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Dokumentenidentifikation DE69306245T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0627106
Titel VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR ELEKTRONISCHEN IDENTIFIZIERUNG
Anmelder RSO Corporation N.V., Curacao, AN
Erfinder TYREN, Carl, F-06600 Antibes, FR;
PERSSON, Leif, Arnold, S-245 00 Staffanstorp, SE
Vertreter Klunker und Kollegen, 80797 München
DE-Aktenzeichen 69306245
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 20.01.1993
EP-Aktenzeichen 939026324
WO-Anmeldetag 20.01.1993
PCT-Aktenzeichen SE9300038
WO-Veröffentlichungsnummer 9314474
WO-Veröffentlichungsdatum 22.07.1993
EP-Offenlegungsdatum 07.12.1994
EP date of grant 27.11.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse G07C 11/00
IPC-Nebenklasse H04B 1/59   G01S 13/75   G08B 13/24   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine elektronische Identifikationsvorrichtung und ein Verfahren in einer solchen Vorrichtung. Mit Hilfe der Identifikationsvorrichtung ist es möglich, das Vorhandensein von Objekten in einer Abfragezone und außerdem die Identität der Objekte nachzuweisen. Der Nachweis erfolgt berührungslos

Stand der Technik

Es sind auf verschiedenen Gebieten seit langer Zeit sogenannte Transponder im Einsatz, die als elektronische Identifikationsvorrichtungen fungieren. Ein solcher Transponder enthält eine gewisse Einrichtung, die durch ein externes Signal in der Weise beeinflußt wird, daß sie ein anderes Signal aussendet oder mit einem anderen Signal antwortet. Das externe Signal wird von einer Sendeeinrichtung erzeugt, die das Signal innerhalb eines speziellen Bereichs, einer sogenannten Abfragezone, aussendet. Normalerweise enthält das Antwortsignal Informationen darüber, daß die Sendeeinrichtung oder eine damit verbundene Empfangseinrichtung darüber informiert wird, daß sich der Transponder innerhalb der Abfragezone befindet. Die Information kann in der Form einer spezifischen Antwortfrequenz seitens einer Oszillatorschaltung an dem Transponder vorliegen oder einem derartigen Einfluß durch das externe Signal ausgesetzt sein, daß die Sendeeinrichtung den Transponder zu identifizieren vermag.

In der Landwirtschaft wurde dieser Typ von Transponder zum Identifizieren spezieller Tiere innerhalb einer Herde verwendet. Bei diesen Anwendungsfällen wird der Transponder an einem Körperteil des Tieres angebracht, beispielsweise am Ohr, und das Antwortsignal von dem Transponder wird beispielsweise für die Portionierung von Futter oder die Verabreichung von Arzneimitteln verwendet. Es gibt außerdem Transponder, deren Antwortsignal neben dem Identifikationssignal auch Information über beispielsweise die Körpertemperatur des Tieres enthält.

Jüngere Entwicklungen der Mikrotechnik haben Weiterentwicklungen von Transpondern mit einer arithmetischen Einheit und einer Speichereinheit ermöglicht, die beträchtliche Rechen- und Speicherkapazität besitzen. Bei solchen Ausführungsformen kann das Antwortsignal wesentlich komplexer sein und größere Informationsmengen enthalten, die z. B. aus der Speichereinheit entnommen werden. Es ist außerdem möglich, an den Transponder in dessen Speichereinheit abzuspeichernde Information zu senden. Ein Transponder dieser Art ist in der WO91/17515 offenbart.

Normalerweise ist ein Transponder derart ausgebildet, daß das von ihm kommende Antwortsignal sich von dem Antwortsignal eines anderen Transponders unterscheidet. Eine der häufigsten Anwendungen von Transpondern besteht darin, exakt festzustellen, welche Körper oder welche Objekte den Transponder tragen. Identische Objekte tragen normalerweise identische Transponder, d. h. Transponder, die so eingestellt sind, daß sie das gleiche Antwortsignal aussenden. In diesen Fällen gibt es dann Probleme, wenn mehrere identische Objekte sich gleichzeitig in der Abfragezone befinden und von dem externen Signal erreicht werden.

