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Dokumentenidentifikation DE69401077T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0614022
Titel Lärm-dämpfender Anker-Zusammenbau für eine elektromagnetische Kupplung
Anmelder Dana Corp., Toledo, Ohio, US
Erfinder Vanlaningham, Kalvin G., Beloit, Wisconsin 53511, US;
Hable, Joel W., S. Beloit, Illinois 61080, US;
Booth, Dwight E., Janesville, Wisconsin 53545, US
Vertreter Leyh und Kollegen, 81667 München
DE-Aktenzeichen 69401077
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 02.03.1994
EP-Aktenzeichen 943014845
EP-Offenlegungsdatum 07.09.1994
EP date of grant 11.12.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse F16D 27/07

Beschreibung[de]

Die Erfindung befaßt sich allgemein mit einer Ankeranordnung zum selektiven Einrücken und Ausrücken einer Kupplung, wie einer elektromagnetischen Kupplung oder einer Bremse.

In US-A-4,493,407 (Newton) ist eine typische elektromagnetische Kupplung beschrieben, bei der eine geschlitzte Ankerscheibe mit einer angetriebenen Nabe über eine Befestigungsplatte verbunden ist, und die derart beschaffen und ausgelegt ist, daß sie in Eingriff mit einem Antriebsrotor angezogen werden kann, wenn ein Elektromagnet erregt ist. Die Ankerscheibe ist mit der Befestigungsplatte über eine Reihe von Blattfedern verbunden, welche die Ankerscheibe und die Befestigungsplatte zur Ausführung einer einheitlichen Drehbewegung koppeln, während sich die Ankerscheibe in Richtung auf den Rotor zu und von diesem weg bewegen kann, wenn der Elektromagnet erregt oder entregt wird.

Eine weitere Bauart einer Ankeranordnung ist in US-A-5,150,779 (Booth) beschrieben. Bei dieser Ankeranordnung wirkt ein federnd nachgiebiger Kunststoffsteg als Verbindung einer Ankerscheibe mit niedriger magnetischer Reluktanz zur Ausführung einer Drehbewegung mit der angetriebenen Nabe. Der Steg biegt sich in axialer Richtung, um zu ermöglichen, daß sich die Ankerscheibe in Richtung auf den Rotor zu und von diesem weg bewegen kann, wenn die Kupplung eingerückt ist oder ausgerückt ist.

Stoßgeräusche werden erzeugt, wenn die Ankerscheibe zu Beginn in den Eingriffszustand mit dem Rotor einschnappt. Geräusche werden auch durch Schwingungen erzeugt, welche im stationären Betriebszustand der Kupplung auftreten.

Die Erfindung zielt darauf ab, eine neuartige und verbesserte Ankeranordnung bereitzustellen, bei der der Geräuschpegel sowohl beim anfänglichen Eingriffszustand des Ankers als auch während des stationären Betriebszustands in nennenswertem Umfang reduziert wird.

Insbesondere zielt die Erfindung darauf ab, die vorstehenden Erfordernisse dadurch zu erreichen, daß man eine Ankeranordnung bereitstellt, welche sich die Klemmschicht-Dämpfungstechnik zu Nutze macht, um hierdurch die Eigenschaften des geräuschdämpfenden Materials zur effektiven Geräuschminderung in verstärktem Maße auszunutzen.

In US-A-4,493,407 ist eine Ankeranordnung zum selektiven Ein- und Ausrücken einer elektromagnetischen Kupplung beschrieben, welche eine im allgemeinen zylindrische Ankerscheibe aus einem Material mit geringer magnetischer Reluktanz aufweist, die Ankerscheibe wenigstens eine in umfangsrichtung verlaufende Reihe von in Umfangsrichtung beabstandeten Schlitzen hat, welche an dieser ausgebildet sind, ferner einen Verstärkungsring aufweist, der von der Ankerscheibe axial. einen Abstand hat, und einen Ringkörper aus kompressiblen, geräuschdämpfenden Material aufweist.

Nach der Erfindung ist der Ringkörper in Zwischenanordnung zwischen der Ankerscheibe und dem Verstärkungsring vorgesehen, und es sind Einrichtungen vorgesehen, welche die Ankerscheibe und den Verstärkungsring aneinander festlegen, während der Ringkörper unter axialer Kompression zwischen der Scheibe und dem Ring angeordnet wird, wodurch der Ringkörper und der Ring derart zusammenwirken, daß sie eine Klemmschicht-Dämpfungsanordnung bilden, welche beim Einrücken der Ankerscheibe erzeugte Geräusche dämpft.

