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Dokumentenidentifikation DE69306325T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0581404
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Reifenherstellung
Anmelder Sumitomo Rubber Industries, Ltd., Kobe, Hyogo, JP
Erfinder Imai, Misashi, Aza Miyakobashiyama, Fukushima-ken, JP;
Miyanaga, Yoshinobu, Shirakawa-shi, Fukushima-ken, JP;
Masuda, Kenichi, Shirakawa-shi, Fukushima-ken, JP
Vertreter Manitz, Finsterwald & Partner, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69306325
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 17.02.1993
EP-Aktenzeichen 933011629
EP-Offenlegungsdatum 02.02.1994
EP date of grant 04.12.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse B29D 30/28
IPC-Nebenklasse B29C 65/00   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines Reifens, indem ein Breaker und eine Lauffläche radial einwärts gegen eine äußere Umfangsoberfläche einer ringformigen Karkasse gedrückt werden, um diese Komponenten aneinander anzuhaften.

Im allgemeinen wird ein Radialreifen durch einen Heftprozeß hergestellt, um eine Karkasse, einen Breaker und eine Lauffläche kompressiv aneinander zu haften. Herkömmlicherweise ist dieser Heftprozeß wie folgt ausgeführt worden. Wie in den Fig. 9 und 10 gezeigt, wird eine Komponentenanordnung d mit einer Karkasse a, einem Breaker b und einer Lauffläche c auf einer Trommel e angebracht. Die Komponentenanordnung d wird mit Luft aufgepumpt und dann werden die Komponenten zusammen auf der Trommel e gedreht. Zur gleichen Zeit wird ein Heftwalzenglied h mit einem Paar von drehbaren Walzen f gegen die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche c durch einen Zylinder g gedrückt. Die Karkasse a, der Breaker b und die Lauffläche c werden progressiv geheftet, indem die zwei Walzen f von der Mitte der äußeren Umfangsoberfläche der Lauffläche c zu den axial äußeren Rändern davon auseinanderbewegt werden. Mit anderen Worten werden die Walzen f voneinander weg zu den Positionen f wie durch die Phantomlinien in Fig. 10 gezeigt bewegt.

Nebenbei hängt das Maß der Haftung der Komponenten des Reifens nach der Heftoperation von der Größe der Preßkraft, welche das Heftwalzenglied h auf die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche c anlegt, der Preßzeit, während welcher diese Preßkraft angelegt ist, und dergleichen ab. Weiter wirkt Zentrifugalkraft aufgrund der Rotation der Komponentenanordnung d während dieser Heftoperation. Demgemäß ist es erforderlich, den Druck des Zylinders g, den internen Druck und die Rotationsgeschwindigkeit der Komponentenanordnung d, die Preßzeit und dergleichen gemäß der Gestalt, Dicke und Verbindungen der Lauffläche c im Hinblick auf die Zentrifugalkraft einzustellen, um einen befriedigenden Haftzustand zu erhalten.

Spezifischer ist es im allgemeinen, um eine effektive Heftoperation auszuführen, bevorzugt, die Preßkraft des Heftwalzengliedes h zu erhöhen, indem der Druck des Zylinders g und der interne Druck der Komponentenanordnung d erhöht wird. Jedoch wird, wenn die Preßkraft auf einen zu hohen Wert gesetzt wird, dann der Teil der Komponentenanordnung d in Kontakt mit dem Heftwalzenglied h anfällig dafür, sich zu deformieren. Dies kann einen unterlegenen Gummifluß zur Zeit der Vulkanisierung und dürftige Erscheinung aufgrund von Fehlern verursachen. Weiter verursacht jedwede exzessive Preßkraft einen partialen Schlupf bei den umgeschlagenen Teilen der Karkassenlage, was Variationen im Umfangskordweg (der Länge des Weges, der sich von einem umgeschlagenen Teil zu dem anderen längs der Karkassenlage erstreckt) verursachen kann. Dies kann die dynamische Gleichförmigkeit des Reifens beeinträchtigen.

Zur gleichen Zeit ist es wünschenswert, eine hinreichend lange Preßzeit des Anlegens der Preßkraft zu erhalten, um die Heftoperation auf geeignete Weise auszuführen. Je länger die Preßzeit, desto länger ist die Zykluszeit, die erforderlich ist, um einen Reifen herzustellen. Dies steht als ein Hindernis der Verbesserung der Produktivität entgegen.

Eine Vorrichtung mit dem herkömmlichen Paar von drehbaren Walzen, die durch ein zusätzliches Paar von konsolidierenden Platten ergänzt sind, ist aus US-A-2 604 420 bekannt. Jedoch sind in dieser bekannten Vorrichtung die Walzen und konsohdierenden Platten in einer gestuften Beziehung angeordnet, so daß die konsolidierenden Platten immer innerhalb des Weges der Walzen fahren.