Offenbarung der Erfindung

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, dieses Problem zu überwinden und eine Identifizierung oder Separierung einer Mehrzahl identischer Objekte innerhalb der Abfragezone zu ermöglichen und außerdem die Möglichkeit zu eröffnen, Ergänzungsinformation über das Objekt zu erhalten, beispielsweise über dessen Stellung oder Orientierung innerhalb der Abfragezone. Erreicht wird dieses Ziel durch Verwendung von Elementen, die aus Materialien hergestellt sind, deren magnetische oder magnetomechanische Eigenschaften abhängig sind von einem äußeren Magnetfeld und von diesem beeinflußt werden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform können Sensoren verwendet werden, die aus sogenanntem amorphen Material hergestellt sind, wenngleich auch andere Stoffe mit ähnlichen magnetischen Eigenschaften verwendbar sind. Man kann außerdem andere Sensoren verwenden, deren elektrische oder magnetische Eigenschaften sich durch äußere Magnetfelder ändern lassen. Solche Sensoren sind beispielsweise magnetoresistive Sensoren, das sind Sensoren, bei denen die elektrische Leitfähigkeit sich abhängig von Magnetfeldern ändert, und magnetooptische Sensoren, das sind Sensoren, bei denen sich die Lichtleitfähigkeit abhängig von einem angelegten magnetischen Feld ändert. Sensoren des letztgenannten Typs können z. B. das unter der Bezeichnung Faraday- Effekt bekannte Phänomen nutzen, wonach die Schwingungsebene polarisierten Lichts gedreht wird und der Drehwinkel proportional zur Magnetfeldstärke ist, oder können das als Kerr-Effekt bekannte Phänomen nutzen, gemäß dem ein ähnlicher Effekt bei gewissen Stoffen zu beobachten ist, wenn diese von einem elektrischen Feld beeinflußt werden.

Damit beruht die Erfindung auf dem Umstand, daß einige physikalische Eigenschaften, beispielsweise magnetische, elektrische und mechanische Eigenschaften, von vorzugsweise als Bänder, Drähte oder Streifen geformten Elementen, die vorzugsweise aus einem Material gefertigt sind, welches amorph ist, geändert werden können, wenn diese Elemente einem Magnetfeld ausgesetzt werden, einem sogenannten Vormagnetisierungsfeld. Auch können als Dünnschicht ausgebildete Elemente verwendet werden. Die Elemente können außerdem in anderer Hinsicht für magnetische Felder empfindlich sein. Beispielsweise steht die Position/Richtung der Elemente in Beziehung zu dem magnetischen Feld in der Längs- oder axialen Richtung des amorphen Elements, so daß die mechanische Resonanzfrequenz der Elemente ein Maß für die Position/Richtung des Elements ist. Entsprechende Bedingungen gelten für einen Transponder, der ein amorphes Element beinhaltet, welches magnetisch mit einem induktiven Element gekoppelt ist, das seinerseits in einem elektrischen Resonanzkreis enthalten ist. Wenn das Magnetfeld geändert wird, ändern sich die magnetischen Eigenschaften des amorphen Elements, d. h. die Permeabilität des Elements, so daß die Induktivität des induktiven Elements sich ändert. Damit ändert sich aber auch die Resonanzfrequenz des elektrischen Resonanzkreises. Ein Meßsignal, welches in Beziehung steht zu dem äußeren Magnetfeld, kann außerdem durch eine direkte Messung der Impedanz des Elements erhalten werden.

Die Resonanzfrequenz eines amorphen Elements, welches eine vergleichsweise starke magnetomechanische Kopplung aufweist, wird geändert durch den sogenannten Delta-E-Effekt, und zwar mit der magnetischen Flußdichte entlang der Hauptrichtung des Elements. Wenn die magnetische Flußdichte sich als Funktion der Position/Richtung des amorphen Elements ändert, ist die Resonanzfrequenz des amorphen Elements eine Funktion von dessen Position/Richtung. Es ist ein Vorteil, daß die Meßinformation über die Flußdichte oder Flußrichtung als Frequenzwert gegeben ist&sub7; da ein solcher Wert immun gegen Störungen ist. Außerdem können über einen Informationskanal zusammen Mischinformationen mehrerer&sub7; bei unterschiedlichen Frequenzbändern arbeitender Geräte gemeinsam übertragen werden.

