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Dokumentenidentifikation DE69306533T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0595698
Titel Anlassrelais für die Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs
Anmelder Valeo Equipements Electriques Moteur, Créteil, FR
Erfinder Santarelli, Virginio, F-69330 Meyzieu, FR
Vertreter Cohausz Hase Dawidowicz & Partner, 40237 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 69306533
Vertragsstaaten DE, ES, GB, IT
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 22.10.1993
EP-Aktenzeichen 934026048
EP-Offenlegungsdatum 04.05.1994
EP date of grant 11.12.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse H01H 1/06
IPC-Nebenklasse H01H 51/06   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Anlaßrelais für die Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs.

Ein solches Anlaßrelais umfaßt allgemein einen beweglichen Kern, der mit einem Ende eines schwenkbar gelagerten Hebels verbunden ist, dessen anderes Ende mit dem Mitnehmer einer Ritzeleinrückvorrichtung des Anlassers verbunden ist.

Bei seiner Betätigung verschiebt der bewegliche Kern einen beweglichen elektrischen Kontakt, der mit festen Kontakten zusammenwirkt, welche die Stromversorgung des Anlassermotors bewirken.

Trotz aller Vorkehrungen, die bei der Konstruktion eines solchen Anlaßrelais getroffen wurden, um eine möglichst umfassende Abdichtung zu gewährleisten, wurde festgestellt, daß Isolierpartikel in das Innere eindringen konnten und sich insbesondere auf den festen Kontakten ablagerten, was eine Stromunterbrechung und daher einen Ausfall des gesamten Anlassers zur Folge hat.

Die Erfahrung zeigt, daß diese Störung besonders häufig auftritt, wenn der bewegliche Kontakt eben ist und auffesten Kontakten init allgemein kugelförmigen Enden zur Auflage kommt. Bei einer solchen Anordnung erfolgt die mechanische und damit auch die elektrische Verbindung für jeden festen Kontakt in einem einzigen Punkt, der während des gesamten Betriebs des Anlaßrelais stets derselbe ist. Dabei genügen einige wenige Isolierpartikel, um die vorgenannte Störung, das heißt eine Unterbrechung der Stromversorgung herbeizuführen.

Die EP-A-0 324 264 veranschaulicht ein Anlaßrelais, bei dem der bewegliche Kontakt ein elastisch verformbares Teil umfaßt, das die Bildung eines Lichtbogens bei der Annäherung der festen Kontakte verhindert, wobei die Wirkflächen jedoch eben bleiben, so daß die vorerwähnten Probleme nicht gelöst werden.

Das Dokument DD-A-150669 veranschaulicht konvexe, konkave oder gerillte Kontaktformen, die an sich nicht ausreichen, um eine korrekte zuverlässigkeit in bezug auf den Stromfluß zu gewährleisten.

Die vorliegende Erfindung behebt diese Nachteile, wozu sie ein Anlaßrelais für die Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs vorschlägt, das eine Verschlußkappe mit zwei festen Kontakten für die Stromversorgung des Anlassermotors und einen beweglichen Kern umfaßt, der durch eine Spule betätigt wird, wobei der besagte bewegliche Kern insbesondere die axiale Verschiebung eines beweglichen Kontakts steuert, der mit den festen Kontakten zusammenwirkt, und gegenüber wenigstens einem der festen Kontakte eine konkave Form aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Kontakt auf jeder seiner Seiten eine Einsenkung umfaßt.

Nach weiteren Merkmalen der Erfindung ist folgendes vorgesehen:

- Die Einsenkungen sind entlang der Achse des beweglichen Kontakts eingearbeitet, die senkrecht zur allgemeinen Achse des Anlaßrelais verläuft.

- Der bewegliche Kontakt weist auf der von jeder der Einsenkungen abgewandten Seite und diesen gegenüberliegend eine Ausbauchung auf.

- Die Einsenkungen weisen einen kreisförmigen Querschnitt mit einem Radius auf, der kleiner als der Radius der Enden der festen Kontakte ist.