Bei bevorzugten Ausführungsformen nach der Erfindung ist ein Ringkörper aus geräuschdämpfendem Material als Zwischenanordnung zwischen der Ankerscheibe und einem Verstärkungsring angeordnet und komprimiert, wobei der letztgenannte als eine Klemmschicht wirkt, um zu bewirken, daß Scherbeanspruchungen in dem Dämpfungsmaterial hervorgerufen werden, und daß Geräusche infolge einer Scherdeformation des Dämpfungsmaterials abgeschwächt werden.

Die verschiedenen Bauteile der Ankeranordnung können miteinander vernietet sein, um das geräuschdämpfende Material in komprimiertem Zustand anzuordnen, so daß man zugleich widerstandsfähige Verbindungen zwischen den Nieten und dem geräuschdämpfenden Material erhält.

Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung an Hand von bevorzugten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Darin gilt:

Fig. 1 ist eine Schnittansicht einer typischen elektromagnetischen Kupplung, welche eine neuartige und verbesserte Ankeranordnung nach der erfindungsgemäßen Auslegung hat.

Fig. 2 ist eine vergrößerte Ansicht eines Teils der in Fig. 1 gezeigten Ankeranordnung.

Fig. 3 ist eine Schnittansicht entlang der Linie 3-3 in Fig. 1.

Fig. 4 ist eine perspektivische, auseinandergezogene Darstellung der Ankeranordnung.

Fig. 5, 6, 7 und 8 sind Fig. 2 ähnliche Ansichten zur Verdeutlichung von vier weiteren bevorzugten Ausführungsformen der Ankeranordnung.

Nachstehend wir die Erfindung im Zusammenhang mit einer elektromagnetischen Kupplung 10 näher erläutert, bei der es sich um eine Bremse handeln kann, welche aber bei der vorliegenden zu erläuternden Ausführungsform als eine elektromagnetische Kupplung ausgelegt ist. Die Kupplung 10 wird in Verbindung mit einem Kompressor 11 einer Fahrzeug-Klimaanlage eingesetzt, welche einen nasenförmigen Ansatz 13 zur Halterung der Kupplung und eine Antriebswelle 14 hat, welche sich durch den nasenförmigen Ansatz erstreckt.

Die Kupplung 10 umfaßt einen Elektromagneten, welcher teilweise von einem ringförmigen Magnetkern 15 mit einem im wesentlichen J-förmigen Radialquerschnitt gebildet wird, und der einen inneren Polring 16 und einen äußeren Polring 17 hat. Integral mit den beiden Polringen und radial zwischen den hinteren Enden derselben verlaufend ist eine Brücke 19 vorgesehen, welche starr mit einem Ende des Kompressors 11 verbunden ist. Eine mehrere Windungen umfassende Wicklung 20 ist an einem U-förmigen Zwischenraum 21 festgelegt, welche ihrerseits fest mit der äußeren Seite des inneren Polrings 16 verbunden ist. Hinsichtlich näherer Auslegungseinzelheiten des Magnetkerns 15 soll auf US-A- 4,160,498 (Newton et al.) verwiesen werden.

Ein ringförmiger Rotor 22 ist drehbeweglich an einem nasenförmigen Ansatz 13 des Kompressors 11 mit Hilfe eines Lagers 23 gelagert und derart ausgelegt, daß er von der Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs aus über einen Endlosriemen 24 antreibbar ist.

Der Rotor ist im wesentlichen im radialen Querschnitt U-förmig ausgebildet und umfaßt innere und äußere konzentrische, ringförmige Polstücke 25 und 26, welche aus Stahl mit einer niedrigen magnetischen Reluktanz hergestellt sind. Das innere Polstück ist fest mit dem Außenlaufring des Lagers verbunden. Einige axial beabstandete Ausnehmungen erstrecken sich in Umfangsrichtung um die äußere Seite des äußeren Polstücks 26 und arbeiten mit komplementären Rippen auf der inneren Seite des Antriebriemens zusammen. Folglich bildet das äußere Polstück eine Riemenscheibe für den Riementrieb.