Bänder aus amorphem Material besitzen eine hohe magnetomechanische Kopplung, die beispielsweise ermöglicht, daß Bänder so hergestellt werden können, daß sie durch Anlegen magnetischer Energie mechanisch zum Schwingen gebracht werden. Während des mechanischen Schwingens ändern sich auch die magnetischen Eigenschaften des Bandes, wodurch diese Änderungen mit Hilfe einer Detektorspule oder einem ähnlichen Bauelement aufgezeichnet werden können. Ein wesentlicher Faktor bei der Messung der Resonanzfrequenz des Bandes ist dessen Elastizitätsmodul. Weil der Elastizitätsmodul der verwendeten amorphen Bänder von einem äußeren Magnetfeld abhängt, ist es möglich, durch Ändern eines solchen äußeren Magnetfelds die Resonanzfrequenz des Bandes zu ändern. Es ist eine Bedingung bei einem solchen Typ von System, daß die Bänder frei beweglich angeordnet werden, so daß deren mechanische Bewegung während der Schwingung nicht deraat angehalten oder beeinflußt wird, daß ein sicheres Detektieren gefährdet ist. Das Anregen der Bänder zum Schwingen ebenso wie das Erfassen der Resonanzfrequenz erfolgt über Magnetfelder.

Man kann auch andere Arten von Magneten verwenden, die durch ein äußeres Magnetfeld beeinflußt werden. Beispielsweise ist es möglich, Hallelemente zu verwenden, die abhängig von einem äußeren magnetischen Feld ein Ausgangssignal liefern.

Eine Art der Verwendung eines äußeren Magnetfelds, eines sogenannten Vormagnetisierungsfeldes, zum Ermöglichen eines Nachweises mehrerer identischer Objekte oder von Objekten, die mit einem identischen Satz amorpher Bänder in einem Etikett ausgestattet sind, ist in der EP 00 330 656 offenbart. Nach der EP 00 330 656 wird ein räumlich homogenes Magnetfeld in der Abfragezone verwendet. Damit lassen sich mehrere Etiketten, die sich in verschiedenen Teilzonen der Abfragezone befinden, welche ein Magnetfeld unterschiedlicher Stärke oder Richtung aufweisen, auch dann nachweisen und identifizieren, wenn mehrere Etiketten gleiche Sätze von Bändern besitzen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Im folgenden wird die Erfindung im einzelnen anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:

Figur 1 schematisch eine Vorrichtung gemäß der Erfindung mit zwei in einer Abfragezone befindlichen Transpondern,

Figur 2 ein Blockdiagramm einer Transpondereinheit,

Figur 3 ein Blockdiagramm einer alternativen Ausführungsform einer Transpondereinheit,

Figur 4 ein Blockdiagramm einer weiteren, alternativen Ausführungsform einer Transpondereinheit gemäß der Erfindung, und

