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Dokumentenidentifikation DE69306270T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0553067
Titel Gabelhubwagen
Anmelder BT Industries AB, Mjölby, SE
Erfinder Eriksson, Lars, S-590 20 Mantorp, SE;
Fransson, Anders, S-595 00 Mjölby, SE
Vertreter Leyh und Kollegen, 81667 München
DE-Aktenzeichen 69306270
Vertragsstaaten BE, DE, FR, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 20.01.1993
EP-Aktenzeichen 938500139
EP-Offenlegungsdatum 28.07.1993
EP date of grant 04.12.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse B66F 9/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung befaßt sich mit einem Förder-Gabelstapler beispielsweise zum innerbetrieblichen Materialtransport, welcher ein Fahrgestell aufweist, welches zwei nach vorne weisende, wechselseitig parallele Stützschenkel und eine am Fahrgestell angebrachte Hubmastanordnung hat, welche eine heb- und senkbare Hubgabel aufweist, und mit einer Verbindungseinrichtung, welche derart angeordnet ist, daß die Hubmastanordnung entlang den Stützschenkeln zwischen einer ersten, zurückgezogenen Position, und einer zweiten, ausgefahrenen Position verschiebbar ist, in welcher die Hubgabel in der Nähe der äußeren Enden der Stützschenkel liegt.

Gabel-Stapler gehören zu einer bekannten Kategorie von Hubförderzeugen dieser Bauart, welche häufig als Gleitrahmenstapler oder Gleitmaststapler bzw. Schubmast-Gabelstapler bezeichnet werden. In gewissem Maße vereinen diese Gabelstapler die Vorteile von auf Schenkeln aufruhenden Staplern und Gegengewichtsstaplern, und unter anderem ermöglichen diese Gabelstapler, daß sie in schmalen Durchgängen und Korridoren arbeiten können, während zugleich Behinderungen und Einschränkungen des Gebrauchs aufgrund von den Stützschenkeln vermieden werden, wenn andere Auf- und Abladearbeiten durchgeführt werden. Diese Stapler haben sehr schwere und großdimensionierte Stützschenkel, welche Träger zum Abstützen und Führen eines Lastträgers aufnehmen. Die Mastanordnung ist an dem Träger angebracht, und der Träger übertragt auf die Stützschenkel alle Kräfte und Drehmomente, welche durch den Mast auf den Träger oder das Fahrgestell einwirken. Folglich werden die Stützschenkel derartiger Stapler sehr groß und zu hoch, um unterhalb von Standardpaletten wie bei üblichen auf Schenkeln abgestützten Staplern eingeführt zu werden. Die Stützschenkel sind daher so ausreichend beabstandet, daß die Schenkel sich über die Paletten spreitzen können.

Übliche, auf Schenkel abgestützte Stapler sind einfacher und gewichtsmäßig leichter ausgelegt, und die Stützschenkel sind so ausreichend niedrig, daß sie unterhalb von Standardpaletten eingeführt werden können. Im allgemeinen sind diese Stapler vorteilhaft für innerbetriebliche Materialtransporte, und sie können daher mit Gleitrahmenstaplern oder Gegengewichtsstaplern kombiniert werden, welche sich einsetzen lassen, wenn Ladearbeiten an Plattformen oder Ladebühnen ausgeführt werden und wenn Waren von Güterwagen, Lastkraftwagen und dergleichen abzuladen oder diese zu beladen sind, wobei die Fahrzeugräder häufig ein Hindernis für die Stützschenkel bilden. Um diesen vorstehend genannten Nachteil von auf Schenkeln abgestützten Staplern zu vermeiden, wurde beispielsweise in US-A-3,381,834 vorgeschlagen, daß ein Gabelauszugsmechanismus passend zwischen den Gabelträger und den Hubgabeln vorgesehen ist. Dieser Mechanismus ermöglicht, daß die Hubgabeln über die Stützschenkel hinaus gegebenenfalls ausgefahren werden können, und zwar trotz der Tatsache, daß der Hubmast fest an dem Fahrgestell angebracht bleibt. Der Gabelausfahrmechanismus ist jedoch hohen Drehmomenten ausgesetzt und muß daher entsprechend dimensioniert werden. Auch wird die Konstruktion groß und schwer, und da dieser Mechanismus in Verbindung mit dem Gabeiträger steht, welcher längs des Mastes bewegt werden muß, ist das Eigengewicht sehr groß, so daß sich unter anderem ein hoher Energieverbrauch hierdurch ergibt. Ein weiterer Nachteil dieses bekannten Mechanismus ist darin zu sehen, daß zusätzliche Hydraulikleitungen erforderlich sind, und daß der Mast natürlich derart dimensioniert werden muß, daß er den großen Kräften standhalten kann, die durch das jeweilige Lastgewicht erzeugt werden.

