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Dokumentenidentifikation DE69401128T2 03.04.1997
EP-Veröffentlichungsnummer 0695241
Titel SITZSTÜTZE MIT INTEGRIERTEM ELEKTRONISCHEN ZUSAMMENBAU
Anmelder Eldec Corp., Lynnwood, Wash., US
Erfinder CHOW, Dominic, Mukilteo, WA 98275, US
Vertreter Klunker und Kollegen, 80797 München
DE-Aktenzeichen 69401128
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 02.03.1994
EP-Aktenzeichen 949102255
WO-Anmeldetag 02.03.1994
PCT-Aktenzeichen US9402310
WO-Veröffentlichungsnummer 9420327
WO-Veröffentlichungsdatum 15.09.1994
EP-Offenlegungsdatum 07.02.1996
EP date of grant 11.12.1996
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.04.1997
IPC-Hauptklasse B60N 2/44
IPC-Nebenklasse B64D 11/06   H05K 7/20   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft das allgemeine Gebiet der Flugzeugsitze, wie in den Oberbegriffen der Ansprüche 1, 14, 16 und 21 angegeben. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung Flugzeugsitze mit elektronischem Zubehör, das in die Sitze eingebaut oder darauf montiert ist.

Hintergrund der Erfindung

Bei Passagierflugzeugen gibt es bezüglich den Passagiersitzen und der Sitzstützstruktur widerstreitende Anforderungen. An vorderster Stelle steht die Passagiersicherheit für den Fall, daß hohe g-Kräfte auftreten. Der Sitz muß bei moderaten g-Kräften, die normalerweise nicht zu Passagierverletzungen führen, seiner Einheit bewahren, aber die Situation ist komplizierter, als nur einen stabilen Sitz und Sützstruktur zur Verfügung zu stellen. Bei höheren g-Kräften verursacht ein unnachgiebiger Sitz eher Verletzungen als ein Sitz, der nachgeben, biegen oder auf kontrollierte Weise kollabieren würde. Die Situation wird dadurch noch komplizierter, daß ein plötzliches Versagen einer Sitzstütze zu einer gefahrlich schnellen Erhöhung von g-Kräften führen kann, zusätzlich zur Erhöhung der Wahrscheinlichkeit von punktuellen Verletzungen der Passagiere oder des Flugzeugs durch abgebrochene Stützteile. Daher sehen moderne Regierungsvorschriften Grenzen vor, innerhalb derer Sitzstützen nicht dauerhaft nachgeben dürfen (d.h., bei moderaten g- Kräften), und höhere Grenzen, innerhalb derer die Sitzstützen nachgeben aber nicht versagen dürfen.

Andere wichtige Anforderungen sind Raum und Gewicht. Passagiersitze und Sitzrahmen müssen sowohl kompakt als auch leicht sein. Zum Beispiel muß der Raum unter dem Sitz so offen wie möglich sein, um die Füße und Unterschenkel der Passagiere der nächsten Reihe und traditioneller Weise Handgepäck aufzunehmen. Daher haben herkömmliche Sitzrahmen schmale, aufrechte Stützelemente. Frühe Versionen solcher Rahmen verwendeten eine Mehrzahl rohrförmiger Elemente, die durch Streben und Klammern verbunden waren. Neuere Sitzrahmen haben einteilige aufrechte Stützen, die aus massivem Metall herausgearbeitet oder gegossen sind mit sorgfältig positionierten Freiräumen und Bereichen reduzierter Dicke, um das Gewicht zu verringern, während Festigkeit und Verhalten im geforderten g-Kräftebereich angemessen erhalten bleibt.