Figur 5 ein Blockdiagramm einer Anregungseinrichtung, die Bestandteil der Erfindung ist.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Figur 1 zeigt grundlegend, wie eine erfindungsgemaße Vorrichtung ausgebildet sein kann. Es ist eine Einrichtung 10 vorgesehen, die ein elektromagnetisches Feld erzeugt und dieses in eine Detektier- oder Abfragezone 17 abstrahlt. Vorzugsweise wird die Einrichtung gebildet durch einen Funkempfänger, welcher Signale innerhalb des Funkfrequenzbandes sendet. Zwei Transponder oder Transpondereinheiten 11 sind gemäß Figur 1 innerhalb der Abfragezone 17. Wie aus der folgenden Beschreibung deutlich werden wird, ist die Anzahl von Transpondereinheiten innerhalb der Abfragezone mehr oder weniger unbeschränkt. Jede Transpondereinheit 11 besitzt eine Speichereinrichtung 12, die normalerweise die Form eines elektronischen Speichers hat. In der Speichereinrichtung 12 sind Identifikationsdaten für jede der Transpondereinheiten gespeichert. Die Transpondereinheiten beinhalten außerdem eine Sendeeinrichtung 13 zum Senden eines Signals, welches die Identifikationsdaten beinhaltet. Entsprechend der normalen Funktions weise des Transponders wird ein Signal dann gesendet, wenn der Sender ein Signal ausgegeben hat, welches für die Transpondereinheit 11 vorgesehen ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung beinhaltet außerdem eine Empfangseinrichtung 14 zum Empfangen eines von der Sendeeinrichtung 13 ausgegebenen Signals. Vorzugsweise beinhaltet die Empfangseinrichtung 14 einen Funkempfänger. Die Empfangseinrichtung 14 besitzt ferner eine Einrichtung zum Decodieren von Identifikationsdaten, die von der Sendeeinrichtung 13 der Transpondereinheit gesendet wurden. In den meisten Anwendungsfällen sind die Transpondereinheiten 11 an verschiedenen Typen von Objekten befestigt, die von Personen getragen werden, oder sie sind an Tieren angebracht. In zumindest dem als erstes erwähnten Anwendungsfall entstehen gewisse Probleme dann, wenn mehrere identische Objekte sich gleichzeitig in der Abfragezone befinden. Wenn die Gesamtzahl von Objekten sehr begrenzt ist, lassen sich diese Probleme dadurch vermeiden, daß man jeder Transpondereinheit einen eindeutigen Identifikationscode zuordnet, so daß die Identifizierung auch identische Objekte voneinander unterscheidet. In einigen Anwendungsfällen jedoch ist es wünschenswert, daß identische Objekte identische Identifikationscodes senden, und in diesen Fällen ist das oben beschriebene Ausführungsbeispiel weniger geeignet. Es gibt auch Probleme dann, wenn die Gesamtzahl von Objekten sehr groß ist, so daß die Schwierigkeit besteht, sämtliche Objekte, d. h. auch identische Objekte, mit einzigartigen Identifikationscodes auszustatten.

Deshalb ist an der Transpondereinheit 11 erfindungsgemäß ein Element 15 angebracht. Das Element besteht aus einem Material, dessen magnetische Eigenschaften durch ein äußeres Magnetfeld beeinflußt werden. An der Abfragezone 17 befindet sich eine Einrichtung 16 zum Erzeugen eines Magnetfelds, dessen Ausdehnung die vollständige Abfragezone 17 und sämtliche darin befindlichen Elemente 15 abdeckt. Vorzugsweise wird die Einrichtung 16 zum Erzeugen eines Magnetfelds gebildet in Form einer Spule oder eines Spulensatzes, man kann jedoch auch verschiedene Arten von Permanentmagneten verwenden. Wenn das Element 15 dem von der Einrichtung 16 stammenden Magnetfeld ausgesetzt wird, ändern sich seine magnetischen Eigenschaften. Außerdem lassen sich die mechanischen Eigenschaften des Elements 15 ändern, was aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den Figuren 3 und 4 deutlich wird. In der Transpondereinheit 11 ist eine Verarbeitungseinrichtung 18 vorgesehen, die jegliche Änderungen der magnetischen Eigenschaften des Elements 15 erfaßt und das normalerweise von der Sendeeinrichtung 13 abgesendete Signal modifiziert. Die Modifizierung erfolgt in einer Weise, die von dem Magnetfeld abhängt, welches das Element 15 tatsächlich beeinflußt. Vorzugsweise ist das Element 15 als Band, Draht oder Streifen aus amorphem Material hergestellt, welches die gewünschten magnetischen und mechanischen Eigenschaften besitzt. Die Verarbeitungseinheit 18 kann mehr oder weniger komplex sein und beispielsweise einen Mikroprozessor oder eine andere entsprechende Steuereinheit enthalten.

