzuführvorrichtung zum Ziehen des Elektrodendrahts 2 erzeugt wird. Dies stört die automatische Drahtverbindung.

Zur Überwindung dieses Problems umfassen einige Drahtschneide-Funkenerosionsmaschinen einen Drahtzuführer mit einem Gleichstrommotor und eine unabhangige Drahtspannungseinstellvorrichtung mit einer Pulverkupplung. Diese Art von Drahtschneide-Funkenerosionsmaschinen weisen jedoch den Nachteil auf, daß die Maschine zwei unabhängige Vorrichtungen benötigt, nämlich die Drahtzuführvorrichtung und die Drahtspannungseinstellvorrichtung, wodurch hohe Kosten verursacht werden.

Eine andere Drahtspannungseinstellvorrichtung, offenbart in der ungeprüften japanischen Patentveröffentlichung (Kokai) Nr. 63-300823 umfaßt eine elektromagnetische Bremse 15 mit hohem Drehmoment und eine elektromagnetische Bremse mit niedrigem Drehmoment, um einen großen Bereich von Drahtspannungen zu ermöglichen (siehe Fig. 1 in der oben erwähnten Veröffentlichung). Die Veröffentlichung offenbart jedoch nicht die Beziehung zwischen dem elektrischen Motor und der elektromagnetischen Bremse. Darüber hinaus ist die elektromagnetische Bremse mit niedrigem Moment ein Mittel zur Ausübung eines präzisen Moments auf einen dünnen Elektrodendraht, aber kein Mittel zur effektiven Verbindung des Elektrodendrahts.

Darüber hinaus sind einige Drahtzuführvorrichtungen verbessert worden, um die Kraft zum Ziehen des Elektrodendrahts während des Betriebs des in Fig. 3 dargestellten Typs einer Drahtspannungseinstellvorrichtung zu vergrößern.

Z.B. umfaßt eine Drahtzuführungsvorrichtung eine schaltbare Walze, die durch einen auf die schaltbare Walze gerichteten Strahl der Bearbeitungsflüssigkeit gedreht wird, um den Elektrodendraht in die untere Drahtführung zu ziehen. Eine andere Drahtzuführvorrichtung ist so ausgebildet, daß die Maschinenflüssigkeit in Form eines Strahls in ein Armglied der unteren Drahtführung gerichtet ist und der Elektrodendraht in die untere Drahtführung durch den Fluß der Maschinenflüssigkeit gezogen wird. Die beiden oben erwähnten Vorrichtungen erhöhen jedoch nicht die Zugkraft.

Es ist denkbar, daß, um die Zugkraft genügend zu erhöhen, eine Drahtzuführvorrichtung einen elektrischen Motor und eine schaltbare Walze, die mit dem Motor verbunden ist, umfassen kann. In neueren Ausführungen von Funkenerosionsmaschinen ist jedoch das Werkstück und wenigstens ein Teil der Drahtzuführvorrichtung in die Maschinenflüssigkeit eingebettet. Aus diesem Grunde ist es schwierig, ein gewöhnliches elektrisches Mittel in der Drahtzuführvorrichtung in der unteren Drahtführung zu verwenden.

Aus diesem Grunde umfaßt eine Drahtschneide-Funkenerosionsmaschine einen elektrischen Motor innerhalb eines Fußes derselben und der elektrische Motor dreht eine schaltbare Walze über einen zwischen beiden angeordneten Riemen. Dieser Typ von Drahtzuführvorrichtung kann eine genügend hohe Kraft erzeugen, verglichen mit dem Bremsmoment der Pulverkupplung 74. Auf diese Weise muß jedoch der Riemen in einen Sumpf der Maschinenflüssigkeit geführt werden. Dies erfordert eine aufwendige Dichteinrichtung für die Naschinenflüssigkeit.