Eine weitere Anforderung bei Flugzeugpassagiersitzen ist der Passagierkomfort, der seit kurzem in Bezug auf die Passagierunterhaltung Berücksichtigung findet. Es ist nun vorgeschlagen worden, daß mehr interaktive elektronische Systeme für individuelle Passagiere zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Verfeinerung der Elektronikelemente, die für jeden Sitz vorgesehen sind, nimmt weiter zu. Solche Elektronikelemente erfordern Steuerungssysteme und Energieversorgungen, die Wärme erzeugen. In Standardsitzkonstruktionen gibt es keinen passenden Ort für eine zusätzliche, manchmal zerbrechliche Einheit, die heiß werden darf. Raum steht an solch vorderer Stelle, daß fast jede zusätzliche Einheit von nennenswerter Größe offenliegt oder nahe bei einem Passagier liegt. Wärmeerzeugende Komponenten wurden eingeschlossen in Gehäuse, die auf der Sitzstützstruktur an verletzbaren Stellen montiert waren. Die Gehäuse waren isoliert, um den nächstsitzenden Passagieren Unannehmlichkeiten zu ersparen. Der Stromverbrauch mußte notwendiger Weise niedrig sein, um einen Wärmestau innerhalb der Gehäuse zu verhindern, der die Elektronikelemente hätte beschädigen können. Niedriger Energieverbrauch ist darüber hinaus erforderlich, um unangenehme heiße Stellen in der Nähe der Passagiere zu vermeiden. Das Verlegen von Kabeln zu und von solchen Einheiten war auch ein Problem.

Wärmeableiter als solche sind zum Beispiel aus US-A-3 676 745 oder US-A-4 358 173 bekannt; darüber hinaus zeigt die Figur aus dem Artikel "Connectorless Power Supply for an Aircraft-Passenger Entertainment System" (zugehörig zu IEEE Transactions on Power Electronics, Vol 4, Nr.3, Juli 1989) eine elektrische Energieversorgung, die mechanisch an die Sitzstütze gekoppelt ist.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung stellt eine einteilige Sitzstütze zur Verfügung, die modifiziert ist, um wärmeerzeugende Elektronikelemente in die Stütze zu integrieren, wie in den unabhängigen Ansprüchen 1, 14 und 16 angegeben ist. Die vorliegende Erfindung stellt außerdem ein Verfahren zur Ableitung von Wärme aus einer wärmeerzeugenden Elektronikeinheit von Flugzeugsitzelektronikelementen zur Verfügung, wie im unabhängigen Anspruch 21 angegeben ist. Statt die wärmeerzeugenden Komponenten gegenüber der Stütze thermisch zu isolieren, sind die wärmeerzeugenden Komponenten bei der vorliegenden Erfindung in direktem thermischen Kontakt mit der Stütze. Die Stütze selbst wirkt als ein Wärmeableiter, um Wärme von den Elektronikelementen wegzuleiten und zu dissipieren. Vorzugsweise sind die Elektronikelemente in einer Kavität der einteiligen Sitzstücke eingepaßt Die Kavität kann durch eine Deckplatte abgeschlossen sein, um die Elektronikelemente zu schützen, während der an die Stütze angrenzende verfügbare Raum maximiert wird.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die voranstehenden Aspekte und viele der damit verbundenen Vorteile dieser Erfindung werden leichter erkennbar, wenn dieselbe anhand der folgenden detaillierten Beschreibung in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen besser verstanden werden. Darin zeigen:

Fig. 1 eine etwas diagrammatische Draufsicht eines bekannten Flugzeugsitzrahmens;

Fig. 2 eine Ansicht von links oben einer einteiligen Sitzstütze mit integrierten Elektronikelementen gemäß der vorliegenden Erfindung, mit in Explosionsdarstellung gezeigten Teilen;

Fig. 3 eine Ansicht der Sitzstütze aus Fig. 2 von rechts oben;

Fig. 4 ein vergrößerter vertikaler Abschnitt entlang der Linie 4--4 aus Fig. 2;

Fig. 5 eine diagrammatische rechte Seitenansicht der Sitzstütze aus Fig. 2, die schattiert ist, um die Wärmeleitung durch die Stütze darzustellen;

Fig. 6 eine Ansicht von links oben einer modifizierten einteiligen Sitzstütze mit integrierten Elektronikelementen gemäß der vorliegenden Erfindung, mit in Explosionsdarstellung gezeigten Teilen;

Fig. 7 ein etwas diagrammatischer vertikaler Schnitt entlang der Linie 7- -7 aus Fig. 6;

Fig. 8 eine Ansicht von links oben einer weiteren Ausführungsform einer einteiligen Sitzstütze mit integrierten Elektronikelementen gemäß der vorliegenden Erfindung, mit in Explosionsdarstellung gezeigten Teilen; und