Das innere Polstück 25 des Rotors 22 ist nach innen in einem Abstand vom inneren Polring 16 des Magnetkerns 15 angeordnet, während das äußere Polstück 26 des Rotors in dem Zwischenraum zwischen der Wicklung 20 und dem äußeren Polring 17 des Kerns unter einem Abstand von dieser Wicklung 20 angeordnet ist. Wenn die Wicklung 20 durch eine Spannungsquelle erregt wird, wird ein magnetischer Fluß erzeugt, welcher durch den Kern und den Rotor sowie durch die verschiedenen Zwischenräume zwischen den Polringen und den Polstücken geht. Die Einzelheiten der gesteuerten Flußübertragung zwischen dem Kern und dem Rotor sind näher in dem vorstehend genannten Patent von Newton et al. erläutert.

Mit den Polstücken 25 und 26 des Rotors 22 verbunden und zwischen denselben verlaufend ist eine axial gerichtete Reibfläche 30 vorhanden, welche in Umfangsrichtung auf übliche Weise gestützt ist, so daß eine Mehrzahl von Magnetpolen gebildet wird. Wenn die Wicklung 20 erregt wird, bildet die Reibfläche ein drehbares Magnetfeldteil.

In gegenüberliegender Anordnung zu der Rotorfläche 30 ist eine Ankeranordnung 35 vorgesehen. Wenn die Wicklung 20 erregt wird, zieht der magnetische Fluß einen Teil der Ankeranordnung in Reibschlußeingriff mit der Rotorfläche 30, um die Ankeranordnung und den Rotor zur Ausführung einer einheitlichen Drehbewegung zu koppeln. Die Drehbewegung der Ankeranordnung wird auf die Welle 14 übertragen, um den Kompressor 11 anzutreiben.

Die Ankeranordnung kann allgemein derart ausgelegt werden, wie dies in US-A-4,493,407 von Newton et al. beschrieben ist. Die Ankeranordnung 35, welche speziell in den Zeichnungen gezeigt ist, ist jedoch ähnlicher zu jener, die in US-A-5,150,779 von Booth beschrieben ist. Somit umfaßt die Ankeranordnung 35 eine hohlzylindrische Nabe 36, welche vorzugsweise, aber nicht notwendigerweise, aus Metallpulver hergestellt ist. Die Nabe ist teleskopartig auf die Kompressorwelle 14 aufgesetzt und mit der Welle bei 37 mittels einer Keilverbindung verbunden. Sie ist in einer axial festgelegten Position auf der Welle mit Hilfe einer Mutter 38 eingespannt, welche auf den freien Endabschnitt der Welle aufgeschraubt ist.

Die Ankeranordnung 35 umfaßt einen Armstern 40, welcher aus federnd nachgiebigem Material, wie Kunststoff, spritzgegossen ist. Ein geeignetes Material für das Armkreuz ist Dupont Zytel ST 801-HS. Der Armstern 40 umfaßt eine zentrale Hülse 41, welche den vorderen Endabschnitt der Nabe 36 umgibt. Die Nabe ist vorzugsweise an Ort und Stelle eingegossen, und bildet eine Einlage, wenn der Armstern gegossen wird, und somit ist der Kunststoff der Hülse haftend mit dem äußeren Endabschnitt der Nabe verbunden und umschließt diesen.

Der Armstern umfaßt einen Kern 45, welcher einteilig mit der Hülse 41 ausgebildet ist und sich axial von dieser weg erstreckt. Der Kern ist vorzugsweise kreisförmig und vergleichsweise dünn in axialer Richtung ausgelegt. Da der Kunststoff flexibel ist, kann sich der Kern axial relativ zu der Hülse 41 deformieren.