Beschreibung der Erfindung

Aus diesem Grunde ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Drahtspannungseinstellvorrichtung zu vermitteln, die sowohl eine Drahtzuführungsfunktion als auch eine Drahtspannungseinstellfunktion aufweist und bei welcher der Widerstand der Drahtspannungseinstellvorrichtung reduziert ist, wenn die Drahtzuführvorrichtung am Elektrodendraht während einer automatischen Drahtverbindung zieht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung zur Einstellung der Spannung eines Elektrodendrahts in einer Drahtschneide-Funkenerosionsmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, daß das Bremsmittel ein elektromagnetisch betriebenes Mittel sein kann, wie beispielsweise eine Pulverkupplung.

Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform kann das in eine Richtung drehbare Übertragungsmittel eine in eine Richtung wirkende Kupplung umfassen, die mit einer Riemenscheibe auf der ersten Welle durch einen Riemen verbunden ist.

Das drehbare Antriebsmittel kann einen Gleichstrommotor umfassen.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Diese und weitere Merkmale der Erfindung werden aus den Ansprüchen und der folgenden Beschreibung in Verbindung mit der beiliegenden Zeichnung deutlich. In der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 eine schematische, schaubildliche Darstellung einer Drahtschneide-Funkenerosionsmaschine;

Fig. 2 eine schematische Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Drahtspannungseinstellvorrichtung; und

Fig. 3 eine schematische Schnittdarstellung einer Drahtspannungseinstellvorrichtung gemäß dem Stand der Technik.

Bevorzugte Ausführungsform der Erfindung

Wie aus Fig. 1 hervorgeht, umfaßt eine Drahtschneide- Funkenerosionsmaschine einen Elektrodendraht 2, der sich über eine obere Drahtführung 20 und eine untere Drahtführung 26 unter Spannung bewegt, und einen Werkstückträger 24, der entlang dem gewünschten Bearbeitungsweg mittels eines X-Y-Tisches 30 und 32 bewegbar ist.

Ein Werkstück 22, das auf dem Werkstückträger 24 befestigt ist, wird entlang eines vorgegebenen Bearbeitungsweges durch den X-Y-Tisch 30 und 32 zugeführt, um es durch Bearbeitung in eine gewünschte Form zu bringen.

Um den Entladefunken zwischen dem Elektrodendraht 2 und dem Werkstück 22 zu stabilisieren und um den Bearbeitungsbereich zu kühlen, wird Maschinenflüssigkeit 25, wie z.B. deionisiertes Wasser oder Kerosin verwendet. In einigen Funkenerosionsmaschinen wird die Maschinenflüssigkeit von einer Düse auf den Bearbeitungsbereich geleitet, die an einer Position nahe der oberen und unteren Führung 20 und 26 vorgesehen ist. Neuere Typen von Drahtschneide-Funkenerosionsmaschinen umfassen jedoch ein Becken 21 auf der oberen Oberfläche des X-Y-Tisches 30 und 32, in welchem die Maschinenflüssigkeit 25 enthalten ist. Das Werkstück 22, der Werkstückträger 24, die untere Drahtführung 26 und ein Trägerarm 28 für die untere Drahtführung sind in die Maschinenflüssigkeit 25 innerhalb des Beckens 21 eingebettet.

Der Elektrodendraht 2 wird von einer Drahtspule 4 abgezogen und erstreckt sich zwischen einer Bremswalze 6 und einer zusätzlichen Walze 8, wie durch die Pfeile 1 bis 5 dargestellt. Der Elektrodendraht 2 wird den oberen und unteren Drahtführungen 20 und 26 über eine Vielzahl von Führungswalzen 10 zugeführt und in den Trägerarm 28 der unteren Führung 26 unter Spannung durch eine Drahtzuführvorrichtung 27, 34 und 36 hineingezogen, nachdem er durch die oberen und unteren Drahtführungen 20 und 26 gelangt ist. Der Elektrodendraht 2 wird nach Beendigung des Bearbeitungsvorgangs in einem Behälter 38 gesammelt, der in einem Bett 14 zur Sammlung des gebrauchten Elektrodendrahts vorgesehen ist.