Fig. 9 eine diagrammatische rechte Seitenansicht einer einteiligen Sitzstütze, die schattiert ist, um alternative Stellen zur Integration von Elektronikelementen darzustellen.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Fig. 1 zeigt eine konventionelle Sitzbaugruppe des Typs, mit dem sich die vorliegende Erfindung beschäftigt. Der stützende Sitzrahmen 1 umfaßt zwei aufrechte einteilige Stützen 2, die jede einen Hauptkörper von allgemein X-förmiger Gestalt besitzen. Solche Körper enthalten nach unten divergierende Stützelemente oder Beine 3 und nach oben divergierende Stützelemente oder Arme 4. Die nach unten divergierenden Beine sind am Boden durch ein integrales Basiselement oder Stringer 5 verbunden. Der Stringer trägt Schienenverbindungselemente 6, mit denen das Stützelement in einem kooperierenden Kanal (nicht gezeigt) des Decks oder Bodens einer Flugzeugpassagierkabine befestigt werden kann.

Die oberen Enden der Stützarme 4 haben konkave Lager, um ein vorderes Querrohr 7 und ein hinteres Querrohr 8 zu stützen. Strukturierte Arme 9 werden getragen von den Querrohren 9 und überbrücken diese. Die konventionelle Flugzeugsitzbaugruppe 10 wird getragen auf dem strukturellen Rahmen 1, einschließlich dem allgemein horizontalen Sitzabschnitt 10'. Eine nicht strukturierte Schiene 11 kann sich entlang der exponierten Seite und Front des Rahmens erstrecken, um die unter den Sitzen verstauten Gegenstande zu halten und zu schützen.

Bei der bekannten Konstruktion besteht jede Stütze 2 aus einem einstückigen Aufbau, der aus einem leichten aber stabilen Metall wie Flugzeugqualitätsaluminiumlegierung gegossen oder herausgearbeitet ist, mit einem offenen Raum über, unter, hinter und vor dem zentralen Bereich des Körpers. Die gesamte Stütze ist gestaltet, um moderaten g-Kräften ohne dauerhaften Schaden standzuhalten. Bei höheren g-Kräften wird die Sliitze ohne Bruch biegen oder kollabieren. Ein wichtiger Bereich ist die Verbindung des vorderen Stützarms 4 mit dem vorderen Stützbein 3, da die besorgniserregensten Kräfte nach vorne und unten gerichtet sind. Dieser Bereich kann strukturierte Platten 12 enthalten, die gestaltet sind, um die gewünschte stoßaufnehmende Wirkung der Stütze und des Rahmens, von deen er einen Teil bildet, zu erreichen.

Bezugnehmend auf die Figuren 2 bis 4 ist gemäß der vorliegenden Erfindung eine wärmeerzeugende Elektronikeinheit oder -modul 20 in der aufrechten Sitzstütze 21 integriert, die vorzugsweise im wesentlichen identisch zu der bekannten, zuvor beschriebenen Stütze ist, außer daß die Öffnung zwischen dem Vorderbein 24, Hinterbein 25 und Bodenstringer 26 an einer Seite geschlossen ist, um eine Kavität 27 zu bilden, die sich zur anderen Seite der Stütze öffnet und an einer Stelle unter dem horizontalen Bereich 10' der Sitzbaugruppe 10 liegt. Wie am besten in Fig. 4 zu sehen ist, ist die geschlossene Seite 28 der Kavität vorzugsweise integral mit dem Rest der Stütze ausgebildet. Andererseits besitzt die Stütze 21 dieselben Eigenschaften, wie die bekannte, zuvor beschriebene Stütze, einschließlich aufrechter und nach außen divergierender Elemente oder Arme 29 und 30 zur Stützung der Querrohre 7 und 8 und die stoßaufnehmende Verbindung des Vorderarms 29 und des unteren Vorderelements oder Beins 24, die die stoßaufnehmende Platte 12 enthalten kann, und die Verbindungselemente 6, die die Stütze an den Boden F sichern. Das Elektronikmodul oder -einheit 20 kann eine Verdrahtung oder Schaltplatte 31 für die verschiedenen gewünschten Elektronikbauteile enthalten. Die Leiterplatte 31 kann in der Kavität 27 mit konventionellen Befestigungselementen gesichert werden, die in erhöhten Stutzen 32 aufgenommen werden. Vorzugsweise besteht jedoch direkter thermischer Kontakt zwischen der Basis oder Seitenwand 28 der Kavität und mindestens dem elektronischen Bauteil, das die meiste Hitze generiert und in Fig. 2 und 4 als Bauteil 33 dargestellt ist. Dieses Bauteil würde typischerweise die Energieversorgung oder der Stromrichter sein.