Im Hinblick auf die Probleme, die im Stand der Technik existieren, ist es ein Ziel der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines Reifens zu schaffen, welche dazu fähig sind, eine befriedigende Heftoperation innerhalb einer kurzen Zeitperiode ohne Anlegen exzessiver Preßkraft an die Komponentenanordnung auszuführen und die Qualität und Produktivität des Reifens demgemäß zu verbessern.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung umfaßt ein Reifenherstellverfahren für eine ringförmige Karkasse, einen Breaker und eine Lauffläche über der Karkasse auf einer äußeren Umfangsoberfläche einer Trommel, daß die Karkasse, der Breaker und die Lauffläche radial einwärts der Trommel gepreßt werden, um sie dadurch eine an die andere anzuheften, indem erste und zweite Heftwalzenglieder, von welchen jedes linke und rechte auseinander beabstandete Walzenelemente aufweist, die parallel zu einer drehbaren Welle der Trommel angeordnet sind, gegen die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche bei Positionen gepreßt werden, die relativ zueinander in der Umfangsrichtung der Lauffläche auseinander beabstandet sind, während die Karkasse, der Breaker und die Lauffläche zusammen auf der Trommel gedreht werden, und dann zur gleichen Zeit die Walzenelemente voneinander von einer Mittenposition der äußeren Umfangsoberfläche der Lauffläche zu entgegengesetzten Rändern davon wegbewegt werden, um so die Beabstandung zwischen den Walzenelementen zu verbreitern, dadurch gekennzeichnet, daß die linken Walzenelemente des ersten und zweiten Walzengliedes in einer Umfangslinie auf einer linken Seite des Mittelteils der Lauffläche angeordnet sind und die rechten Walzenelemente des ersten und zweiten Walzengliedes in einer Umfangslinie auf einer rechten Seite des Mittelteils der Lauffläche angeordnet sind.

Ein anderer Aspekt der vorliegenden Erfindung schafft eine Reifenherstellungsvorrichtung für eine ringförmige Karkasse, einen Breaker und eine Lauffläche über der Karkasse, um dieselben aneinander anzuheften, wobei die Vorrichtung aufweist eine Trommel, ein Antriebsmittel zum Drehen der Trommel, ein erstes Heftwalzenglied mit einem Paar von Walzenelementen, die auseinander beabstandet, parallel zu einer drehbaren Welle der Trommel angeordnet sind, ein zweites Heftwalzenglied mit einem Paar von Walzenelementen, die auseinander beabstandet parallel zu der drehbaren Welle der Trommel bei einer Position, die von dem ersten Heftwalzenglied in der Umfangsrichtung der Lauffläche verschoben sind, angeordnet sind, ein Preßmittel zum drehbaren Tragen und Pressen der ersten und zweiten Heftwalzenglieder gegen die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche und ein Erweiterungsmittel zum Bewegen der Walzenelemente von jedem Heftwalzenglied respektive weg voneinander von einer Mittelposition der äußeren Umfangsoberfläche der Lauffläche zu entgegengesetzten Rändern davon, um so die Beabstandung zwischen den Walzenelementen zu erweitern, dadurch gekennzeichnet, daß ein Walzenelement von jedem der ersten und zweiten Walzenglieder in einer Umfangslinie auf einer Seite der Mittelposition der Lauffläche angeordnet ist, und das andere Walzenelement von jedem der ersten und zweiten Walzenglieder in einer Umfangslinie auf der anderen Seite des Mittelteils der Lauffläche angeordnet ist.

Mit der Reifenherstellvorrichtung, die so aufgebaut ist, werden sowohl die ersten als auch zweiten Heftwalzenglieder gegen die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche der Komponentenanordnung während der Rotation gedrückt. Demgemäß ist die Gesamtpreßkraft, die an die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche angelegt wird, die Summe der Preßkräfte, die aus den ersten und zweiten Heftwalzengliedern gegeben ist. So kann hinreichende Preßkraft als ein Ganzes erhalten werden, um eine verbesserte, vollständig befriedigende Heftoperation ohne Erhöhen der Preßkräfte auszuführen, die auf jedem separaten Heftwalzenglied verwendet werden. Dies trägt zu einer großen Verringerung bei der Produktion defekter Produkte bei, welche andernfalls ohne weiteres erzeugt werden, wenn die Preßkräfte der respektiven Heftwalzenglieder erhöht werden, um dadurch die Qualität des Reifens zu verbessern, und unterdrückt die Deformation der Komponentenanordnung aufgrund exzessiver Preßkraft, um dadurch einen unterlegenen Gummifluß zur Zeit der Vulkanisierung zu verhindern, und verbessert die Gleichförmigkeit des Reifens. Weiter kann die Preßzeit verglichen zu dem Fall verkürzt werden, wo ein einzelnes Heftwalzenglied verwendet wird, mit dem Ergebnis, daß die Zykluszeit zur Herstellung eines Reifens verkürzt werden kann und die Produktivität verbessert werden kann.

Es ist bevorzugt, die ersten und zweiten Heftwalzenglieder bei Positionen benachbart zueinander in der Umfangsrichtung der Lauffläche anzuordnen. Mit dieser Anordnung kann der Hefteffekt weiter verbessert werden. Zum Beispiel wird, wenn das erste Heftwalzenglied bei einer stromaufwärtigeren Position mit Bezug auf die Drehrichtung der Trommel als das erste Heftwalzenglied angeordnet ist, die Heftoperation wie folgt ausgeführt. Zuallererst wird der äußere Umfang der Lauffläche durch das erste Heftwalzenglied einmal gepreßt, wodurch die Karkasse, der Breaker und die Lauffläche aneinander gehaftet werden. Danach wird die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche durch das zweite Heftwalzenglied gedrückt, bevor die erste erhaltene Adhäsion durch die Zentrifugalkraft, die durch die Drehung der Komponentenanordnung erzeugt wird, und die Rückstellkraft der Lauffläche als ein starrer Körper gelockert wird. Demgemäß kann ein höherer Haft-Effekt erhalten werden.

