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Dokumentenidentifikation DE69305771T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0562675
Titel Guillotine mit flexiblem Scherblatt
Anmelder Eastman Kodak Co., Rochester, N.Y., US
Erfinder Ward, Paul Courtenay, c/o Kodak Limited, Harrow, Middlesex, HA1 4TY, GB;
Kingdon, Stephen John, c/o Kodak Limited, Harrow, Middlesex, HA1 4TY, GB;
Oldfield, James Andrew, c/o Kodak Limited, Harrow, Middlesex, HA1 4TY, GB;
Pummell, Leslie James Horace, c/o Kodak Limited, Harrow, Middlesex, HA1 4TY, GB
Vertreter Schmidt, P., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 73257 Köngen
DE-Aktenzeichen 69305771
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 18.03.1993
EP-Aktenzeichen 932007867
EP-Offenlegungsdatum 29.09.1993
EP date of grant 06.11.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse G03D 13/00
IPC-Nebenklasse B26D 1/00   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft biegsame Quermesser und ist spezieller mit einer Schneidvorrichtung zur Verwendung in einer Filmentnahmestation eines fotografischen Entwicklungsgeräts befaßt.

Der heutzutage am meisten verwendete Film ist der Film im 35-Format. Es sind Kameras entwickelt worden, um einen Film dieses Formats leicht einlegen zu können durch das Unterbringen der Filmkassette, in welcher der Film aufbewahrt ist, in einer Öffnung in der Rückseite der Kamera und durch das anschließende Verschließen der Kamerarückseite. Als freies Ende oder Zunge des Films, das sich von der Filmkassette nach außen erstreckt, wird dieses verwendet, um den Film in der Kamera zum Bildaufnehmen automatisch vorwärts zu bewegen. Sobald alle Bilder aufgenommen worden sind, wird der Film in die Kassette zurückgespult, um ihn zum Entwickeln aus der Kamera zu entnehmen. Damit das funktioniert, muß sich das freie Ende oder die Zunge des Films aus der Kassette nach außen erstrecken, so daß es weiter zur Aufnahmespule in der Kamera gezogen werden kann, wie der Film zuerst eingelegt ist.

Man ist bestrebt, einen Fotofilm in einem einzigen Streifen zu entwickeln, sobald der Film aus seiner Kassette entnommen worden ist. Streifen eines Negativfilms werden entwickwelt, indem sie entweder als einziger, einzelner Streifen oder als fortlaufende Länge mit zwei oder mehreren Streifen kürzerer Längen durch eine Reihe von Entwicklerlösungen in verschiedenen Tanks im Entwicklungsgerät transportiert werden.

In einem bekannten Entwicklungsgerät wird der Filmstreifen durch die eine Entwicklerlösung enthaltenden Tanks entweder durch einen an der Führungskante des Filmstreifens befestigten Vorlauf oder durch das Bewegen eines den Filmstreifen enthaltenden Gestells oder einer Spirale von Tank zu Tank gezogen werden. Einzelne Filmstreifen können zu einer langen Rolle mit einer Vorspannkarte am vorderen Ende vorgeklebt, an einem Gestell angeklemmt oder einer Spirale zugeführt werden.

Sobald der Filmstreifen an einem Vorlauf befestigt ist, wird er aus der Kassette entnommen und in einem manuellen Vorgang am Vorlauf befestigt. Der Vorlauf wird dann dem Entwicklungsgerät zugeführt, so daß der Film beim Transport durch das Entwicklungsgerät entwickelt werden kann.

Tätigkeiten wier das Zusammenkleben der Filmstreifen oder das Befestigen des Vorlaufs an dem Filmstreifen müssen infolge der empfindlichen Eigenschaften des Films unter den Arbeitsbedingungen einer Dunkelkammer durchgeführt werden.

Als eine Alternative zur Schaffung eines Vorlaufs für den Filmstreifen kann die Vorlaufkante des Films als Führung verwendet werden, um den Filmstreifen durch das Entwicklungsgerät zu Üihren. Das kann jedoch Probleme verursachen, da die Vorlaufkante des Films während des Einlegens des Films in die Kamera und/oder des Entnehmens daraus beschädigt werden kann.

Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine vorlauflose Anordnung zum Transportieren eines Filmstreifens durch ein Entwicklungsgerät vorzusehen. Das wird gelöst durch die Verwendung einer Messerklinge, die den Filmstreifen von seiner tragenden Spule abschneidet, nachdem er vollständig davon abgewickelt worden ist.

Messerklingen sind für eine Vielzahl von Anwendungen bekannt. Jedoch sind die meisten dieser Klingen starr und im wesentlichen eben und besitzen eine ebene Schneidkante. Starre Messerklingen haben den Nachteil, daß sie nicht in eingeschränkten Räumen verwendet werden können.

Die Druckschrift US-A-3 777 609 offenbart eine Schneidvorrichtung, die verwendet wird, um die Unterseite von hohlen Kunststoffkörpern zu beschneiden, nachdem sie durch Extrusionsblasverfahren hergestellt worden sind. Die Schneidvorrichtung enthält eine bewegbare, biegsame Klinge, einen Mechanismus zum Bewirken einer periodischen Verschiebung der Klinge und eine Schiebeführung, welche die Klinge während ihrer Verschiebungen führt. Die Schiebeführung weist zumindest eine Metallführung auf, die an der Unterseite der Form befestigt ist und bewirkt, daß die Klinge während ihren Verschiebungen der Gestelt auf der Unterseite der Form folgt. Die Klinge ist gekrümmt, so daß sie eine Gestalt aufweist, die sich zwischen der der Unterseite der Form und ihrer Kurve außerhalb der Schiebeführung befindet. Bei Betrieb wird die Klinge zwischen zwei Stellungen, einer Ruhestellung und einer Betriebsstellung, hin- und herbewegt.

Diese Anordnung macht komplizierte Verbindungen erforderlich, um es der Klinge zu ermöglichen, aus ihrer Ruhestellung in ihre Betriebsstellung und beim Rückkehrtakt wieder zurück bewegt zu werden.

Die Druckschrift GB-A-2 231 299 offenbart einen Schneidkopf für Blattmaterial, der ein langgestrecktes, vertikal hin- und hergehendes Messer einschließt. Das obere Ende des Messers ist mit einem rotierenden, exzentrischen Bauteil verbunden, das die Hin- und Herbewegung erzeugt, wenn es sich nur in einer Richtung dreht. Es sind Anschläge vorgesehen, um die Bewegung des oberen Endes des Messers zu begrenzen, wenn es bei der

Hin- und Herbewegung nachgibt. Das untere Ende des Messers wird durch Rollen getragen.

Die Druckschrift EP-A-0 160 349 offenbart eine Schneidvorrichtung, in welcher die Klinge gerade ist und Zähne aufweist, die in dreieckige Vertiefungen eines elastischen Bauteils eingreifen, das an einer Amboßbahn befestigt ist. Die Klinge wird durch eine flache Platte geführt, über welcher sie während des Schneidvorgangs bewegt wird.

Es ist deshalb eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine bewegbare, biegsame Messerklinge vorzusehen, welche die Nachteile von bekannten, biegsamen Messerkl ingenanordnungen überwindet.

Nach einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist eine Schneidvorrichtung zum Schneiden von bandförmigem Material vorgesehen, mit einer biegsamen Messerklinge, die ein eine Schneidkante aufweisendes vorderes Ende und ein hinteres Ende besitzt und zwischen einer ersten und zweiten Stellung zum Abschneiden des Materials bewegbar ist; Führungsmitteln zur Führung der Bewegung der Klinge zwischen einer ersten und zweiten Stellung; und mit dem hinteren Ende der Klinge verbundenen Antriebsmitteln zum Bewegen der Klinge zwischen ihrer ersten und zweiten Stellung, wobei die Antriebsmittel in nur einer Richtung wirken und durch Verschieben der Klinge von ihrer ersten in ihre zweite Stellung und umgekehrt diese hin- und herbewegen, und wobei die Klinge das Material bei ihrer Bewegung von der ersten in die zweite Stellung abschneidet, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinge so angeordnet ist, daß zumindest ein Teil der Klinge zwischen dem vorderen und dem hinteren Ende in einer zu ihrer Schneidkante orthogonalen Ebene im wesentlichen gekrümmt ist, so daß das hintere Ende in einer Richtung verläuft, die zu derjenigen des vorderen Endes im wesentlichen verschieden ist.