- Die Einsenkungen und die Ausbauchungen werden mittels Tiefziehen hergestellt.

Das Verständnis der Erfindung wird durch die nachstehende Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten zeichnungen erleichtert, auf denen folgendes dargestellt ist:

- Figur 1 zeigt einen Axialschnitt der Baueinheit eines Anlaßrelais mit einem beweglichen Kontakt in erfindungsgemäßer Ausführung.

- Figur 2 zeigt einen solchen beweglichen Kontakt in vergrößertem Maßstab.

- Figur 3 zeigt einen Schnitt entlang der Linie X-X von Figur 2.

- Figur 4 zeigt in vergrößertem Maßstab einen Teilschnitt entlang der Linie A-A von Figur 2, wobei der bewegliche Kontakt in Anlage auf einem der festen Kontakte dargestellt ist.

Figur 1 veranschaulicht die Bauemheit eines elektromagnetischen Anlaßrelais 10 mit einem beweglichen Kern 12, der mit einem Ende eines (nicht dargestellten) schwenkbar gelagerten Hebels verbunden ist, dessen anderes Ende auf herkömmliche Weise fest mit einem Mitnehmer der Ritzeleinrückvorrichtung des Anlassers verbunden ist.

Das elektromagnetische Anlaßrelais 10 besitzt ein Außengehäuse 14, das an einem Tragflansch 16 befestigt ist.

Im Innern des Außengehäuses 14 sind um eine Spule 18 herum elektrische Wicklungen 20, 22 angebracht. Ein Ende der Spule 18 ist auf ein Seitenstück 24 aufgesteckt, das in seiner Mitte einen festen Kern 26 trägt, durch den wiederum eine verschiebbare Stange 28 hindurchgeht, die einen beweglichen Kontakt 30 trägt.

Im Innern der Spule 18 ist ein Führungsrohr 32 angeordnet, in dem der bewegliche Kern 12 verschiebbar gelagert ist.

Das Anlaßrelais 10 umfaßt außerdem eine Verschlußkappe 34, durch die Klemmen oder feste Kontakte 36, 38 hindurchgehen.

Wenn die elektrischen Wicklungen 20, 22 mit Strom versorgt werden, verschiebt sich der bewegliche Kern 12 nach rechts. Eine fest mit dem beweglichen Kern 12 verbundene Scheibe 40 drückt die verschiebbar gelagerte Stange 28 in den festen Kern 26, so daß der bewegliche Kontakt 30 eine elektrische Verbindung mit den beiden festen Kontakten 36, 38 herstellt, um die Stromversorgung des Anlassermotors herbeizuführen.

Es wird nun insbesondere auf die Figuren 2 und 3 Bezug genommen, in denen die Ausführungsdetails des beweglichen Kontakts 30 veranschaulicht werden.

Der bewegliche Kontakt 30 hat allgemein die Form einer rechteckigen Platte, die aus einem leitenden Material, etwa aus Kupfer, besteht.

Der bewegliche Kontakt 30 enthält in seiner Mitte ein kreisförmiges Loch 42 für das Aufstecken des beweglichen Kontakts 30 auf einer zylindrischen Schulter 70 siehe Figur 1), die auf der verschliebbaren Stange 28 ausgebildet ist.

Der bewegliche Kontakt 30 weist eine Achse X-X auf, die senkrecht zur allgemeinen Achse Y-Y des Anlaßrelais verläuft und die in ihrer Längsrichtung durch zwei Abschlußflächen 44, 46 begrenzt wird.

Entlang der Achse X-X sind in den beweglichen Kontakt 30 zwei Einsenkungen 48, 50 eingearbeitet, die jeweils zu seinen Abschlußflächen 44 bzw. 46 führen.

Eine der Einsenkungen 48 ist auf einer der Seiten 52 des beweglichen Kontakts 30 eingearbeitet, während die andere Einsenkung 50 auf der gegenüberliegenden Seite 54 eingearbeitet ist.