Spezifischer werden die ersten und zweiten Heftwalzenglieder bei derartigen benachbarten Positionen angeordnet, daß die Lauffläche durch das zweite Heftwalzenglied gepreßt wird, vor der Wiederherstellung der Lauffläche in ihrer ursprünglichen Form, nachdem die Lauffläche durch das erste Heftwalzenglied gedrückt, d.h. gepreßt wird.

Weiter kann, wenn das erste Heftwalzenglied bei einer stromaufwärtigeren Position mit Bezug auf die Drehrichtung der Trommel angeordnet ist und auf eine schwächere Kraft als das zweite Heftwalzenglied gesetzt ist, die Deformation der Lauffläche vermieden werden, da die starke Preßkraft nicht abrupt an die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche in der Drehung angelegt wird. Mit anderen Worten kann, da die schwache Preßkraft zuerst von dem ersten Heftwalzenglied gegeben wird, und die starke Preßkraft dann von dem zweiten Heftwalzenglied erteilt wird, die Heftwalzenoperation dann glatter ausgeführt werden.

Das Preßmittel zum Tragen der respektiven Walzenelemente kann ein Trägerglied zum drehbaren Tragen der Walzenelemente der ersten und zweiten Heftwalzenglieder umfassen, die bei der gleichen Seite des Mittelteils der äußeren Umfangsoberfläche der Laufflächen in dem Zustand angeordnet sind, wo diese Walzenelemente Seite an Seite in der Umfangsrichtung der Lauffläche angeordnet sind, und ein Preßglied zum Bewegen des Trägergliedes und der Walzenelemente, die durch das Trägerglied getragen werden, integral in Richtung auf die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche der Einwärts-Radialrichtung der Lauffläche Zusätzlich kann das Trägerglied mit dem Preßglied drehbar um eine Achse parallel zu der drehbaren Welle der Trommel gekoppelt werden. Mit dieser Anordnung kann, selbst wenn die Preßrichtung des Preßgliedes nicht präzise mit der Richtung normal auf die drehbare Welle der Trommel komzidiert, seine Richtungsabweichung durch Drehung des Drehgliedes ausgeglichen werden, wenn die respektiven Walzenelemente gegen die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche gedrückt werden (das heißt durch die Neigung des Trägergliedes relativ zu dem Preßglied). Daher können alle der Walzenelemente befriedigend gegen die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche konstant gedrückt werden.

Diese und andere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden detaillierten Beschreibung bestimmter Ausführungsbeispiele nur beispielsweise in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen ersichtlicher werden, in welchen:

Fig. 1 eine Vorderansicht ist, die eine erste Reifenherstellungsvorrichtung zeigt, die die Erfindung verkörpert;

Fig. 2 eine Seitenansicht ist, die die positionsmäßige Beziehung zwischen der äußeren Umfangsoberfläche einer Lauffläche und respektiven Heftwalzengliedern in der ersten Reifenherstellungsvorrichtung zeigt;

Fig. 3 eine Seitenansicht ist, die einen Mechanismus zum Erweitern der Beabstandung zwischen Walzenelementen von jedem Heftwalzenglied zeigt;

Fig. 4 eine Querschnittsansicht ist, die die Position des Heftwalzengliedes zeigt, bevor die Beabstandung zwischen den Walzenelementen erweitert wird;

Fig. 5 eine Schnittansicht ist, die den Zustand des Heftwalzengliedes zeigt, nachdem die Beabstandung der Walzenelemente erweitert ist;

Fig. 6 eine Vorderansicht ist, die eine zweite Reifenherstellungsvorrichtung gemäß der Erfindung zeigt;

Fig. 7 eine Vorderansicht ist, die den Preßmechanismus der zweiten Reifenherstellvorrichtung zeigt;

Fig. 8 eine Vorderansicht ist, die die positionsmäßige Beziehung zwischen einer Komponentenanordnung und respektiven Heftwalzengliedern in einer dritten reifenherstellenden Vorrichtung zeigt;

Fig. 9 eine Vorderansicht ist, die eine Reifenherstellungsvorrichtung nach dem Stand der Technik zeigt; und

Fig. 10 eine Seitenansicht ist, die die positionsmäßige Beziehung zwischen einer äußeren Umfangsoberfläche einer Lauffläche und respektiven Heftwalzengliedern in der Reifenherstellungsvorrichtung nach dem Stand der Technik zeigt.

Ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird mit Bezug auf die Fig. 1 bis 5 beschrieben werden.

Die Reifenherstellungsvorrichtung, die in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist, ist mit einer drehbaren Trommel 1 versehen. Diese Trommel 1 ist mit einem Motor (Antriebsmittel) M gekoppelt und wird antriebsmäßig von dem Motor M in einer spezifizierten Richtung und mit einer bestimmten Geschwindigkeit um eine Wellenmitte O davon gedreht. Auf einer äußeren Umfangsoberfläche der Trommel 1 sind eine ringförmige Karkasse 5, ein Breaker 6 und eine Lauffläche 7 in dieser Reihenfolge angebracht. Die Karkasse 5, Breaker 6 und Lauffläche 7 bilden eine Komponentenanordnung 4. Die Trommel 1 ist dazu aufgebaut, das Füllen durch unter Druck stehende Luft der Karkasse 5 von der Umfangsoberfläche davon bei einem gegebenen Druck (z.B. 0,5 bis 1,5 kg/cm²) zu erlauben.