In DE-B-10 09 562 ist ein Stapler beschrieben, bei dem der Mast mit Hilfe eines Pantographmechanismus in vertikalem Zustand gehalten wird. Zwei Hebel auf jeder Seite des Staplers sind kreuzweise angeordnet und ihre oberen Enden sind gleitbeweglich mit dem Rahmen des Fahrgestells und den Lasten verbunden. In der ausgefahrenen Position befinden sich die oberen Hebelenden in ihren untersten Positionen in den Gleitverbindungen, wodurch man eine verminderte Stabilität infolge des kurzen Hebelarms am Masten erhält. Da das Spiel in den Gleitführungen noch hinzukommt, wenn man das Gesamtspiel des Masten berücksichtigt, wird hierdurch die Stabilität noch weiter reduziert, wodurch das Leistungsvermögen des Staplers herabgesetzt wird. Wenn eine Flexibilität zwischen den Stützschenkeln und dem die Gleitanordnung tragenden Teil des Fahrgestells vorhanden ist, nimmt der Pantographmechanismus auch die gesamte oder einen Teil der vertikalen Belastung auf dem Mast auf, so daß ein sehr robuster und somit teurer und schwerer Pantographmechanismus erforderlich ist. Alternativ muß der Pantographmechanismus die mögliche Bewegung aufnehmen, wodurch sich das Spiel vergrößert und das Leistungsvermögen herabgesetzt wird, so daß die Nutzbarkeit des Staplers eingeschränkt wird. Wenn man die Flexibilität zwischen den Stützschenkeln und der Gleitanordnung in dem Gestell eliminiert, ist es nicht nur schwierig, sondern es ist auch sehr teuer und nimmt viel Platz in Anspruch.

Die Erfindung zielt daher darauf ab, die Vorteile von auf Schenkeln abgestützten Staplern und Gleitmast-Gabelstaplern auf eine effizientere Weise als bisher zu vereinigen, so daß man einen gewichtsmäßig leichteren und einfacheren Gleitmast-Gabel stapler erhält. Ferner zielt die Erfindung darauf ab, einen Stapler der gattungsgemäßen Art bereitzustellen, bei dem die Abmessungen des Masten und der Stützschenkel im allgemeinen hinsichtlich den Größenordnungen gleich wie die Abmessungen eines zugeordneten und auf Stützschenkel abgestützten Staplers sind, welcher einen festmontierten Masten hat. Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung.

Diese Zielsetzungen werden mit einer Gabelstaplerkonstruktion erzielt, welche in den nachstehenden Ansprüchen angegeben ist.

Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß ähnlich wie bei früheren bekannten Gleitmast-Gabelstaplern der Mast verschiebbar sein sollte, so daß der Energieverbrauch und die Konstruktionsschwierigkeiten nicht so groß werden, daß aber an Stelle einer festen Anordnung an den Stützschenkeln der Mast frei an den Schenkeln gelagert sein sollte, und in einer stabilen vertikalen Position mit Hilfe einer Verbindungseinrichtung gehalten werden sollte, welche zwischen dem Masten und dem Fahrgestell vorgesehen ist. Die Verbindungseinrichtung umfaßt zweckmäßigerweise einen Pantographmechanismus oder einen scherenähnlichen Mechanismus, welcher die Fähigkeit hat, den Masten auf den Stützschenkeln in Form einer Parallelbewegung zu bewegen, ohne daß die Schenkel anderen Kräften als lediglich den Vertikalkräften ausgesetzt sind. Hierdurch können die Stützschenkel wesentlich kleiner oder mit geringen Abmessungen ausgelegt werden, und in einigen Fällen erhält man eine geringere Konstruktionshöhe, so daß die auf Stützschenkeln abgestützten Stapler unterhalb von Standardpaletten auf übliche Weise eingeführt werden können. Die über die Verbindungseinrichtung erzielte Querabstützung ermöglicht, daß die Stützschenkel fest an dem Staplerrahmen oder dem Fahrgestell auf eine bei auf Stützschenkeln abgestützten Staplern übliche Weise angebracht ist, das heißt, ohne daß Stützschenkel erforderlich sind, welche aus Rahmenträgern gebildet werden, welche sich auch in einem Teil des Staplers erstrecken, in welchem sich der Antriebsmotor und die Betriebseinrichtung befinden. Die Erfindung ermöglicht somit, daß der Stapler auf rationelle Weise in einer Modulbauweise erstellt werden kann, wobei jener Teil des Staplers, welcher das Antriebsaggregat und die Betriebseinrichtung aufnimmt, gesondert von der Stützschenkelanordnung hergestellt werden kann, und dann passend an der Stützschenkelanordnung anmontiert werden kann. Die den Antrieb und die Betriebseinheit umfassende Einheit kann sowohl für Gleitmast-Gabelstapler als auch für übliche auf Stützschenkeln abgestützte Gabelstapler eingesetzt werden.

Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnungen an Hand von bevorzugten Ausführungsformen näher erläutert. Darin gilt:

Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines Gabelstaplers nach der Erfindung mit zurückgezogener Mastanordnung;

Fig. 2 ist eine entsprechende Ansicht des Gabelstaplers mit ausgefahrener Mastanordnung;

Fig. 3 ist eine Detailansicht des Mastausfahrmechanismus; und

Fig. 4 ist eine Seitenansicht einer alternativen bevorzugten Ausführungsform für einen Geh-Gabelstapler, wobei die Mastanordnung in durchgezogenen Linien in der zurückgezogenen Position und in gebrochenen Linien in der ausgefahrenen Position dargestellt ist.