Durch diese Anordnung ist die Funktionssteuerung der Messerklinge einfacher als in Anordnungen des Stands der Technik.

Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird jetzt nur beispielhaft Bezug auf die begleitenden Zeichnungen genommen.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Es zeigen

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Ladevorrichtung für ein fotografisches Entwicklungsgerät, wobei die Vorrichtung eine Messerklingenanordnung einschließt, die entsprechend der vorliegenden Erfindung konstruiert ist; und

Fig. 2 eine vergrößerte, schematische Darstellung der Messerklingenanordnung.

Die in der Fig. 1 dargestellte Entnahmevorrichtung 10 weist eine Kassettenentnahmestation 12, eine mit dem Entwicklungsgerät (nicht dargestellt) verbundene Filmzuführstation 14, eine Vorratsstation 16, eine Filmlängenerfassungsstation 18, eine Filmpositionserfassungsstation 20, eine Direktfilmladestation 22 und eine Schneidstation 24 auf. Paare von Transportrollen 26, 28 und 30, 32 sind vorgesehen, um den Film durch die Vorrichtung 10 zu transportieren. Diese Rollen werden durch einen oder mehrere Motore (nicht gezeigt) angetrieben.

An der Kassettenentnahmestation 12 wird eine Filmkassette 100 in einer kassettenförmigen Öffnung 120 mit einem durch die Kassettenwandung verlaufenden freien Ende des Films, das sonst der Filmvorlauf oder die Zunge genannt wird, in eine richtige Stellung gebracht. Die Länge des Filmvorlaufs oder der Zunge ist durch eine Führung (nicht dargestellt) bestimmt, die an der Außenseite der Entnahmevorrichtung 10 angeordnet ist. Im Gehäuse der Entnahmevorrichtung 10 ist ein Schlitz (nicht gezeigt) angebracht, so daß der Filmvorlauf in diese Entnahmevorrichtung 10 eingeführt und zwischen den beiden Transportrollen 26, 28, die zu Anfang voneinander beabstandet sind, angeordnet werden kann.

Sobald die Kassette 100 in die Kassettenentnahmestation 12 eingelegt und der Filmvorlauf zwischen den beiden Rollen 26, 28 angeordnet ist, kann die Entnahmevorrichtung 10 betrieben werden, und es kann ein Entnehmen des Films aus seiner Kassette stattfinden.

Die Rolle 26 ist eine Klemmrolle, die zwischen einer ersten Stellung, in welcher sie sich nicht in Kontakt mit der Rolle 28 befindet, und einer zweiten Stellung bewegbar ist, in welcher sie sich in Kontakt mit der Rolle 28 befindet. Die Rolle 26 wird durch einen ersten Motor (nicht dargestellt) zwischen diesen beiden Stellungen bewegt.

Die Rolle 28 ist eine Antriebsrolle, die durch einen zweiten Motor (ebenfalls nicht gezeigt) angetrieben wird. Eine Kupplungsanordnung (nicht gezeigt) ist mit der Rolle 28 und dem zweiten Motor verbunden, wobei die Kupplung rutscht, um ein Blockieren des Motors zu verhindern, wenn der ganze Film 102 von seiner Kassette 100 abgewickelt worden ist. Dann wird die Funktion der Schneidstation 24 eingeleitet.

Sobald die Kassette 100, wie oben erörtert, in die richtige Stellung gebracht ist, d.h. mit dem zwischen den Rollen 26, 28 gelegenen Filmvorlauf, wird der erste Motor in Gang gesetzt, um die Rolle 26 gegen die Rolle 28 zu bewegen. Dann wird der zweite Motor in Gang gesetzt, um die Rolle 28 anzutreiben, und der Film 102 wird durch die Wirkung der Rolle 28 gegen die Rolle 26 aus seiner Kassette 100 heraus und in die Vorratsstation 16 entlang einer ersten Filmstrecke 36 gezogen, die zwischen der Kassettenentnahmestation 12 und der Vorratsstation 16 verläuft. Der Schlitz im Gehäuse der Entnahmevorrichtung 10 ist wie oben erwähnt so angeordnet, daß er zumindest mit dem Abschnitt der ersten Filmstrecke 36 übereinstimmt, die zwischen der Kassettenentnahmestation 12 und der entlang dieser Strecke 36 angeordneten Transportrollen 26, 28 verläuft.