Die in Fig. 1 gezeigte Drahtzuführvorrichtung umfaßt z.B. eine schaltbare Walze 27, eine Drahtführung 34 und Drahtzugwalzen 36. Die schaltbare Walze 27 ist drehbar dadurch, daß die Maschinenflüssigkeit 25, die in dem Becken 21 enthalten ist, in Form eines Strahls auf sie gerichtet wird. Die Drahtzugrollen 36 werden von einem (nicht dargestellten) elektrischen Motor betrieben.

Wie aus Fig. 2 hervorgeht, welche eine Schnittdarstellung entlang einer Linie I in Fig. 1 darstellt, umfaßt eine erfindungsgemäße Drahtspannungseinstellvorrichtung, ein Gehäuse, welches von Seitenwänden 42 und 46 und einer Vielzahl von Trägern 44 gebildet wird. Das Gehäuse ist an einer Seitenwand 40 der Funkenerosionsmaschine befestigt. Der Elektrodendraht 2 wird von der Drahtspule 4 abgezogen, um die Bremswalze 6 entlang der Pfeile 1 und 5 gewickelt und erstreckt sich hin zu der Führungsrolle 10. In der dargestellten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Elektrodendraht 2 einmal um die Bremswalze 1 gewickelt. Es versteht sich jedoch, daß der Elektrodendraht 2 mehr als zwei Mal um die Bremswalze 6 gewickelt sein kann.

Die Bremswalze 6 ist auf einer ersten Welle 66 über einen Flansch 84 befestigt. Die erste Welle 66 ist drehbar in einer durchgängigen Öffnung befestigt, die in der Seitenwand 46 ausgebildet ist, mittels bekannter Lagermittel 70, z. B. einer Walzenlagerung. Das dem Ende der ersten Welle 66 entgegengesetzte Ende, an welcher die Bremswalze 6 befestigt ist, ist mit einer Rotorwelle 62 einer Pulverbremse 60 über eine Kupplung 64 verbunden. Die Pulverbremse 60 ist an der Seitenwand 42 durch einen Flansch 43 befestigt.

Die Pulverbremse 60 ist ein an sich bekanntes Drehsteuerungsmittel, das ausgebildet ist wie die oben beschriebene Pulverkupplung 74. Die Pulverbremse 60 umfaßt magnetisches Pulver und eine Erregerspule innerhalb eines Gehäuses. Wenn die Spule erregt wird, wird ein magnetisches Feld erzeugt. Das magnetische Feld wirkt auf das magnetische Pulver, welches die Rotorwelle 62 mit dem Gehäuse verbindet, wodurch die Rotorwelle 62 abgebremst wird. Das magnetische Pulver ermöglicht auch einen Schlupf zwischen der Welle 62 und dem Gehäuse. Der Schlupf wird durch den Strom der Erregerspule gesteuert und als Folge davon ist das Bremsmoment der Welle 62 gesteuert.

Die erste Welle 66 weist eine Riemenscheibe 68 auf, die zwischen den Lagermitteln 70 und der Kupplung 64 angeordnet ist. Die Riemenscheibe 68 ist auf der ersten Welle 66 in einer an sich bekannten Weise wie beispielsweise einer Preßpassung oder über einen Keil befestigt, so daß sich die Riemenscheibe zusammen mit der ersten Welle dreht.

Eine Einrichtungskupplung 56 ist auf einer zweiten Welle 54 vorgesehen. Die Einrichtungskupplung 56 ist ein an sich bekanntes Mittel zur Übertragung einer Drehbewegung in eine Richtung. Wenn eine Welle mit einer Einrichtungskupplung versehen ist, die in zwei Richtungen gedreht werden kann, überträgt die Kupplung die Drehbewegung der Welle in eine der beiden Richtungen. Obwohl verschiedene Typen von Einrichtungskupplungen bekannt sind, die in der erfindungsgemäßen Drahtspannungseinstellvorrichtung verwendet werden können, ist es vorteilhaft, einen Typ auszuwählen mit einem möglichst kleinen Leerlaufdrehmoment und mit einem möglichst kleinen radialen Spiel der Welle im Leerlauf.