Bei diesem Beispiel wird der Anker selbst von einer ringförmigen Scheibe 51 gebildet, welche eine Dicke von etwa 3,7 mm (0,150") hat, und aus einem Material mit niedriger magnetischer Reluktanz, wie AISI 1010 Stahl hergestellt ist. Die Ankerscheibe 51 weist zwei radial beabstandete und in Umfangsrichtung verlaufende Reihen von in Umfangsrichtung beabstandeten Schlitzen 53 auf. Die Schlitze verleihen der Ankerscheibe 51 Magnetpole, welche mit den Polen der Fläche 30 des Rotors 22 zusammenarbeiten. Wenn die Wicklung 20 entregt wird, ist ein schmaler axialer Luftspalt 55 (Fig. 1) zwischen den Polflächen des Rotors und den Polflächen der Ankerscheibe vorhanden. Bei der Erregung der Wicklung geht der magnetische Fluß über diesen Spalt 55, um die Ankerscheibe 51 in Reibschlußeingriff mit dem Rotor heranzuziehen und hierdurch die Ankerscheibe zur Ausführung einer gemeinsamen Drehbewegung mit dem Rotor zu koppeln.

Stoßgeräusche werden erzeugt, wenn die aus Stahl bestehende Ankerscheibe 51 in Eingriff mit dem Stahlrotor 22 mittels einer Schnappverbindung kommt. Nach der Erfindung werden sowohl Stoßgeräusche als auch Schwingungsgeräusche, welche im stationären Betriebszustand der Kupplung 10 erzeugt werden, durch die Auslegung des äußeren Umfangsteils der Ankeranordnung 35 in Form einer Klemmschicht-Dämpfungsanordnung reduziert, welche durch Zwischenlage eines geräuschdämpfenden Materials eine Dämpfungswirkung erzeugt.

Vorzugsweise ist das geräuschdämpfende Material in Form eines elastomeren Ringkörpers 60 ausgelegt. Der Ringkörper ist vorzugsweise, jedoch nicht notwendigerweise, aus einem Material hergestellt, welches von E. A.R. Division of Cabot Corporation unter der Warenbezeichnung ISOLOSS HD-S06 vertrieben wird. Der geräuschdämpfende Ringkörper 60 hat eine Dicke von etwa 1,5 mm (0,060").

Der Ringkörper 60 ist zwischen der Ankerscheibe 51 und dem Verstärkungsring 62 angeordnet, welcher eine Begrenzungsschicht für das geräuschdämpfende Material des Ringkörpers bildet. Der Verstärkungsring ist nahe zu dem Kern 45 angeordnet. Während der Verstärkungsring ohne Schlitze ausgelegt werden könnte und aus rostfreiem Stahl oder einem anderen Material hergestellt werden könnten, welches eine hohe magnetische Reluktanz hat, ist es bei der bevorzugten Ausführungsform aus einem kostengünstigen AISI 1010 Stahl hergestellt, welcher eine Dicke von etwa 2,5 mm (0,100") hat. Um die magnetische Kraftlinienstreuung durch die Ankeranordnung 35 zu begrenzen, ist der Verstärkungsring 62 mit zwei in Umfangsrichtung verlaufende und radial beabstandete Reihen von in Umfangsrichtung verlaufenden Schlitzen 63 (Fig. 4) versehen, welche hinsichtlich den Abmessungen und der Form in übereinstimmung mit den Schlitzen 53 der Ankerscheibe 51 ausgebildet sind und welche sowohl in Umfangsrichtung als auch in radialer Richtung zu den letztgenannten Schlitzen ausgerichtet sind.

Der geräuschdämpfende Ringkörper 60 wird in einem komprimierten Zustand zwischen der Ankerscheibe 51 und der Begrenzungsschicht gehalten, welcher von dem Verstärkungsring 62 gebildet wird. Bei diesem Beispiel wird dies durch den Einsatz von drei in Winkelabständen angeordnete Nieten 65 bewerkstelligt, welche Schäfte haben, die sich durch axial ausgerichtete Öffnungen in dem Kern 45, dem Verstärkungsring 62, dem Ringkörper 60 und in der Ankerscheibe 51 erstrecken. Die Köpfe der Nieten liegen in der Nähe der vorderen Fläche des Kerns 45, während die gestauchten Enden der Nieten in Gegenbohrungen aufgenommen sind, welche in der Bearbeitungsfläche der Ankerscheibe 51 ausgebildet sind. Wenn die Nieten gestaucht sind, ist der Dämpfungsringkörper 60 zusammengedrückt zwischen der Ankerscheibe 51 und dem Verstärkungsring 62 angeordnet. Um zu verhindern, daß der Verstärkungsring 62 mit dem Kern 45 zusammenarbeitet, sind in Winkelrichtung beabstandete Einsätze 67 (Fig. 2) integral mit dem Kern in der Nähe der darin befindlichen Nietöffnungen ausgebildet und stehen von diesem vor. Hierdurch wird der Verstärkungsring in beabstandeter Anordnung zu dem Kern zu dem Zweck gehalten, welcher in dem vorstehend genannten Patent von Booth beschrieben ist.

