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Dokumentenidentifikation DE69306522T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0592335
Titel Selbstbedienungsvorrichtung zur Abgabe elektrischer Energie
Anmelder Electricité de France, Paris, FR
Erfinder Duval, Catherine, F-69100 Villeurbanne, FR;
Laenen, Georges, F-69006 Lyon, FR;
Le Grevellec, Florence, F-69005 Lyon, FR;
Riberolles, Jean-Louis, F-69300 Caluire, FR
Vertreter Witte, Weller, Gahlert, Otten & Steil, 70178 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 69306522
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, GB, IT, LI
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 28.09.1993
EP-Aktenzeichen 934203878
EP-Offenlegungsdatum 13.04.1994
EP date of grant 11.12.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse G07F 15/00
IPC-Nebenklasse G07F 7/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine neue Vorrichtung, mit der die Abgabe und die Bereitstellung elektrischer Energie möglich ist, und zwar im Selbstbedienungsbetrieb. Sie betrifft eine solche Vorrichtung, die ganz speziell für einen Gebrauch außerhalb von Wohnraum, insbesondere an öffentlich zugänglichen Orten und für außerhäusige Verwendungen bestimmt ist.

Zahlreiche Benutzer, insbesondere aber nicht ausschließlich Verkehrsteilnehmer, sind Anforderer von elektrischer Energie, um während aufeinanderfolgender Haltepausen entweder die Oualität der Ladung, die sie transportieren, zu erhalten oder um ein Minimum an Komfort zu genießen oder auch um über eine eigene Energiequelle zu verfügen, die es ihnen ermöglicht, den täglichen Betrieb zu gewährleisten.

Ebenso sind Straßenfrachtführer, insbesondere von Kühltransporten, verpflichtet, regelmäßig anzuhalten und müssen zur Bewahrung der Frische der verderblichen Lebensmittel, die sie transportieren, einen von dem Antriebsmotor des eigentlichen Transportfahrzeuges unabhängigen Verbrennungsmotor starten, der für die Funktion des an Bord befindlichen Kühlaggregats notwendig ist, das für die Aufrechterhaltung der niedrigen Temperatur des die Lebensmittel enthaltenden Warmeisolierungs- Anhängers sorgt. Diese Verbrennungsmotoren, im allgemeinen Dieselmotoren, verursachen außer einer Luftverschmutzung gleichermaßen eine damit unzertrennlich verbundene Lärmbelästigung.

Nun verfügt heutzutage diese Art von Lastwagen quasi systematisch über einen Elektromotor, mit dem die Funktion des an Bord befindlichen Kühlaggregates gewährleistet werden kann. Nun existiert bis heute, abgesehen von dem Bereich öffentlicher Unternehmen, kein in sich abgeschlossenes elektrisches Versorgungssystem, insbesondere an Raststätten, Standplätzen, usw., das die Versorgung dieser Elektromotoren ermöglichen kann.

Jedoch betrifft dieses Problem in gleichem Maße Wohnmobile, Wohnwagen ebenso wie Wassersportfahrzeuge, die, wenn sie zu einem Standplatz auf einem Campingplatz bzw. einem Liegeplatz in einem Hafen gelangen, der Bezahlung eines Pauschalpreises unterworfen sind, um über einen Elektroanschluß verfügen zu können, wobei der Pauschalpreis unabhangig von der tatsächlich verbrauchten Menge an Elektrizität ist.

Dieses Problem stellt sich ebenso bei Volksfest- und anderen damit verbundenen Aktivitäten, und in gleichem Maße den Marktstandinhabern (Gemüseverkäufer, usw.), die ebenso sehr häufig der Zahlung einer Pauschalvergütung unterworfen sind, um über Elektrizität verfügen zu können, um ihre Karussels und anderen Stände oder Heiz- und/oder Beleuchtungssysteme zu betreiben.

Da sich schließlich der Bestand an Kraftfahrzeugen mit Elektromotor vergrößert, macht sich allmählich der Bedarf an einer Vorrichtung bemerkbar, die geeignet ist, die Wiederaufladung der an Bord der Fahrzeuge befindlichen Batterien oder Akkumulatoren zu ermöglichen, die für die Versorgung des Motors mit elektrischer Energie vorgesehen sind.