Wenn der Film von seiner Kassette 100 abgewickelt ist, wird er entlang der Strecke 36 und in eine Vorratsstation 16 transportiert, wobei die Länge des Films durch die Filmlängenerfassungsstation 18 erfaßt wird. Diese Station umfaßt ein Paar voneinander beabstandeter Sensoren (nicht ausführlich dargestellt) zum Zählen oder Detektieren des Vorhandenseins von Perforations- oder Führungslöchern in dem Film 102.

Sobald der ganze Film 102 von der Kassette 100 abgewickelt worden ist, wird der zweite Motor in Gang gesetzt und der Antrieb für die Rolle 28 abgeschaltet. Dann geht die Schneidstation 24 in Betrieb. Diese Station umfaßt eine Messerklinge 240, die durch einen dritten Motor mit dazugehörigem Getriebe (nicht dargestellt) angetrieben wird, um sie in einer Richtung nach oben vom Untersatz der Entnahmevorrichtung 10 zu bewegen. Die Messerklinge 240 wird durch den dritten Motor um einen Winkel von 180º gedreht und schneidet dadurch den Film 102 an einer Position neben der Filmentnahmestation 12 ab, um ihn von der Spule (nicht dargestellt) zu lösen, an der er im Inneren der Kassette 100 befestigt ist. Die Messerklinge 240 trägt eine Führung 242, die, wie es dargestellt ist, ihrer Schneidkante benachbart liegt.

Sobald der Film abgeschnitten worden ist, kann die Kassette 100 von der Entnahmestation 12 abgelegt, und wenn erwünscht, wiederverwertet werden.

Es ist anzumerken, daß der Film 102 nicht ganz in die Vorratsstation 16 aufgewickelt wird, da die Rolle 28 vor dem Ingangsetzen der Schneidstation 24 außer Betrieb gesetzt ist. Das bedeutet, daß es einen Abschnitt des Films 102 neben der neu abgetrennten Führungskante gibt, die zwischen den beiden Rollen 26, 27 eingeschlossen ist.

Vorausgesetzt, daß die Länge des Films einen vorbestimmten Wert wie den durch die Filmlängenerfassungsstation 18 gemessenen überschreitet, wird der zweite Motor noch einmal in die entgegengesetzte Richtung in Gang gesetzt, so daß dann die Rolle 28 in Verbindung mit der Klemmrolle 26 den Film 102 transportieren wird, wobei sein neu abgetrenntes Führungsende entlang einer zweiten Filmstrecke 38 in Richtung des anderen Paars der Transportrollen 30, 32 führt.

Die zweite Filmstrecke 38 enthält die erste Filmstrecke 36, aber der Film 102 wird darin in entgegengesetzter Richtung bewegt. Die an der Messerklinge 240 befestigte Führung 242 ist wirksam, um die erste Filmstrecke 36 nach oben in den oberen Abschnitt der zweiten Filmstrecke 38 zu lenken.

Das Transportrollenpaar 30, 32 umfaßt eine Klemmrolle 30 und eine Antriebsrolle 32 in ähnlicher Form wie das Transportrollenpaar 26, 28. Wenn der Film 102 in Richtung des Transportrollenpaars 30, 32 bewegt wird, befindet sich die Klemmrolle 30 in einem Abstand von der Antriebsrolle 32 weg, und die neu abgetrennte Führungskante des Filmvorlaufs kann bis zu der Filmpositionserfassungsstation 20 dazwischen hindurchlaufen. Sobald an der Filmpositionserfassungsstation 20 das Vorhandensein des Films abgetastet worden ist, wird der zweite Motor außer Betrieb gesetzt und ein vierter Motor in Gang gesetzt, um die Klemmrolle 30 in Kontakt mit der Antriebsrolle 32 zu bringen.

Dann wird der erste Motor in Gang gesetzt, um die Rolle 26 von der Rolle 28 abzuheben, so daß der Film 102 von dem Transportrollenpaar 30, 32 gesteuert werden kann.