Angeordnet um die Trommel 1 gibt es erste und zweite Paare von Heftwalzengliedern 2 und 3, die auseinander beabstandet in der Umfangsrichtung der Trommel angeordnet sind. Die Paare von Heftwalzengliedern 2 und 3 sind zueinander benachbart in der Umfangsrichtung der Trommel 1 angeordnet. Das erste Paar von Heftwalzengliedern 2 umfaßt linke und rechte Walzenelemente 2a und 2b, die in einer Richtung parallel zu der drehbaren Welle O der Trommel 1 auseinander beabstandet sind. In ähnlicher Weise umfaßt das zweite Paar von Heftwalzengliedern 3 linke und rechte Walzenelemente 3a und 3b, die in einer Richtung parallel zu der drehbaren Welle O auseinander beabstandet sind.

Wie in Fig. 2 gezeigt, sind jedes Paar von Walzenelementen 2a, 3a und 2b, 3b so positioniert, daß die Laufflächenmittellinie R zwischen ihnen liegt und sie sind in Reihe auf sich in Umfangsrichtung erstreckenden Linien CL, CR parallel zu der Laufflächenmittellinie R angeordnet. Mit anderen Worten sind die linken Walzenelemente 2a und 3a auf der Linie CL angeordnet, wohingegen die rechten Walzenelemente 2b und 3b auf der Linie CR angeordnet sind.

Nun wird ein Preßmechanismus und ein Erweiterungsmechanismus beschrieben werden, welche die Walzenelemente 2a, 3a und 2b, 3b tragen, und zwar mit Bezug auf die Fig. 1 und 3.

Ein Gehäuse 10 zur Unterbringung des Erweiterungsmechanismus ist auf der Herstellungsmaschinenbasis angebracht, und ein Paar von Fluidzylindern 9 ist über dem Gehäuse 10 vorgesehen. Diese Fluidzylinder 9 sind horizontal und senkrecht zu der Trommelwelle O angeordnet, und ein Stab 9a erstreckt sich von jedem Zylinder 9, um so radial zu und gegenüberliegend der Trommel 1 zu liegen. Die Richtung der Anordnung dieser Fluidzylinder 9 ist parallel zu der drehbaren Trommelwelle O. Bei einem Führungsende von jedem Stab 9a ist ein plattenähnliches Trägerglied 8 befestigt, das in einer vertikalen Ebene liegt. Die Walzenelemente 2a und 3a, die auf der linken Seite der Laufflächenmittellinie R angeordnet sind, sind drehbar bei oberen und unteren Teilen des linken Trägergliedes 8 durch Lager oder dergleichen angebracht. In ähnlicher Weise sind die Walzenelemente 2b, 3b, die auf der rechten Seite angeordnet sind, drehbar bei oberen und unteren Teilen des rechten Trägergliedes 8 durch Lager oder dergleichen angebracht.

Jedes Paar von Walzenelementen 2a, 3a und 2b, 3b ist derart angeordnet, daß die Tangentenlinie A zu den respektiven Heftwalzengliedern 2 und 3 normal zu einer horizontalen Linie B liegt, die durch die drehbare Welle O der Trommel 1 tritt, und die drehbaren Wellen der Heftwalzenglieder 2 und 3 sind im wesentlichen symmetrisch mit Bezug auf die horizontale Linie B angeordnet, wenn von der Vorderseite wie in Fig. 1 gezeigt gesehen wird. Die respektiven Stäbe 9a sind derart angeordnet, daß die Mittelachsen davon auf der horizontalen Linie B angeordnet sind, wenn von der Vorderseite gesehen wird. Mit anderen Worten erstrecken sich die Stäbe 9a in einer Richtung normal zu der drehbaren Trommelwelle O.

Wie in Fig. 3 gezeigt, ist eine Schraubenwelle 13 drehbar in Lagern 11, 12 in dem Gehäuse 10 angebracht. Diese Schraubenwelle 13 erstreckt sich parallel zu der drehbaren Trommelwel le O und weist einen mit Gewinde versehenen Teil 13a auf, der auf einer äußeren Umfangsoberfläche einer linken Hälfte davon gebildet ist, während er einen mit Gewinde versehenen Teil 13b aufweist, dessen Gewinde sich spiralartig in der Richtung entgegengesetzt zu dem Schraubenteil 13a erstreckt, der auf einer äußeren Umfangsoberfläche einer rechten Hälfte davon gebildet ist. Ein Kettenzahnrad 14 ist an einem rechten Ende der Schraubenwelle 13 bzw. Spindel 13 befestigt. Unter der Schraubenwelle 13 ist ein Motor 15 zum Antreiben des Erweiterungsmechanismus vorgesehen. Auf einer Ausgangswelle des Motors 15 ist ein Kettenzahnrad 16 befestigt, welches mit dem Kettenzahnrad 14 durch eine Kette 17 gekoppelt ist.

Eine Mutter 18 ist extern an jedem der mit Gewinde versehenen Teile 13a, 13b der Schraubenwelle 13 befestigt. Ein Zylinderträgerglied 19 erstreckt sich aufwärts von jeder Mutter 18 bis zu einer Position über der oberen Oberfläche des Gehäuses 1 und der Fluidzylinder 9 ist an einem oberen Ende von jedem Zylinderträgerglied 19 befestigt.