Auf diese Weise ist ein tatsächlicher Bedarf entstanden, was die Möglichkeit betrifft, insbesondere im Bereich von öffentlich zugänglichen Orten, Raststätten, Parkplätzen, Campingplätzen, Häfen, usw., kurz im außerhäusigen Bereich über Systeme verfügen zu können, mit denen die Abgabe elektrischer Energie auf Anforderung und ohne Zwischenmittel möglich ist.

Um diesem Erfordernis zu genügen, ist, wie z.B. in dem Dokument US-A-4 532 418 beschrieben ist, eine Zapf stelle für elektrische Energie in Form von Anschlußklemmen für die Abgabe von Elektrizität vorgeschlagen worden, die eine Vorausbezahlungseinrichtung einschließt. Jede der Anschlußklemmen schließt einen elektrischen Zähler ein, derart, daß es keine Unterbrechung zwischen der Bezahlstelle und der Elektrizitätsabgabestelle gibt. Diese Art einer Zapfstelle weist faktisch den redhibitorischen Nachteil auf, leicht einem Betrug zu unterliegen, da es ausreicht, daß sich der Benutzer stromaufwärts von dem Zähler anschließt, um sich mit Elektrizität versorgen zu können.

Um sich von diesem Nachteil zu befreien, wurde dann, wie z.B. in dem Dokument EP-A-0 375 468, vorgeschlagen, die Zahlstelle von der Stelle für die Elektrizitätsabgabe zu trennen. Die beschriebene Vorrichtung weist Anschlußklemmen für die Abgabe elektrischer Energie und eine Verkauf seinheit für Jetons oder äquivalente Systeme auf, die im Bereich der Anschlußklemmen eingeworfen werden können, um die Abgabe der Elektrizität wirksam einzuleiten. Dennoch stehen die Anschlußklemmen fortlaufend unter Spannung, so daß wiederum ein Betrug möglich ist, da die Anschlußklemmen nie unter der Kontrolle der Verkaufseinheit für die Jetons bleiben.

Bei einer Verbesserung dieser Vorrichtung wurde dann, z.B. in dem Dokument EP-A-0 479 290, vorgeschlagen, die Anschlußklemmen erst nach der tatsächlichen Bezahlung der in Abhängigkeit der gewünschten Menge an elektrischer Energie geschuldeten Summe unter Spannung zu setzen. Dennoch ist es notwendig, um dies zu erreichen, stromaufwärts von jeder der Anschlußklemmen einen Zähler zu installieren, der zur Bestimmung der effektiv verbrauchten Menge an elektrischer Energie geeignet ist.

Es ist Ziel der Erfindung, eine betrugs- und gegen Vandalismus sichere Vorrichtung vorzuschlagen, mit der im außerhäusigen Bereich über Systeme verfügt werden kann, die elektrische Energie auf Anforderung und ohne Zwischenmittel abgeben können.

Die erfindungsgemäße, in sich abgeschlossene Vorrichtung zur Abgabe elektrischer Energie im Selbstbedienungsbetrieb, umfaßt:

- eine Vielzahl von Zapfanschlußklemmen, im Bereich derer jedes Elektrizitätsverbrauchs- oder -aufnahmegerät anschließbar ist;

- eine zentrale Steuereinheit, die von den Anschlußklemmen unabhängig und innerhalb eines Steuerraumes integriert ist, wobei durch die zentrale Steuereinheit einerseits für eine bestimmte Dauer das Zapfen derElektrizität aus dem elektrischen Versorgungsnetz im Bereich jeder der Anschlußklemmen und andererseits die Interaktion zwischen einer Vorausbezahlungseinrichtung und den möglichen Benutzern dieser Anschlußklemmen steuerbar ist, wobei die Verbindung der Zapfanschlußklemmen mit dem elektrischen Versorgungsnetz zum Unterspannungsetzen derselben nach einem wirksamen Bezahlungsvorgang innerhalb des Steuerraumes über den Weg von in demselben integrierten Schaltern bewirkt wird.