Sobald das Steuersystem des Entwicklungsgeräts den Film 102 verlangt, wird durch einen fünften Motor (nicht dargestellt) ein Antrieb für die Antriebsrolle 32 erzeugt. Der Film 102 wird dann zum Eintritt in das Entwicklungsgerät zu der Filmzuführstation 14 bewegt.

Sobald die Führungskante des Films 102 durch das Antriebssystem des Entwicklungsgeräts erfaßt worden ist, wird der vierte Motor in Gang gesetzt, um die Klemmrolle 30 von der Rolle 32 abzuheben und ermöglicht es, daß die Bewegung des Films durch das Entwicklungsgerät gesteuert wird.

Sobald der ganze Film dem Entwicklungsgerät zugeführt worden ist, wird der Antrieb zur Antriebsrolle 30 unterbrochen, und die Messerklinge 240 wird dann in der Vorrichtung 10 in ihre Ruhestellung zurückgesetzt, indem sie um weitere 180ºº durch die Steuerung des dritten Motors gedreht wird.

Mit ausführlicherem Bezug jetzt auf die Fig. 2 ist eine dünne, biegsame Messerklinge 240 aus gehärtetem Stahl dargestellt, die eine Schneidkante 244 besitzt. Die Messerklinge ist von der Schneidkante 244 weg gekrümmt, daran angrenzend aber im wesentlichen gerade.

In den Seitenplatten (nicht dargestellt) der Entnahmevorrichtung 10 sind Vertiefungen (ebenfalls nicht dargestellt) vorgesehen, um die Bewegung der Messerklinge 240 und ihrer Schneidkante 244 zwischen ihrer Ruhestellung und ihrer Betriebsstellung zu führen.

Wie es früher beschrieben wurde, trägt die Messerklinge 240 neben ihrer Schneidkante 244 eine Führung 242. Die Führung 242 ist an der Messerklinge 240 elastisch angebaut und dient zur Führung des frisch abgeschnittenen Endes des Films 102 in richtiger Richtung nach dem Abschneiden, nämlich entlang einer zweiten Filmstrecke 38 und in Richtung der Filmpositionserfassungsstation 20 und der Filmzuführstation 14.

Die Messerklinge 240 arbeitet während ihres Schneidvorgangs gegen eine Gleitplatte 246. Die Gleitplatte 246 bildet eine Wandung der Kassettenentnahmestation 12 und besitzt einen darin ausgebildeten Schlitz 248, durch welchen der Film 102 von seiner Kassette 100 zu dem Antriebsrollenpaar 26, 28 verlaufen kann wie es zuvor beschrieben wurde.

Die Messerklinge 240 ist an einer Trommel 250 befestigt, die durch den dritten Motor (oben erwähnt) um die Achse 254 in Richtung des Pfeils 252 drehbar ist. Das von der Schneidkante 244 entfernte Ende 256 der Messerklinge 240 ist durch einen Kurbelzapfen 258 an der Trommel 250 befestigt. Dieser ermöglicht es dem Ende 256, sich relativ zu der Trommel 250 zu bewegen, wenn sich die Messerklinge 240 zwischen ihrer Ruhestellung und ihrer Betriebsstellung sowie auch umgekehrt bewegt.

In der in der Fig. 2 dargestellten Position ist die Messerklinge 240 durch die rotierende Trommel 250 von der mit gestrichelten Linien dargestellten Position um einen Winkel von 1800 in Richtung des Pfeils 252 in Gang gesetzt worden. Diese Position ist die Ruhestellung für die Messerklinge 240, und der nicht betriebsfähige Zustand für die Schneidstation 24.

Sobald der ganze Film 102 über die Filmzuführstation 14 und aus der Vorratsstation 16 heraus zu dem Entwicklungsgerät transportiert worden ist, wird der dritte Motor in Gang gesetzt, um die Trommel 250 um weitere 1800 in die durch den Pfeil 252 dargestellte Richtung zum Zurücksetzen der Messerklinge 240 in ihre Ruhestellung zu drehen.