Demgemäß bewegen sich, wenn die linken und rechten Fluidzylinder 9 weiter verlängert werden, die Trägerglieder 8, die bei den Stäben 9a der Fluidzylinder 9 befestigt sind, und die Walzenelemente 2a, 3a und 2b, 3b, die durch jedes der Trägerglieder 8 getragen werden, integral in Paaren in Richtung auf die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche 71 wodurch die Walzenelemente 2a, 3a und 2b, 3b gegen diese äußere Umfangsoberfläche drücken. Zusätzlich ist der Motor 15 in der spezifizierten Richtung angetrieben, und die Antriebskraft davon wird an die Schraubenwelle 13 durch die Kettenräder 16, 14 und die Kette 17 übertragen. Gemäß der Drehung der mit Gewinde versehenen Welle 13 bewegen sich die Gruppe der Mutter 18, Fluidzylinder 9, Trägerglied 8, und Walzenelemente 2a, 3a, die auf der linken Seite angeordnet sind, und die andere Gruppe der Mutter 18, Fluidzylinder 9, Trägerglied 8, und Walzenelemente 2b, 3b, die auf der rechten Seite angebracht sind, weg voneinander. Auf diese Weise werden die Walzenelemente 2a, 3a und 2b, 3b auseinander von der Mitte der äußeren Umfangsoberfläche der Lauffläche 7 zu entgegengesetzten Enden davon beabstandet.

Der Durchmesser D der Walzenelemente 2a, 3a und 2b, 3b beträgt wünschenswerterweise ungefähr 50 mm bis 100 mm für einen Reifen der normalen Fahrzeuggröße, der hergestellt wird.

Weiter wird die Beabstandung L in der Umfangsrichtung zwischen den entsprechenden Walzenelementen 2a und 3a und 2b und 3b wünschenswerterweise in den Bereich von 0 < L ≤ 1/4D gesetzt, d.h. die Beabstandung L wird wünschenswerterweise auf einen mehr als kleinen Wert eingestellt. Mit anderen Worten ist es wünschenswert, die Heftwalzenglieder 2, 3 bei Positionen, die auseinander beabstandet sind, aber so nahe zueinander wie möglich, zu positionieren.

Als nächstes wird die Sequenz der Heftprozesse für die Karkasse 5, den Breaker 6 und die Lauffläche 7 beschrieben werden, die unter Verwendung dieser Vorrichtung wie folgt ausgeführt werden:

(a) Die Karkasse 5 wird auf der äußeren Umfangsoberfläche der Trommel 1 wie in Fig. 1 gezeigt bewegt, und Luft wird in die Karkasse 5 auf den spezifizierten Druck gepumpt, wodurch die Karkasse 5 aufgepumpt wird. Dann wird die Lauffläche 7 auf die äußere Umfangsoberfläche der Karkasse 5 über den Breaker 6 gewalzt bzw. gerollt. Das heißt, die komplette Komponentenanordnung 4 wird auf der Trommel 1 angebracht.

(b) Der Motor M wird in der Vorwärts- oder Rückwärtsrichtung angetrieben, wodurch die Trommel 1 dazu veranlaßt wird, sich um ihre drehbare Welle O zu drehen. Zu dieser Zeit dreht sich die Komponentenanordnung 4 zusammen mit der Trommel 1.

(c) Die linken und rechten Fluidzylinder 9 werden expandiert, während die Trommel 1 sich mit den linken und rechten Muttern 18 und so den Fluidzylindern 9 dreht, die bei der Mitte wie in Fig. 3 gezeigt angeordnet sind. Dies veranlaßt die Walzenelemente 2a, 3a und 2b, 3b, die von den linken und rechten Trägergliedern 8 getragen werden, gegen den Mittelteil der äußeren Umfangsoberfläche der Lauffläche 7 gedrückt zu werden, wie in den Fig. 2 und 4 gezeigt. Zu dieser Zeit werden die linken und rechten Walzenelemente 2a, 2b des ersten Heftwalzengliedes 2 und die linken und rechten Walzenelemente 3a, 3b des rechten Heftwalzengliedes 3 gegen die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche 7 in Positionen gedrückt, die in der Umfangsrichtung verschoben sind (obere und untere Positionen in dem veranschaulichten Beispiel)

(d) Während die Walzenelemente 2a, 3a und 2b, 3b gegen die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche 7 gedrückt werden, wird der Motor 15 angetrieben, um die linken und rechten Muttern und Fluidzylinder 9 voneinander wegzubewegen. Dadurch bewegen sich die linken Walzenelemente 2a, 3a und die rechten Walzenelemente 2b, 3b in Richtung auf die linken und rechten Ränder der äußeren Umfangsoberfläche von der Laufflächenmittellinie R. Mit anderen Worten werden die Walzenelemente 2a, 3a und 2b, 3b kontinuierlich und simultan von dem Mittelteil der äußeren Umfangsoberfläche der Laufflche 7 zu den entgegengesetzten Rändern davon wie in Fig. 5 gezeigt bewegt, während gegen die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche 7 gedrückt wird. Durch die vorerwähnten Operationen werden die Karkasse 5, der Breaker 6 und die Lauffläche 7 aneinander von dem Mittelteil zu den entgegengesetzten Rändern davon angehaftet.

(e) Nach der Heftoperation werden die Heftwalzenglieder 2a, 3a und 2b, 3b zurückbewegt, indem die Zylinder 9 verkürzt werden und eine nächste Komponentenanordnung 4 wird auf der Trommel 1 angebracht. Die Heftoperation wird auf diese nächste Komponentenanordnung 4 in der gleichen Weise wie oben angewendet.