Mit anderen Worten betrifft die Erfindung eine in sich abgeschlossene Vorrichtung interaktiver Art, bei der der Benutzer, der für eine bestimmte Dauer über Elektrizität verfügen möchte, durch jedes herkömmliche Bezahlungsmittel eine angezeigte Summe einzahlt, um im Bereich einer Anschlußklemme, insbesondere an einer öffentlich zugänglichen Stelle, über die gewünschte Elektrizitätsquelle verfügen zu können. Außerdem besteht die Erfindung darin, um die in Verbindung mit Vandalismus und Betrug auftretenden Probleme zu lösen, eine Vielzahl von eigentlichen Anschlußklemmen zur Abgabe elektrischer Energie und eine zentrale Steuereinheit vorzusehen, die von den Anschlußklemmen körperlich unabhängig ist, die jedoch unmittelbar und augenblicklich die Verbindung der Anschlußklemmen mit dem elektrischen Versorgungsnetz steuert. Ebenso stehen bei Fehlen eines von der zentralen Einheit kommenden Signals die Anschlußklemmen für die Abgabe niemals unter Spannung, derart, daß Versuche eines betrugerischen Anschlusses im Bereich der Anschlußklemmen vergeblich bleiben, da diese keinen elektrischen Strom führen.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung steht die Bezahlungseinrichtung mit einer Tastatur und einem Bildschirm innerhalb eines Transaktionsterminals in Verbindung, die ebenfalls mit der zentralen Steuereinheit verbunden sind, und die dazu vorgesehen sind, dem Benutzer im Rahmen der Interaktivität der Erfindung die Wahl der Dauer der Bereitstellung zu ermöglichen und wechselseitig den interaktiven Dialog mit der Steuereinheit sichtbar darzustellen.

Bei einer ersten Ausgestaltung der Erfindung umfaßt die Bezahlungseinrichtung ein Bankkartenlesegerät, das mit einem Modem in Verbindung steht, das seinerseits mit dem Handwahl- Fernsprechnetz oder dem integrierten digitalen Fernmeldenetz (ISDN) für die Verbindung mit der Ferneinzugsstelle der betreffenden Bank verbunden ist.

Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung umfaßt die Bezahlungseinrichtung ein Lesegerät für Zahlkarten in der Art von Magnetkarten, Chipkarten oder Chipschlüsseln, deren Geldbetrag bei jedem Vorgang über die zentrale Steuereinheit in Abhängigkeit der gewünschten Dauer der Elektrizitätsbereitstellung vermindert wird. Derartige Karten werden dann durch die Elektrizitätsversorgungsgesellschaft vertrieben.

Im Rahmen der Erfindung kann es ebenso vorgesehen sein, daß die Bezahlungseinrichtung einen Münzapparat umfaßt, der mit einem Geldscheinlesegerät in Verbindung steht, der in Verbindung mit der Steuereinheit den Ist-Wert des entrichteten Betrages analysiert und mißt, bevor die Elektrizitätsabgabe erfolgt.

Erfindungsgemäß umfaßt die Vorrichtung einen Schaltschrank, in dessen Bereich das elektrische Versorgungsnetz führt, und von dem aus die verschiedenen Verbindungen zu den Anschlußklemmen abgehen, wobei der Schaltschrank außerdem für jede der Verbindungsleitungen zu den Anschlußklemmen einen Schalter und einen Unterbrecher aufweist, wobei der Schalter durch die Steuereinheit gesteuert wird.

Außerdem ist erfindungsgemäß die Schließtür des Schaltschrankes im Falle der Nichtbenutzung verriegelt, kann jedoch durch Entriegelung unter der Kontrolle der Steuereinheit im Falle eines Defektes, insbesondere der Isolierung, der Installation und infolge einer Transaktion geöffnet werden. Das Schließen wird durch die zentrale Steuereinheit sogleich nach dem Wiedere ins chalten des Unterbrechers am Ende der Transaktion eingeleitet. In diesem Fall wird das Wiedereinschalten des Unterbrechers manuell durch den Benutzer bewirkt. In einer weiterentwickelten Ausgestaltung der Erfindung führt die Steuereinheit ummittelbar das automatische Wiedereinschalten des Unterbrechers durch, sobald der Isolationsdefekt beseitigt ist.

Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel ist jede Anschlußklemme mit einem selbständigen Schaltschrank und ebenso mit einem eigenen Unterbrecher versehen.

Die Art, in der die Erfindung ausgeführt werden kann und ihre Vorteile gehen besser aus dem folgenden Ausführungsbeispiel hervor, das zur Erläuterung und nicht beschränkend anhand der beigefügten Figuren beschrieben wird.

Figur 1 ist eine vereinfachte schematische Darstellung der Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Figur 2 ist eine ebenfalls vereinfachte schematische Darstellung des Schaltbildes des Steuerraumes der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Obwohl die Erfindung insbesondere in Verbindung mit dem Zapfen von Elektrizität im Selbstbedienungsbetrieb im Bereich von Raststätten, Standfeldern und in einer Bestimmung für Kühltransportfahrzeuge beschrieben wird, versteht es sich von selbst, daß die Erfindung nicht auf diese Anwendung allein begrenzt ist.