Ein Riemen 72 ist zwischen der Riemenscheibe 68 und der Einrichtungskupplung 56 vorgesehen. Der Riemen 72 kann auch durch andere Mittel, welche die Drehbewegung der ersten Welle 66 auf die zweite Welle 54 übertragen können, wie z.B. Ketten, realisiert sein. In diesem Falle ist die Riemenscheibe 68 durch ein Kettenrad ersetzt.

Ein Ende der zweiten Welle 54 ist in einer in der Seitenwand 46 vorgesehenen Öffnung durch ein Lagermittel 58, wie beispielsweise eine Walzenlagerung, befestigt. Durch eine Kupplung 52 ist das andere Ende der zweiten Welle 54 mit einer Welle 50 des drehbaren Antriebsmittels 48 verbunden, um den Elektrodendraht 2 während einer automatischen Drahtverbindung des Elektrodendrahts 2 zuzuführen. Das drehbare Antriebsmittel 48 umfaßt einen Gleichstrommotor und einen Geschwindigkeitsreduzierer. Es ist jedoch möglich, einen anderen Typ eines an sich bekannten elektrischen Motors zu verwenden.

Der Betrieb der erfindungsgemäßen Drahtspannungseinstellvorrichtung wird in Verbindung mit den Fig. 1 und 2 beschrieben.

Während einer gewöhnlichen Operation der Drahtschneide- Funkenerosionsmaschine ist der Elektrodendraht 2 durch das Bearbeitungsgebiet geführt und erstreckt sich zwischen der Bremswalze 6 und der zusätzlichen Walze 8 entlang der Pfeile 1 bis 5, wie in Fig. 1 dargestellt. Zu dieser Zeit wird die Bremswalze 6 durch Eingriff mit dem Elektrodendraht 2 gedreht. Die Drehung der Bremswalze 6 wird nicht auf den Gleichstrommotor 48 übertragen aufgrund des Leerlaufs der Einrichtungskupplung. Die Pulverbremse 60 wird erregt, um ein Bremsmoment zu erzeugen. Die Steuerung des Stroms führt in der Pulverkupplung 60 zu der Ausübung einer geeigneten Spannung auf den Elektrodendraht 2 mit Schlupf zwischen dem Gehäuse (nicht dargestellt) und der Rotorwelle 62. Wenn die Funkenerosionsmaschine mit dem Bearbeitungsvorgang beginnnt, oder wenn der Elektrodendraht 2 gerissen ist, wird eine automatische Drahtverbindung wie folgt ausgeführt.

Der Elektrodendraht 2 wird von der Drahtspule 4 abgezogen und um die Bremsrolle 6 gewickelt. In diesem Falle dreht der Gleichstrommotor 48 die Bremsrolle 6 durch die Einrichtungskupplung 56, den Riemen 72 und die Riemenscheibe 68. Dies führt zu einer Zuführung des Elektrodendrahts 2, der von der Drahtspule 4 abgezogen und um die Bremsrolle 6 gewickelt wird. Wenn der Elektrodendraht 2 die untere Drahtführung 26 der Funkenerosionsmaschine erreicht, gelangt der Elektrodendraht 2 in Eingriff mit der schaltbaren Walze 27 der Drahtzuführungsvorrichtung. Die einrückbare Walze 27 zieht den Elektrodendraht 2 mit einer größeren Geschwindigkeit als die Zuführgeschwindigkeit der Bremswalze 6. Aus diesem Grunde wird der Elektrodendraht 2 durch die untere Drahtführung 26 und deren Trägerarm 28 mittels der Drahtzuführungsvorrichtung 27, 34 und 36 geführt. Zu dieser Zeit ist der Widerstand der Drahtspannungseinstellvorrichtung des Elektrodendrahts 2 unterbrochen durch den Leerlauf der Einrichtungskupplung 56. Während dieser Zeit übt die Pulverkupplung 60 kein Bremsmoment auf den Elektrodendraht 2 aus, da die Pulverkupplung 60 nicht erregt ist.