Wie am besten in Fig. 4 zu sehen ist, kann sich das wärmeerzeugende Bauteil 33 durch einen Ausschnitt der Leiterplatte 31 erstrecken, so daß es gegen einen erhöhten Sockel 34 der Seitenwand 28 anstößt. Neben der sich im wesentlichen berührenden Zusammenwirkung zwischen diesem Sockel 34 und dem Bestandteil 33 gibt es keine mechanische Schnittstelle zwischen der wärmeerzeugenden Komponente oder Modul und anderen Teilen der einteiligen Stütze 21, um Wärmeleitung durch die Stütze zu hemmen. Demzufolge wirkt die gesamte Stütze als eine Wärmesenke, um Wärme von den Elektronikelementen wegzuleiten und die Wärme an die umgebende Atmosphäre abzugeben. Zum Beispiel ist die diagrammatische Seitenansicht aus Fig. 5 gepunktet, um die Wärmedissipation darzustellen, wenn ein wärmeeerzeugendes Bauteil oben in der Kavität montiert ist. Dichtere Punktierung zeigt höhere Temperatur an. Die von dem elektronischen Bauteil erzeugte Wärme strahlt nach außen entlang der Stütze und wird in die umgebende Atmosphäre über den großen Oberflächenbereich der Stütze dissipiert.

Wieder bezugnehmend auf Fig. 4 könnte die wärmeerzeugende Komponente 33 angeordnet werden, um mit der Seitenwand 28 der Kavität 27 ohne einen erhöhten Sockel 34 zusammenzuwirken. Jedoch wird durch das Vorsehen eines solchen erhöhten Sockels der Hauptteil der Schaltplatte 31 von der Wand beabstandet, wodurch Raum für Verkabelung oder Steckverbindungen oder andere elektronische Bauteile zwischen der Platte und der Wand frei bleibt. Kabel oder Kabelbäume für die Elektronikelemente können durch den Bodenstringer 26 geführt werden.

Um das Elektronikmodul 20 zu schützen, kann eine Deckplatte 35 verwendet werden, um die offene Seite der Kavität 27 zu schließen. Eine solche Deckplatte kann entweder aus wärmeisolierendem oder wärmeleitendem Material sein. Wenn eine wärmeleitende Deckplatte verwendet wird, kann sie eine Schicht 36 aus Isoliermaterial besitzen. Ansonsten könnte sich die Deckplatte zu einer unangenehmen heißen Stelle an der offenen Seite der Stütze entwickeln, wenn die Deckplatte nahe längs der warmeerzeugenden Komponente liegt. Auf ähnliche Weise kann eine Isolierschicht oder -abdeckung auf der gegenüberliegenden Seite der Stütze in dem Bereich der wärmeerzeugenden Komponente vorgesehen werden.

Gegenüber bekannten eingeschlossenen Elektronikmodulen, die gegenwärtig verwendet werden und ein paar Watt an Energie liefern, kann durch Integrieren der Elektronikelemente in einer einheitlichen Sitzstütze gemäß der vorliegenden Erfindung eine Einheit mit einer wesentlich höheren Leistung verwendet werden, wodurch eine größere Auswahl an Elektronikelementen möglich wird, die in Passagiersitzen eingebaut werden können.