In Figur 1 ist das Prinzip einer derartigen Zapf stelle schematisch dargestellt. Ein Standfeld wird mit verschiedenen, mit 11 bis 20 bezeichneten Standplätzen ausgestattet, die dazu vorgesehen sind, jeweils ein Kühltransportfahrzeug aufzunehmen. In bekannter Weise ist jedes dieser Transportfahrzeuge 21 mit einem Kühlaggregat 44 ausgerüstet, das mittels eines Dieselmotors, insbesondere wenn das Lastfahrzeug fährt, jedoch ebenso durch einen Elektromotor betrieben werden kann. In diesem Fall wird der Elektromotor des Aggregats über ein Kabel 43 verbunden, das an eine der mit 1 bis 10 bezeichneten Anschlußklemmen angeschlossen wird, wobei jeder Standplatz 11 - 20 eine einzige Anschlußklemme aufweist.

Erfindungsgemäß ist jede dieser Anschlußklemmen dazu vorgesehen, während einer bestimmten Dauer Elektrizität abzugeben. Um dies zu bewerkstelligen, betritt der mögliche Benutzer einen Steuerraum 22, der dazu vorgesehen ist, einerseits die Wahl der beabsichtigten Dauer der Elektrizitätsbereitstellung zu ermöglichen und andererseits die entsprechende Bezahlung zu bewirken.

Der Raum 22 umfaßt grundsätzlich ein Transaktionsterminal 24, mit:

- einer Tastatur 28, die dazu vorgesehen ist, dem Benutzer im Rahmen eines interaktiven Dialoges mit dem Terminal die Eingabe von Antworten zu ermöglichen. Die Tastatur ist vorteilhafterweise mit vandalismussicheren Sensortasten ausgerüstet;

- einem Bildschirm 26 für die Sichtdarstellung, der dazu vorgesehen ist, dem Benutzer die Interaktion mit dem Terminal 24 zu ermöglichen;

- und schließlich einer Vcrausbezahlungseinrichtung 27.

Das Transaktionsterminal 24 wird durch eine Steuereinheit 30 gesteuert, die ihrerseits in Abhängigkeit der in ihr gespeicherten Daten, die vorzugsweise vor dem Aufstellen der Vorrichtung eingegeben wurden, oder von dem Benutzer über die Tastatur 28 eingegeben wurden, die Verbindung einer oder mehrerer der Anschlußklemmen 1 - 10 zu gewährleisten, deren körperliche Inbetriebnahmemittel und deren Verbindungsleitungen in einem Schaltschrank 23 integriert sind.

Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfaßt die Bezahlungseinrichtung 27 ein Bankkartenlesegerät 29 von an sich bekannter Art. Dazu ist das Transaktionsterminal 24 mit dem Handwahl-Fernsprechnetz 45 oder dem integrierten digitalen Fernmeldenetz verbunden.

Somit besteht bei dieser speziellen Ausführungsform der erste Schritt in dem Einführen der Karte 29 in das Lesegerät 27, das, nachdem deren Detektion ausgeführt ist, die sichtbare Darstellung des Beginns der Interaktion auf dem Bildschirm 26 einleitet. Dies kann vorteilhafterweise durch die Auswahl einer Sprache insbesondere zwischen Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch und Italienisch eingeleitet werden, wobei selbstverständlich die Zahl der Sprachen keineswegs begrenzt ist. Außerdem nimmt die Interaktion durch die Eingabe der Geheimnummer über die Tastatur 28 ihren Fortgang, nachdem die Gültigkeit der Karte verifiziert worden ist, wenn die Karte 29 eine Chipkarte ist. Im Fall einer Karte mit Magnetstreifen kann dieser Schritt in einem Zurückziehen der Karte bestehen, was bekanntermaßen zu einem verbesserten Lesen derselben führt.

Es kann dann mit der Vorbereitungsphase der Bereitstellung elektrischer Energie fortgefahren werden. Dies beginnt durch die Anzeige der Nummer der zu versorgenden Anschlußklemme 1 bis 10, dann mit der Anzeige des Tarifs für die Bereitstellung in Form einer Benutzungsdauer, wobei die Anzeigen auf dem Bildschirm 26 sichtbar dargestellt werden.