Figur 2 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der Transpondereinheit 11. Gemäß der dargestellten Ausführungsform besitzt die Transpondereinheit 11 eine elektrische Schwingschaltung mit einem kapazitivem Element 19 und einem induktivem Element 20. Das induktive Element ist mit dem aus amorphem Material bestehenden Band 15 magnetisch gekoppelt. Die Transpondereinheit 11 enthält außerdem eine Einrichtung 21 zum Detektieren der Resonanzfrequenz der elektrischen Oszillatorschaltung. Vorzugsweise enthält die Einrichtung 21 einen Frequenzzähler und eine Schnittstelle zum Übertragen eines festgestellten Frequenzwerts zu der Verarbeitungseinrichtung 18, die so ausgebildet ist, daß sie ihrem Antwortsignal Information über den Frequenzwert hinzufügt. Der von der Einrichtung 21 ermittelte Frequenzwert hängt über die mechanischen Eigenschaften des Bandes 15 von dem innerhalb der Abfragezone vorhandenen Magnetfeld ab. Der Frequenzwert kann dem Antwortsignal auch durch Modulieren des Antwortsignals hinzugefügt werden. Durch in gewünschter Weise erfolgendes Erzeugen des Magnetfelds innerhalb der Abfragezone ist es dann möglich, mehrere Transponder mit identischem Identifikationscode innerhalb der Abfragezone individuell zu identifizieren. Wenn die Einrichtung 16 zum Erzeugen des Magnetfelds aktiviert wird, so daß sie ein Magnetfeld aussendet, welches in der gesamten Abfragezone einen Gradienten besitzt, sind verschiedene Transponder oder vielmehr die Bänder 15 verschiedener Transponder den Magnetfeldern unterschiedlicher Stärke und/oder verschiedener Richtung ausgesetzt. Dann werden die magnetischen Eigenschaften des Bandes 15 unterschiedlich geändert, was direkt zu verschiedenen Resonanzfrequenzen der Schwingkreise führt. Die Antwortsignale der Transponder mit identischem Identifikationscode sind dann verschieden voneinander.

Figuren 3 und 4 zeigen eine Ausführungsform, die sich grundlegend von der Ausführungsform nach Figur 2 unterscheidet. Bei der Ausführungsform nach Figur 2 ist das Band 15 derart angeordnet, daß es tatsächlich einen mechanische Schwingung ausführen kann, d. h., das Band ist nicht mechanisch fest angebracht. Um das Band zu einer mechanischen Schwingung anzuregen, ist eine gewisse Art von Impulsen erforderlich. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung hat ein Impuls vorzugsweise die Form eines magnetischen Signals mit einem spezifischen Frequenzanteil. Beispielsweise muß die der Resonanzfrequenz des Bandes entsprechende Frequenz in dem magnetischen Signal enthalten sein. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird das Signal über einen Frequenzbereich variiert oder gewobbelt, welcher die Resonanzfrequenz beinhaltet.

Bei der Ausführungsform nach Figur 3 ist in dem Transponder eine Anregungseinrichtung 22 vorgesehen. Die Anregun gseinrichtung 22 ist deshalb vorgesehen, damit sie ein sich in geeigneter Weise änderndes Signal erzeugt, und sie enthält eine Spule 26. Die Anregungseinrichtung 22 ist betrieblich mit einer Meßeinrichtung 24 verbunden, die eine Detektorspule 25 aufweist und so ausgebildet ist, daß sie die Resonanzfrequenz des Elements 15 ermittelt. Die Meßeinrichtung 24 ist außerdem so ausgebildet, daß sie einen detektierten Resonanzfrequenzwert an die Verarbeitungseinrichtung 18 schickt. Damit ist jeder Transponder dieser Ausführungsform mit einer separaten Anregungseinrichtung 22 ausgestattet, die örtlich an dem Transponder angeordnet ist.

Die Ausführungsform nach Figur 4 enthält anstelle einer separaten Anregungeinrichtung eine gemeinsame Anregungseinrichtung 23 am Rand der Abfragezone 17. Hiermit regt die gemeinsame Anregungseinrichtung 23 sämtliche innerhalb der Abfragezone 17 befindlichen Bänder 15 an, und es ist nicht an jedem Transponder eine spezielle Anregungseinrichtung vorhanden.