Der in Figur 1 gezeigte Gabelstapler ist ein batteriebetriebener und auf Stützschenkeln abgestützter Stapler und weist in üblicher Weise ein Fahrgestell 11 auf, welches auf vorderen und hinteren Rädern 12, 13 abgestützt ist. An dem Fahrgestell ist ein Bedienungsplatz 14 vorgesehen sowie eine Batteneanordnung 15, welche zum Antreiben für die Fahrbewegung und für die Hubfunktionen des Gabelstaplers dient. Ferner ist eine Hubmastan- Ordnung 16 vorgesehen, welche mit heb- und senkbaren Gabeln 17 ausgestattet ist. Das Fahrgestell umfaßt zwei wechselweise par allele und nach vorne weisende Stützschenkel 18, und vordere Räder 12 sind an den äußeren Enden 19 der Stützschenkel 18 angebracht. Jedes Vorderrad 12 weist vorzugsweise eine Zwillingsradanordnung auf, so daß der Raddruck herabgesetzt werden kann und man dennoch kleine Abmessungen für die Räder hat. Die Hubmastanordnung 16 kann entlang den Stützschenkeln 18 mit Hilfe einer Verbindungseinrichtung 20 verfahren werden. Die Verbindungseinrichtung umfaßt ein erstes, aufrechtstehendes, stationäres Rahmenteil 21, welches fest am Fahrgestell 11 an dem inneren Ende 22 der Stützschenkel 18 angebracht ist, und ein zweites, aufrechtstehendes Rahmenteil 23, welches an der Mastanordnung 16 angebracht ist oder einen Teil derselben bildet. Die Verbindungseinrichtung ist in Form eines Pantographmechanismus oder eines scherenähnlichen Mechanismus ausgelegt und umfaßt ebenfalls eine erste Strebe 24, eine zweite Strebe 25, welche kürzer als die erste Strebe 24 ist, und eine hydraulische Kolbenzylindereinrichtung 26. Die erste Strebe 24 ist zwischen einem ersten Befestigungspunkt 27 an dem ersten aufrechtstehenden Rahmenteil 21 und einem zweiten Befestigungspunkt 28 an dem zweiten aufrechtstehenden Rahmenteil 23 vorgesehen, wobei der zweite Befestigungspunkt höher als der erste Befestigungspunkt 27 liegt. Die zweite, kürzere Strebe 25 ist zwischen der ersten Strebe 24 und dem zweiten aufrechtstehenden Rahmenteil 23 angeordnet, und zwar genauer gesagt zwischen einem ersten Befestigungspunkt 29, welcher etwa in der Mitte auf der ersten Strebe 24 vorgesehen ist, und einem zweiten Befestigungspunkt 30, welcher unterhalb des ersten Befestigungspunktes 29 vorgesehen ist, und mit dem Bodenende oder dem Mastfuß 31 des zweiten aufrechtstehenden Rahmenteils 23 verbunden ist. Die hydraulische Kolbenzylindereinrichtung 26 ist zwischen einem ersten Befestigungspunkt 32 an dem aufrechtstehenden Rahmenteil 21, welcher oberhalb des ersten Befestigungspunktes 27 der ersten Strebe 24 liegt, und einem zweiten Befestigungspunkt 23 an dem zweiten, aufrechtstehenden Rahmenteil 23 angebracht. Der Befestigungspunkt 33 fällt mit dem zweiten Befestigungspunkt 28 der ersten, unteren Strebe 24 zusammen und bildet einen gemeinsamen Befestigungspunkt. Dieser gemeinsame Befestigungspunkt 28, 33 kann sich entlang eines Schlitzes 34 bewegen, welcher in Längsrichtung am Rahmenteil 23 vorgesehen ist, wenn sich die Mastanordnung 16 zwischen der zurückgezogenen Position, welche in Figur 1 gezeigt ist, und der ausgefahrenen Position bewegt, welche in Figur 2 gezeigt ist. Das Bodenende 31 des Rahmenteils 23 und somit das Bodenende der gesamten Mastanordnung liegen auf einem Laufrad 35 auf, welches an dem Rahmenteil angebracht ist, und in entsprechender Weise entlang der zugeordneten Stützschenkel 18 laufen kann. Der gesamte Pantographmechanismus 21 ist im allgemeinen symmetrisch bezüglich den Stützschenkeln 18 ausgelegt, so daß ein zugeordnetes Rahmenteil 23, die Streben 24, 25 und eine hydraulische Kolbenzylindereinrichtung 26 oberhalb des jeweiligen Stützschenkels angeordnet sind.

Die Mastanordnung 16 liegt im Grundzustand in der Nähe des aufrechtstehenden Rahmenteils 21 unmittelbar vor dem Bedienungsplatz 14 oder liegt an diesem Rahmenteil an, wenn der Stapler in der ursprünglichen Ausgangsposition ist, das heißt, wenn der Mast zurückgezogen ist, wie dies in Figur 1 gezeigt ist. Wenn der Mast sich in dieser Position befindet, kann der Stapler wie ein üblicher auf Schenkeln abgestützter Gabelstapler arbeiten, und die niedrige Höhe der Stützschenkel kann genutzt werden, um die Manövrierbarkeit des Staplers auch in engen Räumen zu verbessern. Wenn die Hubgabel 17 ihre Bodenposition in der Nähe der Stützschenkel 18 einnimmt, ist die Höhe oder die vertikale Abmessung der Stützschenkel einschließlich der zugeordneten Gabelzinken vorzugsweise nicht größer als 150 mm, so daß Euro-Paletten und dergleichen auf einfache Weise von einem Untergrund angehoben werden können, auf dem diese Paletten aufliegen. Die Hubmastanordnung 16 wird in die in Figur 2 gezeigte Position mit Hilfe der hydraulischen Kolbenzylindereinrichtung 26 ausgefahren, wobei sich der für die Kolbenzylindereinrichtung und die erste Strebe 24 gemeinsame Befestigungspunkt 28, 33 in Richtung nach vorne bezogen auf die Stützschenkel bewegt. Zugleich bewegt sich dieser gemeinsame Befestigungspunkt im Schlitz 34 von einer oberen Position, welche in Figur 1 gezeigt ist, in eine untere Anlageposition nach unten, welche in den Figuren 2 und 3 gezeigt ist.