Nach der Wahl der Benutzungsdauer erfolgt weiterhin im Bereich des Bildschirmes 26 die Entrichtung der Kosten für die Bereitstellung, und nach Annahme des Angebotes durch den Benutzer, insbesondere durch Bestätigung auf irgendeiner der Tasten der Tastatur 28, registriert das Transaktionsterminal 24 die Banktransaktion, einschließlich des Betrages der durchzuführenden Transaktion, wobei vorteilhafterweise ein Transaktionsbeleg ausgedruckt wird. Dazu ist das Terminal 24 mit einem (nicht dargestellten) Thermodrucker ausgestattet, der mit der zentralen Einheit verbunden ist und mit einem Papierschneidesystem ausgestattet ist. Damit in Wechselbeziehung stehend wird die ausersehene Anschlußklemme mittels Verbindungsleitungen unter Spannung gesetzt, die zu einem Klemmanschluß 36 führen, dessen Außerbetriebsetzen automatisch nach Ablauf der eingeräumten Dauer erfolgt.

Von dem Konto des Benutzers wird über das Terminal 24 und das Fernsprechnetz 45 abgebucht.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung umfaßt die Bezahlungseinrichtung 27 ein Lesegerät für Zahlkarten oder Zahlschlüssel, wobei jedes der Karten oder Schlüssel nach dem Beispiel von Telefonkarten mit einem Geldbetrag geladen ist, der wie in dem vorausgegangenen Fall in Abhängigkeit der Dauer der Benutzung der Anschlußklemmen vermindert wird. Das Funktionsprinzip bleibt vollkommen identisch. Diese Karten werden in jedem Handel, insbesondere in Tabakgeschäften, vertrieben.

In einer weiteren Ausgestaltung kann gleichermaßen ein herkömmlicher Münzapparat in Betracht gezogen werden, der mit einem Geldscheinlesegerät der Art LANDIS GYR gekoppelt ist. Dieser elektronische Münzapparat ist auf bekannte Weise dazu bestimmt, die eingeführten Geldmünzen ebenso wie die Banknoten zu detektieren und zu erkennen, wobei diese Informationen an die Steuereinheit 30 übertragen werden, die dann die effektiv eingezahlten Beträge berechnet und, wenn die Rechnung positiv ausfällt, den mit den voranstehend beschriebenen identischen interaktiven Angebotsablauf veranlaßt.

Das Transaktionsterminal 24 wird demzufolge durch die Steuereinheit 30 gesteuert, die außerdem die Steuerung des Zapfens der Elektrizität gewährleistet. In Figur 2 ist zu erkennen, daß das Transaktionsterminal 24 und die Steuereinheit 30 von dem dreiphasigen elektrischen Versorgungsnetz 32 mit 220 V/380 V bei 50 Hertz versorgt werden. Dieses weist am Ende eines Klemmanschlusses 31 in herkömmlicher Weise einen Trennschalter 33 ebenso wie einen Zähler 34 auf, der somit die Berechnung der von der Gesamtheit der Vorrichtung zur Abgabe der Elektrizität effektiv verbrauchte Menge an Elektrizität ermöglicht.

Die Steuereinheit 30, die typischerweise aus einer Datenverarbeitungskarte der Art eines Mikrocomputers besteht, steuert den Dialog mit dem Transaktionsterminal 24 und kontrolliert gleichermaßen die Funktion des Schaltschrankes 23.

Dieser weist einerseits Zuführungssicherungen 35, zehn dreiphasige Abgänge, typischerweise 32 Ampère, einen Schalter 37 und einen Unterbrecher 38 für jede der Anschlußklemmen 1 - 10 auf.

Der im Bereich des Steuerraumes 22 integrierte Schaltschrank 23 ist über eine Schließtür zugänglich, deren Schließhaken 40 ebenfalls durch die Steuereinheit 30 gesteuert wird. Somit leitet die Steuereinheit 30, sogleich nachdem die Transaktion als gültig bestätigt wurde, das Entriegeln des Schließhakens der Schließtür 40 ein, und ermöglicht es somit dem Benutzer, den Unterbrecher wieder einzuschalten, in dem Fall, daß dieser ausgelöst war, z.B. bei einem Isolationsdefekt. Außerdem kann die wirksame Abgabe von Elektrizität im Bereich jeder der Anschlußklemmen nur erfolgen, wenn die Schließtür des Schaltschrankes 23 geschlossen ist, dessen man sich über eine Schließkontrolle für die Schließtüren 41, die ebenfalls mit der Steuereinheit verbunden ist, vergewissert.