Obwohl die Funktion der Schneidstation 24 und ihrer Messerklinge 240 als durch eine rotierende Trommel 250 und einen Kurbelzapfen 258 angetrieben beschrieben worden ist, kann jede andere geeignete Kurbelanordnung verwendet werden, die es dem dritten Motor ermöglicht, in eine Richtung angetrieben zu werden, während die Messerklinge 240 zwischen ihrer Ruhestellung und Betriebsstellung hin- und hergehen kann.

Eine Messerklingenanordnung nach der vorliegenden Erfindung besitzt die folgenden Vorteile:

a) Es ist eine größere Auswahl zum Positionieren der Antriebsanordnung für die Messerklinge in Beziehung zum Schneidpunkt verfügbar;

b) Wenn die Messerklinge in orthogonaler Ebene zu ihrer Schneidkante gekrümmt ist, wird eine zusätzliche Steifheit erzeugt, wobei die Messerklinge aus dünnem Stahl hergestellt werden kann;

c) Der Film wird durch eine maschinelle Steuerung abgeschnitten, und das neu abgetrennte Ende bewegt sich zuerst durch das Entwicklungsgerät;

d) Der die Messerklinge antreibende Motor dreht sich nur in einer Richtung, was die Steuerung einfacher macht;

e) Der ursprüngliche Filmvorlauf des Films, der unberührt oder grob abgerissen sein kann, wird durch das Entwicklungsgerät gezogen und muß deshalb nicht gehandhabt werden;

f) Da das Silber im Fixierbad herausgezogen ist, kann praktisch das ganze Silber zurückgewonnen werden;

g) Die Filmkassette kann zusammen mit der auf der Spule zurückbehaltenen kurzen Länge des Films wiederverwertet werden.

Die Messerklingenanordnung der vorliegenden Erfindung ist nicht auf Filmentnahmevorrichtungen beschränkt und kann in jeder Situation verwendet werden, wo eine Filmprobe zum Beispiel bei Funktionen der "Fertigbearbeitung" und der Vorbereitung einer Probe für eine filmsensitometrische Untersuchung abgeschnitten werden muß.


Anspruch[de]

1. Schneidvorrichtung zum Schneiden von bandförmigem Material (102), mit

- einer biegsamen Messerklinge (240, 256), die ein eine Schneidkante (244) aufweisendes vorderes Ende und ein hinteres Ende besitzt und zwischen einer ersten und zweiten Stellung zum Abschneiden des Materials (102) bewegbar ist;

- Führungsmitteln für die Bewegung der Klinge zwischen der ersten und zweiten Stellung; und

- mit dem hinteren Ende der Klinge (240, 256) verbundenen Antriebsmitteln (250, 258) zum Bewegen der Klinge (240, 256) zwischen ihrer ersten und zweiten Stellung, wobei die Antriebsmittel (250, 258) in nur einer Richtung wirken und durch Verschieben der Klinge (240, 256) von ihrer ersten in ihre zweite Stellung und umgekehrt diese hin- und herbewegen, und wobei die Klinge (240, 256) das Material (102) bei ihrer Bewegung von der ersten in die zweite Stellung abschneidet;

dadurch gekennzeichnet, daß die Klinge (240, 256) so angeordnet ist, daß zumindest ein Teil der Klinge (240, 256) zwischen dem vorderen und hinteren Ende in einer zu ihrer Schneidkante (244) orthogonalen Ebene im wesentlichen gekrümmt ist, so daß das hintere Ende in einer Richtung verläuft, die zu derjenigen des vorderen Endes im wesentlichen verschieden ist.

2. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Gleitplatte (246), gegen die das vordere Ende der Klinge (240, 256) bei ihrer Hin- und Herbewegung zwischen der ersten und zweiten Stellung anläuft.

3. Schneidvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitplatte (246) einen Schlitz (248) aufweist, durch den das zu schneidende Material (102) hindurchtritt.

4. Schneidvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinge (240, 256) an ihrem vorderen Ende der Schneidkante (244) benachbart ein Führungselement (242) aufweist, welches das abgeschnittene Material in eine im wesentlichen andere Richtung lenkt als in die, die vor dem Schneiden vorlag.

5. Schneidvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsmittel (250, 258) eine drehbare Trommel (250) aufweisen, die durch einen Kurbelzapfen (258) mit dem hinteren Ende der Klinge (240, 256) verbunden ist und die Hin-und Herbewegung der Klinge (240, 256) bewirkt.







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