Wenn sich der gemeinsame Befestigungspunkt bewegt, wird die Mastanordnung 16 immer vertikal durch die zweite Strebe 25 gehalten, welche den Mastfuß 31 mit derselben Geschwindigkeit wie die Bewegungsgeschwindigkeit des zuvor genannten gemeinsamen Befestigungspunktes 28, 33 in dem Schlitz in Richtung nach vorwärts drückt. Während dieser Bewegung liegt die Mastanordnung auf dem Laufrad 35 auf, welches entlang des zugeordneten Stützschenkels bis zu der dargestellten Endposition abrollt, in welcher sich der Mast vertikal über dem vorderen Radpaar 12 befindet. Wenn der Mast diese Position einnimmt, arbeitet der Stapler als ein Gegengewichtsstapler und kann auf diese Weise in unmittelbarer Nähe von Ladebühnen, Güterwagen, Lastkraftwagen und dergleichen betrieben werden, ohne daß die nach vorne weisenden Stützschenkel ein Hindernis darstellen. Die Hubgabel 17 kann auch auf die Höhe des Untergrunds zur Handhabung von Gütern abgesenkt werden, welche nicht mittels Paletten transportiert werden. Die Energie- und Kraftübertragung zwischen der Mastanordnung 16 und dem Fahrgestell 11 ist selbst in der ausgefahrenen Position des Masten äußerst günstig, da die Vertikallasten direkt auf die Vorderräder 12 des Staplers wirken, während die relativ schmalen Stützschenkel 18 gegenüber Horizontalkräften durch die freibeweglichen Laufräder 35 abgeschirmt sind. Jegliches erzeugte Drehmoment wird hingegen durch die Streben 24, 25 und die hydraulische Kolbenzylindereinrichtung 26 aufgenommen, welcher die erforderlichen Abmessungen auf einfache Weise gegeben werden können, ohne daß die gewünschte Funktion des Gabelstaplers hierdurch beeinträchtigt wird.

Der dargestellte Pantographmechanismus ist insbesondere dahingehend von Vorteil, daß die lange, erste Strebe 24 eine natürliche stabile Mastanordnungsbefestigung ermöglicht, während die zweite, kürzere Strebe 25 stationär sein kann, und man daher stabile Befestigungspunkte 29, 30 ohne Spiel erhält. Gegebenenfalls kann der Schlitz 34 in der Mastanordnung geringfügig in vertikaler Richtung geneigt oder gekrümmt ausgebildet sein, wie dies mit gebrochenen Linien in Figur 3 verdeutlicht ist. Wenn beispielsweise der Schlitz in Richtung nach vorne geneigt ist, kann die Mastanordnung in der zurückgezogenen Position in Richtung nach hinten geneigt angeordnet werden.