In einer Variante der Erfindung weist jede der Anschlußklemmen 1 - 10 einen eigenen Schaltschrank auf, der den betreffenden Unterbrecher einschließt.

In Figur 2 ist das Schema des Schaltbildes des Raumes 22 der Erfindung vereinfacht dargestellt. Mit dem Bezugszeichen 39 ist ebenso eine Schnittstelle des Typs RS 232 dargestellt, die dazu vorgesehen ist, die Anbindung der Steuereinheit 30 an das Handwahl-Fernsprechnetz oder an ein integriertes digitales Fernmeldenetz ermöglicht. Wie bereits genauer ausgeführt wurde, wird durch diese Anbindung die Funktion des Bannkartenlesegerätes gewährleistet. Außerdem ist diese Anbindung gleichermaßen dazu vorgesehen, eine Fernwartung der erfindungsgemäßen Vorrichtung durchzuführen, was auf diese Weise die Führung derartiger Anlagen erleichtert.

Schließlich weist diese Anlage auf herkömmliche Weise einen Ventilator 42 auf, der dazu vorgesehen ist, die Belüftung des Behältnisses des elektrischen Schaltkreises zu ermöglichen.

Man erkennt ebenso, daß es mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung möglich ist, eine in sich abgeschlossene Anlage zur Abgabe von Elektrizität im Selbstbedienungsbetrieb zur Verfügung zu stellen, deren Funktionsweise besonders einfach ist und auf diese Weise zu ihrer Benutzung einlädt.

Außer dem evidenten Vorteil solcher Anlagen im Rahmen von Kühltransporten, nämlich insbesondere der Verminderung der Luftverschmutzung und der durch den Lärm der Verbrennungsmotoren verursachten Belastigung erweist sich eine derartige Vorrichtung in gleichem Maße dann von großem Wert, wenn es gewünscht ist, über eine elektrische Versorgungsquelle an öffentlich zugänglichen Orten zu verfügen.

Parallel zeigt diese in sich abgeschlossene Vorrichtung zahlreiche weitere Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere im Bereich von Sportboothäfen, Handelshäfen, für Marktstandinhaber, für Reisebusse (Betrieb der Klimaanlage), jedoch gleichermaßen für Wohnmobile und Wohnwagen.

Schließlich findet sie eine ganz natürliche Anwendung beim Wiederaufladen von Batterien/Akkumulatoren von Kraftfahrzeugen mit Elektromotoren.


Anspruch[de]

1. In sich abgeschlossene Vorrichtung zur Abgabe elektrischer Energie im Selbstbedienungsbetrieb, mit:

- einer Vielzahl von Zapfanschlußklemmen (1-10), im Bereich derer jede Elektrizitätsverbrauchs- oder -aufnahmegerätschaft anschließbar ist;

- einer zentralen Steuereinheit (30), die von den Anschlußklemmen (1-10) unabhängig und innerhalb eines Steuerraumes (22) integriert ist, wobei durch die zentrale Einheit steuerbar ist:

. einerseits die Interaktion zwischen einer Vorausbezahlungseinrichtung (27) und den möglichen Benutzern der Anschlußklemmen,

. und andererseits für eine bestimmte Dauer das Zapfen der Elektrizität aus dem elektrischen Versorgungsnetz (31) im Bereich jeder der Anschlußklemmen (1-10) über den Weg von Schaltern (37), die in dem Raum (22) integriert sind, derart, daß die Verbindung einer oder mehrerer Zapfanschlußklemmen (1-10) mit dem elektrischen Versorgungsnetz zum Unterspannungsetzen der- oder der mehreren selben nach einem wirksamen Bezahlungsvorgang innerhalb des Raumes (22) bewirkt wird.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorausbezahlungseinrichtung (27) mit einer Tastatur (28) und einem Bildschirm (26) innerhalb eines Transaktionsterminals (24) in Verbindung steht, die ebenfalls mit der zentralen Steuereinheit (30) verbunden sind, und die dazu vorgesehen sind, dem Benutzer die Wahl der Dauer der Bereitstellung zu ermöglichen und wechselseitig den interaktiven Dialog mit der Steuereinheit sichtbar darzustellen.