Mit dem Verfahren und der Vorrichtung wie oben beschrieben werden die ersten und zweiten Heftwalzenglieder 2, 3 gegen die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche 7 bei Positionen gepreßt, die in Umfangsrichtung zueinander verschoben sind. Demgemäß kann eine hinreichende Preßkraft an die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche 7 als ein Ganzes ohne Erhöhen der Preßkraft der individuellen Heftwalzenglieder angelegt werden. So kann eine befriedigende Heftoperation ausgeführt werden, während Deformation der Komponenten, Anordnung und Schlupf bei dem umgeschlagenen Teil der Karkassenlage aufgrund exzessiven Pressens bzw. Drückens vermieden wird. Weiter kann ein Hafteffekt im wesentlichen ähnlich zu demjenigen erhalten werden, der erhalten wird, wenn die Preßzeit zweimal solange ausgedehnt wird, indem die Heftwalzenglieder 2 und 3 in Umfangsrichtung beabstandet, aber nahe zusammen angeordnet werden. So kann genügende Heftoperation in einer kürzeren Zeitperiode als im Stand der Technik ausgeführt werden, wodurch ein großer Fortschritt in der Produktivität erzielt wird.

Spezifischer in diesem Ausführungsbeispiel kann, da die ersten und zweiten Heftwalzenglieder 2 und 3 in Umfangsrichtung benachbart zueinander positioniert sind, der Heftbetrieb vorteilhaft wie folgt ausgeführt werden, zum Beispiel, wenn die Trommel 1 antriebsmäßig im Uhrzeigersinn in der Zeichnung von Fig. 1 gedreht wird. Zuallererst wird der äußere Umfang der Lauffläche 7 durch das erste Heftwalzenglied 2 einmal gedrückt, wodurch die Karkasse 5, der Breaker 6 und die Lauffläche 7 aneinander zu einem bestimmten Maß angehaftet werden. Danach wird die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche 7 durch das zweite Heftwalzenglied 3 gepreßt, bevor die erste erhaltene Adhäsion aufgrund der Zentrifugalkraft, die durch die Rotation der Komponentenanordnung 4 erzeugt wird, und die Rückstellkraft der Lauffläche 7 als ein starrer Körper gelockert wird. Demgemäß kann ein höherer Hafteffekt verglichen zu dem Fall erhalten werden, wo die Heftwalzenglieder 2, 3 entfernt voneinander angeordnet werden.

Da die Heftwalzenglieder 2, 3 benachbart zueinander angeordnet sind, können die Walzenelemente, die bei der gleichen Seite (d.h. die linken Walzenelemente und die rechten Walzenelemente) durch ein einzelnes Trägerglied 8 getragen werden, gegen die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche 7 unter Verwendung eines einzelnen Fluidzylinders gedrückt werden. So kann die Anzahl von Teilen, die die Reifenherstellungsvorrichtung bilden, verringert werden, und der Erweiterungsmechanismus zum Erweitern der Beabstandung zwischen den linken und rechten Walzenelementen kann im Aufbau verglichen zu einer Reifenherstellvorrichtung vereinfacht werden, in welcher die Walzenelemente unabhängig angetrieben werden.

Selbst wenn die Heftwalzenglieder 2, 3 einander nicht benachbart angeordnet werden, ist es möglich, die Preßkraft der Heftwalzenglieder 2, 3 verglichen zu dem Stand der Technik zu verringern, indem die Glieder 2, 3 gegen die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche 7 simultan bei Positionen gedrückt werden, die in Umfangsrichtung zueinander verschoben sind.

Es kann angemessen sein, zusätzlich ein drittes Heftwalzenglied und ein viertes Heftwalzenglied vorzusehen, ... und zwar bei Positionen, die von den ersten und zweiten Heftwalzen verschieden sind.

Als nächstes wird ein zweites Ausführungsbeispiel mit Bezug auf die Fig. 6 und 7 beschrieben werden.

In diesem Ausführungsbeispiel wird ein Trägerglied 8 drehbar an einem Stab 9a von jedem Fluidzylinder 9 durch einen Dorn oder eine Welle O1 parallel zu der drehbaren Welle O der Trommel 1 gekoppelt. Die Positionen der Walzenelemente 2a, 3a können dann winkelmäßig relativ zu dem entsprechenden Stab 9a gemäß der Drehung von diesem Trägerglied 8 (wie durch die Phantomlinie in Fig. 7 angezeigt) variieren. Es wird auch ein Trägerstück 20 vorgesehen, welches sich in Richtung auf das Trägerglied 8 erstreckt. Ein Anschlag (Winkelhalteglied) bzw. Stopper 21, der in Richtung auf das Trägerglied 8 vorsteht, ist an einem Ende eines Trägerstücks 20 befestigt. Das Trägerglied 8 berührt diesen Stopper 21, wenn die Walzenelemente 2a, 3a und 2b, 3b nicht in Kontakt mit der äußeren Umfangsoberfläche der Lauffläche 7 stehen, wodurch sie daran gehindert werden, aufgrund des Gewichtes des Trägergliedes 8 und der Walzenelemente 2a, 3a und 2b, 3b abwärts zu fallen. Auf diese Weise hält der Stopper 21 das Trägerglied 8 in einer im wesentlichen horizontalen Position wie veranschaulicht.

Mit der so aufgebauten Vorrichtung sind, obwohl die Erstrekkungsrichtung des Stabes 9a nicht prazise mit der Richtung normal zu der drehbaren Trommelwelle O koinzidiert (d.h., der Stab 9a ist mit Bezug auf die Richtung normal zu der drehbaren Trommelwelle O geneigt), das Trägerglied 8 und die Walzenelemente 2a, 3a und 2b, 3b frei, sich relativ zu dem Stab 9a gemäß dieser Neigung zu drehen. Daher können alle der Walzenelemente 2a, 3a und 2b, 3b gegen die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche 7 konstant und zuverlässig gedrückt werden.