Der in Figur 4 gezeigte Stapler hat eine geringfügig modifizierte Mast- und Stützschenkelanordnung, welche auf dem Fahrgestell eines Geh-Gabelstaplers angebracht ist. Jene Gabelstaplerbauteile, welche denen in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Bauteilen entsprechen, sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die in Figur 4 gezeigte bevorzugte Ausführungsform zeigt, daß die Mastund Stützschenkelanordnung nach der Erfindung auch äußerst effektiv bei kleinen und gewichtsmäßig leichten Geh-Gabelstaplern eingesetzt werden kann. Eine Antriebs- und Betriebseinheit 11 mit demselben Aufbau wie bei üblichen auf Stützschenkel abgestützten Staplern bildet eine Grundeinheit in diesem Fall, während der Mast 16, die Verbindungseinrichtung 20 und die Stützschenkel 18 einen Mast- und Schenkeltragmodul bilden, welcher passend mit der Basiseinheit verbunden ist. Die beiden Einheiten werden mit Hilfe von Schraubverbindungen (nicht gezeigt) zwischen dem aufrechtstehenden Rahmenteil 21 und dem Fahrgestellteil (nicht gezeigt) der Antriebs- und Betriebseinheit 11 verbunden. Das Rahmenteil 21 und die Stützschenkel 18 sind miteinander verschweißt und bilden einen Tragrahmen für den Masten 16 und die Verbindungseinrichtung 20.

Jeder Stützschenkel 18 weist einen U-Träger mit horizontalen Flanschen 36, 27 und einen vertikalen Steg 38 auf. Das Laufrad 35 an dem Bodenende 31 des Masten ist derart ausgelegt, daß es auf dem Bodenflansch 36 aufliegt, und längs diesem eine Abwälzbewegung ausführt, wenn sich der Mast bewegt. Der obere Flansch steht nach außen über das Laufrad 5 vor, so daß das Laufrad geschützt ist und das Laufrad 5 in effektiver Weise bei der Bewegung längs des Trägers geführt ist. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform wird der Schenkel 34 von einem U-förmigen Abschnitt 39 gebildet. Eine Führungsrolle 40, welche an dem gemeinsamen Verbindungspunkt oder dem Knoten 28, 33 angebracht ist, ist zwischen dem Flansch des U-förmigen Abschnitts 39 bei der Bewegung geführt.

Der Pantographmechanismus 20 arbeitet derart, daß er den Masten 16 im allgemeinen vertikal, das heißt senkrecht zu den Stützschenkeln 18 in der nach vorne verschobenen Position des Masten hält, und diesen geringfügig nach hinten geneigt in der zurückgezogenen Position des Masten hält. Bei der dargestellten bevorzugten Ausführungsform wird dies dadurch erreicht, daß der Abstand zwischen den ersten und den zweiten Befestigungspunkten 29 und 30 jeweils an der zweiten Strebe 25 geringfügig größer als der Abstand zwischen dem Befestigungspunkt 29 und dem zweiten Befestigungspunkt 28 an der ersten Strebe 24 ist. Insbesondere hat sich der den Streben gemeinsame Befestigungspunkt 29 um etwa 5 bis 10 mm in Längsrichtung der zweiten Strebe von der geraden Linie zwischen den äußeren Befestigungspunkten 27 und 28 der ersten Strebe wegbewegt, das heißt von dem Punkt 29' wegbewegt, so daß man eine insgesamte Parallelbewegung des Masten erhält. Diese Lösung ermöglicht, daß der Mast in Richtung nach hinten um etwa 1 bis 3º geneigt werden kann, so daß der Stapler auf sichere Weise betrieben werden kann, ohne daß die Gefahr besteht, daß eine Zuladung verloren geht. In der nach vorne verschobenen Position des Masten ist die Hubgabel vollständig parallel zu dem Untergrund 41, auf dem der Stapler läuft, so daß die Gabel leicht unter Lasten eingeführt werden kann, und auch unter Lasten eingeführt werden kann, welche auf Paletten vorgesehen sind.