In der Ausführungsform der Erfindung, die in Fig. 6 und 7 gezeigt ist, ist der Raum zwischen dem Vorderbein 24, Hinterbein 25 und Bodenstringer 26 durch eine vertikale Platte 28' geschlossen, die sich zentral zu der abgewandelten Stütze 21' erstreckt, wie am besten in Fig. 7 zu sehen ist. Dementsprechend sind die sich nach außen öffnenden Kavitäten 27' auf den gegenüberliegenden Seiten der Stütze ausgebildet. Elektronische Module 20' können in jeder oder beiden Kavitäten montiert werden. Vorzugsweise wird das wärmeerzeugende Bauteil 33 direkt mit der vertikalen Platte 28' für eine direkte thermische Leitung zusammenwirken. Zum Beispiel können die Sockelabschnitte 34' an gegenüberliegenden Seiten der zentralen Platte ausgebildet sein. Die Kavitäten 27' können durch Deckplatten 35 und 35' geschlossen werden, die eine innere Schicht aus Isolierung 36 oder 36' besitzen können (Fig. 7). Abhängig von der Höhe der elektronischen Komponenten kann die Platte ausgestellt sein, so wie die links in Fig. 7 gezeigte Platte 35, oder sie kann flach sein, so wie die rechts in Fig. 7 gezeigte Platte 35'.

Ansonsten ist die Ausführungsform aus den Fig. 6 und 7 identisch zu der Ausführungsform aus Fig. 2 bis 4. Die gesamte Stütze 21' wirkt als eine Wärmesenke, um die durch das elektronische Bauteil 33 erzeugte Wärme abzuleiten und zu dissipieren.

In der in Fig. 8 gezeigten Ausführungsform ist die Stütze 21" mit integralen Rippen oder Finnen 40 ausgestattet, die sich von dem oberen Rand der Kavität 27 zur nächstgelegenen strukturierten Rippe der Stütze erstrecken. Solche Finnen erhöhen den freien Oberflächenbereich der Stütze für eine größere Dissipation von Wärme, die von dem wärmeerzeugenden Bauteil 33 durch die Seitenwand 28 abgeleitet wird. Ansonsten ist die Ausführungsform der Fig. 8 identisch zu der Ausführungsform der Fig. 2 bis 4.

Allerdings kann das Hinzufügen von integralen Finnen, wie sie in Fig. 8 gezeigt sind, das Stoßdämpfungsverhalten der Stütze beeinflussen. Modifikationen können in dem Bereich der Verbindung des Vorderbeins und Vorderarms erforderlich werden, zum Beispiel das Einbauen einer Platte 12, die eine andere Nachgiebigkeits- oder Biegecharakteristik besitzt.

Wie durch die Schattierung in Fig. 9 dargestellt ist, könnte auf ähnliche Weise die Platte, auf der die Elektronikelemente montiert sind, in der Aussparung der Vorderseite, Rückseite oder Oberseite der Stütze 21 sowie in der Öffnung am Boden montiert werden; und kleine Elektronikmodule können in Kavitäten in einem Bein 24 oder 25, einem Arm 29 oder 30, dem Zentralbereich 50 der Stütze oder dem oberen strukturellen Element 9 montiert werden. Indem die Elektronikkavität im Boden der Stütze ausgebildet ist, sind jedoch weniger Gestaltungsänderungen an der bekannten Stütze erforderlich, um die gewünschte Festigkeit und das gewünschte Verhalten der Stütze zu erreichen.

Während die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dargestellt und beschrieben wurde, wird man festgestellt haben, daß verschiedene Änderungen daran vorgenommen werden können, ohne den Geist und Umfang der Erfindung zu verlassen.


Anspruch[de]

1. Sitzstützstruktur umfassend eine aufrechte Sitzstütze (21, 21', 21") aus wärmeleitendem Material, dadurch gekennzeichnet, daß eine wärmeerzeugende Elektronikelementeeinheit (20, 20') direkt thermisch an eine Stütze (21, 21', 22") gekoppelt ist zur Wärmeleitung von der Einheit (20, 20') durch die Stütze (21, 21', 21") und zur Wärmedissipation aus der Stütze (21, 21', 21").

2. Die in Anspruch 1 definierte Struktur, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die Stütze (21, 21', 21") gegenüberliegende aufrechte Seiten und eine sich zu einer dieser Seiten öffnende Kavität (27, 27') besitzt, wobei die Elektronikelementeeinheit (20, 20') in der Kavität (27, 27') montiert ist.