Weiter ist in dieser Vorrichtung der Stopper 21 vorgesehen, um die Abwärtsdrehung des Trägergliedes 8 zu begrenzen, wenn die Walzenelemente 2a, 3a und 2b, 3b nicht in Kontakt mit der äußeren Umfangsoberfläche der Lauffläche 7 stehen. Demgemäß können die Walzenelemente 2a, 3a und 2b, 3b glatt gegen die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche bloß durch Verlängern der Fluidzylinder 9 gedrückt werden.

Als ein Winkelhalteglied zum Aufrechterhalten eines Drehwinkels des Tragegliedes 8 in einem spezifizierten Bereich kann eine Feder zwischen dem Trägerglied 8 und dem Stab 9a anstelle des Stoppers 21 vorgesehen sein. Das Trägerglied 8 kann in einer geeigneten Position durch die Kraft der Feder gehalten werden, kann aber gegen diese Kraft gedreht werden, falls erforderlich.

Als nächstes wird ein drittes Ausführungsbeispiel mit Bezug auf Fig. 8 beschrieben werden.

In diesem Ausführungsbeispiel steht ein zweites Heftwalzenglied 3 vorwärts mehr als ein erstes Heftwalzenglied 2 in der Vorrichtung des ersten Ausführungsbeispiels vor. Mit dieser Anordnung wird das erste Heftwalzenglied 2 gegen die äußere Umfangsoberfläche einer Lauffläche 7 mit einer schwächeren Kraft als das zweite Heftwalzenglied 3 in einen Zustand gepreßt, wenn Fluidzylinder 9 ausgeschoben ist.

Mit dieser Vorrichtung werden die Trommel 1 und die Komponentenanordnung 4 im Uhrzeigersinn in Fig. 8 gedreht, und die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche 7 wird zuerst mit einer niedrigeren Kraft durch das erste Heftwalzenglied 2 gepreßt und wird durch eine höhere Kraft durch das zweite Heftwalzenglied 3 unmittelbar danach gepreßt. So kann die Heftoperation effektiv ausgeführt werden, während ein Auftreten verhindert wird, wo die starke Kraft an die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche 7 abrupt aufgebracht wird, um dadurch die Komponentenanordnung zu deformieren.

Als ein Mittel zum Anlegen der unterschiedlichen Preßkräfte können die Walzenelemente 2a, 3a und 2b, 3b auf dem Trägerglied 8 bei horizontal verschobenen Positionen im voraus angebracht sein. In alternativer Weise kann es angemessen sein, die vorstehenden Größen der Walzenelemente 2a, 3a und 2b, 3b durch Drehen des Trägergliedes 8 um die Wellen O1 in der im zweiten Ausführungsbeispiel gezeigten Konstruktion zu drehen, und dann die Trägerglieder 8 auf den Stäben 9a zu fixieren. In dem Fall, wo die ersten und zweiten Heftwalzenglieder 2, 3 durch separate Preßmechanismen getragen werden, können die Preßkräfte, die durch die Preßmechanismen erzeugt werden, individuell eingestellt werden, um dadurch die Preßkräfte der Heftwalzenglieder 2, 3 voneinander unterschiedlich zu machen.

In dem dritten Ausführungsbeispiel ist die Preßkraft des ersten Heftwalzengliedes 2 schwächer als jene des zweiten Heftwalzengliedes 3. Jedoch kann, wenn die Preßkraft des zweiten Heftwalzengliedes 3 schwächer als jene des ersten Heftwalzengliedes 2 eingestellt ist, der Effekt ähnlich zu dem Obigen erhalten werden, wenn die Trommel 1 im Gegenuhrzeigersinn in der Zeichnung von Fig. 8 gedreht wird.

Obwohl die vorliegende Erfindung beispielsweise mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen vollständig beschrieben worden ist, ist es zu verstehen, daß verschiedene Änderungen und Modifikationen Fachleuten ersichtlich sein werden. Daher sollten, falls derartige Änderungen und Modifikationen nicht von dem Umfang der vorliegenden Erfindung abweichen, sie als hierin umfaßt aufgefaßt werden.


Anspruch[de]

1. Ein Reifenherstellungsverfahren für eine ringförmige Karkasse (5), einen Breaker (6) und eine Lauffläche (7) über der Karkasse (5), auf einer äußeren Umfangsoberfläche einer Trommel (1), mit den Schritten, daß die Karkasse (5), Breaker (6) und Lauffläche (7) radial einwärts der Trommel (1) gepreßt werden, um sie dadurch eine auf die andere zu heften, indem erste und zweite Heftwalzenglieder (2, 3), von welchen jedes linke und rechte auseinander beabstandete Walzenelemente (2a, 3a und 2b, 3b) umfaßt, die parallel zu einer drehbaren Welle (O) der Trommel (1) angeordnet sind, gegen die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche (7) bei Positionen gepreßt werden, die relativ zueinander in der Umfangsrichtung der Lauffläche (7) beabstandet sind, während die Karkasse (5), der Breaker (6) und die Lauffläche (7) zusammen auf der Trommel (1) gedreht werden, und dann zur gleichen Zeit die Walzenelemente (2a, 3a und 2b, 3b) voneinander weg von einem Mittelteil der äußeren Umfangsoberfläche der Lauffläche (7) zu entgegengesetzten Rändern davon bewegt werden, um so die Beabstandung zwischen den Walzenelementen (2a, 3a und 2b, 3b) zu erweitern, dadurch gekennzeichnet, daß die linken Walzenelemente (2a, 3a) des ersten und zweiten Walzengliedes (2, 3) in einer Umfangslinie auf einer linken Seite des Mittelteils der Lauffläche angeordnet werden, und die rechten Walzenelemente (2b, 3b) der ersten und zweiten Walzenglieder (2, 3) in einer Umfangslinie auf einer rechten Seite des Mittelteils der Lauffläche angeordnet werden.