Im ungebrauchten Zustand ist der geräuschdämpfende Ringkörper 60 weich und nachgiebig. Mit der Alterung und bei der Einwirkung von Wärme kann das Material schrumpfen und es neigt zum Hartwerden. Um den Ringkörper eng zusammengedrückt selbst dann zu halten, wenn der Ringkörper sich zu schrumpfen oder zu verhärten versucht, werden die Verbindungen zwischen dem Ringkörper und den Nieten 65 durch das Vorsehen von Metalihülsen 69 (Fig. 2) verstärkt, welche in Öffnungen des Ringkörpers angeordnet sind und die Schäfte der Nieten umgeben. Bei der bevorzugten und an Hand den Figuren 1 bis 4 gezeigten Ausführungsformen handelt es sich bei den Hülsen um einfache Stahlunterlagscheiben, welche so ausreichend dünn bemessen sind, daß ein vollständiges Komprimieren des Ringkörpers möglich ist. Bei einer alternativen bevorzugten Ausführungsform einer Ankeranordnung 35A, welche in Figur 5 gezeigt ist, werden Hülsen dadurch gebildet, daß ringförmige Lippen 70 extrudiert werden, welche integral an dem Verstärkungsring 62A um die Nutöffnungen desselben ausgebildet sind und axial von dem Verstärkungsring 62A vorstehen. Die Lippen stehen nach hinten in die Öffnungen des Ringkörpers 60A vor. Alternativ könnten nach vorne verlaufende ringförmige Lippen aus der Ankerscheibe 51A ausgebildet werden.

Bei der vorstehend beschriebenen Anordnung ist der dämpfende Ringkörper 60, 60A zwischen der Ankerscheibe 51, 51A und dem Verstärkungsring 62, 62A eingespannt. Wenn die Ankerscheibe in ihren Eingriffszustand mit dem Rotor 22 gebracht wird, und hierbei ein Anstoßen auftritt, bewirkt der Verstärkungsring, daß Scherbeanspruchungen in dem Material des dämpfenden Ringkörpers erzeugt werden, wodurch Energie durch die Scherdeformation des Materials vernichtet und abgeleitet wird. Die Dämpfungswirkung beruht somit auf der Scherverformung und nicht auf einer Ausdehnung und einem Zusammendrücken desselben unter Biegebeanspruchung, wie dies dann der Fall wäre, wenn der Verstärkungsring nicht vorgesehen wäre. Es hat sich gezeigt, daß die vorliegende Dämpfungsanordnung eine Geräuschminderung bei Stoßgeräuschen von etwa sechs dBA mit sich bringt, wenn man diese mit üblichen Ankern der Bauart vergleicht, die in US-A,4,493,407 von Newton beschrieben ist. Schwingungsgeräusche während des stationären Betriebszustandes der Kupplung 10 werden ebenfalls herabgesetzt.

Bei einigen Anwendungsfällen kann es hinsichtlich der wirtschaftlichen Herstellung eines dünnen Verstärkungsringes Schwierigkeiten geben, welcher eben ist, da ein dünner Ring eine Deformationsneigung besitzt. Ein Flächen-zu-Flächen-Kontakt zwischen dem Verstärkungsring und dem dämpfenden Ringkörper ist wichtig, um zu erzielen, daß sich der Ringkörper auf effektivste Weise bei Scherbelastungen deformieren kann. Als eine Alternative zu einem ebenen Verstärkungsring kann ein Ring 628 eingesetzt werden, welcher in Figur 6 gezeigt ist. Wie dort gezeigt ist, ist der Ring 62B wellenförmig ausgebildet, das heißt er umfaßt radial beabstandete Reihen von in Umfangsrichtung verlaufenden Rippen 72 und Ausnehmungen 74. Wenn die Bauteile miteinander vernietet sind, wird der Ringkörper 60B unter einem Nachgeben der Rippen und Ausnehmungen komprimiert, um einen innigen Kontakt zwischen dem Ringkörper und der Verstärkungsplatte sicherzustellen, und um auch die Kontaktfläche zu vergrößern. In der Nähe der Nieten 65B kann die Verstärkungsplatte mit ebenen Bereichen geprägt sein, um eine geeignete Nietverbindung aufrechtzuerhalten.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform einer Ankeranordnung 35C ist in Figur 7 gezeigt, bei der der äußere Umfang der Verstärkungsplatte 62C mit einer axial vorspringenden ringförmigen Lippe 76 ausgebildet ist, welche eng den äußeren Umfang des dämpfenden Ringkörpers 60C umschließt. Die axiale Länge der Lippe beläuft sich auf etwa 90% der Dicke des Ringkörpers, so daß verhindert wird, daß die Lippe das Komprimieren des Ringkörpers beeinträchtigen kann. Die Lippe begrenzt den Ringkörper in radialer Richtung und verhindert, daß der Ringkörper radial nach außen insbesondere bei hohen Drehzahlen herausgedrückt wird. Als Alternative könnte die Begrenzungslippe an der Ankerscheibe 51C ausgebildet werden.