Es versteht sich nach dem oben erwähnten, daß nachdem die Einrichtungskupplung 56 den Widerstand der Drahtspannungseinstellvorrichtung unterbricht, die Drahtzuführvorrichtung den Elektrodendraht ziehen kann, um eine zuverlässige automatische Drahtverbindung auszuführen, da die Drahtzuführungsvorrichtung vom Typ einer durch die Maschinenflüssigkeit in Form eines Strahls betriebenen schaltbaren Walze ist, welche eine kleine Zugkraft auf den Elektrodendraht ausübt.

Darüber hinaus ist die Drahtzuführungseinstellvorrichtung gemäß vorliegender Erfindung ein integraler Bestandteil der Drahtzuführvorrichtung. Dies führt zu einer Reduktion der Abmessungen der Vorrichtung und der Herstellungskosten.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zur Einstellung der Spannung eines Elektrodendrahtes in einer Drahtschneide-Funkenerosionsmaschine, wobei der Elektrodendraht (2) durch die Vorrichtung durch das Bearbeitungsgebiet geführt wird, umfassend:

eine Bremswalze (6), die im Eingriff mit dem Elektrodendraht (2) vor dem Bearbeitungsgebiet ist und auf einer ersten Welle (66) befestigt ist;

ein axial zu der ersten Welle (66) ausgerichtetes Bremsmittel (60) zur Ausübung eines Bremsmoments auf die Bremswalze (6), und

ein drehbares Antriebsmittel (48) zur Ausübung einer Drehbewegung der Bremswalze (6),

dadurch gekennzeichnet,

daß die Vorrichtung ferner ein Einrichtungsdrehübertragungsmittel (56), das auf einer zweiten Welle (54) parallel zu der ersten Welle (66) montiert ist, wobei das Einrichtungsdrehübertragungsmittel (56) eine Drehbewegung der zweiten Welle (54) auf die erste Welle (66) in einer vorgegebenen Richtung überträgt, umfaßt;

daß das Drehantriebsmittel (58) mit der zweiten Welle (54) axial ausgerichtet ist, daß das erste Antriebsmittel (66) durch das Drehantriebsmittel (48) über das Einrichtungsdrehübertragungsmittel (56) in Richtung der Drahtzuführung in Drehbewegung versetzt wird, wobei ein neuer Teil des Elektrodendrahts (2) zur Vorbereitung einer Operation zugeführt wird;

und daß die Vorrichtung zur Einstellung der Spannung den Elektrodendraht (2) über die Bremswalze (6) derart bewegt, daß während der Vorbereitung des Elektrodendrahts (2) für eine Operation der Elektrodendraht (2) durch das Drahantriebsmittel (48) zugeführt wird, wohingegen während einer gewöhnlichen Bearbeitung der Elektrodendraht (2) eine Spannung von dem Bremsmittel (60) erhält.

2. Vorrichtung zur Einstellung der Spannung nach Anspruch 1, bei der das Bremsmittel (60) elektromagnetisch betrieben ist.

3. Vorrichtung zur Einstellung der Spannung gemäß Anspruch 2, bei der das Bremsmittel (60) eine Pulverkupplung umfaßt.

4. Vorrichtung zur Einstellung der Spannung gemäß Anspruch 1, bei der das Einrichtungsdrehübertragungsmittel (56) eine Einrichtungskupplung umfaßt.

5. Vorrichtung zur Einstellung der Spannung gemäß Anspruch 4, bei der die erste Welle (66) eine drehbar mit der ersten Welle (66) angeordnete Riemenscheibe (68) umfaßt, und bei der die Riemenscheibe (68) mit der zweiten Welle (64) über einen Riemen (72) verbunden ist.

6. Vorrichtung zur Einstellung der Spannung gemäß Anspruch 1, bei der das Drehantriebsmittel (48) einen Gleichstrommotor umfaßt.







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