3. Die in Anspruch 2 definierte Struktur, weiter gekennzeichnet durch eine Deckplatte (35, 35'), die die offene Seite der Kavität (27, 27') schließt.

4. Die in Anspruch 2 definierte Struktur, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die Kavität (27) einen Basisabschnitt mit einem erhöhten Sockel (34, 34') umfaßt, wobei die Elektronikelementeeinheit (20, 20') in direktem thermischen Kontakt zum Sockel (34, 34') montiert ist.

5. Die in Anspruch 1 definierte Struktur, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die aufrechte Sitzstütze (21, 21', 21") von allgemein X-förmiger Gestalt ist einschließlich nach unten divergierender Beine (24, 25) und nach oben divergierender Arme (29, 30), welche nach oben, vorne, hinten und unten Aussparungen der Stütze (21, 21', 21") zwischen den Armen (29, 30) und Beinen (24, 25) bilden, wobei die Stütze (21, 21', 21") eine vertikale Platte (28, 28') aus wärmeleitendem Material aufweist, die an die Arme (29, 30) und Beine (24, 25) thermisch gekoppelt ist und sich über eine der Aussparungen erstreckt, wobei die Elektronikelementeeinheit (20, 20') auf der Platte (28, 28') montiert ist.

6. Die in Anspruch 5 definierte Struktur, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (28, 28') integral mit den Armen (29, 30) und Beinen (24, 25) ausgebildet ist.

7. Die in Anspruch 5 definierte Struktur, weiter dadurch gekennzeichnet, daß sich die Platte (28, 28') zwischen den nach unten divergierenden Beinen (24, 25) der Stütze erstreckt.

8. Die in Anspruch 5 definierte Struktur, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die Sitzstütze (21) gegenüberliegende aufrechte Seiten besitzt, wobei die Platte (28) im wesentlichen an einer der Seiten ausgerichtet ist und eine sich zu der anderen Seite öffnende Kavität (27) bildet, wobei die Elektronikelementeeinheit (20) in dieser Kavität montiert ist.

9. Die in Anspruch 5 definierte Struktur, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die Sitzstütze (21") wärmeabstrahlende Rippen (40) aufweist, die sich aus der Kavität (27) erstrecken.

10. Die in Anspruch 5 definierte Struktur, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (27') im wesentlichen zentral zwischen den gegenüberliegenden aufrechten Seiten der Sitzstütze (21') so angeordnet ist, daß an diesen Seiten sich entgegengesetzt öffnende Kavitäten (27') gebildet werden, und daß die Elektronikelementeeinheit (20') in einer der Kavitäten (27') in thermischem Kontakt zur Platte (28') montiert ist.

11. Die in Anspruch 1 definierte Struktur, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die Sitzstruktur (21, 21', 21") mindestens zwei aufrechte Sitzstützelemente (24, 25, 29, 30) und eine Einrichtung (28, 28') zum Befestigen der Elektronikelementeeinheit (20, 20') zwischen den Stützelementen (24, 25, 29, 30) aufweist.

12. Die in Anspruch 11 definierte Struktur, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungseinrichtung eine Platte (28, 28') aus wärmeleitendem Material aufweist, die sich von mindestens einem der Sitzstützelemente (24, 25, 29, 30) erstreckt und thermisch daran gekoppelt ist.

13. Die in Anspruch 11 definierte Struktur, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungseinrichtung eine Platte (28, 28') aus wärmeleitendem Material aufweist, die sich zwischen den zwei aufrechten Sitzstützelementen (24, 25, 29, 30) erstreckt und daran thermisch gekoppelt ist.

14. Ein Flugzeugsitzrahmen zum Stützen einer Sitzbaugruppe umfassend eine Mehrzahl von aufrechten einteiligen Sitzstützen (21, 21', 21") aus wärmeleitendem Material, dadurch gekennzeichnet, daß ein wärmeerzeugendes Elektronikmodul (20, 20') in direktem thermischen Kontakt zu einer der Stützen (21, 21', 21") montiert ist, um Wärme dort hindurch zu leiten und Wärme von dort aus zu dissipieren.