Anspruch[de]

1. Förder-Gabelstapler mit einem Fahrgestell (11), welches zwei nach vorne weisende, wechselseitig parallele Stützschenkel (18) und eine am Fahrgestell angebrachte Hubmastanordnung (16) hat, welche eine heb- und senkbare Hubgabel (17) aufweist, und mit einer Verbindungseinrichtung (20), welche derart angeordnet ist, daß die Hubmastanordnung entlang den Stützschenkeln zwischen einer ersten, zurückgezogenen Position, und einer zweiten, ausgefahrenen Position verschiebbar ist, in welcher die Hubgabel in der Nähe der äußeren Enden (19) der Stützschenkel liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungseinrichtung (20) von einem Pantographmechanismus gebildet wird, welcher eine erste, längere Strebe (24) umfaßt, welche drehbeweglich zwischen einem aufrechtstehenden Rahmenteil (21) an dem Fahrgestell (11) und einem Schlitz (34) in der Hubmastanordnung (16) angeordnet ist, wobei das Ende der mit der Mastanordnung verbundenen Strebe eine Gleitbewegung längs des Schlitzes ausführen kann, und eine zweite, kürzere schwenkbewegliche Strebe (25) umfaßt, welche zwischen der ersten Strebe (24) und der Mastanordnung (16) angeordnet ist, und ferner eine hydraulische Kolbenzylindereinrichtung (26) umfaßt, welche derart ausgelegt ist, daß die Streben (24 und 25) bewegbar und die Hubmastanordnung (16) verschiebbar ist, und daß die Hubmastanordnung (16) frei an den Stützschenkeln (18) angebracht ist.

2. Gabelstapler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubmastanordnung (16) frei an den Stützschenkeln (18) angebracht ist, so daß die Schenkel nur Vertikalkräften von der Mastanordnung ausgesetzt sind, während die Verbindungseinrichtung (20) derart ausgelegt ist, daß die Horizontalkräfte von der Mastanordnung auf das Fahrgestell übertragen werden.

3. Gabelstapler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Laufräder (35) an dem Fuß (31) der Mastanordnung vorgesehen sind, welche mit den Stützschenkeln (18) zusammenarbeiten und längs diesen laufen.

4. Gabelstapler nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubmastanordnung (16), die Stützschenkel (18), der Pantographmechanismus (20) und das aufrechtstehende Rahmenteil (21) einen ersten Modul bilden, während der Gabelstapler-Antriebsmotor und die Betriebseinheit (11) einen zweiten Modul bilden, und daß diese Module gesondert herstellbar und später zusammenmontierbar sind.

5. Gabelstapler nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die hydraulische Kolbenzylindereinrichtung (26) zwischen dem Rahmenteil (21) und einer der Streben (24, 25) oder der Mastanordnung (16) angeordnet ist, und daß die erste Strebe (24) einen ersten, unteren Befestigungspunkt (27) in dem vertikalen Rahmenteil (21) und einen zweiten höher gelegenen Befestigungspunkt (28) in der Mastanordnung (16) hat.

6. Gabelstapler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die hydraulische Kolbenzylindereinrichtung (26) zwischen einem ersten Befestigungspunkt (32) an dem vertikalen Rahmenteil (21) angebracht ist, der Befestigungspunkt an einer höheren Stelle als der erste Befestigungspunkt (27) der ersten Strebe (24) liegt, und einem zweiten Befestigungspunkt (33) angebracht ist, welcher mit dem zweiten Befestigungspunkt (28) der ersten Strebe zusammenfällt.

7. Gabelstapler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Befestigungspunkt (28, 33), welcher für die erste Strebe (24) und die hydraulische Kolbenzylindereinrichtung gemeinsam ist, derart beschaffen ist, daß er sich entlang des Schlitzes (34) bewegen kann, welcher sich in Längsrichtung der Mastanordnung (16) erstreckt, und zwar zwischen einer ersten, unteren Position in dem Schlitz (34), wenn die Mastanordnung ausgefahren ist, und einer zweiten, höheren Position, wenn die Mastanordnung (16) zurückgezogen ist.

8. Gabelstapler nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungseinrichtung (20) derart ausgelegt ist, daß sie die Mastanordnung (16) im wesentlichen vertikal halten kann, wenn der Mast in der ausgefahrenen Position ist, und den Masten in einer nach rückwärts geneigten Position halten kann, wenn der Mast in der zurückgezogenen Position ist.







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