Figur 5 zeigt eine grundlegende Ausführungsform der Anregungseinrichtung 22 und deren Anschluß an mit ihr zusammenarbeitende Elemente. Die Anregungseinrichtung 24 enthält eine Steuereinheit 28, die vorzugsweise eine Zähleinrichtung beinhaltet. Die Steuereinheit 28 gibt ein digitales Signal an einen Digital-Analog-Wandler 27, dessen Ausgangssignal in einer bevorzugten Ausführungsform ein Rampensignal ist. Dann wird das Ausgangssignal einem spannungsgesteuerten Oszillator 27 zugeführt, der die Spule 26 speist. Somit sendet die Spule 26 ein Magnetfeld mit sich ändernder Frequenz aus. Das Magnetfeld regt bei einer gewissen Frequenz das Element 15 zum Schwingen an, wobei sich das von der Detektorspule erfaßte Signal dann in Bezug auf beispielsweise seinen Phasenpunkt dramatisch ändert. Das sich ändernde Signal wird mit der Meßeinrichtung 24 erfaßt, und diese sendet dann ein Signal an die Steuereinheit 28 innerhalb der Anregungseinrichtung 22. Der in dieser Stufe der Steuereinheit 28 existierende Wert steht also in Beziehung zu der Resonanzfrequenz des Elements 15 und auch zu dem Magnetfeld an dem Punkt, an dem sich das Element 15 befindet. Die oben beschriebene Erfindung kann auch für andere spezielle Zwecke eingesetzt werden. Ein Beispiel könnten Meßprozesse sein, bei denen mehrere Transponder in einem Volumen oder einem Bereich verstreut angeordnet sind, um darin existierende Parameter zu messen. Bei einer solchen Ausführungsform müssen die Transponder auch mit irgendeiner Art von Meßwertgeber ausgestattet sein, beispielsweise Temperaturoder Druckgebern. Der Meßwertgeber fügt dem Antwortsignal in Form des nachgewiesenen Meßwerts zusätzliche Information hinzu. Dann ist es möglich, auch Information über die Position oder die Orientierung sämtlicher Transponder oder des Elements 15 der Transponder innerhalb der Abfragezone zu erhalten.

Das das Element 15 in einer Weise beeinflussende oder vormagnetisierende äußere Magnetfeld, welche das Element 15 unterscheidbar macht, kann durch das Erdmagnetfeld gebildet werden, möglicherweise durch eine gewisse Magnetfeld-Ablenkeinrichtung abgelenkt.

In einem anderen Anwendungsfall wird das äußere Magnetfeld vollständig homogen gemacht, so daß es parallele Kraftlinien enthält. Dann ist es nicht möglich, dem Antwortsignal stellungsabhängige Information hinzuzufügen, sondern stattdessen orientierungsabhängige Information, weil die Änderung der magnetischen Eigenschaften des Elements von der Orientierung des Elements innerhalb des Magnetfelds abhängt.

Um die Sicherheit des Nachweises des äußeren Kraftfeldes zu erhöhen, welches das Element in dem Transponder beeinflußt oder beaufschlagt, ist es bei gewissen Anwendungen angezeigt, mehrere Meßprozesse in Folge durchzuführen. Zwischen diesen Meßprozessen werden die Bedingungen für das Kraftfeld dann geändert, so daß das Element sich von einem anderen unabhängig von der Stelle oder der Orientierung des Elements unterscheiden kann.

Die oben beschriebenen Ausführungsformen sind lediglich Beispiele, und die Erfindung läßt sich in großem Umfang vom Fachmann innerhalb des durch die beigefügten Ansprüche definierten Schutzum fangs variieren.

Beispielsweise ist es möglich, anstelle eines magnetischen Vormagnetisierungsfelds ein elektromagnetisches Feld von einer Funkantenne zu verwenden. In der Nähe der Funkantenne entspricht das elektromagnetische Feld einem heterogenen Magnetfeld, und durch Messen der Feldstärke durch Meßfühler des Transponders wird ein Signal erhalten, welches dem Signal von einem Element aus amorphem Material, wie es oben beschrieben wurde, entspricht.