Bei der bevorzugten Ankeranordnung 35D in Figur 8 ist der Verstärkungsring 62D mit einer axial vorstehenden, ringförmigen Lippe 80 versehen, welche einen äußeren Umfang hat, welcher radial um den äußeren Umfang des dämpfenden Ringkörpers 60D ausgerichtet ist und einen inneren Umfang hat, welcher radial in einem Abstand nach innen von dem äußeren Umfang des dämpfenden Ringkörpers liegt. Somit drückt die Lippe 80D den äußeren Umfangsteil des Ringkörpers 60D in stärkerem Maße als den Hauptkörper des Ringkörpers zusammen, so daß verhindert wird, daß der Ringkörper radial nach außen von dem Zwischenraum zwischen der Ankerscheibe 51D und dem Verstärkungsring 62D bei hohen Drehzahlen bzw. hohen Drehgeschwindigkeiten gedrückt wird. Das in axialer Richtung weisende Ende der Lippe kann aufgerauht oder zugespitzt sein, um das Einschneiden der Lippe in den Ringkörper zu verstärken. Wiederum kann die Lippe alternativ auch an der Ankerscheibe ausgebildet sein, oder bei einigen Anwendungsfällen kann sowohl die Scheibe als auch der Verstärkungsring mit Lippen ausgebildet sein. Als Alternative zur Ausbildung einer Lippe an dem Verstärkungsring und/oder der Ankerscheibe könnte der äußere Umfangsabschnitt des dämpfenden Ringkörpers von einer axial vorstehenden Lippe gebildet werden, welche in stärkerem Maße als der Hauptkörper des Ringkörpers zusammengedrückt wird.


Anspruch[de]

1. Ankeranordnung (35) zum selektiven Einrücken und Ausrücken einer elektromagnetischen Kupplung (10), wobei die Ankeranordnung (35) eine im allgemeinen zylindrische Ankerscheibe (51) aus einem Material mit geringer magnetischer Reluktanz aufweist, die Ankerscheibe (51) wenigstens eine in Umfangsrichtung verlaufende Reihe von in Umfangsrichtung beabstandeten Schlitzen (53) hat, welche an dieser ausgebildet sind, ferner einen Verstärkungsring (62) aufweist, der von der Ankerscheibe (51) axial einen Abstand hat, und einen Ringkörper (60) aus kompressiblem, geräuschdämpfendem Material aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkörper (60) als eine Zwischenanordnung zwischen der Ankerscheibe (51) und dem Verstärkungsring (62) angeordnet ist, und daß Einrichtungen vorgesehen sind, welche die Ankerscheibe (51) und den Verstärkungsring (62) fest miteinander verbinden, während der Ringkörper (60) unter axialer Kompression zwischen der Scheibe (51) und dem Ring (52) angeordnet ist, wodurch der Ringkörper (60) und der Ring (62) derart zusammenwirken, daß eine Klemmschicht-Dämpfungsanordnung gebildet wird, welche bei Einrücken der Ankerscheibe (51) erzeugte Geräusche dämpft.

2. Ankeranordnung (35) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen in Winkelabständen angeordnete Niete (65) aufweisen, welche jeweils einen Schaft haben, welcher durch die Scheibe (51), den Ringkörper (60) und den Ring (62) geht.