Wie man insbesondere in Figur 1 erkennen kann, ist die Einsenkung 50 gegenüber einem der festen Kontakte, im dargestellten Beispiel gegenüber dem Kontakt 38 angeordnet.

Mit anderen Worten: Der bewegliche Kontakt 30 weist gegenüber wenigstens einem der festen Kontakte 36, 38 eine konkave Form 50 auf.

Die Einsenkungen 48, 50 werden vorzugsweise mittels Tiefziehen ausgeführt, so daß auf der von jeder Einsenkung abgewandten Seite und dieser gegenüberliegend Ausbauchungen 56 (entsprechend der Einsenkung 48) und 58 (entsprechend der Einsenkung 50) entstehen.

Es wird nun auf Figur 4 Bezug genommen, die den beweglichen Kontakt 30 in Verbindung mit dem festen Kontakt 38 veranschaulicht.

Dabei ist festzustellen, daß aufgrund der Einsenkung 50 und der runden Form des Endes 60 des festen Kontakts 38 die mechanische Verbindung durch zwei Punkte P1 und P2 erfolgt, und nicht mehr nur durch einen Punkt wie nach dem bisherigen Stand der Technik.

Diese Bedingung wird dadurch erfüllt, daß die Einsenkung 50 einen kreisförmigen Querschnitt mit einem Radius R aufweist, der kleiner als der Radius R' des Endes 60 des festen Kontakts 38 ist.

Jede Einsenkung 48, 50 weist natürlich einen identischen Querschnitt auf, was ebenfalls für jedes der Enden der festen Kontakte 36, 38 gilt.

Wenn bei diesem besonderen Aufbau der bewegliche Kontakt 30 nach rechts verschoben wird, erfolgt seine Verbindung mit den festen Kontakten 36, 38 einerseits durch eine der Ausbauchungen 56 im Zusammenwirken mit dem festen Kontakt 36 und andererseits durch eine seiner Einsenkungen 50 im Zusammenwirken mit dem anderen festen Kontakt 38.

Daraus ergibt sich eine Verbindung durch drei Kontaktpunkte, wobei sich diese Kontaktpunkte im Laufe des Betriebs des Anlaßrelais leicht verändern können, insoweit der bewegliche Kontakt 30 eine leichte Winkelabkippung im Verhältnis zur allgemeine Achse des Anlaßrelais aufweist.

Die vorliegende Erfindung ist natürlich nicht auf die beschriebenen oder dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondern sie umfaßt auch alle Varianten, die der Fachmann daran vornehmen könnte.


Anspruch[de]

1. Anlaßrelais für die Brennkraftmaschine eines Kraftfahrzeugs, das eine Verschlußkappe (34) mit zwei festen Kontakten (36, 38) für die Stromversorgung des Anlassermotors und einen beweglichen Kern (12) umfaßt, der durch eine Spule (18) betätigt wird, wobei der besagte bewegliche Kern (12) insbesondere die axiale Verschiebung eines beweglichen Kontakts (30) steuert, der mit den festen Kontakten (36, 38) zusammenwirkt, und gegenüber wenigstens einem der festen Kontakte (36,38) eine konkave Form (50) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Kontakt (30) auf jeder seiner Seiten (52, 54) eine Einsenkung (48, 50) umfaßt.

2. Anlaßrelais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsenkungen (48, 50) entlang der Achse (X-X) des beweglichen Kontakts (50) eingearbeitet sind, die senkrecht zur allgemeinen Achse (Y-Y) des Anlaßrelais verläuft.

3. Anlaßrelais nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Kontakt (30) auf der von jeder der Einsenkungen (48, 50) abgewandten Seite und diesen gegenüberliegend eine Ausbauchung (56, 58) aufweist.

4. Anlaßrelais nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsenkungen (48, 50) einen kreisförmigen Querschnitt mit einem Radius (R) aufweisen, der kleiner als der Radius (R') der Enden (60) der festen Kontakte (36, 38) ist.

5. Anlaßrelais nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsenkungen (48, 50) und die Ausbauchungen (56, 58) mittels Tiefziehen hergestellt werden.







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