3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorausbezahlungseinrichtung (27) ein Bankkartenlesegerät umfaßt, das mit einem Modem in Verbindung steht, das seinerseits mit dem Handwahl-Fernsprechnetz (45) oder dem integrierten digitalen Fernmeldenetz verbunden ist, um die Verbindung mit der Ferneinzugsstelle der betreffenden Bank zu gewährleisten.

4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorausbezahlungseinrichtung (27) ein Lesegerät für Zahlkarten in der Art von Magnetkarten oder Chipkarten umfaßt, deren Geldbetrag bei jedem Vorgang über die zentrale Steuereinheit (30) in Abhängigkeit der gewünschten Dauer der Elektrizitätsbereitstellung vermindert wird.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorausbezahlungseinrichtung (27) einen Münzapparat umfaßt, der mit einem Geldscheinlesegerät in Verbindung steht, der in Verbindung mit der Steuereinheit (30) den Ist-Wert des entrichteten Betrages analysiert und mißt, bevor die Elektrizitätsabgabe erfolgt.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie außerdem einen verriegelbaren, in dem Steuerraum (22) integrierten Schaltschrank (23) umfaßt, in dessen Bereich das elektrische Versorgungsnetz (31) führt, und von dem aus die verschiedenen Verbindungen zu den Anschlußklemmen (1-10) abgehen, wobei der Schaltschrank (23) für jede der Verbindungsleitungen zu den Anschlußklemmen einen Schalter (37), dessen Aktivierung durch die zentrale Steuereinheit (30) gesteuert wird, und einen Unterbrecher (38) aufweist.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schließtür des Schaltschrankes (23) im Falle der Nichtabgabe von Elektrizität an irgendeine der Anschlußklemmen (1-10) verriegelt ist und unter Kontrolle durch die Steuereinheit (30) infolge einer Transaktion entriegelt wird, wobei das Entriegeln durch die Steuereinheit (30) nach Abschluß der Transaktion eingeleitet wird.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jede Anschlußklemme (1-10) mit einem unabhängigen Schaltschrank ausgerüstet ist, wobei letzterer außer einen unabhängigen Schalter, dessen Schließen und Öffnen unter der Kontrolle der Steuereinheit (30) steht, ebenfalls einen eigenen Unterbrecher einbezieht.

9. In sich abgeschlossene Vorrichtung zur Abgabe elektrischer Energie im Selbstbedienungsbetrieb für Frachtführer insbesondere von Kühltransportfahrzeugen, im Bereich von Standzonen oder Raststätten, mit:

- einer Vielzahl von Zapfanschlußklemmen (1-10), im Bereich derer das Kühlaggregat (44) der Fahrzeuge anschließbar ist;

- einem Steuerraum (22) mit einem Transaktionsterminal (24), der einbezieht:

. eine zentrale Steuereinheit (30), mit der steuerbar ist:

einerseits die Interaktion zwischen einer Vorausbezahlungseinrichtung (27) und den möglichen Benutzern der Anschlußklemmen, wobei die Vorausbezahlungseinrichtung (27) ein Bankkartenlesegerät umfaßt, das mit einem Modem in Verbindung steht, das seinerseits mit dem Handwahl-Fernsprechnetz (45) oder dem integrierten digitalen Fernmeldenetz verbunden ist, um die Verbindung mit der Ferneinzugsstelle der betreffenden Bank zu gewährleisten,

und andererseits für eine bestimmte Dauer das Zapfen der Elektrizität aus dem elektrischen Versorgungsnetz (31) im Bereich jeder der Anschlußklemmen (1-10) über den Weg von Schaltern (37), die in dem Raum (22) integriert sind, derart, daß die Verbindung einer oder mehrerer Zapfanschlußklemmen (1-10) mit dem elektrischen Versorgungsnetz zum Unterspannungsetzen der- oder der mehreren selben nach dem wirksamen Bezahlungsvorgang innerhalb des Raumes (22) bewirkt wird,

. einer Tastatur (28), die mit der zentralen Steuereinheit (30) verbunden ist, die dazu vorgesehen ist, dem Benutzer die Eingabe der Daten bezüglich des Vorganges der Elektrizitätsbereitstellung und wechselseitig bezüglich der Bezahlung für diese Leistung zu ermöglichen;

. einem Bildschirm (27), der mit der zentralen Steuereinheit (30) verbunden und für die sichtbare Darstellung der Interaktion zwischen dem Benutzer und der zentralen Einheit vorgesehen ist.







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