Anspruch[de]

1. Elektronische Identifikationsvorrichtung, umfassend:

a) eine Einrichtung (10) zum Erzeugen und Senden eines elektromagnetischen Feldes,

b) mehrere Transpondereinheiten (11), von denen jede eine elektronische Speichereinrichtung (12) zum Speichern von Identifikationsdaten und eine Sendeeinrichtung (13) zum Senden eines die Identifikationsdaten enthaltenden elektromagnetischen Antwortsignals, nachdem die Transpondereinheit (11) dem elektromagnetischen Feld ausgesetzt wurde, aufweist, und

c) eine Empfangseinrichtung (14), die das elektromagnetische Antwortsignal empfängt und die Identifikationsdaten decodiert,

dadurch gekennzeichnet,

daß mindestens ein Element (15) aus einem Material, dessen magnetische oder elektrische Eigenschaften durch ein externes Magnetfeld beeinflußt werden, an der oder in absoluter Nähe der Transpondereinheit (11) angeordnet ist,

daß eine Einrichtung (16) zum Erzeugen eines Magnetfelds an einer Abfragezone (17) vorgesehen ist, um in der Abfragezone befindliche Elemente (15) zu beeinflussen, und

daß eine elektronische Verarbeitungseinrichtung (18) in der Transpondereinheit (11) vorgesehen ist, um das elektromagnetische Antwortsignal in Abhängigkeit des das Element (15) beeinflussenden Magnetfelds zu modifizieren.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Element (15) aus einem Band, einem Draht oder einem Streifen aus amorphem Material gebildet ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (16) zum Erzeugen eines Magnetfelds so ausgebildet ist, daß sie ein Magnetfeld erzeugt, welches innerhalb der Abfragezone (17) heterogen ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,

daß die Transpondereinheit (11) mit mindestens einer elektrischen Oszillatorschaltung ausgestattet ist, die ein kapazitives Element (19) und ein induktives Element (2) besitzt,

daß das Element (15) derart angeordnet ist, daß es magnetisch mit dem induktiven Element (20) gekoppelt ist, und

daß die Transpondereinheit (11) mit einer Einrichtung (21) ausgestattet ist zum Detektieren der Resonanzfrequenz der elektrischen Oszillatorschaltung und zum Ausgeben eines ermittelten Frequenzwerts an die Verarbeitungseinrichtung (18).

5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,

daß eine Anregungseinrichtung (22; 23) vorgesehen ist, um ein Magnetfeldsignal zu generieren, welches das Element (15) zu einer mechanischen Schwingung anregt, und

daß die Transpondereinheit (11) mit einer Einrichtung (24) ausgestattet ist, die die Resonanzfrequenz des Elements (15) detektiert und einen detektierten Resonanzfrequenzwert an die Verarbeitungseinrichtung (18) ausgibt.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anregungseinrichtung (22) an der Transpondereinheit (11) vorgesehen ist.

7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anregungseinrichtung (23) am Rand der Abfragezone (17) vorgesehen ist.

8. Verfahren zum elektronischen Identifizieren von Objekten, bei dem ein elektromagnetisches Feld erzeugt wird, welches in eine Abfragezone abgestrahlt wird, wobei das elektromagnetische Feld die Übertragung eines zu dem Objekt gehörigen Antwortsignals seitens des Objekts einleitet, wobei das Antwortsignal zur Decodierung des Antwortsignals empfangen wird, dadurch gekennzeichnet,

daß dem Magnetfeld in der Abfragezone ein Element (15) ausgesetzt wird, dessen magnetische Eigenschaften von einem äußeren Magnetfeld beeinflußt werden, und

daß die Anderung der magnetischen Eigenschaften des Elements (15) erfolgt, um das Antwortsignal in einer charakteristischen Art des Magnetfelds innerhalb des Raums, in dem sich das Element (15) befindet, zu beeinflussen.







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