15. Der in Anspruch 15 definierte Rahmen, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die Stütze eine Kavität (27, 27') besitzt, wobei die wärmeerzeugende Einheit (20, 20') in der Kavität (27, 27') montiert ist.

16. Eine Sitzbaugruppe mit einem allgemein horizontalen Abschnitt (10'), der über einer aufrechten Sitzstütze (21, 21', 21") aus wärmeleitendem Material getragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine warmeerzeugende Elektronikelementeeinheit (20, 20') in direktem thermischen Kontakt zur Stütze (21, 21', 21") an einer Stelle montiert ist, die unter dem horizontalen Abschnitt (10') der Sitzbaugruppe liegt, um Wärme von der Einheit (20, 21') durch die Stütze (21, 21', 21") zu leiten und Wärme von der Stütze (21, 21', 21") zu dissipieren.

17. Die in Anspruch 16 definierte Sitzbaugruppe, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die Stütze (21, 21', 21") zwei aufrechte Sitzstützelemente (24, 25, 29, 30) umfaßt, wobei der horizontale Abschnitt (10') vordere und hintere Abschnitte besitzt, wobei eine der Stützen (21, 21', 21") zwei aufrechte Sitzstützelemente (24, 25, 29, 30) besitzt, die jeweils in Richtung zu den vorderen und hinteren Abschnitten des horizontalen Abschnitts (10') angeordnet sind und relativ zueinander beabstandet sind, und wobei die Elektronikelementeeinheit (20, 20') zwischen den zwei Sitzstützelementen (24, 25, 29, 30) unter der Sitzbaugruppe (10, 10') angeordnet ist.

18. Die in Anspruch 16 definierte Sitzbaugruppe, weiter gekennzeichnet durch einen Boden (F) unter der Stütze (21, 21', 21") und eine Einrichtung (6) zum Sichern der Sitzstütze (21, 21', 21") an dem Boden (F).

19. Die in Anspruch 18 definierte Sitzbaugruppe, weiter dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (F) einen Kanal besitzt, wobei die Sicherungseinrichtung (6) mit dem Kanal zusammenwirkt, um die Stütze (21, 21', 21") im wesentlichen stationär an dem Boden (F) zu sichern.

20. Die in Anspruch 16 definierte Sitzbaugruppe, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die Stütze (21, 21', 21") mindestens zwei aufrechte Sitzstützelemente (24, 25, 28, 29) aufweist, wobei die wärmeerzeugende Elektronikelementeeinheit (20, 20') an mindestens ein Stützelement (24, 25, 28, 29) an einer Stelle zwischen den zwei Stützelementen (24, 25, 25 28, 29) thermisch gekoppelt ist.

21. Ein Verfahren zur Wärmedissipation aus einer wärmeerzeugenden Elektronikeinheit (20, 20') von Flugzeugsitzelektronikelementen, dadurch gekennzeichnet, daß die wärmeerzeugende Einheit (20, 20') direkt an einer einteiligen aufrechten Sitzstütze (21, 21', 21") aus wärmeleitendem Material montiert wird, um Wärme durch die Stütze (21, 21', 21") zu leiten und Wärme aus der Stütze (21, 21', 21") zu dissipieren.

22. Das in Anspruch 21 definierte Verfahren, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die wärmeerzeugende Einheit (20, 20') in einer Kavität (27, 27') der Stütze (21, 21', 21") montiert wird.

23. Das in Anspruch 22 definierte Verfahren, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die Elektronikeinheit (20, 20') in der Kavität (27, 27') eingeschlossen wird, indem eine Deckplatte (35, 35') über der Kavität (27, 27') gesichert wird.

24. Das in Anspruch 21 definierte Verfahren, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die wärmeerzeugende Einheit (20, 20') an der Sitzstütze (21, 21', 21") an einer Stelle montiert wird, die unter einer Flugzeugsitzbaugruppe (10, 10') liegt.

25. Das in Anspruch 24 definierte Verfahren, weiter dadurch gekennzeichnet, daß die wärmeerzeugende Einheit (20, 20') an einer Platte (28, 28') aus wärmeleitendem Material montiert wird, wobei diese Platte (28, 28') mit der Sitzstütze (21, 21', 21") thermisch gekoppelt ist.







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