3. Ankeranordnung (35) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringkörper (60) aus elastomerem Material hergestellt ist, und mit in Winkelabständen angeordneten Öffnungen zur Aufnahme der Schäfte der Nieten (15) versehen ist, und daß metallische Hülsen (69) in den Öffnungen angeordnet sind und die Schäfte umgeben, um engsitzende Verbindungen zwischen den Schäften und dem Ringkörper (60) bereitzustellen.

4. Ankeranordnung (35) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülsen (69) von Unterlagscheiben gebildet werden, welche in den Öffnungen angeordnet sind, und daß die Unterlagscheiben gesondert von der Ankerscheibe (51) und dem Verstärkungsring (62) ausgebildet sind.

5. Ankeranordnung (35) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülsen (69) integral mit dem Verstärkungsring (62) oder der Ankerscheibe (51) ausgebildet sind, und axial hiervon vorstehen sowie sich in die Öffnungen erstrecken.

6. Ankeranordnung (35) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dab die Hülsen (69) integral mit dem Verstärkungsring (62) ausgebildet sind und axial von diesem vorstehen.

7. Ankeranordnung (35) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärkungsring (62) aus einem Material hergestellt ist, welches eine hohe magnetische Reluktanz hat.

8. Ankeranordnung (35) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstärkungsring (62) aus einem Material hergestellt, welches eine geringe magnetische Reluktanz hat, und daß wenigstens eine in Umfangsrichtung verlaufende Reihe von in Umfangsrichtung beabstandeten Schlitzen (63) an dem Verstärkungsring (62) ausgebildet ist.

9. Ankeranordnung (35) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze (63) in dem Verstärkungsring (62) in Umfangsrichtung und in radialer Richtung zu den Schlitzen (63) in der Ankerscheibe (51) ausgerichtet sind.

10. Ankeranordnung (35) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (62) und der Ringkörper (60) Paßflächen umfassen, wobei die Fläche des Rings (62) von radial beabstandeten Reihen von in Umfangsrichtung verlaufenden Rippen (72) und Ausnehmungen (74) gebildet wird, und die Fläche des Ringkörpers (60) unter Ausnutzung der Nachgiebigkeit der Rippen (72) und der Ausnehmungen (74) komprimiert ist.

11. Ankeranordnung (35) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Ringlippe (70) integral mit dem Verstärkungsring (62) oder dem Ankerring (51) ausgebildet ist und axial von diesem vorsteht, und daß der innere Umfang der Lippe (70) den äußeren Umfang des Ringkörpers (60) eng umschließt und verhindert, daß der Ringkörper (60) in radialer Richtung nach außen aus dem Bereich zwischen dem Ring (62) und der Scheibe (51) herausgedrückt wird.

12. Ankeranordnung (35) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Länge der Lippe (70) kleiner als die axiale Dicke des Ringkörpers (60) derart ist, daß verhindert wird, daß die Lippe (70) die Kompression des Ringkörpers (60) behindert.

13. Ankeranordnung (35) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Ringlippe (70) integral mit dem Verstärkungsring (62) oder der Ankerscheibe (51) ausgebildet ist, und von dem jeweiligen Teil vorsteht, und daß die Lippe (70) einen Innenumfang hat, der radial von dem Außenumfang des Ringkörpers (60) nach innen liegt, und einen äußeren Umfangsabschnitt des Ringkörpers (60) zusammendrückt, um zu verhindern, daß der Ringkörper (60) von dem Bereich zwischen dem Ring (62) und der Scheibe (51) radial nach außen gedrückt wird.

14. Ankeranordnung (35) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine zentrale Hülse, welche aus einem federnd nachgiebigen Kunststoffmaterial ausgebildet ist, einen im allgemeinen kreisförmigen Steg, welcher integral mit der Hülse ausgebildet ist und radial von dieser vorsteht und sich axial vorund zurück relativ zu der Hülse biegen kann, und einen Verstärkungsring, welcher in Eingriff mit einer Seite des Stegs in der Nähe des äußeren Umfangs hiervon angeordnet ist.

15. Ankeranordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Festlegeeinrichtung den Ringkörper in konstanter Anpreßkraft zwischen dem Ring und der Scheibe hält.







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