2. Ein Reifenherstellverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und zweiten Heft-Walzenglieder (2, 3) gegen die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche (7) bei Positionen benachbart zueinander in der Umfangsrichtung (R) der Lauffläche (7) angeordnet sind.

3. Ein Reifenherstellverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Heftwalzenglied (3) gegen die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche (7) bei einer stromabwärtigeren Position mit Bezug auf die Drehrichtung der Trommel (1) und mit einer stärkeren Kraft als das erste Heftwalzenglied (2) gepreßt wird.

4. Eine Reifenherstellvorrichtung für eine ringförmige Karkasse (5), einen Breaker (6) und eine Lauffläche (7) über der Karkasse, um dieselben aneinanderzuheften, wobei die Vorrichtung aufweist eine Trommel (1), ein Antriebsmittel (M) zum Drehen der Trommel (1), ein erstes Heftwalzenglied (2) mit einem Paar von Walzenelementen (2a, 2b), die parallel zu einer drehbaren Welle (O) der Trommel (1) auseinander beabstandet angeordnet sind, einem zweiten Heftwalzenglied (3) mit einem Paar von Walzenelementen (3a, 3b), die parallel zu der drehbaren Welle (O) der Trommel (1) bei einer Position auseinander beabstandet angeordnet sind, die von dem ersten Heftwalzenglied in der Umfangsrichtung (R) der Lauffläche (7) verschoben ist, ein Preßmittel zum drehbaren Tragen und Pressen der ersten und zweiten Heftwalzenglieder (2, 3) gegen die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche (7), und ein Erweiterungsmittel zum Bewegen der Walzenelemente (2a, 3a und 2b, 3b) von jedem Heftwalzenglied (2 und 3) respektive weg voneinander von einem Mittelteil der äußeren Umfangsoberfläche der Lauffläche (7) zu entgegengesetzten Rändern davon, um so die Beabstandung zwischen den Walzenelementen (2a, 3a und 2b, 3b) zu erweitern, dadurch gekennzeichnet, daß ein Walzenelement (2a, 3a) von jedem der ersten und zweiten Walzenglieder (2, 3) in einer Umfangslinie auf einer Seite des Mittelteils der Lauffläche angeordnet ist, und das andere Walzenelement (2b, 3b) von jedem der ersten und zweiten Walzenglieder (2, 3) in einer Umfangslinie auf der anderen Seite des Mittelteils der Lauffläche angeordnet ist.

5. Eine Reifenherstellvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und zweiten Heftwalzenglieder (2 und 3) gegen die äußere Umfangsoberfläche der Laufflgche (7) bei Positionen benachbart zueinander in der Umfangsrichtung der Lauffläche (7) gepreßt sind.

6. Eine Reifenherstellvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzenelemente (2a, 3a und 2b, 3b) der ersten und zweiten Heftwalzenglieder, die bei der gleichen Seite angeordnet sind, die durch den Mittelteil der äußeren Umfangsoberfläche der Lauffläche (7) definiert ist, durch ein gemeinsames Preßmittel (8) getragen sind.

7. Eine Reifenherstellvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Heftwalzenglied (3) bei einer stromabwärtigeren Position mit Bezug auf die Drehrichtung der Trommel als das erste Heftwalzenglied (2) angeordnet ist, und worin das Preßmittel derart aufgebaut ist, daß die Preßkraft, die von dem ersten Heftwalzenglied (2) gegeben ist, schwächer als die Preßkraft ist, die von dem zweiten Heftwalzenglied (3) gegeben ist.

8. Eine Reifenherstellvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Preßmittel ein Trägerglied (8) zum drehbaren Tragen der Walzenelemente der ersten und zweiten Heftwalzenglieder (2a, 3a oder 2b, 3b) umfaßt, die auf der gleichen Seite angeordnet sind, die durch den Mittelteil der äußeren Umfangsoberfläche der Lauffläche definiert sind, und wobei diese Walzenelemente (2a, 3a und 2b, 3b) Seite an Seite in der Umfangsrichtung der Lauffläche (7) angeordnet sind, und ein Preßglied zum Bewegen der Trägerglieder (8) und der Walzenelemente, die von jedem Trägerglied (8) getragen sind, zusammen in Richtung auf die äußere Umfangsoberfläche der Lauffläche (7) in einer Einwärtsradialrichtung der Lauffläche, wobei das Trägerglied (8) an das Preßglied um eine Achse parallel zu der drehbaren Welle (O) der Trommel drehbar gekoppelt ist.

9. Eine Reifenherstellvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Preßglied mit einem Winkelhalteglied zum Halten eines Winkels der Drehung des Trägergliedes (21) vorgesehen ist, so daß die entsprechenden Walzenelemente (2a, 3a oder 2b, 3b) entgegengesetzt zu der äußeren Umfangsoberfläche der Lauffläche in dem Zustand angeordnet sind, wo diese Walzenelemente nicht in Kontakt mit der äußeren Umfangsoberfläche der Lauffläche stehen.







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